Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 41 (1936)
- Issue
- Heft 44-45 (4.6.1936)
- Date
- 1936-06-04
- Page
- – (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2651273-2653922-2653964--28913-2690416- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Wrocław 3× ep/1002369
- Barmen 1× ep/1044134
- Beirut 1× ep/1047833
- Haifa 1× ep/1047930
OCR text
SP OP T-P UNDSCHAU NR. 44/45, 4. JUNI 1936 Der Einsatz der Sportler Von unserem Berichterstatter JÜDISCHE RUNDSCHAU Rundblick auf die Sportplätze Leichtathletlk-Rundenwettkainpfe in Königsberg In Königsberg trug der Bar Kochba Königsberg unter Beteiligung einer Reihe von Makkabi-Spielern aus Danzig Wettkämpfe aus, die für die Leichtathletik-Meisterschaften des Deutschen Makkabikrcises gewertet wurden. Die Königsberger erzielten nach der lOÖO-Punkt-Wertung 5324, die Danziger 4456 Punkte. Die Königsberger Damen, für die ausschließlich Mädchen der Jahrgänge 1922 und 1923 starteten, erzielten 146 Punkte. Unter der Jugend der Teilnehmerinnen litren natürlich besonders die Ergebnisse in den Würfen, da entsprechend den Ausschreibungen auch die jugendlichen Mädchen die schweren Wurfgcräte benutzen mußten. . , Ergebnisse. Königsberg: 100 m: Arno Wenglowitz 12.5 Sek.; 400 m: Arno Wenglowitz 60,01 Sek.; Weitsprung: Günther Baruch 4,90 m; Speerwurf: Harry Locbiiiger 35,3 m; Ilorh-prung: Harry Locbinfjcr 1,40 m. ■— 100 m: Marianne Purwin 14.4 Sek.: 'Hodi.prtmg: Rita Moses 1,20 in; Weitsprung: Rita Moses 3,82 m; Kugelstoßen: Marion Wartelski 6,75 m; Speerwurf: Grete Schuh 13,35 na. D.a n z i g: 100 m: Silberstein 11,8 Sek.; 400 m: Cohn 56,8 Sek.; Hochsprung: Silberstein 4.45 m; Weitsprung: Silberstein 5.36 m; Kugelstoßen: Silberstein 8 m; Speerwurf: Aronson 21.85 m. J. 8. K.-Berlin und Hagibor-Berlin In Breslau Am 31. Mai und 1. Juni weilten die ersten Fußball- Mannschaften obengenannter Vereine, sowie die erste Handballelf des JSK. in Breslau, um Freundschaftsspiele gegen Bar Kochba und RjF. auszutragen. Bei schönem Wetter hatten sich 800 Zuschauer auf dem RjF.-Platz eingefunden. Das Handballspiel RjF. gegen JSK. gewannen die Berliner, die die 4:0-Führung der Breslauer aufholten und sich durch ein fünftes Tor die erste Halbzeit sicherten, Breslau gleicht aus, JSK. kann jedoch immer wieder in Führung gehen und zum Schluß mit 0:7 gegen die nur noch mit 10 Mann spielenden Gastgeber siegreich bleiben. Der Schiedsrichter war sehr schwach und hatte das Spiel bereits in der ersten Hälfte völlig aus der Hand gegeben. — Im Fuß halt gab es zwischen RjF. 1 und JSK. I ein Unentschieden. Nach torloser Halbzeit geht Berlin durch Elfmeter in Führung, 10 Minuten vor Schluß kann Breslaus Mittel- Stürmer ausglcichen. — Im folgenden Spiel ist Hagibor I gegen Bar Kochba I Breslau sicher mit 4:1 (3:0) Toren siegreich. — Breslau kommt durch Elfmeter zum Ehrentor. — Die Spiele am Montag wurden bei starkem Regen ausgctragen. Hagibor mußte dem RjF. mit 2:1 (0:0) den Sieg überlassen. Die erste Spielhälfte ist torlos, dann geh» Breslau durch den Halblinken in Führung, Hagibor gleicht aus. Ein Alleingang des Breslauer Rechtsaußen bringt das zweite Tor. Kurz vor Schluß verliert Breslau durch Verletzung und Herausstellen zwei Spieler. — Am Vormittag kann Bar Kochba Breslau gegen JSK. ein 1:1 (0:0) erzielen. Berlin spielt am Anfang nur mit neun, später mit zehn Mann. — Bar Kochba geht in Führung, JSK, gleicht durch Elfmeter aus. — Weitere Ergebnisse: Rar Kochba Breslau II. Jgd. gegen RjF. Breslau II. Jgd. 0:2 (0:2). Bar Kochba ■Hamburg schlägt Bar Kochba-Leipzig Am 1. Juni gab die Haudballmannschaft des Bar Kochba Leipzig als Gast des Bar Kochba Hamburg eine überrasehend mäßige Vorstellung. Leipzig hatte einige Ersatzleute eingestellt und litt außerdem unter den Anstrengungen der Fahrt. Da die Gäste sich überdies fiir das Endspiel um die Makkabimeisterschaft sichtlich schonten, konnte die flinke, mit mehreren jungen Spielern durchsetzte Hamb u r g c r Mannschaft zu einem beachtlichen Erfolge kommen. Am Anfang schienen die Leipziger überlegen; sie erzielten auch das Führungstor. Aber schon nach zehn Minuten hörte jeder planmäßige Angriff auf, und da die Hamburger Hintermannschaft die gefährlichsten Stürmer fehlerlos abdeckte, blieb es bis Halbzeit bei einem 2:2. Nach Wiederbeginn klappte es überhaupt nicht mehr im Leipziger Sturm, während der talentierte Hamburger Sturmführer Cohn seine Mannschaft zu zwei weiteren Erfolgen führte. Eine letzte Aufraffung der Leipziger in den letzten Minuten kam zu spät. Da noch dauerndes Schußpech dazukarn, blieb es beim 4:2-Stande und bei dein verdienten Siege der jungen Hamburger. Bar Kochba-Frankfurt schlägt Itus-Nürnberg 4:3 (3:1) Das Zwischenrundenspiel Itus Nürnberg gegen Bar Kochba Frankfurt um die M a k k a b i m e i s t e r - Schaft im Fußball hatte Mcistcrform. Nach zweimaliger Verlängerung siegten die Frankfurter Makkabim mit 4:3 (3:1) Toren und erkämpften sich dadurch das Recht, im Endspiel gegen Bar Kochba Hakoalt Berlin anzutreten. Das Endspiel findet am 7. Juni auf dem Sportplatz, des Rar Kochba Frankfurt an der Sondershauscr Straße statt. Die Energieleistung des Siegers war bewundernswert. Der Frankturter Sturm, der von dem bekannten früheren Ligaspieler Herrsch geschickt dirigiert wurde, hatte einen großen Tag, zudem war das Zusammeiispiel der Frankfurter Mann- Schaft bedeutend besser als das der bayerischen Elf. Beide Spiclhälften standen im Zeichen der Frankfurter Ueberlegenheit. Fast bis Seitenwechsel hatte Nürnberg noch keinen Treffer erzielt und noch in der letzten Minute konnte der Rechtsaußen Klcinmann zum ersten Male einschießen. Nach der Pause raffen sich die Nürnberger etwas mehr auf, sie kombinieren besser und der bekannte Repräsentative Neubaucr kann durch die glänzende Verwandlung eines Straf- Stoßes aus 20 Meter Entfernung auch ausglcichen. Zweimal muß der Kampf des unentschiedenen Standes wegen auf weitere 15 Minuten ohne jede Pause von dem Nürnberger Schiedsrichter Loch verlängert werden, und erst in der 116. Minute stellt Herrsch (Frankfurt) durch einen Bombenschuß den Sieg für Frankfurt sicher. Abeies schwimmt wieder Rekord. Im 50-m-Brustschwimmen stellte Abeies unlängst mit der Zeit von 33,8 Sek. einen neuen Rekord auf. Er unterbot damit seine alte Marke um */,״ Sekunden. T e I - A w i w, im Mai Dreißig Tage sind vergangen, seit wir die ersten Opfer zu Grabe trugen, ohne daß ein Fußballspiel, ein Boxmatch oder ein athletisches Meeting im Lande stattgefunden hätte... und dennoch, heute zutn ersten Male wieder nach vier langen — schwarzen Wochen: Freude — Musik — Tanz.... Wir haben unseren Hafen! Welche Freude im Volke: Der eigentlich Sport ruht — aber dort, wo der Yarkon ins Meer mündet — dort, wo aus dem Nichts der Wüste die Stadt der Levante-Messe entstand —- dort wird heute auch ״Sport“ betrieben. — Nicht vergebens haben die Wassersportsektionen des Arbeiterklubs ״Hapoel", der Vereine Zcvulon, Makkabi, Zofim usw. jahraus •— jahrein ihren Licblingssport gefördert. Schwere Zeiten machten diese Sektionen mit, die sich mit selbst erbauten Booten mit einer Handvoll beherzter Jugend hinauswagten und den Wellen des Meeres ihr Schicksal anvertrauten. Aus kleinen Anfängen wurden große Sektionen, und im Jahre 1630 segelte der Makkabifülirer David A i rn a g o r mit sechs jüdischen Boy-Scouts als erster unter den neuen Siedlern des Landes mit einer kleinen Yacht nach Beirut und später auch nach Port-Said. Um diese Zeit gründete ein jüdischer Marineschüler in Haifa den jüdischen Ruderklub ״Delphin“, der jährlich eine beträchtliche Anzahl von Jungen und Mädchen in die Kenntnis der Küstenschiffahrt einweihte und ausbildete. Einige Zeit später wurde durch den ehemaligen Schiffsbauingenieur Tubim in Tel-Awiw die Scemannsvorschuie ״Zevulon“ gegriindet, die ein Schulgebäude und einen Uebungsmast am Strand errichtete und auf ihren speziellen schweren Ruder- und Segelbooten Uebungsfahrten bis Cypern mit jüdischer Jugend unternahm. Schließlich arbeiteten die Rudersektionen des Makkabi und des ״Hapoel“ im Mündungsgebiet des Yarkon Woche für Woche, und dem ״HapocF‘ gelang es mit seiner Yacht ״Saar“ am Suezkanal vorbei zur Nilmündung zu kommen und bis Kairo vorzudringen, wo die jüdische Bemannung von der dortigen ansehnlichen Gemeinde festlich willkommen geheißen wurde. All diese Vorbereitungsarbeit, wenn sie auch noch so viei Zeit und Mühe kostete — sie war nicht vergebens. Jetzt arbeiten alle diese Kräfte in unserem neuen ״Hafen“. Am Sonntag: Endrunden der Makkabi-Spielmeisterschaften Am Sonntag, dem 7. Juni, finden die Endrunden der Meisterschaften im Handball und Fußball statt. In L e i p z. i g stehen sich die Handbalimannschaften des Bar Kochba Leipzig und des Bar Kochba Hakoah Berlin, in Frankfurt die Fußballmannschaften des Bar Kochba Frankfurt und des Bar Kochba Hakoah Berlin gegenüber. Die Berliner sind verhältnismäßig leicht bis zur Endrunde gekommen. Dagegen haben die beiden anderen Mannschäften ein solides Können auf/eigen müssen, ehe sie sich über gleichwertige Gegner bis zur Endrunde durehkätnpfen konnten. Die Frankfurter hatten es besonders in der Zwischenrunde mit dem Itus Nürnberg sehr schwer, ehe sie sich nach einem hochwertigen Spiel für die Endrunde qualifiziert hatten. Die Leipziger konnten in der Vorrunde die itus München erst nach mehreren Verlängerungen mit einem Tor Vorsprung schlagen, um sich dann gleich schwer in der Zwischenrunde gegen Bar Kochba Frankfurt durchsetzen zu müssen. Nach diesen Vorgängen ist es schwer, eine Voraussage zu treffen. Die Handballmannschaften von Leipzig und Berlin sind in diesem Winter irn Rahmen der Berlin- Mitteldeutschen Be/irksspiele mehrfach aufeinandergetroffen. Berlin hat diese Spiele gewonnen, das letzte Mal freilich nur mit einem Tor Unterschied. Die Leipziger Handballer haben sich von Spiel zu Spiel verbessert. Besonders im Sturm sind Czoppek und Sieratzky Spieler von großem Können, die unter Umständen den Ausschlag für Leipzig gehen können. In der Hintermannschaft hat freilich Berlin mit dem guten Torwächter Kobor und dem seit Jahren bewährten Vertcidigungsmittclmann Simon ein kleines Plus, jedoch verfügen auch die Leipziger in dem sehr jungen Abraham über einen Torwächter, der in den letzten entscheidenden Spielen bereits große Leistungen gezeigt hat. Es sollte ein schönes und offenes Spiel werden, das zu gewinnen beide Mannschäften Chance haben. Die Gegner iin F 11 ß b a 11 Frankfurt und Berlin haben sich im Weihnachtsturnier des Bar Kochba Frankfurt zum letzten Male gegenübergestanden. Damals siegten die Bcrlincr 1:0. Inzwischen ist die Frankfurter Mannschaft jedoch durch die Uebcrsiedlung des früher im Bar Kochba ansässigen Mittelläufers Flerrsch erheblich stärker geworden. Sie verfügen neben Herrsch in Grünbaum, der jetzt auf dem linken Flügel spielt, und dem letzten Verteidiger Igurski über besonders starke Spieler. Wenn auch die Berliner Hintermannschaft im ganzen sicherer erscheint und überhaupt die Posten der Berliner Mannschaft im Durchschnitt gleichmäßiger gut besetzt sind, sollten die Frankfurter nach ihren letzten Ergebnissen gute Aussichten haben, den ersten Titel eines deutschen Makkabi-FußbaUmeisfcrs 7>! ■ 1׳—: ־, Die Tennismannschaft des Bar Kochba auf Reisen Eine starke Mannschaft des Tennisklub Bar Kochba Berlin ist auf Reisen gegangen, um in H r a d i s t e (C. S. R.) an einem Pokalturnier teilzunehmen, anschließend in Brünn und schließlich am 3. und 4. Juni gegen ״Vac“ in Budapest zu starten. Die Berliner Mannschaft, in der neben den auswärtigen Mitgliedern des Bar Kochba Berlin, Dr. Kahn (Bamberg) und Buchwalter (Breslau), der bekannte Tischtennismeister des Deutschen Makkabikreises Schatzow und der Tennisreferent Dreyluß stehen, geht mit guten Aussichten in diese Kämpfe. Die Yacht ״Saar“ des Hapoel wacht bei Tag und bei Nacht, um gegen Ueberfälle gesichert zu sein — Seev H a j a m, der Führer des ״Delphin“, leitet das Löschen der ersten Waren. Die jüdischen Schwimmer und Wassersportler von Tel-Awiw stehen mit ihren Brüdern, den Salonikcr Lastträgern, bis zu den Hüften im Wasser und tragen die Zementsäcke, die der erste Dampfer liefert. Seit gestern zimmert man Baracken, hämmert und schweißt Eisenbrücken, betoniert neue Wege, steuert Boote und trägt Lasten: Kein Arbeiter nimmt Geld für seine Arbeit alle haben sie begeistert und hingebungsvoll den Lohn zuriiekgewiesen — sie arbeiten als Sportler, als Amateure — und im Zeichen dieser hingebungsvollen Arbeit unserer Seepioniere schreitet die ״Eroberung des Meeres“, die nun sprichwörtlich wird, wie seinerzeit die Eroberung der Wacht. Jüdische Polizisten bewachen den Hafen von Tel- Awiw —■ auch unter ihnen Menschen unserer Sportbewegung, die nun schon wochenlang nicht mehr richtig schliefen. Bobby Lustig aus dem Wiener Makkabi Hazair, Schleimer aus der Hoekcvmannschaft des Makkabi Tel- Awiw, Theo Levy, der bekannte Sprinter aus dem Hamburger Bar Kochba u. a. m. Die besten jüdischen Reiter wurden als berittene H afen wacht e r eingestellt, stolz galoppieren sie über den Strand und können ihr jahrelanges sportliches Training in den Dienst des Volkes stellen. An den Gittern stehen die Massen und sehen dem Werke der ״Sportler“ zu. Hohe Wellen und stürmische See erschsveren die Arbeit ■■-- langsam ganz langsam nähert sich das Schleppboot dem Hafensteg die Fracht Zement --- darf jiicht naß werden — die Anlegestellen sind primitiv — die Stege und Boote noch Spielzeuge der Wellen ■— aber der Willen und die Energie schaffen alles. Mehrmals wurden die Taue vergeblich ausgeworfen .- immer wieder zog die Flut die Last ins Meer hinaus da - endlich -־ sie hatten das Seil gefaßt — hundert Hände» griffen danach - hundert begeisterte Menschen zogen mit dem Einsatz ihrer ganzen Kraft — die Bemannung des Schleppbootes sprang ins Wasser, um die Fracht leichter zu gestalten — so trugen sie die Ware in die neu errichteten Lagerhäuser.... Walter Frankl Was bringt der Sonntag? Duisburg Jugendfußball-Blitztumier des westdeutschen Makkabi- Bezirks. Köln Hakoah-Sportplatz, Köln-Lindenthal, Militärringstraße: Rundenkämpfe in der Leichtathletik: Makkabi Düsseldorf gegen Hakoah Köln. Gemeindehaus, Cäcilicnstraßc, 20 Uhr, Boxkampf abend des JBC. Maccabi Köln. Es kämpfen 11. a.: Chohen (Köln) gegen Haymann II (Essen), Härterer (Köln) gegen Haymann I (Essen), Fr. Reif (Köln) gegen Raum (Düsseldorf), Kleiner (Dortmund) gegen Lewin (Düsseldorf). Bochum Rundenkämpfe m der Leichtathletik: Hakoah Wuppertal, Makkabi M.-Gladbach, Hakoah Essen. Tennis im Makkabi Im Tenn »Sport hatte der Deutsche Makkabikreis bisher eine deutliche Schwäche aufzuweisen. Bei jedem Zusammentreffen mit den Spitzenspielern anderer Kreise gab o Niederlagen. Auf der Makkahiah konnte sieh die .Mannschaft aus Deutschland nicht durchsetzen, und in der Endrunde der deutschen Makkabi-Meisterschaften 1935 siegte der polnische Makkabi Wittmann über Danzig, einen Spieler des tsebechoslowakischcn Makkabi, der noch nicht einmal zu den Besten dieses Kreises gehörte, während die Teilnehmer aus Deutschland in den Vorkämpfer! ausscheitieii mußten. Audi innerhalb Deutschlands waren nicht die besten jüdischen Spieler im Makkabi. Das Turnier des ״Rot-Weiß“ Leipzig, das in der letzten Woche .stattfand, und an dem sämtliche jüdischen Tennisspieler von einiger Klasse tcilnahmcn, scheint den Anfang einer Wendung gebracht zu haben. In der Endrunde gelang es dem Makkabisnicler Rudi Strauß aus Barmen, den altbewährten Kurt Wolff vom Tenniskhib Grunewald zu schlagen. Nachdem Wolff den ersten Satz 8:6 gewonnen hatte, wurde er durch das bekannte sichere Spiel von Strauß zermürbt und mußte noch im zweiten Satz aufgehen. Besonders bezeichnend ist dabei, daß die beiden Vorschluflrundengcgner der Genannten, B!1 c 11 w a I - t e r, Breslau, und Brück, Berlin, gleichfalls zum Makkabi gehören. Da Strauß und Ruchwaltcr noch sehr junge Spider sind, die deutlich im Aufstieg stehen, und ferner in Sander, Köln, Dr. Kahn, Bamberg, und Lieber, Berlin, eine Reihe weiterer, sehr begabter Nachwuchsspieler zur Verfügung steht, darf man hoffen, daß in nächster Zeit auch im Tennis der deutsche Makkabi seinen Standard endgültig verbessert. Bei den Damen siegte Frau Dr. Fricdlcben in der Endrunde gegen Frau H e m p, beide Bar Kochba Frankfurt, 6:2, 6:0. So bewund ernswert auch die Leistung von Frau Friedleben ist, die nun so viele Jahre nach der Zeit ihrer Meisterschaft immer noch mit kaum vermindertem Können die Spitze im jüdischen Dnmentennlo hält, so betrüblich ist es festzustellcn, dal! den beiden Frankfurter Tennisspielerinnen noch keine ebenbürtige Gegnerin erstanden ist. Hecht siegt In Zagreb. Im Rahmen der Daviscupspiele Tschechoslowakei—Jugoslawien schlug Laci Hcch t, 'der auch dieses Jahr in dem tschechoslowakischen l.ämfcrteam kämpfte, den jugoslawischen Meister Pallada 8:6, 6:1, 2:6, 6:2. BEMBERG-HEMDEN w"m 5.90 Kaufhaus am savignyplalz Sä?