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Jüdische Rundschau · 1936-07-17 · Heft 57 (17.7.1936) · page 4

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
41 (1936)
Issue
Heft 57 (17.7.1936)
Date
1936-07-17
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Satte 4 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 57, 17. VW. 1936 erwähnt werden, in denen die Anstellung von Juden auf Schwierigkeiten stößt; diese Zeitungen!. 1,•״ an jüdisehe Arbeitgeber, die besonders ungünstige Lage jüdischer Arbeitsuchender 7:1 berücksichtigen und teilweise auch Juden einzustellen. Ls liegt nahe, daß die erwähnte Konferenz, die im übrigen viel organisatorisches Material zu bewältigen hatte und in den Riesenkomplex der sozialen Arbeit der Juden Amerikas interessanten Hinblick bot, sich auch mit der Frage des Antisemitismus beschäftigte, aber die Sitzung, die diesem!,unkte gewidmet war, zeigte eine geradezu erstaun• liehe Un/ukinglichkcit.!'!]begreiflicherweise ließ man über dieses wichtige Thema einen Emigranten aus Deutsch- I a n d ein Referat erstatten, der, was immer auf anderen Oebieten seine Kenntnisse sein mögen, von der Judenfrage jedenfalls nichts versteht und sich daher mit ressentimenterfüllten Banalitäten begnügte, die der wirklichen Erkenntnis nicht helfen. Mari kann den Konferen/teilchmem nicht einmal einen Vorwurf machen, wenn sich nach diesem Referat der große Saal bis auf wenige verstreut sitzende Einzelpersonen leerte, denn es mag nützlicher (jedenfalls angenehmer) .-ein, draußen am herrlichen Strand spazieren zu gehen. Vielleicht wollte die Konfercnzleitung diesem Referenten durch Uebertragung des Referats nur eine persönliche Reverenz erweisen, aber da die zwei anderen Korreferenten nicht erschienen waren, blieb die Behandlung des Themas mehr als rudimentär. Dieser Vorfall, ein persönliches Erlebnis des Schreibers, mag für die Stimmung des amerikanischen Judentums nicht charakteristisch sein. Denn in jüdischen Kreisen findet man wachsendes Verständnis für das Wesen der Judenfrage, immer wieder begleitet von der stummen oder ausgesprochenen Frage, die in Anlehnung an den Titel des neuesten Romans von Sinclair Lewis etwa formuliert werden könnte: ,,Clan it happen here?*‘ ״Kann es hier passieren?“ Und da werden dann alle die Argumente dagegen vorgebracht, die Rasscnmischung in Amerika, die Freilu-itsidee, der (Jeist der Neuen Welt, und auf der anderen Seite weiß man doch auch um das Gesetz der jüdischen Geschiebt e, und man versteht, daß zwar vielleicht Dieses und Jenes in Amerika nicht pas-äeren kann, aber dafür And c r e s, und die Variationsmoglichkeiten sind unerschöpflich. Die Aufgabe ist, wachen Blickes die Strömungen in Welt und Leben, im geistigen und ökonomischen Geschehen, zu verfolgen, und bewußt eine auf lange Sieht berechnete jüdisehe Politik zu schaffen, die die Antinomie der jü־ II i s e 11 e n 1 xistenz: Zusammenleben mit anderen Volkern und jüdisches Figettleben, harmonisiert. Fs bedarf dazu konstruktiver Ideen, Aufrichtigkeit gegen sich selbst, niutiger Erkenntnis und entschlossener jüdischer Führung. Werden wir dies haben, in dem neuen v Abschnitt unserer Geschichte? ... ♦ Im Grunde sind das dieselben Fragen, die uns auch in Europa erwarten. Die Welt ist in Bewegung, Neues wird aus changing conditions, aus ״sich wandelnden Verhältnissen“. Wir haben als Menschen und, wenn wir erst zum Judentum ja gesagt haben, als Juden, daran mitzuwirken, daß nicht Zerstörung, sondern Aufbau wird. Unruhen und Bolschewismus In einer Besprechung der palästinensischen Unruhen schreibt die Zeitung ״Der Führer“, Karlsruhe, unter der Ueberschrift ״England muß sich entscheiden“ eine längere Glosse, in der dargestellt wird, daß England in einer schwierigen Lage sei, da es sich einerseits die Freundschaft der Juden, andererseits die des Islams erhalten wolle, und auf die verschiedenen einander teilweise widersprechenden Verpflichtungen, die es in Kriegszeiten eingegangen ist, Rücksicht nehmen müsse. Der Artikel schließt mit folgenden (gesperrt gedruckten) Sätzen: "!'יוו Dilemma < '■ r o ß ti r i t .1 n n i r n s iM wenig tx-neidenswert. Hinter seinem einen .Wo!' <.*< ht das einflußreiche Judentum, hinter seinem anderen die Mil!!■ •non des Idain. England muß sieh ent «dieiden. d<et und in Europa, f ii r o d fl r gegen den Kols c 11 e w i , in 11 5, i!1 r o d er g ׳■ g e n J u d;1. Es muß!“ Fs ist in vielen Presseberichten über die Unruhen in Palästina — auch in maßgebenden deutschen Zeitungen — oft hervorgehoben worden, eiaß der Bolschewismus mit den aufständischen Arabern sympathisiert. Vor einiger Zeit, und zwar noch vor Ausbruch der Unruhen, hat z. B. der ״Völkische Beobachter“ in einem interessanten Bericht dargelegt, daß k o mmunisiisc h c Agenten am Werke sind, um die Araber zu einem Aufstand zu veranlassen. Die Zeitung ״Der Führer" scheint jedoch in ihrer Schlußfolgerung anzunehmen, daß eine Entscheidung Englands für die' jüdische Sache in Palästina eine Entscheidung zugunsten des Bolschewismus wäre, liier liegt ein offensichtlicher T a t s a c h e n - I r r t u m vor. Der Bolschewismus ist an einem Scheitern des jüdischen Werkes in Palästina möglicherweise auch darum interessiert, weil er hofft, daß in manchen Ländern, besonders Osteuropas, durch die hierdurch entstehende Verzweiflung die Juden, die keinen Ausweg mehr vor sich sehen, dem Bolschewismus in die Arme getrieben werden. Wenn England dem jüdischen Aufhauwillen eine Chance in Palästina eröffnet, dann wäre damit, im Gegensatz zu der anscheinenden Meinung des obigen Zitates, dem Bolschewismus entgegengewirkt. Einige deutsche Zeitungen gaben am 14. d. M. folgende Londoner DN’B-Nacliricht wieder: ״Daily Mail“ meldet au־« Jerusalem, daß die britisriwi Oheimpoliitci festgesiellt habe, d.iii die Auistandsi1״wegung in I’ala־t ina zum großen Teil von Moskau geschürt werde. Vor kunem habe man im Nonien der Stadl Tel-Awiw das Hau!>U|uartier der kommonistischen Partei entdeckt, das in unmittelbarer Verliindüng mit Mo.kati getcamlen und von dort Anweisungen für die Unruhen erkalten ha!«'. In dem Oehaiide lialje man 11. a. Schrift, stücke des Moskauer Departements für Propaganda im Nahen Osten gefunden, sowie (?uitumgsabsrhnttte für große Geldsummen aus Moskau, Einige »!er Schritts!iicke seien in Chiffre, andere in Unsichtbarer Time geschrieben gewesen, Dies zeigt deutlich, daß nicht die Juden Palästinas, sondern die Aufständischen (d. h. die Araber) des Zusammenhangs mit dem Bolschewismus verdächtig sind. Der Rassengedanke In der Jugenderziehung Bei der Kundgebung anläßlich der Einweihung des ״Hauses der Erziehung“ m Bayreuth hielt der Reichswalter des ״Nationalsozialistischen Lehrerbundes", Gauleiter Wächtler, eine Rede, in der er u. a. auch auf die Bedeutung des Rassegedankens zu sprechen kam. Für den Erzieher, so führte der Redner — Presseberichten zufolge — aus, sei der unbe• dingte Glaube notwendig, daß der Allmächtige die deutsche Rasse geschaffen habe, damit sic sich, wie jede andere, rein erhalte, sich nur aus ihren blutsgebundenen und Wesenseigenen Kräften des Geistes, der Seele und des Leibes entwickle. Die den Lehrern aller Art anvertraute Jugend müsse zum Rassebewußtsein erzogen werden; dies sei erstes Gebot. In einer Unterredung mit dem Vertreter der ״Nationalsoz. Parteikorrespondenz“ legte Reichswalter Wächter (laut ״Frankfurter Zeitung“) die Grundsätze für die Unterrichtsgestaltung dar. Bei der Umgestaltung des Unterrichtsstoffes und bei den neuen Lehrbüchern, die geschaffen werden sollen, sei die Rasse n i d e e der Zentralpunkt, um den sich die aneferen Gebiete wie von selbst fügen würden. Dem Oeschichtsunterricht besonders werde die nationalsozialistische Erkenntnis zugrunde gelegt, daß etwa die Staatenbildüngen und Kulturleistungen Griechenlands und Roms Schönfünfcn der nordischen Rasse seien und daß mr Verfall auf den Verlust nordischen Blutes durch Kriege, Vermischung und spätere Unfruchtbarkeit zurückgehe. Früher sei die Historie als ein zeitliches Nacheinander angesehen worden, das durch alle möglichen Zufälligkeiten der Personen und Umstände gebildet worden sei; heute hingegen stelle sieh die Geschichte dar als ״die gesetzlich gebundene Entwicklung aus den naturgebundenen Tatsachen der Völker heraus, deren beide wichtigsten Faktoren Rasse und Persönlichkeit heißen“. Tm unmittelbaren Zusammenhang mit der Völker- und Rassegeschichte — so sagte Gauleiter Wächtler weiter — stünden die Naturkunde, die Rcligionslehre, die Kunst- und Kulturgeschichte, der Sprachunterricht und sogar die naturwissenschaftlichen Fächer. Das wesentliche Ergebnis eines solchen Unterrichts Die Ausscheidung der Juden aus dem Rechtsleben Im Aufträge des Presseamts der Deutschen Rechtsfront ist über die rechtsschöpferische Arbeit in den Zeitschriften der Deutschen Rechtsfront eine Broschüre ״Drei Jahre Kampf für Deutsches Recht“ von H. E. Knöpfcl erschienen, in einem Kapitel ״Das Blut“ wird in einem Teilabschnitt die Ausscheidung der Juden aus dem Rechtsleben behandelt. In diesem Zusammenhänge wird aut die Arbeit der juristischen Zeitschriften im Hinblick auf eine den nationalsozialistischen Rechtsbegriffen entsprechende Auslegung des Firmenz 11 satzes ״d e u t s c h“ hingewicsen; auch in der Rechtssprechung in der Frage der Rassenmischehe wurde in den juristischen Zeitschriften die Auffassung vertreten, daß eine Scheidung grundsätzlich zu ermöglichen sein muß, da das deutsche Volk kein Interesse an der Rassenmischehe hat. Ebenso wurden die Fragen behandelt, ob ein Jude Betriebsführer oder Testamentsvollstrecker oder Geschäftsführer sein kann, oder ob er als Armenanwalt oder als Devisenberater bestellt werden kann. ״So schälten sich als positive Forderungen das Verbot Die Stunde fordert verstärkten Einsatz vonMenschen undMitteln in Erez Jisrael Darum Sonderbeitrag für Einwanderung und Aufbau an den Keren Hajessod Keren Hajessod (Jüdisches Palästinawerk) E. V. Berlin W 15, MeinekeUr. 10 Poitsch.ck: Berlin 1533 42 der Eheschließung zwischen Deutschen und Juden, das Verbot des außerehelichen Verkehrs und das Gebot, sich der Würde des deutschen Volkes entsprechend zu verhalten, als Ziele der nationalsozialistischen Rechtspolitik heraus..,. De!1 Zeitschriften oblag es aber auch, in grundlegenden Auseiiiandcrsetzungeii die Entwicklung der zersetzenden Arbeit des jüdischen Geistes aufzuzeigen und das Wesen des jüdischen Rechtsstiles in! Gegensatz zu dem deutschen Rechtsstil zu umreißen. Eine naturnotwendige Folge mußte die Forderung nach Ausschaltung des geistigen Einflusses sein, die vom Nationalsozialismus auch von Anfang an in der Forderung nach Abschaffung der Zitate jüdischer Schriftsteller bestanden hatte.“ Selbstmord einer Urgroßnichte Heines. Wie dem ״Pester Lloyd“ aus Laibach gemeldet wird, hat sich in Krain eine junge Wienerin, Alice v. K I a r w i 11, eine geborene Baronin Salvotti, erschossen. Sie war eine Urgroßnichte Heinrich Heines. Ihre Großmutter Regine Klein, die einst als hervorragende Operetten- und Opernsängerin in Wien großes Ansehen genoß, war mit Baron Gustav Heine v. Geldern vermählt, einem Neffen des berühmten Dichters. Sein Vater, also der Urgroßvater der Selbstmörderin, war ein Bruder Heinrich Heines. sei die organische Ganzheit, zu der aHe Wissen gebiete te» knüpft würden. Auch für uns Juden sind diese Darlegungen wichtig, weif die jüdische Auffassung der Geschichte, die z. B. in den Büchern der Bibel den ersten Versuch einer Deutung der gesamten Weltgeschichte unternimmt, stets dem Geist (dem ״•Willen Gottes“) eine entscheidende Rolle zuerkennt, ohne die irdischen Faktoren zu unterschätzen. Bei der Umwertung aller Werte, in der wir leben, haben wir uns über die Grundsätze jüdischer Jugenderziehung klar zu werden. Jüdische Jugend auf Ausflügen Die Zeitung ״Der Freiheitskamp f “, Dresden, berichtet unter der Ueberschrift ״Verdorbene Dampferfahrt“ über einen Ausflug, bei dem eine Schar Jungen und Mädel einen Dampfer bestiegen. Es heißt dann weiter: 67״ Kinder, von denen höchsten» fünf oder sechs eine rühmliche Ausnahme machten, lärmten auf dem Vorderschiff herum. Alles Ermahnen und Bitten der Fahrgäste um etwas Ruhe half nichts, Leiter und Leiterin des Ausflugs kümmerten sich nicht um den Radau. ... An der Augustusbrücke tauchten endlich die Leiter auf, geboten Ruhe, hatten aber auf unsere Fragen, warum sie sich nicht eher mal um die ihnen anvertrauten Kinder gekümmert hatten, keine Antwort.“ Der Berichterstatter erwähnt, daß beim Aussteigen sich herausstellte, daß es sich um Kinder einer jüdischen Volksschule handelte. Dazu bemerkt die Schriftleitung der Zeitung ״Der Freiheitskampf“•. ״ln Fällen, wo sich die Aufdringlichkeit der Judenbengel so offensichtlich teigt, muß man zur Selbsthilfe greifen. Nur auf diese Weise wird ihnen klar, daß sie in Deutschland nur Gaste sind!“ Mag es auch sonst häufig unvermeidlich sein, daß Großstadtkinder, die die ganze Woche die Schulbank drücken, bei einem Ausflug sich gehen lassen, so sind wir doch der Meinung, daß jüdische Jugend, und vor allem deren verantwörtliche Aufseher, sich stets der heutigen jüdischen Lage in Deutschland bewußt sein sollten. Anwälte als Devisenberater Wie wir aus mehreren Mitteilungen ersehen, ist das neue Gesetz über die Zulassung von Devisenberatern in maneben jüdischen Kreisen insofern mißverstanden worden, als dort die Auffassung besteht, daß auch jüdische Anwälte nicht mehr als Devisenberater zugelasscn sind. Diese Anschauung ist irrig. Die Tätigkeit jüdischer Anwälte in Devisenangclegenheiten ist nach wie vor in vollem Umfange zulässig. Das neue Gesetz bezieht sich nur auf Devisenberater, die nicht Anwälte sind. Zu diesem Berufe werden von nun an, wie unseren Lesern aus unseren Veröffentlichungen bekannt, Juden nur im Rahmen der im Gesetz vorgesehenen Ausnahmen zugelassen. Kleine Nachrichten Aut dem Gautag Hessen-Nassau der NSDAP, in Frankfurt a. M. sprach der Leiter der Kommission für Wirtschafts- Politik der NSDAP., Bernhard Köhler, über Wirtschaftsaussichten. Nach dem im ״Reichsanzeiger“ veröffentlichten Bericht über diesen Vortrag führte er u. a. aus: ״Die deutsche Volkswirtschaft ist heute keine jüdische Wirtschaft mehr, sondern eine deutsche. Sie wird nicht mehr zum Besten der Juden, sondern des deutschen Volkes, und nicht nach jüdischen Grundsätzen, sondern nach deutscher sittlicher Auffassung aus deutschem Denken getrieben.“ Die Chemische Fabrik Wittlich in Wittlkh (Rheinland) ist laut?,Nationalzeitung Essen“ aus jüdischem in deutschen Besitz ubergegangen. Das Versandhaus LoewensteinG.m.b.H. fei Hagen ist in arischen Besitz übergegangen. Das Spezialhaus für Herren- und Knabenkleidung Herrmann Sann, Zittau, ist in arischen Besitz übergegangen. Das ״Schwarze Korps“ teilt mit, daß demnächst auch in Hamburg mit der restlosen Beseitigung aller jüdischen Lotterie-Einnehmer zu rechnen ist. Der Präsident der Preußisch-Süddeutschen Klasscnlotterie ermächtigt die Zeiturig zu der Erklärung, daß ihre sämtlichen Kollekteure den Ariernachweis erbracht haben, bis auf drei In Ober Schlesien, die unter das internationale Schutzabkommen fallen. Wie das ״Hakenkreuzbanner“, Mannheim, mitteilf, warnten zwei jüdische Viehhändler aus Emmendingen in Schutzhaft genommen, weil sie sich Verstöße gegen die Anordnungen der Hauptvercinigung der deutschen Viehwirtschalt und des Viehwirtschaftsverbandes zuschulden kommen ließen. In Großlang heim (Bayern) rettete «fie Jüdische Witwe Cilly Weikcrsheimer unter Einsatz ihres eigene» Lebens ein Kind vor dem Ueberfahrenwerden. ln Breslau wurde der 26jährige Alfred K. wegen Rassenschande in zwei Fällen unter Anrechnung der Untersuchungshaft zu einem Jahr neun Monaten Zuchthaus verurteilt. — Die Strafkammer des Landgerichts C h e m n i t z verurteilte den 22jährigen Hans Karl L. wegen Rassenschande zu einer Gefängnisstrafe von einem Jahr und zwei Monaten. In Hagen wurde der 39 Jahre alte Alfred Awegen Rassenschande zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt. — In Würzburg erhielt der 38 Jahre alte Max M. wegen Rassensehande zwei Jahre acht Monate Zuchthaus und fünf Jahre Ehrverlust. Wie mitgeteilt wird, trifft das Zentrale Palästina-Amt in Warschau alle Vorbereitungen, um die Ausreise von 1100 Palästina-Auswanderern in diesem Monat zu ermöglichen. Außer dem für de!! 14. Juli angesetzten Transport von 700 Auswanderern soll am 28. Juli ein weiterer Transport von 400 Olim aus Warschau abgehen. Anläßlich des 175jährigen Bestehens des Jüdischen Mädchen- Waisenhauses in Amsterdam wurde die Direktorin Frl. R. Frank von der holländischen Königin zum ״Ritter des Ordens Oranicn-Nassau“ ernannt. Der Baritonist Ernst Wo!ff gab fei Amerika mehrere Konzerte mit großem Erfolge. Das in Nr. 53 reproduzierte Gemälde von Ludwig Schwerin war nicht, wie irrtümlich angegeben, von Ra hei Wischnitzer photographiert, sondern von Marja R 0 e d e r. Internationales Makkabi-Tennis-Turnier makhabi-mannschaiten aus Lettland, Polen, Rumänien, Oesterreich Tageskarten am 22., 23. u. 24. dull . RM 1,—• 28 ״. u. 26. Juli . . . RM 1,50 Mittwoch, den 22. Juli. Ms Sonntag, den 26. Juli 1936 Dauarkartan RM 4.—, Vorvarkauf: Clubstkr. Lelbnlzstr.u.Jüd. Rundschau-Laden, Melnekestr.10 Jüdischer Tennis-Club »Bar Kochba« e. V.f Charlottenburg, Leibnizstraße 49-53 / C2 1747

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