Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 41 (1936)
- Issue
- Heft 68 (25.8.1936)
- Date
- 1936-08-25
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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- Safed 3× ep/1046078
- Amman 2× ep/1044017
- Haifa 2× ep/1047930
- Ankara 1× ep/1044026
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JÜDISCHE RUNDSCHAU NR. 68, 25. AUGUST 1936׳ In der Sturzwelle Von unserem palästinensischen Korrespondenten gl. Tel-Awiw, 19. August 1936 ״Das Blut von Safed und Haifa, auf wessen Haupt wird es kommen? Nur über das Haupt der wilden Tiere, der Blutdürstigen? Wer hat die Straße in Safed der Gesetzlosigkeit preisgegeben? Wer hat die bösen Geister in Haifa ihr Unwesen treiben lassen? Will die Regierung, daß wir völlig an ihr verzweifeln? Wir sind müde der Morde und der Gesetzlosigkeit, aber wir werden nicht miidc werden, über das reine Blut der Arbeitenden und das Leben eines Volkes zum Himmel zu schreien, das dem Morde preisgegeben ist. Wir werden nicht müde werden, die Vertreter der Regierang so zu zeigen, wie sie sind, wie sie aus Nachlässigkeit und Lcichtherzigkeit und Verantwortungslosigkeit ihre Bürger preisgeben. Und wir werden nicht aufhören, die Regierung an zu klagen, die mit den Führern der Mörder verhandelt, ihr Prestige stärkt und ihre Hoffnung erhält, durch das Vergießen des Blutes Israel zu gewinnen. Bomben und Kugeln werden uns nicht niederzwingen. Auf unser Lebensrecht und die Hoffnung unseres Volkes werden wir nicht verzichten. Und wenn wir über die andern verzweifeln müssen, so werden wir uns auf uns selbst zu stützen wissen.“ Mit diesen in fettesten Lettern über die ganze Breite des ersten Blattes gedruckten Schlagzeilen erscheint heute der ״Da war“, das palästinensische Arbeiterblatt, die hebräische Zeitung mit der größten Auflage im Lande. Und .ähnlich, wenn auch in gemäßigteren Ausdrücken, sprechen die anderen hebräischen Blätter. Die Leitartikel und Schlagzeilen sind diesesmal nicht so sehr der Ausdruck einer politischen Stellung als der einer psychologischen Reaktion. Der vierte Monat der Unruhen geht zu Ende. Immer schwieriger, immer undurchsichtiger hat sich in dieser Zeit die politische, die strategische, die wirtschaftliche Situation gestaltet. Immer stärker sind die Nerven der Juden im Lande auf die Probe gestellt worden, immer deutlicher wurde cs, daß alle Maßjiahmen der Regierung gegenüber der Intransigcnz, dem Terror, der Unbedenklichkeit der von den Arabern angewandten Mittel versagten. Und im Lichte der jeweils letzten Ereignisse erscheinen immer die Vorfälle von gestern und ehegestern als relativ harmlos und erträglich ... Safed, Haifa, Tel-Awiw - und was weiter? Vor drei Tagen meldeten wir den Beginn einer neuen stärkeren Terror welle. Wir haben uns geirrt. Es ist dieses Mal nicht eine der in den letzten Monaten üblichen Hochspannungen, es ist eine Sturzwelle von solcher Wildheit und solcher Unbedenklichkeit der Mittel, wie wir sie auch während der letzten bösen Monate nicht gekannt haben. In Safed bricht eine bewaffnete Bande nachts in das Haus eines Thoraschreibers, erschießt zwei Kinder, schleudert eine Bombe, die den Vater tötet, verletzt ein drittes Kind tödlich, verwundet die Mutter. In Haifa erschießt auf dem Karmel eine bewaffnete Bande die vier Insassen eines jüdischen Taxis. In Tel-Awiw wird über die Barriere aus dem vorüberfahrenden Zug eine Bombe geworfen; ein Toter, zwanzig Verletzte. Bei Tel-Awiw wird ein Arbeiter erschossen. Und neben diesen Ereignissen der letzten z.wei Tage eine kaum übersehbare Fülle von kleineren Ucberfällcn, von Schießereien und Bombenwürfen, von üblichen Zusammenstößen zwischen Banden und Militär, mit einigen getöteten englischen Soldaten und einer ganzen Anzahl von getöteten Arabern, niemand weiß genau wie viel. Kurz, die Ernte dieser zwei Tage ist so groß wie die von früheren Wochen, und vielleicht bringt, während dieses geschrieben wird, der Draht aus den verschiedenen Stellen des Landes neue Schreckensnachrichten. Gestern wußte man nicht, was das Morgen bringt, heute wagt niemand zu sagen, was in der nächsten Stunde geschieht... Denn der Terror arbeitet überall, er konzentriert sieb im Norden, aber er streckt seine Fühler auch bis Tel-Awiw, und er arbeitet mit bisher ungekannter Stärke und Präzision. Die treibenden Kräfte Es braucht nicht großer politischer Kombinationen oder besonderer Untersuchung der politischen Unterströniungen, um zu verstehen, was uns jetzt diese letzte und gefährliche Sturzwelle des Terrors cingcbracht hat. Wie immer in solcher! Zuständen, die alle normalen Begriffe und Begrenzungen abtun, radikalisieren sich die Aktionen, je länger sie dauern. Immer leichter gehen die Revolver los, immer billiger wird das vergossene Blut, immer geringer die Hemmungen. Und so hat sich die arabische Aktion von Woche zu Woche unbedenklicher gestaltet und nach jeder eingeschobenen Pause mit stärkerer Kraft wieder eingesetzt. Dieses Mal kommt noch ein Moment der inneren arabischen Politik hinzu. Wir berichteten über den letzten großen Vermittlungsversuch des Emir Abdullah in Amman, über einen bestimmten Widerhall, den dieser Versuch bei einem Teil der arabischen Führung fand, und auch über die Gegnerschaft der extremistischen terroristischen Elemente, die jeder Vermittlung die Drohung eines inneren Terrors und — einer eigenen nationalen Regierung in Nablus (!) gegenüberstellten. Es kann kein Zweifel darüber bestehen, daß dieser Flügel der Bewegung, der wahrscheinlich beträchtliche Teile der politisch aktiven Jugend hinter sich hat,' als praktischen Ausdruck seiner Ansichten dieser gegenwärtigen Tcrrorwcllc Vorschub leistet oder sie initiiert. Safed, Haifa. Tc'-Awiw s-verben eine sehr überzeugende Sprache. Hebron Dieselben Mittel, die gegen Juden angewandt werden, benutzt nach den Erfahrungen der letzten Tage der arabische Extremist auch im eigenen Lager. Wir hatten in der vorigen Woche die Attentate auf arabische loyale Polizisten, von denen das von Achmed Naif in Haifa bereits eine traurige Berühmtheit erlangt hat. Während der Am inaner Vorhandlungen wußte man zu berichten, daß so mancher der Verhandlungswilligen unter terroristischen Drohungen stand. Wie utn diese zu bekräftigen, erfolgte in Hebron die Erschießung des Bürgermeisters der Stadt N a s r c 1 D i n durch einen jungen Araber. Der Tote ist ein Anhänger Naschaschibis, der die Vermittlungsversuche des Emir gestützt hat, mit dem er gut befreundet ist. Bei Nasr el Din liegt die Sache ganz anders als bei den erschossenen arabischen Polizeioffizieren. Hier handelt es sich nicht um eine der Stützen der Mandatsr egierung, die ihr auch in den Unruhen den Dienst nicht verweigert hat wie bei Achmed Naif. Hier haben wir einen typischen arabischen Nationalisten, der sich von Anbeginn an dem Aufstand zur Verfügung stellte, den Streik organisierte, der Bewcgimg diente und sic führte, Auch ihn traf die Kugel, lieber den Attentäter gibt es zwei Versionen. Die eine schreibt die Tat auf das Konto der Extremisten, die getreu ihrer Ammancr Stellung ihr Programm ausführen. Die zweite schiebt den Mord der Gegenpartei Naschaschibis, den Anhängern des Mufti zu, der in letzter Zeit von neuen! starke politische Differenzen mit seinem alten Rivalen austrägt. Die zweite Version scheint bei Untersuchung der bestehenden Verhältnissc unwahrscheinlicher; aber wie dem immer sei: zun! ersten Male haben sich mit dem Hcbroncr Mord die arabischen Waffen gegen den politischen Ocgncr im eigenen Lager gckehrt. Ein neues Zeichen, wie lose die Kugeln in den geladenen Revolvern sitzen und — vielleicht — auch ein Zeichen dafür, daß jetzt der arabische Kampf, der bisher Unterschiedslos sich jüdische und englische Opfer gesucht hat, auch im eigenen Lager zu wüten anfäugt, und zwar nicht nur wie bisher gegen Gemäßigte. Die Kugel in Hebron läßt die Möglichkeit offen, daß wir jetzt auch innerhalb des arabischen Lagers vor der Periode der unbegrenzten Möglichkeiten stehen... ״Hawlagah“ Mawlagah, so nennt man im Hebräischen die Selbst- Beherrschung, das Stillhalten gegenüber den dauernden Provokationen des Terrors, die Beschränkung auf Verleid!- gung jüdischen Lebens und Eigentums, hei Ablehnung aller Gegenangriffe und des Gegenterrors. Diese ״Hawlngah“ hat seit vier Monaten die Engländer in Erstaunen gesetzt, weil sie sehr bald heratishckommcn hatten, daß diese Selbstbeherrscliung der Juden nicht von Schwache diktiert war, sondern von einer klaren Erkenntnis, daß nur sie zu den Juden und zur jüdischen Politik paßte. Daß es eine Gruppe von 400000 Menschen fertig brachte, innerhalb von Monaten die immer steigenden Provokationen zu ertragen, ohne sich zu Racheakten hinreißen zu lassen, das schien für den Beobachter geradezu unfaßlich und über Menschenkräfte zu gehen. Unter den Juden hat es in dieser zentral wichtigen Frage Meinungsverschiedenheiten gegeben. Es gab Ansichten, die sowohl an dem politischen als an dem menschlichen und dem strategischen Wert dieser fast übermenschlichen Zurückhaltung zweifelten. Sie meinten, die Arabern würden die Stärke, die in dieser Zurückhaltung läge, nicht verstehen und die jüdische Haltung nur als Schwäche deuten. Auch den Engländern müßte diese Stellungnahme fremd sein, und bei der herrschenden Psychologie unter den Arabern sei auch nicht einmal an irgendeine menschliche Wirkung zu denken. Neben diesen Argumenten der Vernunft wirkten die — verständlichen — Reaktionen, die gegenüber den immer neuen Morden eine Antwort verlangten. Sowohl gegenüber den Argumenten als auch gegenüber den Hitzköpfen hat sich im Laufe von Monaten die jüdische Selbstbeherrschung durchgesrtzt und die Haltung, die sich auf reine Verteidigung beschränkte, ist mit vorbildlicher Disziplin durchgehalten worden. Man verstand bei der großen Mehrheit der Juden, daß wir gar keine psychische Möglichkeit hätten, den gleichen Weg zu gehen wie die arabischen Terroristen, weil wir es niemals zu einer derartigen Unbcdcnklichkcit in den Mitteln gebracht hätten. Man sah ein, daß eine Kooperation mit der Regierung in großem Umfange sich nur dann aufrechterhalten ließ, wenn die Juden sich auf die Möglichkeiten legaler Verteidigung heschränkten. Und es wurde auch schließlich anerkannt, daß auf lauge Sicht hinaus in dieser ״Hawlagah“ große politische Möglichkeiten lagen. Die Ereignisse der letzten Tage jedoch haben die alte Diskussion mit verstärkter Wucht wieder aufleb«! lassen. Dieses Mal drohten alle Argumente und aller Abscheu gegen Gegenterror durch die unfaßbaren Morde in Jaffa und das Intervention des Königs von Irak DNR. meldet ans Jerusalem: König Ghasi I. hafte dieser Tage zu einer Sondersitzung in Bagdad den irnkischon Ministerpräsidenten, den Außenminister und den englischen Gesandten empfangen. Ghasi I. legte dem englischen Gesandten dringend nahe, in London wegen einer heschic u n igt e n L ö sang de r P a 1 ä s t'i n a - F r a g e i m arabischen Sinne vorstellig zu werden. Der irakische König wies darauf hin, daß eine derartige beschleunigte Lösung im Interesse der Aufrechterhaltung der guten Beziehungen zwischen den Arabern des Iraks und England notwendig sei. Beratungen in Jerusalem Wie Palco* erfährt, ist Nur! P a s 11 a, der Außenminister des Irak, auf seinem Wege nach Ankara in Palästina eingetroffen, um zu versuchen, zwischen den Araberführern und der Regierung zu vermitteln. Er hat im Regierungsgeb,lüde Wohnung genommen. Der Mufti von Jerusalem veranstaltete ihm zu Ehren einen Empfang, zu dem die Mitglieder des arabischen Obersten Komitees und andere Notabein Einladungen erhalten haben. Moshe Schertok hatte eine Zusammenkunft mit Nuri Pasha. Der transjordaniselic Premier Ibrahim Pasha H a s h c m, der in! Zusammenhang mit Emir Ahdullahs Vermittlungsversuch zwischen den Araberführern und der Regierung nach Jerusalem gekommen war, hat Palästina verlassen, ohne irgendwelche Erfolge erzielt zu haben. Die arabische Zeitung ״Ec lest in“ bringt einen Bericht über die dem Palästina-Problem gewidmete Konferenz in Bagdad vom 18, August, die unter Vorsitz von König Bcmbenattcntat in Tel-Awiw über den Haufen gerannt zu werden. Am Tage nach der Bombe, am Tage des Mordes au den Krankenschwestern in Jaffa, am Tage des großen Begräbnisses in Tel-Awiw, knäuelten sich die Menschen-!nassen auf den Straßen in erregten Diskussionen zusammen, machte sich die Wut und Verzweiflung in unbeherrschte»! Reden Luft, ballten sich die Fäuste. Und es gehörte die Besonnenheit der Führung und die Beherrschtheit der großen Masse dazu, um unter diesen Umständen nicht die!Disziplin der letzten vier Monate mit einem Schlage n! zerbrechen. Die Stadt Tel-Awiw ermahnte in Aufrufen zur Ruhe; die Arbeiterorganisation schloß sich an; während des Begrabnisses wurde mit größter Genauigkeit auf Ordnung gesehen. Und wem! auch in den letztet! Tagen eine Salve aut einen durch Tel-Awiw fahrenden Zug abgegeben wurde (ihr Ur- Sprung ist bis heute nicht aufgeklärt), so ist cs doch bereits deutlich, daß die palästinensische Judenheit auch angesichts der letzten und schwersten Erschütterungen gewillt ist, die ״Mawlagah“ aufrecht/ucrhalten. Die Versammlung der Assefaih Hanlwcharlm Diese ausdauernde Haltung fand ihre offizielle Bestäfigung in den Diskussionen und Beschlüssen der außerordentliehen Sitzung der Assefath II an i wchar im in Jcru- Salem. In dieser offiziellen gew.ihlien Vertretung der palästinensisehen Jmlenheit, an der ihc-cs Mal als geladene (iaste noch, eine Reihe von prominenten Persönlichkeiten aus dem ganzen lande teilnaiun, wurde trotz mancher Kritik und Opposition die bisherige Politik der jüdischen Führung gestutzt und bei verstärkten Anstrengungen ihre Weiterf ü 11 r 11 11 g beschlossen. Die Versammlung arbeitete unter dem unerträglichen Druck der 1 liobposten, die während der Diskussionen aus Jaffa und anderen Steilen des Landes eintrafen. Sie ließ sieh dcnno<h mein von ihrem Kurs abbringen und publizierte ein ausführliches Statement, daß die Ereignisse der letzten Monate zusammeulaßt und die judisehen Forderungen nochmals formuliert. Als Antwort auf den arabischen Kampf werden keine Racheakte proklamiert: dagegen verlangt die Leitung des Jisehuw von der Regierung eine unmißverständliche I Initimg gegenüber den Arahem und für jeden Juden im Lande das Recht, zu seiner Verteidigung Waffen zu tragen. Eur diejenigen Juden, die wegen Waffentragens unter Prozeß stellen, wird Amnestie gefordert. Die Sitzung der Assefath I iamweharim in Jerusalem geht unmittelbar der Beratung des A k t 1 o n s - (I o m i t c s in Zürich voraus, zu dem sieh heute diejenigen Mitglieder begehen, die noch nicht im Auslände sind. Die Palästinenser bringen zu dieser Sitzung den Beschluß, den Kampf im Lande unerschuttcrt weiterzufuhren und an der jetzigen Politik festzuhalten. Die arabische Versammlung verboten Die Versammlung des Obersten arabischen Rates zusammen mit den lokalen Streikkomitees, die morgen in Jerusalem zusammentreten sollte, ist vom Oberkommmissariat verboten worden. Dieser Beschluß, der ebenso wie die Sperrung der Jaffaer Straßen als Antwort auf die letzten Gewalttaten erfolgt und auch als solche erklärt worden ist, zeigt, daß auch der übermäßig geduldigen englischer! Regierung jetzt die Geduld zu reißen beginnt. Line Stadt, in der barmherzige Schwestern niedergeschossen werden, wird gesperrt. Line Führervcrsamnilung, die solche Akte initiiert (Hier duldet, darf nicht zusammentreten. Es verlautet, daß der Oberste arabische Rat sich bemühen wird, eine kleinere Zusammenkunft einzuberufen. Die arabische Delegation aus London, die gestern hier erwartet wurde, wird erst am 25. d. M. hier «intreffen. Und wieder die Frage: Wie lange noch? w ir haben uns in Palästina an das Unwahrscheinliche gewohnt. Wir lernen jeden Tag von neuem, daß Taten möglich sind, die zuerst phantastisch erscheinen und sich dann als wirklich heraiisstcllcn. Und wir sind äußerst vorsichtig im Prophezeien geworden, weil die Ereignisse immer wieder andere Wendungen genommen haben, als auch die ״Kenner“ es annahmen. Wir können nur registrieren: Wir haben von neuem in Palästina eine Sturzwelle des Terrors von bisher ungeahnter Mächtigkeit. 1 'ml wir habet! von neuem die I mpfimlung, daß das {»rauen mcIi kurz vor der־ Entscheidung zusammcnballt. Der Moni ui llebnin muß auch für die Araber ein Warmingszeithen soii, daß in ihrem Lager das Chaos ausziibrechcn droht. Alle■- scheint auf ein Durchhauen des Knotens hinzudeuien. Aber auch dieses Mal können wir uns täuschen ... (iliasi und unter Teilnahme des dortigen englischen Botschafters stattfand. ״belesiin“ ist der Ansicht, daß die Vermittlungsversuche von Bagdad um) anderen arabischen Hauptstädten aus möglicherweise schon in einer Woche Erfolge zeitigen werden. Die Zeitung ״Adifaa“ berichtet in ähnlicher Meise über die Konferenz und erwähnt noch die Teilnahme von Nuri Pasha. Das O b e r s i e Ar a b i s c h e K o m i t e e hielt eine Sitzung, tun über die von Nuri Said geführten Verhandlungen zu beraten. Ragheb Nashashibi nahm an dieser Sitzung nicht teil; offenbar hat sich die Spannung /wischet! Hussein! und Nashashibi verschärft. Außenminister Nuri Pascha hat sich Montag zu Besprechungeti mit Emir Abdullah nach Amman begeben, Konferenz beim High Commissioner Jerusalem, 21. August. (TJA.) Soeben ist bekannt geworden, daß High Commissioner Sir Arthur Wauchope den Außenminister des Irak, Nuri Pasha Essaid, den Iransjordanischen Premierminister Ibrahim Pascha Haschen!, den Kommandanten der transjordanischen Luftstrcitkräfte, Pierce, den Chefsekretär der Palästina-Regierung, John Hathorn Hall, den Gcneralstaatsanwalt T r 11 s t e d, das Mitglied des Regierungssekretariats Rttchi Abdul Hadi und den Pressechef Tweedy zu einer Beratung eingeladen hat. Man ist allgemein der Meinung, daß der High Commissioner in dieser Besprechung versuchen wird, irgend- «ine Lösung des Pal ästin an rohlcms zu finden. Die Konferenz, der außerordentliche Bedeutung /«geschrieben wird, wird als ein Versuch des High Commissioner angesehen, die Regierungen des Irak und Transjordaniens zur Vermittlung in dem gegenwärtigen Konflikt zu bewegen. Vermittlungsversuche f