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Jüdische Rundschau · 1936-08-18 · Heft 66 (18.8.1936) · page 5

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
41 (1936)
Issue
Heft 66 (18.8.1936)
Date
1936-08-18
Page
– (sequence 5)
Language
German
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jüdische Rundschau NR. 66,18. AUGUST 1936. Neue Gewaltakte Die Nachrichten der letzten Tage aus allen Tellen des Landes berichten Ober ein« Reihe grauenhafter Untaten, denen mehrere Menschenleben zum Opfer gefallen sind. Die jüdische Bevölkerung, die bisher allen Provokationen mit Selbstbeherrschung gegenüberstand, ist aut die härteste Geduld- und Nervenprobe gestellt. Es ist nachgerade unverständlich, daß die Regierung mit ihrem großen Militäraufgebot diesen Taten keinen Einhalt gebieten kann. Bei hellem Tage sind die Attentäter bisher stets spurlos ver- Schwunden. Die gesamte zivilisierte Menschheit muß sich mit Abscheu von Greueltaten abwenden, denen u. a. Kinder zum Opfer gefallen sind. Ausschreitungen in Safed Vier jüdische Tote Zu schweren Ausschreitungen kam es am 13. 8. abends in Safed, das von 9 Uhr ab unter heftigem Kugelregen stand. Während die Schießereien noch andauerten, schleuderte ein Araber eine Bombe auf das Haus des Juden Walter Unger, wo die ganze Familie in einem Zimmer bereits schlief. Unger wurde durch die Bombe enthauptet, und ein 7jähriges Kind getötet, während ein äjähriges Kind von einer Kugel tödlich getroffen wurde. Ein drittes Kind und Ungers Frau wurden schwer verwundet; Ungers Mutter wurde leicht verletzt. Das schwer verletzte Kind erlag später seinen Wunden. Das Begräbnis fand unter Teilnahme der gesamten jü• dischen Gemeinde von Safed statt. In den Grabreden wurde den Behörden die Nichterfüllung früherer Forderungen nach verstärkter Sicherheit vorgeworfen. Eine starke Polizeiwache ist jetzt zwischen den arabischen und jüdischen Vierteln stationiert worden. Die Großmutter der Kinder ist aus Schmerz wahnsinnig geworden. Man sieht sie den ganzen Tag um die Unglücksstätte schreiten und die toten Kinder suchen. Die Obduktion hat ergeben, daß bei allen Kindern Ungers Gewehrschlisse die Todesursache waren. 32 Araber aus Safed, darunter eine Anzahl Notabein, sind in das Gefängnis in Akko eingeiiefert worden. Außerdem wurden drei arabische Häuser, aus denen Schüsse abgefeuert worden sind, demoliert. Schwerer Auto-Ueberfall auf dem Karmel Wieder vier Juden getötet Ein schwerer Ueberfall, der vier neue jüdische Todesopfer zur Folge hatte, wurde am 14. 8. nachmittags in Haifa südwestlich der ״Achuza“ verübt. Als vier jüdische junge Leute und ein jüdisches Mädchen im Auto vom Karmel nach Haifa zurückkehrten, fanden sie die Chaussee mit Steinen versperrt. Sie stiegen aus, um das Hindernis aus dem Wege zu räumen, als eine Bande bewaffneter Araber auf sie eindrang, geführt von einem Araber zu Pferde, auf dessen Befehl die Bande Feuer eröffnete. Einem der Angegriffenen, Avner Goldhaber, gelang es, obwohl verwundet, sich bis zu der eine Stunde entfernt liegenden Polizeistation in Neve Shaanan zu schleppen, um Hilfe herbeizuholen. Bei seiner Rückkehr mit einigen Polizisten fand er seine Karneräden erschossen auf. Die Opfer sind: der Chauffeur Schulerer, ein Immigrant aus Deutschland und Vater von sechs Kindern; der 22jährige Fabrikarbeiter Michael Weißer, der sich bei Beginn der Unruhen als Hilfspolizist gemeldet hatte; die 25jährige Bronka Colin und ein Jude namens Hamm e r m a n. Der Zustand des verwendeten Goldhaber ist nicht gefährlich. Das Auto wies 50 Kugelschüsse auf. Polizeiliche Untersuchungen mit Hilfe von Spürhunden sind im Gange. Spuren führen nach dem Dorfe Tireh am Fuße des Karmel, wo 12 verdächtige Araber verhaftet wurden. Bombenanschlag in Tel-Awiw Ein Toter, zahlreiche Verletzte Jerusalem, 16. August. (JTA.) Den blutigen Vorfällen am Donnerstag und Freitag folgte ein verhältnismäßig ruhiger Sonnabend. Dagegen flammte der arabische Terror am Sonntag wieder auf und führte zu einem Bombenan s c h I a g mitten in Te I - A w׳ i w, der furchtbare Folgen hatte. Auf der Herzl-Straße schleuderte ein Araber eine Bombe von besonderer Aufreißkraft. Bei der Explosion wurden ein Kind getötet und über 20 Erwachsene, viele unter ihnen schwer, verwundet. Getötet wurde der achtjährige David A I b a I e h, schwer verwundet wurden der 41jähnge Jekutiel Misrachi, der 42jährige William Fetzcig, der 48jährige Jizchak Alten, der 19jährige Sepharde JizchaK Jamiel, der 35jährige Meir Schamei, der 23jährige Jizchak Katz, der 33jährige Bruno Kargsen, der 22jährige Samuel Russo und der 25jährige Willy Schwartz. Der Bombenanschlag hat den ganzen Jischuw in ungeheure Erregung versetzt. Man hat den Eindruck, daß es nun mit der so lange gewahrten Selbstbeherrschung zu Ende geht. Zum erstenmal seit vier Monaten haben Juden arabische Terrorakte mit einem aktiven Gegenstoß beantwortet. Einwohner von Tel-Awiw haben, als arabische Terroristen aus Jaffa einen Angriff unternehmen wollten, einen Gegenangriff durchgeführt, bei dem zwei Araber verwundet wurden. Auch als Araber bei Tel-Awiw aus einem fahrenden Eisenbahnzug Juden mit Steinen bewarfen, erhielten sie eine Antwort. Man vermutet, daß mehrere Araber verwundet wurden. Aut dem an der Grenze zwischen Jaffa und Tel-Awiw eiegenen Marktplatz provozierten arabische Terroristen eine chlägerei. Der 40jährige jüdische Arbeiter Schimeon Zapiie wurde verwundet auf die Polizeiwache gebracht und von dort in das Hadassahkrankenhaus überführt. Drei Juden wurden verhaftet. Unmittelbar nach dieser Schlägerei verbreitete sich unter den Arabern in Jaffa das Gerücht, die Juden hätten Dutzende von Arabern getötet. Sofort rottete sich eine Menge zusammen, die sich auf Tel-Awiw zu bewegte, _ um Unruhen hervorzurufen. Polizei griff ein und trieb die Menge auseinander. Hierbei wurden mehrere Araber durch Knüppelhiebe verwundet. Telegramm Dizengoffs an den High Commissioner Bürgermeister Meir Dizcngoff hat im Namen der Stadtverwaltung von Tel-Awiw an High Commissioner Sir Arthur Wauchopc ein Telegramm gerichtet, in dem er ihm von dem schrecklichen Bombenattentat in der Hcrzl- Straße Mitteilung macht. In dem Telegramm heißt es, daß bei der Explosion 23 Juden, davon etwa 10 schwer, verwundet wurden. Die Stadtverwaltung fordere von der Regiening dringende Maßnahmen, um dem arabischen Terror und der im Lande herrschenden Anarchie ein Ende zu machen und es vor allem zu verhindern, daß unmittelbar an den Straßen von Tel-Awiw Eisenbahnzüge vorbeifahren, in denen sich bewaffnete arabische Terroristen befinden. Am Nachmittag fand eine außerordentliche Sitzung des Tel-Awiw er Stadtrats anläßlich des Bombenanschlags statt. Es wurde beschlossen, der Regierung die nächtliche Bestrahlung der Straßen vorzuschlagcn, damit Polizei und Militär auch nachts ihre Aktionen gegen d׳c Terroristen durchführen können. Mord bei Mikveh Israel Bei Mikveh Israel wurde ein neuer Mordüberfall verübt, dessen Opfer der 25jährige Angestellte der Paiestine Electric Corporation, Julius Vagsall, geworden ist, als er, begleitet von einem anderen Angestellten namens Trachtenberg und dem englischen Polizisten Dalev, sich auf dem Wege nach Beit Dajan befand, wo er eine Reparatur vorzunehinen hatte. Als sich das Auto der Spiritus-Fabrik näherte, wurden aus dem Hinterhalt Schüsse auf die Insassen abgegeben. Vagsall war sofort tot; das Auto überschlug sich und stürzte in den Chausseegraben, wobei Daley und Trachtenberg leicht verletzt wurden. Daley, unterstützt von einem hinzukommenden englischen Armee-Offizier, feuerte auf die Araber, die Hohem Frühmorgens wurde die Gegend von Truppen und Polizei eingehend durchsucht, jedoch ohne Erfolg. Vagsall war vor zwei Jahren aus Deutschland eingewandert. Mit diesem neuen Mord hat sich die Anzahl der jüdischen Opfer a u f 66 erhöht. Weitere Todesopfer Der 32jäl1rige jüdische Wächter Tuviah Rabinowitz wurde in Z o f 1 c bei Kfar Saba von einer Kugel tödlich getroffen. Rabinowitz, der aus der Ukraine stammt, hinterläßt ein siebenjähriges Kind; seine Frau steht vor der Geburt eines zweiten Kindes. Infolge eines Autounfalls in der Nähe von Nablus wurde ein englischer Corporal getötet und ein Soldat schwer verletzt. Bei Jenin wurde ein A raber, der der Aufforderung zu halten, nicht nachkam, von Soldaten erschossen. im Zusammenhang mit dem Ueberfall auf englische Soldaten in einem Schwimmbad bei Beth Alpha durchsuchten Truppen den Berg Gilboa, wobei cs zu einem Gefecht kam, in dem ein Araber tödlich verwundet wurde. Bei der Beschießung eines Eisenbahnzuges, der auf der Fahrt von Jaffa nach Lydda Tel-Awiw passierte, wurde eine Person getötet und fünf Personen, unter ihnen auch englische Soldaten, leicht verwundet. Nach einer anderen Version sollen die Verletzungen nicht durch Beschießung von außen, sondern durch vorzeitige Explosion einer Bombe erfolgt sein, die aus dem Zuge nach Tel- Awiw hätte geworfen werden sollen. Nachdem in der Nähe von Tiberias jüdische Polizisten beschossen worden waren, kam es zu einem Zusammenstoß zwischen einer bewaffneten Araberbande und einer Truppen-Abteilung. Ein arabischer Arbeiter, der in das Schußfeld geriet, wurde getötet. Bei seiner Beisetzung kam cs zu Exzessen der zusammengeströmten Menge. Ein jüdisches Auto wurde in Brand gesteckt und vernichtet. Auch im Süden kam es zu einem Angriff auf eine eskortierte Autokolonne. Eine arabische Frau und ein Mädchen, die zufällig in das Feuer geraten waren, wurden getötet. Innerer arabischer Terror Ein Bürgermeister erschossen Der Bürgermeister von Hebron, Naser E 1 d i n, Führer der dortigen Opposition gegen den Mufti, wurde beim Verlassen seines Hauses von einem jungen Araber c r - schossen. Der Täter ist entkommen. Naser Eldin, der im Alter von 40 Jahren stand, war das Oberhaupt einer reichen und weitverzweigten Familie, die mit Husseini verfeindet ist. Er selbst war ein scharfer Gegner der Terroristen und hat in den letzten Wochen verschiedentlich Drohbriefe erhalten. Das Begräbnis nahm unter Beteiligung von 10 000 Mensehen einen ruhigen Verlauf. Dieser Mord hat in den arabischen Reihen große Bestürzung hervorgerufen. ln Bethlehem wurden Bombenanschläge auf arabische Streikbrecher und auf das Haus des Bürgermeisters, der als Gegner des Streiks bekannt ist, verübt. Zusammenstöße und Ueberfälle Das amtliche Communique berichtet über ein Gefecht bei den Hügeln östlich der Nabluser Chaussee, wo mehrere Banden auf eine Abteilung Trappen schossen. Militär- Verstärkungen und Flugzeuge wurden sofort herangeholt. Acht Araber wurden verwundet, während von den Trappen keine Verluste gemeldet werden. Zwei Araber auf Kamelen wurden nahe der Grenze von Tel-Awiw angeschossen und verwundet. Ein Araber, der sich davonmachen wollte, wurde von der Polizei festgenommen; auch ein Jude wurde angchalten und verhört. Aus einem arabischen Hause in Jaffa wurde eine Bombe auf 30 jüdische Arbeiter geworfen, die mit dem Transport von Waren aus einem jüdischen Geschäft nach Tel-Awiw beschäftigt waren. Im Tel-Awiwer Strandbad explodierte eine Bombe, jedoch ohne Schaden anzurichten, in der Nähe wurde noch eine andere Bombe im Sande versteckt aufgefunden. Ein Soldat von den Cameron Highlandcrs wurde verwundet, als bei Nablus ein Lastwagen mit Soldaten über- •fallen wurde. Ungefähr 400 Schüsse wurden nachts auf Te!-L!twinsky bei Tel-Awiw abgefeuert. Polizei und Wächter erwiderten das Feuer; die Schießereien dauerten vier Stunden an, ohne Verluste bei Polizei oder Wächtern zu verursachen. Am Sonntag morgen katn es zu einem schw׳eren Feuerüberfall auf Rosch Pi na, der mehrere Stunden andauerte. Der Angriff wurde von Truppen abgewiesen. Nach Wiederhersteüung der Ordnung wurden in dem Dorf Jaoni, aus dem die Terroristen gekommen waren, mehrere Häuser durch Militär niedergerissen. Als der Morgenzug nach Jaffa am Sonntag die Hcrzl- Straße in Tel-Awiw passierte, wurde aus einem der Häuser eine Bombe auf einen Güterwagen geschleudert. Ueber zehn Personen wurden verletzt, darunter ein jemenitisches Kind, das schwere Verletzungen erlitt. Sabotageakte Die O e 11 i 11 i e bei Semakh wurde durchschossen und das Oei fing Feuer. Die Bemühungen, den Brand zu löschen, waren fruchtlos. Die Täter entkamen und schossen auf der Flucht auf die Militärwache. Ein E i s e n b a h 11 z u g mit vier Waggons Militär entgleiste; die Lokomotive stürzte von einer einige Meter hohen Brücke bei Athlit herunter; verletzt wurde niemand. In einer Plantage bei Asdud wurden 700 Obstbäume niedergehauen. Ein Kistcn-Holzlager in Rehobot ist völlig niedergebrannt. Der Schaden wird auf 5000 Pfund geschätzt. Ein Araber wurde von der Polizei erschossen. In der Nähe des Bahnhofsgebäudes in Haifa sind ein in arabischem Besitz befindliches Holzlager und ein Auto eines Juden niedergebrannt. Bomben in Tiberias in Tiberias herrschte größte Spannung, nachdem bei der Moschee in der Altstadt eine Bombe aufgefunden worden war. worauf sich das Gerücht verbreitete, daß Juden einen Anschlag auf die Moschee geplant hätten, jüdische Spazierganger wurden mit Steinen bombardiert; ein jüdischer Polizist wurde von der Menge angegriffen um! seines Gewehres bcraubt; ein anderer jüdischer Polizist kam jedoch hinzu und drohte, auf die Menge zu schießen, worauf diese sich zur Flucht wandte. Abends explodierten in der Altstadt zwei Bomben, die zwar keinen Schaden anrichteten, jedoch <iic schon gepannte Lage noch verschärften. Die Stra'ßenlampen waren von Arabern /erschlagen worden, so daß die Stadt in völliger Dunkelheit getaucht ist. I!1 der Nähe der Synagoge explodierte am 15. August eine Bombe. Die Synagoge selbst wurde vormittags während des Gottesdienstes mit Steinen bombardiert. Nach Schluß des Gottesdienstes begaben sieh hunderte der Gemeindemitglieder unter Führung des jüdischen Bürgermeisters zum Assistant District Commissioner, um Protest cinzulegen. Ferner hat die Gemeinde von Tiberias in Telegrammen an den High Commissioner, den Poli/ei-Kommandantefi und die Jewish Agency auf die wachsende Unsicherheit hin gewiesen. Kollektivstrafe für Nablus Aut Anordnung des Gouverneurs für den Nordbezirk wurde Nablus mit einer Kollektivstrafe von CP 5000 belegt, und zwar für sämtliche Angriffe, Schüsse und Bomben aut Truppen in und um Nablus seit Beginn der Unruhen. Ungefähr 300 Hafenarbeiter in Haifa haben ihre Arbeit wieder aufgenommen. Die städtischen Straßenkehrer in Haifa sind in Streik getreten. Verschwörung im Gefängnis von Jerusalem Jerusafem, 13. August. (JTA.) Den Behörden ist es im fetzten Augenblick gelungen, eine gefährliche politisehe V e r s c h w ö r u n g arabischer Gefangenen* a u f s e h e r und Gefangener des Jerusalemer Gefängnisses zu entdecken. Fs war ein Aufruhr der arabischen Gefangenen geplant. Sie wollten den Gefängnisdirektor und alle englischen und jüdischen Beamten des Gefängnisses ermorden, aus dem Gefängnis ausbrechen um! sieh den bewaffneten arabisehen Terrorbanden anschließen. An der Spitze der Verschwörung stand der mohammedanische (iefängiiisbeamte Josef Gabriel, ein Acgvpter, der seit über zwölf Jahren im Gcfängnis von Jerusalem Dienst tut. Ausgegangcn war die Verschwörung von dem Gefangene״ I iassar Dschabar, einem der Hebroner Ex/edenten vom Jahre 1020, der wegen der damaligen Ereignisse zu einer langjährigen Gefängnisstrafe verurteilt ist. Der Gefängnisbeamte Josef Gabriel organisierte die Durchführung des Planes, hielt Ansprachen an’ die Gefangenen und versorgte sie nach und nach mit Waffen, die er aus dem Gefängnisdepot entwendete. Für die Diireliftihrung der Revolte war eine Nacht bestimmt worden, in der ein jüdischer Beamter die Aufsicht fuhren sollte. Im letzten Augenblick aber besann sieh einer der Verschworenen und!nachte dem Gefängnisdirektor Mitteilung von den verbrecherische-[! Plänen. Gleichzeitig lieferte er einen Revolver mit 17 Schuß Munition ab, die er von Gabriel erhalten hatte. Dieser wurde sofort festgenommen und auf Grund einer vom High Commissioner unterschriebenen Order nach Aegypten geschickt. Lieber weitere Disziplin,־lrniaßnalunen ist noch nichts bekannt geworden, Aus dem arabischen Lager Die arabische Zeitung Pakor) ein Telegramm arabische Oberste Komitee, Wünsche für den Erfolg und das Komitee von seinen Ghaz i von Iraq und dem ״Felestin“ veröffentlicht (laut Königs Ihn Saud an das in dem dieser seine besten der arabischen Sache ausdriiekt Beratungen mit dem König Imam Yechia von Yemen verständigt; ferner habe er seinen Gesandten in London beauftragt, sein Möglichstes zu tun, um der arabischen Sache zum Erfolg zu verhelfen. Der Kolonien- Minister habe eine wohlwollende Behandlung der arabischen Frage versprochen; jedoch müsse zunächst die Ruhe 1m Lande wiederhergestellt werden. Auf Grund des Gerüchtes, daß Mr. Ormsby-Qore sich nach Aegypten begeben habe, ist unter den Arabern das Gerücht verbreitet, daß die von London kommende arabische Delegation auf ihrem Rückwege nach Palästina in Aegypten Halt machen werde, um mit dem Kolonienminister zusammenzutreffen. Wie Palcor erfährt, entbehren diese Gerüchte jeder Grundlage. Wie die arabische Zeitung ״Felestin“ meldet, haben sich die führenden Internierten in Sarafend an das arabische Oberste Komitee gewandt mit dem Auf. ruf, an den nationalen Forderungen festzuhalten, damit ihre Opfer nicht vergebens gewesen seien. Am 16. August fand eine Sitzung des arabischen Obersten Komitees statt. Auf der Tagesordnung stand die Fortsetzung der Diskussion über die Friedensvorschläge des Emir Abdullah; ferner sollte Auni Bcv Abdul Hadis Unterredung mit dem High Commissioner anläßlich dessen Besuches in Sarafend am 13. August eingehend diskutiert werden. Ein anderer Punkt der Tagesordnung war die Fest- Icgung des Programms der am 20. August stattfindenden Konferenz sämtlicher Streik-Komitees,

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