Mannheim
Compact Memory

Jüdische Rundschau · 1936-04-17 · Heft 30-31 (17.4.1936) · page 8

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
41 (1936)
Issue
Heft 30-31 (17.4.1936)
Date
1936-04-17
Page
– (sequence 8)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2651273-2653922-2653952--28623-2690113
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Seite 8 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 30/31, 17. IV. 1936 Grundstückserwerb durch Juden Das Landgericht Wiesbaden hat durch Beschluß vom 19. März einen Beschluß des Amtsgerichts Wiesbaden vom 2. März aufgehoben. Der erwähnte Beschluß des Amtsgerichts hatte dem (irundbuchamt beigepflichtet, das die Eintragung des Figeiitiimserwerbs eines Grundstücks durch eine Jüdin zurückgenicsrn hatte, mit der Begründung, daß nur deutsehe Volksgenossen Besitzer deutschen Bode» s werden könnten. Dieser Beschluß des Amtsgerichts ist nunmehr vom Landgericht Wiesbaden aufgehoben, das in der Begründung u. a. folgendes ausführte: ״Zutreffend ..iad die Ausführungen des ersten Richters, soweit sie davon ausgclieM, dalj frei der Rechtsfindung außer den erlassenen Ce;-,essen die na'ioiMLozialisfi-chc Weltanschauung zu berücksichtigen sei. Nicht ricbiig erscheint aber seine Folgerung, daß jeder Erwerb von Crund und Roden durch Juden unzuUU-ig sei. Für Grund und Bollen, der zu einem Krfihof gefror 1, io durch das Reichserbhofgc:>e!z der Erwerb durch Juden au-gew!1l1t-j.cn. Man kann der Ansicht sein, daß nach na! ionalsoziali 0 isdrer Anschauung das Verbot de״ Erwerbes sich aut!;mdwitiachafili hen Grund und Boden, jedentafle auf solchen von erheblicher Größe•, überhaupt erstreckt. Denn der du uh I.ntni« ins! hall genutzte dein-che Roden soll vor allem die Duelle der kraft dedem sehen Wilkes sein, seiner Gesunderhaltung und Krneuening;־einer Geschlecliier dirm n. In gewi—er Beziehung ist hier uueh schon ein Schutz geschaffen Hurch da.s Gesetz vom 15. Marz 1918 — RGBl. 123. das den Erwerb von Inndwirtschafdichcn Grundstiickeri titier 5 ha an die Genehmigung der Behörde knüpft. Kur behaute Grundstücke Ixstehen -olche ge-e'zliehen Fin-rhrankungen alxr nicht. Wohl ist der! Ire mjfd n 1!f s k*־n: « -rum und Bod verbunden. Er u . ID h (11 MD «,in S י U r k M iner Heimat, hrsonders wenn er! v ח neu V Ehen 1!.,, - u i 1 vier Haus seit CfMi :c, hn n ׳ m -U ■ 1 z 'יזו־׳,! r ] ’.inn irt -.Ate rn iזי. Viel«* Deutsche werden ei!! ,-*יי!!' nii h! ־m rinc n 11 1 a vrrh ."ו. ■n. Ihr \ nk »Ul m־b 4uG‘t־ (',nt: ״׳«d •i'-׳\ zun d in Städten und 2tl W ןיז־<ו׳.f ipe ■ hn 1 , d - der tt'sb ' ־ a‘1 jn Fi len i't dc׳׳h,1lb aller noch '■:,־hr .11,, ״ ״ I.-r!r; ו 1’ i. ל. zu!־», h he: .;>!:ו e --«‘י ■ י ’ l1 m:,.r uher die Wt! in luden ist durch die Nur! 11׳ ^׳•r (, - •rt\׳ ■ m ut;>־׳n׳ ». ־11: i *LÜ־ t־h!u,*>en anzu 1 hcn. Im Am-!,! d־, an ׳11 ‘׳ז,־1י־יי’1 ■» Vrrk ״ ״d! \ ,‘'rdt'ii. Kinrd• vי_.!ן•!■'!־ ״1 vn vcrbo'rn. ih-b ■1־ ■1 ״,׳ u־!r י h;dd1־׳hc Kingriffe .!.״! n \ ״׳> -ח״־ד. hu w, ״ Rr־r ( SU׳ ״; cricli’e durch die 1, -׳״!lh;L ח.!.־ ״׳,! h ״׳! k ח ::■kl ח ־. 1 \־׳D'hd>tirj;׳r1 weiden. >:[׳ ׳׳׳ יח!‘־' יי,׳■ 1! Ul 1)׳ Ui״■, hhuid hebelten und i >־!.- a mm V Mm orw! rhs von Ud .tuten Drtmdetürken, besonder .um tn-!ne 1 Wnhmvcc .art und aus k?: «־h.tt'.ltcher Notwen• tu^keu wa ib<־r e; 1 vor groüter T ragweite, und zwar ׳!יסות nu! m die \ r ן dtn!A_>e•,: let mlen, md •ru bei dem Besitz der Juden a n den׳ v 'nt n Vtir'f.i’h lH'f item in dir gt-Namie Wirschaft. Mar! ,lenk z B. an die zaMr< nrhe s F.di׳-, in denen der Erwerb i .um ׳ eine is’u zur R<'tun^ t Hier 1 i vjH'thc kt־ni׳?rdenng notwendig werden k.t m. ( ־,. r mit* ז wt :1 de ii >״׳re׳‘U׳: d esr Frage im Ansrhhiij an Iie Nur e!z־־berger i re! :rhu i״ n!!־h( mi jOvrcfmlt ha* — was nahe ijele-d CG ha"/ muß at qjcnomm! n vv er! i ■n, d.di die Staatshinrung die Regelung dieser trage jcdentallnoch nicht für jpruchreif gehalten ha:.“ Untermiete bei Juden Wie der Zeitschrift ״Das Grundeigentum“ S. 348 zu entnehmen ist, bat das Berliner Arbeitsgericht in einem Rechtsstreit über den Widerruf einer Kündigung den Grand- 5atz ausgesprochen, daß B e 11 ö r d e n a n g e s t e 111 c nicht bei Juden in Untermiete wohnen sollen. Der Klagerin, die bei einer ße/irksvcrwaltung angestellt war, war fristgerecht gekündigt worden. Sie verlangte Rücknahme der Kündigung wegen unbilliger Härte. Das Gericht wies die Klage auf Widerruf der Kündigung ab und erklärte, die Klägerin habe durch ihr eigenes Verschulden ihre Stellung cingebitßt. Sie habe dienstlich mit Volksgenossen außerhalb der Behörde zu tun gehabt. Bei dieser Sachlage hätte sie die!,flieht gehabt, die Grundsätze des nationalsozialistischen Staats zu achten und ihr Verhalten danach ein/urkhten. Zu den sidt daraus ergebenden I,{lichten gehöre es auch, daß sie nähere Bindungen zu jüdischen Personen löste. Die Volksgenossen, die sie au( (iruntl ihres Amtes zu betreuen hatte, würden kein Verständnis dafür aufbritigeii, daß eine im Auftrage der Behörde tätige Prufenn bei Juden in Untermiete wohnt. Wenn auch eine ausdrückliche Bestimmung gegen das Wohne״, bei Juden für Bchordenangcstellte nicht bestehe, so habe die Klägerin doch durch ihr Verhalten gezeigt, daß sie sich mit nationalsozialistischen Grundsätzen nicht vertraut gemacht habe. Der beklagten Behörde könne nicht zugemutet werden, die Kündigung zu widerrufen, Geschäftsverkäuie Folgende Firmen sind aus jüdischem in arischen Besitz übergega n g e 11: Modehaus Conrad Jacobsb c r g, K « 11 i g ’s b erg (jetzt (juh> ft Berner); Schuhhaus A i s b a c 11 e r, Ludwigshafc״ (jetzt Sduihhaus Edmund Keller); Ueschw, Mayer, A s c!1 a f f e n b u r g (jetzt Off. Hand,-( ics. Johann Sehostek); Sduihhaus Grünebach, Ober hause ח (jetzt Deutsches Sduihhaus Böhmer); S. Z c i tu a 1111 A •ü., Frankfurt a. M. (jetzt Sallwey ft Co., Textil A.-ü.): Haus für Wohnungseinrichtungen J. Outtmann in Munch c*n; die Eis- und Kühlmaschinenfabrik A. F ז c u n d 1 1 c 11, Komm and it-üeseilscliaft, Düsseldorf, Die S c h w a r z s c 11 i 1 d - O c h s A.-ü, in Frankfurt a. M. (Seide, Wolle usw.) hat ihr Detailgeschäft und das gesamte Detailwarenlagcr verkauft. Die Belegschaft _ von 61 Kränen wird vom Erwerber voll übernommen. Damit ist das Detailgcschäft der Firma in arischen Besitz übergegangen. Sie wird ihr Engrosgeschäft in Berlin und Frankfurt a. M. unverändert weüerfülircn. Die Bankfirma Hess C o in p. in Hildesheim ist an die Firma üottschalk & Co. K. C. (Inhaber ist der frühere Prokurist der Firma Fiess Comp.), übergegangen. Die in Hildesheim bestehende Filiale der Staatsbank ist mit der neuen Firma vereinigt worden. KKL-Arbelt ln Rumänien. Aus Bukarest wird uns geschrieben: Einer Einladung der Landeskommission des KKL für Rumänien folgend, hat sich Dr. Oskar N e u m a n n fast zwei Monate der Arbeit des Jüdischen Nationalfonds im alten Königreich gewidmet, wobei er eine ganze Anzahi von wichtigen Orten besuchte und eine erfolgreiche propagandistische und organisatorische Arbeit entfaltete. Trotz der sprachlichen Schwierigkeiten ist es ihm gelungen, in den von ihm besuchten Orten das Interesse für Erez Israel und das Problem des Bodens zu vertiefen, die organisatorisehen Grundlagen der KKL-Arbcit zu festigen und bei der Durchführung der Sonderaktion des KKL sehr schöne Resul• täte zu erzielen. DAS LAND Von Manfred Sturmann Wir dürfen nldit am Wege stehen bleiben. Auch wenn wir mutlos in die Knie brechen. Wir dürfen nicht in unsrer Ohnmacht treiben. Wir müssen wachsen über unsre Schwachen. Und wenn die Aengste sich in uns auch rfichen, Und wenn die Steine uns den Leib zeneiben - Lebt uns vom Ziel und nicht vom Wege sprechen. Ein Feuerstift soll in die Herzen schreiben: Du Land, ob in das Licht, ob in die Nacht gebettet, Ob wir als Helden oder Bettler fallen - Wir werden zfihe dir entgegenwallen, Den Mund verklärt an deine Scholle pressen, Im Tal der Hölle noch sind wir an dich gekettet - Lab uns verdorren, so wir dein׳ vergessen. MumniiiimiiiimiHiiiiiimiiimimiiumHiiniiiiiiiiiiiiuiniiiHiiiiuiiimmiwwimmiwiiiimiiiiiiimiiiiiiuiiimiiiiimiiniHi Die Arbeit des Joint New York, 12. April. (JTA.) Der Ehrenpräsident des American Joint Distribution Committee, Felix M. War bürg, hielt eine Radioa 11 spräche, in der er einen Uebeibiick über das Aufbau- und Hilfswerk des Joint im Verlaufe der 22 Jahre seines Bestehens gab. Er erörterte die Tätigkeit des Joint bei der Hilfe für Juden in fünfzig Ländern und ging auch auf die Sammelaktion zugunsten der Ansiedlung von Juden aus Deutschland ein. Der Sekretär des Joint Distribution Committee, Joseph C. H y m a n, erklärte in einer Pressebespreclumg, daß in den letzten zwölf Jahren 27 Millionen Dollar vom Joint für das Aufbau- und Hilfswerk der Juden in Polen verausgabt worden sind. Er erklärte weiterhin, für den Fall, daß der Joint mit seinem gegenwärtigen Drive Erfolg haben würde, könnten mehr als eine Million Dollar für das kommende Jahr dem Hilfswerk für die Juden in Osteuropa ™geführt werden. Von diesem Betrag würden etwa 60 °/0 für die polnisehen Juden verwendet werden. Vandervelde zu den Palästinaproblemen. Unser Pariser K - Berichterstatter schreibt uns: Der belgische Ex-Minister Vandervelde, dessen Buch über Palästina noch in Erinnerung ist, nimmt in einem Artikel in der ״Depeche de Toulouse“, der größten französischen Provinzzeitung, zu den neuesten Problemen des palästinensischen Aufbaus Stellung. Vandervelde betont, daß die jüdische Kolonisation Palästinas nach wie vor als eine der größten kolonisatorischen Leistungen der Neuzeit anzusehen ist, Ueber den großen Erfolgen des jüdischen Aufbaus dürfen aber die schweren Probleme der Stunde nicht vergessen werden. Die Juden bleiben in Palästina eine Minderheit und der Keren fajessod hat in den 15 Jahren seiner Existenz nur 15 Mill. Pfund Sterling sammeln können. Palästina tritt jetzt in die bisher schwierigste Periode seiner Entwicklung ein. Man hat dort jetzt nicht mehr mit einem Häuflein von Idealisten zu tun, die eine neue Gesellschaft aufbauen wollen, sondern mit sozialen Gruppen, die ihre Konflikte und Kämpfe haben. Es gibt jetzt Arbeitslose in den Städten und in den Pflanzungen. Infolge des britischen Protektionismus verkauft sich die Orange schwerer und zu schlechteren Preisen. In den Städten leidet vor allem die Bauindustrie. Auf politischem Gebiet empfinde die englische Regierung jetzt das Bedürfnis, den Arabern Konzessionen zu machen. Diese haben seil einiger Zeit wieder Herrenallüren angenommen. Die Jcwish Agency lehnt den Legislative Council ab, da sie gegenüber den Arabern und den englischen Beamten in doppelter Minoritat wäre. Die Engländer beschränken die Einwanderer. Diese Schwierigkeiten sind aber nur ein Grund mehr, mit allen Kräften das jüdische Aufbauwerk in Palästina zu unterstützen. Palästina ißt und muß auch weiter das Heim für die notleidenden Juden der ganzen Welt bleiben. ■4 ..*4>- 1־ f, V £־W* f, ..**‘"^** Unsere jüdische Jugend will nicht nur Auswanderung. Unsere Kinder wollen ein Leben in Arbeit, Freiheit und Ehre. Sie alle brauchen Boden! Es ist die ernsteste Aufgabe der Juden in Deutschland, ihren Kindern die neue Basis ihres Lebens und ihrer Arbeit in Erez Israel zu geben. Schafft Euch Lebensraum! . sp endet Boden für neue Siedlungen KEREN KAJEMETH LEJISRAEL Berlin W15. Meinekeitr. 10, Postscheck-Kto. Berlin 28247 IN ALL£R KURZE Die Reichsregierung hat als ein Gesetz unter dem 3. April eine neue Reichstierärzteordnung erlassen, die in ähnlicher Weise wie die Reichsärzteordnung die Rechts- Verhältnisse der Tierärzte regelt. Danach ist die Ausübung des tierärztlichen Berufes im Deutschen Reich von einer Bestallung als Tierarzt abhängig. Die Bestallung ist u. a. zu versagen, wenn der Bewerber wegen seiner oder seines Ehegatten Abstammung nicht Beamter werden könnte. Der Reichsminister des Innern kann in Härtefällen im Einvcrnehmen mit der Rekhstierärztekammer Ausnahmen zulassen. Verliert der Tierarzt die Staatsangehörigkeit durch Aberkennung oder durch Widerruf der Einbürgerung, so erlischt zugleich die Bestallung. Eine auf Grund der bisherigen Gesetze erteilte Approbation als Tierarzt gilt als Bestallung. (Im Deutschen Reich befinden sich gegenwärtig etwa 100 jüaische Tierärzte.) In die Gedenktafel, die vor dem St. Georg-Fiosp'rtal in Hamburg für die Opfer der Röntge 11-Forschung errichtet worden ist und die eine große Zahl von Forschern und Aerzten aller Nationen enthält, sind auch eine ganze Reihe von jüdischen Aerzten aus verschiedenen Ländern mitaufgenommen. Wie ans einer ganzen Reihe von kleineren deutsehen Städten gemeldet wird, konnte dort in diesem Jahre zum ersten Male kein Gottesdienst zu den Pcfiach-Feiertagen stattfinden, weil die Zahl der Juden infolge der Abwanderung so stark gesunken war, daß die zur Abhaltung eines Gemeinschafts-Gottesdienstes erforderliche Mindestanzahl von Teilnehmern nicht mehr vorhanden ist. Wie milgcteilt wird, ist bisher im Zusammenhang mit der Propaganda für den Erlaß eines Schächtverbotes, die vor der endgültigen Annahme des Schächtgesetzes im polnischen Parlament einsetzte, in 29 Städten ein gänzliches Schach tverbot eingeführt worden. Von diesen Städten wird eine rituelle Schächtung nur dann erlaubt werden, wenn, wie es im Schächtgesetz vorgesehen ist, der Anteil der jiidisehen Bevölkerung an der Gesamtbevölkerung der Stadt mehr als 3 ״> ausmacht. Im polnischen Agrarministerium ist man augenblicklich mit der Ausarbeitung der Durchfiihrungsverordnung zu m Schächtgesetz beschäftigt. Die Verordnung soll bis zum 1. August erscheinen und zusammen mit dem Gesetz am 1. Januar 1937 in Kraft treten. Die Handwerkerabteilung der litauischen Organisation, in der bisher starke antisemitische Tendenzen zu finden waren, hat beschlossen, z.usammen mit den jüdischen Handwerkern Litauens eine Aktion zur Besserung der Lage der Handwerker- Schaft durchzuführen. Auf eine Anfrage im Unterhaus erklärte der Regierungs״ Vertreter Lord Cranborne, die britische Regierung werde sich an der vom Oberkommissar für Auswandererfürsorge, General Sir Neill Malcolm, angeregten und vom General- Sekretär des Völkerbundes, Avcnol, fiir den 2. Juli 1936 einberufenen zwischenstaatlichen Regierung*־ konferenz für Auswandererrechtsschutz beteiligen. Im Alter von 67 Jahren starb in New York Rabbi Samuel Rabinowltz, ein Urenkel des Wilnaer Gaon. ״Das wundervollste Panorama der Welt“. Der Erzbisch of von Armagh veröffentlicht in der ״Times“ eine Zuschrift, worin er darauf hinweist, daß an einer be?, stimmten Stelle der Straße Haifa — Nazareth durch die Aufforstungsarbcifen die Gefahr entstanden ist, daß der einzigartige Blick über die Landschaft versperrt werden könnte. Es handle sich nach seiner Meinung um eine Strecke, die höchstens 30-40 Yards lang ist. Der Erzbischof b?- schreibt in Einzelheiten den Ausblick von dieser Straße und bezeichnet ihn als ״das wundervollste Panorama in der ganzen Welt“. In einer späteren Nummer der ״Times“ nimmt der Generalsekretär des Jüdischen Nationalfonds, S. Lewin, zu dieser Zuschrift Stellung und macht darauf aufmerksam, daß es sich 11m den Balfour-Wald und den angrenzenden König Oeorge-Jubiläums-Wald des Jüdischen Nationalfonds handeln könnte. Er habe, so teilt er mit, an das Aufforstungs-Departement des Jüdischen Nationalfonds in Jerusalem sofort in dieser Sache geschrieben und ist überzeugt, daß der von dem Erzbischof geäußerte Wunsch berücksichtigt werden wird. Palästina-Vortrag in der Wiener Botanischen Gesellschaft. Unser Wiener I. R.-Berichterstatter schreibt uns: Dr. Israel Reichert, der Leiter der Botanischen Abteilung der Landwirtschaftlichen Versuchsstation in Rechowofh, der sich gegenwäriig zu wissenschaftlichen Zwecken in Wien aufhält, hielt auf Einladung der Zoologisch-Botanischen Gesellschaft in Wien im Hörsaal des Botanischen Instituts einen Vortrag mit Lichtbildern über ״Pflanzcngcograp bische Probleme Palästinas mit besonderer Berückslchtigung der Flechten“. Der Vorsitzende der Zoologisch-Botanischen Gesellschaft dankte Dr. Reichert für seine Interessante 'Vorlesung. Im Auditorium bemerkte man den Direktor des Botanischen Instituts der Universität Prof. Kn oll, den Direktor der Botanischen Abteilung des Natur* historischen Museums in Wien Hofrat v. K r e i ß 1 e r, den Flechtenforscher Hofrat Zahlbruckner und eine Anzahl jüdischer Universitätsprofessoren, sowie Baron Louis von Rothschild. Jüdische Musiker in Barcelona. Uns wird geschrieben: Die Konzertsaison in Barcelona brachte nach den Erfolgen Yehudi Menuhins und des Pianisten Rubinsteins einen weiteren Höhepunkt mit dem Besuch Fritz Kreis- I e r s, der einer Einladung der Vereinigung für Kammer* musik Folge leistete und früheren Triumphen in Spanien einen neuen hinzufügen konnte. Der Abend brachte u. a. Kreislers Bearbeitungen von Pugnani, Couperin und den ,3 Caprichos“ von Paganini. ln den meisterhaften Bach- und Beethoven-Interpretationen war der große spanische Dirigent Pablo Casals ein kongenialer Führer des begleitenden Orchesters. — Ein bedeutendes musikalisches Ereignis verspricht die Festwochefür zeitgenössische Musik zu werden, die vom 18.-25. April in Barcelona unter Mit- Wirkung einer großen Anzahl von Künstlern Spaniens und des Auslands stattfindet. Gleichzeitig tagt der Kongreß der Internationalen Gesellschaft für Musikwissenschaft, unter den zur Aufführung gelangenden Werken, die von einer internationalen Kommission aus gewählt wurden, befinden sich die Sonate für Sopran und Streichquartett des Schönbergschfilers und Forschers auf dem Gebiet der orientalischen Musik, Egon W e 11 e c z, sowie ein Konzert fiir Violine und Orchester von Marcel Miltalovicz, das Stefan Frenke 1 wiedergeben wird. A. Mit dem LandschulReim Florenz: Ferien an der italienischen Riviera 1. JuII bis 30. September In Forte del M arm I breiter Sondstrand, nahes Gebirge, Pinienwälder, Wohngele&enheit für Eltern im Ort Tagespreis für Ferienkinder RM 4,78 inkl. wahlfreiem Unterricht und Sprachkursen — Auskunft durch die Landschulheimleltung Florenz, Plan del Oiullarl, Villa Pani

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.