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Jüdische Rundschau · 1936-04-17 · Heft 30-31 (17.4.1936) · page 22

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
41 (1936)
Issue
Heft 30-31 (17.4.1936)
Date
1936-04-17
Page
– (sequence 22)
Language
German
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ל/ י׳*?חי5 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 30^31. 17. IV. 1936 ־-4 i ' קי. |,r fl’St 11׳׳'!# IHS1IIAI Arabische Welt! Michael Assaf Oberfläche Das politische und zu einem Teil auch das soziale und kulturelle Leben des Ostens;ihnein heute einem Kino, sowohl was die Zuschauer als auch die Maschinerie des Films anbetrifft. Die cindringcndc Betrachtung, die den Unterschied zwischen äußerlichem Leben und innerer Erkenntnis ausmacht, fehlt noch vollkommen, aber die Kunst der Photographie mit allen ihren modernen Hilfsmitteln entwickelt sich von Tag zu Tag. Der informative Teil in den vielen Tageszeitungen wächst ständig. ״El ahram“ (Die Pyramiden), das größte Informationsblatt der arabischen Presse, wird täglich mit Flugpost von Kairo nach L.udd gebracht. ״El ahram“ erscheint in Kairo 11m 5 Uhr früh, um 11 Uhr ist es bereits in Jaffa und Tel-Awiw, und um 4 oder 5 Uhr in Beirut. Radioapparate sind sehr verbreitet. In Aegypten gibt es einen eigenen Sender, in Palästina ist die Station eben eröffnet worden. Auch in Beirut und in Bagdad sollen Sender in nächster Zeit gebaut werden. Sogar im Hedjas und Nedjed wird augenblicklich die Frage diskutiert, ob man eine Radiostation errichten soll! Führer, ist keine solche Persönlichkeit wie der verstorbene Zaglui Pascha, aber auf ihn wurde die Achtung für Zaglui übertragen und auf ihr beruht die Herrschaft des Wafd. Sturmabteilungen Des schwe! e!1 abgründigen Ringens des Westens um Ideen, um soziale Reformen, um eine neue Wirtschaftsordnung usw. ist sich der Osten noch kaum bewußt geworden. Der Osten bemüht sich erst einmal, die Oberfläche des unterirdischen Werdens zu phntograpliiemi und zu kopieren. Dir Organisatioiisionueii des tasdii״tischen Italien oder des 11atio11als1/״ai1־t1'.0u11־ I Vut-chlarul ziehen die aktiven 1 innente 11 es Nahen t )rieiits am starks!en an. No wurde dieses Jahr in Aegvpteil eine ( >rgaui-a!i11■ ׳ der ״Sturmabteilungen‘‘!.׳geneidet, in Serien begann eitle gleiche Bewegtiug, dir mit starker lland von den französisdien Bi hui di n unterdrückt wurde; dies war eine der lös.teilen der l'nuthei! der letzten »Monate in Sw hm. Um ei:u 11 1 lidkick in die I >111׳ku11gx;1rt dieser Bewegung zu geben, zitieren wir aus der Rede eines Führers der Sturmabteilungen in Alexandrien: ,,.Man behauptet, daß das Ziel dieser < )rganisation in einer Angleieliung an den Faschismus oder den Nationalsozialismus tu■- steht. Alter!11:111 darf in dieser Parallele nicht zu weit geiien. Wenn es sich mich überall um die gleichen Phänomene handelt, die von ähnlichen Faktoren hervorgerufen werden, so besteht doch ein großer Unterschied zwischen unserer Organisation des erwachenden Aegyptens und denen verschiedener anderer Länder. Der wichtigste Unterschied liegt darin, daß diese Organisationen in anderen Ländern auf der autoritären Idee oder auf der Diktatur aufgcbaiit sind, während diese Organisation in unserem Lande, wenn sie sich hewährt, die Stärkung des demokratischen Geistes und die Erhaltung eines wahrhaften konstitutioiicllen Regimes als ihr vornehmstes Ziel ansieht. Die Freiheit des Finzelne» in der Gesellschaft und seine gesetzmäßige Repriisentanz soll garantiert werden. Die Freiheit im höchsten Sinne muß das Bewußtsein dieser Organisation!יו erfüllen. Die Unterschiede ergeben sieh auch aus 11 en verschiedenen Brding׳,m״r!1 und Faktoren, die bei uns und bei den anderen zu dic-cin System geführt haben: In iiuiueheu fremden Ländern lierr-eilte 1 in o:1r|׳!m,־m.irisches Regime, das durch \e1-׳e;:nß,w .Momente geschwächt wurde, so da1) dm! );Dafür eine Rettung versprach. So ur.terstut/te man ihre Machtergreifun Bi i 1111 hegt jtd.aii die Sache umgekehrt: hier zei״t iw sii.11, «laß das Ideal eine-, koiiwpnti,;!;eßeii Regimes dringend einer truien Mutze tun! hingebungm ollen Verleide gung In-dari. So stutzen sich die wafdistischen St׳,!nut!׳׳,,npe;1;ml die 1111.-e der Demokratie, denw .1:1 f 1 iei 1» im g und Frhaituug sie an- St reinen.•• Soweit die (O de. I >ie darin formulierten l'! 1111 ~obi■ de w ii kmi nicht iib. r/i'Ugend, denn di■■ sguke <11 s Wafd in Aegpfen beruht nicht auf der lo-tupg der Demokratie, s<mdem der I '!!:!b!1;!1!gigk< it und des Nationalis-!lins, in dir Belreitinu von der Fremdherr- Schaft. 1 kl die große .Majorität des ägyptischen Volkes di< srs Streben nach l biabhangigkeit teilt, ist. die Bewegung auch zugleich demoknuisch. Dennoch zeigt die wafdistische Bewegung alle Zeichen einer iiieht-demokratischen Strömutig. Das l'uhrerpiiuzip spielt, wenn auch nicht theoretisch, so doch praktisch, eine ־zentrale Rolle: N'alias Pascha, der gegenwärtige Anton Saada Wenn es in Aegypten möglich ist, über die Unterschiede zwischen der wafdistischen und der nationalsozialistischen oder faschistisehen Partei zu diskutieren, so liegen die Dinge bei der ״syrischen nationalen Partei“ ganz eindeutig: Sie wurde vor einiger Zeit von Anton Saada heimlich im Libanon gegriindet. Der Gründer hatte sich während der letzten Jahre in Deutschland aufgchalten und einen umfassenden Flau für die Gründung einer Partei nach nationalsozialistischem Vorbiid im Libanon und in Syrien ausgearbeitet. Sich selbst behielt er die Stelle des Führers vor. Die wafdististische Bewegung mit ihren Sturmtruppen tragt heute einen rein politischen Charakter; sie hat kein soziales, ökonomisch es oder kulturelles Programm. Das Programm Anton Saadas dagegen ist sowohl ökonomisch wie politisch orientiert und hält sich an nationalsozialistische Grundsätze — mit einem Unterschied: das Rassenprinzip fehlt. Anton Saada, ein christlicher Libanese, kennt nur die ״syrische Nation“, die sich aus verschiedenen Religionen zusammensetzt: Christen, »Moslems, Juden usw. in dem Rassemvirrwarr Syriens und des Libanons ist das nur natürlich. Saada strebt nicht nach einem getrennten, selbständigen Libanon und glaubt nicht an seine Existenz. Sein radikales Programm umfaßt außer ganz Syrien auch Palästina. Dadurch kam er in einen schweren Konflikt mit dein maronitischen Patriarchen im Libanon, einem der Spitzen der Itbam-Msihen Unabhängigkeit. Aber auch seine Einstellung /um nationalen syrischen Block ist negativ. Der Block ist bereit, vorläufig auf den Libanon und auf Palästina zu verzichten und sieh mit Frankreich zu verständigen, was ihn in den Augen von Saada unmöglich macht. Zudem ist der Block pauarabisch, während Anton Saada pansyrisch eingestellt ist. Er lehnt den Pan-Arabismus als eine Utopie ab. Vielleicht spielt auch die Erkenntnis mit, daß er, der (ährist, nicht Führer eines panarabischeu Staates sein kann, der aus 9b 0/0 Mos-!eins bestellt. Die Christen als solche und die I ibanesen würden in einem panarabischen Staate verschwinden. Im Laufe einiger Monate sammelten sich uin Saada an 11000 junge Menschen. Die Bcliürden scheuten vor einer schweren Bestrafung des Führers zurück: Sie begnügten sich, ihn mit einer Gefängnisstrafe von 6 Monaten zu belegen und die Organisation aufzulösen. Der Nationale Blöde in Syrien Auch der Nationale Block in Syrien begann (in Damaskus) mit der Schaffung von ״Sturmtrupps“. Ihre Aufgabe ist in Syrien die gleiche wie in Aegypten: Unterstützung der Politik durch Demonstrationen, Streiks usw. und Bildung des Kerns einer nationalen Armee. Die Organisatoren der Sturmtrupps sind: Fahri el Barudi und Dr. Klaamun, die im Februar aus Damaskus verbannt wurden. Sie kehrten jetzt zurück und wurden mit unge- In nrer Begeisterung empfangen. Was das offizivile Schicksal der Sturmtrupps sein wird, wenn eine Einigung zwischen Franzosen und Syriern in den jetzt in Paris begonnenen Verhandlungen erreicht wird, ist noch nicht ab- Zusehen. Aber die Sturmtrupps sind eine Tatsache, und in dem langen Streik mit seinen häufigen Demonstrationen in Damaskus traten sie ais die ״nationale Armee“ auf. Alle aktiven begeisterten Llemente der akademischen Jagei’fü schlossen sich ihnen an. Da diese Jugend ökonomisch keine Wege vor sich sieht, strömen Schüler und Studenten und Akademiker in großen Massen in die Sturmtrupps von Hamaskos und Kairo und in das Lager Anton Saadas. Der Osten ahmt den Westen mit Fleiß und Geschick nach. Die Fremdherrschaft verliindert eine richtige Erkenntnis der wahren Situation; der Osten, im Rausch des Nationalis-!uns, hält die Fremdherrschaft für seine einzige Krankheit, die politische Unabhängigkeit für seine einzige Arznei. Religiöses Leben / B. Bamberger Um die Erneuerung des Cberrabbinats In Kürze soll die Frage der Nachfolge Rabbi Ktiks entschieden werden: es sind Wahlen angesetzt, in denen die ״Moazath harabbanuth haraschith (oberster rabbinischer I; konstituiert werden soll. An der Spitze dieser Körperschaft stehen zwei Präsidenten, ein sephardischer Chacham (derzeit der achtzigjährige Raw Jakow Meir) und ein Aschkenasi, dessen Stuhl verwaist steht. Für solche .Wahlen besteht ein von der Regierung bestätigtes Reglement, und es ist daher zu erwarten, daß der Wahlvorgang als solcher sich in gesetzlichen Bahnen und ohne jene unliebsamen Begleiterscheinungen vollziehen wird, die in vielen Galuthländcrn die Erbebillig■ von Rabbinen in ihr Amt zu stören pflegen. Aber der wahrscheinlich glatte Verlauf der Wahlhandlung darf nicht darüber hinwegtäusehen, daß mit dem Oberrabbinat und seinen Organen eine Reihe von Problemen verknüpft sind, die mit der Personenfragc allein nicht zu lösen sind. Im Gegenteil kann gesagt werden, daß die überragende Personlichkcit Raw Kuks viele Fragen prinzipieller Art überdeckte; er hatte für sie eine eigene Antwort, überbrückte Gegensätze mit der Autorität seiner Person. Nun, da diese alles überschattende Gestalt dahingegangen ist, treten alte Probleme erneut ans Licht und vcrlangen nach einer allgemein gültigen Lösung. Es gibt wenig Institutionen des öffentliehen jüdischen Lebens in Erez Israel, bei denen der Abstand zwischen dem Grundgedanken und de( Verwirklichung größer ist als bei dem Oberrabbinat. Als mit dem Ende der Türkenhcrrschaft und dem Beginn des Mandatsregimes die 'jüdische Religion neben Islam und Christentum als Staatsreligion anerkannt wurde, dachte man an die Errichtung eines von allen Juden Erez Israels getragenen Rabbinats, dessen Rechtsstellung und geistige Autorität den parallelen inohammedanischcn geistlichen Gerichten gleich sein werde; Aschkenasim und Sefardiin sollten sich zu einer Gemeinde vereinen und diese selbst einen untrennbaren Bestandteil der Regierung der jüdischen Nation in Erez Israel bilden. Der Spaltung in getrennte politische und personelle-religionsgemeindliche Organisationsformen sollte kein Raum gegeben werden. Wie sieht nun die Wirklichkeit aus? Tatsächlich überwies die Mandatarmacht dem Oberrabbinat, dessen Konstitution vor derjenigen der Knesset!! Israel (Gcsamtorganisation der palästinensischen Judenheit, zu der alle Juden gehören, die nicht ausdrücklich ihren Austritt erklären), erfolgte, die Rechtsspreehung in den personalständischen An- Gelegenheiten der Juden in Erez Israel, z. B. in Eheschließungen, Ehescheidungen und deren Rechtsfolgen, Stiftungssachen und Schiedsgcriihtsbarkeit. Alter mit Erteilung dieser Befugnisse wurden diese gleichzeitig weitgehend eingeschränkt, prinzipiell in fast allen A!1gclegenheitcn auf palästinensische Staatsbürger, individuell, indem meistens die Zustiindigkeit an die Zustimmung der Beteiligten gebunden ist. Gebrauch machen von der Möglichkeit, andere Behörden als die des Oberrabbinats für die genannten Zwecke in An- Spruch zu nehmen, zwei ganz verschiedene Anschauungsgruppen: erstens die Kreise der Agudath Israel, die ein Oberrabbinat der Knesset!! Israel nur dann anerkennen wollen, wenn alle ihre Mitglieder orthodoxe Juden sind; und zweitens diejenigen, die dem talmudisch bestimmten Rechtskodex des Oberrabbinats und dessen Praxis ablehnend gegenüberstehen. Dieser eingeengten Basis entspricht naturgemäß geschmälerte Autorität. Es gibt auch Mißstände, die mit dem Grundsätzlichen nichts zu tun haben, etwa die Vergreisung des Rabbinats, mangelnde Schulung zur Führung öffentücher Angelegenheiten, aktuelle Notzustände (etwa Illegalenehen und deren Trennung) usw. Alle diese Umstände zusammen wirken dahin, daß die Institution noch nicht den ihr gebührenden Rang als Vertreterin der religiosen Angelegenheiten der Knesset!! Israel einnimmt Administrative oder geistige Wirksam״ keit? Rechtsgewalt ist die Basis der Autorität auch einer religiösen Behörde, hat jedoch auch ihre Nachteile. Wenn führende Rabbiner ihre beste Zeit und Kraft zur Erledigung rechtlieber Bagatellsachen verwenden müssen, so kommt es dazu, daß sie die anderen Seiten ihrer Wirksamkeit nur mangelhaft erledigen können. Was niemand will, ist ein ״Kronrabhinat“, d. 11. ein Rabbinat, dessen Träger sich in der Beschäftigung mit rechtlichen und repräseutativen Angelegenheiten erschöpfen. Die Ausübung erzieherischer und sozialer Tätigkeiten, die geistige Führung, bleibt dann anderen, nichtbeamteten Rabbinen überlassen. Die Würde des Raw wird im Bewußtsein des religiösen Juden nicht von der Bestallung bestimmt, Malistab ist und bleibt dessen Rang als Talmid Chacham. Nun stehen die Träger des Rabbinats der Knesseth niemandem in dieser Richtung nach. Aber wenn die Ueberbürdung nicht behoben werden kann, kann die Lehr- und Forschungsarbeit der Rabbaniin nicht getan werden. Die Träger der Spitzenämter müssen freigemacht werden, um weiter geistig produzieren zu können. Nicht von jedem kann die Kraft von Raw Kuk erwartet werden, dessen erstaunliche geistige Schöpfung noch in Manuskripten verborgen liegt. Auch zur Erziehung hat das Rabbinat noch keinen deutlichen Beitrag gegeben. Erst in der letzten Zeit ist auf diesem Gebiet Aktivität zu spüren. Es finden Rabbiuerver- Sammlungen statt, die den Anteil des Raw an der Erziehung diskutieren und praktisch stärken wollen. In erster Linie wird hier an den sogenannten C h i n u c h t h o r a n i (Unter- Weisung in biblischen und talmudischen Fächern) gedacht. Noch immer bildet die Jeschi wah und deren Vorstufen den wes entliehen Bildungsgang einer erheblichen Anzahl jüdischer jungen; bekanntermaßen ist am Niveau der meisten dieser Anstalten vieles zu bessern. Der Kreis derer, die für diese. Bildüng in Betracht kommen, kann erweitert werden. In allen Lagern wird die ״Amhaarazuth“ (religiöse Unwissenheit) gerade der Jugend beklagt, die hebräisch als Mutterspräche gebraucht. Warum sollte es nicht gelingen, daß Rabbanim, die doch die Kenntnisse besitzen, die entsprechenden Formen finden, um Jugendliche und Erwachsene in gemäßer Weise den Quellen des alten Judentums nahezubringen und damit auch ihren eigenen Einfluß zu steigern? Westeuropäische Orthodoxie In diesem Zusammenhang gewinnt die Tat- Sache, daß die religiösen Kreise außerhalb der Knesseth Israel in der Person von Izcliak Breuer einen Führer von geistigem Rang jetzt erhalten haben, erhöhte Bedeutung. Mit welchen Gefühlen diese Tatsache innerhalb der Knesseth entgegeugenommen wird, bezeugt die Aeußerung von Rabbi Benjamin im ״Haarez“ (13. 3. 3ö, S. 3). Darin weist der bekannte Herausgeber der orthodoxen Monatsschrift ״Hahed“ auf die religionsphilosophischen Werke Breuers hin, die Gewahr dafür geben, daß das religiöse Leben des Landes durch eine eigenwillige, schöpferische Persönlichkeit be• reichert worden ist. Aber — fragt Rabbi Benjamin — wird er im Lande ein passendes Arbeitsfeld finden? Wird er sich erneuern? Wird er sich von dem Doktrinarismus befreien, der in der Galuth in gewissem Sinne verständlich ist? Wird er zu dem ebenfalls jetzt ins Land gekommend! Rabbi A 111 i e 1, einem der geisti-, gen Führer des Misraelii, eine Brücke finden?״ Wie dem auch sein!nag, es gibt eine Cierechtigkcit in der Geschichte: Die ausgezcichnete Kwuzah von agudistischen Arbeitern in der Bilu-Kolonie Gederah, die Uebersiedlung der zentralen Persönlichkeit der Frankfurter Orthodoxie nach Erez Israel — sprechen eine deutliche Sprache. Was Rabbi Benjamin befürchtet, ist die Möglichkeit einer negativen politischen Wirksamkeit dieses neuen Führers der palästinensischen Agudali. Es ist auch fraglich, ob Breuer und seine Gesinnungsgenossen unter den Einwanderern in der Lage sein werden, organisch in den alten Jiseliuw in dessen jetziger. Gestalt eiuzngchcu. Die Bildungsfragc wird der Prüfstein sein. Wie können Akademiker, denen ihr Bildungsgang Ueberzeugungss.'iche ist, sich ohne weiteres mit einem Kreis identifizieren, der sogar deinentare Bildung aus religiösen Gründen ablehnt? Vorläufig hat man sich separiert. Die Existenz der ״Horeh“-Schule in Jerusalem, die nur deswegen von der Agudali geduldet wird, weil sie keine palästinensischen Kinder aufnehmen will, zeigt, daß man noch keine wirkliche Lösung gefunden hat. »Man lebt, auch räumlich geminimen, im neuen Jiseliuw und will gleichzeitig dem alten Jischuw zugehören — liier liegen Probleme vor, die zu einer Anriäherung bisher getrennter Geister und Entfremdüng sich Nahcglaubender führen kann. Wie man auch zur Frage der Einordnung typisch westeuropäischer Orthodoxie in Palästina stehen mag, fest steht, daß mit ihr von der Goiah her eine im Lande noch nicht gekannte Denkweise hereingebraeht wird. Ob sie fruchtbar sein wird, hat die Zukunft zu pntcrhpiiifn (Schluß des Palästina-Teils) I/idtmaCotleqt ENGLISCHES MÄDCHEN INTERNAL Fachschule für Frauenberufe - Typus einjährige Familienschule - Einjähriger Handelskurs Englische Morgenschule - Sprachenkurse PRAG VIII KOSCHINKA 502 SOMMER- UND WINTERSPORT - EINTRITT I. SEPTEMBER 1936 - RECHTZEITIGE ANMELDUNG - ILLUSTRIERTE PROSPEKTE GRATIS illll!ll!ill!lll!!!l 0J Uf *״/!ii.!*«*ä 1iui11n11i1i1111!11i11u111M1!111i1111!nf1i!1!i11iuu1{11i11111111111H11111n1111H111111!t11u1w1HHHtf111111!11111111m11uiK1!1i]1H1(n[11HHti111i1111!n1111i111Hffimwn1m11nR11m1]n11!111;s11unH1n111H11(mnm11 KtmwMHa II11UIMW Zentrale für Deutschland, Berlin W 15, Meinekestraße 10 / Postscheck: Berlin 104951 MlllllllllilllllilUl t

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