Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 41 (1936)
- Issue
- Heft 53 (3.7.1936)
- Date
- 1936-07-03
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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18 •>«*׳$ JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 53, 3. VII. 1934 Blzzur Haarez Die vom Landesvorstand beschlossene Aktion Bizzur Haarez hat große Resonanz bei den Zionisten in Deutschland gefunden. Aus allen Teilen des Reiches laufen Zu- Schriften ein, die die freudige Zustimmung der Ortsgruppen zu der Aktion erkennen lassen. In vielen Orten sind sofort nach Bekanntwerden des Aufrufes erhebliche Zeichnungen erfolgt. Wie man uns meldet, haben sogar in manchen Ortsgruppen bereits sSmt liehe Zionisten ihre Zeichnungen abgegeben. In der Berliner Zentrale sind noch vor der Schriftliehen Aufforderung eine Anzahl von Mitgliedern erschienen, die den Ertrag eines Arbeitstages leisteten. Zahlreiche Ortsgruppen bereiten die diesjährige Herz!- Feier vor, die die Höhepunkt der Aktion darstellen soll. Juden und jüdisches im Rundfunk Freitag, J. Juli! Paris (1648), 11.45: Jüdische Sendung. — Pragi.ihhtr (470): 12.35: Ottenbach: Km aroie aus ״Holtmanns Er* Zahlungen•‘. — Hilversum II (302), 13.25: Petras: Erinnerung an Offenbach; 15.40: Schallplatten: Mendelssohn: Lied ohne Worte; Scherzo. _ Brüssel, flam. (322), 21; Miihaml: Quartett NY. 4. Sonnabend, 4. Juli: Luxemburg (1304), 14.25: Schallpiaöen, u. a. Alexander Kipn:-. ׳ Rabat (499), 14.40: Ft ag meine aus ,,Hugcnotten“, von Mrverixc.־. — Wien (5061. 15.50: ״Der Tor und der lod'־, von 1 b,!1marm...thal. ׳ l'aiis (104&), 16: U. a. Milhaud. I.uxcinbmg (1304), 16.40: Moszsowoki: Licbe.-waizer. —- War* s'hau (1339), 21.05: Halevy: Am au:. ״Die Jüdin“. Sonnlag. 5. Juli: Luxemburg (13041, 7.15: Mo-zk.m.ki — arr, Sommer: Ungariwher Tanz. — Riga (515), 20,05: U. a. Offenhach. Dr. Rudolf Samuel. F, Phys. S״c. (London), F. Ind, Acad. Sei. u?w., Nizam-Professor of l’hysics, Muslim Univmily Aliyyirli (Indien), weilte während seines mehr!1nmatliehen I ttropa- Urlaubs mehrere Wochen in Palästina. Fr benutzte die Cielegenfteit, um (in englischer Sprache) eine (iastvorlesung an der Hebräischen Universität zu halten. Unter dein Titel: ״Bamlcnspcktren und Valenz“ berichtete er über die in seinem Institut ausgeführten Analysen von Spektren zwei- und mehratomiger Moleküle, sowie über ihre kontinuierliehen Spektren, die geeignet erscheinen, eine Entscheidung zwischen den verschiedenen möglidien Theorien der chemischen Bindung zugunsten der sogenanten Llektronen-Paar- Bond-1 heorie zu treffen. .- Prof. Samuel hat sielt nach England begeben, um die; Muslim Universität auf der Fünf-Jahres- Konferenz der Universitäten des Britischen Empire zu vertreten, die vom 11 bis 17, Juli in Cambridge abgehalten wird. Fr beabsichtigt, die Monate August und September in Palästina zu verbringen und wird eventuell einen Ferienktirsus über ״Struktur und Spektren der Moleküle“ abhalten. Festschrift für Professor Heinemann. Die ״Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums“ hat soeben ihr 3. Heft des laufenden 80. Jahrgangs als Festschrift für Professor J. Heinemann zu seinem 60. Geburtstag heraus* gegeben. Der stattliche Band enthält eine Reihe wichtiger Arbeiten, unter denen vor allem zu nennen sind: Julius Gült man ns Darstellung von ״üabirols allegorischer Deutung der Erzählung vom Paradies“, Max Grünewaids ״Versuch über die Freundschaft im Judentum“ und der Aufsatz von Albert Lewkoxvitz ״Vom Sinn des Sinns“. Daneben finden sich noch eine Reihe speziellerer Untersuchungen über philologische und geschichtliche Fragen von Maximilian Adler, S. Klein, Jakob Horovitz, Samuel Ochs, Bernhard Heller, A. Pos n er, Bernhard Beilfing, Ephraim Urbach und Nachum Wahr mann. Dr. Walter Damrosch, eine der wichtigsten Autoritäten des amerikanischen Musiklebens, hat sich von seiner öffentliehen Tätigkeit zurückgezogen. Er ist der Sohn Leopold Damroschs, der 1871 aus Deutschland nach Amerika kam und 188-1 die erste deutsche Opern-Stagione im Metropolitan Opera House veranstaltete und die grolle Symphonie Society gründete. Sein Sohn Walther Damrosch, der in Breslau gehör״! wurde, hat Richard Wagner in Amerika eingeführt. Er gründete die ״Damrosch Opera Company“, die lediglich Wagncr-t Ipern aufführte und!806 mit der ersten amerikanischen J'arsifal-Auffuhrung debütierte. Er war der Gründer und bis vor wenigen Jahren Dirigent des Ncw-Yorker Symphonie- Orchesters, später u. a. der Musiksaehverstandigc des New- Yorker Schulfunks; man sagt, seine zärtlich väterliche Stimme wäre es, die der jungen Generation die Liebe zur Musik vermittelt hatte. Mit eigenen Kompositionen hatte er weniger Ghick, eine seiner Opern, die die Metropolitan Opera 1013 auf führte, blieb erfolgdos, und die Kritiker meinten, Damroschs Treue gegenüber seinem Meister Richard Wagner lasse keine Originalität in ihm aufkominen. Dr. Damrosch ist jetzt 74 Jahre alt, Rabbiner Emil Bernhard Cohn, der Ende des vorigen Jahres wegen einer in der Synagoge Köpenick gehaltenen Ansprache in Untersuchung war, stand am vergangenen Montag, dem 20. Juni, vor dem Sondergericht Berlin unter Anklage wegen Vergehens gegen § 2 des Heimtückegesetzes und § 130 a des StrGB. Nach dreistündiger Verhandlung wurde Rabbiner Cohn auf Kosten der Staatskasse freigesprochen. Der Staatsanwalt hatte sechs Monate Gefängnis beantragt. Hebräische Ferien. Die tschechische Tarbuth-Organisation errichtet ihre dritte hebräische Sommerschuic vom t. bis 28. August in Stubnianske Teplice (Tschechoslowakei). Der Ort liegt in der Tatra und hat ein subalpines Klima. Der hebräische Unterricht wird von ersten Kräften unter Leitung Dr. Chaim Ku g e 1 s, des Direktors des hebräischen Gymnasiums in Mukacevo, abgehalten, und zwar in Anfängerkursen, Mittelkursen und Kursen für Fortgeschrittene. Teilnehmer der Sommerschule zahlen keine Kurtaxe und genießen 50 0fn bei allen Bädern. Anmeldungen bis 15. Juli an die Tarbuth-Organisation, Praha-Podoli, Doudova 316, — Die Tarbuth-Organisation hat ferner beschlossen, im Anschluß an die Sommerschule eine Siedlung für Jugendliche von 12 bis 18 Jahren einzurichten. Aus dem Reich Bingen. Am 9. Juni fand die Generalversammlung der Zionistischen Ortsgruppe statt. Der bisherige Vorstand, bestellend aus Frau Marg. G roß, Dr. Trude Wolf, Walter Köhler und Irmgard Marx, wurde einstimmig wiedergewähl!. Herr Bert Roos trat als 2. Vorsitzender in den Vorstand neu ein. Im Anschluß wurde der liildstreiten: ״Die arlxitendc Frsm in Erez Israel“ gezeigt. Frl. Dr. Lie* her, Frankfurt am Main, hielt den erläuternden Vortrag. Am 25. Juni sprach Dr. l’omeran:, Frankfurt am Main, über: ״Die Ereignisse in Palästina“. Bochum, ln einer Trattcrsitzung Her Ortsgruppe des Jüdischen Frauenbundes würdigte die Vorsitzende, Frau Otlilie Schocnewald, die Verdienste der heimgegangenen Gründerin Bertha Panpefthcim. —־ Die Gemeinde veran-talteie in der Synagoge eine Trauerfeier für Nahum Sokolow. llczitk-rabbincr Dr. Klieisleld zeichnete das Leben Sokolows. — In einer schlichten Feier beging die Ortsgruppe des Jüdischen Frauenbundes das zehnjährige Bestehen. Die Vertreter der Gemeinde und der Vereine sprachen der Ortsgruppe und insbesondere der Gründerin Frau Ottilie Schocnewald ihre Glückwünsche aus. — In einer Gemeindcveianstaltung berichtete Rabbiner Dr. Hahn. Essen, über seine Palästina-Reise. Eingangs sang Kantor Mendel palästinensische Lieder. Dortmund. Am 25. Juni fand der 2. Abend des Schulungskursus statt. Georg Guthmann behandelt« Fragen der Palästina-Wirtschaft. Dören. Der KH. veranstaltete mit der Zion. Ortsgrup!)« am 24. Juni eine Kundgebung, bei der Georg Guthmann 1ii>cr ״Zur gegen- «artigen wirtschaltliehen und politischen Lage in Erez Israel unter besonderer Berücksichtigung des jüdisch-arabischen Problems‘• sprach. Düsseldorf. Am 28. Juni fand irn Gemeindehaus eine Matinee statt, bei der Dr. Kanowitz über ״GesellschaftIRIrc Probleme in Palä• stina im Lichte der Ereignisse“ sprach. Die Matinee war recht gut besucht. Elbing. In der Zionistischen Ortsgruppe finden unter Leitung des Vorsitzenden Alfred Salwitz wöchentlich Diskussionsabende in Gemeinsrhaft mit dem Suif llechalut und zwei Iwrit-Kurse unter Leitung vor! Rabbiner Dr. Ncufeld statt. Ein Oneg Schabbat, bet dem Rabbiner Dr. Neufeld die Heiligung de, Schabbat als Voraussetzung für der. Oneg Sehabba! forderte, und die״ Vorführung des Palästina-Films ״Erez Israel im Aufbau'‘ (Sprecher: Kurt Kosenberg, Berlin) waren volle Erfolge. Mit vielem Dank wurden die vom Preußischen Landesverband veranstalteten drei Kulturfuhrtcn (Dr. Landau, Frankfurt a. d. O., Meinbart Maur, George Gesetz, Berlin) und die Kulturbundabende (Boris und Joseph Schwarz. Max Ehrlich, Susanne I.andsberg-Ilollacnder, Dr. Max Osborn) begrüßt. Auf dem Sportplatz der Gemeinde linden zweimal wöchentlich die Spiele des Bar Kochtta statt. Hamburg. Am 18. Juni sprach in der Zion. Stammgnippe ״ZIST“ Herr Gorilon, Harburg, über seine Palästinareise. Am 25. Juni sprach Szymon Reich über ״Die Rolle der Kibbuzim am Aufbau des Landes“. Worim. Auf Einladung der Zion. Ortsgruppe sprach Georg Guthmann am 23. Juni über: ״Konjunktur oder Krise — eine aktuelle wirtschaftliche und politische Betrachtung des Palästina-Aufbaues“. Ankündigungen Darmstadt■ Am 6. Juli, 20.45 Uhr, im Hotel ״Stadt Frankfurt“, Bleichstr. 22, Palastina-Monatxschau Nr. 7; Beglcitvortiag: Walter Stein. — Hamburg: Am 9. Juli. 20.30 Uhr, im Zion. Heim, Eppendorfer Baum 6, Eröffnung des Heims durch Dr. P. I’adik, Dr. Flesch: Unser Anteil an ״Bizzur Haarez“. Der erste Bildstreifen von den Palästina-Ereignissen. S. Frank liest aus Werken Theodor Herzls, Bialiks und Arlosotoffs. — Köln: Zion. Vereinigung. Am 7. Juli Intensivkrcis. Am 9. Juli Hetzl-Gcdcnkfeier. Es spricht Dr. Wassermann. Oberhausen. Es singt Kantor Baum. Am Klavier: Julius Goldberg; außerdem Rezitationen. Beide Abende im Heim, Cäciliensfraßc 18-22, um 20.45 Uhr. — Mageburg! ZOG. Herzl-Gcdenkfeier am 9. Juli, 20.30 Uhr. in der Synagoge, Große Schulst!. 2 c. Es spricht R.-A. Dr. Ludwig Lchrtrcund, Leipzig. — De!• Reichsausschuß jüdischer Sportverbände weiht am 5. Juli, 9 Uhr, seinen sclbstcrbauten Sportplatz, in der Nähe des jüdischen Friedhofs, ein. Es findet ein Handball-Wettspiel zwischen dem RjF. und Makkabi statt. — Stuttgart: ZOG. Atn 15. Juli spricht I)r. Kanowitz im Gustav-Sicglc-Ilaus über das Thema: ״Unruhen in Erez Israel, Tat- Sachen, Ursachen, Folgen“, Familien - Nachrichten Frau Ida M a y e r, Köln, Lochncrstr. 12, begeht am 6. Juli den 70. Geburtstag. Herr Fciwel Rost hold er und Frau Frida, geb. Silberschein, Magtleburg, Pctcrstr. 19 a, begehen am 9. Juli die silberne Hochzeit- Bar Mizwah-Termine Am 11. Juli (21. Taminux): Manfred Lederberger, Sohn von Simon Ledetbeiger, Hamburg, 1 leiriricii-Barth-Str. 21. — Am 18. Juli (28. Taimnu-,): Eugen G r y 1 a k, Sohn von Mendel Grylak, Magdebürg, Königgtätzcr Str. 3. ״Dibbiik“ in Jugoslawien Beograd, 29. Juni Vor einigen Tagen gelangte an der Zagreber Oper der ״Dibbuk“ zur Erstaufführung in der musikalischen Bearbeitung des italienischen Komponisten Ludovico R o c c o. Die Premiere wurde vom Publikum und der Presse sehr gut aufgenotnmen. Der Komponist, der zu dieser Premiere aus Rom nach Zagreb kam, wurde vom Publikum einige Male an die Rampe herausgerufen. Ein anderes musikalisches Ereignis, das vom jüdischen Standpunkt erwähnenswert ist, ist das Oastspicl des Dirifenteil Julius Ehrlich in Beograd. Ehrlich, der mehrere ahre in Rußland tätig war und vor kurzem aus Amerika nach Europa zurückkehrte, dirigierte an der Beogradcr Oper mit großem Erfolg Verdis ״Aida“. J. H. Ilu*1dfye&u*1tyer1■ de*■ Dr. Siegfried Kanowitz (Tel-Aviv) Nürnberg: M ontag, 6. Juli, 20.30 Uhr Turnhalle, Obere Kanalstraße 25 Krieg und Frieden Schicksalstage in Palästina München: Mittwoch, 8. Juli, 20.30 Uhr Museums!aal, Promenadestr. 12 Kampf und Aufbau ״Der Schekel“. Die Exekutive der Zionistischen Organisation in Jerusalem hat soeben zwei Broschüren von J. Grünbatim ,’,Der Seit ekel“ lierausgegcbe», und zwar die eine in hebräischer, die andere in jiddischer Sprache, in der Flugschrift wird die Entstehung des Schekels und der Zionistischen Organisation und ihre Bedeutung für das jüdische Volk bis zum heutigen Tage dargestellt. Angefügt ist eine vergleichende Tabelle der Schekel-Eingänge der letzten 12 Jahre. Die Broschüre wird sicherlich dazu beitragen, das Verständnis für den Schekel in weiten Kreisen zu heben. Warnung an Ärzte. Zur Zeit wird von verschiedenen Personen der Versuch gemacht, gebrauchte Instrumente bei Aerzten angeblich für die Kupath Chol im zu sammeln. Wir werden gebeten, darauf aufmerksam zu machen, daß niemand hierzu legitimiert ist, und daß die Kupatli Cholim grundsätzlich ihren Bedarf an Instrumenten nicht durch Sammlungen gebrauchter Instrumente deckt, sondern aus ihren Mitglicdcrbciträgen einen eigenen Etat für diese Zwecke zur Verfügung hat. Hannv Berndt-Levv, eine Schülerin der Gesangspädagogiti Dora Bernstein-Börner, sang am 23. Juni im südafrikanischen Sender zu Kapstadt Opern und Operetten, Ariern von Offenbach, Strauß, Kalman und Leliär mit großem Erfolg. Briefe an die Redaktion Palästinafilm in der Sackgasse Tel-Awiw, den 25. Juni 1936. Sehr geehrte Redaktion! Zu dem Artikel von Herbert Frieden( hal in Nr. 49 der ״Jüd. Rundschau'‘ möchte ich noch einiges hinzufügen. Die Forderungen, die dort gestellt werden, .-ind zum großen Teil berechtigt, und sicherlich von vielen schon erkannt. Verwirklichen konnte man sie nur nicht, well es immer an den nötigen Geldmittclu fehlte. Den Menschell, die hier Filme gedreht haben, stand meist nur ein Apparat mit einem Objektiv zur \ ertügung, mit dem es eben am einfachsten io, das zu drehen, was auch 1 »i-her immer gedreht wurde: Straßcn-zcnen, Strand, Horndi, Traktor Ustv. Imicnamnahmen sind mit einfachen Apparaten übeihaupt nicht zu maeben. Gewiß i-t es sehr schön, eine Kuh. die nachts kalbt, einen Sederatx nd, Theater zu filmen. Dazu gehören aber kostsjiieiige Apparate, üebtstatke 1 tbjektive und eine Scheinwerferanhtge. Das Publikum tragt, nicht nach den Apparaten, die zur Vertilgung standen. Die erste Forderung, die cs au jeden Film stellt, ist: er muß technisch einwandfrei sein. Um die palästinen-ischc Filmprodul.tion zu entwickeln, i-t es nicht nur notwendig, ihr Thctnen zu stellen, wichtiger ist c-, den in Bet!acht kommenden I’ioduzontcn zu zeigen, daß sich auch kostspieligere Filme amortisieren können, daß es sieh lohnen kann, Geld in eine palästinensische Filmproduktion zu investieren. Um einen palästinensisehen S p i e 11 i I in, dessen Herstellung ein beträchtliches Kapital erlordert, amortisieren zu können, muß — abgesehen von den techni-rhen und schauspieleri׳chen Qualitäten — der Inhalt so gewühlt sein,!laß er auch Nichtjuden interessiert. Nur dann besteht die Möglichkeit (oder ist sie wenigstens nicht von vornherein au-geschlosscn), daß der Film in jeden! Kino untergchracht werden kann, nicht nur in Vormittags- oder Nacht- Vorstellungen, sondern als Hauptiilm. Eine große Schwierigkeit, für den palästinensischen Spiel-/ film bedeutet natürlich di« Sprach e. Bei etwa 4—5 Mil- Honen hebräisch Sprechenden in der ganzen Welt läßt sich ein Film in hebräischer Sprache nicht amortisieren. Auch Synrhronisation und unlergelegte Ucbersclzungen sind da nur sehr schlechte Hilfsmittel. Man braucht sieh daher nicht zu scheuen, den Film in einer möglichst verbreit.eten Sprache, etwa der engli-chen, auUuiielimcm Um unnotige Au-guWn zu vermeiden, die die Rentabilität des paläsünensischen Films erschweren oder unmöglich machen, rnuß man daraul verzichten, in Palästina kostspielige Anlagen zu erricbten und großartige Ateliers zu bauen. Es genügt vollkommen, wenn alle Außenaufnahmen in Palä-lina, die Innenaufnahmen alter in einem der belebenden modernen Ateliers Europas oder Amerikas gedieht werden. Auch für den K ti 11 u r f i 1 m gilt die Forderung, allgemein intcrcssant ־zu sein. Doch intcressieren Kulm:filme, gleich welcher Art, das Publikum nicht in entlernt gleichem Maße wie Spielfilme, l’rogtammiüllende Kulturfilme sind daher nur sehr schwer unterzubringen. Die paliistincnsische Kulttirlilm-Produktioa solltc sich daher darauf beschriinken, sog. Bciprogrammfiline zu drehen. Abgesehen von den weit be-scren Vertrk bsmftgliclikeite!» und den geringeren Ilerstellungskosten halten solche Filme auch den Vorzug der stärkeren l’ropagandaw irkung. Das Publikum, das zu einem Spielfilm er.-cheint, sieht, ob cs will oder nieht, im Beiprogramm einen palästinensischen Kulturfilm, während abendfüllende Kulturfilme nur von solchen Menschen gesehen werden, die schon vorher irgendeine Beziehung zum Inhalt de- Films hatten. Lasar Dünner 41 Pianos Radio KurfOrttondamrn 206 / J1 Bism. 3716 I Schuhhaus Emanual Polatschek Augsburg, Maxlmilianstr. D 7-8 HUGO JACOB (früher in Firma Jacob & Valentin) FracfctMfitgr der London ft *•rth tttteni RiiiwH für den Schnellverkehr Hock van Holland — Harwtek Ablieferung binnen *0 ttunden ab Berlin Um«ige nach England ohne Umladung in Fahrbootw'afen Expedition rot! Ketiwrepick im täglichen Ladunpdienst umiöge nach dem Ausland und Uebersee in Liftvans Anfragen: _ hmfmhnnwi MRem* »• Borltf) NW 40, Heidestrsße 73 (nahe Lehrter Bahnhof) Fernsprecher: Semmel-Nummer C 6 471# I iMtQraiinmir Perez I 6 2 Stegh 1920 •״I* 0fÄ1m»MBM*f«ANKfU*TA.M.OtG)LU9a!”**11*י MHWÜCH] weniqenloqenWen AB» r מ a ׳׳.verf0