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Jüdische Rundschau · 1936-07-10 · Heft 55 (10.7.1936) · page 5

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
41 (1936)
Issue
Heft 55 (10.7.1936)
Date
1936-07-10
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Nr. 55, 10. Vfl. 1936 JÜDISCHE RUNDSCHAU Seite 5 $־- 1, ZU BIALIKS TODESTAG Bialik als Volksbildner Von Dr. H. M. Oraupe, Haifa Im allgemeinen Bewußtsein des Juden, und namentlich *fl dem der außerpalästinensischen Judenheit, zu der auch die Olim aus den deutschsprachigen Ländern sich größtenteils leider noch werden znrechnen müssen, ist Bialik vornehmlich der große Dichter, der vielleicht größte Lyriker in hebräischer Sprache seit den Tagen der spanischen Glanzzeit. Bialiks Bedeutung als wirklich großer Dichter kann auch gar nicht bezweifelt werden. Trotzdem aber darf man vielleicht sagen, daß, als Bialik 1<B4 ()1 jährig starb, es nicht der Verlust des bedeutendsten hebräischen Dichters gewesen ist, der alle die verschiedenen Lager des Jischuw in Bestürzung setzte. Bestürzt pflegt man nur dann zu sein, wenn man nach einem Ereignis ratlos ist, wenn man fragen muß: Was nun? So aber fragten bei Bialiks Tod fast alle kulturell interessierten Kreise des Jischinv. Denn mit Bialik war dem Jischuw die aktivste Kraft zur Anbahnung einer hebräischcn Kultur, das kulturelle Gewissen Palästinas gestorben. Und wir dürfen hinzufügen, daß bis heute noch niemand seine Lücke hat ausfüllen können. Nicht nur in den Augen des Jischuw kam Bialik diese Bedcutung zu, sein eigenes Leben beweist sie uns. Das Schwergewicht seines Wirkens lag für ihn selbst immer stärker im allgemein-kulturellen Bezirk, In der ganzen zweiten Hälfte seines Lebens, vorn Jahre 1005 an, war bei Bialik der Dichter in den Hintergrund getreten. Sein dichterisches Werk war mit dein 32jäl1rige!1 im wesentlichen abgeschlossen und nur wenig fügte er ihm — und oft nach jahrelangem, bis zu siebenjährigem völligem Schweigen — hinzu. Von der mehr oder weniger doch privaten, intimen Sphäre der Kunst war er übergegangen zur Verantwortung für sein Volk. Das aktuelle Problem diesem Volke bei der Neuschaffung seiner Kultur beizustelien, siegte in der Persönlichkeit Bialiks über den Ewigkeitswert und Ewigkeitsanspruch seines Dichtertums. Ruf zum Sammeln Die Aufgabe, die Bialik als die seine und die seiner Generation empfand, hieß: sammeln und retten, was die gesamte jüdische Vergangenheit an kulturellen Werten hinterlassen hatte. Diese Werte zu retten nicht für wenige Fachgelehrte, um sie dann in wissenschaftlichen Werken zu begraben, sondern für das gesamte Volk, zur Neuentbindung seiner kulturschöpferischen Kräfte. Er ging von dem Gedanken aus, daß c-rst die Kenntnis des gesamten geistigen Erbes dem Mich in Osteuropa heute doch schon von diesen Quellen vielfach so fernen Judentum unserer Tage ein neues organisches und nicht nur zufälliges nationales Kulturschaffen ermöglichen würde. Für diese Sammlung gebraucht Bialik den Ausdruck ״Kinnus“ (Sammlung). Der Kinnusgedanke ist das Leitmotiv des gesamten Bialikschen Wirkens in den letzten 20 Jahren seines Lebens. Der Ansatzpunkt zur Verwirklichung der Kinnusidee ist bezeichnend für den Dichter Bialik. Es ist nicht wie früher Lebensform und Gedankengut des Judentums, sondern das, womit es der Dichter zu tun hat, die hebräische Sprache. Erste Und wesentliche Folge des Kinnus soll cs sein, der sich erneuernden heutigen hebräischen Sprache den gesamten Wort- und Ausdrucksreiciitiim des Hebräischen aller Jahrhunderte und Entwicklungsstufen bereitzustellen. Die Armut und Dürftigkeit unseres Gebrauchshebräisch sollte so überwunden, und dem Dichter wie dem Gelehrten, dem Bauer wie dem Arbeiter die Handhaben geboten werden, aus dem alten ja tatsächlich alle Lebensgebiete umfassenden Literaturschatz originale hebräischc Sprachschätze zu heben und mit ihnen das heutige Hebräisch nicht nur zu bereichern, sondern es auch auf organische Grundlagen zu stellen. Neben dieser praktischen Aufgabe der Sprache steht für den Dichter Bialik aber noch eine weitere, gewissermaßen metaphysische. Die Sprache ist für ihn, da seiner Meinung die religiösen Faktoren des Judentums ihre einende Kraft verloren haben, das einzige bindende Element, das den Fortbestand, die Ewigkeit des jüdischen Volkes und seiner Kultur gewährleisten könne. Sie ist deshalb das eigentliehe nationale Heiligtum des Juden. Sic erhält bei Bialik eine der Religion ähnliche Weihe, Er sagt in einer ״Kinnus des Geistes“ betitelten Rede im Jahre 1026: ״Früher war es die Religion, die in der Welt herrschende Macht war. Seitdem ihre Herrscherkraft schwach geworden war, müssen wir alles auf die eine Sprache konzentrieren, die unser Schalschelet Hajuchassin, unsere Vergangenheit und Zukunft verbindende Erburkunde ist.“ Diese Rolie des Hebräischen vermag Bialik durch eine sicher richtige Beobachtung zu belegen. Er bemerkt, dal! all das, was Juden in anderen Sprachen, z. B. in Griechisch oder Arabisch geschaffen haben, für das jüdische Bewußtsein verlorengegangen, verhallt ist, wenn es nicht wie manche Werke des arabisch-jüdischen Mittelalters rechtzeitig ins Hebräische übersetzt wurde. Nur das hebräisch Gesagte blich lebendig, blieb Glied in der Kette des jüdischen Geisteserbes. Bialik verneint deshalb alle jüdische Geistesarbeit, die nicht Hebräisch ist. Der Verleger War der Kinnusgedanke so im engeren Sinne als Kinnus des Sprachgutes bestimmt worden, so war das praktische Handeln Bialiks auf feste Bahnen gewiesen. Sprache, das sind ja nicht die einzelnen Worte und Wortverbindungen, sondern das, was Hi dieser Sprache gesprochen wird. Und dies liegt uns zumeist vor in den literarischen Werken der Sprache. Die gesamte jüdische Literatur wurde deshalb für Bialik zum Gegenstand des Kinnus. Sie galt es zu sammeln, zu prüfen 1md dem heutigen Geschlecht neu zufängiieh zu machen, mit einem Worte neu herauszugeben. 'ethnisch also ein buchhändlerisches Problem. Im Jahre!905 gründen deshalb Bialik und seine nächsten Freunde, vor allem sein engster Weggenosse Rawnitzki, in Odessa den Verlag ״Moriah“, den Vorgänger des heutigen ״Dwir“-Verlages in Tel-Avvivv. Hier war es nicht ein Verlag, der ein Programm aufstellte, sondern ein Programm, das mittels eines Verlages seine Durchführung finden sollte. Dieses Programm, das später auch in dem Aufsatz ״Das hebräische Buch“ seine Veröffentlichung fand, umfaßte 13 Abteilungen. Bibel und Apokryphen, jüdisch-hellenistische Literatur, Josephus Flavius, Mischnah, Aggadah, Philosophie, mittelalterliche Dichtung, Moralliteratur, Kabbalah, Predigtsammlungen, Chassidismus, Folklore und moderne Literatur. Dieses Programm, das mit Ausnahme der ganz fehlenden religionsgesetzlichen Literatur umfassend ist, wurde noch in keinem seiner Teile durchf?führt und bleibt als Aufgabe für lange Sicht. ine Reihe von Gebieten hat aber Bialik, zumeist mit Rawnitzki zusammen, selbst in Angriff genommen: Die Bibel durch die allen palästinensischen Schülern vertraute Auswahl: ״Sippurc Harnikra“, die Aggadah in dem großen mehrbänaigen Sammelbuch: ״Sefer Haagaddah“, dem am weitesten ZWEI GEDICHTE BIALIKS Wir geben nachstehend zwei Dichtungen Bialiks, die bisher dem nur deutsch lesenden Publikum unbekannt sind, wieder, und zwar ein Bruchstück seines letzten (sehr langen) Poems und ein jiddisches Gedicht. (Red.) ״Trennung“ [Fragment] Klar war der Frflhltngsmorgen und licht wie Kristall — noch schien es, Als ob eben die Well erst Im SAöpfungsglnnze erstanden. Noch war die Vorstadt nicht zu schmutzigem Lärmen erwachet. - Wars nicht solch ein Morgen, als Vater Abraham aufstand Und den einzigen Sohn zutn Opfergang fahrte? — — Da hob sich Früh die Mutter vom Lager — sie betete — schnürte mein Bündel, Meinen kärglichen Vorrat an Kleidung, erst gestern geflideei, Hemden und Strümpfe ein Paar — und die Ziziih nicht zu vergessen. Dazu fügte sie noch, was Mutterliebe Ihr eingab. Plätzchen aus Hafermehl — sie hat sie selber gebadeen. Und sie wubte, es war mein Lieblingsbackwerk von jeher. Dann das zerlesne Gebetbuch vom Vater — mein einziges Erbteil. Beides zur Wegzehr dem Wetslein: das Eine — Brot für die Reise, Reise der Trübsal, die am heutigen Tag mir bevorstand — Brot fOrs Leben das Zweite: sie packt es sorglich zusammen. Kostbares und Geringes selbander ins Bündel gewickelt. Dann nahm Ihr Tuch sie um — ich kübte Bruder und Schwester, Abschiedsküsse — wie langl — und immer wieder von Neuem Kflbt Ich mit aller Kraft, so viel die Seele nur hergab, Und so küble Ich auch nochmals die Mesusah am Türknauf. Damals sagt Ich Im Herzen Lebwoh! zu den Schatten der Kindheit, Die versteckt und stumm an den Wänden des Hauses noch haften. Allen dunkeln Winkeln — Lebt wohll Lebt wohl I — sagt ich allen. Und auch Du leb wohl. Du alter Nachbar des Hauses, Grünender Birkenbaum, Du frischer Genob meiner Spiele! Früh am Morgen sdion grüblest Du mich mit wehenden Locken, Brachtest mir all Deinen Zierrat, den ganzen Schmuck mir entgegen. Frieden und Segen mit Dir auf ewlgl wie Du mich getränket Hast im Lenz alljährlich mit kühlendem Saft Deines Stammes, - Lieblingsgetränk des Armen, gereicht ln tönerner Scherbe - Dürftig der Krug; doch rinnt belebend das Tränklein zur Kehle; Lang noch spür' Ichs im Mund und im Leibe - und Immer er- Mehr als köstlicher Wein, kredenzt ln goldenem Becher, (qulckls mich Friede, Friede mit Dir auch — Du Aeltester hier aus der Vorstadt — Kraftvoller Lindenbaum, breltschalfend, hoch schon an Jahren, Reich an Aesten und Zweigen, erprob! in Stürmen und Wetter. Ausgeh&hlt war Dein Stamm (tats Menschenhand? tat es der Wurmfrab? Oder des Blitzes Gewalt?). Du botest vertraute Behausung Für den Bienenschwarm, den summenden — oder Versteck auch Meinem Köpfchen, wo der Gedankenschwarm summte wie Bienen. Oft barg ln Sommers Glut ich in Deinem Schatten den Kummer Meiner Kindheit und hab Dir zu Füben gebettet All mein heimlich Grübeln um ferne, verdunkelte Dinge. Manchmal liebest Du mich der Bienen Stachel verspüren Schmerzlich — manchmal )edoA erquickte ein wenig vom Honig. Sei für beides bedankt. Du mächtiger Ahnei — erwacht ich Wirr aus Träumen der Nacht, dann hört iA Dein flüsterndes Murmeln. Immer drang mirs ins Ohr - es spielten glänzende Strahlen, Hüpften wie goldne Mäuse -- es wehte erfrisAender Luflstrom Süb wie Honig mir zu - und blieb mir lange verhaftet: DuftDelner Knospen, der Sprossen des Alters, der Frü Ate des Sommers. Und auA EuA sag!A herzilA Lebwohl - Ihr lehmigen Hütten, Dürftigen Häusern und wankenden Wänden und winds Atefen DäAern I Eingebettet in Staub bis zum Nabel - lebt wohl denn, Ihr Allel Und ein zwiefaA Lebwohl dem AermliAsfen unter EuA allen, N0A geduckter als ihr — dem HäusAen am Ende der Vorstadt, Wie ein Kamel gestaltet, so höckerlg-ttef im Verstecke SAaut ersAreckt es mit halben Fensterlein auf aus der Grube. Friede mit Dir auf ewig! NoA war iA ein winziges BürsAlein, NoA war der Name .Vater" nlAt ganz auf den Lippen zuhause, Als man miA sAon mit Fleib zur Behausung des Rabbi gebraAi hat. Fest in den Tailifh gehüllt, den gestickten. Im Arme des Vater», Eng an des Vaters Brust — sein Barl mir rührte die Wange — Kostbares Unterpfand braAl er dem Himmel - als Zeugnis der Liebe. AAI ober slreng war der Raw - und zornig - und prügelte weldllA, Haufenwets prasselten SAlöge herab hernaA - und häuften slA Damals ahnte noA nl Ais mein Herz, noA kann! esdasGruseln. (immer.. Damals zur Absdiledsstunde. an lenem strahlenden Morgen. Als iA mit ängstliAem Fub traf nie gesehene Pfade. Also steht Ihr vor Augen mir heut, voll Glanz und voll SAlmmer, Kraft und Gröfte umsAwebt EuA, wie nie Ihr zu hoffen sie wagtet. Aber das Beste an Glanz und an HerrliAkeif spart Idi für Dich auf: Aermste der Mütter Du - Geplagteste unter den Weibern! Aller Glanz meines Lebens - Dein ist er, MüLerleiri meinesl Still wie der Stern am Morgen erstrahlt überm Treiben des Lebens . . Und wenn einst Qual tatst das einsame Kind - in der Wüste des Lebens RiAtel mein Auge siA aut - vertrauend — am Glanz Deiner Hebe. Deiner ZSrlliAkcit denk IA am Abend — wie einst Du DiA beugtes! Ueberden kleinen Kopf auf den 5Aob miA nahmst - streiAelfest leise, Während die Träne Dir rann - das lieb miA im Herzen erbeben. Und dann iehnies! Du näher an mir und sahst mir Ins Auge; Deines Weinens und LaAens - und Deiner Küsse gedenk iA. Dann versieh IA die Qual, die MensAenherzen crlüllet . . . Aber so wahr Goß lebt: Kein Tropfen fällt nutzlos zur Erde Wo er au A sei - vom untersten Grund und aus Tiefen des Meeres, H0A heb iA einst ihn empor - und wandT ihn zur 5 Aönsten der Kronen, Die zu ewigem Ruhm das Volk seinem Liebling nur weihfe. Und - wer weib? - ViellelAt einmal krönt sie den SAeitel Eines verwaisten Knaben, den traurig die Mutter einst forfsAidd, Grade wie miA - den Sohn de» jüdisAen Manns aus dem Viertel der (Köhler. Lab DlAs nicht grämen, Mutter, dab fort Du sAicken miA muhtest, Damals am Rüsttag des Neumonds an Vaters Grabe du sähest Und Ihm all' Deine Qual und all Dein Herzleid vertrautest. Er Verstands — er glaubte es Dir - er hat Dir verziehen. So spraA IA im Herzen, Als iA langsam den Fub in Mufters Fuhstapfen setzte. Wandernd In abgetretenen Stiefeln, vielmals zu groben, SAreite slill meines Wegs - mir sdilägt das Bündel den SAenkel.., Aus: Ch. N. Bialik, ית«1ית הומת .וניר־׳ תל־אניב, תרצ״ה (Uebersetzi von ßeriha Badt-Strapsi) Auf dem hohen Berg / Aus dem Jiddischen: Leo Hirsch fijf dem hohen Berg. Aul dem grünen Gras Habe IA als Kind Stumm verträumt mein Glück Was IA mir ersehnt - IA weih selbst nlAt was Weib )a nur, es kommt Niemals mehr zurück. Weib vielleiAt der Win Und der Sonnenstrahl, Der Ins Auge mir Sprühte lauter Gold, Und das liefe Tal Und der reine Quell, Was mein kindliA Herz So erträumen wollt. Aul dem hohen Berg, Dort fernab der Stadl, Auf dem grünen Gras Hab IA miA erfühlt . In der Stille da Sah 1A miA mit Goß, Und es waren Engel, Die mit mir gespielt. Freitags, Sommertags, Kaum die Stund erleb! 1 Frei vom Chederjorfs Kaum dab iA noA sAnau. Was Ist mir MaharsAa, Wer mir Mahram-Sdiiff I Weg davon und los Auf den Berg hinauf! Oben öffnet siA Eine neue Welt, Alles badet In Einem Meer aus Licht. Auf vom Fußertrog Guckt die Sonn und quillt, — Wie das Gräsleln wSAst, Wie das Würmletn krieAt. Ganzer Welten Geist Gfebt in miA hinein Jeder stille HauA, Jeder Sonnenstrahl hell. Und aus voller Kehle Trink IA Luft und SAein, Und im Herzen lief Oeftnet siA ein Quell — - Oh, dahin, dahin Irgend weit, ganz weil SuAcn ging mein Herz KindliA stumme Lust Und es bangte so , . Wo, auf welAer Seite Mein Dahin denn lag, Hab IA niAt gewubt. Nur die SAwälbelein Hebens doA gewubl. In der VogelspraAe Flugs im Flug vorbei Haben sAnappend sie MiA von dort gegrübt Und sie sAwebten weg FröhliA, frank und frei• Auf dem hohen Berg, Auf dem grünen Gras Habe iA als Kind Stumm verträumt mein Glück. Was Ist es gewesen? IA welb selbst niAt was. Weib ja nur, es kommt Niemals mehr zurück. gediehenen Teil des Kinnus. Es enthält nach sachlichen Gesichtspunkten geordnet einen Großteil des verstreuten aggadischen Materials, und zwar im Original, nicht wie meist in Bearbeitung. Die letzten Lebensjahre brachten uns von der Mischna wenigstens den ersten, aber gerade den für Palästina wichtigen, landwirtschaftlichem Teil mit eigenem Konimentar. Das Gebiet der mittelalterlichen Dichtung wurde durch die erste Gesamtausgabe der Gedichte (iabirols in Angriff genommen. Einen Lieblingsgedanken Bialiks, den Kinnus der modernen hebräischen Literatur mit einem Kinnus da am Buche arbeitenden Menschen, Schriftsteller, Verleger, Drucker, des gesamten Buchgewerbes in einer besonderen Bücherstadt in Lrez-Jisrael zu verbinden, konnte es zu seiner größten persehnlichen Enttäuschung nicht durchsetzen. Was von diesem!»lau blieb, war sein neuer Verlag, der den Namen der biblischen Bücherstadt ״Dwir“ trägt und in den nach Bialiks Ucbcrsicdlung nach Tei-Awiw der Moriah-Verlag überführt wurde. Von besonderer Wichtigkeit wurden manche Tale

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