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Jüdische Rundschau · 1936-09-01 · Heft 70 (1.9.1936) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
41 (1936)
Issue
Heft 70 (1.9.1936)
Date
1936-09-01
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Seite 2 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 70, 1. IX. 1936 Manifest an das jüdische Volk ihrem Teil an der Erleichterung des Judenproblems mitzuwirken. Welch eine Anomalie wäre es nun, wenn in einer Zeit, in der die Judennot immer größeren Umfang annimmt, der Ort in der Welt den Juden verschlossen würde, der beinahe ihre einzige Hoffnung darsteflt! Wir Juden in Deutschland, für die Palästina seit 1933 zum wichtigsten überseeischen Einwandcrungslande geworden ist, stehen inmitten dieser jüdischen Front Wenn man uns helfen will, uns eine neue Basis des Lebens zu schaffen und aus eigenen Kräften daran zu bauen, so muH die Welt und müssen nicht zuletzt die für die Entscheidung in Palästina verantwortlichen Instanzen wissen, daß auch uns der Weg nach Erez Israel «ffenhleihen muß, und daß unsere junge Generation, die ein Recht zum Leben und zum Hoffen hat, gebieterisch verlangt, daß ihr dieser Weg auch nicht für befristete Zeit verschlossen wird! * Dabei wissen wir wohl, loelch schweres Problem vor der Mandatsmacht in Palästina selbst steht. Die Lage im Vorderen Orient ist in vieler Hinsicht verworren, und die Stellung der europäischen Mächte, besonders Englands, erfordert mancherlei Rücksichtnahmen. Erst vor wenigen Tagen ist nach vielen und langen Kämpfen das Verhältnis zwischen England und einem Nachbarlande Palästinas, Aegypten, auf eine neue Basis gestellt worden, die Aegypten ein hohes Maß von politischer Freiheit gibt und es zugleich eng mit den Interessen des Britischen Reiches verbindet. Die Tatsache, daß die H e r r s c!1 er der Palästina u ni g e b e n d en a r a ־ bischen Länder in den gegenwärtigen Konflikt ein• gegriffen haben, mul» von uns als ein Zeichen der großen Veränderungen betrachtet werden, die in den letzten Jahrzehnten in diesem Länderkomplex vor sich» gegangen sind. Das arabische Volk als solches befindet sich auf dem Wege nationalen Aufstieges, und wir werden daher mit ihm — je länger desto mehr — als einem Faktor zu rechnen haben, mit dem es gilt, sich auseinanderzusetzen, von dem wir aber auch hoffen, daß das jüdische Volk in Palästina zu ihm trotz allem, was gewesen ist, einen Weg des Verstehens und der Kooperation finden wird. Vielleicht ist die Hoffnung nicht umsonst, daß gerade die Gruppen im arabischen Volke, die einen höheren Grad nationaler Selbständigkeit besitzen, als es bei den palästinensischen Arabern der Fall ist, und die den Dingen in jeder Hinsicht mit etwas mehr Distanz gegenüberstehen, auch ein höheres Maß von Bereit- Schaft haben, einen Ausgleich in Palästina anz u b a h n e n. Wenn verantwortliche Persönlichkeiten aus diesen Kreisen jetzt mit den Problemen Palästinas in Berührung kommen, so werden sie bei aller Schwierigkeit der Fragen, die es dort zu bewältigen gilt, gewiß auch die U n a u s w e i c h 1 i ch k c i t der Vorgänge erkennen und das jüdische Volk als einen Faktor empfinden lernen, der aus der Geschichte Palästinas nicht mehr fortzudenken ist. Die Wünsche des indischen Volkes begleiten die Ver- Handlungen, die in diesen Tagen geführt werden, In dem Sinne, daß sie die Wiederherstellung des Friedens in Palästina so rasch wie möglich herheiführen mögen. Das Blut, das in Palästina fließt, ist kein Segen für das Land, und die Menschen, die ihr!,eben hin gegeben haben, möchten wir lieber als schaffende Glieder des Volkes sehen. Dennoch wissen wir, daß die Geschichte nichts mühelos verschenkt, und daß sie von denen Opfer fordert, die einem großen Ziele nachrtreben. Die Kraft des jüdischen Volkes, die in den letzten Generationen manchmal zu versickern schien, hat sich an dem Aufbau Erez Israels wieder entzündet, eine neue Jugend ist herangewachsen, die ihren Mann zu stehen weiß, wo immer es verlangt wird. Wir haben heute die Gewißheit, daß unser Werk fest gegründet ist, und daß es unter dem Druck der jüdischen Not in der Welt und kraft des Willens des Volkes sich durchsetzen wird, weldies die äußeren Umstände auch sein werden. Dennoch vermögen die äußeren Bedingungen der Arbeit unser Werk zu beschleunigen oder zu verzögern, es zu einem Faktor der Erleichterung der Judennot zu machen oder die Juden not noch mehr zu steigern. Darum geht es, und darum verlangen wir, verlangt das ganze jüdische Volk in Einmütigkeit und Geschlossenheit, daß es in dieser Stunde gehört wird, und daß ihm, seinen besten Kräften, die nach einem Leben der produktiven Arbeit auf dem Boden der alten Heimat streben, die Tore des Landes geöffnet bleiben! K. L. Wizo-Councii geschlossen Zürich, 30. August. (JTA.) Die vierte Council-Tagung des Weltverbandes Zionistischer Frauen (Wizo) ist nach dreitägigen Beratungen geschlossen worden. Es wurde eine Resolution gefaßt, in der die Wizo dazu aufruft, die Aktion zur Schaffung eines Palästina-Notfonds, die von dem Aktions- Comite proklamiert werden wird, mit allen Mitteln zu unterstützen. Zürich, 31. August (telephonisch) Das Aktions-Comitd hat beim Abschluß seiner Sitzung, die Montag um 3 Uhr nachmittags zu Ende ging, ein langes Manifest an das jüdische Volk beschlossen. In diesem Manifest wird im ersten Abschnitt der Terror der letzten Monate geschildert, durch den friedliche Bürger und Siedler in ihrer Arbeit gestört und in ihrem Lehen bedroht worden sind, wobei auch Kinder nicht geschont wurden. Das Manifest fährt dann fort: ״Der Terror richtet sich ebenso gegen Großbritannien wie gegen das jüdische Nationalheim. Das Ziel der Terroristen ist, die Regierung zu zwingen, die jüdische Einwanderung einzustellen, die Fortsetzung der jüdischen Aufbauarbeit unmöglich zu machen, kurz Großbritannien zu zwingen, seine Versprechen zu brechen, die es dem jüdischen Volk gegeben hat, und die jüdischen Rechte, die durch das Mandat anerkannt worden sind, zu annullieren. Die Juden Palästinas haben dieser fortdauernden Provokation mit heroischer Selbstbeherrschung standgehalten und jeden Akt der Vergeltung vermieden. Sie haben alles getan, um das Funldi:»ricren der öfient Ehen Dienste zu ermöglichen, und dafür gesorgt, daß trotz des arabischen Streiks und der arabischen Gewalttaten das Ökonomische Leben seinen Gang nimmt. Aber wir müssen in aller ()Öffentlichkeit erklären, daß die palästinensische Verwaltung nicht imstande war, die Ruhe und Sicherheit im Lande 7.u gewährleisten, und daß sie durch ihre Unentschiedenheit und ihre Schwäche die Terroristen zu dem Glauben gebracht hat, daß fortgesetzte Gewalttaten ihren Erfolg sichern werden. Die britischen Militärkräfte haben tapfer versucht, die Ordnung wieder herzustellen. Die Juden Palästinas und der Welt werden der mutigen engtischen Offiziere und Soldaten gedenken, die in diesen Tagen gefallen sind. Aber die Juden fordern für sich das Recht aller Völker, die barbarischen Angriffen ausgesetzt sind, das Recht der Selbstverteidigung. Dieses Recht wurde ihnen anfangs durch die Verwaltung verweigert und erst verspätet durch die Einstellung jüdischer Hilfspolizei gewährt. Der High Commissioner und der Unterstaatssekretär für die Kolonien haben die hohe sittliche Bedeutung der Diszi- 1(11, der Selbstbeherrschung und des Gemeinsinns anerannt, die die Juden Palästinas in dieser Situation entwickelt haben. Sie haben wiederholt erklärt, daß die englische Regierung sich von ihrer Politik weder durch Gewalt noch durch Einschüchterungsversuche a b h r i n g er! lassen wird. Aber trotz dieser dcutliehen Versicherungen wurden Verhandlungen geführt mit den gleichen arabischen Führern, die für die jetzige Lage in Palästina verantwortlich sind, und jetzt droht die Gefahr, daß die terroristischen Gewalttaten ihre Belohnung finden durch die Suspendierung der jüdisehen Einwanderung und durch die Erschütterung der Politik Großbritanniens in bezug auf das Nationalheim. Wir erklären, daß die Palästina-Regierung, indem sie verbrecherische Gewalttaten als politische Argumente hinnimmt und erlaubt, daß öffentliche Ordnung und Sicherheit und die fundamentalen Rechte des jüdischen Volkes auf Grund des Mandats zu Tauschobjekten werden, die Autorltät der Mandatarmacht in Palästina untergraben hat.“ Im zweiten Teil des Manifestes wird darauf hingewiesen, welche Energien das jüdische Volk für Palästina mobilisiert hat und was in dem Land bereits geschaffen wurde. Es heißt dann weiter: ״Nach fünfzehn Jahrhunderten des Verfalls hat Palästina als Folge des jüdischen Aufbauwerkes eine Ökonomische und kulturelle Regeneration erlebt, deren Resultate ebenso den Juden wie den Arabern zugute kommen. Die Juden sind nicht die Feinde der Araber. Selbst diese Monate des Terrors haben nicht die Bande gemeinsamer Abstammung, viele Jahrhunderte einer eiueirisamen Zivilisation und vor allem der gemeinsamen cbensintcresscn des jüdischen Volkes und der palästinensischcn Araber am Aufhau Palästinas zerstören können. Das jüdische Streben nach einem nationalen Leben in Palästina ist eng verbunden mit unserem Willen, in Frieden und Zusammenarbeit mit den Arabern zu leben nach dem Grundsatz, daß weder Juden noch Araber herrschen oder beherrscht werden sollen.“ Es wird dann weiter darauf hingewiesen, daß Großbrifannien, der Völkerbund und die Vereinigten Staaten von Nordamerika die historische Verbundenheit des jüdischen Volkes mit Palästina und sein Recht, dort sein Nationalheim wie* der aufzubaucn, anerkannt haben. Dem jüdischen Volk das Recht der Einwanderung im Rahmen der ökonomisehen Absorptionskraft Palästinas nehmen, würde die Fundamente des Mandats in Frage stellen und eine grausame Ungerechtigkeit gegenüber dem jüdischen Volk bedeuten zu einer Zeit, da der Becher jüdischen Märtyrertums übervoll ist. Das Manifest sagt: ״Die Tragödie des jüdischen Volkes hat ihren Höhepunkt erreicht. Die Welt kann nicht mit Gleichgiiltigkeit dieser Tragödie zusehen. Sie kann nicht ihre Verantwortung für das Schicksal von Millionen unschuldiger Männer und Frauen ablehnen. Das Recht des jüdisenen Volkes auf sein Nationalheim kann nicht verneint werden. Wir appellieren an das Gewissen Großbritanniens und der zivilisierten Menschheit, die Hoffnungen des jü- Stellungnahme amerikanischer Senatoren Washington, 27. August. (JTA.) Die amerikanischen Senatoren William H. King aus Utah, und David J. Walsh aus Massachusetts, der Führer der Mehrheitsfraktion im Repräsentantenhaus John J. O’Connor und Kongreßmann isaac Bacharach aus New Jersey veröffentlichen eine gemeinsame Erklärung, in der sic an Großbritannien den Appell richten, sich angesichts des arabischen Terrors nicht schwach zu zeigen, gegen die angedrohte Einstellung der jüdischen Einwanderung nach Palästina Protest erheben und die Mandatarmacht auffordern, ihr Versprechen, bei der Errichtung eines Jüdischen Nationalhciins in Palästina mitzuhelfen, zu erfüllen. Senator King hat in seiner Eigenschaft ab Präsident des nichtjüdischen amerikanischen Palästina-Komitees aus San Juan (Porto Rico) folgendes Telegramm gesandt: ״Die Meldung, daß eine Einstellung der Einwanderung erwogen wird, ist unvorstellbar. Das war das Hauptziel der arabischen Terroristen. Sicherlich wird England nicht Schwäche durch Nachgeben zeigen. Das würde nicht nur die blutbefleckten arabischen Fanatiker zu dauernder Wiederholung dischen Volkes auf sein Nationalheim nicht zu enttäusehen.“ Im nächsten Abschnitt wird den Juden Palästinas die Anerkennung für ihre großartige Haltung in dieser Zeit ausgesprochen. Das jüdische Volk sieht in den Juden Palästinas seine Vorposten im Kampf um die Verwirkliehung seines nationalen Ideals. Schließlich wird das jüdische Volk der ganzen Welt aufgerufen, die Schwere der Stunde zu erkennen und alle Kraft für die Verwirklichung des Ideals cinzusetzcn. Mehr denn je tut jetzt jüdische Einheit not. Aus jeder Krise sind wir stärker hervorgegangen mit größeren Möglichkeiten für den Fortschritt unseres Werkes. Auch aus dieser Krise werden wir mit verstärkter Kraft zur Verwirklichung unseres nationak'11 Ideals hervorgehen. Eindrucksvolle Schlußsitzung ZQrlch, 31. August, 5 Uhr nachm, (telephonisch) Die Schlußsitzung des Aktians-Coinites gestaltete sich zu einem eindrucksvollen Ereignis und gab allen Teilnehmern die Ueberzeiigung, daß gerade in schwieriger Zeit der zionistische Geist lebendig ist, mul daß die Zuvorsicht in den zionistischen Reihen ungemiudert besteht. Nach der Annahme des vorstehend veröffentlichten Manifestes wurde die Durchführung einer finanziellen Sonderaktion ״Bizaron“ (Sicherung der Palästina-Position) beschlossen. Redner aller Parteien hielten zündende Ansprachen. Besonders die Palästinenser, die zum Teil neue Nachrichten und Briefe ihrer Angehörigen erhalten hatten, wiesen darauf hin, mit welcher mutigen Entschlossenheit der Jischuw auf der Wacht steht. Die palästinensische Jugend ist sich bewußt, daß sie die jüdische Position zu verteidigen hat, und sie* tut es mit Entschlossenheit und ohne Hysterie. In der gleichen Weise muß die Judenheit in der G'aluth für die bedrohte Position eintreten. Zum Schluß hielt Ussischkin eine Rede, in der er einen Rückblick auf fünfzig Jahre zionistischer Geschichte warf. Er schilderte alle Hindernisse und Schwierigkeiten, all die Augenblicke, in denen die Bewegung gemeint hatte, vor einer uiiiibersteiglichcn eisernen Wand zu stehen. Rückblickend erkennen wir heute, daß die Kraft und der Idealismus des Volkes all diese Hindernisse überwunden hat. Wir ziehen daraus die Lehre auch für die Zukunft. Wir wissen, daß das jüdische Volk von seinem festen Willen, sein nationales Leben unter normalen Bedingungen wieder aufzubaucn, nicht ablassen wird. Mit einem warmen Appell schloß Ussischkin die Sitzung, die für alle Teilnehmer eine große Stärkung des zionistischen Glaubens bedeutete. Aus vorhergehenden Sitzungen Zürich, 28. August. (Palcor.) Die* Vorniittagssitzimg vom 27. 8. war den Referaten über Finanzen und Bodenprobleme gewidmet. Als erster erstattete Kaplan Bericht über die wirtschaftliche und finanzielle Lage der Jewish Agency in Palästina. 111 den vergangenen zwei Jahren wurden von der Exekutive 250 00Ü Pfund für landwirtschaftliche Siedlung undaußerdem 150 000 Pfund vom Departement für AnsiedUmg von? uden aus Deutschland ausgegebeu. Der Redner wies mit Be-* riedigung darauf hin, daß die Siedlungen trotz allen Schwierigkeiten bereits mit der Rückzahlung von Anleihen an den Keren Hajcssod beginnen. Die für die Entwicklung des Landes äußerst wichtigen Verhandlungen der Exekutive sind infolge des Ausbruchs der Unruhen nicht zum Abschluß gelangt. Das Kapital der A n g U>־ P a I es t i 11 e Bank konnte auf 1 Million gegen 300 000 Pfund im vergangenen Jahr erhöht werden. Kaplan sprach dann ausführlich über die wirfs c h a f 11 i e h e Lage des J i s c h!1 vv während der Unruhen, die das Aufbauwerk in keiner Weise beeinträchtigt haben; immerhin sei doch eine beträchtliche wirtschaftliche Depression — wenn auch bei weiten! keine Krisis — bemerkbar. Der Referent unterstrich die Bedeutung der Tel- Awiwer Mole und schilderte die Bemühungen der Exekutive während der Unruhen auf wirtschaftlichem Gebiete. Er erklärte, der Jischuw habe die Probe außerordentlich gut bestanden; doch in der Diaspora seien noch nicht alle Schritte etan. W'er nicht selbst an der Front mithelfen kann, muß as seinige mit finanziellen Beiträgen tun. Ussischkin referierte über die Lage beim Keren Kajemeth und die B o d e 11 p r o b I c ni e. Das Einkommen des laufenden Jahres betrage 400000 Pfund, was eine Erhöhtiiig um 16 «,5 darstelle. Palästina hat (13 0(16 Pfund für den Keren Kajemeth beigetragen. Der Redner hob hervor, daß die Juden in Palästina mit Beiträgen zu verschiedenen Fonds schon überlastet seien; es sei nicht fair, daß dem Jischuw die Hauptlast Zufällen solle, da die Arbeit in Palästina in erster Linie zum Ziel hat, Juden aus der Galull» ins Land zu bringen! Nachmittags fanden Komniissioiis-Sitzuiigen statt. Eine Plenarsitzung fand am 28. 8. nicht statt, da die oli tische Kommission unter Vorsitz von Berl ocker noch tagte. Dr. Weizniann und andere Exekutiv- Mitglieder nahmen an der den ganzen Tag andauernden Diskussion über die politische Lage teil. Schließlich wurde die Einsetzung einer politischen S u b - K o 111 m i s s i o n beschlossen. In der Budget- und Finanz-Kommission unter Vorsitz von Dr. Ruf eisen referierte Elieser Kaplan, während in der Organisations-Kommission unter Vorsitz von Neustadt Referate von Grün bäum und Rabbi Fischmann gehalten wurden. ermutigen und das Ergebnis der Untersuchungen der Kgl. Kommission präjudizieren, sondern auch den inneren Halt der Juden in Europa schwer erschüttern.“ New York, 30. August. (Palcor.) Die amerikanischen Senatoren Borah, Barbour, Capper, Mcadoo, Wash, Byrd, Shcppard, McNary, Davis, Minton und Tydings haben in einem gemeinsamen Telegramm den Staatssekretär Hüll gebeten, beim englischen Botschafter vorstellig zu werden und in ihrem Namen der Hoffnung Ausdruck zu geben, daß die englische Regierung nicht vor Gewalt zurückweichen, sondern ihre Verpflichtungen als Hüter des Mandats und des Jüdischen Nationalheims restlos erfüllen werde und daß sämtliche Oerüchte über «ine Suspendierung der Ein wänder u n g sich als grundlos erweisen werden. Hauptschriftleiteu Dr. Robert Weltach, Berlin - Charlottenburg 0 (auch verantwortlich für die Aufnahme von Bildern). Stellvertreter: Kurt Loevenstein, Berlin W 15. Anzeigenleiter und verantwortlieh für den Inhalt der Anzeigen! Hermann F i n n. Berlin W 15. Gültig Anzeigen - Preidiste 5 vom 1. April 1038, Verlag und Anzeigenverwaltung! Jüdische Rundschau, Berlin W 15, Mcinekestr. 10. D.-A. Juli 35 077. — Druck! Siegfried Schalem, Berlin-Schöneberg.

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