Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 41 (1936)
- Issue
- Heft 32 (21.4.1936)
- Date
- 1936-04-21
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seite JODISCHE RUNDSCHAU Nr. 32, 21. ff. 1W4 Aus dem Reich Von unseren Berichterstattern Bayreuth. Am 28. Mars sprach Hans C a p e 11, Nürnberg, (iber ״Palästina im Aulbau — Frj.mhmNse einer Rebe“. Anschließend leigt* Manlre'l b i i b e r s c h in i U 1, Hayuuih, die neueste Palästina-MonaUsrliau. IX r Yoru-iucndc de! Gemeinde, JuAizrat Klein, srhloö den Abend mit der Auiiordeiung an die GetneindemügUeder, sich sn der KKL-Sammiung zu PF'uch zu iHrteiligen. Breslau, Das j ü d i s e h c R e 1 o r rn ־ K e a S g y in n a s i u m und die ihm angeglietletie VolkbM'huh am Klk<!i״t*fphM2 halten zum Abschluß dvi, Stimljyhie» eine Auv-Uilung von ZHuIh m. Werk- und Naclelarhciu n der Schulkinder vmanslalfct. Dut Imhrplau gestattet nebelt dem Zeiclu‘m1nu־muht ^•wk■ <!«•!! 1 i judarlx-HssUinden hir Mad. lu1!׳ auch eine ]ku-ufmftigung mit Ts-hilaf i, Ha-itln. Metall- Handwerk und ähnli־׳hcm. Au h i;mc!ha!b du -er Facher wird die Kr■ liehyng der Kinder zum Judemum mb bvwmdufur S!ugsalt geiurdert. Die ])amu. Hungen zeigen häul'ig rul!׳׳:״M׳ Motive u ler sind dem Lehen raiasiimu eninoumiem D.h Winu-r-eim■ ■ler der VurberviuiJi^kur*•!: für palast inende die I .eh1cr״un! i;!;u u ־h!«י (S mit י m dg! eichen Prth ungen in der! erlnrderli׳ hen I >F/ij»!im׳u. Im y. u’-uig m-n Semester hielten Dozent Dr. I.uv.kww iu, Sp׳.u huhm kizrmn, Pr. Wd!v Holm *uw ie die Rabbiner Di. t’ihü■ h. D. /.;■ ,det und Dr. Geld \ ork-^ungen und Gedungen. — Das Judi-hr K! :•■!!;! R. .dg' mnadum l K. veranstaltete am }knie des. ,S> hui; ab ז t-a tim A u - 1 .׳זי in n״ um A׳U. iten aus dem Zen hen-, Nade!dh ׳e!' -■ und \V■ ־' u:!!; r! :.!, d! ■•hm Ihhail der zahlreichen Jhu-u■ her!■!׳:<! .1: ׳!!ח■ d?׳i p׳d ■■ h. n “schul-n in ihrdati beendeten du* ,^־d 1 ru 110 j r t *.:י d׳׳i uh•;::.;!: n l'h m in denen sie gfirermt!!<־׳, >v. t!י! :־ ■ u .;,d! ■1■ ,;ן:.,;i-!,-• um! l! cm« b . >rauhl:che Aultuhru: 1.'i׳n Zmgo n. In ,um A׳. j u! b tut׳^ ׳>.!< ,"׳'imd-dtcr. Direk '< u 1)1, A ln, ud ■ n n u R. v h : t uni IG Lf! - r Gelb* Che nt cid, bt\>undv־* di• -u!iu;u:. : .h:■«־ h•!■!.!!4• hc S• imluitg. F. G, N. DCRseldorf. Am 2. As׳!d v<n .m-nd!-tr d. zm,; r!-1;.c U; n-;>1 Uj ׳; a: uir: Gein•). 1־ hunil-.u'1 >u;!;> in dm!s\11.;_m׳_n׳. K.,!>׳!!:־! in. <> r u!1 c w a 1 d, Mannb-un, ^j-rac!! ui mm־ da-, I ,mim .J!nK .:.!•׳ A-uiiau“. Die Au •tu1 M.imu U hi |U I! ' ,r Ihm t l i ,e: 1 -,1,l'l,׳ i; ln!1 il'ii k. 1 ־ ־־ Gib l'm-t 1 1■ יי!er Ihr ■likum m,, hudm b-k..iu.יי!.«! ־ mit der M.hh׳! 1׳m*r Simmiii b mmv i.!i::;; ־;; 1 ׳־ . : - j nm: ן - h Sie ml rem Ihn nn'h:' \!m nummh■, ,rn h.n ,■׳ um d!e .dies aus־ würdig *mg•; -!-!3 ־ wemi <׳ ■־ h u ־! mu d 1 ״ m n a< h:g׳ - l'mgramrn 11 u r;!!eh . <|.ין \->u M .1! זk; 1 .«n ,■n.y u ־ ln• u { ,! y 1 uu ■1■ >-m< m• fhan- חסל, Am 1; vm! Mm:;:!1'־■■, Nu •.ui. \־un ■.;ml 1«>!1. Simmd luiut, ־— Zwi kmdur■ h Miiid'en Aii-e Fiitm.msi! und (1. Neumann* Brünn (J )im-chhזי p du- 1 I ,m du•\,m.r m:,c!t lur 2 Klaviere von Brahnm. Olciw iu. Beim 1׳!■ernahend th: I ml,-, hm! ''!hule imrtc man 11. a. pulii&tinensnirhe Kn.icfi.vdm u.!< 1 ih.iA,- ,,\n du Su.welle de^ Ikthllsmtdfa-,ch*־. Der \• m K:.,i.«mn• u..d Muendot miwie vom h)rehester vofgeträgem־ l’-aim 115 /.■ igtc Wnh 1• i e 1 s c h e r über seine Tätigkeit als S.!,ulj, :■ rr hnmu-, .1!י mudh.d; r.ben Grziclter. — In der ZUG. sprach Kn h K •-! p p um 25• Mutz über seine Eindrücke vom ״Alltag in imez DraG". üöttingen. Am 25. Ket-ruu r huishtete in der Z< X h Max Weiner, Hannover, qlx-r den lieh gtertmuag. Am 11. Marz sprach Hans S c i d c 11 b c i g, Ka-.st‘I, über Tel Ghaj und am 25. Marz Max M- Hahn über ,,‘/.imuamu^ - tier Aut•■'* leg enter Utopie**. Zu einer imposanten Kundgebung iur die /dom י )!gmdmbon und den KKU gestaltete sit'h die Vurlulnung des KK l! .ichti did't leilens ״Die arhutende I׳’rau in Idez j■-.!׳.u.d־*, zu wel׳Ter der Dt arlkmehe Frauenverein die Gemeinde geduden hm. Kuhn. Dr. O * t | e i d iorderte in £V1׳Uvm }•Ima.ijntmg-v.nn־jg aut, lur den KKU zu arUdten und sieh der Zion. Oigauma'iou .•׳mu-־׳־hli1'tH׳n. Ihm Idlm begleitete Trude R o -> v n! h a! - K a t z■ I he \hud1/.<־n׳le Idau Sidma Katz schloß mit einem wannen Appell mr dt n /ionismUi.. Göppingen. An5 .־. AjuÜ eurde der Ihd.mumnikn auigelubrt. Rabb. Dr. Tänzer &p!a«h emltrendc W ־r't:, Dr. Hei ent, Beilin, hielt eine An.g־raGit*. Herne■ Die / :< k t tn11 .4 jsi־. A׳t־n! Ihrt-r! I. ^('iHiiun^-kurs über MV <■״ Und )1 , il׳ 1. u i;■ \\ p.־u1.d. K-. >ןir.u'ii Br. Isi 1 ,■ u c r , t ז i n 1.; ■ : .. 1 1 - H ’ -4 tim» Xio־1״>;! 1■ ■ ' Ku'yU׳ u <־;• Jij -!ן u ■. ihr ■׳ A ־. 1 . u . t\ V 1!; u . ■ u i׳• :׳ ׳ t“ 2! 3 : F |!r im Si'7U:U.; 1»,.-.־ ler - ■ Am U.?•j>? u;1 Df, X cu - b 0 t y t r,!1־: v■ 1 ■' ■ ־ ., ■ u :.; . u■ .. /■; u n m,h l'.il.i -!Ina und ÜHAUIf S1 1111 ז: Gähne zum״; F: .ר-., uu 1 ' tum!:■■■ Humborn■ An 1 6, M.sfz .;u mh hu , X . n h u r o u r über da« Thema: .,ZtonU ־bl ויל!' Sim.ti. m ht u! An ׳Atu j!rin. .ihr:,dun rtf<1:unc 6, K « 11 huf .,Fa. t Fr .,h An. 3 M.mz «ab Her VVeilner cm, ih;m.• J..; ,m -:p;m u d.mlop1 lim K o i 1• m s n n 01.01 lh׳m׳ .Go m. o K K! . i ): ז A־׳׳;:,d 's mde txcsr hlo.men rmt der \0!,;:,:1ן.ין.: d: l\h.l. 10;; ‘; ■;. - durGt Herrn G. Raulinan dir FtG umm! o;cd; S. K , •ס■!!, Landau Im Kuh ui: ׳und a1 i- .!׳ n- ־1 ־־' t c u -.1 »■ n t h a 1 ־ W a g - halt«׳/ ,,j’-un'r Fi! ■irr au, ahm Wh d" mit geW -m h.n-'lg. Leipzig. In der V! li-iGucg der G« m־!:!deva iticUmg v>>m 30. Marz *crab«! hiedetc *,i■. h Dn 1 ritz F o e l; 1!:סי!! ־:. dm in Km/«■ na. h Krez Lr.m 1 gebt, v: m;,-.mm; Mi'aF-u'־ o! in d׳׳r (immd, y! dm er ul* \< 2;: ׳./ .׳( 1 י;;-ח^זי.יז d.u SdoF.u -׳!! vumh.! im!׳e. Fr kgte dar, wie er 4m!» 'h׳ocu.h! lnd>e; uuי m:n•! S.'i/.dc rar jad״n eine wahrhaft jmlrmhe S, Gu 1 ׳׳ zu machen, die in der T-ge ist, die SchuRr mit judUchrm IkwußtsGri und m1׳־z auf ihr Ju*h־ntum zu erfüllen, und daß ihn» bei *eituen BestrG«־n nchmm der (,lemcimle- Verwaltung *teU Vm.Uaiidni* mitgcg׳ ngidoa־ ht wordem i-t. 'hursteher Goldfechmld! dankte denn Tu idenden Vorst-irGsknllcgm iur alKi־, wa» er hir die Gemeinde geleistet hat. Ihe.׳,cm Dank schlosse11־ #ich für die liberale Ktakhort Dr. Conrad (ioidschrnidt und für die orthodoxe Fraktion Gemeindeverordnuer li a d t an. Pegnitz. Am 7. Marz fand eine i'u! im-Feier statt. Am 9. März sprach Dr. Schlobherg über ״Hüte dumh Aufbau". Den Ab- Schluß der Wcrbeveran aaltungmi biUUte dne VutUiUrang des Films »,Land der Verheißung“ am 22. M־trz. Ks bpraeljen für die ZOG. Herr Her*, für di« Gemeinde und den Ketcn Kajessod Dr. Seheyer und Asstmsor Georg J o e I, Bredau, Hebräische Gesänge umer Leitung von Frl. Lilly h i e b r e c h t, Liegniu, umrahmten die Vorführung. Mannheim. In tler Haujdsynagogc brachte der ״L i e d e r k r a ת z" Handel* Oratoiium ״.Saul" zur Authdmmg. Kapellmmkter Sinzheim er hatte die Ik.arUuiung (.'hry^amiers durch Striche stark Itonzentrierl, Mau erlebte du!eh Hiunnmn S c h e v einen ülxuragcnd gesungenen Saul, der in Paula Sa|omon {LindUrg) mit ilirem beseelten David eine w«inüge IHr'nerin hatte. Kmmv Lußhcimer־ e § e p h sang eine Michal voll Reim• und Kultur. Ausdrucksvoll fax L i p m a n n s Jonathan, rhaiak! m 14 jm h die licu־ von IGiflor von Frau VV e i 1 - L1 k, die nur noch m.-hr Resonanz der Tiefe hatte haben dürfen. Gleich dem prächtig klingenden Orchester der Inunjingrdalgeniemv/haft und dem sein Bestes gebenden gemischten Chor trugen auch Lotte II o n 1 g ־ W o r m s als eini'uhlendc, kultivierte Ria ת Ut in und Werner Frank (Orgel) zum starkem Kindruck dieser AüFulmmg bei. — Ihm Hehrhaus beendete sein Wintersemester mit einer Srhlußfcier, bei der man u. a׳ zwei Stücke aus Hugo Adlers Chorwerk ״Schirali Ghaviamluh" horte. Frl. l.anrUh, Sclma Weil- Klk und Max L i ין m a n n waten thr: Solisten, unterstützt von den übrigen Mifglidlern <k& Dupj^lguartetG des Syna^jgenchor« unter Leitung ממי Kapellmeister Siiikeimei mit Josef Le? i am Flügel Prof. Dr, Billighefmtr «I*»״ w*mmenfaate11de» Bvrtcht. Mönchen, Der Keren Ilajcasod hatte einen Kreis geladener GHste zur lang erwarteten Erstaufführung de^ Tonfilms; ״Land der Vcrheißuug“ in den großer! Münchener Museumssaal gebeten.^ Nach Improvisationen für Klavier von Herrn Kapellmeister Josef Z 1 e g - ler ergriff Dr, Kranz Meyer (Berlin) das Wort z«r Krdffnungs׳ ansprache, Der Film hiiUcrließ einen starken Eindruck. ~ Der Kulturbund München nahm »eine Tätigkeit mit xwei Svnagttgenkonxerten jiuf» W ill!el1n G u t t in & 1! n brachte klassische Lieder/ Begleiter war Ludwig Griinbaun!, NürnUrg. — Unge* trübter Genuß war das Gastspiel des Leipziger ״Mendelssohn-Trios“, Die ITmGun Holla Chitrik im Verein mit Schwarz (Violine) und Blumenfeld (Violoncello) ließen den Wunsch auf baldiges W ictlcrhürcn entstehen. Nordhatisen. Pie Koloratursängerin Kls« Berkowit, und Gerhard llerkowitü, Hannover, gaben ein Konzen mit Werken jüdischer Komponisten. Oels. Nach Bestätigung der neuen Statuten fand«! die Vorstandswuhjen der Gemeinde statt Der bisherige Vorsitzende M. Appel wurde wiedi! gewählt, Neugewählt wurden die Herren Herbert Ticbauer, Friedrich Friedlander, Alfons Cohn, zu Stellvertretern Dr. Oabriel und Julius Ncumann. —- Am 17• März fand ein Geimindeaber.d statt. Prof. Dr, Alfred Grotte, Breslau, hielt einen Von tag über ״Umwandlung von Synagogen und Kirchen besonders in Schlesien“. Annle L a n d , b 8 r g, Breslau, gestaltete den musikatischen Teil. Ollenbach a. M. Arn 26. Mär* veranstaltete die Jüdische Bezirksschule ihren Kltcrn-Abend. Mit iitm war eine Ausstellung der Schülerarbeiten ln Handarbeit, Kochen, Werk- und Zeichenunterricht ver- Immien. Die ausgestellten Arbeiten, imbesondere die Kuitgegenstände, fanden allgemeine Anerkennung. Oppaln. Am 23, Februar wurd« der Palästina-Tonfilm vorgeführt. IC, »prachen Rabb. Dr. Klraehbarg, Oppeln, und Dr, Joel, Breslau. — Am 17. Mär* fand eine Veranntaltung der Wi»o •tatt, in welcher Dr. Joel, Breilau, einen Vortrag Uber ״Welthilfe — Seihethilf«“ hielt. 1u11t111!t11t11111t1111t11t1111111t11HH1111H11111nH11tn1nn1mN1111mn111tm1nn)n11Hmmt1mnmH1UH1n1tNHH1111111tN11111tH1nH1 McU*Uh Heäety: Jäfrd&-JluHcUcUau tUMiiuiiitttitiiiiiiiiiiiiiiiiiiitiitiiiiiitHiiiiiiniiiiHuiimmmtiiiiiititttiiiiiiiiiiiiiiiiiimiitiiiiiHifiifHiiiitmiiHinHitimiitiiiMn Paderborn, Am 18. Mär* «prach Dr. Neuberger, Diiiaeldorf, im Rahmen einer Werirckundgclvung über da• Thema 1 ,,Urtier Kampf um Volk und Land — Da* Werk de* Zbnhmui“, Antchlteßend wurde eine ZOG. gegründet. Pirmaien». Ifoatrice Freudenthal• Waghalter wurde im Kulutrliund stürmisch gefeiert. Ratiber. Zur Einleitung der K. H.■Aktion fand am 28. Februar die Aufführuttg des Films ,.!.and der Verheißung“ statt. Dr. J a r o » c h, Magdeburg, gab ein Bild von der Arbeit des K. II, und *einen Aufgaben- Recklinghausen. Die ZOO. veranstaltete eine Kundgebung, bei der Georg Gutii tu a n n tit,er das Thema ״ifoser Kampf um Volk und Land — das Werk des Zionismus in Palästina“ sprach. Regensburg. Im Rahmen des .,Monats der Zionistischen Organisation“ sprach am 29. Februar Dr. Hans Capell, Nürnberg, über ״Die Leistungen des Zionismus für das Judentum in Deutschland“. — In ca.!4 Tagen veranstaltet die Or1sgr!1p1>e in zweiwöchigem Turnus Bibolkurse unter Leitung von ()Iterlehrer M, Sonn, ־— Am 14. M ■rr sprach in der zionistischen Ortsgruppe Dr. Hans Friedenthai, Beilin, über das Thema: ,.Unser Kampf um Volk und Land“. Alle Besucher waren stark beeindruckt; die Veranstaltung brachte *ab)- reiche neue Mitglieder. Remscheid. Vor der ZOG, und einem Kreit geladener Gäste sprach Dr. Neuberger, Düsseldorf, über ״Deutsche* Judentum — Zie.nistiscite Organisation“. Rostock. Im Kulturbund sang Mas Untermayer (Rnymer) mit grobem Erfolg Linier und Arien. Margot. Kosten, Rostock, begleitete sicher und verständnisvoll. -׳- Dr. F 1 e י e h. Hamburg. br.״chlc am 11. und 12. Mär* die ZOG. und sprach in einem kleineren zionistischen Kreis über die nächsten Aufgal um un-erer Bewegung. Am zweiten Tage fand eitle gut besuchte Kundgebung für die Gemeinde statt, aut der Dr. Fiosch die Bedeutung ׳ler *ionb.ti-.1hen Bewegung in unserer Zeit und ihren Kampf um jüdisches Volk und Land schilderte. Schweinfurt. Nachdem im Januar Dr. Schlnßbcrg die Arbeit der ZOG. sehr erfolgreich eingeliitet hatte, konnte sich die zionistische Idee bereits erfreulich durchsetzen. Allwöchentlich finden Ilcmmachmittage und -abende statt, in denen eine Schulung der Jugendgruppen erfolgt. — Am 12. Marz sprach Dr. Friedenthal ülrer ״Hilfe durch Aufbau — die Antwort des Zionismus“. Schweidnitz. Am 14. Miir* hielt Dr. Seiiloßberg, Berlin, einen Vortrag über ״Hilfe und Aufbau — die Antwort des Zionismus“. Schwerin. Im Kulturbund Mocklonburg-Sehweiln sang Max Untermayer (Ruyincr) Lieder und Arien. Reicher Beifall. Soest• Am 15. März hielt Dr. Neilhergcr, Düsseldorf, einen Vortrag Uber ,,Unser Kampf um Volk und Land — da; Aufbauwerk des Zionismus in Palästina“, der mit großem Beifall aufgenommen wurde. Ankündigungen Düsseldorf! Mlsrarhi-Ortag nippe. Abschluß der WinteraHjeit: a»?6. April bei IlolUmier, Graf-Adolf.f-iir. 55, Schulungsabend; Herr Kanarek sprüht über: ״Die Geschichte der zionistischen Bewegung“, anschließend filier dort gese'resttenen Zioni-mus. Beginn 20.30 Uhr. — Frankfurt! Jitdu! lies in hrhstt». Im Mai!«■ginnen folgende Vorlesungen und Arbei!sgemctus< haben; am 4, Mai, Westendsynagoge, Leibouit*: Sprachliche und stilistische Gehungert im ilcbriiisch für Fortgcschrittene. 19.30 Uhr; Werner: FranzosU-he Ag., 20.30 Uhr; Leerbach- Straße 14, Snlomon: Der Stil der Musik um die Jahrhundertwende, 19 Uhr; Bockenheimer Land.str. 23. Neohaus: Mischna Sanhedrin, 20.30 Uhr! llermeswcg 7, KtttiUHOwic»! Gnrmllagert und Traxls der Jugend Wohlfahrt *pflege, 17 Uhr! Mcvcf: J’sy! fiopstlmlogie des Kimlcsaltera, 18.30 Uhr; Mer*ha>'h; Neurosen de■ Kitule■, 20.80 Uhr, Am 8. Mai: Westemhynagogc, Salti «ärgert Jüdische Sagen und Märchf>n, 20 Uhr; I.emlei Hcbräfeche Teilungen hir Anfänger, 80.30 dir; HaupUynagoge, F.psteim Di# Lag# der Juden in der Welt, 18.30 Uhr; Unteriiivdau gl, Jlorovit*: Mairnonide», 18.30 Uhr. Am d. Mai; Westemisvnogngc, Itulaer: Der Cliassidistmts. 80 Uhr; Phiianthropin, Weil: Cltemie cies täglichen Lebens. Am 7. Mai: WcstemLynnßogc, Strauß: Bilwllesen, 19 Uhr! Strauß! Pltiknopltie, 80.80 Uhrt Werner 1 Kng- U*ch* Ag20 ״,JO Uhr. — Stettin 1 ZOG. Am 25. April, 20.30 Uhr, Priedrich-Karl-Str. 3. Mitglied»• Versammlung, Vorttag Dr- Georg Jusepluhal, Berlin: ״Ftttitim in (tat Kaute?“ Kämpferischer Zionismus Von Dr. W i 11 y C o h n, Breslau Dl« nachfolgenden Zeilen wollen ah Beitrag gar ideologischen Diskussion Innerhalb des Zionismus gewertet werden. Obwohl wir glauben, daß sich noch andere Gesichtspunkto bei Betrachtung des jetzt im jüdischen Volk vor sich gehenden Wandlungsprozeases heranziehen lassen, scheint uns doch die vom Verfasser vorgetragene Anschauung des ernsten Durehdenhens wert. Red. Den älteren Zionisten hat es in den letzten Jahren oft geschmerzt, daß es den Anschein hat, als ob der Zionismus mit dem Augenblick seiner Erfüllung an Stoßkraft eingebüßt hatte. Eine Bewegung, wie die zionistische, die im Kampfe gegen die Trägheit derjenigen Juden, die nicht denken wallteil, groß geworden ist, kann nur bestehen, wenn sie sich die Kräfte erhält, die sie hervorgebracht haben. (Jerade in die- •en Tagen, wo man Herzls ״Judenstaat“, der vor 40 Jahren erschienen ist, wieder zur Hand genommen hat, kommt einem da* zu rechtem Bewußtsein. Wenn der Zionismus heute, wo er eine große Organiaatlon mit einem erheblichen Apparat geworden ist, diesen Geist jemals verleugnen sollte, würde er gerade diejenigen Menschen verlieren bzw. nicht gewinnen können, aut die letztlich alles ankommt. Der Geist der Chaluziuth muß auch die packen, die im wörtlichen Sinne persönlich, vielleicht, weil sie zu alt sind, nicht mehr Chaluz, d. h. Arbeit»- planier, werden können. Wenn viele Menschen über Zionismus in den letzten Jahren sprachen, so meinten sie gar flicht ZS0־ niamus, sie meinten Transfer, ihnen lag vor allem daran, ihr Geld nach Palästina zu bekommen. Gewiß, wir unterschätzen nicht, welche Bedeutung der Kapitalimport für ein im Aufbau begriffenes Land darstellt; wir wissen, daß im besonderen ältere Menschen ohne den Rückhalt an einem gewissen Besitz — und die £ 1000 sind ja bekanntlich nur eine bescheidene Basis — drüben nicht existieren können. Aber als wesentlichere Mitgabe auf die Reise über das Meer muß dieser Geist sein, der davon ausgeht, daß der Träger des Kapitals, daß der Oleli dem Lande etwas zu bringen hat, nicht daß das Land für ihn da ist. Vielen Juden in Deutschland schien es als das Wesent» liebste, daß man möglichst viele Menschen in möglichst kurzer Zeit hinüber brächte. Aber Palästina darf und soll kein Zufluchtsort für Juden sein. Der ältere Zionist war stets der Meinung — und das war ja auch die Meinung der jun* gen Menschen, die schon vor dem Umbruch unter Ucber• Windung aller Schwierigkeiten des Herkommens ttsw. sich dem chaluzischen Gedanken weihten -- daß Erez Israel eine endgültige Lösung der Judenfrage zu bedeuten habe. Wir wollten und wollen nicht eine neue Galuth im alten Lande. Es erscheint mir jetzt klar und deutlich die Stunde der Trennung gekommen zu sein. Gewiß, Herzl hat gesagt, wir sind ein Voll;. Wenn es aber nicht geht, daß wir ein Volk sind, dann müssen wir zwei Völker bleiben. Das eine will die Erlösung vom Fluche des ewigen Wanderns, will auch die Erlösung von den Berufen, die seit 1500 Jahren immer wieder zu erneuten Vertreibungen der Juden führten- Das war die Meinung eines Trunipeldors, als er den Chaluz schuf, daß der Jude wieder Bauer werden müßte. Die Men• sehen, die sich dieser Idee weihten, wollten ein neues Juden• Volk im alten Lande. Das andere Judentum aber wird vielleicht heute den bequemeren Weg gehen. Es wird auf den Flügeln noch so gut gemeinter Hilfe von außen her wiederum nach anderen Ländern ziehen, um möglichst in der gleichen Berufsschichtung zu bleiben mit dem Erfolg, daß es die Judenfrage aufs neue um die Erde trägt, Es ist die kritischcte Stunde der jüdischen Geschichte gekommen, deswegen die kritischste, weil sie an jeden einzelnen Juden die Frage richtet, ob er für sich oder für seine Kinder etwas Endgültiges will oder mit einer provisorischen Lösung zufrieden ist. Es ist furchtbar schwer, nachdem unser Volk nun einmal, wahrscheinlich nicht freiwillig, seit 1 >/8 Jahrtausenden den anderen Weg gegangen ist, nun den neuen zu suchen. Es geht aber, das sollen sich die Lauen immer wiederum gesagt sein lassen, nicht um vergängliche Einzelindividuen, es geht um das ganze Volk, dem jetzt eine Möglichkeit gegeben ist, sich zu erneuen wie niemals vorher. Es kommt nicht so sehr auf die Quantität an wie auf die Qualität. Heber ein langsameres Tempo des Aufbau» mit geeigneten Menschen al» ein überstürztes Tempo mit ungeeigneten! Darum sollte unsere Organisation von der Wirkung auf die Breite sich auf die Wirkung in die Tiefe umstellen• Nicht mit der Masscn/ahl der Mitglieder sollte man vor allem operieren, sondern mit der Erfassung der Schulung und Durchbildung jedes Einzelnen. Hier ist noch viel, hier ist noch alles zu leisten. Wer sieh dem Zionismus weiht, muß sich darüber klar sein, daß Zionismus den Ein• satz der ganzem Persönlichkeit fordert. Wer glaubt, seine zionistische Pflicht durch mehr oder weniger pünktliche Zahlung seines Beitrags erfüllt zu haben, dem müssen wir bedeuten, daß auf die Dauer in unseren Reiben für ihn kein Platz ist. Es droht eine gewisse Erschlaffung. Man fühlt *i« überall und an allen Orten. Vielleicht hängt es auch damit zusammen, daß wir aus dem Bestreben heraus, die Einbeit des Judentums zu wahren, das, was uns von anderen Gruppen trennt, nicht genügend betonen. Letzten Endes kann es neben dem Zionismus In unserem Sinne nichts geben. Lieber eine klare Trennung als eine Verwaschung unserer Grundprinzipien. Die Zukunft wird dem Zionismus nur gehören, wenn er den kämpferischen Geist aus jenen Tagen bewahrt, wo er nur eine Utopie gewesen ist und wo die Behäbigen, Besitzenden und Zufriedenen sich von ihnen mit billigem Witz, abwandten. Noch lohnt es sich, um die jüdische Jugend zu kämpfen, sje geht leichter den Weg der Entscheidung, wenn sie Klar die Linie vor sich sicht Familien-Nachrichten Herr Louis Adler und Frau Berta, geh. Kal*, Fulda, Heinrich- *traüe 14, Begehen am 23. April die goldene Hochzeit. Herr Karl Kaufmann, Krefeld, Uerdinger Str. 100, begeht an 29. April den 75. Gelturtstag. Frau Johanna I. c v i, Lin* a. Rh-, begeht am 27. April den 80. Ge- Fm 1 stag. Herr Adolf Strauß, Buchen (Baden), begeht am 88• April den 60. GcdiurUtag. Bar Mlzwah-Termine ■\n» 25. April (8. Ijar): Alben Klein, Sohn der Witwe Klein, Wald« limicltslr. 7, lsracliti-rhe Waisenanstalt, Frankfurt am Main, Rodcrhcrgwcg 87. — Am 2. Mai (10. Ijat): Jakob Zehner, Isra«• Gischt Waisenanstalt, Frankfurt am Main, Röderbergweg 87. — Am 6. Mat (17. Ijar) 1 Lut* Eichbaum, Sohn von Frit* Eichbaum, Nürnberg, Rudolfe». Ul