Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 41 (1936)
- Issue
- Heft 52 (30.6.1936)
- Date
- 1936-06-30
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
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- Haifa 2× ep/1047930
- Istanbul 2× ep/1044827
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1 * ־7 Sgg יייי ״EL HAJAM!“ Von den Anfängen der Der Steuermann der ״Tel-Aviv* flfcTEL-AVlV* Jüdisches Schiffsausrüstungsgeschäß in Haifa I aelftl jüdischen Schiffahrt ״Marius Ahoyl“, Pagnols Marseiller Seemaiinsstück, das in Deutschland unter dem Titel ״Der goldene Anker“ gespielt wurde, ist wohl nicht unabsichtlich vom Theatron lwrr in Haifa als zweites Stück seines Repertoires gewählt worden. Die in dem Stück wiedergegebene Stimmung der Hafenstadt soll an Aehnliches in Haifa anklingen. Die Schiffe und ihre Reisen, von denen erzählt wird und die eine so starke An- Ziehungskraft auf den jungen Marius ausüben, liegen auch im Hafen von Haifa und beginnen schon, auch unserer Jugend den Beruf des Seemanns als etwas besonders Schönes und Erstrebenswertes erscheinen zu lassen, wozu auch die schmucken Matrosen der ״Tel-Aviv“ die man in den Straßen von Hadar Hakarmel sieht und bewundert, das ihrige beitragen, lieber diese Neigung einzelner Jugendlicher hinaus geht aber die von der Arbeiterschaft aufgestellte Forderung des ״Kibusch Awodah“, der Eroberung von — paradox ausgedrückt — ״Neuland“ für die jüdische Arbeit, d. h. Eroberung des Meeres und der mit der Schiffahrt verbundenen Berufe. Zu der früher aufgestellten Parole ״El Hakfar“, ״Auf das Dorf“, die nach wie vor ihre Bedeutung behält, tritt die neue Parole ״Auf das Meer“, die Aufforderung an die Jugendlichen, den Beruf des Seemanns zu erwählen, sich in Sportabteilungen darauf vorzubereiten, jeden Wassersport zu betreiben, und so wird allmählich — mit der erstaunlichen Normalisierung des jüdisehen Volkes in Palästina — ein ganz neuer Zweig menschlicher Betätigung, den Juden bisher im wesentlichen fremd, hier seinen Eingang finden; zum jüdischen Landmann wird der jüdische Seemann hinzutreten. Eine Seemannsschule gibt es bisher in Palästina nicht. Von einer solchen Schule in Italien war in diesen Blättern schon die Rede. In London gibt der Verein ״Sebulon“ jüdischen jungen Leuten die Möglichkeit, an der dortigen Seemannsschule zu lernen, aber die praktische Vorbereitung, das Dienen von der Pike auf als Schiffsjunge, kann auf den jüdischen Schiffen, über die Palästina schon jetzt verfügt, vor sich gehen, wenn auch das Aufsteiger! in die höheren Chargen, der Erw׳erb des Offizierpatents, bisher noch nicht in Palästina, sondern nur in London durch eine Prüfung erlangt werden kann. Auswärtige Patente, z. ß. deutsche, werden zwar von der Regierung anerkannt, sie kann aber im Einzclfali eine Zusatzprüfung in Palästina fordern; es sind Bemühungen im Gange, auch für Palästina die Erteilung von Patenten zu erlangen. Die jüdischen Schiffahrtsgesellschaften haben sich vor kurzem innerhalb des palästinensischen Industriellen-Verbandes zu einer Gemeinschaftsgruppe zusammengeschlossen. Sie verlangen mit Recht genau so wie die jüdische Landwirtschaft und Industrie die Anwendung des Prinzips der Unterstützung von ״tozereth haarcz“ auch für sich, ebenso wie die Förderung durch die öffentlichen jüdischen Institutionen. Sie w׳erbc11 für diesen Gedanken durch Plakate mit dem Inhalt: ,,Aufs Meer“, ״Hafen in Tel-Awiw“, ״Jüdische Schifffahrt“. ״Chaluzim für da:! Meer“. ״Jeder Reisende, jede Kiste Last auf jüdischem Schiff, ein Stein für den Aufbau des Landes“. Von den drei in dieser Interessengemeinschaft zusammengeschlossenen Schiffahrtslinien ist die ״Palestine Shipping Co. Ltd.“ mit ihrem Dampfer ״Tel-Aviv“ am bekanntesten. Man weiß und hat gehört, daß schon mit dem Betreten dieses Schiffes die Atmosphäre Palästinas beginnt, des Landes und der Sprache, der Menschen und der Stimmung. Man w׳eiß, daß der größte Teil des Personals jüdisch ist, und daß die Linie sich bemüht, weiteres jüdisches Personal einzustellen. Die zweite jüdische Sc)1if fahrtslinie ist die ״Palest in e Maritime Lloyd Ltd.“ in Haifa, mit wöchentlichem Personen- und Fracht enverkehr zwischen Haifa, Istanbul und Konstanza. Die Schiffe ״Har-Zion“ und ״Har-Hakar* in e 1“ unter palästinensischer Flagge (die früher zwischen Holland und Süd-Amerika fuhren), haben 1. und 2. Klasse, stehen unter Führung jüdischer Kapitäne, und von ihrer Besatzung ist mehr als die Hälfte jüdisch. Schiffsjungen werden auf beiden Schiffen ausgebildet. An Fracht bringen die Schiffe von Rumänien Schlachtvieh, Geflügel, Holz und nach Rumänien während der Saison Orangen, sonst auch Häute. Die Atid Navigation Co. Ltd. ist die Dritte im Bunde. Mit ihren Schiffen ״Atid“, ״Ali za“, ״A m a I“ und ״Richard ßorcliard“ (das 2. Schiff, das vor Tel-Awiw ankerte und von den arabischen Bootsleuten aus Jaffa angcgriffen wurde), versieht sic den Frachtdienst an der palästimensischen Küste nach Syrien (Bcyrouth und Tripoli), der Türkei (Mersina) und Aegypten. Eine 2. Route geht von Aegypten über Izmir, Istanbul, Pyräus nach Galat/.. Die Schiffe übernehmen Güter für den fernen Osten, denn sie sind mit den großen Reedereien verbunden, die ihre Schiffe durch den Suezkanal schicken und die Fracht von den Schiffen der ״Atid“ in Port-Said aufnehmen. Umgekehrt bringen sie auch die Güter des fernen Ostens durch Uebernahme in Port-Said. Sie Schiffsjunge klettert in die Trossen '*?**~*l*rJ1i .M ■׳■•־ÄS'־✓ Pgg|g rffi סוג R«fl• Num 3 רעום T»c0 התאחדות הימאים בארץ־ישראל THE PALE8TINE UNION O« SEAMEN וואריך 3וזר*הה ^3 » 10 , %% Datt ***ttt.t.yo’uloM ני** הנרגוי® . ״jfc* ׳ר% נר*ם immuvra וזנ״ל למס קנלת *בידה גיניו*. למי הקניון הההוויורווו♦ יל נמו* הנימי© להיקוי 990 גבל 14 ימים.;*©«י. למוו*יודוח מייויה לבל ימי• *וו©לינ. ff\ for Sr% 8/§-ו«נוי ל I *. 11..• ItM . הוווייך auf hoher See Ausweiskarte der palästinensischen Vereinigung der Seeleute Foto•; Herbert Soaneufeld (5, Z, Loeweobeim, Haifa (1) Seeoffizier beim ״Sonneschieficn"