Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 41 (1936)
- Issue
- Heft 51 (26.6.1936)
- Date
- 1936-06-26
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seite 18 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 51, 26. n 1936 Chassidischer Hochzeitstanz Alle Rechte Vorbehalten Nachdruck verboten Ch. Wlnawer DER JÜDISCHEN RUNDSCHAU "^EEE$E:£=E$E 'S ־״--A—־—־ T-:f ־xm.-[U 071:7777־ y;.f/.. זr. .:r>^ Aus dem Reich Bamberg. Am 15. Juni sprach Frl. Kate Ilcilbrunn über Theodor llc/zl. Fritz Stein würdigte das Leben Sokokrws und gab an- •ehließend ein Bild der gegenwärtigen Situation in Palästina. Der Singkreis Justin Isners umrahmte die Veranstaltung. Bochum. Die Synagogettgcmeinde veranstaltete am 8. Juni eine Sokolow-Gedcnkfeicr, bei der Bczirksrabbiner Dr. K 1 i c r s £ e 1 d , Bochum, Leben und Wirken Sokolows icichnctc. Hauptlelircr Mend e 1 trug das El mole Rachamim unter Begleitung von Herrn Rosenthal vor. Dortmund, In der ZOG. fand ein viel beachteter Vortragsabend statt, aut dem Julius Goldberg. Köln, das palästinensische Volkslied behandelte und dessen Herkunft und Eigenart sowie seinen Wert aL nationale Leistung darlegte. Fräulein Heß, Köln, sang einige Volkslieder zur Erläuterung und Veranschaulichung des Vorgetragenen. Frankfurt *m Main. Zum Andenken an Bertha Pappen hei in vcran-lallcte der Mädchenklub am 14. Juni eine Trauerfeier. Im Mittelpunkt stand eine Gedenkrede von Frau Irene Darmstädter. Frau Eliadis und Fräulein Dr. Fuchs rühmten das Verdienst der!erstorbenen. Fräulein liabad las die ״Vision" von Bertha l’appenheim. Umrahmt war die Feier von einem Violinkonzert, vorgetragen von Fräulein Eldolt und Murgrit Oppenheimer. Moers. In der ZOO. sprach Konrektorin Paula Loch, Köln, über ״Die Mitarbeit der jüdischen Frau am Aufbau Palästinas“. Ankündigungen Breslau! Wizo. Vortrag Dr. Rose Biulim am 29. Juni, 20.30 Uhr, im Lessingsaal, Agncsstr. 5, über ״Frauenarbeit in Erez Israel, IlachM-harah, Pädagogik: und Fürsorge“. — DUatcldorf: Misrnchi. Am 27. Juni, 21.30 Uhr, Synagoge Kreuistr. 54II, Gedächtnis- Gottesdienst für Sokolow. Redner: Rabb. Dr. Esrhclbacher. — Geilenkirchen-Buer 1 Am 28. Juni, 16 Uhr, Synagoge, Vortrag Dr. Wassermann-Oberhauscn: ״Die historische Aufgabe des Zionismus“.— Eisenach t Aul einer Kundgebung des Keren Hajcssod sprechen am 29. Juni, 20.39 Uhr, In der Synagoge Rechtsanwalt Dr. Alfred Backhaus, Eisenach, und Rechtsanwalt Alfred Moser! Frankfurt a. M., Bber ״Die Ereignisse In Pallstina — Unsere Jüdische Antwort". — Hamburg! Misrachi. Am 1. Juli im Jugendheim, Johnsallee 54, 20.15 Uhr, Mitgliederversammlung (intern). Um 20.30 Uhr: Ernst Mayer zeigt Lichtbilder atu Erez Israel. Anschließend spricht Tilly Zuntx über ihre Reise nach Erez Israel. — Karlsruhe t Am 28. Juni, Loge, Kriegstr. 154, 20.30 Uhr, Vortrag Rabb. Dr. tloffmann, Frankfurt am Main: ״Erez Israel und wir". — Krefeld: Zion. Ortsgruppe und lleclialuz. Am 28. (uni, 15 Uhr, Nicderrhein-l.oge, Königstraße 93, Tagung zu Fragen der jüdischen Jugendarbeit. Redner: Otto Reiß, Köln: ״Jüdische Jugendarbeit, in der Galuth“; Dr. Siegfried Kan»• witz, Tel-Awiw: ״Jüdische Jugend beim Aufbau Erez Israels“. — K5ln: Zion. Vereinigung. Am 27, Juni: Gemeinsam mit dem Hechaluz und dem Hahonim Oneg Srhahbath zum Gedenken an Secw Orbach. Es spricht Jelmda Kaufmann über: ״Kuliurclles Streben im Existenz• kampf des Kibbuz“. Musik, Rezitationen. Am 29. Jtmit Die Voriübrung des Films ״Wir laliren zur Makkabiah“ tnuß aus technischen Gründen verschoben werden. Am 1. Juli: Kundgebung im Gemcindchaus, 20.45 Uhr. Es spricht Dr. Kanowitz über ״Krieg und Frieden — Schicksalstage in Palästina". Am 2. Juli: Arlwitskrcis, Veranstaltungen am 27. Juni und 2. Juli um 20.45 Uhr im Heim, Cärilienstr. 18-22. — Mannheim! Am 29. Juni Mitglicderversamm• lung der ZOG. im großen Logensaal. Vortrag Rabbiner Dr. Grünewald: ״Die zioni'tische Antwort auf <lie Ereignisse in Erez Israel“. — StSdtcl (Kr. Namslau): Am 28. Juni Seckngcdcnkfcier. Abfahrt vom Bahnhof Namslau: 14.15 LIhr. Teilnehmer wollen sich beim Vorstand der Synagogengcmcindc Namslau melden. Bar Mizwati -Termine Am 4. Juli (14. lammas): Josef Goldschmidt, hohn von Leo- ()olrl Goklschtnldt, Fulda, Steinweg 1. — Heinz Meyer, Sohn von Harry Meyer, Dresden, Elisenstr. 4. — Am 18. Juli (28. Tammtu): Siegmund W e i ß m a 1111, Hagen (Westfalen). tfcrfc: ♦. r i :;.,וי; i-rj Noch einmal: ״Heb Nadiman Brazlaver” Mein Aufsatz über die ״tuten Chassidim״ und ihren Rabbi, Reb N'acltman Bra/laver (״J. R.“ vom 1. 5. 36), hat zwei Zu- Schriften veranlaßt. In einer von ihnen meint der Schreiber, ich stünde dem Ghassidi-.inus nicht genügend objektiv gegenüber und verherrliche ihn mehr als es ihm zukäme. Vor allem nimmt er cs mir übel, dall ich Reb Nachtnan Brazlavcr auf ein viel zu hohes Postament setze, und führt hierzu Dubnow an, der doch auch die Absicht vertrete, dal) die von Reb Nachman erzählten Geschichten nicht von Bedeutung wären. Dem entgegen zuhaltcn genügte eigentlich schon, daß Buber die ״Geschichten des Rabbi Nadiman" einer Ucbersetzung für wert gehalten hat. Dennoch, und ohne etwas gegen Dubnow sagen zu wollen, scheint es mir nützlich, darauf zu verweisen, daß es noch viele andere Duellen gibt neben ILibnow-Duellen, die ebenfalls verläßlich genug scheinen, und daß es recht hedeutende Persönlichkeiten 1m Judentum waren, die vom ״Brazlaver“ eine sehr holte Meinung hatten. Aber das beste Gutachten bleibt doch das Original sclb.-t, von dem alle Größe und Tiefe des (.lu.--idiMnus au-geht. I)!esc erfühlen aber kann nur, wer, cita-idt-eh gc-pr<*vht n, ,.roe ראוי ist, zu farschtehn“. Diese Umstellung lallt sich nicht so ohne weiteres gewinnen, es genügt noch nicht immer, sich mit der Materie eingehend nt befassen, noch nicht tinnial ein langes Studium ist eine Garantie für da5 rechte t na-sen jener eigenartigen Welt, — es gehört schon der cliassiiSisdie ,,Niz/t:/“ ( ״ Funke) dazu. Ich will ans der Literatur über den Chassidismus nur drei Schriftsteller nennen, drei Sauien der jüdischen Literatur der Neuzeit, die den Okuddi-mu« in ihren Werken verherrlicht haben. Mas sind: Ji/rhok-Lejb Pc r e / in seinen .,Chnesidisdicn Geschichten׳•, Sdiolem A « r h in -fitteni ״Tehiilim-Jid“ und Nahum Sokolow, der eine Reihe von Auf ■־.ätzen über den Chassidismus im allgemeinen und über Reb Naehman Brazlaver im besonderen veröffentlicht hat. Nahmt! Sokolow schreibt In einem Aufsatz über ״Memlelc Moicher Sforim“ unter anderem:: ״...wie schade, daß der Beobachter von ,bischke, der Krumer‘ mit seinen kristallenen Augen nicht auch einmal nach Merzeberz oder Karhmcstriwkc himmtergezogen ist, um die Empfindung der Stimmungen, die Tränen und Gebete, den festen Glauben, die Traume und Wunder jener Rabbis und Chassidim 2m verewigen, dort, wo der Chassidismus aus Not und Verlangen nach Wundertaten emporgeschossen ist wie eine blasse Blume aus den Gräbern der gemarterten Heiligen. Mendele, der alles zu beobachten verstand, hat sich leider so wenig psychologisch, leider nur 80 nebenbei mit der chassidischcn Seele befaßt, und nur selten, und auch dann nur wie ein ״Litwak’l“, ein (nüchterner) ״Maskil“ jener Zeit, gewissermaßen ״mit der linken Hand“ die ״Chassidimwirtschaft“ erwähnt, die ״Händeklatschen“, die eia gern ein ״L’clmjim“ trinken und ein Eierküchcl dam beißen... Kein einziges tiefes Wort über chassidischc Freude, keines über die Nigunim und Tänz'l, kein Wort über die innig-dunkle Schwermut eines ״Schafosch-S'udot“ über die blasse Prinzessin einer ״Mlawe-Maike“. Es hätte sich schon hie und da ein Wort finden lassen... Oar nicht zu vergleichen mit einem Percz, der Chassiduth mit tiefen Zauber erfaßte, geheimnisvoll, in verträumter Zdtlosigkeit und keusch verhüllter Mystik.“ Kurz vor seinem 1 linscheiden noch schrieb Sokolow Im ״Haarez“ eine Aufsatzreihe, in der er sich mit Reb Nachman Brazlavcr beschäftigt. Ich glaube nicht, daß all das noch schöner, tiefer und echter gesagt werden kann, und da Sokolow, obgleich er den ״Funken“ hatte, doch kein Schwärmer war, wird er auch denjenigen Autorität genug sein, die viel- ]eicht meinen könnten, ich hätte den Brazlavcr etwas zu sehr verherrlicht. Sokolow schreibt: ״Reb Naehman war ohne Zweifei ein Mensch von außergewöhnlichen, edelsten Eigenschaften. Er zeichnete sich ganz besonders durch seine Bescheidenheit aus. Nur ein Bachur stand zu seinen Diensten, sein Haus war offen für jeden. Auch auf seinen Wanderungen warf er allen ,Kowed‘־ ab und führte die Lebensweise eines einfachen Mannes, immer darauf bedacht, daß man ihn nicht erkennen möchte. Schach Bearbeitet vonJ. Mieses Schach in Palästina In der Zeit vom 25. April bis zum 20. Mai besuchte ich Palästina, und zwar teils als Tourist, teils aber auch, um mich dort als Schachmeister zu betätigen. Daß Palästina eine überraschend große Anzahl hervorragender Spieler aufzuweisen hat, zeigte sich schon bei den vorjährigen Länderwettkämpfen zu Warschau, wo die palästinensische Mannschaft im Kampf gegen die besten Spieler der Welt einen Gewinn- Prozentsatz von etwa 43 0׳״ erzielte. Die Teilnehmer in Warschau waren: En och, Dobkin, Winz und C z c r n i a k. Palästina könnte aber bequem noch eine zweite, ebenso starke Mannschaft aufstclien, die z. B. aus Macht, G 1 a s s, M 0 h i! e v e r, Marmorosch, Bcufum bestehen könnte; und auch hiermit würde die Liste der Spieler von annähernd Meisterstärke noch nicht erschöpft sein. Man wird es daher begreiflich finden, daß ich mit ziemlich hohen Erwartungen in schachlicher Hinsicht in Palästina ankam und mich auf harte Kämpfe gefaßt machte. Diese Erwartungen sind, wie ich vorgreifenti bemerken will, nur in ziemlich geringem Maße in Erfüllung gegangen. Schuld daran sind weniger die Unruhen, die gerade zur Zeit meiner Ankunft 'ausbrachen, als vielmehr die bedauerliche Tatsache, daß — von Jerusalem abgesehen — das Schachleben Palästinas jeder einheitlichen Organisation entbehrt, ln Haifa und in Tel-Awiw gibt es Hunderte von Schaehfreunden, die in zahlreichen Cafes täglich spielen, aber es ist bisher nicht gelungen und wahrsciieinlich überhaupt noch nicht in geschickter Weise versucht worden, sie zu zielbewußtcm Zusammenwirken zu erfassen. Zwar existiert eine ״Paiestine Chcss Federation“, die ihren Sitz, in Tel-Awiw hat, sie ist jedoch, da es ihr völlig an Geldmitteln fehlt, leider zu einem Scheindasein verurteilt. Eine Blindvorstcllung, die ich in ihrem hierfür wenig geeigneten Kltiblokal gab (Resultat: drei Partien gewonnen, eine verloren, zwei remis) war auffallend schwach besucht. — In Haifa konnte ich nur ein Simultanspiel von 14 Partien ermöglichen, wovon ich zwölf gewann, eine verlor und eine remis machte. — In Tel-Awiw gelang es zwar den Beinühungen Marmoroschs, der als Leiter der Schachrubriken irrt ,,Dawar“ und ״Haare?.“ eine Rolle im Schädlichen Palästinas spielt, eine größere Simultanvorstellung für mich zu arrangieren. Auf 33 Brettern hatte ich gegen zum Teil recht geübte Spieler zu kämpfen. Ich gewann 21 Partien, verlor vier und machte die anderen remis. Eine weitere Veranstaitung konnte aber selbst Marmorosch nicht zustande bringen. — Auch in •den Siedlungen leben einige atisgczeichiicte Spieler, so z, B, Foerdcr in Ramoih Haschawim, aber diese zu besuchen war mir wegen der Unruhen unmöglich. Ein ganz anderes,, weit erfreulicheres Bild zeigen die Schachvcrhältnissc J crusalems. Jerusalem ist ja wohl auch die einzige Stadt Palästinas, in der sich bereits eine gesellschaftliche und geistige Oberschicht zu bilden begonnen hat. Der dortige Schachklub, dessen Vorsitzender Professor H. T orczyncr ist, gehört als Sondersektion dem sehr komfortablen ״Menorah-KIub“ an. Zu seinen Mitgliedern zählen, neben vielen Schachfreunden von mehr als Durchschnittsstärke, einige erstklassige Kämpen, wie C z 0 r n i a k und M o h i! e v e r. Hier hat das Schachspiel wirklich eine ideale Pflcgcstätie gefunden, die, was Organisationsgeschick und schachliche Unternehmungslust anbclangt, allenthalben in Palästina als Vorbild dienen möge. Der ״Mcnorah-Schachklub" war denn auch der Hauptscliauplatz meines schachliehen Wirkens in Palästina. Erleichtert, wenn nicht überhaupt ermöglicht, freilich wurden dem Klub alle Veranstaltungen durch die Generosität eines schachenthusiastischen Mitglieds, des Herrn M. W e i t z, der ja bis vor zwei Jahren in Berlin lebte und den Berliner Schaehfreunden als stets opferwilliger Schachmäzen in Erinnerung geblieben ist. — In Jerusalem spielte ich zunächst gleichzeitig zwei Partien gegen je drei miteinander beratende Klubmitglicder. Beide Partien wurden nach interessantem Kampfe, der vorgerückten Stunde wegen, als remis abgebrochen. — Ein Blindspiel von fünf Partien gegen durchweg gute Spieler brachte mir drei Siege bei zwei Remisen. —■ Recht schwierig war eine Simultanvor- Stellung von 24 Partien, weil einige der besten Spieler daran teilnahmcn. Ich war daher mit dem Resultat von 17 Gewinnen, drei Verlusten und vier Remispartien nicht unzufrieden. — Den Abschluß meines schachiichcn Auftretens bildete eine ernste Partie gegen Mobilem, die ich gewann. j. Miese• Die nachstehende Parte! wurde zu Jerusalem am 11. Mal gespielt. Unregelmäßige Eröffnung Mohilever Weiß Mieses Schwarz 1. S gl—13 S b8—c6 2. d2—d4 id7—d6 3. c2—1-4 L c8־—g4 4. c2—13 .... lieber wäre Icl—e3, um S g8— t6 mit S bl—<12 zu beantworten. 4. S t;8—f0 5. L fl—d3 e7—e5! 6. I. cl—e3 d6—1!5! Wie man sicht, ist die Initiative bereits auf den Nachziehendet) übergegangen. 7. S bl—d2 e5Xd4 8. <3־X׳I4 <)5Xc4 9. S <12><e4 I, [8—b4f 10. S e4—c3 S •fl- 15״ 11. T al—cl 0—0 12. 0—0 T f8—eB 13. Tfl—el .... Dies ist ein Fehler, wie der weiterc Verlauf der Partie zeigt. Die richtige Spielwcisc ist 13. S r3X «15, D <18X35• 14. L!!3—04 nebst I. 4״--c2. 13. S <15X03 14. i2V. 3 S , 8 .:,14: Damit gewinnt Schwarz einen wichtigen Bauern. 15. c3Xd4 TeSXelf 16. 1) <J2Xel Lg4Xf3 17. I) el—12 .... 17. R2Xi3. Dd8Xd4f nebst D (14 X<13 fuhrt zwar auch su einer recht ungünstigen Stellung für Stellung nach dem 13. Zuge voa Weiß. ■ bedafgk Weiß, ist aber dem Textzug doch' noch vorzuziehen. 17 . L f3Xg2! 18. T cl—el .... Der Läufer konnte weder vom König geschlagen werden (vregen Dd8—g6f nebst D g5Xcl), noch von der Dame (wegen D dS X<14f nebst D d4xd3). 18 . I. g2—c8 19. T cl—e5 L b4—dß Der Angriffsversuch von Weiß wird mit leichter Mühe abgewehrt. 20. T 05—115 g7—gß 21. d4—d5 .... Lin Verzweiflungszug. 21. gexhS 22. I) f2—g2f K g8—h8 23. d5Xc8 L d6—cßf Weiß gibt auf. Mit Hilfe seiner großen Weisheit hat er viele Menschen vom schlechten Weg abbringen können. Bei seiner Begegnung mit anderen Großen zeigte er keinerlei Ueberlieblichkeit, und vor Außenstehenden suchte er die Lebensführung des Rabbi zu verbergen. Er legte keinen Wert auf Ehrerbietung, und wenn ihn einer beschämte, so pflegte er es ihm jederzeit zum Guten auszulegen, selbst wenn es ein Uebeitäter sein mochte. Reb Nachman war nicht nur ein Rabbi, sondern daneben ein großer Denker und Schreibender, ein feuriger Kämpfer, — natürlich Im Stile seiner Zeit. Er ist eine hohe historische Gestalt in der Geschichte de• Chassidismus. De Gegnerschaft des Schpoler Rebben rührt von Heb Nachmans menschlichen Eigenarten her, und nicht, wie Berditschewski meint, von seiner Ueberheblichkeit, — Heb Naehman hatte auch nicht die Spur von Lieberheblichkeit an sich, im Gegenteil, er war voller Demut, ein ganz besonders bescheidener Mensch. Was Reb Naehman wirklich war, das war: dn ewig Unruhiger, eine unzufriedene sehnsüchtige Seele, die mit auer Macht emporstrebte, Gott zu finden, ein ewig Suchender und ewig Sehnender. Das ist nicht der Typ eines Hoffärtigen, denn Hoffart findet ihren Platz nicht In einem Menschen, der von Leid erfüllt ist. Ja, das Oe* fühl da Erhabenheit kann einem solchen Mensche» imicwohnen, nkhf aber Hochmut oder Ueberhebllchkeft. Ein Mensch vom Schlage eines Reb Naehman ist unzufrieden mit der Welt, mit seiner Umgebung, mit sich selbst und seinem Orte, — solch ein Mensch kann sich selber nicht groß dünken, er kann nur ein Kämpfer sein. Wir haben hier eine erhabene Seele vor uns, die im gedämpften Licht und blitzendem Donner des göttlichen Geistes erstrahlt, von Gesang erfüllt wie das Meer und mit Eigenschäften begnadet, wie sie für gewöhnlich nicht vorzukommen pflegen.“ * Der ״chasstdisehe Hochzeitstanz“ unseres heutigen Sing* blaffes ist schon einmal veröffentlicht worden, doch ist er dort nicht ganz so originaltreu wiedergegeben, wie ich ihn in Erinnerung habe. Chemjo W.ina wer Berichtigung zum Singblatt vom 12. Juni. In der zwölften Notcnzcile, erster Takt, Textwictierliolung, muß es heißen: h, e, a (statt h, d, c), der Rhythmus bleibt derselbe. Im letzten Takt der 13. Notenzelle muß das erste Notenviertel a (statt g) lauten.