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Jüdische Rundschau · 1936-08-25 · Heft 68 (25.8.1936) · page 12

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
41 (1936)
Issue
Heft 68 (25.8.1936)
Date
1936-08-25
Page
– (sequence 12)
Language
German
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Seite 12 der Emanzipation die Art, wie er sie einführt, wie er ihnen cntgcgcniritt. Noch galten, wie er selbst zutreffend ausführt, für ihre Rechtsverhältnisse die alten üeneralprivilegien vom 29. September 1730 und 17. April 1750. Danach erhielten sie, teils mir fiir ihre Person, die Bevorzugten auch für ihre Nachkommen, Duldung und Schutz. Hierfür zahlten sie besondere Schutzgcldcr. In der frideri/ianischcn Zeit sprach man von dem ״Schutzjuden N. N.“. Gadicke macht seine Leserschalt mit ״Herrn“ ßendavid, ״Herrn“ Ahrainsohn bekannt. Immer kehrt in seiner Darstellung der Begriff ״Nation“ wieder. Er hatte damals freilich nicht die Bedeutung, die wir ihm heute beilegen. Er be/eiclmete noch nicht das ״Staats- Volk" im Geist des französischen Wortes ״nation“, geschweige die auf gemeinsamer Art beruhende Kultur- und Rechtscmheit der Reichsbürger im heutigen deutschen Sinn, Gadicke setzt das Wort ״Nation“ als bekannt voraus; aber aus gleicher Zeit liegt eine ausdrückliche Begriffsbestimmung vor: Staatsrat Köhler (angeführt bei Ismar Freund, ״Die Emanzipation der Juden in Preußen“ II 251) erklärt ״Nation oder vielmehr Menschenklasse“. So ist es zu verstehen, wenn Gadicke die jüdische direkt neben die ״christliche Nation“ setzt. Er meint nichts anderes als eine durch deutliche Merkmale gegenüber anderen unterschiedene Gruppe. In der Gegenüberstellung der jüdischen und der christlichen Nation mag auch das Bewußtsein der verschiedenen blutsmäßigen Herkunft empfunden worden sein. Aber der Unterton der Di f f a in i c r u n g, wenn früher von Juden gesprochen wurde, ist geschwunden. Der gemeinsame moralische Oberbegriff über allen ״Nationen“ war für Gadicke bereits der ״Bürger des Staats“. So war im Wirtschaftsleben des Alltags wie in der Betraclmingsweise der Zeitgenossen der Staatsakt der Emanzipation schon gleichsam vorangeiegt, der sechs Jahre spater alle einzelnen .,nationalen" Kräfte in der! Dienst der Wiedercrhchting stellen sollte. Welche historischen Fehl- Schlüsse• dabei unterliefen, hat die Folgezeit gelehrt. Vielleicht halte mehr nationaler Geist im alten Sinne auf beiden Seiten davor bewahren können. Dr. Hanns Reissncr Woher hat der Stadtteil Moabit seinen Namen? I >1e ״Frankfurter Zeitung“ vom 24. Anglist schreibt; ,,Ir. rlrrm Ar‘;*«־■{ uürr <1׳ n Bf!!i:׳rr SuiTu'!! M'-Tü, rt<*r an <i:'• <*r :-’*rr ח■ u: r ו י , u , ׳. r;Irr Nu mc ,M״.ib1t111. ־- <Fr < i r-rhp'hte «irr A׳ uc,!;i1• o;.rr Fi!;• h?!1ni;c «in <kr Nr:ir du י־ heutigen Fe!•!״״ ' <h :• :1 V: u ׳:! ■ \V1i'hH!n I. eikUrt aU in der lu o ■ ‘Ms-■1 ■[)::!, .*.׳ ■r! •־u1 •׳׳:.e־m diu hu׳grnn?;j•.!!-■!ן FluHüii!1g<: d<־■:! A';־'!;׳׳ •'׳־ v>;!! 'ז-•י t ■h :11.1101־ u v״n Brrhn mit 1<1:׳cm ver- «Tr <;e1־ rn M ׳ m 1 ׳!! r 1 hin!! zuteil virT־, rhe sie in da- .״:Ta' סי I. u; 1• Kd'udiG *1 :׳־׳־z irh! 11׳ <iur:tt־u. hie e-1:.e.•• i *י.;■•-־ —- <i!■ ein ,!her Mauhur! Kiiiuaüinu-T i-t — stimmt, mit d׳• er F: k i.t.!;1׳ ־»; nur m ־irr!),üirrung de״ Nfnims .Moahi!‘ ijherfiii. Im n׳'!!gen;!!«*r wi!d d.-mn ׳oü die Tat -־u׳ho verd;e .tu!;! tin-c'1 Ar'!k׳d vermerkt, d.Ui dir־ Iranz«m1;-׳ hen Sifd- Fr mu ihren M .!׳;!!», e?;!!!.! nzung. n und ihrer Seidenraupenzucht irn nie; kihon Sand wom^ י Tu k ha?1־׳n; de hatten dc-h.db nach einer alten Mahner Ucl.H'i üv!f־r!1n^ in ihrer KntiaUM'lmng au!»• ge-Uten: ,("0^ une terre nuuditeF Daiaub :*•i dann der Name ,Moahit* rnt.-tanden. Hierzu au hört .-ich der Verfasser unseres Artikels, Hermann Hiebe r, folgender 1nai>n: ,,]>;•־־ Ahlcinmg dr.» Namens ,Moabit‘ aus .tene maudite‘ ist sei!־ Frieriru!1 Nü'nhF ,Br-chrcihung von Berlin und Potsdam* von 1786 bekannt, nrurrdingaber ob und vil)erzeugend widerleg! worden. Kr.-teiier-eheint die Bezeichnung ,Terre‘ oder ,Pavs de M ׳uh* s<hnn aut Kauen aus der Mitte des 18. Jahrhunderts und muhte schon damals aus einer falschen l.'el hu sei zu ng in die 1 ’r.-pM1r;£-..j)Mchc zu 11 ז! kulvr-rtzt worden >un, was auhcr-t unwahr- M־hein!i( h i-t. Zweiten^ F? den hugeno!!i-chen Fiuch!bngen die Hngjezuoenfieit, dalim*־!! geschenkte Fand ab ,vor! lucht en Boden' zu be־j׳f;ci1nrn, ui׳!;! /uzun.!׳!« n. Im Fcgente!; werden de «dlgemrin ah -ehr!!Miüfi ii<■!1 und wohlerzogen gt schildert. Fnd drittens gi'at «?-. d.j‘ur, tUü Kolonien de- IR. JahrinindrrN biblische Namen erhüben, un andere•. B«-i-|»iel;0!:י Berlin- 1 'mgei ׳t.mg: ,(in:,o n‘ bei K1;<׳cnnk.!•'::׳ d r j ■ h WÜIiudm F wäre will «1er letzte gewe-cn, ׳in׳ ■n! W'vz F 1! zu -.a:!kti׳>nierev1 — dahir nahm er es rnit der Üb >־־!, und zwar au■ h mit dem Abc!ו 'Ic-*a!nent, viel ZU genau.'1 Der Verband Polnischer Juden, Berlin, teilt mit: ״Auf Grund des Gesetzes über die allgemeine Militärpflicht in [,ölen fordert das Generalkonsulat der Republik Polen in Berlin alle diejenigen polnischen Staatsangehörigen, die im Jahre 1030 das IS. Lebensjahr beenden oder beendet haben, aut, -ich hei der Miiitarabteilung zwecks Registrierung im Laufe des Monats September 1930 zu melden. Nähere Einzelheiten beim Verband Polnischer Juden, Berlin, Kurfursteiistr, 32; Sprechstunde täglich von H bis 10 Uhr. Familien-Nachrichten. Hm l’p-tdiK-ktor <;ovrc-- M? n d c 1 s n h n und rd.ci lm:'v. ec1’. 1 '1״®, mm NW 87, Brchunirr Sir. 18, tvegehen am 28. Auge! d.o p׳׳>Mz,u׳ lioihzHt, JÜDISCHE RUNDSCHAU Alljah In diesen Tagen In der Aula der Mittelschule in der Großen Hamburger Straße sitzt eine große Gruppe von Jungen und Mädchen, die sich einen Tag vor ihrer Alijah befinden. Der große Raum ist überfüllt von Chawerim und Chaweroth, die den Kameraden, die nun das ersehnte Ziel erreicht haben, einen stimmungsvollen Abschied bereiten wollen. Wie anders aber ist dieser Abschied als in früheren Monaten. Wir erimicrn uns so manches Alijah-Ncschcf, bei dem die überniütige Laune junger Menschen sprudelte, bei dem im Scherz, im Gesang, im Tanz die letzten Stunden vor der Uebersiedhing in die neue Heimat verbracht wurden. Der Ernst der Situation hat auch auf die Gemüter unserer jungen Menschen gewirkt, keine übcrsprudclndc Fröhlichkeit macht sich bemerkbar, sondern man fühlt, wie in allen, sowohl denen, die hinübergehen, wie auch denen, die noch warten müssen, das Bewußtsein der verstärkten Verantwortung lebt, die heute auf jedem lastet, der in das Land kommt. So stand im Mittelpunkt dieser Abschiedsfeier ein kurzer, aber sehr inhaitreirher Vortrag von Israel Tunis, der die Gestalt und das Wirken Brenners einer Analyse unterzog und durch diese Darstellung in seinen Hörern neue Impulse für ein zionistisches Leben in Palästina erwecken wollte. Der Vortragende zeigte, daß Brenner nicht so sehr theoretischer Denker als vielmehr gefühlsbetont war, der seine Kritik am jüdischen Volke und seine Forderungen aus dem Erleben heraus formulierte. Tunis suchte auch darzulegen, daß der oft als Pessimist charakterisierte Brenner in Wirklichkeit ein Realist war, der alies Scheinleben verurteilte. Den Ausweg aus dem Galuthjudentum sieht Brenner in der Arbeit in Palästina und in der Wiederbelebung der hebräischen Sprache. Zum Schluß legte Tunis die Stellung Brenners in der palästinensischen Arbeiterbewegung dar. Ein Streichtrio gab nach besten Kräften der Feier einen stimmungsvollen Rahmen. —nn. Ankündigungen Frauen-Arbeftsgemeinschaft für Palästina. Jeden Donnerstag 16.30 Uhr im WifO-Heim, Wittcnbergplate 3 a, Treffpunkt der westlichen Gruppen. Teenackmittage, Vorträge. Am 27. August: Frau Dr. Prinz: ״Vor*Her7.lscher Zionismus“. — Gäste willkommen. — Das Büro {Mrinrkestr. 10) ist Montag bis Freitag von 9—15 Uhr geöffnet. Außerhalb dieser Zeit. Besuche und Telephonannife zwecklos. Neue hebräische Kurse der BZV. Am 1. September. 20 Uhr, beginnt ein Kur-Us im Heim, Rosonthaler Str. 44, unter Leitung von Dr. Wieder. י— An den beiden Kursen iür Anfänger im Westen können noch Teilnehmer auigcnoromen werden: Montag und Mittwoch. 21 Uhr. McinekoNtr. 10, Leiter: Dr. Borodian<!ki; DicuMag und Donnerstag. 20 Uhr. Kantsfr. 54. Leiter: Dr. Knleko. Au-kunft: Kulturabteilung der BZV'., Meineke-tr. 10 (J 1 9031, Apparat 79). Misrachi. Am 25. August, 20.30 Uhr, Svn. Lessingstr. 19. Rabb. L Nobel. Rabb. I. Broch, über: *Die Renaissance der Religiosität in Ercz Israel־‘. Das Studio des Bezirks Friedrichshain sucht Mitglieder. Jiddische Sprachkenntnhse erwünscht. Anmeldung bei Haubenstock A 7 2031. Fotogruppc T'munah. Gruppenabend am 25. August, 20.30 Uhr, Heim, Kant-fr. 54. Jüdisches Lehrhaus. (Freie Jüdische Volkshochschule, K. V. Sekretariat: Berlin W 50, Marburger •Str. 5, Tel.: B 4 5587.) Sprcchstunden des Sekretariats: Montag bis Freitag von 10 bis 13 Uhr und 16—13 Uhr. Sprachkurse: Zur Zeit laufen englische und spanisehe Kurse für Teilnehmer mit geringen Vorkenntnissen, für Fortgeschrittene und Hörer mit. guten Kenntnissen. Anfragen und Anmeldungen im Sekretariat. In der Aufführung der ״Goldenen Kette“ an der Kulturbund-Bühne wirken mit die• Herren: Wolfgang Bern-fein, Martin Brandt, Martin Uha'-el, Nikolai Fljasrhotf. Herbert Grünbaum. Walther Herz, Georg Jas-obsohn (John). Alexander Kardan, Fritz Lion, Sigmund Nunberg, Willv Prager, Walter Olitzkt. Siegfried Urias. Fritz Wistcn; die Damen: Jennv Bernstein, Frna Uohn, Gerda Klein. Rabb. Dr. Max Nußbaum spricht am 31. August, abends 8.15 Uhr, im großen Saal des Fogenhau^es, KFiststr. 10, über ״Chassidismus —> gelernt an IVrez* ,Goldener Kette“־. Else Dublon nimmt Abschied. Else Duhlon verlaßt in wenigen Tagen Berlin, um narb Palästina auszuwandern, wo sie sich einem Kibbuz eingSieden! uird. Die Künstlerhilfe veranstaltet für sie einen Abschiedsabend am 3. September, 20.15 Uhr. im Briidervereinshatis. KFe Dublon «singt, spielt und tanzt an diesem Abend ihr neues Programm: ״Am einem kleinen SiädteD. Musikalische Bearbeitung von Rudi Lehmann, der am Flügel hegleitet. Zum letzten Male ״Pfändungsoper“. Am 26. August, 20.15 Uhr, wiederhoh ,,F)cr schiefe Spiegel“ im IvOgenhaus, Klebt str. 10, letztmalig die ,Tfandung-oner“. Das Sekretariat für Bildende Kunst im Reichsverband der Jüdischen Kulnnbunde in IUu! G hland beginnt das zweite Jahr seiner Tätigkeit. יורת der ersten Aufteilung dieses Winters, die am 30. Auguü irn Kiuhheim des Jüdischen Frauenbundes, Berlin W 50, Marburgrr Straße 5, eröffnet wird. — F.s werden graphische Arbeiten, Plastiken, knn-ulei i=che Puppen und K inderspHe gezeigt. Beteiligt sind: Heinz Wellenberg, Zeichner; Paul Hannetnann, Zeichner und Bildhauer: Edith Samuel. — Besichtigung bis Ende September täglich von 10 bis 14 Uhr. Nr. 68, 25. VII!. 1936 Ausbildung hebräischer Lehrer Ein Beitrag zur Jüdischen Kulturarbeit Die Reichsvertretung der Juden in Deutschland veranstaltele vor einiger Zeit einen Lehrgang für hebräischen Erwachsenen-Untcrrieht, über dessen Abschluß wir in Nr. 53 berichteten, lieber den Verlauf des Kursus, der demnächst wiederholt werden soll, berichtet nachstehend einer der Teilnehmer. (Red.) Von vornherein sfanden der Verwirklichung des Seminars für hebräische Lehrer verschiedene Schwierigkeiten entgegen. Wir denken hier nur an die Kürze der für den ersten Lehrgang zur Verfügung stehenden Zeit (fünf Monate), an die Aufstellung eines neuen Arheitsprogranuns und an die Verschicdenhcit von Bildungsgang und Veranlagung der Teilnehmer, die sich auf die in der Presse erschienene Ankündigung hin meldeten. Bestimmte hebräische Kenntnisse wurden vorausgesetzt. Ohne sie wäre von vornherein ein Arbeitsziei bei der Kürze der Zeit unmöglich gewesen. Das Arbeitsprogramm selbst wurde im weiten Ausmaße —■ das darf man jetzt nach Abschluß des ersten Lehrgangs sagen — den allgemeinen kulturellen Anfordcrungen gerecht. Neben der Sprachlehre nahm den breitesten Raum die hebräische Literaturgeschichte ein, die vom T’nach bis in die Gegenwart behandelt wurde. Und innerhalb der Literaturgeschichte selbst dominierte die Bibel. In sechs Wochenstunden versuchte Dr. ßorodianski das Verständnis für die schlichte, ungekünstelte Textinterpretation zu wecken; der Peschat, das Verstehen des Wort- und Satzsinns, ist ja auch die unbedingte Voraussetzung für jede weitere Texterklärung. — Auch Herr Jacobson legte in seinem Arbeitsgebiet Geschichte mit Vorliebe historische Texte aus der Bibel zugrunde, und Dr. Mast;, der die nachbiblische Literatur behandelte und sich dabei vor allem aut juristische E'ragen spezialisierte, mußte selbstverständlich auch biblische Texte heranziehen. Daß rnan auch im eigentliehen Sprach-und ürammatikunterricht (Dr. Heller) immer wieder auf das Buch der Bücher zurückgreifen mußte, braucht nicht hervorgehoben zu werden. Die neuere Literaturgeschichte seit Moses Mendelssohn trug Dr. K a 1 e k o in zwei Woebenstunden vor. Diese Vorträge berücksichtigten auch den sozialen und kulturellen Boden, aus dem die neue hebräische Literatur hervorgewachsen ist, und erschlossen in einer sprachlich klaren und schönen Form wohl den meisten Kursusteilnehmem eine neue Welt. Diese Vorträge regten am meisten zu eigener Arbeit und zu häuslicher Lektüre an, denn jeder Hörer war bemüht, einige Werke von jedem bedeutenden hebräischen Schriftsteller und Dichter im Original zu lesen, um die sprachliche und geistige Entwicklungslinie verstehen und beurteilen zu können. Die schwierige Aufgabe, die Kenntnisse der hebräischen Grammatik und besonders der hebräischen Stilistik zu übermittein, war Dr. Heller anverfraut. Er legte vor allem Wert darauf, die Fähigkeit zu wecken, Sinn-Nuancen in sprachlich eindeutiger Form wicdcrzugcbcn. Bei dieser Arbeit unterstützte ihn — innerhalb seines besonderen Arbeitsgebietes — Dr. Mase, dem alle Kursusteilnehmer für die Exkurse in das Gebiet der Sprachlogik zu Dank verpflichtet sind. In inhaltlicher und sprachlicher Beziehung verspürte man bei den leider nur wenigen Vorträgen von Herrn S tn o 11 y über die Landeskunde Palästinas die enge Verbundenheit des Redners mit dem Lande. Abseits von diesen sprachlichen und literaturgeschichtliehen Unterrichtsfächern standen flie Gesangsstunden von Herrn W i n a w e r, der nicht allein die Kenntnis hebräischer Lieder vermittelte, sondern darüber hinaus auch bei den musikalisch Unbegabten Verständnis für die ögenart der jüdischen Musik geweckt hat. Diese knappe Uebersicht über das Arbeitsprograinm weist aus, daß es den Leitern des Kursus nicht nur darauf ankam, die Kenntnisse und die Geläufigkeit in der hebräischen Umgangssprachc zu fördern, sondern daß ,sie aus dem Bewußtsein heraus, daß der hebräische Sprachlehrer Träger jüdischer Kultur sein soll, die hebräische Literatur in den Mittelpunkt der Arbeit gestellt haben. Da ein Lehrer nicht nur über Kenntnisse und ebenes Urteil verfügen soll, sondern auch die Fähigkeit besitzen muß, seine Kenntnisse zu übermitteln, wurde auch die Pädagogik in das Arbeitsprogramm eingebaut. Frau Prof. Dr. Barschak behandelte in vier Wochenstunden, in denen auch die Teilnehmer Gelegenheit hatten, ihre Ansichten und Erfahrung vorzutragen, neben der Jugendpsychologie das bisher fast noch nicht bearbeitete Gebiet der Erwachsenenpädagogik. Die praktischen pädagogischen Ueburt» gen leitete Dr. K a 1 e k o. Das Examen, das die Arbeitsgemeinschaft abschloß, stellte zum Teil größere Anforderungen auf sprachlichem Gebiet (z. B. zwei hebräische Klausuraufsätzc) und suchte auch die pädagogischen Fähigkeiten der einzelnen Kursusfeilnehmer durch Probelektionen an einer Berliner Schule festzustelien. Dr. Altmann, Essen EMPFEHLUNGS-ANZEIGEN AUS DEM REICH Kaufen Sie, was Sie brauchen, bei den Firmen, die Ihre Erzeugnis«• Im Anzeigenteil der ״Jüdischen Rundschau“ empfehlen! Sie erfüllen damit eine Pflicht dar Solidarität BRESLAU I FRANKFURTa M. II VERSCHIEDENE ORTE Rufidfunkgerlt• »Her Marken unH ölefetrUch® Hausgeräte, auch für Ausland Mainz Baruch!as! Breslau 13, HSfchemtraB« 39, Ruf 309 3t t י i I ז s!1 I u r g — R(psr,tar,n EHenwaren Wtrl*<t»nH»artlKel Eisenhandlung Brandt Breslau, Fnedneh-Wilhelm-Str. 89. Tel.?8 038 Hecht A David Seidenstoffe Wollstoffe Bevorzugen Sia bitte dla sich bet nne empfehlenden Firmen m OIE HILFE Sterbea. 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