Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 41 (1936)
- Issue
- Heft 25 (27.3.1936)
- Date
- 1936-03-27
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 2 Nr. 25. 27. III. 1936 I? ftl: :5f«f I i ׳.׳ durchaus von Uebcl. Jeder nach England und nach Palästina kommende Einwanderer habe Arbeit geschaffen. Man könne hier jetzt nicht viel machen, aber England habe wenigstens die Herrschaft über Palästina und dort gäbe es eine Chance, fast die einzige Hoffnung für das jüdische Volk. Die Möglichkeiten Paiästinas für die Juden seien erst in letzter Zeit gewürdigt worden. Sie werden gewürdigt von der gesamten Judenheit. ln erster Reihe bedeutet der Umfang des Landes nicht notwendigerweise eine Begrenzung der Bevölkerung. Sogar bei schlcchtem Boden könne ein kleines Land eine sehr große Bevölkcrung erhalten. Lin Beispiel dafür sei Belgien. Alles, erklärte Wedgwood, sei abhängig von der dem Land zugeführten Kapitals menge. Palästina hatte einen ungeheueren Zustrom von jüdischem Kapital, das das Land erwarb, Gebäude errichtete und dem Land alle Errungenschäften der Wissenschaft und menschlicher Energie zuführte, wodurch der Boden für die Erhaltung einer weit dichteren Bevölkerung als irgendein anderer fähig gemacht wurde. Nur ein Zehntel des palästinensischen Bodens befinde sich bisher in jüdischen Händen, neun Zehntel sei noch in arabischen Händen. Der Grundsatz der Kapitalsvcrwcndüng könne so erweitert werden, daß Palästina eine mindestens doppelt so große Bevölkerung ernähren kann. Dieses wundervolle Experiment, fuhr Colonel Wedgwood fort, war von einem Erfolg begleitet, der alles überstieg, wovon man geträumt hatte. All dies aber sei gefährdet, wenn die Kontrolle über das Land Menschen gegeben wird, die die Juden dort überhaupt nicht haben wollen. Man iiuissc, erklärte Colonel W'edgwood, zwei Gruppen von Arabern unterscheiden. Wie überall gibt es Reiche und Arme in Palästina. Bisher wurde die sehr gemischte Bevölkerung Pal!stinas unter jedem Regime von den Re f * eben beherrscht. Wenn man den Grundbesitzer, den Kaufmann und die Intellektuellen des Landes schütze, so gewähre man ihnen nicht Schutz gegen die Juden, sondern gegen ihre sch« lieberen, ärmeten arabischen Mitbürger. Der Redner wandte sich gegen die Verordnung über die Einschränk 11 n g der a r z t I i c 11 e n Praxis in Palästina und gegen die geplanten Boden- und E 1 n w a n d e r u ח g s - geset/e und bvtoilie, daß alle diese Gesetze in den Händen des In. .”olatic e Council sch! wurden. Dieser würde ein arabischer Rat sein, da die Juden klar gemacht hätten, daß sie an ihm nicht teilnehmen wurden. Aber selbst wenn sie dies taten, wurde der Legislative Council statutengemäß eine arabische M e h r h e i t haben. Die genauen Zahlen seien: 11 mohammedanische Araber und 3 christliche Araber, zusarnmen aho li Araber gegenüber 7 Juden. Wenn es eine Majorität gibt, die keine allgemeine Wahl ändern kann, eine Majorität, <lueine Regierung stellt, die Mißwirtschaft ersetzt man gegenüber einer Regierung eiiinehnieii V Verfassung? Wem!; der Ernennung und d a ti e r n d e n R e g i schaff nicht beseitigt ies darauf bi :11 in den ne; ■ ״ vermehrt 11 eine I. r t 1 n d 11 11 < In den letzten Jahr den Nachbarländern, und den Imlnreri L stiegen. Iber Redner den Arabern für das verpflichtet sei. Engl:;1 b e undankbar gewesen. Es reich e für sie geschaffen um zuruckge/ahlf. Man mußte emsehen, stiria nicht nur t'ur die Judenheit, Araber ein großes Nutzen zielten sollten der politischen Diskussion. '11 sei die arabische Einwanderung aus an ge zogen durch die steigenden Löhne benwi.indurd, von!5 000 auf 25 000 geerklärte, er erkenne es an, daß England was sie im Kriege geleistet haben, d sei den Arabern gegenüber nicht drei arabische K ön i gi seine Schuld damit reichlich daß die Juden in Paläsondern auch für die Werk leisten, und daß beide Rassen aus dem großen Aufbauwerk, das die J0DISCHE RUNDSCHAU Die Zukunft Palästinas Eine Rede von Dr. Weizmann stellt, die hei keinerlei werden Kann, welche Haltung solle nach diesen Grundsätzen gebildeten ' Sei dies die englische Idee von einer Ile gesetzgebende Macht, alle Macht der Beförderung in der Hand einer erung liegt, die durch die Wählerwerden kann, dann ist dies nicht der Antang einer Demokratie, sondern der Anfang eurer Diktatur eines Teiles der Bevölkerung über einen anderen. Man sagt uns, erklärte Golonel Wedgwood zum Schluß, diese Verfassung «erde dazu führen, Juden und Araber einander näher zu bringen. Vertretung nach Gemcinschatten muß in Palästina dasselbe Ergebnis zeitigen, die sie in Cypern, Syrien und Indien gehabt hat und überall haben wird: Zwei Parteien in schärferen Gegensatz zueinander zu bringen, alle Macht der einen und nichts als Unterordnung der anderen zu gehen. Man hat ein Versprechen gegeben, aber das betraf einen Legislative Council, sobald demokratische Einrichtungen in Palästina erprobt sein würden. Kaum ein Jahr habe man Gemeinderätc gehabt, und man könne noch nicht den Erfolg der städtischen Selbstverwaltung beurteilen. Auf jeden Fall sei dieser besondere!Man niemals versprochen worden, der jede Chance der Erschließung Palästinas in Zukunft vernichte, einer Er- Schließung, die in der Vergangenheit getragen war von englischer Gerechtigkeit, finanziert von jüdischem Kapital und inspiriert von dem f reiheitsdrang eines großen Volkes. Der nächste Redner, A. C, C r o s s 1 e v, war der Ansicht, daß eine Cooperation von Juden und Arabern auf Grund des 1 egislative Council unwahrscheinlich sei. Er trat für die Kant o n i s i e r u n g P a I a s t i n a s ein. Der Führer der Liberalen Partei Sir Archibald Sinclair n, daß die arabische Bevölkerung Palästinas nn Jahren bw zum November 10.12 um über hu. Die .Ja n d lost: n A r a b e r“ seien London, 24. März. (JTA.) Auf einer Massenver- Sammlung im Londoner East End sprach Dr. Chaim Weizmann über die Lage der Juden in der Welt und über die gegenwärtigen Verhältnisse in Palästina und die Möglichkeiten seiner zukünftigen Entwicklung. Dr. Weizmann wandte sich einleitend gegen Gerüchte, daß das Aufbauwerk Palästinas in Gefahr sei. Er warnte diejenigen, die glauben, bei ihrer Ankunft in Palästina alles nur auf sie wartend zu finden. Diejenigen, die meinen, in Palästina ein leichtes Leben führen zu können, sollten besser fortblciben. Vor vielen Jahren, so sagte Dr. Weizmann, waren Staatsmänner und Sachverständige der Ansicht, daß in Palästina kein Rau m, noch nicht einmal für einen einzigen Juden vorhanden sei. Aber in den letzten vier Jahren sind durchschnittlich 50 000 Juden im Jahre eingewandert; sie haben mit sich ein Kapital von 29 Millionen Pfund gebracht. Als die Frage auftauchte, wohin die Juden aus Polen und Deutschland gehen sollten, sagten große Länder wie Südafrika und Amerika, sie hätten keinen Platz. Aber dieses kleine Land Palästina hat bewiesen, daß es Raum hat; und, was bemerkenswerter ist, je mehr kamen, um so mehr Raum schien für andere zu sein. Die treibende Kraft hinter dieser Bewegung war eine Idee. Heute sind ungefähr 400 000 Juden in Palästina, fuhr Dr. Weizmann fort: 30 "0 der Bevölkerung, in Palästina haben die Juden den höchsten Anteil an der Gesamtbevölkerung im Vergleich zu Juden anderer Länder. Und das ist nicht nur ein zahlenmäßiger Prozentsatz, sondern der höchste Anteil auf jedem Lebensgebiete ist dabei, einschließlich einem der vitalsten, der der Landwirtschaft. Das ist in den letzten fünfzehn Jahren durch unsere eigenen Anstrengungen erreicht worden. Und wenn wir diese Anstrengungen fortsetzen, so ist kein Grund vorhanden, weshalb die jüdische Gemeinschaft in Palästina nicht in der Zukunft in gleicher Weise wachsen sollte. Wir haben Mühen und Sorgen gehabt; das ist unser historisches Los. Wenn wir eine Million Juden in Palästina haben, dann werden viele unserer gegenwärtigen Schwierigkeiten verschwinden. Das Werk in Erez. Israel, so erklärte Dr. Weizmann, ist auf gutem Grund gebaut samte Entwicklung werde von Juden und zum großen Teil von jüdischen Aroeitern durchgeführt. Die Regierung sollte Ihren großen angehäuften Ueberschuß dazu verwenden, um den Juden hei den großen Entwicklungsplänen zu helfen, die die Einkünfte des Landes in nicht ferner Zeit erhöhen würden. Der Redner verlangte sodann, daß die Regierung jm Hinblick auf ihren großen Ueberschuß und auf die wachsende jüdische Bevölkerung in Palästina mehr für die Soziala r h e i t tue, die bisher von der jüdischen Bevölkerung allein geleistet wurde. Von 300 000 Pfund, die die Palästina-Regierung ansgibt, werden für jüdisches Erziehungswesen nur 47 000 Pfund verwendet und für Krankenhäuser und medizinische Einrichtungen bekommen die Juden 10 300 Pfund aus einem Budget von 300 000 Pfund. Auch diese Beiträge müßten mit Rücksicht auf die wachsende jüdische Bevölkerung erhöht werden. Was die Einwanderung betreffe, so verlaute, daß die Regierung den Minimalbeitrag für Einwanderer mit eigenem Kapital von 1000 Pfund auf 2000 Pfund zu erhöhen beabsichtige. Sehr viele, die mit 1000 Pfund kamen, hätten sich gut eingeordnet. Der Betrag reichte in der großen Mehrzahl der Fälle zur Existenzgründung aus. Die Erhöhung des Minimalbetrages auf 2000 Pfund würde Einwanderung und die wirtschaftliche Entwicklung Sir Archibald fort, hat die außerwirtschaftlichen Prosperität des Erhöhung des Kapitalminimums ernster Schlag für die Wirtschaft- Juden jetzt dort durchfuhren. Es sei von höchster Bedeutung, daß diese Arbeit auch auf T r a 11 s j o!׳ d a n i e n ausgedehnt werde. Jetzt schlage die Regierung eine Maßnähme vor, die eine Einschränkung der jüdischen Arbeit zur Folge haben müsse. Er hätte es lieber gesehen, fuhr Sfr Archibald fort, daß die Regierung vorgeschlagen hätte, positive konstrukt i v e Maßnahmen zu treffen, durch die den Juden und Arabern Hilfe geleistet würde bei der Entwicklung ihres Landes im gemeinsamen Interesse der beiden Völker. Man müßte dazu kein englisches Kapital zur Verfügung steilen. Die Palästina-Regierung verfüge über einen Verwaltung*- Überschuß von sechs Millionen Pfund, ein Betrag, der den Einkünften von zwei Jahren gleichkommt; es sei darum sicher nicht die Zeit, daß die Regierung die unternehmende Arbeit von irgend jemandem einsenränken sollte. Nach Art. 6 des Mandats habe die Regierung jüdische Ansiedlung auf dem Lande zu ermutigen. Warum habe man das Gebiet von Beisan nicht den Juden übergeben? Die ge- Kapitalzustrom und damit des Landes hemmen. Indisches Kapital, fuhr ordentliche Erhöhung der Landes herbeigefiilirt. Die auf 2000 Pfund wäre ein liehen Aussichten Palästinas, besonders für die jüdische Einwanderung aus Deutschland, der in der heutigen Zeit eine ungeheure Bedeutung zukomme. Es sei auch eine Tatsache, daß etwa 900 000 bis eine Million Pfund jährlich von palästinensischen Einwohnern an ihre Angehörigen ins Ausland geschickt werden, und es wäre ein großer Vorteil für das Land, wenn diese nach Palästina gebracht werden könnten. Die gegenwärtigen Vorschläge in bezug auf ein bedeutsames Verfassungsexperiment seien in einer Hinsicht in der englischen Geschichte einzigartig: sie hätten so gut wie gar keine Freunde. Durch sie wurde die Uneinigkeit zwischen Arabern und Juden, ja unter den Arabern selbst gefördert, von denen einige sie annehmen wollen, während andere ihnen sehr feindselig gegenüber stehen. Eine Volks- Vertretung könne nur arbeiten, wenn eine fundamentale Grundlage der Zustimmung vorhanden sei. Der Apparat des Unterhauses sei fast zerstört worden, weil seinerzeit 80 irische Mitglieder in einem Hause von über 700 jegliche Grundlage der Uebercinstimmung an/uerkennen sich weigerten und die Funktion des Regierungsapparates hemmen wollten. Bei der jetzt einzusetzenden gesetzgebenden Körperschaft Palästinas solle eine Mehrheit gewählter Mitglieder Parteien gegeben werden, die sich darauf festgelegt haben, die Macht der Versammlung dazu zu gebrauchen, das Ziel des Mandates zu verhindern und womöglich seinen Widernd herbeiführen. Die mohammedanischen und Christliehen Araber würden eine Zwcidrittcl-Mehrheit gegenüber den* Juden haben und den Widerruf des Mandats anstreben. Man könne sich kaum eine weniger geeignete Situation für die Beseitigung politischer Differenzen vorstellen. Es sei unfair, die Juden als den hindernden Block gegen die Ein- Setzung eines Legislative Council und von Volksvertretungsworden. Heute gibt es in Palästina Juden aus allen Ländern. Die Mischung war gut und wird ein gutes Material für die Errichtung eines festen Gebäudes abgeben. Dr. Weizmann berührte sodann in seiner Ansprache die Vorschläge für die Einsetzung eines Legislative Couneil in Palästina. Er sagte, die Juden sollten über jene Dinge hinweggehen, wie sie über so manche Schwierigkeiten hinweggegangen sind. Dr. Weizmann forderte die Historiker von kolonialen Bewegungen in der Vergangenheit auf, eine Bewegung zu zeigen, die sich mit dem vergleichen könne, was in Palästina mit so geringer Unterstützung erreicht worden sei. In den nächsten fünfzehn Jahren, so betonte Dr. Weizmann, wird auf dem Lande für 70 000 Familien Raum genug sein. Wenn sie in das Land gebracht werden könnten, dann würde dort noch dreimal soviel Raum in anderen Lebensbezirken sein. Wenn er gefragt werde, wieviele Millionen Palästina überhaupt aufnehmen könne, dann antworte er, er wisse es nicht; aber meine Aufgabe ist es, schloß Dr. Weizmann, sovieie in das Land zu bringen, wie ich nur immer kann. Ansprache Lord Melchetts Als zweiter Redner in der Versammlung, bei der die Marchioness of Reading den Vorsitz führte, sprach Lord Melchett. Er verwies auf die Entwicklung Palästinas, das eines der schwierigsten Probleme darstelle, die die Welt zu lösen jemals versucht habe. Lord Melchett kam im weiteren Verlauf seiner Ansprache auf die Pläne über die Einsetzung eines Legislative Council zu sprechen. Er warnte seine Zuhörerschaft, die Stellung der Regierung mißzuverstehen. Eis möge Meinungsverschiedenheiten über den Council geben, aber die britische Regierung habe ihre Haltung zum Zionismus nicht geändert. Wir mögen, so sagte Lord Melchett, mit ihr in der Frage anderer Ansicht sein, mit welcher Schnelligkeit der Aufbau Palästinas vor sich gehen solle, aber ich glaube fest daran, daß wir heute die Unterstützung und die guten Wünsche der Regierung und der großen Masse des englischen Volkes haben. einrichtungen in Palästina hinzustellen. Der wirkliche Stein des Anstoßes seien die Forderungen der Araber nach Widerruf des Mandates. Solange dieses Hindernis nicht beseitigt sei, müsse daran gczwcifclt werden, daß die Ein- Setzung eines Legislative Council klug sei. England, erklärte Sir Archibald zum Schluß, habe den Völkerbund unterstützt und das Versprechen gegeben, den Juden ein Nationalheim zu schaffen. Nach all den verflossenen Jahren und all den bisherigen Bemühungen sei cs jetzt zu spät, einen Schritt zurück zu machen und die Juden, die so große Anstrengungen gemacht haben, zu dem Status einer dauernden Minderheit zu verurteilen. Daruin bitte er aus praktischen und konstitutionellen Gründen die Regierung, alles gut zu bedenken, bevor sie diesen Legislative Council einsetzt. Man solle entsprechend einer Reihe von Präzedenzfällen eine Königliche Kommission nach Palästina n t senden, die die Regierung darüber beraten solle, ob die Zeit für die Schaffung eines solchen Council gekommen sei, und, wenn dies der Fall sei, nach welchen Richtlinien er gebildet werden solle. Nunmehr ergriff der Minister für die Kolonien J. H. Thomas das Wort zu seiner Rede, in der er die Entschlossenheit der Regierung, an der Balfour-Deklaration festzuhalten, betonte, aber andererseits die Einsetzung eines Legislative Council als eine Maßnahme verteidigte, die Juden und Arabern gleicherweise zugute kommen solle. Hätte man ihn aufgefordert, erklärte der Minister, zu sagen, ob die Balfour-Deklaration gerechtfertigt war, ob die Juden in Palästina gute Bürger seien und ob weitere Ermutigung, Hilfe und Unterstützung für die Juden bei der Aufrechterhaltung ihres Nationalhelms notwendig sei, so hätte er auf all dies ohne Zögern mit einem Ja geantw o r t e t. Als er die menschlich tief bewegende Rede gehört habe, in der Colonel Wedgwood nur allzu wahr die Not geschildert habe, durch die die Judenheit in diesem Augenblick hindurchgehe, sei seine Sympathie ganz auf seiner Seite gewesen. Kein Wort sei zu stark, um das zu kennzeichnen, was das jüdische Volk zu erleiden habe. Ebenso verstehe er es durchaus, wenn Juden aller Länder in diesem Augenblick fragen: ״Warum fügst du, englische Regierung, zu unseren Nöten und Schwierigkeiten noch neue hinzu, indem du einen Vorschlag machst, den wir nur als gegen unsere höchsten Interessen gerichtet empfinden können?“ Er wolle sich, sagte Minister Thomas, durchaus in die Lage der Juden versetzen, die jetzt diese Frage stellen. Minister Thomas erklärte sodann, seine Aufgabe sei es, den Vorschlag eines Legislative Council zu verteidigen. Was die Anregung betreffe, daß die Jewish Agency die Verantwortung für die Einwanderungsfragen selbst übernehmen solle, so könne er glattweg erklären, daß Dr. Hauptschriftleitcr: Dr. Robert Welt sch, Berlin Charlottenburg 8 (auch verantwortlich für die Aufnahme von Bildern). Stellvertreter! Kurt Loewenstein. Berlin W 15. Anzoigenlciter und verantwortlieh für den Inhalt der Anzeigen: Hermann F i n n, Berlin W15, Gültig Anzeigen-Prekliste 4 vom 15. Oktober 1935. Verlag und Anzeigenverwaltung: Jüdische Rundschau, Berlin VV 15, Mcinekestr. 10. D.-A. Februar 36 837. — Druck: Siegfried Scholem, Bln.-Schöneberg. Sportliche Glocke Sporthandschuh Vierecktuch o , •.!;•i• I, besonders kleidsam, Utophan, mit Schleier. ou» Qltcileder mit Zier- Stichen, moderne, J kurze Form. 4.90 reine Seide, moderne lupfenmuster, Grösse 70x70 08 .. Velours-Ledergurtel Schnall© mit Nickei• Umrandung, modern© M j, Farben, 4 cm breit.,.. |a4< ־11־ 1׳ BERLIN C 2 SPANDAUER STRASSE KQMIGSTRASSE