Mannheim
Compact Memory

Jüdische Rundschau · 1936-05-01 · Heft 35 (1.5.1936) · page 2

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
41 (1936)
Issue
Heft 35 (1.5.1936)
Date
1936-05-01
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/2651273-2653922-2653956--28707-2690201
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

5 entity mentions

Seife 2 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 35, T.T!936 wohnenden 10 000 Juden den Antrag stellte, daß die Polizei sie zu ihrem eigenen Schutze bewaffne. Weiterhin wurde verlangt, dafi die Regierungsbehörden aus Tulkerem in einen zentral gelegenen Ort innerhalb der jüdischen Kolonien überführt werden sollten, da die Juden (iefahren ausgeset/t seien, wenn sie vor den Behörden in Tulkerem erscheinen müllten. Die Araber sind verschiedentlich dazu Obergegangen, den Anschluß an den Generalstreik mit Gewalt zu erzwingen. So wurden in Haifa arabische Kaufleute von einer arabischen Menge gewaltsam dazu veranlaßt, ihre Läden zu schließen. Die Polizei sah sich gezwungen, einzuschreiten. Wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt wurden 19 Araber verhaftet und vor den Schnellrichter gebracht. Sie wurden sofort zu erheblichen Strafen verurteilt. In besonders intensiver Weise wird der von den Arabern verkündete Generalstreik in Jaffa durchgeführt. Der Streik hat den Hafenarbeitern, wie die arabische Presse meldet, bereits einen Lohnausfall von 2000 Pfund eingebracht. Es besteht die Möglichkeit, daß mehrere jüdische Geschäftshäuser in Tel-Awiw, und insbesondere Fabriken, schließen müssen, weil sie in Jaffa lagerndes Rohmaterial nicht verfügbar bekommen können. In Jerusalem wurde eine Anzahl arabischer Jugendlicher zu Züchtigungsstrafen verurteilt, weil sie arabische Geschäftsleute belästigt und versucht hatten, ihre Läden gewaltsam zu schließen. Der Streik wird in Jerusalem fortgesetzt, aber es hat den Anschein, als ob die Streikbewegung an Boden verliere. Auf dem Markt im jüdischen Viertel verkauften heute arabische Händler Lebensmittel an Juden. Der Distrikfskommissar Campbell in Jerusalem berief jüdische Kaufleute der Altstadt zu sich und forderte sie auf, ihre Läden wieder zu öffnen, die sie in den letzten Tagen geschlossen hatten. Er sicherte den Kaufieuten den erforderliehen polizeilichen Schutz zu, wenn sie seiner Aufforderung nachkammen wurden. Auf der anderen Seite hat die Polizei einer Anzahl jüdischer (icschäftsk'iite in der (legend zwischen Tel-Awiw und Jaffa, die ihre Läden wieder aufgemacht hatten, geraten, sie wieder zu schlichen, da die Lage eine Ocffnung noch nicht zuiasse. Bombenanschläge — Protest desWaad Leumi gegen Unterhauserklärung Jerusalem, 29. April, U Uhr. (JTA.) Die Lage in Palästina hat sich noch nicht konsolidiert. ln Nazareth wurden alle arabischen Führer der Streikbcwegung verhaftet.;Man macht sie für die gestrigen Vorfälle, bei denen vier englische Polizisten und ein Offizier schwer verletzt wurden, verantwortlich. ln J c r u s a 1 e m wurden drei Araber verhaftet, weil sie in jüdische Läden Stinkbomben geworfen hatten. ln Jaffa wurden von unbekannten Tätern am Mittwoch vier Bomben zur Explosion gebracht. Personen kamen dabei nicht zu Schaden, jedoch wurde eine jüdische Automobilwerk- Stätte vollkommen demoliert. Die Vorfälle der letzten Woche und insbesondere der von den Arabern verkündete Generalstreik?.eigen immer mehr ihre Auswirkungen auf das Wirtschaftsleben. Die Meinungsverschiedenhciten in arabischen Kreisen darüber, ob der Generalstreik für eine unbestimmte Zeit durchgeführt oder in den nächsten Tagen abgebrochen werden soll, gehen weiter. ln diesem Zusammenhang ist besonders bemerkenswert die Tatsache, daß heute in arabischen Kreisen sich eine Bewegung bemerkbar gemacht hat, die darauf abzielt, ein Moratorium für fällige Forderungen m erreichen. Begründet wird dieses Verlangen arabischer Kaufieute damit, daß sich durch die Durchführung dis Streikes entsprechend ungünstige Aus- Wirkungen auf dem Geld- und Kreditmarkt gezeigt haben. Auf der Eisenbahnstation in Tel-Awiw ist vorübergehend eine Zollstation eingerichtet worden. Sie soll von den jüdischen Firmen benutzt werden, die nicht iri der Lage sind, in Jaffa die erforderlichen Verzollungen vornehmen zu lassen. Am Mittwoch Vormittag ist nunmehr eine De legation des Waad Leumi beim liigli (lommissioncr Sir Arthur W a u c ho p e erschienen und überreichte ihm einen Protost gegen die E r k 1 a r 11 n g des Kol o!1 ienministers im Unterhaus am 21. April fs. ״Jikl. Rundschau" Nr, 34). ln der Protesterklärung wird zum Ausdruck gebracht, daß die Aeußerung des Kolonienministers die wirklichen Tatsacken falsch darstelle und geeignet sei, den falschen Eindruck zu erwecken, als sei sie gegen die Juden gerichtet. Die Abordnung verlangte vom High (lomrnissioner Sir Arthur Wauchope, daß er die Protesterklärung der englischen Regierung nach London übermittle, damit unverzüglich die Lrklärung des Kolonienministers entsprechend berichtigt werden könne. Vorkehrungen für die Levante-Messe Tel-Awiw, 20. April, 12 Uhr nachts. (JTA.) Die Regicrung hat besondere Sicherheifworkehrungen getroffen, um einen ungestörten Vi rlanf der L e v a 111 e - M e s s e zu gcwahrlei.stei!. Eine starke Polizeiwache und zahlreiche Detektive wurden auf dem (״•lande dar Messe stationiert. Wie es heißt, sollen die Araber henli-icluigen, anläßlich der Messe Deinemstrationen zu veranstalten. Neubauten im Tel-Awiwer Südbezirk Tel-Awiw, 28. April, (JTA.) ln Tel-Awiw fand eine Konferenz von Vertretern der aus Jaffa geflüchteten Juden, der Stadtverwaltung von Tel-Awiw׳ sowie jüdischer Organisationen statt. Von der Jewish Agency und dem Waad Leumi nahmen Miß Henrietta Szold, l:lieser Kaplan lind Elijahu Berligne teil. Es wurde beschlossen, mit dem Bau von!000 Häusern i rn Süddistrikt von Tel-Awiw zu beginnen und zu diesem Zwecke eine Aktion zur Aufbringung eines Fonds von einer Million Dollar einzuleiten. Die Häuser sollen für die Juden bestimmt sein, die in den von Juden und Arabern bewohnten Vierteln von Jaffa leben, und die am meisten unter den Unruhen in der vergangenen Woche gelitten haben. Der mit diesem Plan eingeleitete Umzug jüdischer Mensehen aus Jaffa nach Tel-Awiw wird durch Meldungen über eine zunehmende Konzentration jüdischer Geschäftshäuser in Tel-Awiw ergänzt. So hat die Firma Dizengoff (t Co. beschlossen, ihre Geschäfts- und Lagerräume von Jaffa nach Tel-Awiw zu verlegen, nachdem in der vergangenen Woche die Speicher der Firma von Arabern ausgeraubt worden sind. Zwischen den Wahlgängen Pariser Brief Von unserem Berichterstatter K. Paris, Ende April Die Kamm erwählen Die Ergebnisse des ersten Wahl ganges der Kamm e r w a h 1 e 11 lassen eine schwere Niederlage der wenigen Kandidaten erkennen, die unter der Parole des Antisemit i s m u s in den Kampf gezogen waren. In den meisten Wahlbezirken konnten die ,,französischen“ Kandidaten nur einige zehn oder bestenfalls einige hundert Stimmen auf sich vereinigen, so daß sie für die Stichwahl des nächsten Sonntages nicht mehr in Frage kommen. Föne gewisse antisemitische Bewegung war mir im Elsaß zu spüren, sowie vor allein in Algier, wo es bekanntlich zu einem blutigen Wahl- Zwischenfall kam. Auch dort sieht aber der antijüdische Kandidat (loston, der Herausgeber der ״Libre Parole“, einer in Paris erscheinenden antisemitischen Wochenschrift, an aussichtsloser Stelie. Immerhin ist es bemerkenswert, daß Costou infolge seiner radikal antisemitischen Haltung 1708 Stimmen erhalten konnte. Diese im diesjährigen Wahlkampf einzig dastehende hohe Zahl von antisemitischen Wählern in Nordafrika zeigt, daß dort die jüdische Frage ihre stärkste Zuspitzimg erhalten hat. Von bekannten Kandidaten jüdischer Herkunft wurden im ersten Wahlgang, der jedoch nur einen Bruchteil der Ergebnisse brachte, auf der Seite der Rechtsparteien Georges Mandel und auf der Linken der Sozialistenführer Leon Bi um wiedergewählt. Di« Synagoge an! dem Ozeandampfer Der französische Riesendampfer ״Normandie“ wird Anfang Mai seine erste diesjährige Ausfahrt antreten. im Winter fanden verschiedene Umbauten und Verbesserungsarbeiten auf dem Dampfer statt; u. a. wurde jetzt auch die Synagoge fertiggestcllt, die auf dem Dampfer eingerichtet worden ist. Das neue Bethaus weist 48 Sitzplätze auf. Decken und Türen des Raumes sind mit dem Davidsstern geschmückt. Die Schiffssynagoge besitzt eine jüdische Bibliothek, in der sich u. a. auch Werke moderner hebräischer Schriftsteller befinden. Die Synagoge steht unter der Aufsicht des Pariser Rabbiners L a n g c r, der ebenfalls die rituelle Küche auf der ״Normandie“ überwacht. Abfahri der Jagendalifah Dieser Tage ist eine zweite Gruppe der Jugendalijah', die sich aus etwa 30 Kindern zusammensetzt, von Paris aus nach Palästina abgegangen. Es handelt sich vor allem um Kinder von Auswanderern aus Deutschland. Die Kinder werden zum größten Teil in Nahalal untergebracht werden. Unter dem Vorsitz von Maitre Leonce B e r n h e i m ist jetzt in Paris eine Gruppe von französischsprechenden Zionisten geschaffen worden, die sich ״Groupemcnt Sioniste de France“ nennt. Die Bedeutung dieser neuen Gruppe liegt vor allein in ihrer Absicht, die zionistische Propaganda unter den französischcn Juden, die von der nationalen Bewegung bisher kaum erfaßt worden ist, durchzuführen. Demonstrationen in Jerusalem Jerusalem, 29. April, 12 Uhr nachts. (JTA.) In Jerusalem veranstalteten Araber vor den Regierungsgebäuden eine große Kundgebung. Es gelang der Polizei nicht ohne weiteres, die Demonstration aufzulösen. Sie war genötigt, eine blinde Salve abzufeuern, um die Massen dazu zu veranlassen, sich zu zerstreuen. Bei den in diesem Zusammenhänge sich ergebenden Zwischenfällen wurden 5 Polizisten und 14 Demonstranten verletzt. Die jüdischen Familien, die in den gemischt jüdischarabischen Vierteln von Jerusalem wohnen, wurden von der Polizei aufgefordert, ihre Häuser zu räumen und sich nach der Jeschiwa-Ez Chaim zu begeben. Der Stadtteil ist von der Polizei abgeriegelt worden und wird ebenso wie die Jeschiwa streng bewacht. Auch die Juden aus dem Musrara- Viertel verließen aus Furcht vor antijüdischen Ausschreitungen ihre Wohnhäuser und siedelten in die jüdischen Viertel der Stadt über. Unter den Arabern von Jerusalem ist die Erregung wiederum so groß geworden, daß die Juden bzw. die Polizei sich zu diesem Verhalten gezwungen sahen. Zum erstenmal seit sehr vielen Jahren ist nicht ein einziger Jude an der Klagemauer zu finden. An den vergangenen sieben Tagen wurde an der Klagemauer auch kein Minjan gemacht. Ein offizielles Comm11niqu15, das gegen Mitternacht herausgegeben wurde, stellt fest, daß ein Jude von zwei Arabern in den Straßen von Jerusalem leicht verwundet worden ist. Im übrigen teilt das Communiqud mit, daß neun Araber, darunter einer schwer, und sieben Polizisten bei den Demonstrationen in Jerusalem verwundet w׳orden seien. Die Araber sollen viele Schüsse auf die Polizei abgefeuert haben, und zwar insbesondere aus einem arabischen Cafö am Damaskus-Tor, so daß die Polizei gezwungen gewesen sei, das Feuer zu erwidern. Die Verschärfung der Situation hat sich auch auf Haifa ausgewirkt, in den Vierteln der Stadt, in denen Araber und Juden gemischt leben, haben die Juden ihre Geschäfte und Fabriken geschlossen. Man erwartet, daß auch der Verkehr zwischen Jerusalem, Jaffa und Haifa stillgelegt werden wird. In Jaffa w׳urde am Mittwoch abend von arabischen Agitatoren das Gerücht verbreitet, die Juden würden am Donnerstag die Moschee anzünden. Es sammelte sich sofort eine erregte Menge an. Die Polizei mußte wiederholt eingreifen, ehe es ihr gelang, größere Zwischenfälle zu verhüten. Die Brandstiftungen häufen sich erneut. Insbesondere im Emek sind viele Brände gelegt worden. In der Kolonie Balfourla sind 25 Dunam Wald niedergebrannt; außerdem wurde die Ernte auf Feldern zerstört Zwei Araber wurden verhaftet. In der Kolonie Tel Jossef wurden 350 Bäume von unbekannten Tätern ausgerodet und mutwillig zerstört. In Haifa wurden vier Bomben zur Explosion gebracht. In diesem Zusammenhänge wurden drei Araber verhaftet. Sichen Araber wurden unter dem Verdacht in Haft genommen, auf die Eisenbahnstation in Jaffa einen Bombenanschlag verübt zu hallen. Bei zwei von ihnen fand man Explosivstoffe. Der Generalstreik scheint sich auszudehnen. Die Bemühungen des Streikkomitees waren in den letzten Tagen insbesondere darauf gerichtet, die Hafenarbeiter von Haifa dazu zu bewegen, der Streikparole zu folgen. Man wollte, nachdem der Streik im Hafen von Jaffa durchgeführt wird, auch den Hafen von Haifa in Anbetracht der Levante-Messe stillegen. Es gelang dem arabischen Streikkomitee auch, etwa hundert Hafenarbeiter dazu zu bewegen, ihre Arbeit niederzulegen. Zwei arabische Kaufieute aus Haifa wurden von Arabern durch Messerstiche verwundet, weil sie nicht am Streik teilnehmen wollten. Drei arabische Lastzüge, die mit Gemüse beladen waren, wurden von Arabern bei Kalkilia aufgehalten. Es kam zu einem Zusammenstoß, wobei ein Araber getötet wurde. Ein Lastzug wurde niedergebrannt. Hauptschriftleiter: Dr. Robert W e 11 s c h, Berlin - Charlottenburg 9 (auch verantwortlich für die Aufnahme von Bildern). Stellvertreter: Kurt Loewcnstein. Berlin W 15. Anzxigcnleiter und verantwortlieh für den Inhalt der Anzeigen: Hermann F i n n, Berlin W15. ('■uitig Anzeigen - f’rdsliste 5 vom 1. April 1S38. Verlag und Anzcigerircrwaltung: Jüdische Rundschau, Berlin W 15. Meinrkestr. 10. D.-A. März 37 811. — Druck: Siegfried Scholern, Bln.-Schönebcrg. Die Lage am Donnerstagvormittag Jerusalem, 30. April, 14 Uhr. (JTA.) Der Donnerstagvormittag ging ohne bemerkenswerte Zwischenfälle in Jerusalem vorüber, ln der Altstadt, die von Polizei außerordentlich sorgfältig gesichert ist, verhinderten arabische Streikposten, daß die Läden arabischer Kaufieute geöffnet werden. In Jaffa wurden zwei Araber von ihren Landsleuten durch Messerstiche verletzt, weil sie versuchen wollten, Ihre Läden zu öffnen. Sie wurden in das Regierungskrankenhaus eingeliefert. Entschädigungsforderungen an die Regierung Tel-Awiw, 26. April. (JTA.) Die Stadtverwaltung von Tel-Awiw registriert fortlaufend all die Schäden und Verluste an Leben, Gesundheit und Eigentum, die Juden im Verlaufe der Unruhen erlitten haben. Nach Feststellung des eingetretenen Schadens sollen Schritte unternommen werden, um die Regierung zu veranlassen, daß sie die jüdischen Opfer der Unruhen entschädigt. Der arabische Standpunkt Der Korrespondent der Londoner ״T i m e s“ berichtet seinem Blatte in einem am 29. April abgedruckten Tele?• f‘ mener Beobachter äußerte heute die Meinung, daß die Bewegung noch nicht ihren Höhepunkt erreicht hat, und es ist klar, daß hinter den Streikenden ein beträchtücher Druck der öffentlichen Stimmung steht. Gebildete Araber, sogar solche der gemäßigten Riehtung, fühlen sich verzweifelt über die Lage ihres Volkes unter der gegenwärtigen Politik der Regierung, und viele von ihnen sehen in Streiks, Boykott und gewalttätigen Demonstrationen das einzige Mittel, der britischen Regierung und britischen Ocffcntlichkeit ihre Gefühle zur Kenntnis zu bringen.“ Das Echo in Amerika In New York wurde ein Komitee eingesetzt, in dem alle zionistischen Richtungen vertreten sind. Es soll den Zweck haben, eine amerikanisch - jüdisciie Unter- Stützungsaktion für das jüdische Palästina zu organisieren. Das Komitee hat seinerseits eine Unterkommission eingesetzt, das die Aufgabe haben wird, die Lage in Palästina zu verfolgen und die" Verbindung mit der Exekutive der Jewish Agency herzustellcn. Rabbi Stephen S. Wise hat bekanntgegeben, daß der United Palestine Appeal 100 000 Dollar nach Palästina überwiesen hat, die als Ausdruck der Sympathie und der Ermutigung für den Jischuw gehen sollen. Am 28. fand eine Massenversammlung in New׳ York statt, in der Stephen S. Wise, Morris Rothenberg, Louis L1 p s k y und Chaim Greenberg sprachen. Montreal, 21. April. (JTA.) Der Gencralgouvenicur von Kanada, Lord Tweedsmuir, richtete an den Nationalrat der Zionistischen Vereinigung Kanadas eine Begrüßungsbotschaft, in der es heißt, daß eine arabisch-jüdische Zusammenarbeit die einzige Lösung der gegenwärtigen Schwierigkeiten in Palästina sei. Lord Tweedsmuir unterstreicht die Wichtigkeit des Zionismus für die Frage der Auswanderung und für Großbritannien. Angesichts der Tatsache, daß er als Generaigotiverncur sich nicht mit Parteipolitik befasse, erklärte Lord Tweedsmuir, der Zionismus sei nicht eine Frage der Parteipolitik, sondern eine heilige Verpflichtung des Empire. Ein starkes und zufriedenes Palästina werde für das Empire von unschätzbarem Wert sein. * Der Board ot Deputies of British Jews nahm eine Entschließung zu den Ereignissen in Palästina an, in der gesagt wird, daß die Juden in der ganzen Welt mit tiefer Trauer von den Unruhen in Palästina Kenntnis genommen haben. Die Erklärung des Kolonienministers, daß die Regierung sich von ihrer Politik nicht durch Drohungen oder Unruhen abbringen lassen und Gesetz und Ordnung im Lande wiederhersteiien werde, wird begrüßt. (Weitere Berichte aut Seite H) Sachgemäße u. schleunige Durchführung Ihrer J| (J S W ÄNDERUNG Repräsentanzen In PalBstlnai , ״ . n __ . . HAIFA: Herbert Aachner, 27. Hm1.tr. AmtSgef.־Rat a. D. Dr. ASCtlllGr Jerusalem: A?kt s°j?Haiibronner Bank Ltd. Oberreg.•Rat a. D. R. Kempner •״"" w1'• ׳״״.» ■ ו* a» «>'׳•16 •״ 3<-.׳,-oi» TBL-AVIV: ■«:1 jvi• vw ■ mars! io, •-׳utaivii Street, F.&e Ben Jenoda Road Transfer-Projekte / Vermfigens-Llquldatlonen / Anlageberatung nach Palästina und anderen Ländern Eigene Repräsentanzen in Italien Repräsentanz In Südamerika 1 Dr. Kurt Sonar*■ ®•o Paulo Praca MardAal Deodoro 11

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.