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Jüdische Rundschau · 1936-05-01 · Heft 35 (1.5.1936) · page 4

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
41 (1936)
Issue
Heft 35 (1.5.1936)
Date
1936-05-01
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Saft« 4 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 35, 1. ▼. 1936 IN ALLER KURZE Im ״Reichsanzeiger'‘ erscheinen Bestimmungen über die Förderung der Kleinsiedlung. In denn Abschnitt Darlehens- und Bürgschaftsbestinimungcn, in denen allgcmeine Richtlinien über die Persönlichkeit des Siedlers gegehen werden, heißt es, daß bei Erfüllung bestimmt aufgeführter Bedingungen als Sicdlungsanwärtcr grundsätzlich alle ehrbaren minderbemittelten Volksgenossen zugclassen werden können, und zwar vornehmlich gewerbliche Arbeiter und Angestellte, die ebenso wie ihre Ehefrauen deutsche Reichsangehörige, deutschen oder artverwandten Blutes, politisch zuverlässig, rassisch einwandfrei, gesund und erbgestind sind. Die ״Neue Abendzeitung“ in Ludwigshafen berichtet im Rahmen eines Aufsatzes, daß die saarländische Zigaretten- Industrie j u d e n f r e i sei. Ls gebe im Saarland heute keine Zigarettenfabrik mehr, hei der ein Jude etwas mitzureden hätte, geschweige denn beteiligt sei. i>ie Firma Herrenmodehaus Irma Liebermann, geh. Mieirynski, Forst i. L., ist in arischen Besitz übergegangen. In einem Prospekt von W i 1 d b a d (Sehwar/wald) wird mitgeteilt: ״An jüdische (niste können nur Ein/elbäder und einzeln benutzbare Kurmiftel abgegeben werden. Nähere Auskunft erteilt die Staatliche Badverwaltung.“ Die Sammlungen des Council for German Jewry haben bisher einen Betrag von insgesamt 470 000 Pfund in England ergeben. Im englischen Unterhaus ist von dem konservativen Abgeordneten 1. o i 111 s eine Bill eingebracht worden, die den (i e s c h ä f t s s c h I u ß am Sonntag regeln soll. Bei der Lesung des (ic.-et/cs rief eine Bestimmung, die versieht, daß Juden, die ihre Geschäfte am Sonnabend geschlossen haben, sie bis Sonntag Mittag2 ׳ Uhr öffnen können, eine lebhafte Debatte hervor. Diese Bestimmung wurde schließlieh mit einer Mehrheit von 122 gegen 73 Stimmen angc• nominell. Vom 10, bis 13. Juli wird in London eine Tagung der W e 11 v e r e i ti 1 g 11 n g für religiös-liberales J u dentu in stattfinden. In Warschau fand die Eröffnung des Gebäudes der jüdischen B i b i i o 111 e k des Judaistischen Instituts statt. Senator Uberrabbiner Prof. Dr, Schorr hielt die Eröffnungsrede. In 1 emberg fand eine Tagung der jüdischen Gen o s s e 11 s c 1! a f t e 11 au> (>S T,ulten Ost- und Westgali/iens statt. Der Sejmabgeordnete Dr. Sommer stein unterstrich in einem Referat die Notwendigkeit der jüdischen Genossenschäften als .Mittel zur wirtschaftlichen Selbsthilfe der polnischeti Juden. Auch Präsident Silberstein wies darauf hin, daß die jüdische Kooperativbewcgung der einzige Faktor sei, der den Juden in ihrer Fvistenzsieherung helfe. Die Plane zur Gründung einer landwirtschaftlichen Schule in Wolhynien sind so weit gediehen, daß mit ihrer Durchtuhrung gerechnet werden Kami. Die Schule wild sich in Lud mir befinden und bö Schüler auf einem Boden vor! 42 Morgen aufnehmen können. Nachdem es zuerst hieß, daß der Prozeß wegen der Vorfälle in P r / y t i k angesichts der politischen Page im Herbst stattfinden sollte, wird jetzt als Termin der 2. Juni angegeben. Die litauische Regierung veröffentlicht eine Frklärtmg, in der gesagt wird, daß sie die Vereinigung der Rabbiner Litauens, die Agtidas Harabonim, nicht als offizielle jüdische Körperschaft anerkennen, sondern nur als eine Berufsorganisation betrachten könne. Die Regierung plane dagegen die Einsetzung eines jüdischen Konsistoriums mit einem Oberrabbiner an der Spitze. Fine Tagung der Delegierten der ״Arbeitsgemeinschaft der Israelitischen Kultusgemeinden im Bundesstaat (Testerreich'* hat unter Vorsitz des Pra-ddenten der Wiener Kultusgemeinde, Dr. Desider Friedman n, beschlossen, im Hinblick auf die ernste Lage der österreichischen Judenheit der Regierung eine Dcnk-olimt zu überreichen, in der auf die gegenwärtige Situation 11 er judBchen Bevölkerung aufmerksam gemacht wird. Am 5. Mai wird der jüdische Gelehrte lind Dichter Rabbiner I >r. Armand K a m 1 11 K a, Wien, 70 Jahre alt. Aus diesem Anlaß s eranstaltci der Vorstand der Israelitischen Kultuegemrmde in Wien am 0. Mai einen Festgottesdienst. Der Chemiker Sir Robert M 011 d wurde mit der Wurde eines Kommandeurs der französischen Ehrenlegion ausgczeichnet. Der Baritonist Dr. Ludwig Anger sang in einer Aufftihrung der ,.Johannespassion" am Mozarteum in Salzburg die Bali-Soli mit gioßeni Io folg׳. Von Dr. I laus Hermann R ״ s e n w a 1 d erscheint demnächst iri einem englociieii Veiiag ein Werk unter dem Titel ,,The (,'ulturc of the I!um,ui Voice", das die Probleme des Smgcns und Sprechens behandelt. Pariser Trauerfeier für Sonja Gronemann. Unser Pariser K-Beru liierst,•itte! schreibt 1111s: Der tragische Tod von Sonja Groncniann hat in Pariser zionistischen Kreisen ein Gefühl tiefet Lrsdiutterung hervorgerufen. Frau Gronemann, die mit ihrem Gatten Anfang KU'3 nach Paris kam, hatte es dort verstanden, in kurzer Zeit einen Kreis zionistischer Freunde um sieh zu sammeln und ihr Haus wurde ein Zentrum zionistischen Lehens in Paris. Die Trauerfeier, an der Vertreter zahlreicher zionistischer Gruppen in Paris teilnahmcn, wurde von der Wizogrttppe Paris veranstaltet, die eine Gründung von Sonja Gronemann war. Die Vorsitzende der Wizogruppe, Frau Sehermann, wies in ihrer Ansprache auf die Persönlichkeit der Verstorbenen hin. die jede in ihren Rann gezogen hatte. Die Trauer- Versammlung, in der die Leiterin der französischen Wizo, Frau Fi Id er mann, den Vorsitz führte, ehrte das Andenken Sonja Gronentanns durch die Pflanzung eines Gartens in Palästina, der ihren Namen tragen wird. ״Wir vom Bachad“ in Wien, Aufführung am 9. Mai, 20.30 Uhr, im Pestsaal des Hotel Kontinental. Es sprechen u. a. Rabbiner Dr. Rosemanii und Josef flodiberger. Die Selbsthllfegruppe der jüdischen Gehörlosen (früher: Verein zur Förderung der Interessen der israelitischen Taubstummen in Deutschland) beging vor kurzem das 40jährige Bestehen. Zugleich feierte Erwin Kaiser sein 30jähriges Jubiläum als 1. Vorsitzender. Die Judenfrage als Das vor kurzem gegründete R e i c h s i n s t i t u t für Geschichte des neuen Deutschland trat am 29. April im Deutschlandsender mit programmatischen Erklärungen vor die ()Öffentlichkeit, deren Wortlaut der ״Völkische Beobachter“ vom 30. 4. abdruckt. Ueber die Forschungsabteilung ״Judenfrag e“ machte Dr. Wilhelm Grau, der Leiter dieser Abteilung, folgende Ausführungen: ״Seit jenen Tagen, da das jüdische Volk üt-er die ganze Welt hin zersprengt worden ist, seit mehr denn 2000 Jahren also, gibt es das, was wir Juden frage nennen. Wir verstehen darunter die mit Spannungen aller Art geladene Begegnung der nichtjüdischer! Völker mit jenen eigenartigen, heiniat- und staatenlosen Fremdlingen, die, obwohl zerstreut umherirrend, doch dem Blute und dem Geiste nach, eine in sich geschlossene Gruppe geblieben sind. Der Mut zum Erkennen der Judenfrage in der Geschichte hat aber lange Zeit gefehlt. Und nicht nur der Mut, auch der Wille. Man uü!1*11־:e voraussctzungslose Wissenschaft und machte die ge- »hichiswiilrige Voraussetzung, daß es kein jüdisches Problem gebe. Man beschwor das Rankes.be Erkeimtnöideal, alles Geschehene nur so darzuslcllcn, wie es wirklich geschehen sei. und man stellte, wenn es um den Juden in der GesHiii'hte ging, nichts dar. Die liberale l.eugnung des Juck'nprohUans hat das wisse115!׳h:UtlH׳hc Fur-chirtgsbemühen um die Geschichte der Judenfrage aufs schwerste becintrachtigt, sie hat sich auch sogar an der Freiheit der geschiehtliehen Erkenntnis vergangen. Daß die Judenfrage auch im Kampf des Tages steht, ist für echte Wissenschaft kein Grund, ihrer Erforschung aus dem Weg zu gehen. Ganz im Gegenteil. Dem nationalsozialistischen Lösungsversuch der Judenfrage kommt dieselbe europäische und universale Weltbedeutung zu, wie einst der geistigen Entscheidung zur Emanzipation der Juden im liberalen Berlin des späten 18. Jahrhunderts. Nichts kann die Welt diese universale Gültigkeit der deutschen Judengesetzgebung mehr einsehen lehren, als das geschichtliche Sehen des jüdischen Problems. Wenn wir von der Wissenschaft her dieses politische Bekenntnis aussprechen, so deshalb, weil das heu- 40000 Dfinam neuen Boden sollen durch den KKL in den unveräußerlichen Besitz des jüdischen Volkes überführt werden. Tausende jüdischer Ein- Wanderer werden auf diesem Boden ihren Lebensraum finden. Aufbauwille und Opferbereitschaft sichern aber erst die endgültige Besitzergreifung und den Beginn der landwlrtschaftliehen Besiedlung des Bodens. Für die Verwirklichung dieses Werkes muß jeder Jude sich verantwortlich fühlen. Die Er- Weiterung des Landes, die Steigerung seiner Aufnahmefähigkeit, die Festigung der Grundlage des jüdischen Aufbaus, die Stärkung des landwirtschaftlichen Sektors durch Vergrößerung des nationalen Bodenbesitzes, das ist zugleich die Antwort der Juden auf die letzten Ereignisse in PaiSs t i n a. Erez Israel erwartet, daß jeder Jude in Deutschland seine Pflicht tut. Spenden für neuen Boden in Erez Israel nehmen die mit einem Ausweis versehenen Vertrauensleute des KKL entgegen. Unmittelbare Spendenüberweisungen sind zu richten an Keren Kajemeth Lefisrael Jüdischer Natinalfonds E.V. Berlin W 15, Meinekestrafie 10 Postscheckkonto: Berlin 2S247 Exzesse in Preflburg In den Preßburger Kinos ״Tatra“ und ״Metropol“, in denen der französische ״ü o 1 e m“ -Film vorgeführt wird, kam es zu Demonstrationen slowakischer Studenten. Mehrere Demonstranten zogen in die Judengassc, wo Fenster eingeschlagen wurden. Die Polizei verhaftete 21 Personen. Auf die wiederholten Krawalle hin ist der ״üolem“-Film vom Spielplan der beiden betroffenen Kinos abgesetzt worden. Die Demonstranten haben insgesamt 147 Fensterscheiben in der Preßburger Judengasse zerschlagen. Am Montag vormittag griffen Studenten in der philosophischen und medizinischen Fakultät der Universität Preßburg jüdische Hörer an. Die Vorlesungen an beiden Fakultäten wurden unterbrochen. Die Arbeit des Joint Das Jewish Distribution Committee veröffentlicht eine Erklärung, in der die Verbindlichkeiten des Joint für das Jahr 1936 dargelegt werden. Bezüglich Biro-Bidjans wird erklärt, daß das Projekt sorgfältig in Erwägung gezogen wurde; es sei jedoch nicht vorgesehen, in diesem Jahre Geld hierfür an zu wen den. Bezüglich Palästinas heißt es, daß PALÄSTINA IN LICHTBILDERN Lichtblldotraifen über die aktuellen Vorgänge In Palästina mit •usgaarbaiteten Beg lei Wort regen: Monatsbildbericht Nr. 8.= 51 Bilder RM 4.50 Monatsbildbericht Nr, 6.- 48 Bilder RM 4,50 Zu beziehen gegen Voreinsendung des Betrages durch den Keren kajemeth lejisrael, Benin wi 5 MeinekestraBa 10 / Postscheckkonto Berlin 262 47 dort Hilfe erforderlich Ist, die durch den UPA., die Hadassah und die Hebräische Universität gewährt wird; auch J. D.C. trage durch die P. E. 0. zum Wiederaufhau Palästinas bei. Bezüglich des Council for German Jewry wird erklärt, daß J.l). C. beabsichtige, einen wesentlichen Teil zu den Kosten für Berufsausbildung innerhalb Deutschlands, sowie zu, den Transportkosten für Auswanderer beizusteuörn; infolge ihrer anderweitigen Verpflichtungen könne J. D. C. neue Gelder in Palästina selbst nicht investieren. (Palcor.) F orschungsaufgäbe 0 ti'ge politische Bekenntnis des dealsdien Volkes durch die Geschichte selbst bestätigt und bezeugt ist. Wir haben uns daher kein geringeres Ziel gesteckt, als m München die größte europäische Bibliothek zum Judenproblem zu begründen und wir wünschen, dem deutschen Volk und der Welt recht bald mit teilen zu können, daß diese führende kontinentale Faclilnhliotlick errichtet ist. Netten dieser bibliothekarischen Arbeit, die der Wissenschaft und dem täglichen Leben in gleicher Weise von Nutzen sein wird, steht die notwendige Aufgabe, alles wichtige archivalische Material, sei es in Staats- oder Frivalarchivcn, zu registrieren, wenn nötig, zu sammeln. Wir richten dabei unser besonderes Augenmerk auf die bedeutsamen politischen Akten des 19. und 20. Jahrhunderts, die den staatlichen Behörden und ihren Archiven entzogen, hzw. vorenthalten worden sind. Wir fragen nach, wenn das Haus Rothschild in der Lage ist, seine Archivbestände, die seit, über 150 Jahren in festverschlossenen Truhen schlummern, der Forschung zugänglich zu machen. Alle großen Staaten und Mächte Europas und der Welt, halten nicht solange wie die.se jüdische Finanzin acht das Geheimnis ihrer Archive gehütet, und den Völkern hat solche rechtzeitige Oeffnung der Archive immer noch zum Segen gereicht. Diese Hibliotheks- und Archivarbeit wird von einem Referentenstab getragen, den führende deutsche Fachgelehrte bilden weiden. Die Referate sind sachlich .־ungeteilt in folgende Gebiete: Staatsgeschichte, Wirtschaftsgeschichte, Rcchtsge schichte, Literatur- und Kunstgeschi( hie, Philosoph iegeschicht e, Religionsgeschichte, Rassenkünde, Talmud; und regional in die Gebiete: Osteuropa und Rußland, romanische Lander, angelsächsische Länder, Palästina. Zu dieser umfassenden Grundlegung der geschichtlichen Forachungcn auf dem Gebiet der Judenfrage läßt die Forschungsabteilung gleichzeitig eigene Forschungsunternehmungen treten, von denen wir die Erarbeitung einer historischen Statistik über die Judentaufen und Mischehen, vor allem in der Emanzipation«- epoebe der deutschen Ge-chiehte, hervorheiien wollen. Dieses Thema ist von grundlegender Bedeutung für die deutsche Vorgeschichte, fiir die internationale Religionswissenschaft, ■wie für die Rassenkünde.“ Pdldilina .iml Berlin IH 3SWISM A6SNCY FOR PALE1TIN& Berlin W15, Meinekestraße 10. Telefon: Sammel-Nummer J 1 (Bismarck) 9031. Gescliaftsverieilung Wir bringen nachfolgend die Oeschäftsverteilung des Palästina-Amtes Berlin noch einmal in Erinnerung. Sprechstunden: 1. Allgemeine Beratung, 2. Abteihing Handwerker-Alijah, 3. Passageabteilung, 4. Organisationsabteihing, 5. Abteilung für Veröffentlichungen. (I.—3. Montag bis Freitag von 9',2 bis 12 Uhr.) ü. Zertifikatsabteilung, Montag, Mittwoch und Donnerstag von 9(4 bis 12 Uhr, 7. Juristische Abteilung, 8. Wirtschaftsabteilung, nur nach vorheriger, schriftücher oder mündlicher rechtzeitiger Anmeldung, die durch das Sekretariat der betreffenden Abteilung bestätigt werden muß. 9. Hauptvertrauensarzt, Dienstag und Freitag von 12 bis 14 Uhr. Anschrift: Zentrale: Palästina-Amt, Berlin W15, Meinekestraße 10. Abteilung.(nicht persönlich adressieren). Telegramm-Adresse: Orghip Paiamt Berlin. Telephon: Sanimclnumnier J1, Bismarck 9031 '(von 8</j bis 20 Uhr), Nachtruf zu erfragen bei der Auskunft Postscheckkonto: Berlin 107 OS (bei Ueberweisnngen stets die zuständige Abteilung, Rechnung bzw. Anlaß der Zahlung angeben). Zuschriften: sind nicht an die jeweiligen Sachbearbeiter persönlich, sondern an die zuständigen Abteilungen zu richten, wobei Diktatzeichen, Datum und Betreff der Vorkorrespondenz anzugehen sind. Unkostenbeitrag: 1. Für mündliche Beratung in den Beratungsabteilungeil wird grundsätzlich eine Mindestgebühr von 1,— RM. erhoben. Die Gebühr für Spezial- Beratung (Juristische und Wirtschaftsabteilung) beträgt mindestens 3,— RM.; 2. für schriftliche Beratung gilt das gleiche. Es wird gebeten, den fälligen Unkostenbeitrag der Anfrage in Briefmarken beizufügen; 3. in Fällen nachweisbarer Mittellosigkeit kann die Gebühr ermäßigt oder erlassen werden. Arbeitsbereich Allgemeine Beratung: Lebens- und Arbeitsverhältniese in Palästina, Bertifsiunsdiichtung, einwanderungstechnische und alle sonstigen, nicht in die Spezialgebiete fallenden Fragen. Ausgabe von Zcrtifikatsantragsformuiaren. Beratung von Jugendlichen. Juristische Abteilung: Devisen-, Transfer- und Stcucrfragcn, Beschaffung von Zertifikaten und Visen für die Kategorie A I, Driiiglichkcitsbeseheinigungen, Touristenkreditscheine. Bearbeitung der dem Palästina-Amt itn Devisenerlaß vom 2. April 193<) angewiesenen Aufgaben. Wirtschaftsabteilung: Allgemeine Wirtschaft*- beratung, Beschaffung vort Zahlenmaterial und Expertisen für Neugründlingen und Anknüpfung von Handelsbeziehungen, Begutachtung von Niederlassungsprojekten für die Devisenbchörden. Zertifikats-Abteilung: Bearbeitung von Anträgen der Bewerber der Kategorie C (Arbeiterzertifikate). Die Ent- Scheidung über diese Anträge liegt bei der Palästina-Amtskommission. Abteilung Handwerker-Alijah: Beratung und Bearbeitung von Anträgen der Bewerber der Kategorie A III (Handwerker mit £P 250). Passage-Abteilung: Uebernahme sämtlicher Reiseformalitäten für Einwanderer der Kategorien B, C und D. (Schüler, angeforderte Eltern usw. und Chahizim.) Besorgung von ermäßigten Schiffskarten für alle Auswandererkategorien AI, A 111 und A1V) sowie Besorgung von ermäßigten Bahnkarten für Gruppenfahrten Berlin Leipzig—Triest. Finanzierung der bedürftigen Palästinawanderer (Reisezuschüsse). Abteilung für V eröffentlich ungen: Redaktion, Vertag und Vertrieb der Veröffentlichungen des Palästina- Amtes. Organisationsabteilung: Bearbeitung sämtlicher organisatorischen Angelegenheiten. Betreuung der Zweig- und Vertrauensstellen. Herausgabe der Infonnationsrundschreiben. Redaktion des ״Juristischen Informationsdienstes“. n.a.j.0, Fabrik Reitfedern P Gustav '13 R•« Pr!n7»ni11׳ll• 40 Ecke S#bastmnstr»8e FriRkfvrtor AllM 304 Wllnurtdorfw Itr. IM •nd«rBi״n*1ck»tr»0* ßettfedern * Betten *J n lette-ße tt wä sch^ •Stepp״. Dd u n Bettst<?llcn*Matra1zcnrPBA־KLAPP'Patent־Schlafmöbd

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