Mannheim
Compact Memory

Jüdische Rundschau · 1936-06-12 · Heft 47 (12.6.1936) · page 2

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
41 (1936)
Issue
Heft 47 (12.6.1936)
Date
1936-06-12
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
96% known words query
IRI
…/2651273-2653922-2653966--28942-2690447
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

Araber und Zionisten Ein Aufsatz Dr. Weidmanns in der ״Times“ über das ״Endziel“ figuriert. Nichts könnte uns heute mehr schaden, als diese Diskussion in irgendeiner Form zu erneuern. Sie ist geeignet, falsche Vorstellungen über die wirkliche Arbeit des Zionismus zu erwecken, und sie muß — was noch schwerwiegender ist — unsere eigenen Energien von der wirklichen Arbeit des Aufbaus ablenken. Nichts ist ja leichter, als in Phantasien von der Zukunft zu reden und die Gegenwart darüber zu vernachlässigen! Wir können die erfreuliche Feststellung machen, daß in den letzten Wochen der schw ersten Belastungsprobe, der der Jisehuw in Palästina ausgesetzt war, diese Erkenntnis nicht nur bei seinen maßgebenden Instanzen, sondern in den weitesten Volkskreisen lebendig war, und daß man sich nicht in theoretische Diskussionen cinließ, sondern die Parole befolgte, die tägliche Arbeit des Aufbaus ungeachtet der Angriffe von arabischer Seite fort zusetzen. * Für viele aus unserem engeren Kreise, dem Zion i s m u s in Deutschland, wird erst in dieser Zeit die Kompliziertheit der politischen Probleme Palästinas offenbar, ist doch ein großer Teil unserer Menschen und besonders der jüngeren Generation in der Zeit des Aufstiegs und der ruhigen Entwicklung in Palästina dieser Sache niihcrgekommen, ohne aus eigenem Erleben zu wis>en, welch >chw cre Perioden das Aufbauwerk auch schon früher durcb/umachen hatte und bestand, obwohl es in seinen Grundlagen damals west weniger gefertigt war ab heute. Ein so notiger ist es, die objekfiven Kräfte zu erkennen und dem Bewußtsein einzuprägen, die in Palästina wirksam sind. Man hat vielfach verkannt, daß in Palästina eine arabische nationale Bewegung am Werke ist. Einer von (Jenen, die diesen Gedanken schon in den Tagen der Mai-Unruhen von t<>2I ausgesprochen haben, war (mahn A r 1 o s o r o i f, dessen Todestages wir gerade heute wieder schmerzlich gedenken. Weite Kreise der zionistischen Bewegung und des jüdischen Volkes wallten es lange Zeit nicht wahr haben, daß von arabischer Seite eine politische Bewegung geführt wird, deren Bedeutung nicht unterschätzt werden darf. Noch vor wenigen M׳ unten wurden die verschiedenen Terrorakte, die in Pala-tina verübt wurden, vielfach als gewöhnliche Bandeiuiberfulle angesehen, wie sie in einer nicht allzu fernen Vergangenheit in diesem Lande vorkamen, dessen Sicherheit oft zu wünschen übrig ließ. Heute ist es klar, daß es sich bei diesen Zwischenfällen um die Vorboten der gegenwärtigen Unruhen handelte, und daß die Terrorgruppen im Dienste einer national-politischen arabischen Bewegung stehen. Wenn es dieser Bewegung gelungen ist, die aktive Mitarbeit erheblicher Teile der Bevölkerung und die Sympathie noch weiterer Kreise zu gewinnen, so zeigt sich hierin ihr Wachstum gegenüber den früheren Perioden arabischer Ausbrüche, an denen damals nur relativ kleine Volkssplittcr teilnahmen. ln der Tat ist heute in Palästina im arabischen Lager eine junge, radikahsieric Generation vorhanden, die nicht zuletzt unter dem Einfluß der engli Dien Verwaltung an den westlichen Ideen vorn National(onus und politischem Kampf geschult ist, und diese da/u benutzt, um die primitiven Instinkte, die in der Bevölkerung schlummern, in den Dienst ihrer Aspirationen zu stellen. Es ist notwendig, daß wir das Schwergewicht dieser Bewegung richtig einschätzen, wenn wir ihr begegnen und in einer Zeit, in der die Situation der europäischer! .Mächte im Vorderen Orient im allgemeinen eine äußerst komplizierte ist, unsere Sache erfolgreich vertreten wollen. Gerade jetzt zeigt es sich wieder, daß die Partn e ז c h a f t, die in Palästina zwischen England und dem jitdUchen Volke besteht, der einzige Weg ist, der unter den gegebenen Verhältnissen für uns gangbar erscheint. Heute ist England mehr denn je darauf angewiesen, seine Stellung im Vorderen Orient zu verteidigen, um den Be-(and de.-, Empires zu sichern, und es sucht zugleich nach neuen Formen, die dem Weltreich die innere Sicherheit gewährleisten. Die arabische Landbrticke, die sich zwischen Mittelmcer und Indischem Ozean ntwbreitet, ist in diesen Umgestaltungsprozeß, der zugleich ein Versuch der W i e d e r b e f e s t i g u n g der britischen Autorität ist, mit am stärksten hineingezogen. Im Zentrum die-es Gebietes liegt Sau di-Arabien, das gewiß von England unabhängig, aber dennoch mit ihm durch mancherlei Interessen verbunden ist. Irak hat von den nach dem Kriege unter Mandatsherrschaft gestellten Ländern den relativ höchsten Grad der Selbständigkeit erreicht und ist als Mitglied des Völkerbundes mit England durch einen Freundschaftsvertrag verbunden. Die Zukunft Aegyptens wird gerade in diesen Tagen in London diskutiert, und gewichtige Stimmen in England selbst vertreten die Meinung, daß das Land mit dem Empire weniger durch militärische Besetzung als durch Bande der Freundschaft und gemeinsame Interessen verbunden bleiben solle. Es ist klar, daß in einem solchen Bezirk Pa-!ästina ein Ort friedlicher Entwicklung bleiben muß, and daß die Regierung bedacht sein wird, nach Liquidierung der Unruhen Wege zu suchen, die diesen jetzt gefährdeten Zustand sichern sollen. Wir Juden werden hierbei eine eindeutige Haltung einzunehmen haben. Unsere Arbeit dient einzig und allein einem friedlichen Aufbauzweck. Wir wollen im Vorderen Orient ein Element darstellen, das Dr. Chaim Weizmann veröffentlicht in der Londoner ״Times“ vom 10. Juni einen Aufsatz, in dem es u. a. heißt: Die augenblicklichen Unruhen in Palästina haben von neuem die Geschichte in Umlauf gebracht, daß das Versprechen einer Nationalen Heimstätte für das jüdische Volk unvereinbar war mit den Versprechungen, die den Arabern während des Krieges gemacht wurden. Ich will hier auf einen Gesichtspunkt hinweisen — nämlich die Haltung der arabiwhen Delegation bei der Friedenskonferenz gegenüber der Errichtung der Jüdischen Nationalen Heimstätte in Palästina. Die führende Persönlichkeit unter den arabischen Vertretern war Emir Fcisal, der spätere König des Irak. In Zusammenarbeit mit T. E. Lawrence erschien er vor dern Obersten Rat der Konferenz, dem er die arabischen An- Spruche auf eine unabhängige nationale Existenz darlcgte. Ivh selbst begegnete ihm im Juni 1018 in Amman, und bei vielen späteren Gelegenheiten führte ich Unterredungen mit ihm und mit Lawrence über Zionismus und Palästina — Unter• haltungen, die zu der Freundschaft führten, die viele Jahre zwischen König Feisai und mir bestand. Als Feisai im Jahre 1919 nach Europa kam, legten wir ihm unsere Pläne dar. Sowohl Feisai als auch Lawrence stimmten ihnen zu, und schon Wl1) fanden diese Unterhandiurrgen ihren Abschluß in dem Freundschaftsvertrag, der nachstehend veröffentlicht wird. Der Text jenes Vertrages war von Lawrence gebilligt worden, der ihn mit Fcisal erörterte. Das Uebcreinkommen beginnt wie folgt: Feine Kgl. Hoheit der Rmir Feisai, als Vertreter und Bcvolinörlnigi'r des Arabischen Königreichs IledsHias. und Dr. Chaim Wuzmann. als Vertreter und Bevollmächtigter der Zionistischen Organisation, beide eingedenk der Blutsverwandtschaft und der alten Bindungen zwischen den Aralrern und dem jüdischen Volk, beide der IVircrtteugiinj;. da(S das sicherste Mittel, die Vollendung ihrer nationalen He-trolurngcn zu erreichen, die engste mögliche Zu'ammenarheit des arabischen Staats und Palästinas ist, und beide von dem Wunsche beseelt, das gute Einvernehmen, das zwischen ihnen besteht, •zu befestigen, sind über die folgenden Abmachungen übereingekommeu: Es folgen sodann die einzelnen Artikel des Vertrages, in denen u. a. festgelegt war, daß in der Errichtung der Verfassung und Verwaltung Palästinas alle solche Maßnahmen aufgenommen werden sollen, die die vollsten Garantien bieten, daß die Britische Regierungserklärung vom 2. November 1QI7 in die Tat umgesetzt wird. Ferner sollten alle notwendigen Maßnahmen ergriffen werden, um die Einwanderung von Juden nach Palästina in großem Maßstabe zu ermutigen und zu fördern, und so schnell wie möglich die zugleich Stabilität und Entwicklung bedeutet. Wir wünschen nichts sehnlicher als die Herbeiführung gesicherter politischer Verhältnisse und die Ausschaltung des Ränkespiels rivalisierender Mächte, bei dem die einheimischen Völker vielleicht hier und da einen taktischen Gewinn erzielen können, das aber letzten Endes doch auf ihrem eigenen Rücken ausgetragen wird. Zugleich glauben wir, daß die wirtschaftliche Entwicklung Palästinas, bei der wir in ganz anderem Maße als bisher die aktive Unterstützung seitens der Mandatsregierung verlangen müssen, nicht allein den Einwohnern des Landes in ihrer Gesamtheit zunutze kommen kann, sondern daß dieses Beispiel für die Entwicklung des gesamten vorder-orientalischen Länderkomplexes von allergrößter Bedeutung werden wird. Das jüdische Volk vermag bei seiner Arbeit in Palästina ein Gefährte Englands zu sein und seine Partnerschaft zu erfüllen, die darin liegt, eine arbeitsame Bevölkerung in Palästina zu bilden, einen Träger europäischer Zivilisation und des Friedens, und zugleich kann es mit innerster Sympathie eine mit den Mitteln des Friedens arbeitende nationale Entwicklung der arabischen Völker verfolgen, die eine unausweichliche historische Notwendigkeit ist. Gewiß gibt es kein Idealrezept, das geeignet ist, die in Palästina heute zwischen Arabern und Juden bestehenden Spannungen aufzuheben. Zuviel der Miß- Verständnisse sind auf beiden Seiten vorhanden, zuviel der Furcht hat sich, beim arabischen Volke angesammelt, und zu weit ist die Agitation einer Gruppe politischer Führer im arabischen Volke vorgetrieben worden! Wenn überhaupt eine Lösung angebahnt werden soll, so wird sich diese räumlich und zeitlieh über weitere Strecken auszudehnen haben. Es bedarf einer Neuausrichtung des Denkens bei den in Palästina lebenden Völkern, um zu einem friedliehen Nebeneinander zu kommen, und es bedarf zugleich einer Erweiterung der politischen Sphären, in die dieses Problem hineingestellt wird. Das arabische Volk Palästinas fühlt sich gewiß in anderen Beziehungen mit den Arabern der umliegenden Länder verbunden, ja es gibt eine ganze Reihe von Projekten, die eine Verbindung dieser Länder in irgendeiner Form anstreben. In diesem größeren Rahmen wird sich der monomanisch auf die jüdische Arbeit in Palästina gerichtete Blick der palästinensischen Araber neu orientieren können; in ihm w׳erden sie erkennen, daß unter den großen Gesichtspunkten der national - arabischen Politik die Frage des Jüdischen Nationalheims für sie eine zweitrangige ist, und daß die Werfe, die von Palästina aus durch die jüdische Arbeit dem arabischem Volke vermittelt werden können, bei weitem das überwiegen, was sie ihm etwa an Einbuße nationalen Prestiges bringt. Wir glauben, daß es notwendig Ist, aus der Sackgasse herauszugelangen, in die das arabisch-jüdische Verhältnis heute ist Die Aufgabe Englands als Mandatar ist es weniger, die Beschwerden der Parteien entgegenzunehmen und zu jüdischen Einwanderer auf dem Land durch dichtere Be- Siedlung und intensive Bodenbewirtschaftung an/usiedeln. Bei der Ergreifung solcher Maßnahmen sollen die arabischen Bauern und Landeigentümer in ihren Rechten geschützt werden und Hilfe durch Beschleunigung ihrer Wirtschaftliehen Entwicklung erhalten. Feisai Unterzeichnete, wie Dr. Weizmann schreibt, den Vertrag in London am 3. Januar 1919 mit einem Vorbehalt in Arabisch (dessen Uebersctzung in Lawrences eigener Handschrift beigefügt und von der ״Times׳‘ im Faksimile veröffentlicht wird), indem er seine Verpflichtungen aus de!? Pakt abhängig machte von der Erfüllung der Forderungen an die Britische Regierung in dem arabischen Memorandum vom 4. Juni 1919. Es ist auch bezeichnend, daß, als am 29. Januar 1919 Feisai dem Obersten Rat der Friedenskonfcrenz die arabischen Ansprüche vortrug und die Unabhängigkeit der arabisch sprechenden Völker!11 Asien verlangte, er in bezug ,au! Palästina eine Ausnahme machte in der folgettden Wendung: ״Wegen seines universellen Charakters lasse ich Palästina heraus für die gemeinsame Betrachtung aller daran interessierten Parteien. Mit dieser Ausn a h m e fordere ich die Unabhängigkeit der arabischen Länder, die in dem Memorandum aufgezählt sind.“ Dr. Weizmann fügt hinzu, daß ihm Emir Feisai in einem Brief an Prof. Felix Frankfurter vom 1. März 1919 seine tiefste Sympathie mit der zionistischen Bewegung ausdrückte. Einwanderung geht weiter Raadiunkerklärung der Palästina-Regierung Je r u sa le m,9. Juni. (JTA.) Die Palästinaregierung hat am 8. Juni abends neuerlich die Tatsache bekräftigt, daß die jüdische Einwanderung nach Palästina nicht eingestellt werden soll. Durch den Rundfunk werde amtlich bekanntgegeben, daß Meldungen der arabischen Presse, der High Commlssioner sei bereit, die Einwanderung einzuschränken, jeder Begründung entbehren. Sitzung der AC-Mitglieder Palästinas Jerusalem, 11. Juni. (JTA.) Die zionistische Exekutive hat die in Palästina weilenden Mitglieder des zionstischen Aktionskomitees für Montag, den 15. Juni, zu einer Sitzung cinberufen. prüfen, als ihnen ein neues, größeres Bild von den Aspekten vor Augen zu führen, die sich in Palästina und von Palästina aus für beide Völker, das jüdische und das arabische, ergeben. Dieses Bild in ihnen zu verankern und die Mauer von Mißtrauen und Haß niederzureißen, die heute zwischen den Völkern besteht, wird gewiß nicht Sache eines Tages oder kurzer Zeit sein; die Aufgäbe muß jedoch angegriffen werden. * Der Jisehuw in Erez Israel hat in diesen Wochen ein Beispiel seiner inneren Erziehung gegeben. Die Disziplin, die den Angriffen gegenüber gewahrt worden ist, stellt ein einzigartiges Zeugnis seiner nationalen Gesinnung und Kraft dar. Sie zeigt nämlich, daß die breite Masse erkannt hat, worum es geht, und weiß, daß die wirkliche Bewahrung als Volk in schweigender Fort- Setzung der Arbeit liegt. Die Einheit, mit der der Jisehuw reagiert hat, ist vielleicht der schönste Trost in dieser schweren Zeit, die über unser Werk gekommen ist. Hoffen wir, daß diese Einheitlichkeit erhalten bleiben und in positive Kraft verwandelt werden wird, um die politische Willensbildung des Jisehuw in seinen Lebensfragen immer mehr zu unterbauen. Die Erziehung des Volkes zur Erkenntnis der in ihm liegenden Kräfte, zur Einschätzung der Situation und der Umwelt ist eine der wichtigsten Aufgaben, die vor uns stehen. Es gilt auch von unserer Seite dazu beizutragen, in ein neues V c r 11 ä 1111 is v o n Volk z u Volk zu gelangen, um eine Wiederholung dessen unmöglich zu machen, daß der Jude in Palästina an Leib und Leben bedroht wird. Hierin liegt eine Aufgabe der Erziehung, besonders der jungen Generation, deren systematische Inangriffnahme unser harrt. Mit bangem Herzen und mit Schmerz blickt das jüdische Volk, blicken auch die Juden Deutschlands nach Palästina und verfolgen die Meldungen, die von dort bei uns eintreffen. Das Volk weiß, daß der Jisehuw auf einem vorgeschobenen Posten steht, den es nicht allein zu halten gilt, sondern der zu dem neuen Wohnhaus des jüdischen Volkes gemacht werden soll, ln einer Zeit, in der sich die Welt uns Juden verschließt, ist Palästina nicht allein eine Sache des Herzens und der Rückerirmerung, sondern ebenso sehr eine Sache der L e b c n s n o t d u r f t, an die sich der Lebenswille unserer jüdischen Generation klammert. Darum vertrauen wir darauf, daß aßen Erörterungen gegenüber unser Anspruch auf Entfaltung im Lande, auf Einwanderung und Aufbau sich durchsetzen wird, und daß nach den schweren Tagen, die Tod und Verniehtung von mühselig Geschaffenem gebracht haben, der Augenblick kommen wird, in dem die Opfer, die gefallen sind, in einem erweiterten Werke unserer Hände in Palästina ihre Auferstehung finden. K. L. Hauptsrhriftlciter: Dr. Robert W r I t s c h, Berlin - Chnriothoiburg 9 (auch verantwortlich für die Aufnahme von Bildern). Stellvertreter; Kurt I.oewenstein, Berlin W 15. Ameigcnleitcr und verantwort. li('h für den Inhalt der Anzeigen: Hermann Fiun, Berlin W 15. Gültig Anzeigen - Frcidisle 5 vom 1. April 1936. Verlag und An- *eigenverwaltung: Jüdische Rundschau, Berlin VV IS, Mcinckcstr. 10. D.-A, Mai 36 325. — Druck: Siegfried Scholem, Berlin-Schöneberg,

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.