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Jüdische Rundschau · 1936-04-21 · Heft 32 (21.4.1936) · page 4

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
41 (1936)
Issue
Heft 32 (21.4.1936)
Date
1936-04-21
Page
– (sequence 4)
Language
German
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ווו ii Saite 4 Der Arier-Paragraph in der Deutschen Turnerschaft Wie der Leiter der Rcchtsabteilung des Reichsbundes für Leibesübungen im amtlichen Teil der ״Deutschen Turnerzeitung‘' mitteilt, hat der § 4 der Satzungen, der die Aufnahme in die Vereine der Deutschen Turner&chaft von der arischen Abstammung abhängig machte, auf Grund der Nürnberger Gesetze seit dem 1. Januar 193() seine Gültigkeit verloren. Das Recht der Aufnahme von Mitgliedern, so heilst es weiter, sei dem Vereinsführer anvertraut. Er könne, da er dieses Recht selbständig und nach freiem Ermessen ausübe, jede Person, die ihm vom Standpunkt seines Vereins aus nicht genehm sei, ablehnen. Nur dürfe er die Ablehnung nicht mit dem Fehlen der A r i e r e i g e n s c 11 a f t begründen, was keine Schwierigkeiten bedeute, da Gründe anzugehen weder notwendig noch zweckmäßig sei. Wenn eine Person, die als Jude nach den bestellenden Gesetzen gekennzeichnet sei, ui einem Verein Mitglied sei, so könne diese Mitgliedschaft nicht einfach durch Streichung gelöscht werden. Denn die Entziehung der Mitgliedschaft sei sat/ungsmiiliig geregelt und setze eine schwere Verfehlung im Sinne des § 7 der EinheÜSCatzung für die Vereine des Reich -bundes voraus; sie könne auch nur im Wege eines formellen Ausschiieß u n g 6 v e r f a 11 r c n 8 hei beigefuhrt werden. In derrassisehen Eigenschaft einer Person selbst könne * b e r niemals ein schwerer Verstoß in dem genannten Sinne erblickt werden. Die Streichung eines Juden um seines |ud11״tums willen wurde daher einen Verstoß gegen das Gesetz, nämlich den § () der Vcrordnung _ vom 14. November 1435 bedeuten. Nur wenn etwa das Mitglied den Verein hei der Aufnahme über seine Juden- Schaft ai glistir die Aufnahme t hätte. ctie ' gehn sei al fechtung fähig un ' nach der Entdeckung Wirkm: der Nichtig!,e Irrtum ״her die Ligen■ fertigen, 11ml zwar mit der Zugehörigkeit des Mit dem Durchbruch der tiatioi der Wesens Verschiedenheit der jedoch nur unverzüglich nach der Denjenigen Personen, die trotz, vorläufige Reichsburger gelten, Mitgliedschaft verbleiben und sie tritt oder durch ein Aussdiiicßun die Sache anders. Denn \eehtsakt des Persoiieiireclits il.r All- Anfechtung könne Irinnen Jahresfrist ler Tälisi innig erfolgen; sie habe die t der M'tghedmiiafi. Ebenso könne ein ehait als Jude eine Anfechtung rechtzr Hinweis darauf, daß die Bedeutung liedes zum Judentum erst mit nlsoziehstischen Auffassung von fassen erkannt worden sei; Entdeckung der Eigenschaft, jüdischer Blutmiscluing als müsse auf jeden Fall die könne ihnen mir tiiudi Auss\ erfuhren gemäß § 7 der Einheitssat/uug verloren gehen. Was die mit der vorläufigen Reichsbürgerschaft ausgcstatieteu Mischlinge betreffe, 80 könne heute weder eine Anfechtung 11011־ eine ,Ausschließung um ihrer Abstammung willen in Betracht kommen, Der Ariernachweis in der Presse Der Präsident der Reichspressekammer hat am 15. April fine Anordnung erlassen, durch die bestimmt wird: 1״. Wer gemäß § 4 der Ersten Verordnung zur Durchführung des Reichskuilurkanimcrgesetzcs auf Grund der von ihm ausgeübten Tätigkeit auf dem Gebiete des deutschen Presse- Wesens zur Mitgliedschaft in der keiehspressekammer ver* pflichtet ist, hat für sich und seinen Ehegatten, mit dem er zur Zeit des Inkrafttretens dieser Anordnung verheiratet ist ode: später die Ehe cingehen will, auf Anfordern den Nachweis der Abstammung von Vorfahren deutschen oder artverwandten Blutes bis zum Jahre 1800 zu erbringen, 2. Wer diesen Nachweis nicht führen kann, hat innerhalb eines von mir zu bestimmenden Zeitraumes »eine Tätigkeit in der d e u t - sehen Presse e i n 7 u s t e 11 c 11, cs sei denn, daß eine vorübergehende oder dauernde Ausnahme bewilligt worden ist. 3. Diese Anordnung tritt mit dem Tage ihrer Verkündung in Kraft.“ Vom Auskunfts - Gewerbe Der ״Volk. Beobachter“ vom 17. 4. berichtet über eine Tagung des R c i c h s a u s s c 11 u s s e s f ii r das Altsk u n 11 s - und I n k a s s o g e w e r h e, der sich aus Vertreten! der Rcichsbetriebsgemeinseliaft Handel und der Fachgruppe Auskunftsgewerbe zusamiiiensetzt. Reichstachschafts- Walter V o 1 b e r g führte hierbei u. a. aus, daß vor der Machtübernahme durch den Nationalsozialismus durch Eindringen jüdischer Elemente dieser Wirtschaftszweig, der einen Schlüssel ־zur kreditgebenden und kreditnehmenden Wirtschaft darstellen soll, nicht mehr funktionsfähig war. Nunmehr ist eine Neuordnung im Werden, an deren Anfang die Lösung der sozialen Präge stellt, weshalb vom Reichsarbeu.niiinisteriiim ein Sondertreuhäiiuer für das Auskunftsgewerhe eingesetzt wurde. 1 linzutrcten müssen aber auch wirtschaft-politische Maßnahmen (t rkuibnNverfaiiren, Arier- Paragraphen) und kulturpolitische Maßnahmen, für die hinsichtlich der Auskunftskalemler die Reichssehrifttunis־ kammer bereits erste Schritte unternommen hat. Namensänderung des BDJJ. Der jüdischer Jugend hat, wie mit| Namen in ״Der Ring, Bund jüd geändert. JODISCHE RUNDSCHAU Nr. 32, 21. IV. 1934 Wahlen ohne Judenfrage Pariser Brief die dort in engster Verbindung mit antijüdischen Verbänden arbeiten. Von unserem Berichterstatter K. Paris, im April Das politische Leben Frankreichs wird ganz vom Wahlkampf bestimmt. Die Kammcrwahien werden Ende dieses Monats und die Stichwahlen ,Anfang Mai stattfinden. Ob* wohl die politischen Gegensätze in Frankreich in den letzten Jahren eine starke Zuspitzung erfahren haben und das Land unter dem Druck einer Wirtschaftskrise stellt, hat sich der Wahlkampf bisher äußerlich ruhig vollzogen, und die allerseits erwarteten Wahlzwfschcnfälle sind bis jetzt nicht eingetreten. Soweit die französischen Juden als Subjekt in diesen Wahlkampf elntreten, wird ihre Stellungnahme zu den Parteiprogrammen kaum von jüdischen Gesichtspunkten bestimmt. Eine große Anzahl von Juden sind Kandidaten für die neue Kammer und werden von den verschiedensten Parteien vorgesclilageti. ln fast allen Parteien sowohl der Rechten wie der Linken stehen Juden an führender Stelle. Noch eine andere Seite des Wahlkampfes sei festgehalten, die besonders für die Pariser Juden Bedeutung hat. Als einer der wichtigsten Kandidaten des dritten Pariser Arondisse* ment, in dein eine besonders große Zahl von Ost-Juden wohneu, tritt der frühere Staatssekretär Qignoux auf, der den Kampf gegen die ausländische Arbeit als einen wichtigen Punkt seines Programmes proklamiert. Gignoux ist zur gl ei* chen Zeit auch Direktor der wichtigen französischen Wirtscliafts/eitung ״Journec Industrielle“, die seit Monaten einen systematischen Kampf gegen die ausländischen Handwerker führt, die Gignoux zugunsten der französischen Arbeit ver* drängen will. Schon bisher haben die französischen Han4werkergesdze viele ausländische Juden brotlos gemacht. Zionistische Aktivität in Nord-Afrika Auch als Objekt des Kampfes der französischen Parteien sind die Juden bisher wenig in Erscheinung getreten, und es hat sogar den Anschein, als ob sogar jene Parteien, die ihrer Struktur und ihrer ücistesrichtung nach antisemitischen Tendenzen huldigen, sich in der Wahlkampagne eher bemühen, die Juden zu schonen, um sie nicht als Wähler und Finanziers des Wahlkampfes zurückzustoßen. Mit Ausnahme der qnantitativ bedeutungslosen ״F ran eisten“ (französische Fasehisfeti), die zwar eigene Kandidaten aufgestetlt haben, aber keine Aussicht haben, sie in die Kammer zu bringen, hat keine Partei, die zur Kammer kandidiert, die antisemitische Wahlplattform gewählt. Das hindert natürlich nicht, daß manche Kandidaten in den Wahldiskussionen eine deutlich antisemitische Haltung einnehnien. Das Zentrum der antisemitischen Bewegung in Frankreich liegt vor allem in den außerparlamentarischen Ligen und Bünden, die nur indirekt ihren Einfluß auf die Parteien und das Parlament ausüben, ln diesem Zusammenhang ist besonders die antisemitische Diskussion bemerkenswert, die seit einiger Zeit im Rahmen des größten politischen Bundes in Frankreich, der ״Croix de F e u“, geführt wird. Während sich der Führer der ״Croix de Feu“, der Oberst de la Nicht nur die stärkeren traditionellen Bindungen, sondern aucii der Druck einer in ganz anderem Maße feindlichen Umwelt geben der nordafrikanischen Judcnhcit eine jüdische Aktivstat, die über die des französischen Judentums erheblich hinausgeht. Der Zionismus hat in den letzten Jahren unter den nordafrikanischen Juden sowohl sephardischer wie aschkenasicher Herkunft erhebliche Fortschritte gemacht und hat vor allem die junge Generation erobert. In Casablanca, das mehr und mehr das geistige Zentrum der nordafrikanischen Judcnhcit wird, fand kürzlich eine zionistische Delegierten tag u n g statt, die das Wachsen der zionistischen Arbeit in Nordafrika und ein lebhaftes Interesse an der zio* nistischen Aufbauarbeit in Palästina zeigte. Im Zusammenhang mit dieser Tagung wird jetzt auch die Nationalfonds-Arbeil in Marokko mit neuer Intensität in Angriff genommen werden und der Keren Kajemeth hat aus diesem Grunde ein neues Generalsekrcfariat in Casablanca geschaffen. In Algier fan* den in der letzten Zeit verschiedene Veranstaltungen des Jüdischen Nationalfonds statt, die großes Interesse bei der jüdischen Bevölkerung fanden. Auch die Chaluzbeweu n g hat in der letzten Zeit unter den nordafrikanischen uden erhebliche Fortschritte gemacht. Rocquc, bisher eindeutig gegen eine antisemitische Stellungnahme seines Verbandes ausgesprochen hatte, dem auch zahlreiche jüdische Mitglieder an geschlossen sind, hat er in letzter Zeit einige Aeußerungen gemacht, die von jüdischer Seite als eine Aenderung seiner bisherigen Haltung aufgefaßt worden sind. In einer kürzlich in Paris gehaltenen Ansprache hat Oberst de la Rocque allerdings diese Intcrpretalion seiner Rede als völlig irreführend erklärt und hat die Solidarität aller französischen Frontkämpfer — gleich welcher Religion oder Rasse — unterstrichen. Es ist aber nicht zweitelhalt, daß in der Bewegung ״Croix de Feu“ Kräfte wirksam sind, die sic in eine antisemitische Richtung dringen wollen. Besonders stark sind diese antisemitischen Tendenzen in den nordafrikanischen Gruppen der ״Croix de Feu“, Palästina aal der Nizzaer Messe Auf der Nizzaer Messe, die vor einigen Tagen eröffnet wurde, war auch Palästina durch einen Stand vertreten, auf dem die palästinensischen Ibodukte gezeigt wurden. Dieser Stand wurde u. a. auch von dem Pariser Kardinal-Erzbischof Verdi er besucht, der lebhaftes Interesse für die Entwicklung Palästinas zeigte. Der Palästina-Film ״Land der Verheißun g". läuft zur Zeit als zweiter Film neben dem englischen Spielfilm ,.Mozart" in einem Pariser ICinotheater der Champs fclysees. Außer dem Keren Hajessod-Film wird zur Zeit auch in verschiedenen Pariser AktualitÄtentheatern ein Film ,(Kanaan“ gezeigt, der Bilder aus dem alten und neuen Palästina, n. a. auch von Tel-Awiw bringt. Brief aus Spanien Von unserem Berichterstatter Barcelona, 13. April Der politische Umschwung fn Spanten hat in den letzten Wochen starke Erschütterungen mit sich gebracht, deren wirtschaftliche Auswirkungen — Nervosität des Kapitals mit entsprechender Kaufunlust, mangelndes Interesse für Neu- Investierungen, Streiks, Kapitalflucht — auch den jüdischen Bevölkerungssektor nicht unberührt gelassen hat. In politischer Hinsicht hat sich die Umwälzung jedoch nicht ungünstig für die in Spanten ansässigen Juden ausgewirkt. Die spanische faschistische Partei, die antisemitisch eingestellt war, Ist aufgelöst und Ihre Führer sind verhaftet worden. Achnlichc Erklärungen wie die des Ministerpräsidenten A z a n a, der in einem Interview erklärte, daß er antisemitische Strömungen in Spanien ver- Die jüdischen Massen und Palästina Schriftlettung, Anseigen-Verwaltung and Vortriebs- Abteilung bitten hiermit, Zuschriften — wenn auch in gleichem Briefumschlag — möglichst für jede Stelle getrennt auf besonderem Bogen tu senden. Vor allem ist Name und vollständige Anschrift deutlich tu vermerken. Nur dann kann prompte Erledigung und Beantwortung zagesichert werden Tätigkeitsbericht des Preußischen Landesverbandes jOdischcr Gemeinden. Der Preußische Landesverband jüdischer Gemeinden gibt anläßlich der Sitzung des Großen Rates, die am vergangenen Sonntag stattfand, einen Tätigkeltsbericht über das Geschäftsjahr 1935/36 heraus, der über alle Zweige der Arbeit berichtet. Wir finden hier Angaben über das Problem der Erhaltung der Gemeinden, die Hczirksrahbinate, die Erweiterung des Verbandes durch die Aufnahme kleinerer Gcmeindevcrhäiide, die Versorgung der Beamten, die Rcchtsbcratimg der Gemeinden, das Schulwesen, die Lehrerbildung und •fortbildung, die Kulturarbeit usw. Der Bericht gibt einen instruktiven Einblick in die Tätigkeit des Preußischen Landesverbandes. Neuer Rabbiner in Königsberg. Zum Nachfolger des nach Leipzäg berufenen Königsberger Gemeinderabbiners Dr. Ochs wurde Rabbiner Josef Dünner aus Köln gewählt. Der neue Rabbiner hat 1932 an der Jawno-Sehulc in Köln die Reifeprüfung bestanden und zuletzt am Berliner Rabbiner- Seminar studiert, wo er das Rabbiner-Diplom erhalten hat. In Osnabrück verstarb am 12. April der Lehrer und Prediger der Gemeinde, Arthur Baruth, im Alter von 31 Jahren. Er war über fünf Jahre in der Gemeinde tätig. Als treues Mitglied der Ortsgruppe hat er seine volle Kraft ..־edank auch dem zionistischen Gedanken gewidmet. Ortsgruppe, Jugendpflege, wie das Qcmcindclcben überhaupt haben einen schweren Verlust durch sein Ableben erlitten. urteile, sind auch von dem katalanischen Staatspräsidenten Companys und dem Präsidenten der katalanischen Cortes Casanovas abgegeben worden. Casanovas hat auch besonderes Interesse Tür die Veranstaltungen des kürzlich ln Barcelona gegründeten ״Jüdischen Kulturvereins“ gezeigt. Das Blatt der gegenwärtigen Regierungsparteien in Barceiona, der ״Diluviö“, wandte sich anläßlich des Osterfestes scharf gegen einen noch heut ein Barcelona und Katalonien üblichen Brauch das sogenannte ״matar jties“ (Juden töten). Diese Sitte bestellt darin, daß die Kinder während der Ostermesse in der Kirche mit Stöcken und Hämmern auf den Boden schlagen und das taktmäßige Klopfen mit Versen begleiten. Der Brauch ist eine Erinnerung an die Ueberfälle, die die Volksmassen im 14. Jahrhundert wiederholt auf das judenvierte! Barcelonas, das ״Call״, während der Ostertage unternommen haben. Als ein dankenswerter Versuch, die in weiten Kreisen des spanischen Bürgertums herrschende Unkenntnis in allen mit dem Judentum zusammenhängenden Dingen tu bekämpfen, Ist ein Vortrag des katalanischen Bühnenschrlftstellcrs Lluis Elias in der ״Vereinigung der Maler und Anstreicher von Barcelona“ zu erwähnen. Ellas zeigte diesem Publikum, das größtenteils zum erstenmal etwas vom modernen Judenturn hörte, Lichtbilder vom Palästina-Aufbau und verstand cs, das Interesse für das jüdische Volk und das zionistische Werk zu erwecken. W. A. London, 17. April. (JTA.) Die Zionist Fe deration ot Great Britain und das Keren Hajessod-Commlttee gaben in London zu Ehren von Mrs.!. M. Sieff und Prof. Selig Brodetsky, die sich demnächst zu einer Aktion für aen Keren Hajessod nach Südafrika begeben werden, einen Empfang, auf dem führende zionistische Persönlichkeiten Ansprachen hielten. Den Vorsitz der Veranstaltung führte Rcv. J. K. Gold* bl 0 0 m. Prof. Selig Brodetsky, der politische Dezernent der Londoner Exekutive, hielt eine Ansprache, in der er u. a. ausfiihrte, daß die Quellen des zionistischen Werkes nicht Von einer Oeldmaschinerie abhängig seien, sondern von zionistischer Uebcrzeugung. Wenn man die zionistische Uebcrzeugung vergrößere, so werden sich auch die zionistischen Quellen erweitern. Prof. Brodetsky verwies aui die Tatsache, daß die jüdische Bevölkerung Palästinas sich im Laufe der letzten vier Jahre verdoppelt habe. Wir sind manchesmal geneigt zu übersehen, so sagte Prof. Brodetsky, daß das Volk, das Palästina auf baue, nicht nur aus denjenigen bestehe, die in der Bewegung führend seien. Man sollte niemals vergessen, daß das Palästina von heute von den Massen der Juden aufgebatit worden ist, von dem unbekannten Soldaten, der ins Land gegangen ist, gearbeitet hat und von dem nicht geredet wird. In einem Üeberblick über die Lage des jüdischen Volkes bemerkte Prot. Brodetsky, daß nur die Nation auf Größe in der Zukunft hoffen könne, die der Wahrheit ins Gesicht sehe. Rev. J. K. G o 1 d b 1 ס o m und Nalium S o k o I o w Wünschten Mrs. Sieff und Prof. Brodetsky vollen Erfolg ihrer Aktion in Südafrika. Sokolow sagte, daß die beiden Gäste die zionistische Botschaft nach Südafrika bringen würden. Mrs. Sieff antwortete in einer kurzen Dankrede. Die Reihe der Redner beschloß Rev. M. L. Perlzweig, der ebenfalls die Verdienste von Prof. Brodetsky und Mrs. Sieft feierte. Aus der Jüdischen National- und Universitäts-Bibliothek. Soeben erschien das erste Heft des XIII. Jahrgangs der von der Jüdischen National- und Universitäts-Bibliothek in Jen!־ Salem herausgegebenen bibliographischen Vierteljahrsschrift ״Kir jath Sepner“. Außer der Bibliographie von Palästinadrucken, sowie Judaica und Hebraica aus allen Ländern bringt das Heft dne Anzahl von Besprechungen wichtiger Werke aus der Feder von: S. H. Ktik, B. Schoenetrnann,!. Olsvatiger, F. Noaek, A. Reifenberg, S. Ussisehkin, H. Bergmann, H. Rosenberg, R. Straus, A. Sandler, S. D. F. Ooitein. M. Narkis. Ferner enthält das Heft folgende Aufsätze: S. Liebermann: Heber zwei Manuskripte. A. M. Habermann: Frauen als Kopistinnen. A. Yaarl: Bibliographische Notizen 15: Nach* kommen der Soncinos. 1. da Silva Rosa: Zufügungen zu Yaari• Katalog der «panisch-jüdischen Bücher. Bund deutsch-!«teilt wird, seinen (scher Jugend“ Infolge der judenfeindlichefl Ausschreitungen Anfang März *n der warschauer Universität hatte der Rektor die Vorlesungen bis auf weiteres aufgehoben und die Universität;eachloascn. Der Senat der Universität hat nun beschlossen, Je Universität am 20. April wieder zu öffnen. ו KLEINE UND GROSSE UMZÖGE Litt•, Lageruna, Obarsa•- und Aualdndavar- BAVARIA BARBAROSSA STEIN PLATZ BaHInWlS, Kurfapdtandamm all gasnaAUM GEPÄCKFAHRT 8888 In ähnlicher Welse wie in Preußen ist, wie die ״Frank* furter Zeitung“ meldet, vom anhaitischen Staatsministerium bestimmt worden, daß bis zum 1. April 1938 Erlaubnisse für neu zu errichtende Gast- und Schankwirtschaf■ ten nicht erteilt werden dürfen. Eine Ausnahme ist u. a. zu* lässig, wenn die Erlaubnis für einen Gast- oder Schankwirt* schaftsbetrieb beantragt wird, der lediglich auf Juden beschränkt bleibt, Unter der Auflage, daß diese Beschrto* kung durch deutlich lesbare Aufschriften kenntlich gemacht wird. Nr. 3 Ne! der Ktir sischen interess pack oper aua i drei s dem S Neue In «ln« R< Tischen Datteln und dei wie Ar nen D Daß du derzune oder pa ist, wen die Wa Basaren zeug de Mäntel Tische Neuen! rungen Die Aegypti neu L sowohl Instmkl bevölke Hebun sein, die Ver sich be schlaue) ihr Ein nalästin Regien! ginnen' Sei die hei bergest Aufmae der W verschl teihing Indust De nen In reichlicl vor we Oualitä wanden langsan tionalen sich ni seine I jedoch, Entwicl der nat faltung noch g! der mo Industri jüdisch *) Aus i» forixti Ein häng d Stühle tet so verlor, nieder Darauf Verdiei dafür“, Vergcss Beeilte den W1 rollen, dann g Bücher der Mi* leset m aah. S( •erste, loch di EI i j »esuche tm sieb Lehrhav tn eine ״W 10911a, י ״In Seß, ih wieder Hit Sie Heasias Gib L

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