Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 41 (1936)
- Issue
- Heft 53 (3.7.1936)
- Date
- 1936-07-03
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Nr. 53, 3. VII. 1936 JÜDISCHE RUNDSCHAU Seite 3 Aus dem Leben der Juden Amerikas Von unserem Korrespondenten New York, 18. Juni 1936 Die ״Schwarze Legion“ Seit der ״Ku Kiux Klan״, der bekannte Gegner von Negern, Katholiken und Juden, vor ungefähr zehn Jahren den Höhepunkt und zugleich das Ende seiner Macht erreichte, ist Amerika nicht so tief aufgewühlt worden wie durch die Entdeckung einer neuen Organisation, die im wesentlichen unverändert alle Vorurteile, Engherzigkeiten und Grausamkeilen des ״Ku Klux Klan“ übernommen hat. Die Existenz der sogenannten ״Schwarzen Legion“ wurde zufällig entdeckt, als vor einigen Wochen ein Arbeiter ermordet aufgefunden wurde. Es stellte sich im Verlauf der Untersuchung heraus, dal! er durch eine geheime Organisation aus dein Grunde umgcbracht worden war, weil er seine Frau geschlagen hatte. Seine Witwe leugnete zwar die Richtigkeit der Behauptung; aber der Mann, der die Tat gestanden hatte, erklärte, daß es nicht in seiner Macht stünde, die Richtigkeit des Berichts zu überprüfen; durch den Eid, mit dem er sich der ״Schwarzen Legion“ verband, wurde er verpflichtet, auf Befehle seiner Vorgesetzten in der Legion jede Tat, selbst Mord zu begehen, ohne weitere Fragen zu stellen. ln den vergangenen Wochen hat die Polizei von Detroit, wo die Entdeckung dieses Geheitnbundes gemacht wurde, fest- §estellt, daß die Abteilungen der ״Schwarzen Legion" sieh is in manche andere Staaten erstreckt haben. Einige Führer der Legion behaupten, dali sie drei Millionen Mitglieder habe. Der Eindruck der Zeitungsleute scheint zu sein, daß diese Zahl übertrieben ist. Aber die bisher entdeckten Einzelheiten zeigen, daß die ״Schwarze Legion“ ihre Anhänger unter bestimmten Gruppen des kleinen Mittelstandes und des gehobenen Arbeiterstandes hat. Das Programm der ״Schwarzen Legion“ heißt: ״A m er i k a den Amerikanern!“ Unter einem ״Amerikaner" verstehen sic jeden, der weiß ist und protestantischer Christ (nicht Katholik), und der sich jeder progressiven sozialen und und ökonomischen Arbeit cntgcgcnstcmmt. Bisher ist noch kein Anzeichen für eine ausgedehnte Aktivität der ״Schwärzen Legion“ gegen die Juden vorhanden, außer daß ein lieftiger Angriff auf die Juden in dem Eid enthalten ist, den jedes Mitglied der ״Schwarzen Legion“ ablcgen muß. Liberale Kreise haben die Entwicklung in bezug auf die ״Schwarze Legion“ mit großer Unruhe beobachtet. Es werden Vorwürfe erhoben, daß eine Anzahl von hervorragenden Industriellen Amerikas die ״Schwarze Legion“ als eine Waffe der Reaktion finanzieren. Es wird darauf hingewiesen, daß bei der Untersuchung des Ku Klux Klan vor zehn Jahren Automobil-, Waffen- und Stahimaguaten als seine Geldgeber entdeckt wurden, von denen viele heute wiederum beschuldigt werden, die ״Schwarze Legion“ zu unterstützen. Am beunruhigendsten ist, daß die Mitglieder der ״Schwärzen Legion“ sich nicht nur aus den schlechtesten Typen der unorganisierten Arbeiter zusammensetzen, sondern auch aus Polizeioffizieren, aus Angestellten der Staats- und Stadtver- Wartungen und aus Persönlichkeiten, die ebenfalls in Positionen von öffentlicher Verantwortlichkeit sind. Es wird behauptet, daß keine echten Anstrengungen unternommen werden, die wahre Ausdehnung dieser Organisation aufzudecken weil eine wirkliche Untersuchung der ״Schwarzen Legion“ einen Bruch im politischen Leben in einer Anzahl von Städten bedeuten würde. Präsident Roosevelt ist gebeten worden,, eine Untersuchung zu veranlassen, aber im Augenblick scheint es zweifelhaft, ob von der Bundesregierung eine Aktion unternommen werden wird. Was die Steilung der Juden betrifft, kann die ״Schwarze Legion“ als ein neu« Symptom der Stärke betrachtet werden die der Antisemitismus in der letzten Zeit erlangt hat Bürgermeister La Guardia in New York befahl dieser Tage auf Grund einer alten Verordnung die Verhaftung und Anklage gegen einen antisemitischen Pamphlctisten namens F. m o 11 dson. Jahrelang hat dieser verschiedene prominente Re״ierungsbeamte, einschließlich Präsident Roosevelt, als ״Juden“ angegriffen. Die Anklage, unter die Emondson gesetzt wurde, beruht auf dem in Amerika als grundlegend anerkannten Prinzip, daß niemand eine Rasse oder Religion verächtlich machen dürfe. Das Urteil steht noch aus. Aber die New-Yorkcr Zeitungen, die alle das Verhalten Emondsons verurteilen, halten es für zweifelhaft, ob der Prozeß gegen Emondson zweckmäßig ist. Sie glauben, daß die Publizität, die das Verfahren mit sich bringt, nur noch stärker die Aufmerksamkeit auf die antisemitischen Lehren lenken wird. Goaveraeur Lehmans Stellung Die Demokratische Partei nicht nur in New York, sondern in den ganzen Vereinigten Staaten, ist tief betroffen durch die Tatsache, daß Gouverneur Herbert Lehman in New York sich nicht mehr bei den Novemberwahlen um seinen bisherigen Posten bewerben wird. Der Gouverneur hat keine öffentliche Begründung für seine Entscheidung abgegeben, außer daß er sich nach seiner achtjährigen Tätigkeit als Gouverneur-Steilvertreter und später als Gouverneur ins Privatleben zurückziehen wolle; es heißt aber, daß der kürzliche Tod seines Bruders Arthur seine Rückkehr zur Geschäfts- Tätigkeit im Bankhause Brüder Lehman notwendig mache. Hinzu soll noch die Tatsache kommen, daß er acht Jahre hindurch kein richtiges Familienleben führen konnte, weil er fern von seinen Kindern in der Staatshauptstadt Albanv leben mußte. Nach einer anderen Quelle soll sich Gouverneur Lehman deshalb zurückziehen, weil er das jüdische Volk nicht in Verlegenheit bringen will. Man glaubt, daß bei den kommenden Wahlen anfisemitische Angriffe auf Roosevelt erfolgen werden, weil zu viele Juden zu seiner Verwaltung gerechnet werden. Lchman soll vermeiden wollen, daß seine Kandidatur diese Art von Argumentation stärke. Aber die Meinung, daß dies Gefühl wirklich seine Entscheidung bestimmt, ist nur Vermutung, keineswegs sicher. Die Führer der Demokraten sind jedoch ganz anderer Ansicht als Lehman. Sie glauben, daß Lehman in einem gewissen ■Sinne der entscheidende Faktor für den Frfolg der Demokratischen Partei in den Novembcrwahlen ist. Auf Grund der Rckordzahl von Stimmen, die er hei den letzten Wahlen erhielt, erwartet man von Lehman, daß er die Kandidatur des Präsidenten stärken wird. Gouverneur Lehman hat mit Emphase nein gesagt. Aber eine Anzahl führender Demokraten versuchen, ihn zu überzeugen,_ daß — welches auch immer seine persönlichen Wünsehe seien — er nachgeben müsse, um seiner Partei und Präsident Roosevelt zu helfen. Der jüdische Weltkongreß ... ljcr. Nominierung von 70 amerikanischen Delegierten fur den jüdischen Weltkongreß wurde die erste Phase einer heftigen Diskussion beendet; es ist die scfiärfste Kontroverse üh«1־ *inen jüdischen Gegenstand, die in der amerikanischen Judcnheit seit dem Kampf um das Krim-Projekt im fahre 1926 entbrannt ist. Dr. Stephen S. Wise, der Urheber der Idee des jiidisehen Weltkongresses und sein mächtigster Vorkämpfer, unterstützt von Louis Lipsky und anderen Führern des ״Amerikanisch-jüdischcn Kongreß“, hat das erste Stadium erfolgreich abgeschlossen. Die Angriffe gegen den Kongreß kamen von zwei Seiten: vom American Jewish Committee und den Kornmunisten. Die Kommunisten waren von der Teilnahme am Kongreß ausgeschlossen wegen ihrer Feindschaft, die sic dem Jischuw in Palästina während der gegenwärtigen Unruhen gegenüber an den Tag gelegt haben. Die Position des ״Ame־ rican Jewish Committee“ war die gleiche wie in den Jahren 1915 bis 1917, als der erste amerikanisch-jüdische Kongreß die amerikanischen Delegierten für die Friedenskonferenz zu benennen hatte. Zuerst wurde eine Aktion gegen den Kongreß in ruhiger Form geführt, aber in den letzten Monaten wurde daraus ein öffentlicher Angriff auf den Rednertribünen und in der Presse. Diese Opposition hat dazu beigetragen, das Interesse und die Begeisterung derjenigen zu erhöhen, die der Kongreßidee zustimmen. Eine Episode dieses Wider- Standes ist von besonderem Interesse für Zionisten. Das American Jewish Committee sandte nämlich Briefe aus, in denen gesagt wurde, daß die Abhaitung eines jüdischen Weltkongresses die Zusammenberufung eines Moslemischen Weltkongresses bezüglich Palästina zur Folge haben würde. Dieses Argument wurde von Leuten gebraucht, von denen viele der Palästina-Arbeit in Amerika indifferent gegenüberstehen. Ein anderes und ernsthafteres Argument ist kürzlich vorgebracht worden: wenn der jüdische Weltkongreß stattfindet, würden gewisse große Geldgeber ihre Beiträge für das Palästinawerk zurückhalten. Sollte diese Drohung in die Wirklichkeit umgesetzt werden, wurden die Gegensätze zwischen Zionisten und Nichtzionisten freilich sehr verschärft werden. Eine Anzahl der nichtzionistischen Führer haben Dr. Weizmann gedrängt zu intervenieren, um den Weltkongreß abzublasen. Es kann jedoch nach der hiesigen Stirnmutig wohl gesagt werden, daß nichts das Zusammentreten des jüdischen Weltkongresses in Genf am 8. August verhindern wird*). Stefyhen IFlSC Foto: Archiv Paläste und Bettler Rabbi Jehosdiua ben Lewi zog nach Rom. Er sah dort Marmorsäulen, mit Teppichen bedeckt, im Sommer, damit sie nicht springen, im Winter, damit sie nicht schrumpfen; und er sah dort einen Armen, mit einer Rohrmorte als Lager und einer Rohrmaile als Decke. Auf die Säulen bezog er das Schriftwort: .Deine Gerechfigkeit — wie Gottesberge" (Psalm 36,7); dos helfet: wen du beschenkst, dem gibst du es reichlich; Auf den Armen bezog er das Wort (ebd.): ״Deine Gerichte — grober Urgrund"; das helfet: wen du schlägst, den trittst du hart. Pesikta de R. KaAetna 74 a Uebersetzt von N. .V. Glaizet Ein neuer Präsident der ZOA? Die 39. Jahresziisamn!e!1 kn 11 ft der Amerikanischen Zionistischcn Organisation (ZOA) wird am 1־. Juli in Provid e n c e eröffnet. Morris R o i 11 e 11 b e r g, der gegenwärtige Präsident, der dieses Amt seit vier Jahrt‘11 innehat, hat sc;:’״ Kandidatur für die Wiederwahl «!!gekündigt. Zu gleicher Zeit hat eine Gruppe prominenter Zionisten Dr. Stephen Wise gebeten, für dieses Amt zu kandidieren aus dem Grunde, weil die kritische Situation in Palästina einen Führt■!׳ verlange, um den sich die größte Zahl der amenkanischen Juden scharen kann. Zu den Unterstutzern der Kandidatur W'ises gehören Louis Lipsky, Mitglied der Exekutive und früherer Präsident, Jakob 1 ishinami, Redakteur des ״Jewish Morning Journal“, Dr. S. Margoshes, Redakteur des ״Tog“ 11. a. Es ist nicht zu erwarten, daß ein scharfer Kampf siattfinden wird, da alle Anstrengung gemacht wird, eine persein liehe Kontroverse zu vermeiden, indem man den Delegierten des Kongresses die Wahl freignbt. I >r. Wise, der die Zionistische Organisation Amerikas gegründet hat, war auch Vorsitzender des Prosisional Zionist (iommittee wahrend des Krieges. Dr. Wise, der sieh bereits nach Europa begeben hat, hat!öffentlich erklärt, wenn er gewählt wird, werde er seine Bindung an anderen Tätigkeiten, die jetzt seine Zeit sehr stark in Anspruch nehmen, losen. *) Wir gehen hier die Schilderung unseres Korrespondenten, der über die Vorgänge in Amerika in bezug auf den Weltkongreß berichtet, wieder; unsere eigene Stellungnahme zu dieser Veranstaltung behalten wir uns vor. — Red. Juden als Staatsmänner Festbankett zu Ehren von Sir Isaac Isaacs London, 1. Juli. (JTA.) Am 30. Juni abends fand in London zu Ehren des früheren ücneralgouvcrncurs von Australien Sir Isaac isaacs ein von dem Order of Ancicnt Maccabeans veranstaltetes Festbankett statt, bei dem Sir Herbert Samuel die Verdienste Sir Isaacs würdigte und darauf hinwies, daß man, als ein gebürtiger Australier zum ersten Mal zum Generalgouverneur ernannt werden sollte, nur zwei Männer fand, die die Eignung für dieses Amt besaßen, Sir Isaac und Sir John Mona sh. (Der bekannte jüdischaustralische Heerführer im Weltkriege.) Sir Isaac Isaacs dankte in einer Ansprache, in der er an ein früheres Bankett der Maccabeans erinnerte, bei dem Sir Gouverneur Herbert Lehman *■* o Trrs*4 Sir Isaac isaacs Foto«; Archiv Rufus Isaacs, der spätere Lord R e a d i n g, den Vorsitz geführt hatte. Rufus Isaacs sei ein Beispiel dafür gewesen, daß ein Jude seinen Mitbürgern in der Treue und Liebe zum Vater-!and nicht nachsteht. Sir Herbert Samuel bezeichnete der Redner als den ״großen Prokonsul des Reiches“. Zum Schluß hob Sir Isaac die Tatsache, daß an dieser Veranstaltung Männer verschiedener Abstammung und verschiedenen Glaubens teilnahmen, als bezeichnend für die auf allen Gebieten im britischeu Reich zum Ausdruck kommende Freiheit des Individuums hervor. Der Unterstaatssekretär im Ministerium für die Dominions, Marquis o f H a r t i 11 g t o n, erinnerte daran, daß Sir Isaac zu den Schöpfern der australischen Verfassung gehört Er schloß mit der Versicherung, daß England stets Sorge trage für Gerechtigkeit und Freiheit. Weitere Trinkspriiche hielten M a c F a r 1 a!1 d für die Dominions, der M a r q 11 i s o f Read« i n g, der Kgl. Oberkanzleidirektor Lord Wright, der Oberrichter von Neuseeland und Sir Michael Mvers, der Sir Herbert Samuel, den ersten High Cotnmissioner Palästinas, als großen Engländer und großen Juden feierte, dessen Name stets mit den Fortschritten Palästinas verknüpft sein werde. Lord C ti a n c e I I o r, 1׳ eidmarschall B i r d w ס o d und Richter live hatten schriftlich ihrem Bedauern darüber Ausdruck gegeben, an dem Bankett nicht teilnehmen zu können. Die Juden im Staatsleben Ansprache des Staatsgouverneurs Lehman New York, 29. Juni. (JTA.) Auf der in Saratoga •Springs abgehaltenen Jahresversammlung des jüdischen Ordeiis Firit Abraham hielt der Staatsgouverneur von New York, Colonel Herbert H. Lehman, eine Ansprache, 111 der er erklärte, die jüdische Religion lehre Pflichterfüllung gegenüber der Gemeinschaft. Deshalb mußten die jüdischen Bürger Anteil nehmen an den öffentlichen Angelegenheiten des Staates und seiner Führung. Gouverneur Lehman wandte sieh gegen die Behauptung, daß das jüdische Volk nur von materialistischen Interessen bewegt sei, und hob rühmend die von Juden aus Idealismus vollbrachten Taten hervor. Die Versammlung bereitete Gouverneur Lehman eine stür« mische Ovation. Die Lage der Juden In Rumänien Bukarest, 29. Juni. (JTA.) Der den Juden Bukarests von den radikalen R •ötsverbänden angedrolitc ״S e h w a r z c Sonntag" ist ruhig vorübergegangen, da es die jüdische Bevölkerung entsprechend den Anordnungen der maßgebenden Organisationen vermied, sich auf den Straßen zu zeigen und so den gesuchten Vorwand einer ״Provokation“ zu bieten. Die am Sonntag sonst überfüllten Straßen der Haupt- Stadt waren fast menschenleer. Uebcrall sah man stark Abteilungen von (lendarineric, die aus anderen Städten herangeozgen worden war. Die Garnison hatte Bercitschaftsdienst, zwei Regimenter waren von außerhalb zur Verstärkling nach Bukarest gebracht worden. Das Gebäude der jüdischen Gemeinde war von einer eigenen Polizeiabteilung bewacht. Der Zentralrat der rumänischen Juden, in dem die beiden großen Organisationen ״Union rumänischer Juden“ und ״Jiidische Partei“ vertreten sind, hat eine Denkschrift an den Ministerpräsidenten Tatarcscu gerichtet, in der die jadenfeindlichen Unruhen der letzten Tage behandelt werden. Eine zweite Denkschrift, die Sicherheit der jüdischen Bevölkerung Bukarests betreffend, wurde dem Polizeipräfekten der Haupt- Stadt übergeben. Zur Entspann u n g der Lage hat es beigetragen, daß das ״Blaue Haus“ der Cuzisten in Bukarest, in das wiederholt jüdische oder jüdisch aussehende Passanten verschleppt worden waren, am Sonnabend polizeilich geschlossen wurde. Aus gilt informierten Kreisen wird mitgeteilt, daß Außenminister Titulcscu aus der Schweiz wiederholt Ver- Währung gegen die judcnfeindlichen Ausschreitungen eingelegt hat. Pen Polizei- und Geiidarinerieabteihuigen in Bukarest wurde der strenge Auftrag erteilt, es in keinem Fall zuztilassen, daß Privatpersonen andere zur Ausweisleistung über ihre Konfessionszugehörigkeit zwingen. Einberufung des Akt Ions - Comites Die Zionistische Exekutive hat allen Mitgliedern des Zionistischcn Aktions-Comitds mitgeteilt, daß im August eine Sitzung des Aktions-Comitüs stattfinden wird. Ort und Zeit sollen noch bekanntgegeben werden. In der Zwischenzeit soll am 15. Juli in Prag eine mehrtägige Beratung der in Europa lebenden Aktions-Comitd-Mitglieder über die Lage in Palästina stattfinden. Der vom südafrikanischen Innenminister ins Parlament eingebrachte Entwurf bezüglich einer Aenderung des Einwaiiderungsgeset/es ist wider Erwarten in dieser Sitzungs- Periode des südafrikanischen Parlaments nicht Gesetz, geworden. I )as Parlament hat seine diesjährige Sitzungsperiode beendet, und unter den nicht zur Diskussion gelangten Gesetzen befindet sich der erwähnte Entwurf.