Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 41 (1936)
- Issue
- Heft 67 (21.8.1936)
- Date
- 1936-08-21
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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Haifa, die Hafenstadt mit dem Hadar Hakarmel, Tel-Awiw, das rein jüdische Zentrum, und Jerusalem, wo die Denkmäler einer uralten Kultur neben den Erzeugnissen der modernen Technik stehen, jedes ist eine Welt für sich. In Jerusalem aber hat hinwiederum jede Schechuna (Stadtviertel) ihr eigenes Gepräge; nicht nur die Altstadt mit ihren tausendjährigen Traditionen, auch zwischen den neueren Vierteln sind charakteristische Unterschiede. Neben dem ganz modernen Rechavia liegt in unmittelbarer Nähe Schaare Cliesed, das ganz den Stempel des alten Jisehuw trägt. Rechavia ist eine der neuesten und schönsten Schechunoth, schmucke, 1. T. komfortable Häuser, mit allen Bequemlichkeiten, hübsche Gartenanlagen, und dabei der wunderbare Ausblick aut die Berge und Hügel der Umgebung. Rechavia ist zuin großen Teil von Deutschen bewohnt, die den verschiedensten Berufsarten angchören: Neben Aerzten und Rechtsanwälten (die cs in jeder Schechuna in großer Zahl gibt), Direktoren, Beamte der Regierung, der Stadt und der Jewish Agencv, Professoren, Angestellte, Geschäftsleute usw. In religiöser Beziehung genießt Rechavia keinen sehr guten Ruf. Während in dem benachbarten Schaare-Chcsed vollkommene Schabbatruhe herrscht, und an den Eingangsstraßcn Hinweise zu lesen sind, daß am Schabbat der Verkehr mit Autos, Rädern und Wagen verboten ist, sausen in Rechavia auch am Schabhat die Autos durch die Straßen und zerstören das Bild des jüdischen Ruhetages, wie es die streng religiösen Schechunoth bieten. Es ist zwar heute in Haifa und Tei-Awiw nicht viel anders; aber in Jerusalem, in der heiligen Stadt, wirkt diese Durchbrechung der Schabbatruhe viel aufreizender. Man spricht von der Notwendigkeit der Einordnung der Einwanderer in wirtschaftlicher, in gesellschaftlicher, in sprachlicher Beziehung; aber es gibt auch eine Einordnung in geistig-kultureller Beziehung. Es kommen viele hierher, die keinerlei Tradition besitzen. Sie wissen nichts von der Vergangenheit ihres Volkes, nichts von jüdischer Kultur, und sie sind auch ohne jedes Verständnis für die Heiligkeit des Landes. Sie verlegen einfach ihren Wohnsitz von Berlin W oder von Hamburg nach Rechavia. Sie fühlen nicht das Bedürfnis, ihre Lebensgewolinheiten irgendwie zu ändern und der neuen Umgebung anzupassen, sie glauben, daß die Verhältnisse sieh ihnen anpassen müssen; und dies muß notwendig Zusammenstöße bewirken. Es ist natürlich, daß die religiösen Elemente des alten Jisehuw mit Erbitterung auf Ankömmlinge blicken, die des religiösen Empfindens völlig bar sind, daß sie z. B. die Eröffnung eines neuen Cafes, vor dem am Schabbat die Autos stehen und in dem öffentlich geraucht wird, als eine Herausforderung betrachten. Die Legende berichtet, daß R. Isaak Luria, der große Kabbalist, der in Safed lebte, am Freitagabend mit seinen Schülern auf das Feld hinausging, um im Angesicht der untergehenden Sonne den Schabbat zu empfangen. Es ist eine eigene Stimmung, wenn die Dämmerung hereinbricht und von den umgehenden Bergen der Friede und die Ruhe des Schabhat sich aut die Gottesstadt herabsenkt. Man muß das nachfühlen können, aber es ist begreiflich, wenn mancher es als eine Rohheit empfindet, wenn man diese Stimmung durch sein Verhalten stört. Es ist gewiß bei den meisten nicht böser Wille, sondern nur mangelndes Verständnis. Es hat deshalb auch gar keinen Sinn, wenn jugendliche Stürmer mit Gewaltmitteln und Demonstrationen dagegen Vorgehen wollen. Aber es müßte wenigstens der Wille vorhanden sein, sich einzuordnen und Verständnis zu gewinnen. Oie Liebe zur Wirtschaft des Kibbuz In der Zeitung des Kibbuz meuchad ״Mibbifnim“ schreibt ein Mitglied aus Naane: ״Wer den Puls unseres Lebens fühlen will, den Puls sch lag des Aufbaus unserer Wirtschaft, der verlasse in grauen Nächten das Lager und gehe zu den Böden jenseits des Eßraums und der Zelte und lausche dem Rieseln der künstlichen Regenspender. Nacht für Nacht findet man Menschen, die in der Dunkelheit herausgehen, um den Feldern das ersehnte Wasser zu spenden. Es war nicht leicht für sie, das Anrecht auf das Wasser zu erlangen. Wenn man am Schabbat frül! aufstellt, kann man die Menschen von den verschiedenen Wirtschaftszweigen mit ganzer Seele um einen Tropfen Wasser, um eine halbe Stunde Bewässerung kämpfen sehen. Eine sagt: ״Gestern haben wir erst ohne Wasser ausgcpflanz.t — es wird alles zugrunde gehen.“ Ein anderer: ״Das Feld dürstet schon so lange — ich muß bewässern.“ Ein Dritter: ״Im Pardess welken schon die Blätter und die Frucht trocknet ein." Und ein Vierter: ״Noch nicht einmal am Schabbat soll genug Wasser da sein, damit sich die Menschen richtig waschen können.“ Und alle stehen da und überdenken die Lage und die Köchin weiß nicht, wie sie sich einrichten soll, bis schließlich einer kommt und meldet: ,.Es ist kein Wasser mehr da.“ Und geh am Abend in das Sekretariat des Kibbuz. Dort sitzt der Kassen- Verwalter umgeben von allen, die ein Anliegen haben. Dort verlangt einer Geld für Arbeitsmaterial, sonst muß die Arbeit stillgelegt werden. Und einer ist krank geworden und für ihn wird eine Summe beantragt. Die Kulturkommission will Geld für Theaterbesuch. Schon mehr als ein halbes Jahr war niemand mehr im Theater. Seit zwei Monaten ist keine Unterstützung mehr an die Eltern im Ausland geschickt worden. Al! das kommt über den Kassen- Verwalter und der streicht die Ausgaben hier und dort. Das Theater fällt ganz weg, an die Eltern kamt man nur halb soviel schicken, wie vorgesehen war, der Kranke muß sich irgendwie behelfen und für Arbeitsmaterialien kann nur ein Drittel der geforderten Summe bewilligt werden. Ist irgend etwas Neues an dieser Erscheinung? Es ist nur natürlich, daß es unter uns Menschen gibt, die immer bereit sind, für die kein Acht-Stunden-Tag existiert, die monate- und jaltrclang keine Erschöpfung und keine Müdigkeit kennen, die kein Buch lesen, die spät mit ihrer Arbeit fertig werden und aut die man dann schon in der Sitzung wartet. Für sie!st das Leben in der Kwtizah eine me endende Anspannung aller Kräfte, ein Verzicht auf Annehmlichkeit und Ruhe im Leben. Ihr Gedankenkreis scheint ״beschrankt“, hingegeben an kleine Sorgen, an Alltägliches, aber sie schaffen die Basis für uns alle. Ihr Mark, ihre Kraft, ihre hingegebene Jugend - halten unser Werk zus a m m e n." Tel-Awiw, im August 19% Ohel-Premiere: ״Benjamin III.” Anläßlich des 100. Geburtstages Mcndele v.her Sfarims bringt Ohel ״Benjamin III.“ heraus. Das Werk wurde vom Autor nicht nur in jiddischer, sondern auch in hebräischer Sprache geschrieben. Also ein original-lieb:: ‘ dies Stück, nach Bistrizkis ״Schabbatai Zwi“ das zweite größere, das zur Aufführung gelangt. Es nimmt wunder, daß es eines Jubiläums bedurfte, um sich bei der permanent beklagten Repertoire-Not daran zu erinnern. Denn wären etwa Bedenken vorhanden gewesen, weil es sich wiederum um dramatisierte Ghetto-Romantik handelt, so müßten diese Bedenken gerade in einem Augenblick verstärkt ins Gewicht fallen, in dem die alästinensische Bühne allmählich beginnt, Beziehung zu eutigen Problemen zu entwickeln. Trotz der hebräischen Urfassung und obwohl das Reiseziel der beiden Helden Palästina ist, haftet diesem an sich bezaubernden Episoden-Spiel nichts ״Neu-'öihistinensisches“ an. Nicht Erez Israel, Erez Jisroel heißt bei Mcndele das Land der Sehnsucht. Die Vorstellungswelt Benjamins und Senders, Prototypen von Millionen Ghetto-Juden, ist erfüllt vom Geiste des Midrasch und der Agada, des Talmuds und des T’nach. ihr Traum ist der Traum vom Erscheinen des Moschiacn, vom Erschallen des Schofar-Tons, der die Erlösung verkündet, oder zumindest — vom ״Begrabensein in Erez. Jisroel“. Sie sind keine Kämpfer, keine Pioniere, keine Männer der Praxis und cs wirkt infolgedessen unwahr, wenn man ihnen hier (in der Bearbeitung von A s h m a n) zionistische Programmsätz.e in den Mund legt. In Jiddisch war uns das Ganze näher. Man kommt hier wieder, obwohl vom Autor aus ein original-hebräisches Manuskript a u e h vorliegt, zu der gleichen erstaunlichen Feststellung, die man immer wieder hei den Stücken Schalom Alejclfems und anderen äiinlichen Milieus machen mußte: die Transponierung solcher Stücke ins Hebräische gelingt weit weniger als die Ueberfragung eines Stückes aus jeder anderen uns weit fremderen Sprache. Dem Regisseur Mosche Halevy gelingen einige Bilder von starker Wirkung. So der Antritt der Reise - mit dem rechten Fuß natürlich —die Nachtszcncn im Gespensterwald, und die Diskussion im Badcimus. Aber an die Aulnahme-Willigkeit des Zuschauers werden starke Anforderangen gestellt. Die Vorstellungsdauer müßte um etwa eine Stunde gekürzt werden. Das wäre nicht nur durch wesentliche Text-Streichungen zu erreichen, sondern vor allem durch generelle Steigerung des überaus schleppenden Tempos. Es ist schade, daß der sentimentale, moralisierende Schluß, den Halevv schafft, diesen Eindruck der Schwere eher verstärkt als lockert. Benjamin ist M a r g a 1 i 111. Er beweist von neuem seine schauspielerischen Qualitäten, bleibt jedoch etwas zu stereotyp in Sprache und Bewegung und erreicht nicht die außerordentliche Wirkung seines ״Schwcjk“. Hervorragend jedoch, wenn er als jüdischer Don Quichote im dunklen Wald mit nicht vorhandenen Hindernissen kämpft, liebenswert das Zitfern seines Bärtchens, das Singen eines Nigun. Die Rolle Senderls, des treuen Begleiters, ist bei S c h ’ C h o r i in guten Händen. C n a a n i ist bestimmt ein begabter Schau- Spieler, muß jedoch noch seine Note finden und seinen voluminösen Baß um vieles dämpfen. Einstein schadet auch diesmal seinen Figuren durch eine überaus pathetische Sprechweise. Die Frauen des Ensembles entfernen sich nicht von der schemahaften Typisierung, die für solche Roller! leider auf den palästinensischen Bühnen Mode ist. Zu vermeiden wäre, daß auftretende Personen wiederholt hinter Kleine Nachrichten ln der Londoner ״Times“ appelliert angesichts der furchtbaren Untat von Safed P. ü u y an die 20 c!1glischen Untcrhausmitgliedcr, die nach Ernennung der Untersuchungskommission erklärt hatten, sie würden sieh für die arabische Sache einsetzen. Guy fordert diese proarabischen Engländer aut, sic mögen in der englischen und palästinensischen Presse eine deutliche Brand mark 11 ng der erwähnten Untaten veröffentlichen. Die beiden jüdischen Wächter Aron Nehama und Chaim Tzafam, die am 31. Juli wegen unbefugten Waffenbesitz cs zu sechs bzw. sichen Jahren Zuchthaus verurteilt worden waren und gegen dieses Urteil Berufung eingelegt hatten, standen vor dem Appellationsgcricht in Jerusalem, das das Urteil gegen Nehaina bestätigte, während Tzafams Zuchthausstrafe von sechs auf fünf Jahre reduziert wurde. In Jerusalem, wo bisher als einzige Stadt in Palästina eine gemeinsame arabisch-jüdische Handelskammer bcstanden hat, ist nunmehr eine besondere arabische Handelskammer gegründet worden, deren Ehreripräsident der Leiter der Arabischen Bank, Achtnad Hilmi Pascha, ist. Die gemischte arabisch-jüdische Handelskammer bleibt daneben bestehen. Bei einer Durchsuchung von Tulkerem wurde durch Polizei und Militär eine Werkstätte zur Erzeugung von Schießpulver entdeckt. In Bajit Wegan wurden 1400 Weinstöcke ausrodet. Die französischen Behörden in Syrien haben den von den arabischen Nationalisten Palästinas beauftragten Agitator M ti e n B c y Magi, der unter der arabischen Bevölkerung Syriens für die Forderung der palästinensischen Araber Propaganda machen und Mittel für das Oberste arabische Komitee aufbringen sollte, ausgewiesen. Der ermordete Bürgermeister von Hebron, Naser Eid in, war einer der Hauptangeklagten in dem Mordprozeß Slonim in Hebron im Jahre 1929. Trotz schwerer Belastungsmomente gegen ihn wurde er damals freigesprachen. Im Zusammenhang mit der von uns gebrachten Meldung über -eine Protestkundgebung des Verbände:; der Jüdischen Aerzte-Organisation Palästinas wegen der vor der Auswanderung betriebenen Krankenversicherung künftiger palästinensischer Einwohner wird uns jetzt mitgeteilt, daß der Szene ihr Erscheinen ziemlich laut, dafür aber mit unverständlicher Artikulation ankündigcii. Das zum Teil sehr gelungene Bühnenbild — besonders hübsch das Gewitter im Wahl — besorgt unter Verwendung der Drehscheibe Jizchak 1־ r e!1 k e 1 in guter Bilderbuch- Manier. Für die musikalische Untermalung zeichnet M. L a v r i, der ein paar hübschen Nigunim (Marsch-Rhythmus, Akdarnofh Milim, W'tolichcnu komamiuth l’ar/enu) zur richtigen Geltung zu verhelfen weiß. Matate-Premicre Wahrlich keine Kleinigkeit, in Zeilen wie diesen den Humor nicht zu verlieren. Den Matate-Leutcn gelingt es, in ihrem 40. Programm bei allem Ernst der palästinensischen Situation und trotz strenger Zensur seitens der Regierung, ein aktuelles und unterhaltsames Programm licraus/ubringeil, als dessen Verfasser Abraham Avidor zeichnet. Der Autor hat sich offenbar gründlich mit der Frage beschäftigt, wie der Normalzustand in Palästina wieder zu schaffen sei, und kommt zu einer Lösung, die, wäre sic in die Praxis umzusetzen, gewiß in kürzester Zeit Friede und Eintracht wiederherstellen wurde: Im RegierungslaboratOTium ist man eifrig mit Versuchen beschäftigt, ein neues Serum zu erfinden. Der endliche Erfolg ist verblüffend. Jeder mit diesem Serum (jeimpfte, sei cs Araber oder Jude, ist restlos mit sich und seiner Umwelt, sei sie jüdisch, englisch oder arabisch, zufrieden und alle Rcibtmgsfl,heben sind beseitigt. Der Name dieses neuen Serums ist ״Mabsuton“ (vorn arabischen ״mabsut“ zufrieden lurkonmiend). Solchermaßen geimpft, geht der illegale Einwanderer Cliairn Pic/inoga, den mau ans dem (lüaiignis;11s Versuchskanindien holte, durch das Pal.istina unserer Tage, alles durch die ro-enrote Brille sehend, mit r,!!verwüstliebem Optimismus, an dem wir uns 1׳m Beispiel nehmen sollten, und eien ihm durch eine (fegen Injektion zu rauhen, sich 11 ich t einmal ein Tel-Awiwcr Aer/te-Konsilium entschließen kann, dem er als hofinungsloser Patient vorgeführt wird. Die Regie besorgt diesmal ela- Kollektiv selbst. Besonders gelungen die Szene im Gefängnis. Hier wird die Grenze des harnt ios-ka bar cl! ist iseiien Ulks weit iiher-chritten, und es entstellt eine Wirkung ähnlich der, du; vom Galgenhumor der Bcttlers/eneii der ״I >rei-( iroschen-( )per" ausdrömt. Im Aer/tc-Bild erkennt man einige Tel-Awiw er Kapazitäten wieder. Die Jaffaer Huchtimge vorwiegend Jemeniten — protestieren gegen 11 ie ihnen gänzlich ungewohnte ciiropäisclie Kost, die ihnen verabreicht wird. Die offiziellen Communiqiies des palästinensischen Rumliuiiks -e Idicln n mit einem Räuspern des Sprechers, (ur das er, damit es nicht falsch verstanden werde, sich mit einem ״Shcha'־ entschuldigt. Wenn wir uns dem Optimismus Chaim Poc/inogas auch in allem gern ansehließcn wollen wenn er aber für Afuleh (Hauptstadt des Emek) einen Hafen prophezeit, so heißt das zu weit gehen. Die Matate-Schauspieler!missen ein Kollektiv-Lob entgcgcnnelnncn. Imanuel Luft glas schafft ein bezauberndes Bühnenbild voller Barben und luihseli er Einfalle (Laboratorium, Tischltin-deck-dieh, Oau-Meir). Die kleine Revue gewinnt außerordentlich durch die Musik der jungen Koniponistin Vardina S h 1 o n s k i. liier wird eine eigene Note spürbar, die durch einfallsreiche Vertonung der Chansons (Texte: Nathan A 11 e r in a n 11), Gefühl für Rhvthmus und durch parodistischc Begabung gekenn/ciclmet ist. lös wäre sehr erfreulich, wenn Mat,־!Ui sich bald eine kleine Jazz- Kapelle feisten konnte, zur Ergänzung des Klavierspiels, das an diesem Abend von I ran E i 11 k c I s t e i 11 mit viel Schwung besorgt wurde. M a 11 f r e d G c i s zwischen der Aerzte-Organisation und der Kupafli Cholin! eine Einigung erzielt wurde, die dahin geht, daß die Kupath Cholim vor der Auswanderung nur diejenigen Bewerber aufnimmt, die in Palästina Arbeiter sind. Die ärztliche Fürsorge für die anderen Kategorien der Bevölkerung obliegt nach wie vor den freien Aerzten. Die Na ׳!!rieht, daß zwisehen dem Aer/teverhand und der Kupath Cholin! eine Emigung zustande gekommen ist, wird gewiß von der Oetfeutiidikeit mit Befriedigung aufgemmmien werden. Ein Gesuch des W'aad Lei!!111 und der Agndath Israel an die Regierung um Schutz m .1 II n a!1 m e n für diejenigeii Jude״, die im Monat I du! das Gral) Rah eis besuchen wollen, ist vom Gouverneur von Jerusalem absch tägig beschicdeii worden. ln einer Sitzung des Ausschusses ft 11 Flüchtlingsfürsorge in Tel-Awiw, an der Miß Henrictta S/old und andere führende Persönlichkeiten tciliiabnien, wurde heschlossen, die FIücl1tling־sk1k lu i! und -heime a 11 f /!1 1 ö s e n und den bedürftigen I liiehtlingeii ücldiinferstiitzimg für Quartier und Beköstigung zu gewahren. Es ist geplant, eine Anzahl von Flüchtlingen in l’etach T ikwali an/iisiedeln. Zur Zeit gibt es in Tel-Awiw 1711) l'lu! htiingc, von denen 2000 sich teilweise seihst erhalten können. Wie Rabbiner Dr. A. l’osner, Jerusalem, mit teilt, wird der von ihm im verganguren Jahre veranstaltete Gottesdienst nach deutschem Ritus auch in diesem Jahre zu den hohen Feiertagen ahgehalten werden. Ort: Betli sepher lebanim an der Jaffastraße, gegenüber dem italienischen Konsulat. Kartenverkauf mir: ״Photo-Supply", Jaffastraße, Ecke King George. _ Kurse palästinensischer Papiere. Am 1 ). August haften die wichtigsten palästinensischen Wertpapiere in Tel-Awiw folgendc Kurse: Allgemeine Hypotheken-Bank: 5 ״״ige Pfandbriefe 1938/55 97; 6 ״״ige Pfandbriefe!9 3 1 54 102; 6 ״. ige kum. Vorzugsaktien 106!: gewöhnliche Inhaber-Aktien 10$C. — P. L. D. C.8 Gewöhnliche Inhaber-Aktien 100; 6 ״״ige kum. Vorzugsaktien 961״. — Keren Kajemeth Lejisrael: 2!.. ״,ige Pfandbriefe 65. — Bizur: ()״״ige Pfandbriefe <W. — Palestine Potash: 51,.״0 ״ige kum. Vorzugsaktien s. 16 0. Bar Mizwah-Termine Am 29. AuffUst (11. J'.'iul): joiu; 11 o y m ,1 1111, Sohn von Als'ons lleymann, Uayit Wenau bei Tel-Awiw. (Schluß des Palästina-Teils) 1! I! 1 I f. HUGO JACOB ANFRAGEN! IATIKMTIOKALE SAMUEL- UND (FRÜHER IN FIRMA JACOB A VALENTIN) VBEBSEfi-VEBKEHBS• O- MBH Frachtagentur der London & North Eastern Rallway für den Schnellverkehr BERLIN NW 40 / HEIDESTRASSE 73 Hoek van Holland Harwich. — Ablieferung binnen 20 Stunden ab Berlin (nah• Lehrter Bohnhof) / Fernsprecher! Sammel-Nemmer c 5 4718 Umzüge nach E n g I a n d ohne Umladung in Fahrbootwogen / Expedition von Reisegepäck int täglichen ladungsdienst / Umzüge nad! dem Ausland und Ubersee in liltvans