Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 41 (1936)
- Issue
- Heft 25 (27.3.1936)
- Date
- 1936-03-27
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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14 »יזי>5 JÜDISCHE RUND 5 CH AO Nr. 25. 27. III. 1936 Der Keren Hajessod ist derTräger des jüdischen Aufbaus in Palästina Zentrale für Deutschland, Berlin W15 Meinekestraße 10 / Postscheck: Berlin 1049 51 Sektor der Messe besonders stark vergrößert erscheinen. In dieser Ausweitung spiegelt sich die Verbreiterung der Wirtschaftsbasis der letzten Jahre. Sowohl auf industriellem wie auf landwirtschaftlich-kolonisatorischem Gebiete werden umfangreiche Vorbereitungen getroffen, und auch die Regierung beteiligt sich wie schon bei früheren Messen mit Ausstellungen ihrer Departements. Für landwirtschaftliche Produkte werden Geldprämien ausgesetzt, um den Siedlern einen besonderen Anreiz zur Beteiligung zu geben. Die Regierung hat wie in früheren Jahren für die zur Ausstellung gebrachten ausländischen Waren die Zölle suspendiert, so daß nur verzollt zu werden braucht, was auf der Messe selbst abgesetzt wird. Dagegen hat die Regierung die Forderung einer Kaution von 60 Pfund, wie sie von Touristen gefordert wird, auch für die Messebesucher aufrechterhalten, und es ist wahrscheinlich, daß diese Verordnung so manchen vom Besuch Palästinas abschrecken wird. Es ist trotz allen Bemühungen nicht gelungen, von den Behörden in diesem Punkt ein Entgegenkommen zu erwirken, weil die Angst vor illegaler Einwanderung im Zusammenhang mit der stärkeren Touristik in der Mcssezcit ausschlaggebend ist. ln den kommenden sechs Wochen, die noch bis zur Eröffnung der Levanfc-Messe übrigblciben, wird auf dem Gelände draußen am Jarkon fieberhaft gearbeitet, um alle Vorarbeiten zu erledigen. Neue Perspektiven für landwirtschaftliche Kolonisation Jerusalem, 21. März. ()TA) Mosche S m i I a n s k y, der Vorsn/cmle des jmli-1 hrn Pflan/erverb.indee, nimmt in einem Aiihat/ zu den uuiumlenen Möglichkeiten einer int e n s i v e n K o! e, 11 i s a t i o n in P a 1 ä s t i n a Stellung. Er stellt fest, daß der jmii'-ehe Bodenbesitz, in F.rez Israel gering ist. Seit dem Jahre 1021, wo 8 Dtinain Boden auf den Kopf der jüdischen i’e\!Uker 1mg Palästinas entfielen, ist der Bodena nt eil pro Kopf der jüdischen Einwohner auf 3 Dunam zurückgegangen. In dem gleichen Zeitraum sind pro Kopf der jtidisehen Einwanderung mir 1-'׳, Di m.ו in erworben worden. Für die Möglichkeiten einer intensiven Kolonisation verweist Mosche Srnüansky •auf die vorhandenen ilodcnreser v e n, von deren rationeller Bewirtschaftung und Bearbeitung der Bestand der jüdischen l.ambvirtsrhaft überhaupt abhänge. Mosche Smilanskv unterstreicht in diesem Zusammenhang die Tat- Sache, daß von den 11 Millionen Dunam Boden, der in jüdischein Eigentum außerhalb der Städte ist, mir 150 000 intensiv bearbeitet werden. Im (laül, im Elule-Gebiet usw. beständen noch große Möglichkeiten für Bodcnkultivationcn. Mosche Smilanskv schlägt vor, von den SSO000 Dunam, die noch nicht intensiv bearbeitet werden, etwa 500 001) in Siedlungen aufzuteilen. Auf diesen Siedlungen müsse eine rationelle Bewirtschaftung erfolgen. Das fand müsse Nationaleigentum bleiben. Die Wohn- und landwirtschaftlichen Gebäude auf diesen Siedlungen mußten durch eine besonders für diesen * Zweck zu errichtende Gesellschaft gebaut werden und den Kolonisten 7u annehmbaren Bedingungen überlassen werden. Der Kolonist werde auf diese Weise davon befreit, Investierungen in totem Inventar zu machen. In wenigen Jahren kann er außerdem durch Zahlung einer entsprechenden Amortisation Eigentümer der Siedlung werden. Schließlich schlägt Smilansky noch vor, daß die Rewässerungsarbeitcn durch eine besondere Gesellschaft vorgoiiommni werden müßten, da kein Farmer für sich allein imstande sei, großzügige Bewässerungen durch/ufuhren. Smiian-kv ist der Auffassung, daß nur auf dieser kooperativen Grundlage Aussichten für eine neue und große Kolonisation bestehen. Der Mörder von Tuikerem verhaftet Jerusalem, 2t, Marz. ()TA.) Die Nachforschungen nach den 'Ditcru des Ddurfallcs auf einen Autobus in der Nahe von Tulkncm, wobei Abraham Galuthman erschossen wurde, sind intensiv fortgefuhrt worden. Eine Polizei-Abteilung hat <ieh von Jertisakm nach Tuikerem begeben, um die Nachforschungen 11er lokalen Polizeibehörden zu unterstuf/en. Im Verlaufe der l 'tnersm lumgcn ist ein gewisser Mohammed G u m b e! von der Poh/ei in der Nahe von Jenin verhaftet worden. Tr hat ein Geständnis abgelegt• Cs gelang auch, mein ei e setner Mittäter f e s t / u 11 e fi m e n. Musik im palästinensischen Radio Der palästinensische Radiodiensf wird am 30. Marz durch den High Gotiiinissioner eröffnet. Im Programm der ersten Woche uerdin die charakteristischsten Erscheinungen des palastmeiMM'hcii Musiklebens teilnehmen. Das Programm enthalt allgemeine, arabische und jüdisehe Musik. Am Tage der Eröffnung ist folgendes!Musik- Programm vorgesehen: K a itfin c r k o n z c r t (Dirigent: Michael Taube, Solistin: Selma J c 1 I i n, 1. Geiger: Wolfgang Schocken) mit Werken von Purcell, Escles, Mozart, Sternberg,' Bloch und Brandinann. — Der Sänger Vittorio Weinberg singt Psalmen von Mütter und Ernest Bloch und Bracha Zfira jemenitische Lieder. — Das Jerusalemer Streichquartett spielt eine Pastorale von Ernest Bloch. Am 31. März gibt es eine Gedenkfeier für Joel Engel (Ausführende: Cheikin [Sopran], Parness [Violine], Hofmekler [Cello), Sachs [Klavier)). — Das Haifaer Trio (Sadri [Geige], Weißgerber [Cello] und A. Bernstein [Klavier[) spielt das A-moll-Trio von Tschaikowsky. Am 1. April wird Jochebed Dostrowskjy in der ״Jüdischen Kindcrstundc“ einen Vortrag über die Geschichte der Musikinstrumente halten. ־ Margerv Berit wich und Lueile Bartzi spielen Werke englischer und spanischer Komponisten, und Alice Jaeob-Loewenson die 2. Sonate von Alexander Weprik. Das Neueste in Kürze Sir Arthur Wauchope stattete Bürgermeister Dizengoff efnen Besuch ab, um ihm persönlich zum 75. Geburtstag zu gratulieren. Fünf Revisionisten, die Flugblätter gegen den Fligh Commissiorier verteilt hatten, als dieser das Haus Verließ, wurden von der Polizei verhaftet. Sir Neill Malcolm, der High Commissioner für die Auswanderer aus Deutschland, traf von Beirut aus in Jerusaletn ein. Er besuchte die Jugendalijah-Gruppe in Tel Chaj. James de Rothschild traf am 24. März in Haifa ein. Er beabsichtigt, sich der Frage der künftigen Tätigkeit der Pica zu widmen und außerdem eine geeignete Grabstätte für seine Eltern in Palästina auszuwählen. In Rischon le Zion soll demnächst mit der Errichtung des Museums zum Andenken Baron Edmond de Roth- Schilds begonnen werden. Das Museum wird fünf Abtei- Jungen haben. Die erste Abteilung soll Dokumente umfassen, die das persönliche Leben des Barons und seine Arbeiten in Palästina betreffen: die zweite soll der Entwicklung der Rothschild-Kolonien gewidmet sein; die dritte wird eine Aus- Stellung von Landwirtschaft und Industrie umfassen; die vierte soll einen Ucberblick über die Entwicklung der hebräischen Sprache geben und die fünfte die Entwicklung der Forschungsarbeit in Palästina darstellen. In einem Prozeß um mehrere tausend Dunam KKL* Boden bei Kfar Pines in der Nähe von Chedera, der widerrechtlich von Arabern besetzt worden war, wurden die Araber verurteilt, den Boden wieder zu verlassen. Die Histadruth hat den Beschluß, die HistadrutH« Schulen dem Arbeitsbereich der Knesseth Israel zu unter• stellen, bestätigt. Die Konferenz des ״H a p o e 1“ beschloß, in Zukunft an der Makkabiah teilzunehmen, wenn diese zu einer ju* dischen Weltsportvetanstaltung ausgestaltet wird. In nächster Zeit wird mit dein Ausbau einer Hoch- Spannungsleitung von Tiberias nach Safed begonnen. Durch diese Leitung wird die Stadt Safed und das ganze obergaliläische Gebiet mit Strom versorgt werden. Die Palästina-Regierung hat die pol n i sch -pa 1 ä s 11« nensische Handelskammer in Warschau als offizielle Repräsentanz Polens bei der Tel-Awiwer Levante-Messe an* erkannt. Die Handelskammer organisiert jetzt die Ausstellung im polnischen Pavillon auf der Levante-Messe. Die Resolution des Waad Leumi gegen das 5 c"h e• chita verbot in Polen und die ökonomische Vernichtung der polnischen Juden wurde der polnischen Regierung durch den Generalkonsul telegraphisch übermittelt. Der Musikwissenschaftler Dr. Robert Lachmann hat Im Auftrag der Universität Jerusalem u. a. 30 Gesänge der samaritanischen Juden aufgenommen. Einem Bericht aus Jemen zufolge, hat Iinan Yehia im Zusammenhang mit dein Auswanderungsverbot für Juden nach Palästina angeordnet, daß Häuser von Juden, die ohne Erlaubnis das Land verlassen, zerstört werden sollen. Das Eier-Dorf Eine Siedlung von Juden aus Deutschland Einer der bekanntesten Siedlungspunkte deutscher Juden In Palästina aus den letzten Jahren ist Ramoth-Hascha• wim, in der Nähe von Ramatajim, etwa eine halbe Autobus- Stunde nordöstlich von Tcl-Awiw. Da das Hauptprodukt dieser Siedlung Eier sind, nennt man in Palästina scherzhaft die Siedler von R. H. die ״Eierieckes“. Ein längerer Bericht über diese Siedlung, den der ״Haarez“ vom 5. März von Dr. I). H a 11 s 11 e r brachte, dürfte insbesondere die Leser der ״J. R.“ interessieren. Es sei daraus hier folgendes wiedergegeben: Fern von dem Getöse der Stadt liegt das kleine Ramoth- Hasdiawim, lieblich und friedlich. Es wurde nach den Plänen des verewigten Davis Trietsch im Herbst 1933 begründet. Die 18 ersten Familien begannen damals mit dem Bau ihrer Häuser und ihrer Hühnerställe. Heute umfaßt die Siedlung 52 Familien, die nur von ihrer Hände Arbeit leben. Das, womit die Siedler in der Hauptsache ihren Unterhalt sich erwerben, sind Hühner und Eier, daneben Gemüsezucht. Jetzt verkauft R. H. täglich mehr als 8000 Eier, es besteht die Hoffnung, daß sielt in Kürze diese Zahl auf mindestens 12 000 erhöhen wird. Die Siedler sind zu einer Kooperative vereinigt. Diese und die Siedlung als solche werden von einem Ausschuß geleitet, an dessen Spitze jetzt Dr. Rosenow steht, der viel Zeit und Kraft für den Ausbau der Siedlung aufwendet. Nur Kauf und Verkauf werden durch die Kooperative gemeinschaftlich besorgt, alles übrige wird privatwirtschaftlich erledigt. ״״*י Unter den Siedlern sfnd 18 Aerzte und 3 frühere Rechtsanwälte, andere waren Fabrikbesitzer und Beamte. Von den Aerzten übt mir einer ärztliche Praxis aus. Fast alle Siedler stammen aus Deutschland. R. H. zeigt, wie Menschen, die au ein Leben mit Besitz und in Behaglichkeit gewohnt waren, sich umstellen können zu ganz neuen Lebensbedingimgen, zu einem Lehen in schwerer Arbeit. Diese neuen schweren Lebensbedingungen drücken sie nicht im mindesten nieder, sondern lassen sie in froher Stimmung am Aufbau des Landes teilnehmen. Da steht eine Junge Frau an ihrem Beet, die Hacke in der Hand.... Da arbeitet sie wie eine einfache Arbeiterin und nichts zeugt davon, daß sie ein Universitätsstudium hinter sich hat und zeitlebens von Hacke oder Winzermesser kaum etwas gewußt hat.... und jetzt geht sie in ihrer Arbeit auf und ist froh und zufrieden. Ihre einzige Sorge ist, daß der Preis für Gemüse, den sie erhält, so niedrig ist. ״Wenn nur“, so sagt sie, ״eine verläßliche Firma für die ständige Abnähme des Gemüses da wäre, wie für die Eier, wäre es viel besser. Es ist zu wenig, was man als Produzent für sein Gemüse erhält, das so viel Pflege und Arbeit erfordert und das dann auf dem Markt von den Händlern so im Preise gedrückt wird.“ Alles in der Siedlung zeugt von Ordnung und Sauberkeit, jedes Fleckchen. Wobei aber zu bemerken ist, daß R. H. bis nun von keiner Seite irgendwelche Unterstützung oder Hilfe zuteil wurde. Auch die Zionistische Organisation half ihr mit nichts. Von den für deutsche Olim aufgebrachten Mitteln ist nach R. H. nichts geflossen. Mit den kleinen Resten eir.es einstigen Vermögens fanden sieh einige wenige zusammen, hörten auf den Rat von Davis Trietsch, gingen in diese L)üne. bauten Häuser, bauten Ställe für Hühner und Kleinvieh una pflanzten Gemüse. Still kämpften sie um die Ueberwindung der Schwierigkeiten, die sich ihnen cntgegcnstelltcn. ln anderen Ländern würden in solchen Fällen staatliche Aeinter, R«- gierungsstellen eingreifen und für alle allgemeinen Erforder* nisse sorgen, so für Wasser, Schulen, Gotteshaus. Sie würden auch in schweren Zeiten für Hilfe unter günstigen Bedingungen sorgen. Aber nicht so in Palästina. Die Regierungskassen sind fest verschlossen für die Bedürfnisse der jüdischen Siedlung. So ist keine Schule in der Siedlung, die Wege sind nicht (:haussiert, die Kinder müssen mehrere Kilometer weit zur nächsten Schule laufen, einen Betraum haben sich die Siedler jetzt geschaffen. Und das ist besonders schlimm für eine Sied- Jung, die Eier und Gemüse produziert, die auf Automobilen fortgeschafft werden müssen und bei schlechten Wegen leicht Schaden nehmen, ln der Winterzeit bei schlechtem Wetter ist oft der Weg bis zur Chaussee gar nicht passierbar. Und keine Stelle findet sich, keine Organisation, die hier hilft Keinesfalls will etwa R. H. etwas geschenkt erhalten. Aber etwa eine Hilfe durch Anleihe zu günstigen Bedingungen wäre ein Segen. Die Exekutive der Zionistischen Organisation sandte nach RH. den Agronomen Dyk als Sachverständigen, der die Lage prüfen sollte. Er erfüllte auch seine Aufgabe mit Hingebung und verfaßte eine Denkschrift über R. H., in der er Licht und Schatten gerecht verteilte. Er wies auf die besondere Bedeutung gerade dieser Siedlung für das Land hin, die einen eigenen Typ darstellt, der für die ganze weitere Entwicklung überaus bedeutsam sein könnte. Er wies auch auf die große Hingabe hin, mit der ein jeder dieser Siedler seine Arbeit tut, — aber auch wie knapp bemessen alles für jeden ist, mir vier Dunam für den Einzelnen, ein sehr knappes Maß, dahinter kein Boden in Reserve. Er wies auch auf die Gefahren hin, die darin liegen, daß man sich fast ausschließlieh auf einen Produktionszweig, Hühner und ־Eier, verläßt. Er verschloß sich auch allen anderen Gefährdungen nicht, denen eine solche Produktion ausgesetzt ist und verlangte schließlich, daß unsere offiziellen Stellen sich die Entwicklung dieser Siedlung angelegen sein lassen sollen und das ihrige dazu beitragen mögen, um dieses Musterbeispiel einer privaten kleinen Siedlung mit den Mitteln zu fördern, die für solche Zwecke notwendig sind und zur Verfügung stehen müssen, um dann so anregend und fördernd und Beispiel gebend für andere zu wirken. An sich ist ja Eier-Prodiiktion für ein Land, das soviel Eier noch vom Auslande kauft, immer noch aussichtsreich. (Mitgeteilt von Dr. H. Schachtel, Haifa.) Musik in Jerusalem Der letzte Empfang bei Miß Landau fand unter den Klängen eines Cello-Konzerts des Dr. Laszlo Vincze (begleitet von Traute Gruenfelder) statt, — angesichts einer Ausstellung von Zeichnungen und Aquarellen des jetzt in Palästina lebenden Frankfurter Malers Jacob NuRbaum. Das Konzert brachte Sonaten von Bach, Beethoven und Escles. Ucber das vorzügliche Zusammenspie! der beiden Künstler haben wir unlängst an dieser Stelle berichtet. Musicians Assoziation Jerusalem: Das Programm der 3. Zusammenkunft enthielt Werke von Ernest Bloch, Darius Milhaud, Hände! und Schubert. Ausführende: Elisabeth Lcsser-Coh n (Bratsche und Geige), Anna H i r s c h - F e 11heim er und der vorzügliche Begleiter: Ben Chaj im. Alice J acob-Loewenson Für wirtschaftliche Belebung Transjordaniens Jerusalem. (Palcor.) Wie berichtet wird, hat der britische Vertreter in Transjordanien sich an die dortige Regierung namens des High Conimissioners von Palästina mit der Forderung gewandt, einen Bericht über die Wirtschaftslage T ransjordaniens und die Möglichkeit der Ausnutzung der natürlichen Reichtümer des Landes zu erstatten. Hierbei soll der britische Vertreter die Zusage gemacht haben, daß die Regierung Transjordaniens, wenn sie entsprechende Pläne für die wirtschaftliche Belebung Transjordaniens ausarbeitet, auf die Hilfe der britischen Regierung rechnen könne. Fßr UeberfOhning jüdischer Walsen aus Deutschland. Aus Palästina wird uns geschrieben: Die!nisrachistische Arbeitersiedlung S’deh Jaakow (früher Scheich Abrek) im Emek hat beschlossen, unter Vorbehalt der Genehmigung des KKL, ati deren Erteilung nicht zu zweifeln ist, 300 Dunam ihres Bodens für jüdische Waisenkinder aus Deutschland freizumachen. Es wird daran gedacht, daß einem Teile des jüdischen Waisenhauses in Dinslaken unter Leitung seines Direktors, Herrn Dr. Rothschild, auf diese Weise die Ucberführung nach Palästina ermöglicht wird. Die Maßnahme, die im Rahmen der religiösen Jugend-Alijah durchgeführt würde, wäre von großer Bedeutung, nicht allein für die ideelle Zukunft der betreffenden Kinder, sondern auch für Palästina selbst, das dadurch um eine wichtige pädagogische Institution reicher würde. S’deh Jaakow, das Jahre allerschwersten wirtschaftlichen Kampfes hinter sich hat, benützt die nun erfolgte Festigung seiner Lage zu einer so weitgehenden Hilfeleistung für Kinder aus Deutschland. 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