Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 41 (1936)
- Issue
- Heft 42-43 (26.5.1936)
- Date
- 1936-05-26
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Nr. 42/43, 26. V. 1936 JODISCHE RUNDSCHAU Seite 9 Pariser Brief Von unserem Berichterstatter K. Paris, fan Mai Antisemitische Agitation in Luxemburg Im luxemburgischen Parlament sowie in der Presse des Landes ist es in den letzten Tagen zu einer Debatte über die antisemitische Agitation im Lande gekommen. Anläßlich der Verteilung antisemitischer Fhigzettel m den StTaßen der Stadt Luxemburg interpellierte der Abgeordnete Bodson die Regierung. Er wies darauf hin, daß diese Flug- Zettelverteilung bereits den dritten antijüdischen Angriff in kurzer Zeit darstelle und verlangte energische Gegenmaßnahmen der Regierung. Der Minister Dumont war der Ansicht, daß diese Propaganda nicht ernst zu nehmen sei. ln der Presse nahm die liberale und die sozialistische Zeitung energisch gegen die Flugzettelvcrteilcr Stellung, von denen auch das klerikale ״Luxemburger Wort“ abrückte. Französische! Palästina-Interesse _ Die Ereignisse in Palästina haben in der französischen Ocffentlichkeit einen ungewöhnlich starken Widerhall gefunden und es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht in zahlreichen allgemeinen und politischen Zeitschriften Artikel über Palästina und das jüdische Aufbauwerk veröffentlieht werden. Es seien hier der Aufsatz von Henry La porte, ״Mit Weizmann nach Palästina“ (Revue de Paris vom Mai 1936) sowie ein Artikel von Felix de Chazournes ״Von Jerusalem nach Tel-Awiw“ (Revue Universelle, Mai 1936) erwähnt. L a p o r t e hat die Bekanntschaft Dr. Weizmanns bereits auf dem Schiff, das ihn nach Palästina führte, gemacht und Weizmann hat mit dem französischen Journalisten über die Probleme des Paiästinaaufbaus gesnrochen. Laportc hat seine Aufmerksamkeit iin Lande vor allem aut das Leben in den Kwuzoth konzentriert und ist von der tiefen Verwandlung des jüdischen Menschen, den er bisher nur aus dem Galuth kannte, ergriffen worden. Er bewundert die raschen wirtschaftlichen Fortschritte der Juden in Palästina und bedauert nur, daß bisher keine Lösung für das Araberproblem gefunden werden konnte. — Mit einer fanz anderen Haltung ist C h a 7 o u r n e s an das Problem cs jüdischen Aufbaus herangetreten. Er schreibt in einer Revue, die von dem verstorbenen Royalistenführer Jacques Bainvilie gegründet worden ist und die einen extrem rechtsgerichteten und oft antisemitischen Charakter bat. Er bringt aus Europa alle Vorurteile gegen die Juden mit und hat als Reisebegleiter — anders als Laporte — einen ״Nachkommen der Kreuzfahrer“, der den Juden feindlicli gegeniibersteht. Seine Voreingenommenheit gegen die Juden findet eine Verstärkung, als er an der Klagemauer in Jerusalem den alten Jischuw beten und weinen sieht. Erst in Tel-Awiw beginnt er etwas von Zionismus und jüdischer Renaissance zu ahnen. Er wird von dem ״zufriedenen Ausdruck in den Gesichtern der Menschen“ überrascht und bewundert ihren Enthusiasmus. Obwohl die Menschen dort eine ״unmögliche“ Sprache sprechen, hat doch das Leben des neuen Palästina ihm den schlechten Eindruck des Oliettojudentums vergessen lassen. Zum Schluß des Aufsatzes geht allerdings Chazournes den Canossaweg wieder zurück und erklärt seine Zweifel an der Wiedergeburt eines Volkes, ״der Gott fernbieibt und die ihn durch Intelligenz, Stolz und Glaube an das eigene Volkstum ersetzt“. Die führende französische Zeitung ״Le Temps“ nimmt In einem ausführlichen Leitartikel zu den Unruhen in Palästina Stellung. Das Blatt sieht die Lage in Palästina als emst an. ״Das palästinensische Problem ist schwierig zu lösen. Die Schaffung eines jüdischen Nationalheims muß unter allen Umständen die Depossedierung eines Teils der Araber zur Folge haben, die — obgleich der Boden teuer bezahlt wird — nicht bereit sind, diesen Vorgang hinztinehmen. Es stehen sich in Palästina nicht nur zwei Rassen, sondern auch zwei Zivilisationen gegenüber, die kaum vereinbar sind. Der Fehler der Balfour-Erklärung bestand in dem Glauben, man könnte in Palästina ein jüdisches Nationalheim schaffen, ohne die Struktur des Landes völlig umzuwandeln. Auf jeden Fall stellt aber die Baifour-Deklaration jetzt die Grundlage der palästinensischen Politik dar und ist nicht abänderbar. Die großen Erfolge der zionistischen Kolonisation haben den arabischen Nationalismus in Palästina gesteigert und haben auch ihre Rückwirkungen auf die umliegenden arabischen Länder wie Irak, Syrien und Transjordanien gehabt, die sich — mit Recht oder Unrecht — durch die zionistischen Expansionsmöglichkeiten bedroht fühlen. Diese Reaktion des arabischen Nationalismus kann schwerwiegende Konsequenzen im Vorderen Orient und nicht nur für die englische Politik haben. Es gibt für Palästina keine andere Möglichkeit als eine enge Zusammenarbeit zwischen Juden und Arabern, doch ist man nach den letzten Ereignissen weiter als Je davon entlernt.“ Das Recht der Minderheiten Eine Botschaft Roosevelts New York, 24. Mai. (JTA.) Der United Palestinc Appeal veranstaltete in New York im Hotel Astor ein Festbankett, an dem Staatssekretär Ick es als Ehrengast teilnahm. Der Staatssekretär hielt eine Ansprache, in der er u. a. erklärte: ״Präsident Rooscvelt hat mich beauftragt, Ihnen als einem wertvollen Element der Nation zu sagen, daß er der Ueberzeugung ist, daß eine wahre, dauernde Verständigung zwischen den Nationen nicht möglich ist, solange Minderheiten unter ihnen das Recht, ein normales Leben zu führen, entbehren. Der Präsident bringt durch mich Ihnen, als den Vertretern einer großen, mannhaften Rasse, den festen Glauben zum Ausdruck, daß die Regierung der Vereinigten Staaten als Vollstreckerin des Volkswillens den innerhalb ihrer Grenzen lebenden Minderheiten stets achtsame Obhut widmen und jene vitalen Rechte unverletzt aufrecht erhalten wird, die die Verfassung auch dein bescheidensten unserer Bürger gewährleistet.“ Das Sekretariat der Zionistischen Ortsgruppe Dresden befindet sich ab 1. Juni Gerichtsstr. 27 Eg. Sprechstunden: Montag 9-11, Mittwoch 17-19, Freitag 9-11 Uhr. Hotel Paradies. Karlsbad Vornehm bürgerliche# Etablissement. Erstklassiges Restaurant und Cafi. Weekend «Arrangement! Leitung: J. Fuchs Telefon 4773 E, Woblrab! Inh. Die Auswanderung aus Deutschland Reden Herbert Samuels und Weizmanns London, 24. Mal. (JTA.) In einer Veranstaltung der englischen V ölkerbundsliga, die unter dem Vorsitz von Lord Rutherford am 21. Mai in der School of Economics in London stattfand, hielt Sir Herbert Samuel als Vorsitzender des Councils for German Jewry einer! Vortrag über die jüdische Auswanderung aus Deutschland, ln diesem Zusammenhang kam Sir Herbert auch auf die palästinensischen Unruhen und das Schicksal des Jüdischen Nationalheims zu sprechen. Er führte hierzu aus: Augenblicklich herrschen ernste Unruhen in Palästina; niemand aber kann sich vorstellen, daß die Balfour- Deklaration, die sich zugunsten der Errichtung eines Jüdischen Nationalheims in diesem Lande ausspricht und Erleichterungen für seine Errichtung zusagt, widerrufen werden kann. Diese Deklaration wurde von allen großen Nationen der Welt und von dem Völkerbund bekräftigt. Im Vertrauen aut sie sind 300 000 Juden nach Palästina gegangen und haben ihr Schicksal mit dem Lande verknüpft. Im Vertrauen aut sie sind dort etwa 10 Millionen Pfund investiert werden und es ist sicher, daß, weiche Mittel immer erforderlich sein mögen, um die Ruhe wieder herzustellen, die Einstellung der Einwanderung nach Paiästina und der Widerruf dieses Teiles des Mandats nicht zu ihnen gehören können. Für den von uns beabsichtigten Plan ist es wesentlich, daß die Einwanderung nach Palästina nicht eingestellt werde; denn Palästina ist das einzige Land, in dem bei ausreichender Fort- Setzung der wirtschaftlichen Tätigkeit gewiß jährlich für 12000 bis 15 000 Juden, denen wir bei der Aus- Wanderung aus Deutschland helfen wollen, eine Heimstätte geschaffen werden kann. Kurz gesagt, wir hoffen, daß in vier Jahren etwa 50 000 von den 100000 nach Palästina geben werden; damit dies gemäß dem festgelegten Grundsatz geschehen kann, einem sehr guten Grundsatz, daß nämlich die Einwanderung nicht größer sein soii als die Aufnahmefähigkeit des Landes, wird es notwendig sein, weit größere Beträge für Entwicklungsarbeiten und Unternehmungen in Palästina anzulcgen. Ein beträchtlicher Teil von den 3 Millionen Pfund, die aufgebracht werden sollen, muß für diesen Zweck bestimmt werden. Ueber die bisherigen Sammlungen, deren Ziel di« Aufbringung von 2 Millionen Pfund in Amerika und von einer Million in den übrigen Ländern ist, teilte Sir Herber( mit, daß 600 000 Pfund bereits in den letzten zwei Monaten in England gesammelt wurden; der Gouncil erwarte zuversichtlich, daß der volle Befrag von einer Million rechtzeitig aufgebracht werden wird. Der Vorsitzende Lord Rutherford erklärte, er glaube, daß das Auswandererproblem zu umfangreich und verwickelt sei, als daß man ihm nur durch private Bemühungen beikoinmen könnte. Es scheine ihm notwendig, daß der Völkerbund als Repräsentant des Mcnschheitsgewissen* auftrete; und dieses verlange, daß der Völkerbund nicht nur seine Sympathie zeige, sondern auch Maßnahmen treffe, um neue Heimstätten für die Ausgewanderten zu er* schließen. Man würde sich selbst tauschen, wenn man glaubte, daß es sich hier um ein nur zeitweiliges Problem handle. Es sei zu hoffen, daß vom Völkerbund eine Organisation mit weitgehenden Befugnissen und großen Mitteln geschaffen werde, die Hilfe und Rat in dieser dringlichen Frage erteilen soll. in der Schlußsitzung der Konferenz hielt Dr. Chaim W ei z in a 11 ח einen Vortrag über die Ansiedlung von Juden aus Deutschland in Palästina. Bei dieser Gelegenheit wies Dr. Weizmann aucli auf die Schwierigkeiten hin, mit denen das Nationalheim jetzt zu kämpfen habe. Aber so groß diese Schwierigkeiten zu sein scheinen, das Nationalheim sei ent* schlossen, sie zu überwinden. Dr. Weizmann gab sodann einen lieberbück über das Ansiedlungswerk für Juden aus Deutschland und stellte fest, daß Palästina imstande war, die größte Zahl der aus Deutschland ausgewanderten Menschen mif/nnehmen. Die Juden aus Deutschland hätten es schwieriger gehabt, sich den neuen Verhältnissen anzunassen als die Juden aus Osteuropa, denn das ganze Wanderungsproblem sei für sie neu gewesen. Der plötzliche Zusammenbruch ihrer Weit habe sic tief getroffen. Zum Schluß erwähnte Di. Weizmann, daß bei der Zentraistelle für die Ansiecliung von Juden aus Deutschland viele Gesuche von Eltern, die zur Zeit aus Deutschland nicht auswandern können, vorliegcn, in denen gebeten wird, ihren Kindern den Aufbau einer Existenz in Palästina zu ermöglichen. Weizmanns Gedenkrede für Sokolow London, 21. Mai. (JTA.) Bei der Trauerfeier, die für den verstorbenen Ehrenpräsidenten der Jcwish Agency, Nahum Sokolow, am 20. Mai abends in der Großen Syn* agoge in London abgehalten wurde, hielt Dr. Chaim Weizmann eine Gedenkrede, in der er die großen Dienste Sokolows für das jüdische Volk würdigte. Der Andrang zu der Feier war außerordentlich stark. Unter den Teilnehmern sah man den Präsidenten des Board of Deputics of British i MdfmSie tW de-1 Ihdneihuuj. Jet JudUcketi Rundschau '*ili'ls Uta tiJkjißmw tteaetulettk&HHen und rmJie neue Me JÜDISCHE RUNDSCHAU Jews, Nevilie Lasky, Sir Herbert Samuel, die Abgeordneten James de Rothschild und R. H. Morgan, die ehemaligen Abgeordneten Barnett Jänner und Major Nathan, Rev. M. R. Perlzweig, Rev. J. K. Goldblootn, Simon Marks, Harry Sacher, Leonard Stein, Paul Goodman, Dr. Ooldmann und viele andere bekannte jüdische Persönlichkeiten. Der Gottesdienst wurde von Rev. Meyerovitch geleitet, Chief Rabbi Dr. J. H. Hertz sprach das Totengebet. Wir sind heute abend hier versammelt, sagte Dr. Weizmann u. a., um den Tod eines Mannes zu betrauern, der sein Leben dem Dienste seines Volkes geweiht hat. Es würde viel Zeit in Anspruch nehmen, alle Vorzüge Nahum Sokolows und seine Taten für das jüdische Volk aufmz.ählen, und vielleicht ist es auch für mich, der ich mit ihm 40 Jahre lang verbunden war, schwer, vor dem frischen Grabe über ihn zu sprechen und seine Bedeutung richtig zu würdigen. Weizmann schilderte Sokolows Jugend und die großen Geistesfälligkeiten, die ihn schon damals auszeidmeten. Er sprach von seiner Arbeit an der ersten jüdischen Zeitung in Polenv die für die jüdische Intelligenz des Ostens das einzige Bindeglied mit der Welt draußen gewesen sei. Sokolows Hebräisch habe sic in Berührung gebracht mit den Problemen, die jüdische Geister bewegten, und mit den Problemen außerhalb des Judentums. Zur Beurteilung der Persönlichkeit Sokolows, fuhr Weiz* mann fort, seiner Verdienste und seiner Fähigkeiten, sei es notwendig, sich dessen bewußt zu sein, daß Sokolow die jüdische Sache für Palästina in der Ueberzeugung führte, daß es eine gute 11 nd gerechte Sach c sei. Die Frucht von Sokolows Arbeit vor und wahrem! des Krieges sei jenes be» rühmte Dokument, das unter dem Namen B a 1 f o 11 r - I) e k 1 a * ration bekannt ist. Die Baifour-Deklaration, erklärte Weizmann, wird trotz dem Sturm und Streit, der über Palästina hinweggegangen ist, noch immer amlauert und vielleicht auch in Zukunft andauern wird, der Eckstein und das Leit* dokument unserer Arbeit bleiben. Der Glaube derjenigen, die mit Sokolow׳ gearbeitet haben, sagte Weizmann zuin Schluß, an die Zukunft Palästinas und der Juden bleibt unerschüttert. Ich bin überzeugt, daß es sein Wunsch war, daß die Juden sein Werk mit demselben Vertrauen in die Zukunft Palästinas fortsetzen, das er selbst gehegt hat. Sokolow-Trauerwoche in Polen Warschau, 2!. Mai. (JTA.) Das anläßlich des Todes Nahum Sokolows aus Vertretern aller zionistischen Organisationen und Einrichtungen Polens gebildete Trauerkomi* tec hat am Tage der Beisetzung Sokolows eine feierliche Sitzung abgelialtcn, in der die Einhaltung einer Trauer* Woche vom Tag des Begräbnisses bis zum 26. Mai be־ schlossen wurde. Während der Trauerwoche finden gemein- Same Veranstaltungen aller zionistischen Parteien und lnstitutionen statt, bei denen Persönlichkeit und Leistungen des Verstorbenen gewürdigt werden sollen, Außenminister Josef Beck hat der Zionistischen Ivokutive und der Jcwish Agency!11 London anläßlich des Torles Sokolows telegraphisch sein Beileid ausgesprochen. Das Ministerium für sozialen Schutz hat dem Palästina-Amt ein Beileidsschreiben zur Weiterleitimg an die Exekutive übergeben. Das polnische Pro- Pa i ä s t i n a - K <> m i t c c hat an die Tochter Sokolows, Frau i )r. Ueüna Sokolow, ein von seinem Präsidenten fairst L 11 In»!1! i r s k i und dem Genera!- Sekretär Janus 7. Makorczik nnferzeichnefes Beileidsteicgramm gesandt, in dem auf die Verdienste Sokolows 11m die kulturelle und wirtschaftliche Annäherung zwischen Polen und dem Jüdischem Nationalheim hingewiesen wird. Der u kr aini Seite N;11 i o n a i r a t und der Klub der ukrainischen Parlamentarier haben an die Exekutive der Zio* nistischen Organisation Ostgali/iens anläßlich des Todes Soko lows Beileidsschreiben gerichtet. Bestrafte Exzedenten Warschau, 24. Mai. (JTA.) Das Czcnstochauei Kreisgericht hat zwei Nationaldemokratcn zu je 15 Mona* ten und einem dritten zu 6 Monaten Gefängnis wegen Born• benan schlags auf ein ן ü d i s dies Geschäft ver* urteilt. Nur dem Umstand, daß die Bombe zufällig nicht explo diert war, hatten es die Angeklagten zu verdanken, daß sic nicht strenger bestraft wurden. In Sosnowicz hat das Appella* tionsgcricht führende Mitglieder der dortigen nationaldemokratischen Ortsgruppe wegen Beteiligung an antijüdischer Boykott- Propaganda und Heratisführeus von Kunden aus jüdischen Ge* schäften zu Geldstrafen von 10 bis 100 Zloty verurteilt. Vor dem Berufungsgericht in Wilna kam der Prozeß gegen den nationalilemokratischcn Agitator und Terroristen Alfons Panasiuk und zehn seiner Helfc-r zur Vorhand* lung, die im vergangenen Jahre an den judenfeindlichen Ausschreitungen in Grodno teilgcnommen hatten. Der Haupt* angcklagtc Alfons Panasiuk, der in erster Instanz, zu einem Jahr Gefängnis verurteilt worden war, erhielt nunmehr eine Gefängnisstrafe von f iirif Jahren. Die Strafe des Angeklagten Stanislaw Kos/Iowski wurde von neun Monaten auf drei Jahre Gefängnis erhöht, die der Angeklagten Wladisiaw Marzinek und Edmund Zygmanski von neun Monaten auf zwei Jahre und die der Olga Zukow von sechs Monaten auf ebenfalls zwei Jahre. Da den Verurteilten die Amnestie für politische Verbrechen zugute kommt, wird die Strafe von Panasiuk und Koslowski auf die Hälfte herabgesetzt, während den übrigen Verurteilten die Strafe erlassen wird. Lugano PARKHOTEL AM SEE Dil kultiviert• Htm (•׳ («I•« Kral•• ntMir. Pro«c.kntuifa•. Fam. Zlhrlng•!