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Jüdische Rundschau · 1936-08-25 · Heft 68 (25.8.1936) · page 7

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
41 (1936)
Issue
Heft 68 (25.8.1936)
Date
1936-08-25
Page
– (sequence 7)
Language
German
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Nr. 68,25י. VHI. 1936 JODISCHE RUNDSCHAÖ Von der Woche Die Tel-Awiwer Stadtverwaltung hatte vor einiger Zeit beschlossen, den diesjährigen Etat um 40 000 Pfund herabzusetzen. 10 0(10 Pfund sollten durch Reduzierung der Bcamfcngehülfcr und Arbeitslöhne eingespart werden. In der letzten Stadtratssitzung wurde dieser Beschluß nunmehr dahin abgeändert, da» bloß 37 ()00 Pfund eingespart, aber die Löhne und Gehälter in ihrer gegenwärtigen Höhe belassen werden sollen. Dagegen soll ein teilweiser Abbau des städtischen Personals erfolgen. Infolge des Streiks in Jaffa hat der Warenverkehr auf dem Tel-Awiwer Bahnhof einen so großen Umfang angenommen, daß die Behörden den Bau eines neuen, mehrere hundert Meter langen Geleises beschlossen haben. Der Eisenbahnverkehr zwischen Jaffa und Tel-Awiw wurde wieder aufgenommen. In Petach Tikwah fand eine Demonstration jiidischer Arbeiter statt, die gegen die Beschäftigung von Arabern durch Juden protestierten. Die Demonstration wurde von der Polizei aufgelöst, wobei ein Demonstrant verletzt wurde. High Commissioner Sir Arthur W a 11 ■c 11 o p e hat der jüdischen Kirulersiedhmg Meir Schefeja, die er vor kurzem besuchte, eine Spende von HX) P fund überwiesen. Ferner hat der lligh Commissioner versprochen, Futter für das Vieh der Kolonie liefern zu lassen. Die Tageszeitung ״Haboker“ begann mit der Heraus- Rabe einer eigenen Wochenschrift für Sport unter de.• Redaktion von Alexander Alexaml rowitsch. Die erste Nummer brachte nebst interessanten Sportnachrichten aus dem In- und Auslande auch Artikel von Josef Jekutieli, David Almagor, Selig Rusetzky und anderer bekannter Kräfte. ״Haiwri“, die ein,׳'ge punktierte hebräische Tages- Zeitung Palästinas, hat aus Mangel an Geldmitteln ihr Erscheinen einstellen müssen. Der palästinensische hebräische Tonfilm ״Giborei Hagalim“ (Helden der Wogen) ist soeben von der M. A4.-Filmgesellschaft fertiggestellt worden. Der Film wird demnächst in den Lichtspieltheatern Palästinas vorgeführt. Kapellmeister Adolf Daus (früher Elberfeld und Breslau) dirigierte im Jerusalemer Sender mit großem Erfolg moderne Musik; er wurde für den 1. September zu einem weiteren Konzert verpflichtet, in dem er klassische Musik und ein Werk des vor kurzem verstorbenen jüdischen Komponisten Bernhard Sekles dirigieren wird. Der 23jährige aus Lettland stammende Yeshaya Greenman, Mitglied des Kibbuz Geshcr, ist durch einen Unglücksfall in! Jordan in der Nähe seines Kibbuz ertrunken. Presseschau Sicherung der arabischen Mehrheit In einem im ״D a i I y T c I e g r a p 11“ erschienenen Aufsatz über die gegenwärtige Lage in Palästina wird es als notwendig bezeichnet, das .Mißtrauen der Araber durch Ein- Schränkung der jüdischen Einwanderung und Sicherung der a r a b i s c 11 e n M e 11 r 11 e i t s s t e 11 u ri g durch Auf? rechterhültung des gegenwärtig™ zahlenmäßigen Verhältnisses zwischen Juden und Arabern zu zerstreuen. Araber und Juden, schreibt der Verfasser, werden offenkundig künftighin in Palästina Seite an Seite leben müssen. Die Interessen beider sind daher unwiderruflich mit dem Wohlergehen des Landes verknüpft. Nach der Meinung vieler, die zu einem Urteil berufen sind, liegt die einzige Lösung des Problems darin, daß die Situation ausschließlich unter dem Gesichtspunkt dessen, was für ganz Palästina das beste ist, behandelt werde, o!1 ne Rücksicht auf gemachte rersprech u n g e n u n d er w o r b en e Recht e. Es sollte englischer Staatskunst nicht schwer fallen, die Mehrheitsstcllung der arabi sehen Bevölkerung in einer Formel zu garantieren, die ihre Befürchtungen beseitigt, während andererseits neuer Raum für jüdische Arbeit geschaffen wird. Wenn es wahr ist, heißt es zum Schluß, daß die Juden Palästina nicht zu einem Judenstaat machen wollen, dann könnten sie keinen Liiiwand gegen ihre Mithilfe an einer Lösung erheben, die in dem Mandat ebenso vorgesehen ist wie das Nationalheim. Auf diese Weise könnte jener Geist der Zusammenarbeit beider Gemeinschaften herbeigeführt werden, der für das Wohlergehen einer jetten von ihnen so wesentlich ist, und so könnte der Weg der Zusammenarbeit in dem Legislative Council, der jetzt von beiden Parteien schief angesehen wird, gebahnt werden. ״Nir" für Juden aus Deutschland Die Gesellschaft ״N i r“, das Kredit-Institut der kooperaliven landwirtschaftlichen jüdischen Siedlungen, veröffentlicht einen Bericht, aus dein hervorgeht, daB der zum großen Feil von einwandernden Juden aus Deutschland gezeichnete Anlcihcnbetrag auf verschiedene Weise teilweise der Alijah aus Deutschland direkt oder indirekt zugute gekommen ist. Die Gesellschaft ״Nir“ hat Anleihen gegeben einerseits für die Aufnahme der J u gc nd - A 1 i j a h aus Deutschland und andererseits für Sonderkredite zur Verstärkung der Aufnahmefähigkeit der Wirtschaft für Ein- Wanderer aus Deutschland. Die Kredite zur Aufnahme der Jugcnd-Alijah betragen EP 12 500. Sie sind an 17 Siedlungen vergeben worden, deren Bedeutung für die Aufnahme von Einwanderern aus Deutschland jedem bekannt ist, und zwar an: Beth Alfa, Oan Schmucl, Gescher, Kirjatli Anawim, Ben Schemen, Ocwah, Ajanoth, Kwn/ath Hascharon, Kfar Jecheskicl, Ejn Charod, Nahalal, Beth Sera, Kibbuz Rodges, Ahawah, Kfar Jehoschua, Giwafh Brenner, Haschomer Hazair Kinnereth. Dieselben Wirtschaften haben ferner weitere Kredite vcm ״Mir“ in einem Betrag von etwa £1' 30 000 erbalten. Von der in Zusammenhang mit der Deutschen Abteilung vergebenen Anleiheserie im Betrage von über LP 12 000 Sind £P 2000 an die bereits in der obigen Liste enthaltenen Siedlungen Kirinth Anawim, Kfar Jecheskiel und Ciiwath Brenner gegeben worden. Der Rest verteilt sich auf 13 Siedlungert, und zwar: Tel Josef, Daganja Alef, (,befzi-Bah, Kfai Hachoresch, Gordonjah 0״ Ajelcth Haschachar, Kwuzath Hachugini, Meschek Jagur, Mischmar Hascharon G’wath, N’we Chajirn, Chawurath Hapoaloth, Kujath Btalik, Misra. Dieselben Siedlungen haben außerdem zur ntens.v.emng der Betriebe, Stärkung der Aufnahmefähigkeit für Ohm aus Deutschland usw., weitere £1' 27 000 an ^*'leihen erhalten. Insgesamt also haben die oben aufgefuhrten 30 Siedlungspunkte, deren Bedeutung für die AI1|ah aus Deutschland ohne weiteres in die Augen springt, von ״Nir rund £P 82 000 an Anleihen empfangen. der in Nummer 72 der ״Jüdischen Rundschau“ «> nen Notiz betreffs der Einigung der K u pa ״ י it dom Acr/tc - Verb and wird uns noch ergänzend ill d”ß »n״. Vbdl״״ im *M.. **"״».*. tätigen Personen zu verstehen sind, die selbst keine r beschäftigen. Solche Personen also können auch vor swanderung in der Kupath Chohm vers.chert werden. Seife 7 Habima-Premiere ״Wilhelm Teil“ T e I - A w i w, im August 1036 D-e Argumente, die gegen eine Aufnahme dieses Stuckes in das Repertoire einer palästinensischen Bühne geltend gemacht werden können, liegen so auf der Hand, daß nicht auf sie eingegangen zu werden braucht, daß sie sicherhell auch von den flabima-Leuteii nicht übersehen wurden. Zu betrachten sind vielmehr die Gründe, die f ii r eine Auffühnmg gesprochen haben mögen, und zu überprüfen, ob die Resultate das Experiment rechtfertigten. Vor ■1Hem ist es wohl immer noch die ״Repertoire-Not“, die das Theater solche Auswege finden läßt. Daneben fiel für diese Wald vermutlich wesentlich das Vorhandensein der bis jetzt nicht aufgeführten Tell-Ueherset/ung Bialiks ins Gewicht, und last not least die Notwendigkeit, J es 1 n er für die zweite — und vorläufig letzte — Inszenierung eine Aufgabe vorzulegen, deren Lösung ihm reizvoll genug erscheinen mußte, und die seine Regiekraft voll ausnutzte. Die These, daß die augenblicklichen politischen Verhältnisse bei efer Wahl dieses Stückes mit ausschlaggebend gewesen seien, läßt sich hingegen — wie es vielfach versucht wurde — kaum oder nur sehr bedingt aufrecht erhalten, wenn man nicht entweder Schillers Werk (als Ganzes genommen) oder die Argumente unserer Gegner gänzlich mißversteht. Analogien sind immer gefährlich. Das bedeutet natürlich nicht, daß es etwa nicht möglich sei, im ״Teil“ Beziehungen zur Gegenwart oder sogar 7.11r gegenwärtigen jüdischen Situation zu finden. Im Gegenteil: diese Beziehungen sind vorhanden, weil an jede Generation erneut der Aufruf des ״Seid einig!“ ergehen muß, und weil die Frage ״Wann wird der Retter kommen diesem Lande?“ heute für uns ihre besondere Aktualität gewonnen hat. Wenn im Anschluß an die Jeßner-Inszenierung des ״Kaufmann von Venedig“ eine Diskussion möglich war, ob die Aufführung Shakespeare gerecht würde oder nicht, so kann bei dieser Einstudierung kein Zweifel darüber bestehen, daß wir cs hier mit echtestem Schiller zu tun haben. Jessners dramaturgisclie Durcharbeitung ist wieder kristallklar. Wenn er aber dem ״Kaufmann“ mit schon fast halsbrecherischer Konsequenz eine gänzlich neuartige — und sehr zeitbezügliche Interpretation gab, so erlaubt er i!11 ״Teil“ kein Ueberakzenfilieren der Schauspieler, kein Einschalteil von Fermaten, um dom Zuschauer Beifall zu entlocken, als Zeichen, daß er ״verstanden habe“. Hier wird nicht ״agitiert“, hier wehen keine Revolutionsfahnen auf der Bühne, ist kein Aufgebot von Statisterie vorhanden, von ״vielen Landleuten, Männern lind Weibern aus den Waldstätten“ usw., wie Schiller sie vorschreibt. Hier wird mit größter Verhaltenheit im Pathos und mit knappstem Menschenmatcrial reine Kunst interpretiert. Dabei bedient sich Jeßncr nicht mehr, wie in jener berühmten Teil-Aufführung das Jahres 1919, des kulissenlosen Biihnenratims mit der Treppe. Er duldet Wolkenhimmel, Baumkulissen und Projektionen der jeweils notwendigen Hintergründe. Trotzdem bleibt er sich selbst treu und der Zuschauer merkt bald, daß es bei den gleichen immer wiedc-r im weehselnden Aufbau benutzten Versatzstücken mit felsartigem Aussehen, nicht darauf ankommt, ״Natur“ vorzutäuschen, vielmehr sie anzudeuten. Und daß die Kulisse auch hier nur Realisierungsmitte! für die Jessnerschc Idee der Raumkomposition bedeutet. Am klarsten tritt das zutage, wetrn m derf Attiiighausen-Szencn auf jedes Interieur verzichtet wird. Der Bühnenbildner Sebba löst die gewiß nicht leichte Aufgabe auf das vortrefflichste, sorgt für einen reibungslosen Ablauf der 12 Bilder und verwendet die von ihm gezeichneten Hintergrunds-Projektionen mit viel Geschmack, wirkungsvoll und unaufdringlich. Von den Ensemble-Szenen haften am stärksten■ ״Zwing• Uri“ mit dem Zug der an eine Kette geschmiedeten Frohnknechte, die das Grabgewölbe ihrer Freiheit bauen müssen, und vor allem die Apfelschutt-Szenc. Mit wahrhaft dynamischer Wucht sind hier die zwei Welten des Dramas einander gegenühcrgcstellt. V011 den wenigen Schauspielern, die hier ״Volk“ repräsentieren, strömen Energien aus, wie ein Heer seihst der geschultesten Statisten sie nicht stärker vermitteln könnte. Sehr feine Nuancen: wenn das ״Volksgeinurmel“ der Empörung plötzlich in einen einzigen musikalisch abgestimmten Brtimmton umschlägt. wenn Teil, nachdem ihm der Knabe unversehrt wiedergegeben ist, am Boden kauernd, seine Stirn an die des Kindes lehnt, noch kraftlos, leise die Melodie des ״Mit dem Pfeil, dem flogen ,..“ zu summen beginnt. Der ״Rütli- Schwur“ hingegen bleibt verhältnismäßig schwach. Man sein, daß hier das ״Wort“ zu kurz. kam. Bialiks Sprache in diesem. Stück ist überaus schwer .- so dichterisch sie sein mag ■—• und nicht einfach zu bändigen. Für die Habima-Leute ist es überdies gewiß nicht leicht, wenn ihnen das deklamierende Pathos genommen wird, an seine stelle die verhaltene Intensität zu setzen. Es soll dankbar vermerkt werden, daß das Bemühen darum bei den meisten spürbar war und bei vielen zu Erfolgen führte. Mcskins Tel! ist eine ge-chlo-sene starke Leistung. Er ist der Mann der Tat, der ״nicht viel Worte macht“. Gutmutig und treu, aber männlich und entschlossen. Seine Tat ist letzte Notwehr und nicht einen Augenblick gibt cs Skrupel oder Zweifel für ihn, ob sie• ״sittlich“ zu rechtfertigen sei. Gleich stark konzentriert und von hohem Format Finkcls Gcftler. ,,Treibt sie auseinander“ sind di!• er ■den Worte, die Schiller ihn sprechen läßt. Das ist nicht irgendeine Phrase. Das ist ein Programm! f 11 r die kleine Rolle der Arnigard ist die R o vv i n a aitfgchoten, die in der Apfolsclmß-S/riie <:< nicht verschmäht, sich unter da-, .,Volk" zu mischen. Wie immer, ist sie auch hier von letzter lnten-it.it, mit item Mut zur Halilichkcit in Maske und Kleidung, besehender Revolutionär des Stückes. A v 1 t a I als Meichthal hat starke .Momente. Unmöglich, •alle zu nennen. Das (iesauitniveau überragt bei weiten! alle Einstudierungen der letzten Zeit. Bel!errschend war hier der klare Wille und ehe starke Persönlichkeit des Regisseurs. Der iiinfte Akt (Zerdörung dm Zwing-Uri, Pa mV hl;!-Szene, Befrciungsbild) ist gestrichen. Für )ebner ist mit (ielilers '1 od das Stück zu Ende - vielmehr d״rh nicht zu Ende. Wie er im Anfang mit dem I ted des Fischerknaben ein bewußt opernhaftes Vorspiel, abgetrormt von der folgenden Handlung — einet! Prolog schafft, so dichtet er einen Epilog, für den ihm der Autor keinen Vorwurf geliefert hat. In einer stummen Prozession läßt er seine Schauspieler über die Bühne gehen und die Beetlioven’sche Melodie des Schillersehen ״An die Freude“ summen, in dem es heißt; ״Duldet mutig, Millionen! Duldet für die bessere Welt.“ Manfred Geis Arabische Abkömmlinge der Juden Im ״Haolam“ berichtet J. Ben-Zwi im Rahmen einer Artikelserie über Transjordanien von zwei Araberstammen in der Nähe von Petra, die ihre Herkunft von den Juden herleiten: Der eine Stamm glaubt selbst von den Edomitern herzustammen. Sie heißen Bnc Bdttl. Als Mose ihr Land einnahm, sollen sie — der Sage nach — ihm von den Höhen der Berge zugerufen haben; ״Wir sind schon übergetreten (tabadalna), Gesandter Gottes!“ In den Felsenklüften leben von ihnen 40 Familien. Sie vermischen sich nicht mit den übrigen Beduinenstämmen. Als wir sie nach ihrer Herkunft fragten, gaben sie zur Antwort: ״Wer kann das wissen? Vielleicht von den Christen, vielleicht von den Juden oder von den Engländern.“ Die meisten Forscher aber glauben an eine rein jüdische Herkunft ohne spätere Vermischung mit Beduinen. Jedenfalls erweisen sie dem Grabe Aharons auf der Spitze des Berges eine besondere Verchrung. Sonst aber kennen sie keine jüdischen Bräuche, aber auch der in der Umgebung herrschende Islam ist ihnen fremd. Vom Judentum ist ihnen nur die Ueherlieferung von Mose und Aharon geblieben, und als zweites Zeichen ihre Anhänglichkeit an die historischen Stätten, das Grab Aharons und die Mosesquelle. Lesen und schreiben können sie nicht und sie besitzen auch keine Urkunden. Sie leben von Ackerbau und von Geschenken der Touristen, denen sie als Führer dienen. Sie sind die ärmsten Beduinen Transjordaniens, ihre Kinder gehen meist ganz nackt. — Ein zweiter Beduinenstamm, der sich an der Verehrung der heiligen Stätten (Aharons Grab und Mosesquelle) beteiligt, sind die Liathne. Sie geben ihren Kindern mit Vorliebe die Namen Mose oder Aharon. Sie sind viel stärker als die Bne-Bdul und beherrschen die Gegend von ^tra. Sie tragen Sehläfenlocken. Sie ähneln mehr Fellachen ,־!!*Beduinen und ihr Tvpus ist durchaus jüdisch. Aber viele Forscher bestreiten ihre jüdische Abstammutig, jedenfalls haben sie sich nicht so unvcrmischt erhalten wie die Bne-Bdul, aber auch sie bewahren eine starke Vom Bau des Habinia -Theaters v»" w■ JBJ>. י«^י 4■'«■ *mm »!■'■1 mpu»fn»1pWjN| י .%■ ri”*-'■ > Zj*j zv ׳ י Die Grundmauern des/neuen Hauses der Habima in Tel-Awiw nach den Plänen von Oscar Hauffmann sind fertiggestellt. Vor kurzem wurde mit dem Bau des ersten Stockwerkes begonnen Foto; R, Weißemlein, Tsl-Awiw Tradition über Mose und Aharon. Beide Stämme sind oft mit Juden zusammengekommc״, denn die heiligen Stätten, die sie hüten, waren häufig das Ziel jüdischer Wallfahrten. Von der Zeit der Kreuzzüge an finden wir immer wieder Zeugnisse über Besuche von Juden an diesen Orten. Auch hebräische Namensinschriften (wohl die Namen der Wallfahrer) sind beim Grabe Aharons gefunden worden. Die meisten dieser Inschriften scheinen aus dem 17. Jahrhundert zu stammen, und aits dieser Zeit gibt es auch eine Reisebeschreibung, die von arabischen Hütern der heiligen Stätten berichtet. Edition arabischer Werke Ein interessanter B r i e f w e c h s e I hat sich in der Jerusalemer ״Palestinc Post“ angesponnen im Anschluß an die Behauptung eines Einsenders, daß die arabische Geschichte des berühmten arabischen Historikers Baladhuri jetzt nun ersten Male von der hebräischen Universität Jerusalem lioiaiisgrgeben wird. Gegen diese Behauptung wandte sich, eir! ,ר r a b i - scher E i 11 u־ n 11 e r, indem er darauf hi 11 wies, daß dieses Werk schon in Kairo hcrau-gegeben worden sei, ferner durch den holländischen Orientalisten de < ioeje, auch in einer englischen Uebersetzung, und daß jetzt eine neue kritische Ausgäbe von der amerikanischen 1 'niversit.it in Beirut von einem arabischen Professor vorbereitet wird. Es sei dal!er falsch, es so dar/iisteilen, als ob die Araber keine Wissenschaft hätten und auf die Juden angewiesen seien. Hierzu ergreift nun der Professor der Orientalistik an der Hebräischen Universität Jerusalem, Goiiein, das Wort und fuhrt aus, es sei ganz richtig, daß ein h1st״n-ehes Werk von Baladhuri in der erwähnten Weise hei ,)״-gegeben worden sei, dancben aber gebe es noch ein anderes zehnmal so großes historisches Werk, das bei den Moslems bis zum Ende des 18. Jahrhunderts viel gebraut hi worden sei und eine arabische Geschichte bis zur Abha/iden-Periode enthalte. Dieses Werk wird jetzt von der Hebräischen Uni vorsität herausgegeben, und der erste Band werde in wenigen Wochen erscheinen. Zugleich fugt Goitein hinzu, er stimme mit dem arabischen Briefeinsender völlig dahin uherein, daß unter den Arabern der Gegenwart ein bemerkenswertes Wiederaufleben des Interesses für die arabische Literatur der Vergangenheit zu verzeichnen sei und auch schon kritische Ausgaben im Sinne europäisch-wissenschaftlicher Begriffe von modernen arabischen Gelehrten veranstaltet worden sind. Regierungsboden. Ein palästinensischer Leser schreibt uns: In einer palästinensischen Zeitung wird die Aufmerksamkeit daraut gelenkt, daß am 15. April d. J., vier Tage vor Beginn der Unruhen, die palästinensische Regierung der arabischen Familie Dajani 10000 Dunarn Regierungsboden in der Ebene von Jericho gegeben habe. An der Spitze dieser Familie stellt Hassan Sidki Dajani, der jetzt in ein K o nzentrati ח ס s I a g c r verbannt worden ist. Die palästinensische Presse wirft nun die Frage auf, wieso gerade dieser Familie, die ohnedies über große Reichtümer verfügt und, wie sich gezeigt hat, aufrührerischen Tendenzen huldigt, ein Teil der besten Regierungsböden Palästinas überlassen wird. Nach dem Wortlaut des Mandats ist die Regierung verpflichtet, die Ansiedlung von Juden auf dem Lande zu erleichtern. Aber den jüdischen Einwanderern hat die Regierung keinerlei derartigen Boden zur Verfügung gestellt, sondern zwingt sie, allen Boden von Arabern um einen Preis zu kaufen, den die Bodenspekulanten diktieren. Die palästinensische Regierung appelliert an die Regierung, diese Politik zu ändern.

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