Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 41 (1936)
- Issue
- Heft 54 (7.7.1936)
- Date
- 1936-07-07
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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ייi■י■iו^iמp!Äי1^ימi5»?יי ■ _ifi‘ in! ■ I—>■"־1! ־I m ■ f ■ j*®»‘ ij Seite 12 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 54 7 VII IV’Ö Generalversammlung der Iwria-Bank, Berlin Am 30. Juni fand die■ ordentliche Generalversammlung der Iwria-Bank e. U. m. b. H. Berlin statt. Sie wurde von dem stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden Direktor Benario geleitet, der unter Verweisung auf den gedruckt vorliegenden Geschäftsbericht ergänzende Angaben über die Entwicklung des Unternehmens machte. Nach Beantwortung einiger aus dem Kreise der Genossen gestellter Fragen durch das Vor- Standsmitglied Dr. Ellenbogen wurde der Geschäftsbericht, die Bilanz und die Ciewinn- und Verlustrechnung einstimmig genehmigt. Ebenso wurde dein Vorstand und Aulsichtsrat einstimmig Entlastung erteilt, Damit ist für «las. Oeschäftsjahr 1935 erstmalig die Ausschüttung einer Dividen de von 31.2 <> 0 auf die Genossenschaftsanteile beschlossen worden, wahrend aus dem erzielten Ucbcrschuß FS (RIO k.M. zu Rückstellungen verwandt wurden. Aus dem Geschäftsbericht der Bank ist zu entnehmen, dal! in ihrem achten Geschäftsjahr 1935 eine Umsatzsteigerung um 27 572000 RM., auf 105 470 (MX) RM., d. h. um 35,4 0.״, erfolgt ist. Die täglich fälligen Gelder sind von 632 491 RM. im Vorjahre auf 1 333 037 RM., also um mehr ais das Etoppelte, gestiegen. Die Anzahl der Konten, auf die sich diese Guthaben verteilen, beläuft sich auf 728 gegenüber 502 im Vorjahre. Von ihnen wiesen 474 Konten einen Bestand bis zu KXX) RM. auf, bis zu 5<KM) RM. 173 Konten, bis 10 00!) RM 35 Konten und über 10 000 RM. 44 Konten. Die diesjährige Bilanz weist als feste Gelder und als Gelder mit Kündigung für bestimmte Zeit einen Betrag von 1724 003 RM. auf, der sich um mehr als das Dreifache gegenüber dem Vorjahr erhöht hat. Die Sparkonten sind auf 127 14! RM., d. h. um rund 40 0,״ gestiegen. Sie \erteilen sich auf 2<!S Konten gegenüber 227 im Vorjahre. In bezug auf die Geschaftsgutbabeu der Mitglieder zeigt sich, dali durch die Auswanderung-bewegung die Anzahl der ausscheidenden Genossen und damit der wegfallenden ( icsehaitsanteile besonders grob war. Es war ein Abgang von 103 Mitgliedern mit 143 Geschäftsanteilen zu verzcichneu. Hinzu gekommen sind 123 neue Mitglieder mit 347 Ciescli.dtsanteilen. Einselthelflieh der ausgew iesenen Reserven beläuft sich das vorhandene Eigenkapitai auf 198 985 RM. Mit dem Haftsummeiiztisdiiag betragt das gesamte haftende Eigenkapital 337 2 33 RM. gegenüber 203 100 RM. im Vorjahre. Die Erweiterung des Gcschaft.-berriebes der Bank kommt in einer Erhöhung der Bilanzsumme von 1 433 303 RM. auf 3 43!) 337 Ri ichsmark zum Ausdruck. Die I ordmmgeii der Bank in laufender Rechnung und die testbefristeten Darlehen sind auf 1 82(1208 RM. gestiegen. 33 "0 aller Kredite sind dabei in einer I lohe Ins zu 1000 RM. gegeben worden, 8343 0,״ aller Bewilligungen lagen unter 3000 RM. Ankündigungen Traucn-Arbeitsgcmeinschaft für Palästina. Jeden Donnerstag, 16.JO Uhr, Im Wiro-Hdm, Wittenbergplati 3 a, Treffpunkt der we»tllchen Gruppen! Teenachmittage, Vorträge. Am 9. Juli Ermt Bauer: ״JU• diache Jugend und Bund". — Gruppt■ Neukölln; Am 9. Juli, 20.45 Uhr, lleim, Jäg.-rstr. 6: Dr, Wera Mahler: ״Dir sang u'11, mein Fand (Arbeiterinnenlyrik aus Palästina.) Zu allen Veranjtalmngen Gäste willkommen. —. Unore Nah-1u!x׳ hitiel um Meldung von einigen gut nähenden ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen, sowie um leihweise Uebc rlassung von einigen Nähmaschinen. Hebräische Kurie der BZV. An den hebräischen Kursen für Anfänger und Fortgeschrittene in allen Stadtteilen Berlins können neue Teilnehmer aufgenommen werden. Auskunft; Kulturabteilung der B2V., Meinekestr. 10 (J 1 9031). HebrSUche Herrlfeier der Kullurabfeilung tkr BZV. am 1t. Juli, 21.15 Ihr, im Heim, Kantstr. 54. Es sprechen: Dr. Borodiunski, Dr. Kaleko. Chug Iwrl Zentrum fällt »in Juli aus. Die Teilnehmer des Chugs nehmen am 11. Juli, 21.15 Uhr, an der hebräischen iiersLGcdenkleier im Heim, Kant&tr. 54, teil, Zion. Fotogruppe T'munah. Am 7. Juli, 20 30 Uhr, Kantstraße 54, Dr. Roman VVLchniak: ,.Schnappschüsse — das fotografierte Leben“. Lchrkikhe auf PahHstina-Herden. In Palästina gibt es keine Gas-, Holz- und Kohlefcierirnq. U:״ den H!u^frauen die Umstellung zu crici-'h’cm, sind p^akdurur Knchuhunryn auf vt-rschifdmen Systemen eingermhte? worden. Vom׳.״־,׳(: uU"׳ tn■ ן־.»1;י ne Erna hf uny-!uh! e und 1 >1:1!k 1!י he“ un’f i l)0h.>n׳ir[1 r 1 h■! u: k:!1 i^any der paläst In,׳n-.i■-uh(׳n Verhrthnisuu, mit!rdwd.se praktisrhrn lJebunpun, ergänzen der. Unterrieht der T.-ehrktj־״׳he auf Herd!, n“. Der Unknsterhritrag het r;igt für die ״Lehrkürhe auf Pa!;!3tina-Hur<!en“ (serlis Stunden) RM. 3,—, für dn.: .,Frnahrungdrlne und Diiitküuhe" (zehn Stunden) RM. 10.—. Anmeldungen he! d־׳r Kur*!׳ iterin Henriette AU!,!׳eh, in der IIau-frauen-SpH:־d1s!und״. Mon*ag 10—18 Uhr, Trautenaustr. 8, Ghs. links, 1 Tr, (H 7 2528). Jüdisches Lehrhau», i Fidu judi- 1k• V. dkd.׳.>d. -1 nah F. V., SekrciariÄt; Bufim W 50, Marbmg! r St r. 5, 111, Tel. H4 5557.) I >i< Aid:■ - {e;nc1nbt ha Reu und V<»;!׳• ,uf.g« n d< .׳-?־,. י.■;nme.51■ ■ ׳ m> tm ■umi U'rndu. 5{>rat.״hku! ״.e: Limge engh-> ht. kur.-.<־ wetd• 11 ui■ i\ vs.t'.ruid de: Hiien »׳ei* trgtUüJifi; 2\u3kuiu:c luurubei 1111 Scku: .u 1.F « iu 13 und 16 hm 16 Uhr). Dit bpi.׳, hkur.ic >ica lUil-vcums dm Fühlt d hi DvUtsehlaiui E. Vh (gumcia ■t hall in ui!' «hu! f 1:־. ii-׳ I1 ״ j I 1!!}..«1 1׳ gehen mm r änderi wui־cr. Ab 1. Augu t ul־!! neue Am.!!:.;•׳-Ku!-e n;:;H 1 iuhtet. Anmflduntgen hierfür 1m i i dt4• verein. I .ud<.-ml1>rn!,1r. 2u. 'ich ii 2 6237 39. Da,!* ‘‘-־krem;;!' deju־li.y In n I .׳!:rh.iu-ewird am IG. Juli pesch-ü.-Afn. Wiederaufnahme der Sprechstunden: 10. AuguD. *Der schiefe Spiegel“! von Hermann Ludwig Schlesinger va tonte parodiüHd.e Kurs-Revue, wird am 14. Juli, 20.15 Uhr, im Logenhaus, KleisUtr., vor der Urauüuhnmg der f J’iandung^oper“, von Leonhard Heinrich, zur iiar-telrnng gebracht. ln»zt-11ivrung der ״Pij4ndungsoperui Nikolai EijaschoÜ* Regie tur den .,Schielen Spiegcl's Allred Lichtendem. Musikalische Leitung: Hermann Ludwig Zionisten Berlins Der landesvorstand der2VfD. hat in seiner Sitzung vom 14. Juni 1936 einstimmig beschlossen, zugunsten der nationalen Fonds die Aktion Blzzur Haarez — Festigung des Landes im Juii 1936 durchzuführen. Jeder organisierte Zionist (st verpflichtet, als Zeichen seiner Verbundenheit mit dem Jlschuw und dem Aufbauwerk in Erez Israel den Ertrag eines Arbeitstages für Bizzur Haarez abzuführen. Der Hauptvorstand der Berliner Zionistischen Vereinigung ruft deshalb die organisierten Zionisten Berlins auf, ihre Pflicht für Blzzur Haaraz zu tun, und erwartet, doß jeder ohne Ausnahme diesem Aufruf Folge leistet. Blzzur Haarez ist Festigung des Landes — ist Stärkung der jüdischen Position in Erez Israel Zionisten erfüllt eure Pflicht! Dar Hauptvorztand dar Barliner Zionistischen Vereinigung gez. Benno Cohn gez. S. Tschertok Schlesinger. Am zweiten Flügel: Werner Bär. Ausstattung: Heinz Gondel!. Mitwirkende: Erna Cohn (Lorenz), Trude Hesse, Heinz Kaimemann, Aifred I.ichUinstcin, lleiix'rt Meyerowitz (Mailioff)■ Bar Mizwah -Termine Alfred K a h!1. Bulin, llciligc-Geisl-Str. 12, begeht am 8. Juli den 60. Geburtstag. Ausschreitungen in Plonsk Warschau, 1. Juli. (JTA.) Das Zentralorgan der Nationaklemokraten, ״Dzicnnik Narodowy“ meidet, dali es in Plonsk infolge ״provozierenden Verhaltens der Juden“ zu judcnfcindlichcnAusschreitungcn gekommen sei, Bereits seit dem 24« Juni seien Unruhen zu verzeichnen. In der Nacht seien die Fenster jüdischer Häuser zertrümmert worden. Das Schnellgericht verurteilte einen polnischen Studenten zu sechs Tagen, drei andere Polen zu einem Tag und zwei luden zu drei Tagen Gefängnis. Das Blatt veröffentlicht auch ein Manifest der Nationaldemokraten von Plonsk an die Bevölkerung, in dem diese aufgefordert wird, den Kampf gegen die Juden zu führen. Gottesdienst auf See. Zu dem Bericht über das jüdische Leben auf dem Schiff ״W e s t c r n I a n d“ der Arnold Bernstein- Linie auf der Fahrt nach USA. (J. R. Nr. 42 3 vom 2b. 5.) erhalten wir die Zuschrift eines soeben aus Amerika zurückgekehrten Lesers, der gleichfalls auf der ״Westernland‘• nach Amerika gefahren und auf der ״P e n 111 a 11 d“ der gleichen Gesellschaft zurückgekehrt ist. In der Zuschrift lieilit es, daß auch auf der ״Pennland“ eine größere Gesellschaft von Juden aus Deutschland sich zusammenfand, die aus Amerika zurückkehrte. Auch auf diesem Schiffe sind eine Anzahl Juden in verschiedenen Funktionen unter dem Schiffspersonal angestcllt. ZU der s. Zf. in der ,,Jüdischen Rundschau“ berichteten Episode, daß trotz Bemühungen ein Sch ab bat-Gottesdienst auf vier ״Westeriiland“ nicht zustaiidekam, berichtet unser Gewahrsmanii, daß bei seiner Reise auf der ״Peimland“ diese Absicht verwirk! icht wurde. Die Schiffsleitung habe mit größtem Entgegenkommen auf Wunsch mehrerer Reisender den Salon zum Zwecke eines jüdischen Gottesdienstes am Sonnabend zur Verfügung gestellt. Auf eine entsprechende Bekanntinachung hin erschien eine große Anzahl von Teilnehmern zu dein Gottesdienst. Es hat sich erwiesen, daß äußere Hindernisse nicht bestehen, sondern daß lediglich die G leie ii- Gültigkeit der Juden selbst die Schuld trägt, wenn derartige jüdische Veranstaltungen nicht gelingen. Die Abhaltung des christlichen Gottesdienstes auf dem Schiffe am darauffolgenden Sonntag bewies vielen luden, die bis dahin Zweifel gehabt halten, die Richtigkeit der jüdischen Initiative. Die Zuschrift schließt mit der Mitteilung, daß auch die Reise auf der ״Pennland“ überaus angenehm und befriedigend abgelaufen ist. Die griechische Regierung haf der Gesetzgebenden Vor- Sammlung ein Dekret vorgelegt, durch das die Zustimmung zu einem am 7. April 1936 zwischen den Regierungen Griechenlands und Spaniens getroffenen Abkommen über die endgültige Zuerkennung der spanischen Staat saugeh ö r i g k e i t an 144 Tn Griechenland lebende scphardische Familien erteilt wird. Wie fentalle 14*11 den AcIihI»hat? Für Schabbat, 11. Juli Wochenabachnitt: ״Pinchas“ (IV. B. M., Kap. 25,10-30,1) I. In den Versen 15 23 des 27. Kapitels wird von dem Gebet Mosches um seinen Nachfolger erzählt. In ilnn findet sieb eine Darstellung der Aufgaben eines jüdischen Führers, die man an Eland des Kommentars von S. R. Hirsch zur Stelle herausarbeite. Zum Verlesen empfehlen wir In diesem Zusammenhang aus Martin Buber ״Die Chassidischen Ge* schichten“ die Erzählungen S. 599—604 unter dem Gesamttitei ״Führer und Gemeinde“. II. An diesem Schabbat ist der Todestag (nach biirgerliehen! Datum) von B i a I i k. Wir werden also in den Mittelpunkt eine Würdigung seiner Persönlichkeit stellen. Als Lite* ratur empfehlen wir das Scliockenbuch von Ernst Simon: Qiajim Nachman Bialik, das nicht nur von seinem Leben und Werk erzählt, sondern auch einige Uebersetzungsproben und Gedichtanalysen enthält. Weiter verweisen wir auf das vom KKL herausgegebene Heftchen Herzl und Bialik, Erzieher des Volkes. Man bringe die von Biaiik wieder ins Leben gerufene Institution des ()lieg Schabbat in Zusammenhang mit seinem Gesamtscliaffen. Als Hattarah wird gelesen jirmijahu Kap. 1,1—2,3. Sie ist die erste der drei Traucr-Haftarot. I. E. Eiljahu und sein Zeitalter Die Haftarah in I. Kon. 18, 46 bis 19, 21, die von der Offenbartmg Gottes am Berge Glioreb zu dem Propheten Elijahu aus Tischbi im Lande Gilead berichtet, ist im gewissen Sinne die Foits.etzung der Erzählung vom Kampf Elias Im Kap. 18 gegen den Tvrischcn Baal und die Einflüsse fremder Kultur ln Israel und Tür die Reinheit der Sitten und der Gottesvorstelhing, Fs ist die Zeit der Herrschaft Achabs über Israel (875- 854), eine Zeit des Wohlstandes und der politischen Stabilität. Ebenso wie sein Vater Ümri war Achab bemüht, 1sraels Größe und Selbständigkeit zu fördern und die Reichsgrenzen zu erweitern. Es kommt auch langsam zur inneren Befriedung zwischen Juda und Israel und die Einheit des üesaintreiches wird infolge politischer Einsicht zum Teil wiederhergestellt. Auch mit den phönizischen Städten wird ein Freundschaftsbund herbei geführt; ein Zeichen hierfür war die Heirat Achabs mit der Prinzessin von Tyrus, lsebei. Mit der Anlehnung Israels an Plumizien kamen nicht nur die Erzeug- »isse des phönizisclieti Gewwbes in das Land, sondern ebenso neue Sitten und Götter, die in Widerspruch zu der alten Qottesvorstellnug standen. Mit der tyrischen Prinzessin zog in Samarien ein ganzer Hofstaat ein. zu dem sich auch verschiedene Gewerbetreibende und Kaufleute gesellten und die nun Anspruch darauf hatten, in der Fremde ihre eigene Gottheit zu verehren. Die Königin lsebei hat sich nicht auf ihren Privatkultus beschränken wollen, sondern ging dazu über, ihre Gottesverehrung dem israelitischen Volke anfztidrängcn. Das erregte den Unwillen unter den Besten des Landes, die diese Herausforderung aufnahmen und dem Baalkultus ihren schärfsten Kampf an gesagt haben. Einer dieser Männer, der unbeirrt und mit heiligem Feuer den Kampf führte, war Elijahu aus Tischbi. Schon sein Name bedeutete ein Programm: Mein Gott ist Jahn. Für ihn eiferte er, ihm weiht er sein Leben. In erster Linie war sein unermüdlicher Kampf gegen die entsit.t* 11' c 11 c n d e und den Me u s e 11 e 11 e 111 w ii r d i g e n d e N a 111 r r c 11' g i o n der Baalim, für das sittliche Recht und die Reinheit der Gottcsvorstelhmg gerichtet, ln seiner Unbeugsamkeit und in der elementaren Kraft seiner sittlichen Forderung glicli er den großen späteren Propheten. Sein Auftreten war gewaltig und majestätisch zugleich. Ein echter Wüstenmenscb, fern von der menschlichen Kultur in der Steppe lebend, tritt er oft ganz plötzlich, wie ein Blitz aus heiterem Himmel, auf und verkündet dem König und seinem Hofe Drohungen und Unheil. Ebenso schnell entschwindet er und taucht überall dort auf, wo Unrecht geschieht, um es öffentlich zu brandmarken. Er knüpft bewußt an das Werk Moses an und versucht die alle mosaische Religion zu erneuern. Dashalb führt ihn auch sein Weg nach dem Berge Glioreb, wo ihm die Offenbarung Gottes zuteil wird. Schon bei ihm sehen wir die prophetische Forderung in den Vordergrund seines Kampfes gerückt: Die Alleinherrschaft Gottes und die Wahrheit, die lautere Religion und die Gerechtigkeit stehen über dem äußeren Wohlergehen des Landes. Die Gestalt dieses Eiferers und Gott es Streiters hat ln der späteren Zeit manche Wandlung durchgcmacht. Die Volks- Phantasie hat ihn zum Engel des Friedens, 711111 Vorboten des Erlösers am Tage des großen Gerichts (Maleachi 3, 23 f.) gemacht. Auch sonst spielt Elia in der Legende lind fm Denkeil des Volkes eine hervorragende Rolle. Er ist zum großen Tröster und Erretter des Volkes in seiner Not geworden. — Man sollte versuchen, die Gestalt Elias auch nach dieser Riehtmig hin herauszuarbeiien und besonders darauf hinzuweisen, warum er zu dem geworden ist, wie ihn das Volk noch heute sieht. A11 Literatur verweisen wir neben Dtibnow, Geschichte und Enc. Jud. noch auf Bin Gorion, Der Born Judas, Bd. II, S. 208, mit seinen charakteristischen Elias-Geschichten. J. M. ••״״■•*—•••■יי•■•־•’••■•■■■■•״•■■•••• j NSchfttcn Freitag: | Kindcr-Rundschau KAPITALMARKT ***** EXISTENZ niitFwetsbar nuikolo«, vtsr^iht vorüivftrgch«nd anwesender Au»lander für DeuiKfMand u. Ausland»*t/uten. Kl. Kapital «rford. Nur «mal# Intereawmten. Off. u. L 791 Ani.-AbL d. jud. Rundschau, Metnekaftr. 10 - Ausland - Soeben von Informationsreise zurückgekehrter Knutmann bietet biab• und sdidtfetie Existenz. Erford. RM 30 000.-, Zusc.hr. u. L 793 a. d. An*.-Abt. d. Jfld, Rundschau, BerHn, Melnekeatr, 10 Zahnarzt findet Existenf im Ausland durch Beteilirung an *in schon beitahmde* (KruppWipIa) Laboratorium, Möglichkeit rur operativen Titigkeit vorhanden. Off. unter L 790 an An*.־Abt der Jüd. Rundschau, Meinekestr. 10 Anzeigen-Texte nicht im Brief sondern stets •ui separatem Zette! erbeten. Nur deutliche Schrift ferami#f’t fehlerfcvJe und ff 111• Wiedergabe der Anzeigen. 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H 7 444Q Spanisah ingllMH Saragossa, Oxford, StsatT. geprüft, prelsw» {auch Schnellkurse) Marc, ftaslai J 1 Bismarck 5425