Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 41 (1936)
- Issue
- Heft 25 (27.3.1936)
- Date
- 1936-03-27
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr 25 27. Hl. 1936 JÜDISCHE RUNDSCHAU Seite 5 gegenüber, die eine loyale Zusammenarbeit mit Frankreich wünschen. Infolge der 'ökonomischen Krise wurden auch in Syrien mit der Zeit die Gegensätze außerordentlich scharf, so daß sich der Oberkommissar gezwungen sah, die im April 1934 gewählte Kammer im November desselben Jahres aufzulösen. Die Beziehungen ־zur Mandatarmacht Frankreich, die bereit war, die Selbständigkeit eines einigen Syrien zu fördern, aber zu viel Widerstand fand, sind durch alle diese Schwierigkeiten nicht besser geworden und haben gerade jetzt wieder zu Unruhen geführt. Die Situation in Aegypten Ein Jahr, nachdem Eng'and sein Protektorat über A e g y pten aufgegeben hatte und dieses Land unabhängig und souverän wurde, wurde die ägyptische Verfassung geschaffen (1923). Nach belgischem Vorbild wurde die konstitutioncllc Monarchie mit zwei Kammern und einem verantwortlichen Ministerium eingeführt. Der Senat wurde aus ernannten (-"-,) und gewählten (■5׳י) Mitgliedern gebildet; die Mitglieder der zweiten Kammer wurden auf fünf Jahre nach allgemeinem und direktem Waldrecht gewählt. Unter dieser Verfassung errang die nationalistische W a f d - Partei, die weder den Engländern noch dem ägyptischen König und den Konservativen sympathisch war, außergewöhnlieh große Erfolge, die dieser Volkspartei eine überwiegende Mehrheit brachten. Es kam infolgedessen im Oktober 1930 7.u einem Staatsstreich. Das Kabinett Sidkv Pascha änderte, unterstützt durch den König, Verfassung und Wahlrecht. Die Bildung einer Wafd-Mehrheit wurde nun unmöglich gemacht. Ständig kam es zu Unruhen, die von der Wafd-Partei arigestiftet wurden, um diese Verfassung aus dem Wege zu räumen. Endlich kam es im' Dezember 1935 dazu, daß König Fuad mit Zustimmung Englands die alte Verfassung von 1923 verkündete. Auch wurde das allgemeine und direkte Wahlrecht wieder eingeführt. Damit ist ein schwerer Konflikt beendet, der das politische Leben in Aegypten iri den letzten Jahren stark beeinflußt hat. Zu gleicher' Zeit haben die Führer der nationalen Einheitsfront au den britischen Higli Commissioner Sir Miles L a rn p s o n das Ersuchen gerichtet, den englischägyptischen Vertrag von 1930 in Kraft zu setzen, in dem verschiedene fiir die volle ägyptische Unabhängigkeit wichtige Punkte, wie der Beitritt zum Völkerbund, geregelt sind. Ucber diese Fragen finden jetzt in Kairo englisch-ägyptische Verhandlungen statt. Und Palästina? Palästina nimmt, was das Problem der Volksvertretung betrifft, eine besondere Stellung ein. Dieses Land ist nicht selbständig wie die Türkei, Irak und Aegypten, aber ein Mandatsgebiet wie Serien und Libanon und früher auch Irak. Es besteht ein gewisser Gegensatz zwischen den Interessen der Mandatarmacht England und den Interessen der arabischen Bevölkerung, ein Gegensatz, wie er auch in Syrien und Libanon und besonders auch in Aegypten fortdauernd sich äußert. In Palästina kommt —- und das ist das Wichtigste — noch hinzu, daß zwischen der arabischen und der jüdischen Bevölkertuig Gegensätze hinsichtlich des von der Regierung zu verfolgenden Ziels bestehen. Die Juden verlangen — gestützt auf das Mandat — Förderung der Errichtung ihres Nationalheims. Die Araber jedoch — untereinander auch wieder uneinig — wollen vom Mandat und vom jüdischen Nationallleim nichts wissen. In der Tat eine äußerst schwierige Situation, wenn man die Absicht hat, die Bevölkerung au der Regierung des Landes teilnehmen zu lassen. Was ist nun über den Plan eines Gesetzgebenden Rates in Palästina zu sagen, wenn man die Entwicklung und die Erfahrungen in den anderen Ländern des Nahen Ostens in Betracht zieht? Deutlich ist, daß in Palästina keine nationale Einheit besteht, wie es im Irak und Aegypten der Fall ist. Wenn man auf diese Länder zeigt, um zu beweisen, daß auch für orientalische Völker eine Volksvertretung gut ist, so geht man an der Hauptsache vorbei. Andererseits haben die Zustände im Libanon, aber auch die Erfahrungen in anderen Teilen des Britischen Reichs, vor allem in Indien, deutlich gezeigt, wie groß die Gefahren sind, wenn die Bevölkerung nach Rasse und Religion verschieden ist. Hat man solche Erfahrungen schon in solchen Ländern machen können, in denen die Folge nur die war, daß die Gegensätze der zahlenmäßig stabilen Gruppen nicht abgeschwächt wurden, so muß ein Parlamentarismus dieser Art in Palästina dazu führen, daß die Juden verfassungsmäßig als Minderheit behandelt werden, also gerade das, was durch das Mandat verhindert werden sollte. Es besteht kein Zweifel, daß gerade die Erreichung des Ziels, das allein eine günstige Entwicklung Palästinas gewährleisten kann — das Erreichen einer höheren Stute in wirtschaftlicher, sozialer und kulturelier Hinsicht und die dadurch zu erreichende bessere Verständigung zwischen Juden und Arabern — durch die Einführung dieses Legislative Council erschwert wird. Die Zustände in Palästina haben noch nicht denjenigen Stand der Entwicklung erreicht, der die Einführung einer Volksvertretung, die übrigens im Mandat nicht zugesagt ist, als förderlieh für das Land erscheinen lassen könnte. Die Juden in den italienischen Kolonien In der italienisch-jüdischer! Zeitschrift ״La Rasse gna Mensile di Israel‘‘ (Jan.-Febr. 1936) finden wir einen Aufsatz von Roberto Bachi über ״Die Juden in den italienischen Kolonien“, der bemerkenswertes statistisches Material zur jüdischen Gegenwartskunde liefert. Der Verfasser stützt sich auf die letzten Zählungen im Jahre 1931, nach denen in Italien 39 112 italienische Juden und 3713 ausländische Juden lebten. 111 den italienischen Kolonien wurden 29 817 Juden gezählt. Der größte Teil von ihnen lebt in Tripolis (21 503), in Cyrenaica und Egeo leben zusammen rund 8000 Juden. Auch bei ihnen ist die so häufige Erscheinung der Konzentrierung in der Stadt festzustellen; während von der Bevölkerung Lybiens nur 11,6 0״ in der Stadt Tripolis wohnten, lebten dort von der jiidischen Bevölkerung 62,3 0" 11;0״ konzentrierten sich in Bengasi. Allerdings unterscheidet sich die jüdische Bcvölkerung sehr wesentlich von ihrer Umwelt. Ein Viertel der eingeborenen Bevölkerung gilt nämlich als Nomaden oder Halbnomaden, während kein einziger Jude als Nomade rubriziert ist. Lediglich eine Gruppe von 19 jüdischen Familien (73 Personen) wurde als Halbnomadcn registriert (im Gebiet von El Uberat Daar). Im Gegensatz zur allgemeinen Bevölkerung besteht bei den Juden ein Frauenüberschuß (12 485 Männer und 12 617 Frauen). Die Berufe der jüdischen Bevölkerung zeigen das übliehe anormale Bild. In Tripolis leben 2 vom Tausend bei den Juden von der Landwirtschaft (bei der übrigen Bevölkerung 98), von der Industrie 463 (503), vom Handel 374 (202); noch ungünstiger ist das Verhältnis in Bengasi. Zur Lage in Polen Schächtgesetz im Senatsausschufl angenommen Warschau, 24. März. (JTA.) Im Verwaltungsausschuß des polnischen Senats wurde das vom Sejm gemäß der Regierungsvorlage angenommene Schächtgesetz, behandelt. Der Ausschuß stimmte dem vom Sejm beschlössenen Gesetz zu. Nur die Ukrainer und Juden gaben ihre Stimme gegen das Gesetz ab. Warschau, 23. März. (JTA.) Das Komitee zur Verteidigung der Schcchita kündigt die Veröffentlichung eines ״S c h w a r z b 11 c 11 e s“ gegen das Anti-Schechitagcsctz an. Wieder Todesopfer eines Exzesses Warschau, 23. März. (JTA.) In der Stadt S w i e r n i k (Kreis Opoczno) kam cs in der Nacht zu antijüdischcn Unruhen, wobei der Jude Cliaim Gralicer und seine Frau getötet und mehrere Juden verletzt wurden. Proteste in USA New York, 22. März. (JTA.) Mehrere amerikanische Politiker und Mitglieder des amerikanischen Kongresses haben Telegramme an den American Jcwish Congrcss gerichtet, in denen sie ihrem Bedauern über die antisemitische Welle in Polen und die Lage der polnischen Juden Ausdruck gaben. Es wird die Hoffnung ausgesprochen, daß bald wirksame Maßnahmen getroffen werden, um die Sicherheit der polnischen Juden zu gewährleisten. Solche Telegramme sind u. a. von dem ehemaligen amerikanischen Finanzmiiiister Senator Herbert Wagner, von den Senatoren Key Pittmann, Carter G I a s s und William G. Me. Adoo, von den Mitgliedern des Repräsontantenliauses MrGormack und John Dingeil, sowie anderen nichtjiidischen Persönlichkeiten eingetroffen. New York, 23. März. (ITA.) Im Hinblick auf die Lage der Juden in Polen ist eine außerordentliche jüdische Konferenz in New York zusanimengetrelen, an der 509 Dclegierte als Vertreter von 100 jüdischen Vereinigungen in den Vereinigten Staaten teilnahmen. Die Konferenz richtete an die polnische Regierung den Appell, sofort'wirksamc Maßnahmen zum Schutze jüdischen Lebens und Eigentu ms in Polen zu treffen und die Rechtsgleichheit der Juden wiedcrherzustellen. Die Regierung der Vereinigten Staaten wurde von der Konferenz aufgefordert, Vorstellungen in diesem Sinne bei der polnischen Regierung zu erheben. An den Völkerbund wurde der Appell gerichtet, eine Untersuchung über das den Juden in Polen zugefügte Unrecht einzuleiten. * Der Verband der p o I n i s c h - j ü d i s c 11 e n (j c s e 11 - s c 11 a 1 t e n in Paris beschloß, dem Völkerbund eine Petition gegen die antijüdischen Unruhen in Polen zu überreichen. Pariser BrieS Von unserem Berichterstatter K. Pari s, Ende März Französische Mittelmeerpolitik Das französische Mittelmeer-Komitee (Haut Comite Mediterraneen) tritt jetzt zu einer Beratung über die Lage der französischen Kolonien in Nordafrika und im Vorderen Orient zusammen. Der Beratung kommt nicht nur infolge der Anwesenheit des syrischen Hochkommissars de Märtel erhebliche Bedeutung' zu, sondern auch weil in dieser, Tagen eine Umbesetzimg der Posten der französischen Residenten in Tunis und in Marokko erfolgt ist. Die neuen französischen ״Prokonsuln“, bisher Präfekten im Mutter- 1and, nehmen zum erstenmal an den Beratungen des Mittelmeer-Komitees teil, das die Grundlagen für die künftige französische Politik in den Mittelmcerkoloiiien legen wird. Am aktuellsten ist naturgemäß die syrische Frage und der Hochkommissar de Märtel ist sofort nach seiner Ankunft vom französischen Außenminister Flandin zu einer längeren Besprechung über das syrische Problem empfangen worden. Wie wir hören, sind die Verhandlungen zwischen den syrischen Nationalistenführern und der französischen Regierung bereits so weit geführt worden, daß in allerkürzester Zeit mit dem Abschluß eines neuen Vertrages zwischen Frankreich und Syrien gerechnet werden kann. Ohne in vollem Umfange dem Irak-Vertrag zu gleichen, wird der neue Vertrag doch einen wesentlichen Schritt auf dem Weg zur Unabhängigkeit und Selbstverwaltung Syriens bedeuten. Die Frage ist nur, ob sich die radikalen syrischen Nationalisten mit der schrittweisen Gewinnung der syrischen Autonomie einverstanden erklären, oder ob sie den Abschluß des neuen Vertrages, dessen Bestimmungen natiirlieh nicht alle Forderungen der Radikalen erfüllen, zu neuer Agitation benützen werden. Der Gegensatz zwischen der alteren und der jungen Generation ist in den französischen Mittelmeerkolonien sehr ausgeprägt. Für diesen Gegensatz ist es bezeichnend, daß während zur Zeit von der studentischen Jugend in Französisch-Nordafrika eine heftige Kampagne gegen Frankreich geführt wird, eine Delegation algerischer Scheichs kürzlich den französischen Ministerpräsidenten Sarraut in Paris -MAGISTER KIRSCH- Der gute Likör Magister-Likörfabrik, München VII aufgesucht hat, um ihm die Loyalität der arabischen Führer zu versichern. Diskussionen znr Judenfrage Der französische Katholiken lührer Oscar de Ferenzy, dessen Buch ״Les Juifs et nous Olm'tiens״ auch an dieser Stelle besprochen wurde, ist in der letzten Zeit von antisemitischer Seite scharf angegriffen worden. Gegen diese Angriffe setzt sich Ferenzy jetzt in einem Artikel in der katholischen ״Voix d’Alsace et de Lorraine“ zur Wehr. Er muß sieh vor allem gegen den Vorwurf, daß er seihst jüdischer Abkunft sei, verteidigen. Ferenzy hat keinerlei Blutsbeziehun» gen zu Juden; er weist aber auf die großen Verdienste von Katholiken jüdischer Abkunft um die Sache der Kirche hin. — Mit dem beginnenden Wahlkampf ist überhaupt eine Zunahme der antisemitischen Propaganda in Frankreich zu verzeichnen, und man kann feststeilen, daß einige rechtsradikale Gruppen wie die ״Action Franeaise“, die ״Solidarite Frarnpiise“, die ״Francisten“ immer offener die a n t i s e m i - tische Parole in ihre Argumentation gegen das bestehende System aufnehmen. Bezeichnend sind in dieser Hinsicht die Ausführungen des Royalistenführeis Charles Maurras, der soeben wegen Aufreizung zum politischen Morde zu vier Monaten Gefängnis verurteilt wurde. Maurras kündigt eine Beendigung der bisherigen ״Halb-Toleranz‘• an, die die ״Action Franyaise“ seit dem Kriege gegenüber den Juden gezeigt hat. Diese Aeußerung des Rqyalisteiiführers deutet gleichfalls auf eine systematische Verstärkung der antisemitischen Propaganda auf der äußersten Rechten in Frankreich hin. Obwohl diese Polemik vorerst mir in literarischer Form geführt wird und sich in ihrer Wirkung auf einen engen Kreis beschränkt, gehen, wie eine kiirz.liche Oeriehtsverhandhing gegen Mitglieder der ״Solidarite Franeaise" zeigt, die Anhänger dieser radikalen Gruppen auch manchmal zu Taten über. Als Sühne für einen Ueberfall auf jüdische Cafebesuchcr wurde der Führer der angreifenden S. F.-Gruppe zu 14 Tagen Gefängnis mit Bewährungsfrist verurteilt. Die antisemitische Propaganda der englischen Faschisten London, 23. März. (JTA.) Der Abgeordnete Vyvyan Adams hatte für die Unterhaus-Sitzung am 25. März eine Anfrage über die antisemitische Propaganda der englischen Faschisten angekündigt. Die Anfrage gab dem Abgeordneten Gelegenheit, auch auf die faschistische Kundgebung am 22. März in der Albert-Hall hinzuweisen, hei der Sir Oswald M o s 1 e y eine judcnfcindlichc Rede hielt. Er hatte u. a. angekündigt, daß nach dem Sieg des Faschisinus die Macht der Juden in England für immer gebrochen werden würde. In der Sitzung des Unterhauses fragte der Abgeordnete Adams den Innenminister, ob er weitere Mitteilungen über die antisemitische Aktion machen könne, die im Londoner East End von einer Körperschaft durchgeführt wird, die sich British Union of Fascists nennt, und über Maßnahmen der Polizei zur Unterdrückung solcher Unruhen. Nachdem der Unterstaatssekretär im Innenministerium, Gcoffrey Lloyd, diese Frage verneint hatte, fragte der Abgeordnete weiter, ob es dem Minister bekannt sei, daß die gestrige Versammhing in der Albert-Hall einen aufreizenden Charakter getragen habe, ob das Innenministerium Mittel habe, um dieser Aufreizung zu begegnen und, falls nicht, ob cs solche Mittel annehinen werde. Unterstaaatssekretär Lloyd erwiderte, wenn der Abgeordnetc eine Frage über die Versammlung in der Albert-Hall stellen wolle, möge er sie anküiidigen. Vom Jiddischen wissenschaftlichen Institut Warschau, 20. März. (JTA.) Die neugegründete Kunstabteilung des Jiddischen Wissenschaftlichen Instituts in Wilna erläßt an die Freunde der jüdischer! Kultur einen Aufruf, in dem zur Unterstützung der neuen Abteilung durch Uebergabc von Kunstwerken und durch Geldspenden aufgefordert wird. In dem Aufruf wird darauf hingewiesen, daß auf Anregung Marc Chagalls die Gründung eines zentralen Museums für jüdische Kunst proklamiert wurde. Im Hause des Jiddischen Wissenschaftlichen Instituts in Wilna sei mit Hilfe von N. Eitingon, Lodz, ein Oemäldesaal für das Museum gebaut worden. Im Anschluß an das Museum wird ein Kunstforschungsinstitut errichtet. Die Schechita-Frage In Schweden Von unserem Berichterstatter Stockholm, 25. März In einem von 1 {״! d i s k T i d s k r i f i“ kommentierten Artikel über die Schechita-Lrage im schwedischen Reichstag bringt die Zeitschrift u. a. ein Interview, welches. Justizminister Schlyter ״Nva Dagligt Allehamla‘־ gab, wobei er folgendes äußerte: ״Um eine Schlachtmethode ausfindig zu machen, die gleichzeitig humanitären Vorschriften sowie der jüdischen Rcligionsvorschrift Genüge leisten soll, ist kürzlich aut dem Stockholmer Schlaclnhof auf Initiative des hiesigen Oberrabbiners, Prof, Ehrenpreis, ein Versuch mit elektrischer Betäubung der Tiere gemacht worden, welche unter dem Beistand der Professoren an der Veterinärhochschule, Sahlsiedt und Hiilphcrs, sowie dem Direktor des Schlachthauses ausgeführt wurde. Nach dem bisherigen Verlauf zu urteilen, scheint die Möglichkeit zu bestellen, die technischen Schwierigkeiten zu überwinden, um eine zufriedenstellende Betäubung herbeizuführen, ohne dem Tiere solchen Schaden zuzufügen, daß es nach jüdischrituellen Vorschriften für die Schlachtung unverwendbar gemacht würde. Man kann deshalb der begründeten Hoffnung Ausdruck geben, daß es in Kürze möglich sein wird, beim Schlachten Betäubungszwang anzuwenden, ohne dadurch die religiösen Gefühle der jüdischen orthodoxen Glaubciisbekenner zu verletzen.“ H. R. Kulturbund und Kunstleben Palästinas Der Reichsverband jüdischer Kulturbünde teilt mit: I)r. Werner Levie, der Generalsekretär des Reichsverbandes der jüdischen Kulturbünde, begibt sich in diesen Tagen nach Palästina, um im Lande eine Uebcrsicht über das künstlerische Arbeiten in Erez Israel zu gewinnen. Er hat den Auftrag, eine engere Verbindung zwischen palästinensischer jüdischer Kunst und den künstlerischen Bestrebungen des Judentums in Deutschland anzubahncu und in dieser Bezichung konkrete Vorschläge zu machen, die eventuell auf einen temporären Austausch gastspielmäßiger Natur hinauslaufen. Die französische Deputiertenkammer hat die Fl fichtlingskonventioa des Völkerbundes vom Oktober 1933 ratifiziert. un cnscMdS.g״■־ Cti!►«*״."; 1 €cu1defo€0<ffw Jkirfiun JCvftfnHisser D i e vorne hme abgetönte Duftsc h ö p f u n g Betörend wie das Antlitz einer schönen Frau