Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 41 (1936)
- Issue
- Heft 27-28 (3.4.1936)
- Date
- 1936-04-03
- Page
- – (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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SPOB T-D UNDSCHAU JÜDISCHE RUNDSCHAU Regelung des Sportbetriebes NR. 27/28, 3. APRIL 1936 Fußball- und Handball-Entscheidungen Der Reichsaasschuß Jüdischer Sport ver• bände hat seine Beschlüsse, soweit sie für die Regelung des Sportbetriebes von grundsätzlicher Bedeutung sind, veröffentlicht. Die Veröffentlichung, in der einleitend die Zusammensetzung des R.-A aus Mahkabi und RjF. dargelegt wird, enthält wichtige Bestimmungen über Mitglied■ Schaft und Spielbetricb. Nur Juden können Mitglieder eines Vereins der den Reichsausschuß bildenden Verbände sein. Nur diese Mitglieder sind an den Veranstaltungen der Verbände startberechligt. Für die gemeinschaftliche Benutzung von Trainingsstätten durch Mahkabi- und RjF.•Vereine sind Richtlinien festgesetzt. Doppelmilgliedschaft in den beiden jüdischen Sportverbänden ist unzulässig. Auch über die gegenseitige Anerkennung von Strafen sind Vereinbarungen getroffen worden. Ilervorzuhehen ist, daß auch in der Frage der Sperrbestimmungen eine Einigung erzielt worden ist. Bis vor kurzem konnte es bekanntlich in dieser Frage, in der der Mahkabi den Standpunkt vertrat, keine Sperrfrist bei Verhandswechsel anerkennen zu können, während der RjF. für die einzelnen Sportarten solche Sperrfristen von 6 Monaten bis zu einem Jahr verlangte, zu keiner Verständigung kommen. Die gesamten Bestimmungen werden in wenigen lagen in gedruckter Form erscheinen und für die jüdischen Sportler sowie besonders für die Vcreinsleiter ein wichtiges Hilfsmittel bei der Entscheidung sich aus dem Spielbetricb ergebender Fragen sein. Auch für die Arbeit des Reichsausschusses und für die Beziehungen zwischen den beiden Verbänden, die trotz der nicht immer einfachen Materie diese für den jüdischen Sportbetricb grundlegenden Richtlinien geschaffen haben, ist die Veröffentlichung ein guter Beweis. )1וווווווווו!ווווווווו!ווווווווווו1וווו!וווווווווווווווווווווווווןווווווו1ווווווווווו1ווווו!ווווווווו!ווווווווווווווו!וווווו1וווווווו11וווווווווו!ווווווווו1)41 Was bringt der Sonntag? Berlin Gruncwald Platz I: 12.45 Uhr: BK. II gegen Stettin I. Männer; 2 Uhr: BK 1 gegen JSG. I. Frauen; 3.15 Uhr: BK. I gegen JSG. I. Männer; 6 Uhr: BK. I gegen Stettin I. Knaben. P,1 atz II: 10 Uhr: JSG. I. Jgd. gegen BK. III. Männer; 12.15 Uhr: BK. III. Frauen gegen JSK. I. Frauen. Sportplatz am Scliäferscc Platz I: 9 Uhr: Hagibor I. Jgd. gegen JSG. II. Jgd.; 12.20 Uhr: Magibor III gegen Ilakoah II. Platz II: 10.40 Uhr: Ilakoah I. Jgd. gegen JSG. III. Jgd. Sportplatz Niederschön hausen: 12.50 Uhr: JSG. II gegen JSK. II, Halle JSK. Berlin gegen BK. Halle. Dresden 11 Uhr: BK. Dresden gegen Hagibor Berlin (Knaben- Fußball). — 12 Uhr: BK. Dresden gegen Hagibor Berlin (Damcn-Handball), — 14 Uhr: BK. Dresden gegen Makkabi Berlin (Hcrren-Handball). —- 15 Uhr: BK. Dresden gegen Hagibor Berlin (Hcrrcn-Fußball). Duisburg Hakoah Essen gegen Hakoah Köln. Köln Hakoah Köln Damen gegen Jtus Duisburg Damen. Die mit je zwei Vcriustpunkten an der Spitze der Tabelle stehenden Mannschaften ermitteln am kommenden Sonntag den westdeutschen Makkabi-Meister. Dr. Heymann-Gedäclitnis-Pokalspiele. Nach Beendigung dci Mcistcrschaftssaison beginnen Ende April im Fußball die Spiele um den Dr. Hcymann-Gedächtnispokal, der vom Jtus Duisburg verteidigt wird. Die Spiele werden in zwei Gruppen ausgetragen; itn Ruhrgau zwischen Hakoah Essen, Itus Duisburg und Hakoah Wuppertal, im Rheingau zwischen Makkabi M.-Gladbach, Makkabi Düsseldorf und Hakoah Köln. Die Sieger beider Gruppen kämpfen dann um den Wanderpreis. Trainingsleiter-Seminar des westdeutschen Makkabi. Unter zahlreicher Beteiligung aus den Makkabivereinen Westdeutschlands fand vom 26. bis 2<). März ein Trainingsleiter-Seminar in der Kölner Hakoah-Sporthalle statt. In pausenloser Folge wurden die volkstümlichsten Gebiete der Leibesübungen, wie Bodenturnen, Geräteturnen, Körper- und Laufschule, Hallenspiele, Leichtathletik durchgearbeitet, ferner Kindergymnastik una Rhythmik. Schließlich hatten die Teilnehmer noch Gelegenheit, einen Kampfrichter-Lehrgang zu absolvieren und wurden mit dem hebräischen Kommando vertraut gemacht. Im Rah jn des Lehrganges sprach Fritz Lewinsohn, Köln, zu den Themen: ״Der Weg des Makkabi in der Welt des Zionismus“ und ״Organisation, Aufbau und Entwicklung eines Makkabivercins“, Dr. Max Spiegel, Köln, über ״Erste Hilfe“, Richard Falkenstein, Hochneukirch, über ״Technik und Taktik der Mannschaftsspiele“. Eine Entspannung von der intensiven Tätigkeit brachten eine Ssichah der Hakoah Köln, ein Oncg Schabbat im Beth Chaluz und ein Neschei Makkabi unter Leitung von Julius Goldberg, Köln. Neben Hilde Hirsch-Stcrn, die in instruktiver Weise Gymnastik und Rhythmik den Teilnehmern des Seminars näherbrachte, waren in erster Linie Max L o e w y una Martin S i e d n c r, Köln, für den Kursus verantwortlich, der in vorbildlicher Weise von ihnen vorbereitet und durchgeführt wurde. Ein interessanter Spielsonntag Das Zusammentreffen von drei Entscheidungsspielen im jüdischen Sport Berlins machen den kommenden Sonntag zu einem besonderen Sportereignis. Sowohl im FußbaG der Herren wie im Handball der Herren und Damen wird die Entscheidung über die beste jüdische Mannschaft Berlins fallen. Im vorigen Jahre hat bekanntlich Bar Kochba- Hakoah sich die Meisterschaft im Handball und Fußball bei den Herren für den Makkabi gesichert. Nur im Handball der Damen konnte die J S G. mit einem knappen 3:2-Sieg die Meisterschaft erringen. Bei den Männern haben sich Hakoah I und J S G. I an die Spitze der Fußball-Tabelle gespielt. Die Hakoah-Mannschaft ist zur Zeit ausgeglichener als die JSG.-Eif, besonders die Hintermannschaft zeigte während der ganzen Spielzeit eine zuverlässige Form. Auch die Läuferreihe wird der JSG. überlegen sein. Der Sturm, der in der letzten Zeit verschiedentlich umgestellt wurde, bewies zwar in den letzten Spielen, daß er wieder an Durchschlagskraft gewonnen hat, wird aber gegen die starke Hintermannschaft der JSG. sein Letztes hergeben müssen, um zu zählbaren Erfolgen zu kommen. Bei der JSG. ist besonders der Torwächter zu erwähnen, der ein starkes Bollwerk der Hintermannschaft darstellt. Die Läuferreihe wird sich sehr anstrengen müssen, um mit den Leistungen ihres Sturmes, der sehr zu beachten ist, mithaltcn zu kön- Sport in Erez Israel Von unserem Berichterstatter Tel-Awi w, Ende März 1936 Tennis: Hecht, der sich auf einer Weltreise befindet, verziehtete aut das gerade jetzt in Kairo stattfindende internationale Tennisturnier und besuchte Palästina. In Tel-Awiw spielte er Moment aus dem Tennis-Doppelspiel Von links nach rechts: Hecht, Lehrfeld, Davidmann und Radjwan Foto: L. זנו Dünner *sä#: Die Weltmeisterschaften im Tischtennis Von unserem Berichterstatter Prag, Ende März 1936 Unter großer Beteiligung wurden in Prag die Weltmeisterschaften im Tischtennis zum Austrag gebracht. Alles, was einen Namen im Tischtennis hat, war hier vertreten. Und auch die Teilnahme jüdischer Spieler, die sich in den einzelnen Ländermannschaften befanden, war wie immer recht hoch. Der Kampf um die Weltmeisterschaft wurde zum zehnten Male ausgetragen und wieder dachten die Ungarn, die sich bisher den Löwenanteil an Titeln geholt hatten, siegreich abzuschneiden. Aber diesmal sollte es anders kommen. Die bishörigen Weltmeister Barna, Sz abados und B e 11 a k, alles jüdische Sportler aus Ungarn, schieden zur allgemeinen Ueberraschung schon in den Vorrunden aus. Sie wurden von Spielern geschlagen, die bisher im internationalen Tischtennis nie eine Rolle gespielt hatten. Neue Leute traten in den Vorderwund, und interessanterweise waren es fast ausschließlieh jüdische Sportler, die die alten Weltmeister und Meister ihres Landes ablösten. In dem hart umstrittenen Kampf um den wertvollen ״Swaytlingpokal“ hatten sich für die Entscheidung die bisher vollkommen unbekannte rumänische Mannschaft, in der sich die Makkabi-Sportler Marin, VI ad orte und Diamantstein befanden, und das österreichische Team mit den jüdischen Spielern Bergmann, Liebster und Kohn qualifiziert. Die österreichische Mannschaft blieb nach hartem Kampf siegreich und holte sich außerdem noch den Titel in der Mannschaftsweltmeisterschaft. Bei den Damen bildete die größte Sensation die amerikanische Jüdin Ruth Aarons. Die Ueberlegenhcit, mit der sie ihre Konkurrentinnen abfertigte, war erstaunlich. In den ganzen Weltmeistcrschaftskämpfen gab sie nur einen einzigen Satz mit 19:21 an die vorjährige Weltmeisterin Kcttner, nen. Einen Sieg zuverlässig voraiiszusagen, ist schwierig. Wir erwarten wieder Hakoah als Meister. Die Lage bei den Handballern ist ähnlich wie im Fußball. Die JSG. zeigte zwar in ihren letzten Spielen eine Formve besserung, jedoch scheint die Bar Kochba-Hakoah- Elf eine gewisse Ueberlegenhcit zu besitzen. Audi liier erwarten wir Bar Kochba- 11־ a k o a 11 als Sieger. Bei den Frauen dürfte wohl die JSG. ihre vorjährige Form behalten haben. Fine Ueberraschung ist jedoch nicht ausgeschlossen. Die Spiele werden sämtlich auf dem Sportplatz G r u n e w a I d ausgetragen, und zwar: Fußballmeisterschaft: 16.30 Uhr; Handballmeisterschaft für Männer: 15.15 Uhr; Handballmeisterschaft für Frauen: 14 Uhr. . Vorspiel wird um 12.45 Uhr ein Handballspiel des BK. .ttin I gegen BKH. Berlin II ausgetragen. Stand der Fußballtabelle Verein Spiele Klasse I?ew. wnent. veii. Tore Punkto Hakoah 1 5 4 1 1׳ : 14 8: '> J.S.K.1 6 2 t י? 9 : 14 5:7 J. S. G. 33 I 4 2 — 2 6: ל 4 : 4 Hagibor I 5 1 1 ז: 8 : 14 3 : 7 ein Doppel zusammen mit Lehr fehl vu1״ Makkabi Tel- Awiw gegen den ehemaligen Trainer des Har Kochba Berlin, Da v i d m a n n, und den jüngeren R a d j w a n, ebenfalls Makkahi Tei-Awiw. Nach Verlust des ersten Satzes gewann Hecht mit seinem Partner die nächsten heulen und damit das Spiel. Im Einzel siegte er ganz überlegen, ohne daß er sich hätte anstrengen müssen, mit 6:2, 6 :4 gegen Radiwan, der der zweitbeste Spieler Palästinas : ־' Fußball: Die Ilakoah konnte iiti Ligaspiel gegen den Makkabi Petacli Tikwah mit 1 : 1 nur ein Unentschieden erreichen und verschenkte damit einen wertvollen Punkt. Der Makkabi fei- Awiw siegte kampflos gegen den I lapoei Haifa, da der HapoeJ nicht antrat. Handball: Nach einjähriger Pause haben sieh die Handballer wieder zusammengefunden und eine Handhall-Liga gegründet. In der Liga spielen die Makkabi Tel-Awiw, Atid, .Makkabi Haifa, Makkabi Pctach Tikwah, Makkabi Rechowoth, Makkabi Rananah und Makkabi Magdiel. In der ersten Runde verlor Haifa gegen Petach Tikwah mit 9: 4 und Rechowoth gegen Tel- Awiw mit 7:0. Die stärkste Mannschaft der Liga hat wohl der Atid, der gegen Amal, die aus dem Ha|10el Tel-Awiw ausgetretene Handbailmannschaft, mit 10:4 gewann. Für Atid spielten u. a. Speyer (früher B. K. Darmstadt), Schiffer ((Häkoah Wiesbaden), Dr. Zuckermann (B. K. Düsseldorf), Seelinger, Czasnik, Rama (alle früher B. K. Berlin), Dr. Caro (BSG.), Katz (JTSG. Beri!״'. Wintersport: Im Libanon laiu.e״ us,.lg internationale Skt wettkämpfe statt. 1111 Slalom und Abfahrtslauf der Herren siegte Kornfeld (Tel-Awiw). Dritter wurde beide Male der bekannte Hockeyspieler Dr. Rieß. Bei den Damen siegte Frau T rüde Rieß. L a s a r D ti 1111er die ebenfalls Jüdin ist, all und besiegte in der Endrunde die deutsche Meisterin Frl. Krcbsbach 21:1(1. 21:17, 21:11. Zu den Meisterschaften im Her rette in zel wann allein 128 Meldungen abgegeben. So mancher aussichtsreiche Spieler schied schon in den Vorrunden aus. Die Y״rw lihißnuule wurde zwischen Ehrlich (Polen) und Bergmann (()esierreich) ausgetragen und von Ehrlich ::ach liaitem Kampfe mit 16:21, 21:16, 21:18, 21:10 gewonnen. In der Endrunde mußte Ehrlich die Ueherlcgenhcit do JKcheclien Kolar mit 19:21, 21:14, 16:21, 21:12, 21: 19 anerkennen. Somit verblieben der zweite und dritte Platz der '1 [sclucuno-W'eltmcistcrschaft im Herreneiiizcl in den Händen jüdischer S[>ort!er. Im Herrendoppel kam der jüdische Sportler Blatt- 11 c r mit seinem Partner Me. Cltire zu einem Weltmeistertitel, und auch im Damendoppel wurde die I:\weltmeisterin Kettncr mit ihrer Partnerin Schmidt Titelträgerin. Von den Spielern, die sich an den Mainischaftsnieisterschäften beteiligten, wären noch die Polen zu erwähnen, die außer dem zweitbesten im Hcrmiem/ei urteil in Schiff, Gutek und Fi n k e I s t e i n recht gute Kräfte zur Stelle hatten. Außerdem ist die Mannschaft von Lettland mit den Makkabi-Sportleru 1 de! sahn, Joffe und Brainos zu nennen. z. R. Jüdischer Sport in aller Welt Ein Jude gewinnt die Warschauer Fechtmeisterschaft.;oman Kantor, der bekannte jüdische!־echter, gewann kürzlich die Meisterschaft von Warschau im Säbelfechten. King Levinsky, der bekannte jüdische Schwergewichtler, hat sich wieder von seiner vorübergehenden Indisposition erholt. Er schlug kürzlich den jüdischen Boxer Louis Halpern bereits in der 7. Runde durch technischen k. o. Miß Lifson wieder in Form. Nach langer Pause hört man wieder von einer guten Leistung der Makkabiahsiegcrin Miß Lifson. Sie sicherte sich bei einem internationalen Sprungwctthcwerb den zweiten Platz. ^zukunitihrerKinderr:: Landschulheim Florenz Höhere Schule und Internat 1. Schulbildung bis zum Abiturium 2. Für Knaben und Mädchen von 6 -18 Jahren, Sprachenpflege 3. Leitung bewährter Pädagogen 4. Studienberechtigung in fast allen Staaten 5. Werkunterricht, Landarbeit, Haushaltkunde f. Vorbereitung für Palästina 7. Aerztliche Ueberwachung, individuelle Förderung 8. Schönste Umgebung, gutes Klima, Sport 9. Erstklassige Verpflegung 10. Zeitgemäße Preise — keine Transferschwierigkeiten Auskünfte und Prospekte durch die Leitung : Oö0rreg.-Rat Dr. Werner Peiser or. m. Goldstern Florenz, Villa Pazzi, Pian dei Giullari Neuaufnahmen zum 1. April 1936