Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 41 (1936)
- Issue
- Heft 41 (22.5.1936)
- Date
- 1936-05-22
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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SPOB T-ß UNDSCHAU JÜDISCHE RUNDSCHAU NR. 41, 22. MAI 193< Makkabiah und Hapoel Von unserem Berichterstatter pl. T e I י A w i w, Anfang Mai Der diesjährige Kinuss des Hapoel hat sich ausführlich mit der Frage der Beteiligung des Hapoel an der 3. Makkabiah beschäftigt. In der mehrstündigen Dis״ kussion wurden vor allem für den Hapoel die gleichen Rechte bei der Makkabiah wie für den Makkabi Erez Israel verlangt, außerdem soll eine Kontrolle durch die Zionjstische Organisation angestrebt werden. Auch die äußeren Formen, unter denen die Teilnahme des Hapoel stattfänden soll, wurde eifrig diskutiert. In folgenden Beschlüssen einigte man sich auf die Voraussetzungen, unter denen der «lapoel an der 3. Makkabiah teilnehmen zu können glaubt: ״Bezüglich der Teilnahme des Hapoel an der Makkabiah —■ als einem allgemeinen Welttreffen der jüdischen Sportverbände, die unter Kontrolle der nationalen Institutionen stehen ■—• nimmt die WcidaU Bezug auf ihre Stellungnahme, die durch die erste Wddah kcOgelcgt wurde. Die Beschlüsse der 1. WVidah lauteten: Die Weidah bevollmäi 11! igt den Waad Ilamcrkasi sofort mit der Reifung des MakkaluAVcltverb.mdes und mit den Institutionen de.־, Jisehuw in Verhandlungen einzmreten über die Organisierung eines Wehtreffens und die Beteiligung unter folgenden Vorausset/ungcu: a) Die Vertreter des Hapoel ruornmni mit den Vertretern des Makkabi ■ W dt veibandedes Waad Ilaicumi und der Jc*׳i>h Agcnrv leiden <ii«> Wculah, die das WeltireU'rn vorbereitet und durvhiuhrt. b) Das Welttreffen erh-dt den Namen ,Makkabiah-WeltUeffen der jüdischen Spoitjugend in Erez Israel‘. c) Am WH!rrenen l>eteiligen sih nur Amateure und keine Pro״ fessumals. u) Die .Makkabiah‘ >ul! eine Veraru'aEung sein, die alle jüdischen Spor'organlm? Ionen Her Welt umfaß!, die der Zinm>W1. hen Bew<״gung angeboren, und soll mit gleichen Rechten für alte Teil• nehmet dun bgohihrt werden. e) jeder \ (‘rem und Verband beteiligt sich mit seinem Dreß und seinen Emblemen.“ Angesichts der verworrenen Situation, die auch darin ihren Ausdruck findet, daß der Hapoel zwar die Beschlüsse gefaßt, aber dem Makkabi-Weltverband offiziell bisher keine Kenntnis davon gegeben fiat, nahmen wir Gelegenheit, mit emeitt Mitglied des Merkas Hapoel eine Aussprache über diesen Fragenkomplex zu fuhren. Bei dieser Gelegenheit wurde darauf hingewiesen, daß der Hapoel dem Makkabi-Weltverband von den Beschlüssen חי bezug auf die 'i. Makkabiah in Kenntnis setzen müsse. Dies wurde vom Vertreter des Hapoel eingesehen und die Einleitung eines solchen Schrittes auch zugesagt. Ebenso wird auf das Ungewöhnliche hingewiesen, die Zusammen- Setzung des veranstaltenden Gremiums zu fordern, ln der Regel könne der Gast nicht verlangen, daß der Gastgeber, bevor er ihn überhaupt eingeladen hat, Zusicherungen über das Gremium mache, das später die Einladung übermitteln wird. Außerdem erwecken die Formulierungen der Beschlüsse dpi Eindruck, als ob es sich um die Schaffung einer neuen Veranstaltung handele, während die Makkabiah bereits zweimal mit uneingeschränktem Erfolg stattgefunden hat. Von seiten des Hapoel wurde erwidert, daß man die Makkahiah zu einer gemeinsamen nationalen Ver* a n s t a 1 t u n g machen wolle, auf der alle der Zionistischen Organisation unterstehenden jüdischen Sportler startberechtigt wären. Die Erwiderung, daß dieser Charakter bei der Durchführuug durch den Makkabi-Weltverband durchaus gewahrt werde, _ wurde nicht akzeptiert. Man glaubt, daß es zu Schwierigkeiten kommen kann, da in den Ausschüssen, denen die praktische Durchführung obliegt, im wesentlichen der Makkabi Erez. Israel vertreten sein wird. Es wurde der Meinung Albdruck gegeben, daß der Makkabi der Zuwahl eines Vertreters des Hapoel in das dnrehfuhrende Komitee in Erez. Israel voraussichtlich nicht wiedersprechen wurde, ebenso der Zu wähl eines Vertreters der Zionistischen Organisation in das Exekutiv-Komitee der 3. Makkabiah. Ein solches 1'ו1110-1ו1י0!וו:00:0;11ו des Makkabi müsse jegliche Bedenken des Hapoel zerstreuen. Dies schien dem Vertreter des Hapoel akzeptabel zu sein. Der größte Wide! stand gegen die Teilnahme des Hapoel an der 3. Makkabiah dürfte in den Kreisen des Makkabi Erez Israel zu suchen sein. Wenn auch das Verhältnis zwischen Hapoel und Makkabi sich in den letzten Monaten gebe-sc! t hat, so ist es der Druck, den die t listadruth auf ihre Mitglieder ausiibt, nicht in den Makkabi, sondern in den Hapoel zu gehen, der zu Spannungen Anlaß gibt. Man kann sieh vorsteiien, daß ebenso, wie der Hapoel Bedingungen an seine Teilnahme an der Makkabiah gemellt hat, auch in den Kreisen des Makkabi Erez Israel die Teilnahme des Hapoel nicht voraiisM-t/uiigslos gewünscht wird, wenn auch fornuilierte Bedingungen nicht vorliegcn. Es ist selbstvcrständlieh daß der Makkabi-Weltverband die frage der Teilnahme des Hapoel an der 3. Makkabiah nur im engsten Einvernehmen mit dem Makkabi Erez. Israel prüfen kann. Leider sind bei der 1. und 2. Makkabiah die Verhandlungen über die Teilnahme gescheitert. Wenn beizeiten diese Frage in Angriff genommen wird, damit bei der 3. Makkabiah alle jüdischen Sportvereine Erez Israels am Start zu finden sind, so gilt es vor allem, vorher eine Atmosphäre zu schaffen, die den Verhandlungen eine erfolgversprechende Grundlage gehen kann. Hierbei fällt insbesondere dem Hapoel eine wichtige Aufgabe zu. Neuer Sportplatz der Hakoah Wuppertal. Nachdem sich den Winter über der Sportbetrieb der Hakoah Wuppertal in Ermangelung eines Sportplatzes ausschließlich auf die selbsterbaute Turnhalle erstrecken mußte und die Spielmannschaften ihre Meisterschafts- und Freundschaftskämpfe unter erlieblichen finanziellen Opfern auswärts austragen mußten, ist es dein Verein gelungen, einen neuen großen Sportplatz, zu pachten. Zuschüsse der Gemeinde ermöglichen es, eine Umkleidegelegenheit in Form eines 1 lol/häuschcns zu schaffen, mit dessen Bau bereits begonnen wurde. Das Platztrainiug steht unter der Leitung der Makkabim Schwarz und Orgler. Um dem Wunsche nach den in Wuppertal so lange entbehrten Wettspielen gerecht zu werden und dem Makkabisport neue Freunde zu/tiführen, veranstaltet die Hakoah in diesem Monat einen Sport platz -Werbemonat, für den sie die spielstarksten Makkabivereine des Westens zu Klubkämpfen mit mehreren Mannschaften verpflichtet hat. Jüdischer Segelklub. Besitzer von Segel- und Motorbooten, die sich einem in Gründung begriffenen Klub anschließen wollen, geben ihre Adresse an die Redaktion der Jüdischen Rundschau“. Foto; Herbert SoaneufeM 0 ■ftvisg‘ 4»־p . : •,.*ציי׳. .*י -D ■UJt1■ ״Ü.%D**'**4 lHjyiiyjHg Leichtathletik-Vorrunde im Makkabi Berlin Die im ganzen Reich durchgeführten Vercinswettkämpfe des Deutschen Makkabikreises waren der Förderung der Breitenarbeit gewidmet. Bei Wiederholung dieser Vcranstaltung sollte man aber eine 4 X 100-m-StaTfel und unbedingt auch eine lange Strecke mit in das Programm aufnehmen. Auf dem Grunewald-Sportplatz in Berlin trat der Bar Kochba-Hakoah mit zwei Mannschaften in der Leistungsklasse I an, der JSK. mit einer Mannschaft in der Leistungsklasse II. Der JSK. wurde durch Nichtantreten in einigen Konkurrenzen um wertvolle Punkte gebracht. Für den Bar Kochba-Hakoah bedeutete das Fehlen seiner besten Sprinter Sehattmann und Kurt Lewin einen großen Punkteverlast. Die erfreulichste Leistling des Tages war der Weit- Sprung von Hilde Meyer, die mit 5,10 iti einen neuen deutsehen Makkabirekord aufstelite. Diese junge Sportlerin hat unbedingt das Zeug in sich, bei fachkundiger Anleitung an die 6-m-Grcnzc heranzukommen. Bei den Männern ist die Leistung von Aufrichtig, der die 100 ni in 11,3 Sek. lief, hervorzuheben. Die Leistungen in den Laufkonkurrenzen litten sehr unter den schlechten Bahnverhältnissen. In Klasse 1 starteten je drei Bewerber, in Klasse fl je ein Bewerber. Die Wertung geschieht nach der 100-Punkte-Tabelle. Dresden Es waren ca. 250 Makkabim aus fast allen Mitteldeutsehen Vereinen am Start. 600 Zuschauer waren erschienen und wurden durch die flott durchgeführten Wettkämpfe begeistert. Umrahmt wurde die Veranstaltung durch den Aufmarsch sämtlicher Aktiver, bei dem Siddy Gold- Schmidt die Ansprache hielt. Den Abschluß bildete ein Damenhandhallspiel Dresden —- Leipzig, welches Dresden 2:1 gewinnen konnte. Die leichtathletischen Wettkämpfe hatten folgendes Ergebnis: 1. Bar Kochba Leipzig: 8240,75 P., Bar Kochba Dresden: 7245,70 P., Makkabi Chemnitz: 3645,79 P. Köln 240 Teilnehmer - Orgler lauft 400 m In 51,9 Sek. 45 Wettbewerbe bei einer Massenbeteiligung Programmgemäß abzuwickeln, war eine große Leistung der westdeutschen Bezirksleitung. In Ruhe und Disziplin wurden die Kämpfe pausenlos durchgeführt. Auf der ganzen Linie gab es knappe Entscheidungen. Die Strecken über 100 m und 200 m holte sich überraschenderweise Münz (Köln) vor Simons (Köln) und Ratzenberg (Düsseldorf), bzw. vor Damitt II (Düsseldorf) und Dr. Klaus Dreyer (Köln). In den 400 m war Orgler (Wuppertal) nur in den ersten 200 m von Salzberg (Köln) bedrängt; trotz der in schlechter Verfassung befindlichen Bahn, unter der die Ergebnisse stark zu leiden hatten, lief er die ausgezeichnete Zeit von 51,9 Sek. heraus. Die Mallcute Orgler und Salzberg hatten im 800-m-Lauf die Vorgaben bereits nach 400 m geholt. Auch hier lief Orgler ungefährdet in 2:04,7 Min. vor Joseph (Köln) (20 m Vorg.) und Salzberg durchs Ziel. Die Langstrecken sind immer noch eine Domäne der Hakoah Jülich. Imponierend war der Sieg von Mertz in 10:37,5 Min. vor Schwa rtz (Jülich) und Brandt (Köln). In den Frauenwettbewerben dominierte Makkabi Düsseldorf, die im SO-m-Lauf durch Oberländer, Ehrlich und K a t z auf den ersten Plätzen einkamen, und auch die 4XlOO-m- Staffel für Düsseldorf gewannen. Glänzendes Material steckt in der westdeutschen Makhabijugend. Hakoah Wuppertal, Makkabi Düsseldorf und Hakoah Köln verfügen über einen talentierten Nachwuchs. Besonders erfreulich ist der Kampfgeist. der diese Jungen und Mädel beseelt. Hervorzuheben sind Ehrlich (Düsseldorf), Gumpertz (Wuppertal!, Goldschmidt (Köln), sowie S c 111 o m (Gclsenkirchcn). Zum Aufmarsch waren 330 Teilnehmer angetreten, unter denen der Makkabi-Hazair besonders gefiel. Im Namen der westdeutschen Bezirksleitung sprach Dr. S. Wassermann (Oberhausen). Bar Kochba Frankfurt a. M. südwestdeutscher Handballmeister War der Berliner Makkabivcrcin im Entscheidungsspiel um die Handballmcisterschaft gegen JSG. vom Pech verfolgt, so sollte in Südwestdeutschland diese Schlappe ven dem Frankfurter Makkabivcrcin, Bar Kochba, wcttgemacht werden. Nachdem die Pflichtspicle der ״Arbeitsgemeinschaft jüdischer Turn- und Sportvereine Südwcstdeutsehlands“ jetzt beendet waren, standen Bar Kochba Frankfurt und RjF. Darmstadt mit ihren Herrenmannschaften punktgleich an der Tabellenspitze, so daß am letzten Sonntag das Entscheidungsspiel uni die Meisterschaft auf neutralem Platze ausgetragen werden mußte. Es kam zu einem 9:73:5) ־)-Sicge der Makkabim, der ihnen die Meisterschaft sicherte. RjF. Darmstadt war — darüber bestand kein Zweifel — der einzige gleichwertige Gegner im ganzen siidwestdeutsehen Bezirk für Bar Kochba Frankfurt, und wenn der Sieg der Frankfurter Makkabim auch verdient war, so konnte er doch nur mit letztem Einsatz errungen werden. Die Halbzcitführung von 5:3 für Dannstadt beweist, wie Bar Kochba kämpfen mußte, um den ungewöhnlich schnellen, sicher kombinierenden und kräftig werfenden Gegner zum Schlüsse doch zu überwinden. Der ganze Kampf spielte sich in schönster Harmonie und Fairness ab. Der starke Darrnstädter Anhang mußte nach einer überlegenen ersten Halbzeit eine große Enttäuschung erleben, als seine Mannschaft kurz, nach der Pause beim Gleichstand das schnelle Tempo nicht weiter durchhielt und bis auf wenige, immerhin gefährliche Durchbrüche zusammenklappte. Tor auf Tor fiel; immer _ wieder begeisterten rasante Durchbrüche und Alleingänge Florsheims und Schließers die 300 Zuschauer. Dem Spiel vorausgegangen war u. a. ein Jugendf u ß b a 11 k a m p f von Bar Kochba Frankfurt gegen den jungen, von Wilhelm K a t z trainierten Bar Kochba Offenbach. Frankfurt siegte zwar mit 3:1 (0:1) Toren, der Offenbacher Nachwuchs berechtigt aber trotzdem zu den Hoffnungen. _ Fußbail-Ergebnltsa Bar Kochba Leipzig I gegen Makkabi Karlsbad 4:1; Bar Kochba Leipzig A. II. gegen Makkabi Karlsbad 7:0;• Hakoah Stuttgart I gegen RjF. Stuttgart I 2:1; Hakoah .Stuttgart II gegen RjF. S'tittgarf I! 3:2. Blau-Weiß Hamburg II gegen JSK. Berlin 2:2; Blau-Weiß Hamburg Jgd. gegen Hakoah Berlin Jgd. Was bringt der Sonntag? Zwischenrunde um die Makkablmelsterschafi Im Handball und Fußball Bar Kochba Breslau und Bar Kochba-Hakoah Berlin stehen sich in Berlin gegenüber. Breslau konnte im Fußball Königsberg ziemlich glatt schlagen und scheint an Stärke gewonnen zu haben. Es dürfte ein schwerer Kampf für die Berliner werden, die damit erstmalig in die Meisterschaftsspiele eingreifen. Im Handball sollten die Berliner sicher gewinnen. Ort: Sportplatz am Schälersee, Reinickendorf-Ost (bis Pankower Allee Straßenbahn 41, 141, 35 und 61); Zeit: Fußball 3 Uhr, Handball: 4.45 Uhr. In N ü r n b e r*g treffen Bar Kochba Frankfurt und Jtus Nürnberg im Fußball aufeinander. Im Handball stehen sich in Leipzig BK. Frankfurt und BK. Leipzig gegenüber. Turnmeisterschaffen des Deutschen Makkabikreises In Berlin werden 10 Uhr vorm, in der Turnhalle Joachimsthaler Str. 13 die T u r n m e i s t e r s c 11 af t e n des Makkabi ausgetragen._ Makkabi München gegründet. In Verfolg der Eingliederungsaktion in Bayern ist in München der Makkabi Miinchen gegründet worden. Er besteht hauptsächlich aus den aktiven Sportlern und der Jugend des Jtus München, während der übrige Teil dieses Vereins sich keinem Verbande angeschlossen hat und neutral bleibt. Schon am Gründungstage hatte der neue Makkabiverein 200 Mitglieder, und täglich gehen Neuannieldungen ein. In Dänemark hat sich Hakoah Kopenhagen eine bedeutsame Stellung geschaffen. Der Klub gewann zwei Meistertitel, mit dem besten dänischen Ringer Abraham Kurland im Leichtgewicht und dem neuen Mann, Isak Paikin, im Halbschwergewicht. Michael Kurland wurde sehr knapp Zweiter im Federgewicht. Zutn Städtekampf Kopenhagen-Malmö (Schweden) wurden die drei Genannten als Repräsentanten der dänischen Hauptstadt aufgestellt. Sparta Kopenhagen ist mit zwei Leuten, Dan und C. I. K. mit je einem Ringer repräsentativ. Lugano PARKHOTEL AM SEE וווו1וו!ווו1ו!ו11וו!1ווווווווו!!ווווווו!ו!ו1וו1וו11וווווו1ווו1ו1 Da• kultlriart• Kava dar gut•״ Kral•• lliuatr. Proap. koatanlat. Ftm. Zlhrlngtr