Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 41 (1936)
- Issue
- Heft 53 (3.7.1936)
- Date
- 1936-07-03
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seife 2 JÖDISCHE RUNDSCHAU Nr, 53, 3. VII. 1936 Plan zu entwerfen, wie künftigen Bränden vorzubeugen, d, h. wie eine friedliche Kolonialpolitik zu treiben sei. Solch eine Aufgabe wäre nämlich nicht nur in sich schwierig gewesen, sie hätte nicht nur eine systematische, geduldige, auf lange Sicht angelegte Arbeit verlangt; sie hätte vor allem der! Mut zur Unpopularität erfordert. Penn es kam darauf an, entscheidende Realitäten des palästinensischen Lebens zu erkennen und den Zionisten klarzutnachen, Träume zu zerstören und eine kluge Selbstbescheidung zu fordern. Es wäre natürlich eine geradezu heroische Leistung gewesen, wenn eine Leitung, deren Lebensdauer immer auf zwei Jahre begrenzt ist und die sich dann einer Massenversammlung zur Wiederwahl stellen muH, ihren präsumtiven Wieder- Wählern so unerwünschte Dinge gesagt hätte. Ein Kongreß wünscht nur stimmunghebende Dinge zu hören. Unsere sogenannte Araber-Politik bestand also im wesentlichen darin, daß die Kongresse neben vielem anderen in Bausch und Bogen auch eine Resolution anriahmeri, in der die Bereitwilligkeit zu freundschaftlieber Zusammenarbeit mit den Arabern usw. erklärt wurde. Unverbindliche rhetorische Erzeugnisse, und in* folgcdcssett ohne jede Durchschlagskraft und Resonanz, wenn sie auch immer wieder im Bedarfsfälle sozusagen als Alibi hervorgeholt wurden. Im übrigen war man, wie es typisch ist für Parlamente, denen eine ernste poiitische Führung fehlt, Sklave der Extremen und glaubte, diesen durch leichtes f:\tremisieren den Wind aus den Segeln nehmen /u können. Eine Vorstellung, deren Verkehrtluit in neuester Zeit durch genügend viele Beispiele erwiesen worden ist. Es läßt sieh, da der Versuch nie gemacht worden ist, weder beweisen noch widerlegen, daß cs einmal eine Zeit gab, in der das Problem der Verständigung zwisehen Juden und Arabern lösbar war. Wie dem auch sei, heute ist die Situation jedenfalls so, daß es nicht einmal die Möglichkeit einer direkten Aussprache zwisehen beiden mehr gibt. Diese Tatsache dürfte feststehen. Die Pro- und I )eklamationen au die arabische Adresse, die wir jetzt nach Ausbruch des Kampfes wieder hörten, sind, da der Adressat ihre Annahme verweigert, nicht nur zwecklos, sondern auch mit unserem Stolze nicht mehr vereinbar. Auf diesem Wege kommen wir nicht VV C S '1 ־. ' ■ Vvit ::kommen aber müssen wir, und die Frage ist dsket. ob < ־ r.och andere Wege gibt. Die Aufgabe ist, den Ara!■׳, ,׳n ׳/־.: '״;machen, daß wir nicht darauf verzichfen, t;n< 1יי PV -tina unser national home zu schaffen, daß vir dies:.י /!ei mit der uns eigenen Zähigkeit verfolgen werdo’i, ״all wir aber gemeinsam mit ihnen an der Erschließung des Landes arbeiten wollen, ohne ihr Lebensrecht und ihre Lebensmöglichkeit zu schmälern. Denn das I and bietet, richtig bearbeitet, auf Dezennien hinaus — und weiter brauchen politische Erwägungen nicht zu gehen - - Lehensraum genug für beide Völker. Es dürfte auch heute noch Möglichkeiten geben, politisch vorwärts zu kommen. Die Rolle Englands Ein indirekter Weg zum arabischen Volke führt über E n g 1 a n d. Vertrauen zu England zu fordern, wird heute weiten Kreisen der jüdischen Volkes merkwürdig erseheincn. Speziell in der jüdischen Bevölkerung Palästinas ist die Vorstellung weit verbreitet, daß England die Unruhen nicht u n g c r n s e h e und sielt absichtlich nicht beeile, sic zu unterdrücken. Die Zwietracht zwischen den Völkern sei ein Vorteil ftir England; ihre Einigkeit könnte ihm unangenehm werden. Auch gäben die Unruhen einen willkommenen Vorwand, die (iarttison zu verstärken, was aus anderen Grütuleit erwünscht sei. Diese Vorstellung wird genährt durch dm I laltung der Landesregierung in der Bekämpfung des Aufstandes. Wie man ihn allmählich und sichtlich wachsen ließ, mit welch unzulänglichen Mitfehl man ihm zögernd entgegen/utreteit begann, wie man alles, was man tat, unsicher tastend und zu spät tat und noch heute tut — all das konnte den Betrachter in der Tat mißtrauisch machen, wenn es nicht, leider, typisch wäre für die heutige englische Politik überhaupt, welche meint, durch א a c 11 g i e h i g k e i t sich den Frieden sichern zu müssen, auf den das britische Reich allzu sehr angewiesen ist. Dieses Reich steht heute vor Schwierigkeiten wie seit vielen Generationen nicht. Seit zweiundzwanzig Jahren geht ein offener Kampf um seinen Bestand. Der erste Akt, der Krieg von 101-1 1918, schloß zu Englands Gunsten ab. Der zweite Akt, der jetzt seinem Ende entgegenzugehen scheint, verlief ungünstig. England verlor erst den griechisch-türkischen und jetzt den viel bedeutungsvolleren italicnisch-abcssinischcn Krieg; Japan gegenüber befindet es sich in der Defensive. Wie hat sich seine Stellung seit dem Tage von Faschoda (1 SOS) geändert! Damals genügte ein Stirnrunzeln Englands, um den Gegner einzuschüchtern. Heute dagegen, von vielen Setten berannt und gleichzeitig mangelhaft gerüstet, der Einsicht in die politisch und strategisch veränderte Weltlage sich gern so lange als möglich, vielleicht schon zu lange, entziehend, sucht England sich den Frieden um sehr hohen Preis zu erhalten. Das wissen alle, die irgendwelche Ansprüche an die englische Masse zu haben glauben. Auch den Arabern ist es nicht verborgen geblieben, mögen englandfeindliche Einflüsse bei ihrer Aufklärung mitgewirkt haben oder nicht. In dieser Situation sind England, genau wie seinerzeit im Kriege, auch kleinere Freunde erwünscht und wertvoll. Die HICEM Paris, 29. Juni. (JTA.) In Paris wurde in Anwesenheit von sechzig Delegierten aus den Vereinigten Staaten, Südatnerika, Australien, Südafrika und anderen Ein- und Durchwanderungsländern, die von der HlAS-K.A Emigration Association (HICEM) cinbertifene Konferenz für Aiiswsn• derungs frage n eröffnet. Das Völkerbttndsobi rkominissariaf für Auswandererfürsorge war durch Lord Duncannon, das Joint Distribution Committee durch Dir. Bernhard Kahn und David Schweitzer, der Council for German Jevvry durch Prof. Norman Bentwich, die Jewish Agency for Palestine durch Dr. Werner Senator vertreten; von der Hebrew Sheitering and Immigrant Aid Society of America (HIAS) waren der Präsident Abraham Hertna» und der Vizepräsident Samite! A. Tclscy sowie der Generaldirektor Isaac L. Asofsky erschienen, für die 1CA deren Generaldirektor Louis Oungre, für die PICA M. Erank und für die jüdischen Wohlfahrtsverbände Amerikas Dr. Maurice J. Karpf. Max Gott sehalk, Brüssel, hielt die Eröffnungsanspräche über die Arbeit der Hias-Ica Emigration Association im Laufe der letzten zehn Jahre. Begrüßungsansprachen hielten Vertreter des französischen Außenministeriums und des Innenministeriums, Lord Duncannon für das Auswandercr-Oberkommissariat, J. Rubinstein im Namen des Die britischen Staatsmänner, die Imponderabilien zu würdigen wissen, kennen den Wert der jüdischen Sympathien, die sich ihrem Lande seit Jahrhunderten zugewendet haben, und sie würden sie sicher ungern schwinden sehen. Das ist ein starker Pfeiler unserer politischen Stellung. Sie wissen ferner, daß wir ein zuverlässig england-treues Bevölkerungselement in dem für das britische Reich noch über Erwarten wichtig gewordenen Palästina bilden und auf eigene Kosten dieses Land entwickeln, welches ohne uns dasselbe Stück Karst und Wüste geblieben wäre, das es seit Jahrhunderten war. Ein dritter Faktor, der gerade zur Zeit unsere Position stärkt, ist der, daß es englischen Prinzipien widersprechen würde, Heimatlosen die Tür zu verschließen, wenn die Offenhaltung ohne Nachteil für England möglich ist. Und wir können davon ausgehen, daß es den Engländern sympathischer ist, den Strom der wandernden Juden nach Palästina zu lenken als ihn in England selber aufzunehmen. Realpolitik tat not Dies sind unsere politischen Aktivposten. Sie verlangen Pflege und Konsolidierung durch ein verstandnisvolles Eingehen unsererseits auf Englands Interessen. Unsere Beziehungen zu England dürfen nicht einer ständigen Belastungsprobe ausgesetzt sein. Eine solche aber ist es, wenn England für seine Judenpolitik die Feindschaft des Isla in und der ganzen a r a ־ bischen Welt in Kauf nehmen soll. Vertrauen zu England haben, kann nur bedeuten: überzeugt sein, daß England das Mögliche tun werde, um unseren Wünschen gerecht zu werden. Das Mögliche — nicht schlechthin Alles! Es ist unsere Sache, uns über die Grenzen des Möglichen klarzuwerden und ein Programm aufzusteilen, das sich ihnen eingliedert. Das kann nicht Fing- Iand für uns besorgen, es sei denn, daß wir es dazu zwingen. Wir sind auf dem besten Wege dazu! Dann können wir aber nicht darauf rechnen, daß die Resultate an der oberen Grenze des Erreichbaren liegen. Ein von England entworfenes Programm kann nur ein Minimal- Programm werden. Vielleicht die erste, jedenfalls die bisher wichtigste Gelegenheit, England unser Verständnis und unseren guten Willen zu beweisen, bot der Plan des Legis- 1 a t i v e Council. Wir haben sie in einer geradezu vorbildlichen Weise in den Wind geschlagen. Schneller als jemand es geahnt hat, haben die Ereignisse gezeigt, daß wir jedenfalls nicht schlechter dagestanden hätten, wenn wir dem Grundgedanken des Platts zustimmten. Unsere Antwort mußte lauten: ״ja — aber unter gewissen Bcdingungen!“ Wenn die Araber nein sagen wollen, so war das ihre Sache. Statt dessen zogen wir es vor, die Rolle des Spielverderbers zu übernehmen. Aus allen zionistisehen Kreisen ertönte ein einstimmiges Nein. Es ist nicht etwa so, daß ihm eine ebenso einheitliche Ueberz.eugung entsprochen hätte. Es wollte sich nur wieder einmal niemand durch Aeußerung seiner besseren Einsicht bei seinen Anhängern und Wählern unpopulär machen. Dabei war es ganz klar, daß die Regierung ihren wohlüberlegten Plan nicht auf unseren Protest hin fallen lassen würde, und auch nicht auf eine Unterhausdebatte hin, die ja keineswegs aus dieser Frage eine Vertrauensfrage für die Regierung machen wollte. Statt die Situation realpolitisch zu würdigen und danach zu verfahren, schielte man wie üblich nach den Extremisten und wollte beileibe nicht schwächlicher erscheinen als sie. Indern man sich recht stark gebärdet, kann man bekanntlich die angenehme Vorstellung in sich erwecken, es auch zu sein. Praktische Politik läßt sich auf solchen Illusionen allerdings schlecht aufbauen. Fassen wir zusammen. Wir haben England etwas zu bieten, gewisse Vorteile von nicht unerheblichem, wenn auch begrenztem Werte. Wir können beitragen zur Erhaltung des Friedens in einem Bezirke des Empire, der heute besonders reizbar ist. Darauf fußend, sollten wir durch Einfühlung in die Interessen Englands, durch Verständnis für die Schwierigkeiten seiner Situation, durch die Bereitwilligkeit, gemeinsame Lösungen zu finden, ein Vertrauensverhältnis erhalten, das uns seine Führung und Unterstützung beim Versuche einer Annäherung an die Araber verschafft. Denn daß wir - Konferenz Nansenamies, Dr. Bernhard Kahn, Dr. Werner Senator, der hebräisch sprach, Henri Fuß im Namen des Internationalen Arbeitsamtes, Albert Francois im Namen der Gesellschaft für Wanderiingsschutz, Präsident Abraham Her man, Generaldirektor Oungre und Rabbi Liber. Der Vizepräsident der Alliance Israelite Universelle, Prof. William O u a 1 i d, hielt einen Vortrag über ״Die gegenwärtige Lage der internationalen Wanderung“. ln der Schlußsitzung der Konferenz sprach der Vize- Präsident der Hebrew Shcltering and Immigrant Aid Society of America, Samuel A. T e I s e y, der Hicem den Dank ftir ihre Leistlingen im Dienste der Judenheit aus. Die Konferenz faßte eine Reihe von Resolutionen, die von der Tatsache ausgehen, daß 538000 jüdische Aus- Wanderer in den letzten zehn Jahren Europa verlassen haben. In den Resolutionen wird die Hicem zu ihrer bisherigen Arbeit beglückwünscht und aufgefordert, weiterhin neue Aus- Wanderungsmöglichkeiten zu erforschen. Dagegen wird vor von unverantwortlicher Seite unternommenen Versuchen auf dem Gebiet der Erschließung neuer Einwaridcrungsländer gewarnt. Weitere Resolutionen beziehen sich auf die Weiter- Icitung jüdischer Ausgewanderter und auf Frauen- und Mädchenschutz. allein den Weg zu den Arabern nicht finden, hat die Erfahrung bereits gelehrt. Die innere Front Die andere Front, an der das arabische Problem einer Lösung nähergeführt werden könnte, ist die innere, die jüdische. Es unterliegt keinem Zweifel, daß, abgesehen von dem völligen Fehlen einer politischen Behandlung des arabisehen Komplexes, seitens der Juden in ihrer ganzen äußeren und inneren Haltung gegenüber den Arabern sehr schwer gesündigt worden ist. Es hieße aber, dies sei betont, die Gegebenheiten verkennen, wenn man darin allein die Wurzel alles Uebels sehen wollte. Manche Zionisten erleichtern sich ihre Stellungnahme, indem sie das tun. Diese Auffassung entspringt einer gewissen Neigung, das Problem zu verkleinern und um das Eigentliche herumzugehen. Es wäre danach alles garnicht so schlimm, wenn wir selber nicht die Vcrschlimmerung herbeiführten, und wir hätten es in der Hand, die Sache zu meistern. So einfach ist es leider auch wieder nicht, und alle gemachten Fehler zugegeben, können wir doch nicht annehmen, daß es beim idealsten Wohlverhalten der Juden nie zu irgendwelchen Unruhen gekommen wäre. Es gibt eben ein objektives Problem. Die Hauptsünde der Juden war es und ist es, daß die Erkenntnis des Kulturunterschieds bei ihnen nicht ein Gefühl der Verpflichtung gegenüber dem anderen Volke, sondern eines der Verachtung, und ein entsprechendes Verhalten ausgelöftt hat. Dabei kann kein Zweifel daran bestehen, daß die Araber an Kulturfähigkeit und Talenten hinter anderen Völkern nicht zurückstehen. Die Mission der Juden — hier einmal eine wirkliche, nicht eine vermeintliche und angemaßte —- wäre es gewesen, und müßte es noch jetzt sein, mitzuarbeiten an der Entwicklung dieser Gaben. Wir wären für Araber die gegebenon Uebermittler der europäischen Bildung; durch uns könnten sie sie passender und ihnen gemäßer erwerben als in Oxford oder Paris. Universität und Schulen hätten ein Bindemittel für beide Völker werden können, wenn Lehrer und Schüler es gewollt hätten. Aber sie wollten nicht (auf beiden Seiten), Die innere Haltung des Juden gegenüber dem Araber muß, auf die einfachste Formel gebracht, die sein, daß er im Araber den Menschen sieht und achtet. Der Araber hat sehr wohl gemerkt, daß das bisher nicht der Fall war. ln einer Zeit, in der die gegenseitige Feindschaft einen Siedepunkt erreicht hat, erscheint diese Forderung für ein menschliches Zusammenleben manchem vielleicht als etwas Außerordentliches, während sie doch nur etwas Selbstverständliches ist. Wir wollen daran denken, daß in Kriegszeiten nicht gerade die Vernunft Triumphe feiert. Indes es ist nicht immer Krieg, und nachher sehen die Dinge immer erheblich anders aus. Entbehrte der Zionismus nicht schon seit langer Zeit einer geistigen Leitung, so wäre das Araberproblem kulturpolitisch stets von dieser Seite her betrachtet und entsprechend vertreten worden. Es hätte dann nicht ausbleibcn können, daß man im arabischen Lager wenigstens gewisse Anknüpfungsmöglichkeiten besessen hätte. Aber es scheint, daß Weizmanns jetzt veröffcntlichter Vertrag mit dem König Feisal das letzte war, was an praktischer Araberpolitik geleistet worden ist. Und dieses Aktenstück dürfte heute nur noch von historischem Interesse sein. Die ״Araberfrage“ ist bei uns immer nur dann aktuell, wenn sie von den Arabern dazu gemacht wird. Ist ein Aufstand beendet, so wendet sich das Interesse wieder erfreulicheren Dingen zu, d. h. leichter zu behandelnden und weniger unpopulären. Man muß nach allen Erfahrungen, und in Kenntnis des Kongrcßzionismus, fürchten, daß es auch diesmal wieder so sein wird. Dies zu verhindern, scheint uns die wichtigste zionistische Aufgabe. Haupt srhtift lelter: Dr. Robert VV e 11 s c h, Berlin - Charlottenburg 9 (auch verantwortlich für die Aufnahme von Bildern). Stellvertreter: Kurt Loewenstein, Berlin W 15. Anwigenleiter und verantwortlieh ftir den Inhalt der Anzeigen: Hermann F i n n, Berlin W 15. Gültig Anzeigen - Prridbtc 5 vom 1. April 1936. Verlag und An• reigenvci wall1mg: Jüdbche Rundschau, Berlin W15, Meinckestr. 1(X D.-A. Mai 36 325. — Druck: Siegfried Schalem, Berlin-Schöneberg.