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Jüdische Rundschau · 1936-04-10 · Heft 29 (10.4.1936) · page 17

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
41 (1936)
Issue
Heft 29 (10.4.1936)
Date
1936-04-10
Page
– (sequence 17)
Language
German
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SPOP T-P UNOSCHAU 10DISCHE RUNDSCHAU NR. 29, 10. APRIL 1936 Bar Kochba - Hakoah wieder Fußballmeister Im Handball Tabellengleichstand durch JSG-Sieg Zu den Sperrbestimmungen Von Fritz Lewinsohn, Köln ln einer vom Reichsausschuß jüdischer Sportverbände herausgegebenen Veröffentlichung sind Vereinbarungen enthalten, die zwischen Mahhabi und dem Sportbund des RjF. getroffen worden sind. Die Veröffent- Hebung zeigt, inwieweit es zwischen den beiden Verbänden za einer Zusammenarbeit kommen kann und wo die Grenzen dieser Zusammenarbeit liegen. Sicher kann man durch die Regelung verschiedener Fragen, wie gemeinsame Benutzung von Sportanlagen, durch Sperrfristen bei Verbandswechsel usw., vielen äußeren Reibungen den Boden entziehen. Dies ist um so mehr zu begrüßen, als so die geistigen Auseinandersetzungen mit aller Fairness ausgetragen werden können. Die vorliegenden Veröffentlichungen müssen von der praktischen und von der grundsätzlichen Seite betrachtet werden. Von der praktischen Seite aus war es ein Entgegenkommen des Makkabi, Sperrbestimmungen zuzustimmen. Ohne Frage kommen in der Regel Uebertritte vom RfF. zum Makkabi vor. Daß der RjF. derjenige war, der die Sperrbestimmungen stets verlangt hat, ist somit verständlich. Das Argument, daß Sperrbestimmungen sportüblich sind, ist allerdings fehl am Platze, da es Sperrbestimmungen nicht zwischen zwei verschiedenen Verbänden gibt. Wenn dem RjF. hieran gelegen ist, so hat der Makkabi um so weniger etwas gegen diese Bestimmungen einzinvenden, als er von sich aus das größte Interesse daran hat, die Menschen, die heute zu ihm streben, auszuwählen. Sich! jeder Sportler, und nicht jeder Verein, der zum Makkahi kommt, gehört in seine Reihen. W er aber aus in ne r e r U eher zeugung za ihm kommt, ivird für ein oder zwei Monate sportlicher Untätigkeit in Kauf nehmen. All dies ist eine praktische Maßnahme, die für den RjF. vielleicht Bedeutung haben kann, für den Makkabi aber bedeutungslos ist. Wenn ״Frieden“ die Vertuschung der weltanschaulichen Gegensätze bedeuten soll, und wenn Zusammenarbeit heißen soll, daß man zugunsten eines reinen Sportbetriebes darauf verzichtet, immer wieder die mahnende Stimme za erheben, um die Jugend für die Idee des 'Zionismus zu gewinnen, dann ivird es solche Eintracht nicht geben können. Für den Makkabi ist Sport das comehmsle Mittel, zu einer bestimmten menschlichen und jüdischen Haltung zu erziehen. Diese Erziehung, die zu vera dw i: t'ivhem Einsatz beim Aufbau von Erez Israel bilden soll, ist der Schwerpunkt der Mahhabi-Arbeit. Die Werbung neuer Menschen ist eine natürliche Aeußerung einer lebendigen Bewegung. Resultate des Sonntags Makkabi-Rundenspieie Dresden Fußball: BK. Dresden I. Knaben Regen Hagibor Bei!In I. Knai«! 2:2 (1:2); BK. Dresden I. Herren gegen Hagibor Berlin I. Herren 2:5 (1:2). Handball: BK. Dresden I. Herren gegen Marcabi Berlin I. Herren 7:2 (6:1). Allgemeiner Spieibetrieb Frankfurt a. M. BK. Frankfurt gegen Schild Frankfurt 1:1. Vorschau Der Spielausschuß des Jüdischen Fußball-Vereins veranstalfet am Freitag, dem 10. April, und am Sonntag, dem 12. April, auf dem Sportplatz am Sehäfersce einen ״Tag der Jüdischen Fußball-Jugcn d“. Am Freitag stehen sich mir Vereinsmannschaften gegenüber, am Sonntag spielen kombinierte Mannschaften aller Klassen gegeneinander. Freitag: Platz li: II. 05 Uhr: Hakoah V. Schüler gegen Hagibor It'. Schüler, Hakoah IV. Schüler gegen Hagibor UI. Sclmlcr: 11.10 Uhr: JSK. H. Schüler gegen (SC. III. Schüler; 1.15 Uhr: Hakoah III. Schüler gegen JSK. 1. Schüler. PI a 1 z I: 10 Uhr. Hagibor II. Jugend gegen Hakoah U. Jugend; 11.25 Uhr: Hagibor!.Schüler gegen Hakoah II. Schüler; 12.30 Uhr: Hakoah I. Jugend gegen ISO. II. Jugend; 1.55 Uhr: Hakoah 1. Schüler gegen JSG. I, Schüler; 3 Uhr; JSG. I. Jugend gegen Ilagilwr I. Jugend. Sonntag: 11 Uhr: Schüler• Auswaldspicl der II. Klasse; 12 Uhr: Jugend- Aus« alilspic! der II. Klasse; 1.30 Uhr: Srhülcr-Amwahlspiel der I. K!a.o,e; 2.40 Uhr: Jugeiid-Auswahlspicl der I. Kla-se. Jüdischer Sport aus aller Welt Hagibor Prag zeigt guten Nachwuchs. Der Hagibor zeigte hei den Prager Scliwimmeistcrschaftcn in dem noch sehr jungen Schwimmer H a j c k ein neues Talent. I lajek gewann die 400 m Freistil gegen den favorisierten Vondrejc (Sparta Prag), der bis kurz vor dem Ziel in Führung lag, in der guten Zeit von 5:37,8 Min. Schwimmfest der Hakoah Wien. Mit einem internen Schwimmfest eröffnete die Hakoah die diesjährige Saison. Oute Leistungen vollbrachten Kulk a, der die 200 m Kraul in 2:20,6 Min. gewann, und Judith Deutsch, die für die 100-m-Kraul-Strecke nur 1:14,6 Min. benötigte. Suzanne Lenglen wieder beim Tennissport. Suzanne Lenglen, die bekannte jüdische Tennismeistcrin, die sechsmal die Weltmeisterschaft im Tennis gewann, hat beschlossen, wieder Tennissport zu betreiben, diesmal aber n!cht_ als aktive Spielerin, sondern als Lehrerin. Sie eröffnet demnächst in Paris eine Tennisschule. Hecht siegt weiter in Indien. Der bekannte jüdische Tennismeister Hecht setzte seine Siegesserie in Indien weiter tort. Es gelang ihm, den spielstarken Inder Kauf 6:0, 8:6 zu schlagen. Außerdem kam er im Doppel mit Metaxa zu einem Siege über Beatty-Brooke mit 11:9, 6:2. Das Entscheidungsspie lim Fußball zwischen den I. Mannschaften Bar Kochba-Hakoahs und der JSG. konnte Bar Kochba-Hakoah sicher mit 2: 1 gewinnen. Das Spiel stand, wie es bei solchen Entscheidungsspielen oft ist, auf keinem sehr hohen Niveau. Besonders die Mannschaft von Bar Kochba-Hakoah ging nicht voll ans sich heraus. Selbst ein Unentschieden hätte ja genügt, um die Meisterschaft zu sichern. Die JSG. machte den großen Fehler, auch sehr defensiv zu spielen, obwohl sie wissen mußte, daß nur ein Sieg ihr die Möglichkeit gab, noch einmal aufzuschließen. Aus einem Gedränge heraus kann Ende das erste Tor erzielen. JSG. setzt nun alles daran, den Ausgleich zu erzwingen, der ihr auch überraschend gelingt. Bei einem Angriff der Hakoah-Mannschaft verübt der gegnerische Verteidiger ein grobes Foul; der unausbleibliche Elfmeter wird von Iscnheim unhaltbar verwandelt. Mit 2: 1 geht es in die Pause. Nach der Pause versucht die JSG. mit aller Kraft aufzuholen, wobei sie auch nicht immer im Rahmen des Erlaubten bleibt. Das hat zur Folge, daß erst Hiikowitz und kurz vor Schluß auch Rosenberg den Platz verlassen müssen. Alle Angriffe der nunmehr geschwächten JSG.-Elf scheitern an der sicheren Arbeit der Bar Kochba-Hakoah-Mannschaft, die zum Schluß als Sieger und Erringer der Meisterschaft gefeiert wird. Bemerkenswert ist, daß bereits die II. Mannschaft, die I. Jugend- und die I. Schüiermannschaft die Meisterschaft ihrer Klassen errungen haben. Das zweite Zusammentreffen der I. Handballmann sc haften des Bar Kochba-Hakoah und der JSG. endete mit einer Ueberraschung. Die allgemein favorisierte Mannschaft des Bar Kochba-Hakoah wurde von der ISG. nach durchweg überlegenem Spiele eindeutig mit 10:4 Toren geschlagen. Bar Kochba-Hakoah hatte das erste Spiel um die Meisterschaft des Jüdischen Spielausschusses in Berlin im Januar nach überlegenem Kampf mit 7:3 Toren gewonnen und ein Unentschieden hätte in diesem Kampf genügt, um auch in diesem Jahre die Meisterschaft im Handball für den Bar Kochba-Hakoah zu erringen. So muß nun noch ein drittes Spiel ausgetragen werden, dessen Sieger dann endgültig der Meister der Spielsaison 1935-36 sein wird. Die JSG. hatte für dieses Spiel einige Umstellungen in ihrer Mannschaft vorgenommen, die ihr eine bedeutend stärkere Durchschlagskraft gaben. Dorfmann, der bisher in der Verteidigung gespielt hatte, übernahm die Stimmführung, und es gelang ihm, in den Sturm der JSG. einen solchen Zusammenhang hineinzubringen, daß ein so hohes Torresultat herau •geholt werden konnte. Henoch, der statt Mundstock als Mittelläufer spielte, konnte durch aufopferndes Spiel den Sturmführer des Bar Kochba-Hakoah, Werner Spandau, ziemlich kaltstellen. Dem- Eine Woche des Trainings-Lernens Dar Makkabi-Kurs in Herrlingen Das Bialik-i!aus des j ii d i s c h en Landschulheimes in H e r r I i n g e n erlebte eine merkwürdige Wandlung. Bis vor wenigen Tagen noch hatten die Räume die Kinder und Jugendlichen beherbergt, die in dieser Schule gemeinsam leben, lernen und arbeiten. Nach einigen Tagen vollkommener Stille bevölkerten sich die Räumlichkeiten mit 40 Makkabim und Makkabioth aus einer stattlichen Anzahl von Vereinen des Deutschen Makkabikreises. Trotz, aller Losgelöstheit aus dem Alltag zeigten diese Menschen die freiwillige Disziplin und Unterordnung, die ihnen ais verantwortungsbewußte Mitarbei. ter in den Gruppen der Makkabi-Bewegung, eine Selbst- Verständlichkeit ist. Von dem Augenblick an, da Kurt Lewin Begrüßimgsworte an die Makkabim richtete, begann eine ernsthafte Arbeit. Nachdem Kurt Lewin in einem ausführlichen Referat den Platz, den der Makkabi innerhalb der zionistisehen Welt einnimmt, aufgezeigt, begann die praktische Arbeit. Zwei in der Makkabi-Bewegung aiifgewachsenc und an der praktischen Makkabi-Arbcit gewachsene Sportfachleute, Max Loewy und Martin Siedner, Köln, hatten es übernommen, die zum Lernen zusamtnengekommenen Menschen mit der Methodik, Ausführung, der Vielgestaltigkeit und Pädagogik des Turnens, der Turnspiele und des Hallensportes vertraut zu machen. Ans mehreren sich über die ganze Woche erstreckenden Kursen, von denen jeder etwa 2V2stündig war und die sieh systematisch aufeinander aufbauten, schöpften die Makkabim aus praktischen Beispielen und Vorführungen, bei denen sie selbst aktiviert wurden, wie auch ans theoretischen Abhandlungen eine solche Fülle technischer Kenntnisse, daß sie für lange Zeit imstande sein dürften, den Uebtmgsbetrieb in ihren Vereinen ideenreich zu gestalten. Ganz besonderes Augenmerk hatten die beiden Leiter auf die praktische Demonstration eines Trainingsbetriehes gelegt, der unter Zugrundelegung der primitivsten Räumlichkeiten und Hilfsmittel durchgeführt werden muß. Die Kurse und Vorführungen in der Turnhalle oder in kleinen Räumen, die der Beispielhaftigkeit wegen zu Hilfe genommen wurden, wurden ahgeiöst durch Trainings- Gemeinschaften, die den Sportlern die Kenntnisse eines uten leichtathletischen Trainings-Betriebes vermittelten. Diese Jeburgskurse, die Kurt L e w i n aus seinen eigenen praktischen Erfahrungen heraus zu ebenso interessanten wie wertvollen Kursen gestaltete, waren ebenfalls so auigebaut, daß man das Gelernte praktisch verwerten kann, wenn selbst nur ein kleines Stückchen freien Geländes zur Verfügung steht. Das sportliche Programm wurde ergänzt durch Regellehre und Methodik der Spiele, durch die Vorführung eines abwcchs- Iiingsreicben Gymnastik-Betriebes und nicht zuletzt durch theoretische und praktische Vermittlung der Kenntnisse vom Aufbau und der Durchführung sportlicher Veranstaltungen und Akademien. Nur die Lernfreudigkeit der Teilnehmer ließ es verständlich werden, daß sie trotz der körperlichen Anstrengung, die bereits frühmorgens mit dem einstündigen Training, das Loewy, Lewin und Siedner abwechselnd leiteten und durch besondere Schärfe und Exaktheit zu einer ernsthaften Angelegenhcit werden ließen, einsetzte, noch die Kraft aufbrachten, die geistige Nahrung in sich aufzunehmen. Es war nicht leicht, die Menschen, die körperlich äußerst angestrengt waren, bei den Vorträgen, die oftmals schwierige Probleme behandelten, von Anfang bis Ende zu fesseln. Wenn es trotzdem gelang, die Zuhörer interessiert zu erhalten, selbst für die Dauer dreistündiger Arbeitsgemeinschaften, so beweist das, daß die Auswahl der Referenten glücklich getroffen wurde. Die Stoffzusammensfcliung und die Methodik der Vorträge waren so gewählt worden, daß den Teilnehmern ein umgegenüber war die Mannschaft des Bar Kochba-Hakoah ge• en die früheren Spiele nicht wiederzuerkennen. Marx, Cymallst und Guttmann, die nach Ercz Israel übergesiedelt sind, und Sommerfeld, der verletzt war, konnten nicht ausreichend ersetzt werden. Die Mannschaft zeigte von Anfang an keinen rechten Zusammenhang, ließ alle durchgreifenden Aktionen vermissen und zeigte in Aufbau und Deckung bedenkliche Schwächen. Von Anfang an ging JSG. in Führung. Erst beim Stande 4:0 für JSG. gelang es dem Mittelläufer, Erwin Spandau, das erste Tor für Bar Kochba-Hakoah zu schießen. JSG. konnte aber seinen Vorsprung bis zur Pause noch auf 6:1 Toren erweitern. Wenn die Anhänger des Bar Kochba-Hakoah geglaubt haben, daß nach der Halbzeit eiti besserer Zusammenhang in die Mannschaft kommen würde, so sahen sie sich in ihren Hoffnungen stark getäuscht. Ein kurzes Aufflackem des alten Kampfgeistes brachte in den ersten 10 Minuten eine Verringerung des Torabstandes um zwei Tore auf 6:3 zustände, dann aber holte die JSG. mächtig auf und stellte das Schlußresultat von 10:1 Toren und damit den ersten Sieg über die Haiulhalimannschaft des Bar Kochba-Hakoah sicher. Im Da me 11 spiel konnte die JSG. nach recht verteilten! Spiel gegen' die durch yieifartien Ersatz, geschwächte Mannschaft des Bar Kochba-Hakoah mit 4:0 Toren die Meisterschaft gewinnen. Das E 111 s c 11 e i d u 11 g s s p i e I um die Haudballineister- Schaft der Männer durfte im Mai staufinden. Klasse I! Verein Spiele yew. unent verl. Tore Punkt® Hakoah II n 9 1 1 43 20 19; 3 Hagibor!1 11 7 1 3 37 19 ל : 15 Hakoah A. H. 10 ל — 3 37 17 14 :6 Hakoah III 9 5 3 25 19 11 :7 JSC 33 n 8 5 - 3 29 13 J0 : 6 JSG 33 m 9 3 5 21?6 7 : 11 Hagibor III 9 2 — 7 5 47 4 : 14 JSK II 13 Klasse III 13 12 53 0: 26 Hakooh IV 13 11 — 2 68 16 77:4 Hajfibor V 8 6 1 1 40 11 13 : 3 JSG 33 IV 11 7 3 36 26 15 : 7 JSG A- H. 9 5 3 19 16 11 :7 Hakoah V 12 fl — 6 31 28 12 : 12 Hagibor IV 10 4 — 6 19 53 8 : 12 JSK Hl 11 3 1 7 20 33 7 : 15 JSG 33 V 12 ר 9 21 57 5: 19 JSK IV 10 _ 9 13 27 1 :19 fassendes Bild von de 1 wissenswerte ו Gelm *teil des jüdist l!e!1 Lebens v< ■rniittclt wurde. Das plidas. 1!gische! ,rogramin he״ gann mit •i1;em Re erat von Dr. Alfred M o s e r, Piankfurt, das einen historsichen Ru•. kbi'ick über 111 ‘ Oese. gg'ljtc Prelis׳ inas bildete, 11 1 d tl a s t ie "1 rund läge ahg 1b für die später vom selben k’e (Teilten gele tere palästinak imllicht Arbeitsgen ein- Schaft, die eine Fuße interessanten und wertvollen Materials brachte. Die Lehrkursc setzten sich fort mit einer von Siddv (j o 1 d s e h m i d t gegebenen Darstellung der (icschichte des Zionismus und seiner Träger, einer von Hardy Swarscnsky interessant gestalteten Arbeitsgemeinschaft über nationale Ko- Ionisation, die mit einem Referat ״Die Bedeutung des nationalcn Kapitals“ vom seihen Referenten ergänzt wurde. Hanns W i n t e r, Berlin, zeichnete die Entwicklung der jüdischen und inshesondeie der zionistischen Jugendbewegung, und bchandelte die Aufgaben des Reichsausseluisscs der jüdischen Jugendverbämle. Rabbiner I)r. Rothschild, Saarbrücken, gab eine lehrreiche Da׳stcliung antiker jüdischer Geschichte. Julius (i o I d 1) e r g, Köiit, verstand es auch dietnal wieder, den Teilnehmern durch seine entspannende und doch ernsthafte Lchrwcise eine Fülle neuer hebräischer Fieder zu vermittein und demonstrierte in anschaulicher Weise die Möglichkciten eines von Musik getragenen rhythmischen üymnastik-Betriebcs für Kinder und Erwachsene. Die Abend-Veranstaltungen brachten nach einem arbeitsreichen Tag Stunden des Gemeinschafts-Erlebens. S i d d y Goldschmidt Hagibor erhält Silberpokal der Stadt Prag Zu einer einzigartigen Kundgebung' gestaltete sich die letzte Fcstversaiiunitmg des Prager Hagibor. Die I atsache, daß es dem jüdischen Verein gelungen war, innerhalb von fünf Jahren iilntereinauler die 'Staatsmcister-ehaft im Schwimmen zu gewinnen, war der äußere Anlaß dieses Vereins, der im überfüllten Festsaal des Autoklubs zahlreiche Mitglieder und Freunde des Klubs gefolgt waren. Der Vorsitzende des Vereins, Norbert Adler, begrüßte die erschienenen Gäste. Die Feier nahm einen eindrucksvollen Verlauf. Zahlreiche Redner beglückwünschten den Verein zu seinen großartigen Erfolgen und wünschten ihm für die weitere Zukunft das Beste. Ueber 50 Glückwunschadressen und Telegramme waren aus dem 111- und Auslände gekommen, darunter ein überaus herzlich gehaltener Brief des Vorsitzenden der Makkabi-Exekutivc, Prof. Selig Brodetzki, London. Dann erfolgte die Uebergabe des großen ״Silberp o k a I s d c r S f a d t Prag1' durch den Stadtverordneten Dr. P. K a v a n c k. Aus Anlaß des Jubiläums war ein ״Go 1 - den es H a g i b o r - B u c h“ angefertigt worden, in das sich bereits der Präsident der tschechoslowakischen Republik, f>. E. Ben es ch, Gesundheitsminister Dr. Czech, Primator Dr. Baxa und andere Persönlichkeiten eingetragen hatten. Äße aktiven Schwimmer, die an der Erringung der Meisterschaft beteiligt waren, erhielten Erinnerungsplaketten. Zwei jüdische Boxmeister in Lodz Bei den Box-Meisferschaftcn von Lodz sicherten sich zwei jüdische Boxer Meistertitel. Der Bantamgewichtler Gottf r i c d und der Schwergewichtler B I i c b a u m sind die neuen Meister, die auch noch bei den polnischen Meisterschaften ein ernstes Wort mitreden werden. Judith Deutsch schwimmt österreichischen Rekord . Judith Deutsch (Hakoah Wien) stellte über 200 m Crawl mit 2:45,4 Min. einen neuen österreichischen Rekord auf. Sie verbesserte damit ihre alte Bestleistung um 1,2 Sek.

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