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Jüdische Rundschau · 1936-08-21 · Heft 67 (21.8.1936) · page 3

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
41 (1936)
Issue
Heft 67 (21.8.1936)
Date
1936-08-21
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Nr. 67, 21. VIII. 1936 JÜDISCH F RUNDSCHAU Seife 3 Die jüdische Auswanderung aus Deutschland / ל«־״ In den nächsten Tagen erscheint im Verlag der Jüdischen Rundschau" eine Broschüre von ür. Michael Traub über: ״Die jüdische Auswanderung aus Deutschland", in der sich der Verfasser mit den Problemen der jüdischen Wanderung aus Deutschland nach Westeuropa, Ucbcrsee und Palästina beschäftigt. Wir drucken nachstehend aus dieser wichtigen Publikation, auf deren Bedeutung wir noch eingehen werden, einige besonders interessante Abschnitte ah. (Red.) ״Der Mensch“ Rabbi Meier pflegte zu sagen: Woher weih tA, dab au* ein Heide, der si* mit der Tora besAäftlgt einem Hohepriester glelAslehl? Well die SArifl lehrt: ,Wahrei meine Salzungen und meine ReAlsgeheilte, welAe der MensA lul und lebt durA sie3) ״.B. M. 18,5) Priester, Lewiten, Israeliten - Isl niAl gesagt, sondern: der MensA! Jaden in Deutschland und Waaderungaproblem Die Juden in Deutschland wurden durch das schicksalhafte Geschehen unserer Zeit in die gemeinsame Front jüdischen Lebens liineingestellt. Jahrzehnte hindurch standen viele von ihnen abseits, fühlten sich autochthon und eingewurzelt und kannten nur von der Au Ben Perspektive die Probleme, die große Teile der Weltjudenheit bewegten. Mitfühlend nahmen sie Anteil an ihren Nöten, verspürten sie aber nicht im eigenen Lebensraume. Unerwartet und schmerzvoll offenbarte sich ihnen jiidische Schicksalsgemeinschaft i n der W a n d e r b e w e g u n g der letzten Jahre. Als sie notgedrungen zum WamH'rstabe griffen, verkannten sic aber oftmals die Probiem.itik dieses Wandernrozesses in seinen geschichtlichen und sozialen Zusammennängen und übersahen die Erfahrungen, die Millionen jüdischer Menschen außerhalb Deutschlands auf ihren jahrzehntelangen Wanderungen gesammelt hatten. Nicht nur die Lehren der jüdischen Wandergeschichte, die Tatsache selbst, daß Millionen jüdischer Menschen seit 1881 gejAvungen waren, Osteuropa zu verlassen, daß unsere eigene Auswanderung nur einen geringen Bruchteil dieses jüdischen Wanderstromes bildet, war vielen Juden in Deutschland 1933 nicht gegenwärtig. Erst auf der Suche nach neuem Lehensraum (oftmals erst in den Landern der Einwanderung) sahen sie Umfang und Bedeutung der gewaltigen jüdischen Auswanderung aus Osteuropa und erkannten die Gesetzmäßigkeit, die dem jüdischen Wanderprozeß unabhängig vom Lande der Auswanderung inncwolmt. Sowohl für die Betrachtung jüdischer Auswanderung aus Deutschland als für die Festlegung der kommenden jüdischen Wanderpolitik ist diese Kenntnis der Tatsachen und Probleme der allgemeinen jüdischen Wanderbewegung außerhalb Deutschlands von grundlegender Bedeutung. lieh und in erheblichem Maße auch kulturell in das Gesamtgefüge des Landes Ungegliedert. Allerdings waren die Schwierigkeiten der geistigen Anpassung größer als die der wirtscliaftlichcn Eingliederung. Die meisten Einwanderer waren vor 19153 dem Judentum entfremdet, viele standen dem Zionismus und den Bestrebungen des Palästina-Aufbaus fern. Trotz dieser relativ ungünstigen Vorbedingungen vollzog sich innerhalb der eingewanderten jüdischen Jugend auf palästinensischem Boden in sehr kurzer Zeit ein intensiver geistiger A u s g I e i c 11 u 11 g s pr o z e IS, und selbst die älteren Einwanderer paßten sich nach Ueberwindung der ersten sprachlichen Schwierigkeiten den kulturellen Forderungen der neuen jüdischen Heimat vielfach an. Dank der durch die Erlebnisse der letzten Jahre bedingten Entschlossenheit zur geistigen und sozialen Umstellung wurde die Alijah aus Deutschland zu einem wichtigen Faktor im Aufbau des Landes, dessen Entwicklung sie weitgehend gefördert hat. Mögen manche der Einwanderer den Sinn des Palästina-Aufbaus und den Unterschied zwischen der Einwanderung nach Erez Israel und nach anderen Immigrationsländern verkannt haben, — die große Masse der jüdischen Einwanderer aus Deutschland hat schon nach kurzer Zeit den Weg in die jüdische Gemeinschaft Palästinas gefunden und die Probleme des Aufbaus als die ihrigen erkannt. Im Gegensatz zu anderen Immigrationsländern, in denen die Lage der einheimischen jüdischen Bevölkerung durch den Zuzug größerer jüdischer Einwanderungsmassen häufig er• schwort wurde, hat daher die Einwanderung der Juden aus Deutschland nach Palästina die wirtschaftliche und politische Gesamtsituation der palästinensischen Judenheit gefestigt, gleichzeitig aber auch ein wichtiges Aufnah mereservoir für weitere jüdische Einwanderung aus Deutschland nach Palästina geschaffen. Jüdische Auswanderung nach dem Kriege Nicht mir Ausmaß und Tempo, auch Richtung und Tendenz der jüdischen Auswanderung haben nach dem Kriege eine wesentliche Aenderung erfahren. Während vor dem Kriege 80—85 ס/יי sämtlicher jüdischer Auswanderer nach den Vereinigten Staaten zogen, und nur 2,5 0׳״ sich in Palästina niedcrließen, wanderten während des letzten Jahrzehnts zirka 15 ".״ nach den Vereinigten Staaten und 35״,״ nach Palästina. Insgesamt immigrierten von 1926 bis 1935: Nach Palästina 177 115 Juden Nach den Vereinigten Staaten 77 317 Juden Nach Argentinien 50 506 Juden Nach Brasilien 33 333 Juden Nach Kanada 21619 Juden Nach Südafrika 15 169 Juden Nach Uruguay 1130-1 Juden Nach westeuropäischen und anderen transozeanischen Ländem zirka 110 000 Juden zirka 500 000 Juden. So hat Palästina während dieser zehn Jahre fast ebenso viel (83״׳״) jüdische Auswanderer aufgenomnicn, wie sämtliche transozeanischen Länder zusammen. Besonders stark war der Anteil Palästinas an der gesamtjüdischen Wanderbewegung während der letzten drei Jahre. Von insgesamt zirka 1000 70־ Juden, die von 1933 bis 1935 nach Palästina und nach Ucbcrsee zogen, entfielen auf Palästina 134 227 (79 ״״), auf Ucbcrsee zirka 36 000 (21 ״>). Die jüdische Auswanderung 11a c: h Palästina vv a r während dieser drei Jahre viermal so groß wie die nach IJebersee. Bedingungen der Eingliederung Die Erkenntnis, daß Einwanderung und Niederlassung in außcrpalästineusischcn Ländern das Judenproblem nicht lösen kann, daß der Jude in all diesen Ländern sein geistiges Leben und seine .soziale Struktur nicht normalisieret! kann, war zionistisches Gedankengut schon vor dem Kriege. Am Beispiele jüdischer Wandergeschichte erkannten wir, daß dauernde Eingliederung großer jüdischer Massen in einem Einwanderungslande zwei primäre Bedingungen voraussetzt: 1. Normalisierung der sozialen Struktur und Teilnahme nicht nur an den letzten, sondern auch an den primären Stadien des Produktionsprozesses. 2. Normalisierung des kulturellen Eigenlebens und Schaffung von Bedingungen, die eine normale geistige Entwicklung ermöglichen. Die Verwirklichung dieser Bedingungen setzt die Schaffung einer eigenen autonomen Gemeinschaft voraus, in welcher die wichtigsten Stadien des Produktionsprozesses sich in jüdisehen Händen befinden, in welcher aber gleichzeitig auch der Entwicklung jüdischen Geistes und jüdischer Kultur, dem normalen jüdischen Eigenleben auf sämtlichen Gebieten mensch• liehen Schaffens keine künstlichen politischen oder Wirtschaftliehen Schranken gesetzt werden. Diese zionistische Erkenntnis ist kein theoretisches Postulat, sondern die praktische Folgerung aus der Betrachtung eines gewaltigen Wanderprozesses, der Millionen jüdischer Menschen außerhalb Deutschlands im Laufe der letzten Jahrzehnte erfaßte, und der in seiner inneren Gesetzmäßigkeit richtunggebend auch für die jüdische Wandcrungspolitik in Deutschland werden muß. Die Auswanderung nach Palästina Die Juden, die während dieser dreieinhalb Jahre aus Deutschland nach Palästina gingen, haben sich Wirtschaft¬ Die Zahl der Juden in Deutschland Seit dem 1. Februar 1933 hat sich die jüdische Bevölkerung Deutschlands um zirka 112 000 Seelen verminder t, und zwar um zirka 98 000 Seelen durch Auswanderung und um zirka 14 000 durch n a t ü rliehe Abnahme. Von zirka 517 000 Seelen Anfang 1933 ist somit die jiidische Bevölkerung in Deutschland auf zirka 405 000 Seelen am 1. Juli 193b zurückgegangen. Die relative Ver m indem n g der jüdischen Bevölkerung vollzog sich in keinem Lande der Welt in solch schnellem Tempo wie in Deutschland, erreichte sie doch hier im Laufe von dreieinhalb Jahren über 21 «0. Der Ucberalterungsprozeß der Judenheit Deutschlands, der bereits bei der letzten Volkszählung in Erschcimmg trat, hat sich während der letzten drei Jahre sehr verstärkt. Die Altersgruppen unter 20 Jahr e 11, die bereits von 1925 bis 1933 von 26 ״<׳ auf 21 "״ zurüekgegangen waren, bilden jetzt wahrscheinlich nur noch zirka 16״.״; die von 20 b i s u 111 e r 45 Jahre 11, die sich von 41 ״״ auf 39 ״» vermindert hatten, zirka 33״«, während die der Altersgruppen über 45 Jahre, die 1925 33 "o und 1933 40 «״׳ gebildet haben, jetzt wohl zirka 51״« der jüdischen Bevölkerung Deutschlands bilden. Die Hälfte aller Juden Deutsch• lands besteht daher bereits jetzt aus Menschen, die das 45. Lebensjahr überschritten haben. Welche Folgerungen ergeben sich hieraus für die jüdische Wanderungspolitik, vor allem aber für die mit zimehmen• der Einengung der Einwanderungsländer immer notwendiger werdende Planung und Regulierung der jüdischen Wanderbewegung? Das für die Auswanderung geeigneteste Alter lig״t wohl zwischen 18 und 40 Jahren. In diesem Alter befinden sich zirka 27,5 der jüdischen Bevölkerung Deutschlands, d. h. zirka 111 000 Seelen. Selbstverständlich ist nicht mit der Auswanderung dieser ganzen Altersgruppe während der nächsten Jahre zu rechnen, andererseits werden mit der Aus- Wanderung der Kinder und der sonstigen jüngeren Angehörigen in zunehmendem Maße die Eitern nachfolgen. Gleichzeitig wird sich auch eine nicht unerhebliche Auswanderung der Altersgruppe unter 20 Jahren vollziehen. Würde es daher gelingen, im Laufe der nächsten fünf Jahre eine jüdische Gesamtauswanderung aus Deutschland von 100 000 Seelen zu ermöglichen, so würde sie wahrscheinlich zu zirka 20 ״« aus Altersgruppen unter 18 Jahren, zu zirka 60"« aus Altersgruppen zwischen 18 und 40 Jahren und zu zirka 20 ״;«י aus Altersgruppen über 40 Jahren bestehen. Unter entsprechender Berücksichtigung der Jahrgänge zwischen 18 und 20 Jahren und zwischen 40 und 45 Jahren ergibt sich somit, daß während der kommenden fünf Jahre zirka 22 000 Juden im Alter unter 20 Jahren, zirka 63 000 Juden im Alter zwischen 20 und 45 Jalsren und zirka 15 000 Juden im Alter über 45 Jahre Deutschland verlassen werden. Da, abgesehen von der Abwanderung der jüngeren Eiemente, mit einem zunehmenden Sterbe ü h e r s c 11 u ß während der kommenden Jahre zu rechnen ist, wird sicli die jüdische Bevölkerung Deutschlands im Laufe der nächsten finit Jahre auf dem Wege natürlicher Abnahme um mindestens weitere 25 000 Seelen vermindern, wobei in erster Reihe naturgemäß die älteren Jahrgänge betroffen werden. Der Gesamtrückgang würde sich infolgedessen bis Mitte 1941 aut zirka 125 000 Seelen belaufen. Die jüdische Bevölkerung Deutschlands würde demnach (bei der Verwirklichung dieses Auswanderung«- planest Mitte 1941 zirka 280000 Seelen befragen. Ihre Altersgruppicrung würde im Jahre 1941 folgendes Bild ergeben: 0—20 Jahre 40000 =_= 14,3 0״ 20—45 Jahre 68 500 - 24,4 ״״ über 45 Jahre 171 500 — 61,3 »<> Das lehrt diA, daft auA ein Heide, der si* mit der Tora besAfifttgt, einem Hohepriester gleiAsteht. b. Aboda sara 3 a Uehersetzt von V. N. Glättet Die jüdische Bevölkerung Deutschlands wurde sich somit bis 1941 fast um die Hälfte (um 1(1״״ gegenüber 1933) vermindern, ferner fast zu zwei Dritteln aus ,Menschen über 45 Jahre bestehen. Die Auswanderung der nächsten fünf Jahre In welcher Weise soll sich nunmehr die Auswanderung der 100 000 Juden aus Deutschland während der nächsten fünf Jahre vollziehen? Bei der Beantwortung dieser Frage gilt es. itianche f ehler der vorhergegangi'iten Wa1uU1r11n:;-pr1־iode /t! vermeiden. Line auf d a 11 e r 11 d e N i e d erlass!! n g gerichtete, cb'ii geistigen und wirtschaftlichen Interes -e״ d! r jmlUcheii Auswanderer Rechnung tragende, jüdische Vamlenmg'poiitik setzt nicht nur die positive Erledigung der I imciM•-! onnaiitäten, sondern vor allein die w i r t s c h a 1' t I i c 11 c l'.i 11 g I i c d e r u 11 g der Auswanderer in den betreficmlcn I inwaiidriuiigsl,ändern und die Schaffung von Bedingungen voraus, die den sozialen G e s 11 n d 11 11 g s p 1׳ o z e 15 und da- Kult u r e I! e 1:1 i g e 11 - leben der jüdischen 1 mvv uudci vnn;t".e ermöglichen. Bei aller Notwendigkeit, das Au-w׳anderung-tempo zu beschleunigen und neue Immigrations/entmi zu erschließen, dar! daher die jüdische Auswanderung au« Deutschland si ich! dort!111,־ gelenkt werden, wo der ehemalige Auswanderer nicht I: i 11 - Wanderer, sondern F i 11 e ii t I i 11 g wird, muß der Zuzug nach Ländern vermieden werden, die in der Rege! nicht Einwar.derungssondern Durch wanderung-dander sind. Daneben darf der grundlegende Unterschied zwischen der Einwandernng nach Palästina und der nach anderen I andern nicht verkannt werden. Jüdische Wanderungspolitik In objektiver Würdigung der Tatsache, daß Palästina nicht in der Lage ist, samiiiehc jüdischen Iuiivanderuiigs- Kandidaten aufziinehmen, wird auch die Zionistische Organisation bestrebt sein, die auf piodukiivc Umschichtung der jüdischen Wandermasse und p',unmäßige Regulierung der jüdisehen Wanderbewegung gerichteten Bestrebungen nach Kräfteil zu fördern. In dieser ihrer Politik wird sie durch die Erkenntnis gestärkt werden, daß viele jüdische Auswanderer sich infolge ihrer geistigen Haltung nicht für Palästina eignen und schon aus diesem Grunde nach anderen Ländern dirigiert werden sollten. Bei aller Förderung der auf außerpalästinensisciic Länder gerichteten konstruktiven Wanderungspläne dürfen wir aber den oben erwähnten fundamentalen Unterschied zwischen 'der Einwanderung nach Palästina und der nach anderen Ländern nicht verkennen. Nicht mir die Notwendigkeit, den Aufbau Palästinas nach Kräften zu beschleunigen, auch eine den Interessen der jüdischen Wamiermasscn Rechnung tragende jüdische Immigrations-Politik bedingt eine stärkere Förderung der jüdischen Einwanderung aus Deutschland nach Palästina. Siedlungsprojekte Die kolonisatorische Erschließung eines Landes erfordert nicht nur gute landwirtschaftliche Ausbildung und große physische Ausdauer, .sondern auch jene i d e a I i s t i s c 11 e CI es i 11 11 11 n g, die den einzelnen Siedler trotz äußerer Widerstände und häufiger Rückschläge an die Scholle fesselt und ihn auch in Jahren der Krise davon /11 r 1 ickh:111, den Boden 711 verlassen. Diese nur im Zeichen nationaler Erneuer 11 11 g sich vollziehende A 11 s p a 11!1 11 n g p!1 v s i s c h e r u n d geistiger Kräfte bildet da״ unterscheidende •Merkmal der jüdischen Landwirtschaft in Palästina und verleiht ihr jenen stabilen und oftmals irrationalen Cliarak■ t e r, der die kolonisatoiioIn: Erschließung des Landes ermögücht..., 111 Verkennung dieser G r n 1! d b e d i 11 g 11 ״ g e 11 11 a t i o- Haler Kolonisation glaubte man iicticnlm״« in manchen Kreisen, daß es möglich ״ein wird, auch 1111 Ralunen außerpalästinen s i s e 11 e r Sicdlung'-projckte ת r 11 c 7. e n - treu jüdischen Lebens zu schaffen, die in ihrem sozialen Aufbau und in ihrer kulturellen Entwickln 11 g, vor allem aber auch in ihrer E 1!1 s f e I I 11 11 g d e r 11 i c 11 t j ii d i s c h e 11 A 11 I! e 11 w e I < g e g e 11 ü b e r sich von anderen jüdischen (lememw hatten der Welt grundlegend unterscheiden werden. Die beim Wörter dieses modernen T e r r i t o r i a i i s m u s uher-ahen die Lehren der zionistischen Kolonisationsgcschiehte, vergaßen auch, daß die Geschichte des jüdischen Volkes wahrend der letzten Jahrzehnte eine Fidle ähnlicher Kolonisatioioprojekte aufweist, die alle samt und sonders gescheitert sind. W;ir verkennen nicht die Motive der Schöpfer dieser Kolonisationspläne, ihre Absicht - angesichts der relativ geringen Aufnahmefähigkeit Palästinas — jüdische Siedlungs- Zentren in anderen Ländern zu schaffen, durch Rückkehr zur Landwirtschaft jüdisches Lehen zu normalisieren und ge- Sünder zu gestalten. Alle diese Versuche scheiterten aber nicht nur au äußeren politischen Schwierigkeiten, sondern auch an der mangelnden Bereitwilligkeit jüdischer Auswanderer, alitierpalästinensische ״Territorien“ landwirtschaftlich zu besiedeln, letzten Endes an der I ז n in ö g I i e 11 k e i t, Länder ״o hm׳ Verbindung m f t e i 11 e m I d e a I, o 11 n e eine höhere Weihe“ kolonisatorisch zu erschließen.

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