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Jüdische Rundschau · 1936-07-31 · Heft 61 (31.7.1936) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
41 (1936)
Issue
Heft 61 (31.7.1936)
Date
1936-07-31
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Seit» 2 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 61, 31. VII. 1936 Unruhiges Spanien auf die Dankespflicht Englands wegen dieser chemischen OroRleistung Dr. Weidmanns angespielt wurde, erwiderte iWeizmann: ״Ich habe nichts anderes getan, als was jeder andere Jude, der britischer Staatsbürger ist — und in der Tat jeder Jude in seinem Lande — auch getan hat und als selbstverständlich betrachtet: ich habe meinem Lande meine Dienste zur Verfügung gestellt.“ Es ist selten, daß, wie im Falle Weizmanns, die Dankespflicht gegenüber der Leistung eines Juden zu einer Dankespflicht gegenüber dem jüdischen Volke erweitert wird. Dies ist gewiß der einzigartigen Personlichkeit und Stellung Weizmanns zu danken, der sich als selbstbewußter und seiner Pflicht bewußter britischer Staatsbürger zugleich unzweideutig zu seinem jüdischen Volkstum bekannte. Vom jüdischen Standpunkt ist vor allem eines zu betonen: wir wünschen, daß ein Jude, der irn öffentliehen Leben auftritt, stets in aller Ehrlichkeit und Aufriclitigkeit und mit Stolz sein Judentum bekennt. Es soll nicht den Anschein haben, als ob er seine Stellung dadurch erreichte, daß die Öffentlichkeit über sein Jude« sein nicht Bescheid weiß. Man kann wohl mit Sicherheit sagen, daß bei allen Völkern, auch bei den liberalsten, kein Jude ans dem Grunde zu einer Stellung berufen wird, weil er Jude ist, sondern stets trotzdem er Jude ist. W e n n;1 b e r d a im s e i n e M i i b ü r g e r sei 11 e Dienste fordern, kann er sie verweigern? Es ist stets eine f rage des Abwagens von Imponderabilien, eine Frage dt s Taktes und der Empfindling; in einem stark von antisemitischen Leidenschaften erfüllten Lande wird ein selbstbewußter Jude einscheu, daß er nicht nur die Juden in Gefahr bringt, sondern auch unter Umständen sein eigenes!.and, und der Sache, der er dienen will, einen schlechten Dienst erweist, weil die antisemitische Propaganda, die sieh gegen ihn richtet, dann zugleich die von ihm vertretene Sache bedroht. Diese Einsicht haben manche Juden in der abgelaufenen Epoche nicht besessen (z. B. auch in Deutschland). Die J u d e n f rage i s t e b e!1 aus d e m V e r h a 11 e n k e i n v s e i n / i g c n J u d e 11 eint a c ii w e g z u d e!1 - k en. Aber sie ist auch nicht so einfach und primitiv, daß Enthaltsamkeit von Wurden und Aemtern zu ihrer Lüsang genügen wurde. Denn das höchste Recht eines Mannes ist es, sein Bestes und den Einsatz, seiner ganzen Persönlichkeit hinzugeben, wenn es gilt, Ernst zu machen mit der Sache, die er vertritt. Die Position der Juden, wie sie sich geschichtlich entwickelt hat, stellt an uns außerordentliche Anforderungen. Nirgends wie bei uns gilt das Gesetz, daß alle zu büßen haben oder verantwortlich gemacht werden, wenn einer versagt oder bei ehrlichstem Wollen von übermächtigen Umständen besiegt wird. Dieses grolle Risiko hat die jüdische Gemeinschaft za» tragen. Wird sic doch auch für die Verbrecher oder sozialen Schädlinge, die zu ihr gehören, in weit höherem Maße von der öffentlichen Meinung verantwortlich gemacht als irgendeine andere Gemeinschaft für die ihr angehörenden Schädlinge. Je exponierter der einzelne Jude, um so größer das Risiko für alle. Es ist daher begreiflich, wenn sich auch der Juden in den westlichen Ländern eine Nervosität bemachtigi hat. Wir holten wiederholt von antisemitischen Vorfällen, und gerade jetzt wird berichtet, daß die englischen Juden sich zu einer Abwehraktion vorbereiten. Kürzlich wurde an dieser Stelle über eine Aktion der französischen Juden berichtet, die in ihrer Selbstverleugnung nicht gerade dem Judentum zur Ehre gereichen. Wir Juden sind ein vielgeprüftes und an Erfahrungen reiches altes Volk. Wir haben gelernt, unsere Situation als eine Wirklichkeit objektiv zu sehen. Das Problem unserer Stellung zu den anderen Völkern ist in jedem Zeitalter ein anderes, t teilte sind die Grundlagen wieder erschlittert, und darum diese Unsicherheit. In TtTAwiw fand kürzlich, wie wir in unserer heutigert Ausgabe berichten, ein öffentliches Gericht gegen Shakespeare statt, weil er durch die Figur des Shvlock den Antisemitismus gefördert habe. Das Gericht hat Shakes p e a r e f r e i g e s p r 0 c h e n. Es hat verstauden, daß das Slivlock-Probletn überaus verwickelt ist und nicht mit einfachen Schlagworten gelöst werden kann. Es ist ein S o 11 d e r f a 11 des Problems unserer Haltung zu den Völkern und der Verteilung von Licht und Schatten auf beiden Seiten. Das Problem ist noch weit entfernt von einer wirklichen Klärung. Es ist voll von Schwere und Gefahr, aber zugleich von wahrer geschichtlicher Größe, wenn wir uns ihm stellen, indem wir keine Selbstverleugnung treiben, keinen ״Ikfaitismus“ haben, aber auch keinen oberflächlichen Optimisnius, sondern mit Selbstbejahung und Würde, zugleich mit Takt und Realitätssinn, ihm gegenübertreten. Juden In der Wissenschaft, fm Rahmen der rassenkundliehen Schulung* woche der Bayerischen Erzieherschaft sprach u. a. Professor Hugo Din gier über ״Das Wesen des Fremdrassigen in den wissenschaftlichen Fächern“. In der Münchener Ausgabe des ״Völkischen Beobachter“ wird hierüber berichtet, daß der Vortragende in einem geschiehtliehen Rückblick hervorhob, wie das jüdische Schrifttum Im Gegensatz zum griechischen an einer eigenen Art von Diakktik zu erkennen sei. Jahrtausende seien vergangen, ohne daß die strenge Wissenschaft irgendwie vorn Judentum bcfruchtet worden wäre. Eindeutig stehe fest, daß die strenge, exakte Wissenschaft ganz und gar eine Schöpfung indogermanisehen Geistes sei. Die Lage der Juden Von unserem Berichterstatter W. A. Barcelona, 27. Juli Ein Bürgerkrieg, dessen Ende vorläufig noch nicht ab- Zusehen ist, teilt Spanien gegenwärtig in zwei Lager. Uebcr die antisemitische Einstellung der Rechtspartei kann man sich leider keinen Illusionen hingeben. Im Radio Sevilla, der in der Hand der Aufständischen ist, hielt einer der Führer des Militärs eine Ansprache, in der er erklärte, daß das ״intcrnationale Judentum“ einer der Helfershelfer der spanischen Linken sei. Die antisemitische Einstellung der ״Falangc Espaiiol“, der spanischen Faschisten, ist noch aus dem letzten Wahlkampf zur ('!einige in Erinnerung. Finanziert wurde der Putsch zuin erheblichen Teil von dem Bankier March, dem Inhaber der antisemitischen Zeitung ״Informaciones“, die von der Linksregierung jetzt nach der Unterdrückung der Revolte in Madrid verboten wurde. Auf der andern Seite sieht der Linksblock mit den Gewerkschaften, die zwar nicht antisemitisch, wohl aber der schwierigen Lage des Arbeitsmarkts wegen wenig ausländerfreundlich und insbesondere Gegner jeder Neuein Wanderung sind. Ihre Stellungnahme in dieser Frage wird z. B. typisch durch den Tarifvertrag der Handlungsangestellten beleuchtet, der unmittelbar vor Ausbruch deT Revolution in Barcelona abgeschlossen wurde und in dem die Arbeitgeber sich verpflichten mußten, in Zukunft grundsätzlich keine Ausländer neu e i n z u s t c 11 e n. Im Falle eines Sieges der Linksparteien steht zu erwarten, daß der linksradikale Flügel, die Anarchisten, einen erheblichen Einfluß auf die Regierung erhalten werden. Während die übrigen spanisehen Arbeiterorganisationen sich int Grunde mit der kapitalistischen Wirtschaftsform abgefunden haben, erstreben die Anarchisten nach wie vor die tatsächliche Zerschlagung des Kapitalismus. Die ersten Maßnahmen der Regierung nach Ueberwindung der Militärrevolte in Barcelona waren Soziali- Abwehraktion englischer Juden London, 27. Juli. (JTA.) Im East End von London fand unter dem Vorsitz von A. R. Rollin eine von über 200 Delegierten jüdischer geselliger Vereinigungen, Gewerkschäften, Arbeiterorganisationen, Synagogenvereinen, Jugendklubs und Vereinigungen ehemaliger Kriegsteilnehmer aus dem ücsaintgebiet von Groß-London besuchte Konferenz statt, in der die Einleitung einer planmäßigen Abwehraktion gegen die von faschistischer Seite in der fetzten Zeit gegen die Juden in England unternommene Kampagne beschlossen wurde. fn der Konferenz wurden die Möglichkeiten der Bekämpfung von Verleumdungen auf gerichtlichem Weg, Akhonen im Parlament und die Veranstaltung von Massen- Protestkundgebungen erörtert. Einstimmig wurde ciae Von I. Ronat vorgelegtc Ent- Schließung angenommen, fn der festgestellt wird, daß die Existenz der englischen Judenhaß durch die antisemitische Kampagne gefährdet sei. Physische Angriffe gegen cä-.zelne Juden — so heißt es in der Entschließung —, Terrorisierung und Einschüchterung j ü d i sc 11 e r G c s c 11 ä f t s 1 e u t e, Entweihung von Synagogen durch Anschlag von Plakaten mit judenfeindlichem Inhalt haben sich in Verbindung mit der Verbreitung von Verleumdungen in beunruhigendem Ausmaß ereignet. Nach der Feststellung, daß die im ganzen Lande arbeitenden antisemitischen Propagandisten beträchtliche Erfolge in den östlichen Bezirken Londons (Hackney, Shoreditch und Bethnal Green) erzielt hätten, wird in der Entschließung ein acht Punkte umfassendes A kt i 011s- Programm für die Abwehr aufgestellt: 1. Kooperation mit allen Kräften in England, die den Faschismus bekämpfen. 2. Gerichtliches Vorgehen gegen judenfeindliche Verleumdung. 3. Einsetzung eines gemeinsamen Ausschusses der an der Abwehraktion teilnehmenden Verbände, 4. Veranstahung von Massenprotestversammlungen gegen faschistisehe Propaganda und Gewalttätigkeit. 5. Verstärkung des wirtschaftlichen Abwehrkampfes. 6. Koordinierung der Tätigkeit der neuen Körperschaft mit der vom Board of Deputies eingeleitcten Aufklärungsaktiori gegen den Antisemitismus in England. 7. Aufforderung an das Parlament, das Tragen von Uniformen und Waffen durch Privatorganisationen geset/Jich zu verbieten. S. Aufforderung an das Parlament, alle Organisationen, die zum Rassen- und Religionshaß aufreizen und Diskriminierung auf Grund von Rasse und Religion üben, gesetzlich zu verbieten. Jaden aus Deutschland nach Kuba? Havanna, 19. Juli. (JTA.) Das Mitglied des anterikanischen Kongresses, Dr. William I. Sirovich, hat dem kubanischen Präsidenten Gomez einen Plan zur Schaffung einer industriellen Siedlung in Kuba für Juden aus Deutschland vorgclegt. Kongrefimann Sirovich erklarte, der Präsident habe ungeheueres Interesse für diese Vorschläge und werde sie demnächst dem Kabinett zur Beratung übergeben. Dr. Sirovich gab weiter bekannt, daß es sich bei dem Plan 11m die Unterbringung von 200 000 Juden (? Red. ״J, R.״) aus Deutschland handle. I. Sirovich hat sich im Flugzeug nach Hollywood begehen, wo er mit dem Vizepräsidenten der Metro-Goldwyn- Mayer, Louis B. Maver, einem der hervorragendsten Vertreter der amerikanischen Filmindustrie, über seine Beteiligung an der technischen Vorbereitung dieses Plans Besprechungen abhielt. Nach mehrtägigen Verhandlungen hat sich Louis B. Mayer entschlossen, den provisorischen Vorsitz eines Komi• t e e s für die geplante Ansiedlungsaktion zu übernehmen. Die kubanischen Zeitungen nehmen in zum Teil recht unfreundlichen Kommentaren zu dem Ansiedlungsplan Stellung. Wie der ״Hilfsverein der Juden in Deutschland“ dazu mitteilt, handelt es sich bei dieser Meldung, wie ja leicht ersiehtlieh, um reine Phantasie. Es ist unbegreiflich, in wessen Interesse derartige unfundierte Projektenmacherei liegt. Auch der momentan in Prag weilende kubanische Außenminister hat die Nachrieht als unsinnig bezeichnet. sierungsmaßnahinen, wie die Uebernahme der Gas-, Wasser• und Elektrizitätswerke durch den Staat. Die Masseitllucht von Ausländern aus Spanien, unter denen sich auch eine Reihe von Juden, insbesondere solchen der vermögenden Klasse, befinden, hat in manchen Fällen vielleicht weniger die Sorge uin die persönliche Sicherheit zur Ursache, als die Ucherzeugung, daß die ohnehin schon stark von der Krise ergriffene spanische Wirtschaft durch die Revolution weiteren schweren Schaden erleiden wird. Die Regierung hat sich bisher bemüht, Sicherheit und Eigentum der Ausländer zu gewährleisten, nicht immer mit vollem Ertolg. Wenn in Barcelona in einigen jüdischen Emigranten gehörigen Geschäften, insbesondere Lebensmittelhandlungen, requiriert wurde, so teilten die Inhaber dieses Schicksal mit ihren spanischen Branchegenossen. fn Barcelona Spielte sich ein furchtbarer Vernichtungsfeldzug der Anarchisten gegen die Kirchen ab. Nachdem bereits fast sämtliche Kirchen und Klöster in Barcelona in Brand gesteckt waren und die Mönche aus ihnen vertrieben waren, drang ein Trupp in das Bet 11 aus der jüdischen (i emeinde ein und fragte nach den ״curas“ (den Priestern). Die Schmucklosigkeit des Betsaales überzeugte aber die Ein• dringlinge, daß es sich nicht um eine ״Kirche“ handelt. Die ״Internationale Folklore- und Sportwoche“ von Barcelona, an der, wie berichtet, eine palästinensische Mannschaft teilnehmen sollte, konnte infolge der Unruhen nicht statt־ f i 11 d e n. (A. d. Red.: Angesichts der immer weitergehenden Kämpie ist zu beachten, daß der Bericht unseres Korrespondeuten fast ein« Woche zurückliegt. Im übrigen ist klar, daß die Juden mit dem Bürgerkrieg in Spanien nichts zu tun haben; gerade Spanien ist ja seit der Vertreibung der Juden im Jahre LIQ2 außerhalb des jüdischen Blickfelds, und erst in den letzten Jahren sind ein paar tausend Juden dort ein* gewandert, die!schwer um den Aufbau einer wirtschaftlichen Existenz kämpfen.) Jüdisches aus Brasilien (Von unserem Berichterstatter) B., S a o Paul o, den 23. Juli 1936 ln der hiesigen Presse nahmen und nehmen die Voränge in Palästina einen breiten Raum ein. Unter fetten chiagzeilen werden die Ereignisse in sensationellster Weise aufgemacht; Solidaritäts-Telegramme werden veröffentlicht, die zwischen der arabischen Leitung in Jerusalem und der hiesigen starken syrisch-arabischen Kolonie gewechselt wurden. Um so bemerkenswerter ist, daß eine der führenden südamerikanischen Zeitungen, der ״Estado de Sao Paulo“, einen langen Artikel aus der Feder des ehemaligen italieniscltcn Ministerpräsidenten Nitti bringt, der zu den palästinensischen Ereignissen eingehend Stellung nimmt. Der Verfasser, der in Paris in der Emigration lebt, tefedcf Meinung, daß der Ausbruch der Konflikte auf die Einflüsse europäischer Mächte zurückzuführen sei, die daran interessiert wären, die Position Frankreichs und Englands durch außereuropäische Ereignisse zu schwächen. Nitti, der der jüdischen Sache sehr wohlwollend gegenübersteht, kommt dann auf die nichtarabischen Widerstände zu. sprechen; er berichtet von den Aussprachen, die er als Ministerpräsident mit den führenden Kreisen des Vatikans über diese Frage gehabt habe; dabei habe sich insbesondere Kardinal Gasparri in wiederholten vertraulichen Unterredungen als scharfer Gegner der jüdischen Pläne in Palästina erwiesen. In der gleichen Zeitung wurde vor einiger Zeit ein langer historischer Artikel über die Entdeckung Brasiliens veröffentlicht. Kurz darauf erschien unter dein Titel j.Und die Juden gar nichts?“ eine längere Zuschrift, in der auf den Anteil der Juden an diesen Geschehnissen rühmend hingewiesen wurde. Auch sonst wird die Judenfrage in der Presse jetzt öfter berührt als früher. Eine in Rio erscheinende Zeitung der integralistischen Partei — das ist die politische Form der in ständigem Wachsen befindlichen faschistischen Bewegung — hat Wochen hindurch fast täglich schärfste antisemitische Angriffe publiziert. Nun hat der Führer der lntcgralistcn die Einstellung dieser Zeitung angeordnet. Judenhaß sei kein Bestandteil des Parteiprogramms, denn man dürfe nicht vergessen, daß es die Juden waren, die der Weit Christus geschenkt hätten. Inwieweit diese Stellungnähme sich praktisch auswirken wird, bleibt abzuwarten. Die palästinensischen Geschehnisse führen in Verbindung mit den antisemitischen Ansätzen zu einer starken Aktivier u n g des jüdischen Lehens. Das Vereinsleben wird reicher, die jüdisch-nationale Arbeit erhält nach allen Riehtungen hin starken Auftrieb. Die Anstrengungen zur Erhaltung und Erweiterung der hiesigen hebräischen Mittelschule verstärken sich, die Aktionen der nationalen Fonds finden klingenderes Echo als bisher. Einer würdigen Sokolow-Feicr folgten Herzl- und Bialik-Gedenkstunden, und es zeigt sich auch hier, daß ■das in Erez Israel verströmte Jüdische Blut die Juden in aller Welt fester einander bindet. Es ist deutlich zu beobachten, daß die inneren jüdischen Gegensätze an Schärfe verlieren, so daß man hoffen darf, daß der Zeitpunkt nicht mehr fern ist, da auch die brasilianische Judcnhcit einiger, geschlossener und jüdischer als heute die Notwendigkdten der Zeit zu begreifen beginnen wird. Es kann hinzugefügt werden, daß ein Teil der neueingewanderten deutschsprachigen Juden an dieser Entwicklung engen und förderliehen Anteil nimmt. Wie die Zeitung ״Das Schwarze Korps“ mitteilt, ist nun• mehr der jüdische Mörder des Landesgruppenleiters Wilhelm Gustioft in der Schweiz, David Frankfurter, wegen Mordes mit Vorbedacht in den Anktagezustand versetzt worden. Mit der Verhandlung sei im Oktober zu rechnen. Ilauptsrhriftleiter! Dr. Robert W c 11 s c h, Berlin - Charlottenburg 9 (auch verantwortlich für die Aufnahme von Bildern). Stellvertreter: Kurt Loewenttein, Berlin W15. Anzeigenleiter und verantwort• li'h für den Inhalt der Anzeigen: Hermann Fin n, Berlin W 15. Gültig Anzeigen - Preisliste 5 vom 1. April 1938. Verlag und An• zeigenveiwahung: Jüdische Rundschau, Berlin W15, Meinekestr. lft D.-A. Juni 36 037. — Druck: Siegfried Schalem, Berlin-Schöneberg. AI KWANHFDFD 1״“"" Gasofix-Benzingaskochherd »Im•m WW ^%l a Im Km PmIm118,1 ohne Vorwlrmpg, voller Ersetz für Das in dar Lehrküche auf PalHstlnaherden Frau /Ubach, TrauienaustraBe 8 Tal. H7 2528

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