Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 41 (1936)
- Issue
- Heft 68 (25.8.1936)
- Date
- 1936-08-25
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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- Haifa 2× ep/1047930
- Safed 2× ep/1046078
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Seite 6 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 68, 25. VIII. 1936 Neue sch wereVerluste Universitäts-Professor ermordet Louis (Levi) Billig, Professor für arabische Literatur an äer Hebräischen Universität, wurde in seiner Wohnung er• schossen au!gefunden. Daß es sich nicht um eine verirrte Kugel, sondern um ein Mordattentat handelt, beweisen die Pulverspuren am Fenster, die darauf schließen lassen, daß die Kugel vom Fenster aus abgezielt wurde, die Ihn am Kopf tödlich traf, als er am Tisch saß und an seinem neuen Werk über die Geschichte der arabischen Literatur arbeitete. Prof. Billig, der im Alter von 39 Jahren stand, war aus London gebürtig. Er studierte am Jewish College und in Cambridge und wurde im Jahre 1926 Mitglied der Hebräischen Universität, wo er als Autorität in der Wissen- Schaft des Islam galt. Unter Beteiligung von Tausenden fand das Begräbnis von Prof. Billig statt. Der High Commission er, der bisher nie einen persönlichen Vertreter zu Begräbnissen von Opfern der Unruhen entsandt hatte, war durch seinen Adjutanten vertreten. Ls waren ferner Repräsentanten der nationalen und Regicrtmgs-lnst itul ionen, sowie sämtliche Mitglieder der Universität und der Studentenschaft anwesend. Am Grabe sprachen Rektor Mag n es, Prof. Goitcin, Ben Zvi und ein Vertreter der Studentenschaft. Ueberfälle und Gefechte In Samaria bei Karkur kam es zu einem ziem-!ich schweren Gefecht, bei dem 11 Araber getötet, 2 verwundet und 2 gefangen genommen wurden. Auf seiten der Truppen wurde Sergeant-Major Br inton leicht verwundet. Militär und Truppen hielten dann dan ganzen Tag in den umliegenden arabischen Dörfern Waffensuchen ab, wofrei vier Araber, davon zwei bewaffnete, bet einem Fluchtversuch erschossen wurden. Zwei weitere Araber wurden verhaftet, als sie versuchten, die Chaussee mit Steinen zu verbarrikadieren; einer der Verhafteten befand sich im Besitz eines Karabiners und Munition. Ein folgenschwerer Ueberfafl wurde auf jüdische Arbeiter der H a o z jr - F a r 111 bei Kfar Saba verübt, als sie im Auto nach Tel-Awiw zurilckfuhren. Eine 30 Mann starke Bande drang aus dem Hinterhalt auf sie ein. Drei Arbeiter wurden tödlich getroffen: Meir Belk i n d und sein in Palästina geborener 3.1 jähriger Sohn, der eine Witwe und ein Kind hinterläßt, und der aus Polen stammende 23jährige Gaffir Baruch Gurevitz. Verwundet wurden vier Arbeiter: der 30jährige Menahem A i h e I, die 1?jährige Shoshana Lar nicke, der 27jährige Mardehai Prolin g und der 23jährige Re üben Straus, der schwer verlebt wurde. Nach dem Ueberfall wurde die Umgegend von der Polizei gründlich durchsucht, wobei ein Araber verwundet und gelangen genommen und fünf wettere verhaftet wurden. Ein Zusammenstoß erfolgte in B e i s a n, wo die transjordanische Grcn/wacht einen Araber gefangen nahm und mehrere verwundete. Zwischen R 111• i Brak und Pc t ach T i k w a h wurde eine aus zwei englischen Polizisten und zwei jüdischen Gaffirs bestehende Patrouille ans dem Hinterhalt uberfallen, wobei der!*);;ihrige Gaffir Joseph Goldbloom schwer verwundet wurde. In der Nähe des Bahnhofsgebäudes in Jaffa explodierte eine Bombe, wobei ein Araber verletzt wurde. Bei Beit \X' e g a n in den Außenbezirken von Jeru- Salem verübte eine arabische Bande einen Ueberfall auf einen arabischen Gaffir, der schwer verwundet wurde. Polizeiverstärktmgcn wurden herbeigeholt, und es kam zu einem Gefecht mit der Bande.!11 J e r 11 s ,1 ו e!1t wurden drei Araber durch Schlisse verw undet. Zw ei verdächtige Ai aber wurden festgenoinmen. 111 dir Nacht vmii Sonnt;!״' zum Montau; sind wiederholt Angriffe auf Safed von allen Seiten unternommen worden. Ziel dieser Beschießung war hauptsächlich der alte Judenfriedlmf und seine Umgebung. Das Feuer wurde von Truppen erwidert, Ein ״geheimnisvoller Europäer"? Das ״Perl. Tagcblntt“!!ringt über das Gefecht bei Wadi Ahara c ■im׳n Bur ich t der ״Ui litrd Pt worin cs u. a, heißt;!in WtI. (11 N Gefeclr LS <1. 1 s iiber acht Stunden dauerte und >iv h di n € 1 i .Z a 1 1:; Ke it ■ and II r hitterung der Kampfweise aut in;! den Sui Ul;1 tW/elUl;! u tu. , i gilaug es den englischen Truppe! 1, UI!Ul Man 11 frU/ll iichmei!, der turo p ä 1 s c 1! g c - k 1 e 1 d u t ץ var, juj ׳IR!1 bi-, her s i c h w c י g e r t c, ii 1) e r - h;1 u p t / u 1 P יי ־ U V 11 1 11. 1 r wil 1 1 lanm allr!11 Anschein nach \ enmid, 4 n. d־dh m;• sii l 1 k v; ut. V, 1 .-!.;hur \’,1־tirm :ilit.it er ist. Nahen׳ } l!h *uiin. itu! uhut d 11: K .41 O, dii; 4 e r g e 11 c i in n i s - voll e h u r n רן ׳ ä v r spiuitjvbnuh s 1 tid imei n nicht bekannt geworden. . M. in 1 loü't , da .ß cinu l'ntcrsudmng inter- CsSnlltC Li־:• ebn! -e Bi ingui wir d. Weitere Todesopfer Zwei Araber wurden in Jaffa von Soldaten erschossen, da sie auf Anruf nicht hielten. Ein arabischer Wächter wurde in einer deutschen Plantage bei N a 11 1 a t 11 G a!1 i m erschossen aufgefunden. Ein Araber aus dem Dorfe Kestinia wurde von Terrorist c n erschossen, da er sich geweigert hatte, sich einer Terronstenbandc aimisehliißen. Der Dorfälteste von Mejdal wurde durch eine auf sein Haus geschleuderte Bombe auf der Stelle getötet. Es handelt sich um einen Racheakt der TcrrcfKstcn, die mit ihren Gcldforderungen keinen Erfolg hatten. Bei SArona wurde ein Araber tot aufgefunden. Drei Araberinnen wurden auf dem Wege zum Karmel, wo sie jüdischen Familien Milch ins Haus brachten, von Terroristen nngcschossen und verwundet. Sie wurden mit Hilfe eines jüdischen Ghaffirs ins Spital eingeliefert. Eine der Araberinnen ist ihren Verletzungen erlegen. Ein Jude wurde unter dem Verdacht der Täterschaft verhaftet. Sabotage-Akte Der Pack raum einer großen jüdischen Plantage in Bsharye bei Pctacli Tikvvah wurde völlig ausgeplündert. Ein neuer Sabotageakt wird aus Lu cid gemeldet, wo ein G ü t e r 1 u g entgleiste; verletzt wurde niemand. Die Eise n h a Dar h c i t e r von Lud d haben Drohbriete erhalten mit der Aufforderung, sich dem Streik anzuschließen, wenn ihnen ihr Leben lieb ist. Am Montag vormittag haben arabische Terroristen das Haus Dr. weizmanns ln Rechowoih in Brand gesteckt. Es wurde nur geringer Schaden angerichtet. Die Palästina׳ In London ist soeben der Jahresbericht des Einwanderungskotnmissars der Palästina-Regierung, Mills, für das Jahr 1935 veröffentlicht worden. In dem Bericht wird die Zahl der registrierten Einwanderer einschließlich der Touristen, die sich nachträglich um dauernden Aufenthalt beworben haben, mit bl 854 Personen angegeben. Die registrierte arabische Einwanderung betraf 2293 Personen. Dazu kam noch ein gewisses Ausmaß unerlaubter Einwanderung von Personen, die als Touristen ins Land kamen und dort blieben, ohne ihren Status legalisieren zu lassen; es handelt sich um 4618 Juden und 3256 Nichtjuden. Es sind dies die höchsten bisher in dieser Einwandererkategoric verzeichnetc״ Zahlen. Im vorangegangenen Jahr war die Zahl der illegalen im Lande verbliebenen Touristen bei den Nichtjuden mit 3022 größer als bei den Juden mit 2907. Die Statistik der arabischen Zu- und Ab warderung läßt zwei bemerkenswerte Tatsachen erkennen: einerseits sind in den letzten drei Jahren, in denen die jüdische Einwanderung erheblich gestiegen ist, nicht einmal 2000 arabische Landeseinwohner mehr ausgereist als zurückgekehrt; es kann somit von einer irgendwie ins Gewicht fallenden arabischen Auswanderung nicht die Rede sein. Andererseits hat in jedem dieser drei letzten Jahre eine erheb- Maßnahmen der Polizei Zwei Araber aus Jaffa wurden unter dem Verdacht, mit dem Mord an den beiden jüdischen Kranken- Schwestern in Verbindung zu stehen, verhaftet. Fünf Araber sind wegen Waffenbesitzes verhaftet worden, darunter drei, die mit Terroristenbanden in Verbindüng stehen. Im Zusammenhang mit dem am 13. August in Safed verübten Bombenanschlag, dem die Familie Uriger zum Opfer fiel, wurden drei Araber identifiziert und verhaftet. Zalrnan Gold zweig, ein Jude aus T i b c r i a s, der im Zusammenhang mit den kürzliehen Unruhen zusammmen mit drei Arabern in Haft genommen worden war, ist wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Die Polizei von Rechovoth hat in der Nähe des arabischen Dorfes Heine in der Gegend von üederah, Hunderte von Bomben aufgefunden. Das Straßenverbot in Jerusalem wurde auf das gesamte Stadtgebiet ausgedehnt einschließlich einer Anzahl jüdischer Vorolte und arabischer Dörfer. Das 21stündige Straßen verbot für drei Jaffa er Stadtteile, darunter zwei jüdische Viertel, wurde aufgehoben. Ueber T u 1 k a r c m ist der Ausnahmezustand verhängt worden. Auf Grimd der dem arabischen Dorfe Tireh bei Haifa unterlegten Kollektivstrafc von £P 500 sind £P 200, sowie Getreide und Vieh eiiigetrieben worden. Die Kollcktivsrrafe erfolgte im Zusammenhang mit dem Mord an vier Juden auf dem Karmel atn 14. August; Spuren wiesen danials auf das Dorf Tirdi. Der zum Gebiet von Haifa gehörenden jüdischen Siedlung ״Acluisath Herbert Samuc!" ist eine Kollektivstrafe von £P 250 auferlegt worden, ln der Siedlung ראשחשז־זו Bezugspreis in Deutschland RM. 5*75 Im Ausland.RM. 6•«■■ ■־׳ i'W4%״ Lieferung kann für bisherige Nichtabonnenten ab .ר״ד bis Ultimo September kostenlos erfolgen Wagen der vertrfiiedenen Preis« In der!•welligen lande»-Währung und unierer iOhlitellen im Auilond Pr0ip»kt AP auf An<ord«m JÜDISCHE RUNDSCHAU VERTRIEBS-ABTEILUNG / BERLIN W15 wurde vor kurzem eine Araberin erschossen aufgefunden. Die Tat soll nach einer Version von Arabern begangen worden sein, weil die Ermordete Milch an Juden verkauft hatte. Es ist den Truppen gelungen, wieder in den Besitz des bei dem Ueberfall im Schwimmbad von Beth Alpha von Banditen erbeuteten Maschinengewehrs zu gelangen. Ein Dort bei Beisan wurde umzingelt; die Soldaten drohten mit Demolierung der Häuser, worauf die Bewohner _ das Maschinengewehr, sowie Karabiner und die Uniformen wieder auslicferten. Elf Araber wurden verhaftet. ״Daily Telegraph“ berichtet aus Jerusalem, daß das Oberste arabische Komitee von der Regierung verlangt habe, sie solle über T e 1 - A w i w wegen der Beschießung eines Zuges eine Kollektiv strafe verhängen und Häuser in Tel-Awiw strafweise niederreißen lassen. (Dies ist• wohl ironisch gemeint. — A. d. R.) 204 J u d e n sind im Verlauf der Unruhen verurteilt worden. 46 Juden, die verhaftet worden •aren, sind freigesprochen worden und 49 Juden warten noch aut die Aburteilung. Von den Arabern wurden 1493 verurteilt, 614 freigesprochen, 284 warten noch auf die Aburteilung. Entlassungen aus dem Konzentrationslager Wie verlautet, sind 25 der in Sarafend intermerten Araber wieder freigelassen worden, darunter der Herausgeber der Zeitung ״Adifaa“, der Führer der Radikalen in Jaffa, nachdem ihre Strafe abgelaufen Ist. Nach einem Gerücht soll di« Freilassung auf die Intervention des Emir Abdullah zurückzuführen sein, der der Reglerung versprochen hat, daß sie nach ihrer Freilassung einen ner uni gen den Einfluß auf die Araber aus- Üben werden. Einwanderung liehe Zuwanderung von Arabern nach Palästina stattgefunden. Von den über <10 000 Personen, die im letzten Jahre nach Palästina eingewandert sind, bestand die größere Hälfte, fast 38 000, aus Angehörigen von N e u e i n w a n - derern oder bereits i in Lande Ansässigen. 10 0׳״ der jüdischen Einwanderung, über 6300 Personen, entfielen auf die Kategorie, für die ein Mindestkapital von 1000 Wund vorgeschrieben ist, Ein Drittel der Einwanderer mit eigenem Kapital kam aus Deutschland, etwa je ein Fünftel aus Polen und den Vereinigten Staaten. Die Gesamthöhe des esngeführten Kapitals wurde nicht deklariert; Zahlen über die Bankdepots der Einwanderer in Palästina stehen nicht zur Verfügung. Zur Einwanderung wurden außer den Angehörigen der sogenannten Kapitalistenkategorie und den Arbeiter-Einwanderern noch einige Angehörige freier Berufe mit einem Mindestcigenkapital von je 500 Pfund und 400 geschulte Handwerker mit einem Eigenkapital von mindestens 250 Pfund zugelasseu. Was die Herkunftsländer der Einwanderer betrifft, so stellt Polen, das schon bisher den größten Teil der jüdischen Einwanderung gestellt hat, auch diesmal bei weitem an der Spitze. Etwa die Hälfte aller Einwanderer *ind aus Polen gekommen. 14 ״׳״ der Einwanderer kamen aus Deutschland, auch unter diesen Einwanderern gab es viele, die aus Polen gebürtig sind. Hafenstreik im Haifa beendet Nachdem die Hafendirektion ein Gesuch der arabischen Lastträger und Hafenarbeiter auf Wiedereinstellung genehmißt hat, haben sie die Arbeit wieder aufgenommen. Die Verluste Amtlich wurden am 19. d. M. die Ziffern über die Men• schenverluste während der Unruhen für die Zeit vom 19. 4. bis 15. 8. bekanntgegeben. Es ergibt sich danach folgendes Bild; Tote Schwerverwundete Leichtverwundete Mohammedaner 125 169 408 Christen 5 2t 19 Juden 58 98 121 englische Truppen 9 50 21 englische Polizisten 2 7 31 arabische Polizisten 6 ז¬ 28 christliche Polizisten *־״! 10 jüdische Polizisten Verl, durch Unfälle: •— 2 5 englische Truppen 6 19 6 Gesamtzahl 211 371 649 Es wird hinzugefügt, daß seit 15. August 5 Araber, 10 Juden und 1 Christ getötet worden sind. Es scheint uns, daß diese Aufstellung, die sich wahrscheinlich nur auf die amtlichen Berichte stützt, nicht vollständig ist. Auch die ״Times׳‘ fügt hinzu, daß die arabisehen Verluste wesentlich höher gewesen sein müssen. Vorbereitung für die Arbeiten der Untersuchungskommission Jerusalem, 23. August. (JTA.) Die Palästina-Regierung trifft bereits technische Vorbereitungen für die Arbeiten der Kgi. Untersuchungskommission. Im Palast- Hotel in Jerusalem wird eine Anzahl von Zimmern für die Bedürfnisse der Kummi&sion hergerichtet. Einer Meldung der arabischen Zeitung ״A D i f a a“ zufolge wird von dem Landwirtschaftsdepartment der Regierung für die Zwecke der Kgl. Kommission eine genaue Statistik vorbereitet, 1. über die Zahl der jüdischen und der arabischen Beamten dieses Departments, mit Angabe der Bezüge, 2. über die arabischen und jüdischen Pflanzungen und ihren Umfang sowie über den in jüdischem und arabischen! Besitz befindlichen nutzbaren Boden, 3. über den Umfang der von Juden bei Arabern durchgeführten Bodenkaufe und 4. über den Ertrag der Zitruspflanzungen. Ein Protest Dizengoffs Meir Dizengoff, der sich aus Gesundheitsrücksichten in den letzten Wochen aus dem öffentlichen Leben zurückgezogen hatte, äußerte sieh in einen! von der hebräischen Presse veröffentlichten offenen Brief an die pilästincnsischc Regierung über die Politik und Haltung der Regierung wie folgt: ״Die Haltung und die Handlungsweise der Palästina- Regierung seit dem Ausbruch der Unruhen haben zur Demoralisierung geführt, Anarchie, und Gesetzlosigkeit verursacht, die Gesetze zunichte gemacht und die Bürgerliehe Disziplin niedergebrochen.“ Dizengoff befaßt sich sodann mit der Situation im Jaffaer Hafen und bei der Eisenbahn, mit der Annullierung von Kollektivstrafen und der Nichtanwendung der Notverordnungen. ״Das Land“, heißt es weiter, ״wird nicht vom Higli Coinmissioner regiert, sondern vom Arabischen Obersten Komite e und von Mördern und Banditen.“ Dizengoff weist dann auf die letzten Ausschreitungen hin, die ,,das Land in ein Gomorrha“ verwartdelt haben, wobei der High Comniissioner sich lediglich darauf beschränke, sein Bedauern auszudrücken. Dizengoff wendet sich schar! gegen die geplante Suspendierung der Einwanderung, aic die Regierung aus Mangel an Aufrichtigkeit und Mut unter dem Deckmantel der Royal Commission zu verhängen beabsichtige: ״Wenn ihr nicht fähig seid, das Leben und Eigentum derer, die eurem Worte vertrauen, zu schützen, suspendiert die Einwanderung, aber gebt es zu, daß ihr euer Versprechen nicht haltet. Ihr gebt vor, das Mandat treu zu verwalten, aber ihr legt seine Ausübung und die Politik des Nationalheims in die Hände von Beamten des Kolonienministeriums, die der Idee des Nationalheims fremd g c g e n ü b e r s t e h e n.“ Dizengoff ist der Ansicht, daß der Grund für die Ernennung der Royal Commission darin zu suchen sei, daß die Regierung ihre Nachgiebigkeit gegenüber den Arabern zu rechtfertigen versuche, dabet aber den Anschein der gerechten Ausübung des Mandates zu erwecken wünsche. Jerusalem, 24. August. (JTA.) Heute begab sich die von der letzten außerordentlichen Tagung der Assefsth Haniwcharim gewählte Abordnung zum High Commissioner Sir Arthur Wauchope, um ihm die von der Versammlung angenommenen Resolutionen zu überreichen.