Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 41 (1936)
- Issue
- Heft 37 (8.5.1936)
- Date
- 1936-05-08
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Sefte 2 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 37, 8. V. 1936 Zusammenstöße zwischen den Arabern und Juden zuzuschreiben.“ Diese Erklärung, die sich gegen gewisse in England laut gewordene Pressestimmen riehtet, wird auch in Palästina selbst mit aller Aufmerksamkeit aufgenommen werden, zeigt sie doch eindeutig, daß irgendwelche Hoffnungen, die etwa in arabischen Kreisen nach dieser Richtung genährt wurden, der Begründung entbehren. * Es ist zu hoffen, daß durch die entschiedene Haltung, die von der Maiidatsregierung eingenommen wird, und auch auf Orund der verschiedenen politischen Erklärungen der letzten Tage die Wiederherstellung der Ruhe und Ordnung in Palästina nur eine Frage von kurzer Zeit sein wird. Dennoch wäre es verfehlt zu glauben, daß damit bereits eine Lösung des Problems erfolgt. So sehr wir darauf angewiesen sind, unsere Arbeit in Palästina unter äußeren Bedingungen der Ordnung durchzuführen, so notwendig ist es doch zu erkennen, daß die Befriedung mit militärischen und polizeilichen Mitteln noch nicht die Stabilität herbeiführt, die wir im Lande brauchen. Ls ist schwer, in einem Augenblick, in dem der Unruhezustand und die Gefährdung von Leib und Leben der Juden noch fortbesteht, über die menschliche Seite dieser Frage zu sprechen. Aber wir glauben, daß diese Seite des Problems auch jetzt von uns gesehen werden muß. lieber die politische Sphäre hinaus ist es eine besondere Tragik der Entwicklung, daß zwischen den beiden in Palästina lebenden Völkern eine Mauer der Fremdheit besteht, deren Baumaterial die Unkenntnis des anderen ist. Nicht zu allen Zeiten war diese Kluft so breit aufgerissen wie heute. Darum gelingt es den arabischen Parteiführern in weit stärkerem Maße als früher, die breite arabische Masse für ihre Parolen zti interessieren und bei Aktionen cin/uset/en. Die Frage der Anknüpfung von menschliehen Beziehungen zwischen den beiden Völkern ist daher eines der vordringlichsten Probleme unserer gesamten Palästina-Arbeit. Hier Wege zu weisen, die zu Erfolgen führen, ist eine der wichtigsten Aufgaben der jüdischen Instanzen im Lande. Ohne Zweifei werden die Ereignisse der letzten Wochen im arabischen Lager eine Stärkung der nationalistischen Gruppen und eine Steigerung der gegen die Juden gerichteten Gefühlt! nach sich ziehen. Auf unserer Seite kann und wird eine solche Konsequenz gewiß nicht gezogen werden. Der Frieden im Lande ist nicht zu gewährleisten, wenn in ihm zwei Völker wohnen, die sich fremd und voll Haß gegenüherstelien, sondern nur dann, wenn trotz allem, was sich ereignet hat, versucht wird, Brücken zu schlagen und dadurch das Gefühl der abgrundtiefen Fremdheit zu überwinden, das heute zwischen den Völkern besteht. Das jüdische Volk kommt nach Palästina nicht als Ausbeuter der Landesimvohner und nicht als Eroberer mit den Waffen in der Hand, sondern als friedlicher Kolonisator, aus dessen Arbeit auch die arabische Bevölkerung Nutzen zieht. Es bedarf dabei des Wohlwolle ns und der Hilfe der Welt und der Mandatsregierung, aber es hofft, daß es auch den Weg zu denen finden wird, die im Lande leben, um Palästina zu einem Hort des Friedens, der Zivilisation und der Menschlichkeit zu machen. K. L Italien, England und Palästina Von unserem römischen Berichterstatter Kr. Rom, 2. Mai Die Unruhen in Palästina, die in der ganzen Welt mit Anteilnahme und Spannung verfolgt wurden, sind im jetzigen Augenblick vom Italien aus mit ganz besonderem Interesse beobachtet und im Hinblick auf ihre möglichen Aus- Wirkungen untersucht worden. 1 he italienische l'ressc!tat über die jüngsten Vorg!!!ge u! I'.ii.i'tma!.ehr ausführlich berichtet. In An- Lei rar 11t der immer tmc'n bestehenden anglo-ifalicnischcli Spannung im Mittelmrer richteten sich die Ausführungen der itahi iii-1 hen Presse im allgemeinen gegen die Methoden der cnghschcii Mamlatsvcrwaltung, die es nicht verstanden Italic, iur Ruhe und Ordnung in dem ihr anvertrauten Gebi(f zti sorgen, um! die vor allem beschuldigt wurde, nicht beizeiten Vorbeugung-maßnahmcn getroffen zu haben. Das ,,('norn.i'e d’hdia" berichtete u. a. aus Jerusalem, daß sogar eine < inippe von italienischen Pilgern von Arabern angegriffen wurde, nur weil sie sieh eines jüdischen Automobile bedient hatten. Im übrigen vermeidet es die itahenisclie Presst, irgendwie Partei für die Juden oder die Araber zu ergreifen. Man sicht hier vollkommen klar, daß die Vorgänge in Palästina nur ein Reflex der allgemeinen Situaiion irn östlichen Mittelmcer sind. Leiter die Haltung des Vatikans in der Frage des Palä<tma-Ma11dats wurde unlängst eine Reuter-Meldung wietiergegeben, in der ü. a. gesagt wurde, daß man zur Zeit in katholischen Kreisen Italiens einen Plan erörtere, wonach der Vatikan einen italienischen Anspruch auf das Palästina- Mandat unterstützen sollte. Ein solches Projekt ist nicht Gegenstand der aktuellen vatikanischen Politik. Ganz im Gegenteil wird an zuständiger Stelle versichert, daß der Vatikan im Augenblick nur e i n Ziel habe, nämlich dieses, alle Bemühungen zu fordern, die zu einer Entspannung der Lage beitragen und wieder einen Friedenszustand im Mittelmcer herbeiführen können. Man weist darauf hin, daß sich die päpstlichen Nuntien in Paris und Brussel in den letzten Monaten wiederholt in diesem Sinne bemüht haben, und man denkt nicht daran, den ohnedies gehäuften Zündstoff durch eine Aufrollung der Frage des Palästina-Mandats noch weiter zu vermehren. Zur Lage in Palästina Kritische Tage Telegramm unseres palästinensischen Berichterstatters gl. Tel-Awiw, 6. Mai 1036 Der Empfang der arabischen Delegation bei Sir Arthur Waucnope und die ablehnende Haltung der arabischem Führer gegenüber den vorn High Commissioner erhobenen Forderungen bedeuten einen Wendepunkt in der Entwicklung der jüngsten Ereignisse. Obwohl eine arabische Zeitung meldete, daß nach den Besprechungen eine gewisse Entspannung in den Beziehungen zwischen dem High Commissioner und den arabischen Führern eingetreten sei, ist hierfür bisher kein sichtbares Anzeichen zu finden; es herrscht im Gegenteil die Empfindung, daß die Lage weiter kritisch ist. Die Ankündigung Sir Arthur Wauchopes, gegen die arabischen Unruhestifter mit scharfen Maßnahmen vorzugehen, hat die Regierung auf eine bestimmte Aktionslinie verpflichtet. Die Regierung hatte bisher eine äußerst vorsichtige Haltung eingenommen und wird nach diesen Erklärungen nunmehr genötigt sein, bei weiteren arabischen Unruhe- Stiftungen energisch d 11 r c h z. 11 g r e i f e n. Andererseits haben sich die Araber ebenfalls auf eine bestimmte Politik festgelegt und den Beschluß gefaßt, die Delegation nach London erst dann zu schicken, wenn die jüdische Immigration seitens der Regierung gestoppt ist. Da die arabische Propaganda mit Hilfe des Streiks große Massen erfaßt hat, ist dieser schwer abzublasen, ohne daß daraus eine politische Niederlage der Araber entnommen wird. Die arabischen Führer haben zur Beruhigung der Massen irgendeinen Erfolg nötig, und diesen würden sie in einer Sistierung der jiidisehen Einwanderung sehen. Dies zu erreichen, erscheint jedoch schon jetzt als ganz ausgeschlossen, zumal auch die Wirtsch ältliche Lage die Fortführung der jüdischen Ein- Wanderung ins!.and rechtfertigt. Die Arbeitstage hat sich in der letzten Zeit durchaus befriedigend gestaltet, und die Situation der Juden itt vielen Ländern der Welt verlangt gebieterisch die Offenhaltung der Tore Palästinas für jüdische Einwanderer. So ist im gegenwärtigen Augenblick eine Ueberbrückung der Gegensätze schwierig, und die von den Arabern einmal eingeschlagene Taktik zwingt diese, den Kampf zu verschärfen. Die letzten Aufrufe deuten darauf hin, daß als nächste Stufe des Kampfes ein Streik der arabischen Regierungsbeamten und eine Propaganda für Steuer Verweigerung in Aussicht genommen ist. Natürlich bleibt ausschlaggebend, wie die Reaktion der arabischen Massen bei schärferen Maßnahmen ist Es ist nicht anzunehmen, daß derartige Aktionen längere Zeit durchgchaiten werden können, weil schon die bisherigen Streikwochen der arabischen Masse erhebliche Verluste gebracht haben und besonders der Kleinhandel darunter zu leidem hatte. Auch die Gefahr eines Verlustes von Arbeitsplätzen im jüdischen Wirtschaftssektor und eine schwere Schädigung des Jaffaer Hafens spielt hierbei eine Rolle. Es ist daher durchaus möglich, daß aus arabischen Kreisen Gegnerschaft gegen einen stärkeren Druck und gegen die Einführung verschärfster Kampfmethoden erwächst. Die nächsten Tage werden die Entscheidung hierüber bringen. Großer Schaden durch Brandstiftungen Jerusalem, 5. Mai. (JTA.) Die Brand stiftunen haben am Montag noch in keiner Weise nachgelassen, er in den letzten 24 Stunden durch die Brände entstandene Schaden wird allein auf etwa 10 000 Pfund geschätzt. Die hebräische Presse gibt den Schaden, der bei dem Brand eines Holzplatzes in Tel-Awiw entstanden ist, auf 5000 Pfund an. Der Brand eines Lagerschuppens in der Nähe der Eisenbahnstation in H a i f a hat einen Schaden von 2000 Pfund verursacht. Eine heute abgebrannte jüdische Gerberei in T e 1 - A w i w hat durch den Brand einen Verlust von 4000 Häuten. In der vergangenen Nacht wurde in der jüdischen Siedlung Ejn Charöd die Ernte auf 1000 Dunam durch Feuer zerstört. Ein Hotel in Neve Schalom, einer Vorstadt von Tel-Awiw, wurde angczi'mdet, das Feuer wurde jedoch rechtzeitig bemerkt und konnte gelöscht werden. Auch die Beschädigungen jüdischer Wälder und Gehölze sowie jüdischer Pflanzungen gehen weiter. In der vergangenen Nacht wurden in M i s c h m a r H a e m e k 400 Bäume ausgerodet und umgebrochen. Im Baltour-Wald wurde versucht, Feuer zu legen. Der mir in kleinem Umfange ausgebrochene Brand konnte jedoch rechtzeitig bemerkt und gelöscht werden. Auch in Giwat Sc he lose ha, in der Nähe von Pctach Tikwah, konnte ein Feuer rechtzeitig bemerkt und gelöscht werden. ln der Vorstadt von Jerusalem, Bajit Wcgan, wurden Araber dabei überrascht, als sie eine jüdische Bäckerei anzünden wollten. Es kam zu einem Feuergefecht zwischen den Tätern und der Polizei. Die Polizei war gezwungen, das Feuer der Araber zu erwidern. Ein Araber wurde schwer und drei leicht verletzt, fn Tel-Awiw wurde ein Araber verhaftet, der Bomben bei sich trug. Die Zwischenfälle haben auch am Dienstag nicht aufgehört. Im Verlaufe der letzten 24 Stunden wurden 1050 Dunam Ernte durch Feuer vernichtet. 600 Dunam wurden bei Kfar Baruch in der Scharon-Ebene ein Raub der Flammen, 375 Dunam in Ramat David in der Nähe von Nahalal, und 75 Dunam in Ejn Charod. Mehrere hundert Bäume wurden in dem Nationalfonds-Wald bei Misch m a r H a c m c k angczi'mdet. Araber versuchten, ein Lebensmittelgeschäft in Haifa anznzünden, das Feuer wurde jedoch gelöscht. Die Wasserstation in Kfar Tabor in Untergaliläa wurde in Brand gesteckt. In dem gesamten Distrikt herrscht dadurch Wassermangel. Ueberhaupt haben in ganz Untergaliläa die Juden die Arbeit auf dem Felde eingestellt, weil sie arabische Terrorakte befürchten. Ein jüdischer Wächter in Kfar Jehoschtia wurde durch Schüsse, die Araber auf die Siedlung abgaben, verwundet. Auf der Eisenbahnstation in Tel-Awiw wurde eine auf der dortigen Signalstation beschäftigte Jüdin, Lea Perlman, schwer verwundet. Aus dem fahrenden Zuge wurde nach ihr ein schwerer Stein geworfen. Ein jüdischer Kaufmann, Ben Zion Zilker, wurde in Jerusalem von Arabern verwundet, als er versuchte, seinen in der Altstadt gelegenen Laden zu öffnen. Zum ersten Male seit dem Beginn der Unruhen wurde zwischen Jaffa und Tel-Awiw der Verkehr mit j ü - dischen Autobussen aufgenommen. Die Juden be* treten jedoch die Stadt nicht weiter, als bis zu dem Gebäude der Anglo Palestine Bank, weil sie befürchten, daß cs zu weiteren Zwischenfällen kommen könnte. Dagegen erschienen zahlreiche Araber in den Straßen von Tel-Awiw. Durch Verordnung der Behörden ist der Ausnahmezustand, der noch in gewissen Vierteln Tel-Awiws sowie in Vierteln zwischen Tel-Awiw und Jaffa in Kraft war, aufgehoben worden. Die arabischen Kaufleute in Jerusalem haben beschlossen, eine besondere arabische H andelskammer zur Vertretung ihrer Interessen zu gründen. Sie wollen damit eine Trennung von Arabern und Juden im Wirtschaftsleben herbeiführen. Die jüdischen Mitglieder des Stadtrates von Jerusalem haben den Rücktritt des arabischen Bürgermeisters von Jcrusale in,‘ Dr. K h a 1 d i, gefordert. I)r. Khaldi spielt eine führende Rolle in der arabischen Streikbewegung in Jerusalem. Die arabische Presse berichtet, daß der I nt a m von Jemen sich telegraphisch an den König Eduard von Engfand gewandt und ihn gebeten habe, den Arabern in Palästina Gerechtigkeit widerfahren zu lassen. Arabische Entschuldigungen Jerusalem, 4. Mai. (JTA.) Eine Abordnung eines arabischen Stammes im Bezirk von T i b e r i a s hat unter Führung des Direktors der arabischen Bank in Tiberias, der ein Sohn des Mufti von Tiberias ist, die jüdische Kolonie M i g d a 1 bei Tiberias besticht und sich bei den Kolonisten wegen eines Ueberfalles von Stammesangehörigen auf die Kolonie entschuldigt. Der Ueberfall, bei dem vier jüdische Arbeiter verletzt wurden, erfolgte, als arabische Agitatoren das Gerücht verbreiteten, die Juden von Migdal hätten zwei arabische Kinder ermordet. Die Kinder haben sich später bei ihren Eltern eingefunden. Die Abordnung erklärte, sie wolle von nun an mit ihren jüdischen Nachbarn in Frieden leben und arabischen Agitatoren keinen Glauben mehr schenken. Juden und Araber Stellungnahme der ״Times“ Die Londoner ״Times“ vom 5. Mai nimmt zu den Unruhen in Palästina Stellung und schreibt u. a., daß ein Teil *der arabischen Führer wünsche, den Streik abzubrccncn, während ein anderer die englische Regierung durch den Beweis der Stärke und Einigkeit der Araber beeindrucken wolle. Es sei ein ״überflüssiges Manöver“ der Araber gewesen, die Britische Regierung von der Stärke der arabischen Sache überzeugen zu wollen; denn die Stärke des_ nationalen Gefiihls sei niemals übersehen worden. Wenn jedoch die Araber die Abschnürung der jüdischen Ein wänder u n g verlangten, so forderten sie Lf n m ö g 1 i c h e s. Die britische Politik und Verantwortlichkeit in dieser Sache sei völlig klar; die Regierung wird sich gemäß der Erklärung des Kolonialministers nicht durch Unruhen oder Drohungen beirren lassen. Zu der arabischen Forderung einer Aullicbung der B a 1 f our-D c k 1 a r ati on bemerkt das Blatt, daß jede englische Regierung zu dieser Erklärung gestanden habe und daß, wenn man die Tatsachen nüchtern betrachte, erkannt werden müsse, daß beide Völker in I alästina die ״Gewinner“ gewesen sind. ״Juden und Araber“, so fährt der Aufsatz fort, ״besitzen noch die Merkmale ihrer traditionellen Ahnen Isaak und Ismael — Isaak: der fleißige, der Bebauer des Landes, das andere unfruchtbar finden; Ismael: der Schütze, der Kämpfer, der Wilde und Halsstarrige. Beide Völker haben gute Eigenschaften, und die Erfahrung der letzten Jahre hat gezeigt, daß sie zu Zeiten, wenn sie von nationalem Fanatismus frei sind, harmonisch Zusammenarbeiten können, indem jeder seine Fähigkeiten zum beiderseitigen Vorteil nutzbar macht. Es wurde kürzlich im Parlament festgestellt, daß der augenblickliche Ueberschuß der palästinensischen Regierung von 6 Mil!. Pfund hauptsächlich_ der jüdischen Spar» samkeit und Tüchtigkeit zu verdanken sei. Doch die Unruhen in Jaffa und die bestehende Spannung in anderen Orten sind gleichfalls deutliche Anzeichen, daß der Fortschritt langsam vor sich gehen muß und daß die Maßstäbe vorsichtig gewählt werden müssen. Es herrschte vor einigen Wochen Besorgnis, als es schien, als ob die Britische Regierung die frühzeitige Einsetzung eines Legislative Couneil mit arabischer Mehrheit beabsichtige. Die Unruhe in der jüdischen Bevölkerung hat sich seitdem verzehnfacht durch die wachsende Furcht, daß die Regierung bcabsichtigen könnte, die jüdische Einwanderung zu verhindern, wie cs die arabischen Extremisten wünschen. |etzt — da viele internationale Schwierigkeiten bestehen und die Juden hart bedrängt werden — scheint es kaum die Zeit, daß die Britische Regierung irgendwelche Zweifel darüber au {kommen läßt, daß sie entschlos* sen ist, das Versprechen von 1917 auszuführen.“ * In der gleichen Nummer der ״Times“ bringt Norman Ben twich in einer Zuschrift zum Ausdruck, daß, obgleich die Juden heute mehr als ein Viertel der Bcvölkerung Palästinas ausmachen, sie viel weniger als ein Viertel des gesamten Landes oder auch nur des besten Landes besitzen. Von 10 Millionen Dunam bebaubaren Bodens besäßen sie weniger als 1 250000 Dunam. In den fruchtbarsten Gegenden, im Scharon und Jordantal, haben sie nur den kleineren Teil erhalten. Die jüdische ״Expansion“ sei nicht nur vereinbar mit der Verbesserung der Lage der arabischen Landwirtschaft, sondern sogar die Bedingung hierfür; denn sie ermögliche es sowohl Arafoern wie Juden, von primitiver zu intensiver Landwirtschaft überzttgehen und die Produktivität des Landes zu vervielfachen. ITauptschrift leiten Dr. Robert Welt sch, Berlin - Charlottenburg 0 (auch verantwortlich für die Aufnahme von Bildern). Stellvertreter: Kurt Loewenstein. Berlin IV15. Arucigenleitcr und verantwortlieh für den Inhalt der Anzeigen: Hermann F i n n, Berlin W 15. Gültig Anzeigen - Breiiliste 5 vom 1. April 1936. Verlag und Anzeigenverwaltung: Jüdische Rundschau, Berlin W 15. Meinrkcstr. 10. D.-A. April 37 825. — Drork: Siegfried Scholem, Berlin-Schöncbcrg. Sachgemäße u. schleunige Durchführung Ihrer ReprBsantanzan in PalBatlnai HAIFA: Herbert Aechner, 27, Hmlatr. King Salomon Bank JERUSALEM; A. M. A J. Hellbrenner Bank Ltd. P. O. ß 1041 TEL-AVIV: Dr. |ur. W. Marx, IS. Sditlom Aletdtero Street, Fdte Ben Jenoäa Roaä AUSWANDERUNG Amtsger.-Rat a. D, Dr. Aschner Oberreg.-Rat a. D. R. Kempner Barl In W1B, Melnekeatr. 9. J I Bismarck 2856 <9'/s-13 u. 16«/t~19 Uhr) Transfer-Projekte / Vermögens-Liquidationen / Anlageberatung nach Palästina und anderen Ländern Eigene Repräsentanzen in Italien Repräsentanz in Südamerika 1 Dr. Kurt Seher*, Sao Paule Pra^a Marldbal Deodoro H 1