Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 41 (1936)
- Issue
- Heft 49 (19.6.1936)
- Date
- 1936-06-19
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 2 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 49, 19. VI. 1936 Antijüdische Provokationen in London bewußt sein, daß dies nur ein kleiner Ausschnitt, vielleicht nicht einmal das ״eigentliche“ Amerika ist und auch kein volles Bild der amerikanischen Judenheit gibt, aber immerhin ist in New York die große Masse der arnerikanischcn Juden konzentriert. Hier sind auch die Endpfeiler der großen imaginären Brücke über den Atlantic, eine starke Verbundenheit mit Europa und ein starkes Interesse für europäische Fragen. Die verschiedenen Schichten des arnerikanischcn Judentums nebst ihrer Geschichte sind oft (auch in der ״J. R.“) dargestellt worden: die ersten Sefardim, von deren Pioniertum noch jetzt alte Friedhöfe mitten in der Stadt, heute umgeben von Wolkenkratzern, zeugen — der älteste Grabstein New Yorks ist der eines sefardischen Juden; dann die ״deutschen Juden“, die vom 19. Jahrhundert bis heute die soziale Oberschicht bilden, und schließlich die große Masse der russischen und auderen osteuropäischen Juden mit all ihren sozialen und kulturellen Schattierungen. Aber diese Statistik in trockenen Zahlen besagt wenig. Sie bekommt erst ״Fleisch und Blut“, wenn man das wirkliche Leben sieht, die Fülle der Menschen und Typen, all diese Zwischenstufen, die sich aus dem Sonderschicksal von Individuen und dem Gesamtschicksal der (truppe ergeben, diese große, ungeheurc, rauschende Wirklichkeit, die nicht nach normativen oder ästhetischen Gesichtspunkten zu werten ist, sondern als ein Ausdruck des Ringens geheimnisvoller, stets von Hemmungen und Verführungen aller Art umdrohter Lebenskräfte. Zunächst ist für unsereinen diese ungeheure Masse von Juden in New York ein einzigartiges Lrlebnis, ganz anderer Art als die Begegnung mit den Massen des < )5t Judentums in Polen oder anderwärts. Dam während wir im Osten trotz aller assimilatorischen Randerscheinungen eine kompakte jüdische Masse haben und im Westen Luropas ein zwar assimiliertes, aber numerisch doch selbst in den großen Gemeinden relativ geringfügiges Element, leben in New York, man muß es sich immer wiederholen, fast zwei Millionen allen Berufskategorien ungehörige Juden, die sieh äußerlich, d, h. in Sprache, Lebensweise und Habitus, aber auch in ihrem Denken, immer mehr assimilieren — an was? An etwas, was noch nicht in seiner vollendeten Gestalt vorhanden ist, was eigentlich in VC ege solcher Assimilation vcrschieden,artigster Gruppen (Angelsachsen, Skandinavier, Deutsche. Iren, Italiener, Franzosen, Slaven, Spanierusw.) erst entstehen soll, natürlich unter klarer Prädominariz des Englischen, die schon durch die Sprache gegeben ist. Aber Amerika hat es bekanntlich ״besser“, es hat keine alten Schlösser, und Goethe schon wußte, daß dies den Weg in die Zukunft leichter macht, unbelastet von weit zurückreichenden romantischen Traditionen. Und da ganz naturgemäß — worüber wir keineswegs rechten wollen — die Judentrage in jedem Land nicht nur von den Juden abhängt, sondern von der spezifischen Eigenart und den Gegebenheiten des betreffenden Landes, so ergibt sich ohne weiteres, daß auch die Judenfrage in Amerika, und zwar sowohl was die tatsächliehen objektiven Verhältnisse, als auch was die Problematik anlangt, nicht gerecht gewürdigt werden kann ohne Berücksichtigung des Wesens und der Probleme des Landes. Sic hat ein anderes Gesicht als in Europa, aber zugleich ist es doch nur eine Varietät, die an der Ueberzeugung der Einheitlichkeit jüdischen Schicksals nichts ändern kann. Freilich finden wir hier besonders häufig solche Juden, die lieber ihr Wunschbild als die reale t age der Juden sehen wollen. Aber es ist jetzt unverkennbar ein Bestreben zu lernen, und sie werden, wenn sie erst mit jüdischen Dingen umzugehen beginnen, noch eie! lernen. Ich begegnete einem jüdischen Universitätsprofessor, der in seiner Jugend noch die Jeschiwa in Osteuropa besucht hat, ein interessanter Mann mit einem seltsamen Programm; er ist überzeugter Assimilant, wünscht das völlige Verschwinden der Juden in einer einheitlichen ״Menschheit“ (die er notabene unbewußt mit dem englisch-sprechenden Amerika identifiziert), aber da die ״tatsächliche i age“ noch nicht diesem Ideal ent• spricht, propagiert er jüdisches Lernen, Vertrautheit der Juden mit ihrer Vergangenheit und Kultur, schon damit sie unrichtige Interpretationen des Judentums ״abwehren“ können, also etwas, was man analog zu dem setzen könnte, was Achad Haam einmal ״Nationalismus zum Zwecke der Assimilation“ genannt hat. Solcher Paradoxe gibt es viele, und sie sind nicht einmal unfruchtbar, im Gegenteil, auch solche Wege führen zu einem guten Ziel, zur Verbreitung jüdischer Kenntnisse und damit indirekt zur Erhaltung des Judentums. Nur — und dies ist freilieh ein zum Teil noch ungelöstes Problem — Verbreitung von Kenntnissen dieser Art muß verbunden sein mit Liebe, muß Begeisterung wecken, und hier ergibt sich ein weites Feld für jüdische Erzieher. Und man darf, man muß annehmen, daß eine solche Haltung der Juden keinen Konflikt zu ihrer Stellung als amerikanische Bürger mit sich bringt, im Gegenteil, daß sie den Juden mehr Respekt verschafft und zugleich das amerikanische Leben, von dem sich die Juden weder isolieren wollen noch können, bereichert. Denn alle Juden in Amerika, ohne Unterschied der Dauer ihres Aufenthaltes liier und ohne Unterschied der Intensität und Art ihrer Beziehung zum Judentum, sind amerikanische Patrioten, voll Dankbarkeit für dieses Land ihrer einstigen Zuflucht und bereit, ihre beste Kraft dafür einzusetzen. * Wie Amerika noch unfertig ist, so auch das amerikanische Judentum. Große Teile davon haben noch Erinnerungen an das Vorleben in Europa, andere sind bereits an der äußersten Peripherie des Judeseins angelangt, aber das amerikanische Judentum scheint noch nicht zum Bewußtsein seines eigentümlichen Kulturwillens ge- London, 16. Juni. (JTA.) Die judenfeindlichen Provokationen von Mitgliedern faschistischer Vereinigungen in dem von Juden dicht bevölkerten Londoner East End bildeten am 16. Juni den Gegenstand einer Anfrage im Unterhaus. Der Abgeordnete James Hali fragte den Innenminister, ob er für eine verstärkte polizeiliche Ueberwachung faschistischer Volksversammlungen in den Straßen von S t c p n c y Sorge tragen wolle, da diese Versammlungen provozierenden Charakters seien und Beweise vorlägen für den beabsichtigten Versuch, Rassenkampf dadurch hervorzurufen, daß das antijüdische Problem in einer Weise aufgeworfen wird, die auf das Hervorrufen von Gewalttat und Blutvergießen abziclt. Unterstaatssekretär Geoffrev Lloyd erklärte, es seien von dem Polizeikommissar der Metropole besondere Maßnahmen gegen jeden Versuch, Juden zu beschimpfen oder z.u belästigen, getroffen worden. Der Kommissar habe mitgeteilt, daß in diesem Jahr nur eine faschistische Versammlung in Stepney abgchalten wurde und daß bei dieser für ausreichende polizeiliche Bewachung gesorgt war. Abgeordneter Hall: Weiß der Minister, daß die Lage kommen zu sein. Jüdische Verbundenheit ist in allen Schichten zu spüren, sei es nun in der Form des l.ernens oder auch nur der Anteilnahme an Hilfsarbeit. Freilich ist es sehr schwierig, die wirkliche Meinung der großen anonymen Masse zu erkunden, die nur ihr Privatleben lebt und höchstens gelegentlich an einer Veranstaltung teilnimmt. Der Besucher muß dessen eingedenk sein, daß er zutn großen Teil mit ״Funktionären“ zu tun hat, und das amerikanische Judentum hat ihrer eine ganze Armee, weit mehr als irgendeine andere jüdische Gruppe. Die Personen, die in der Hilfsarbeit oder sonst in der sozialen Arbeit tätig sind, die Menge der Rabbis und jüdisclien Beamten und die Tatsache, daß der jüdisch interessierte Besucher gerade Plätze von jüdischem Interesse aufsucht, mag leicht darüber hinwegtäuschen, daß eine große Masse ganz abseits steht. Aber das ist kein statischer Zustand, es ist ein dynamischer, alles hängt von dem Wirken der aktiven Kräfte ab. Und das Material ist unübersehbar. Das amerikanische Judentum scheint jetzt damit zu beginnen, die Versäumnisse der ersten Nachkriegsjahre gutzumachen, wo alles ausschließlich auf Hilfsarbeit eingestellt war. * Manchen Teilen von New York merkt man schon äußerlich ihren jüdischen Charakter an. ln den Vorstädten Bronx und Brooklyn sind gewisse Teile 90 «,׳* jüdisch, aber auch manche Viertel der eigentlichen Innenstadt Manhattan, z. B. das Viertel der Bekleidungsindustrie oder auch Wohnviertel im Nordwesten bei Riverside Drive u. a. machen einen geradezu geschlossenen jüdischen Eindruck. Man kommt sich manchmal Wlb in Tel-Awiw vor. In Brooklyn habe ich am ״Decorations Day“, dem der Erinnerung an die Kriegsopfer der drei amerikanischen Kriege gewidmeten Nationalfeiertage, an einem Privathaus neben einer großen amerikanischen Fahne eine große blau-weiße Fahne mit dem Davids- Stern gesehen. In der gleichen Weise war übrigens auch das jüdische Gemeindehaus in Brooklyn, ein imposanter Neubau mit orthodoxer Synagoge, Talmudschule, Schwimmbassin und Tennisplätzen, dekoriert. Das Leben ist liier an Kuriositäten aller Art (oder was wir für solche halten) reich. So habe ich am Decorations Day, an dem Militär und Veteranen Umzüge veranstalten, ein koscheres Restaurant in einer vorwiegend jüdischen Gegend der Ostseite betreten, wo sich herausstellte, daß die Räume für ein Diner einer jüdischen Gruppe der ״American Legion“ (Veteranenverband) gemietet waren; da saßen die jüdischen ehemaligen Soldaten mit Frauen und Kindern, und auch die Frauen in Uniform, mit der schiefsitzenden Kappe auf dem Kopf und ganz strengen Gesichtern, ein recht sonderbarer Anblick. (Jede ״Loge“ dieser Legion hat ihre weibliche ״Hilfsabteilung“). Und beim Verlassen dieses für Nichtmitglieder der Legion an diesem Tage gesperrten Lokals sehen wir ein anderes höchst merkwürdiges Bild: Durch die Straßen zieht, durch ein dichtgedrängtes Spalier von naturgemäß in dieser Gegend vorwiegend jüdischen Zuschauern, das Begräbnis eines (offenbar recht hochstehenden) Zigeuners; Manner tragen den Sarg, voran schreitet eine große Kapelle von Geigern und Baßgeigern, eine monotone Trauermdodie spielend. Als der Sarg nach dem Umzug in die Kirche getragen wird, gibt es ein fürchterliches kreisehendes Gebrüll alter Weiber. Welch ein Schauspiel! Ja, ein seltsames Völkergemisch ist New York. Im Norden der Stadt, dem Negerviertel Harlem, findet man unter den vielen Sekten auch ״jüdische“, sei es, daß sie Nachkommen der Sklaven jüdischer Grundherren sind, die der Religion ihrer Herren zugerechnet werden, oder daß sie sich aus alttestamentlichen Elementen eine Art eigener ״jüdischer“ Religion zurechtgemacht haben. Sie haben ihre Synagogen, und manchmal kann man sie im Tallis und mit der Thora durch die Straßen Harlems ziehen sehen. Das sind natürlich nur kleine Splittergruppen ohne Bedeutung, aber sie zeigen die Buntheit des Bildes. .*. Sehr eigenartig ist das religiöse Leben hier. Bekanntlich gibt es keine jüdische Zwangsgemeinde, die Vereinigungen der Juden tragen rein privaten Charakter. Der einzelne Jude gehört nach freier Wahl einer (oder auch keiner) Synagogengemeinde an, und demgemäß sind diese Gemeinden auch völlig frei in der Bestimmung ihres Kultus. Man hat den Eindruck, daß die meisten Juden in irgendeiner Form jüdisch organisiert sind und auch auf eine ־— wenn auch noch so geringe und verblaßte — jüdische Erziehung ihrer Kinder Wert legen. Das ist natiirin Stepney sehr schwierig und zu einer Bedrohung wird, und ist er bereit, die Gewährung eines entsprechenden Polizeischutz.es zu erwägen? Sir Percy Harris: Ist dem Minister bekannt, daß diese Aufreizung zu Gewalttat gegen Juden keineswegs auf Stepney beschränkt, sondern in äußerst aggressiver und provozierender Art über das ganze East End verbreitet ist? Unterstaatssekrefar Lloyd: Ich möchte Mister Hall und Sir Percy daran erinnern, daß der Innenminister klargemacht hat, daß beleidigende Reden unter gewissen Umständen als '7erbrechen angesehen werden würden. Abgeordneter Lansbury: Wird der Unterstaatssekretär seinem Chef mitteilcn, daß diese Reden in Ost-London zunehmen? Unterstaatssekretär Lloyd erwiderte, er werde dem Innenminister mitteilen, was der Abgeordnete Lansbury erklärt habe; doch wolle er auch den Abgeordneten daran erinnern, daß Sir John S i m o n in den letzten Monaten gezeigt habe, daß er ein persönliches ויי t er esse an dieser Angelegenheit nehme. lieh sehr cum grano salis z.u verstehen, nur als Gegensatz zu einer — ja auch möglichen -- völligen Loslösung. Die Varietäten der Kulte sind unübersehbar. Jede Gemeinde oder jeder Rabbi macht sich die ihm richtig scheinende Mischung aus (nach der in Deutschland üblichen Terminologie) konservativen und liberalen Elementen zurecht. Daneben gibt es natürlich alle orthodoxen Schattierungen mit ihren Schuls und Stübels wie im schönsten Warschau, aber auch eine assimilierte Orthodoxie etwa nach Frankfurter Vorbild ins Englische übersetzt. Am Schawuoth-Fest war Gelegenheit, diese Vielheit zu hetrachten. A!n merkwürdigsten freilich schien uns der Schawuoth-Gottesdienst in der Hochburg der Reform, dem Tempel Empnu-El. Dieser Gottesdienst — die Reform anerkennt nur einen Tag Schawuoth — ist verbunden mit der Feier der ״Konfirmation“ der dem Tempel angeschlossenen Jugend, eine Sitte, die übrigens auch in anderen Tempeln, sogar in ״konservativen“ (nach dem hiesigen Sprachgebrauch), üblich ist. Demgemäß besteht das ״Publikum“ vor allem aus der! Angehörigen der Konfirmanden. Der Gottesdienst beginnt um 10 Uhr, es gibt eine regelrechte große Auffahrt vor dem im besten Teil der Stadt, Fünfte Avenue am Zentralpark, gelegenen Gebäude. Das Innere macht den Eindruck einer Kathedrale, ein architektonisch sehr imposanter Bau; oben auf dem Podium rechts und links vorn die Kanzeln, mit rundem Baldachin nach Art christlicher Kirchen. Um 10 Uhr ertönt ein Orgclvorspiel, und zugleich beginnt der feierliche Einzug der Konfirmanden: erst die Mädchen, alle gleich gekleidet, in weißen ״Brautkleidern“ mit weißen Blumensträußen, anscltließend die Knaben in schwarzem Anzug. Das Durchschnittsalter dürfte 16 Jahre sein, liegt also weit־«Ser dem Barmizwah-Alter. Es sind 33 Mädchen und 18 Knaben, ihre Namen sind in einem gedruckten Programm angeführt, das auch die ״Rollenverteilung“ enthält. Denn jeder dieser Konfirmanden hat eine bestimmte Funktion im Gottesdienst zu erfüllen. Sie alle nehmen nach dem Aufmarsch in einem Halbkreis auf dem Podium Platz. Dann tritt einer nach dem anderen auf die rechte Kanzel mit dem Gesicht zum Publikum, und verliest ein kurzes Stück der Festgebete aus dem Reform-Gebetbuch in englischer Sprache. Mädchen und Knaben sind völlig gleichberechtigt und wechseln einander ab. Nur wenige Verse werden vom Kantor oder Chor hebräisch gesungen, z. B. ״Borchu“ oder ״Schema“ (immer nur ein Satz). Dann folgt die Vorlesung aus der Thora. Hier liest einer der Knaben ein kurzes Stück (nur die 10 Gebote) hebräisch aus der Thora vor, es folgt die Uebersetzung, in die sich ein Knabe und ein Mädchen teilen. Die Haftarah, Jes. 13, 1—12, liest ein Mädchen in englischer Sprache vor. Nachdem die Thora wieder in den Schrank gestellt ist, beginnen die Ansprachen. Abwechselnd treten die Jugendlichen vor — diesmal nicht auf die Kanzel, sondern einfach freistehend auf dem Podium — und halten kurze Reden, über die Bedeutung der Religion, der einzelnen Bestimmungen des Dekalogs, über Glaubenssätze, über die Lehre lsraels usw׳. Ueber 30 solcher Reden w׳erden gehalten, es folgt die ״Konfirmationshymne“ und ein feierliches Glaubensbekenntnis. Zum Schluß erteilt der Rabbiner (Dr. Samuel Goldenson) den Konfirmanden seinen Segen. Die ganze Zeremonie ist für europäisch-jüdische Begriffe überaus seltsam, mit hergebrachten jüdischen Ansehauungen sicher nicht zu vereinbaren, aber man würde sich die Sache zu leicht machen, wollte man einfach ablehnen oder (wie es manche tun) spotten. Hier ist zweifellos etwas Neues, aber auch dies ist eine Form der Bejahung des Judeseins. Zugleich dürfte hier ein Schluß erlaubt sein auf die veränderte Rolle, die die Frau im amerikanisch-jüdischen Leben — wie überhaupt im amerikanischen Leben — spielt, ein Faktum, das man niemals außer acht lassen darf (es zeigt sich auch itn Zionismus, in der einzigartigen, mit keinem europäischen Land zu vergleichenden Fülirerstellung der Frauenorganisation ״Hadassa“). Gewiß äußert sich hier ein sehr verblaßtes Judentum, aber dahinter steht, wenn auch geschwächt, teilweise sogar unbewußt, jüdisches Selbstgefühl und ein jüdischer .Wille, und wo ein Wille ist, da ist ein Weg. (Weitere Berichte folgen) Hauptschriftleiter: Dr. Robert Welt sch, Berlin - Charlottenburg 9 (auch verantwortlich für die Aufnahme von Bildern). Stellvertreter: Kurt Loewemtein, Berlin W 15. Arueigenlciter und verantwortlieh für den Inhalt der Anzeigen: Hermann Finn, Berlin W 15. Gültig Ameigen •Preisliste 6 vom 1. April 1938. Verlag und An• zcigenverwaltung: Jüdische Rundschau, Berlin W 15, Meinekestr. Id D.-A. Mai 36 325. — Druck: Siegfried Scholem, Berlin-Schöneberg.