Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 41 (1936)
- Issue
- Heft 22 (17.3.1936)
- Date
- 1936-03-17
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 22. 17. Ml. 1936 JÜDISCHE RUNDSCHAU Seite 5 T/KgmI det, 2i6HislUcUeto Otyanizatton Die Zionistische Organisation als Trägerin des Palästina-Anihaus Der Zionismus hat seine Quellen in der Galuth; er mimdet in Erez Israel. Seine Leistung in Palästina ist — obwohl die moralische Größe und geistige Tragweite der zionistischen Idee in äußeren Werken immer nur symbolisch zum Ausdruck gelangen, niemals aber an ihnen meclianisch gemessen werden Karin — ein bedeutsamer Beweis für die schöpferische Kraft des jüdischen Volkes, die durch den Zionismus entbunden wurde. Kolonisatorische Bemühungen in Ercz Israel gab es — in nicht unerheblichem Umfange und in ernster Weise — schon vor dem Auftreten der Zionistischen Organisation. Wirtschaftliche Tätigkeit von jüdischen Gesellschaften und Privatpersonen in Palästina gibt es auch heute, ohne daß sic in erkennbarer Beziehung zur Zionistischen Organisation bzw. zur Jewish _ Agency sich befinden. Zahlreiche Versuche zur Produkt! vierung des alten J i s c h u w und der orientalischen Gemeinden, gefördert vor allem durch Sir Moses Montefiore, erfüllen das ganze 19. Jahrhundert. Alle zjanistischen Theoretiker vor den Chowewe Zion, alle Palästinafreunde, die es auch in der sich assimilierenden ludenheit Deutschlands gab, gingen davon aus, daß das System der Chaiukkah, der Verteilung der in der Golah gesammclten Spciidengelder auf die Landsmannschaften des alten Jischuw, allmählich verschwinden und deren Jugend produktiven Berufen zugeführt werden müsse; Reform des alten Jischuw schien das X und O jeder von der Golah ausgehenden jüdischen Palästina-Tätigkeit. Man dachte noch nicht daran, daß eine Alijah von außen das jüdische Leben Palästinas würde mngcstalten können. Das war anders schon bei den Biluim, die aus der Erkenntnis der Judenfrage heraus sich dem Lande zmvandtcu, bei den Kolonisten, die nach ihnen in den letzten zwei Jahrzehnten des vergangenen Jahrhunderts mit Hilfe der östlichen Chowewe Zion, dann des Barons Edmond de Rothschild sich in Palästina niederlicßen. Deren Alijah war erfüllt von Idcalen: jene Menschen glaubten, der Vortrupp von großen Massen zu sein, die nach dem Scheitern der an die europäischcn Bewegungen geknüpften Hoffnungen ihnen folgen würden. Die nationale Bedeutung des Palästina- Autbaus wurde auch vor Hcrzl erkannt und betont. Aber Erkenntnisse und Bemühungen jener Zeit führten nicht zur vollen Verwirklichung, weil die Kräfte, die jene Alijah stützten, zu schwach waren, um das Werk der Ansicdluiig durch alle Nöte des Beginns und alle unvermeidlichen Kinderkrankheiten der Entwicklung hindurch aufrechtzucrhaiten und noch dauernd zu erweitern. Die Hilfe des Barons Rothschild, aus edlen und uneigennützigen Motiven in erstaunlichem Ausmaße immer wieder gewährt, rettete die Kolonisation vor völligem Verfall und dehnte sie sogar aus, stempelte aber das Ganze zu einem Werke der Wohl- Tätigkeit und Philanthropie, das in den Kolonisten das Gefühl der Sclbstvcrantwortung, das tätige Interesse für den Fortschritt der eigenen Arbeit absterben lassen mußte. Das System der von der Rothschildschen Verwaltung in Paris eingesetzten Administratoren hinderte alle Ansätze zu autonomer gesellschaftlicher Entwicklung der bestehenden Kolonien; die Siedler, die ins Land gekommen waren, um die Freiheit jüdischen Lebens neu zu begründen, mußten sich einem vormundschaftlichen Regime unterwerfen. Die Vercinigungen der Chowewe Zion in Osteuropa waren in der damaligen jüdischen Welt schwach; sie vermochten ihre bessere Erkenntnis in der Palästina-Arbeit nicht durchznsetzen, fanden zudem auch nicht immer die geeigneten Repräsentanten. Erst Theodor Herzls Auftreten schuf auch hier Wandel. Er erkannte den Niedergang der Palästina-Arbeit der Chowewe Zion unter dem Einfluß des Rothschildschen Systems und rief das jüdische Volk auf, Selbsthilfe an die Stelle von Philanthropie zu setzen. Freilich, Herzls Auffassung vom Wesen des Zionismus lehnte den Wunsch, in Palästina unter allen Bedingungen zu kolonisieren, ab; solange nicht der Sultan der Türkei den Charter, das offiziellc Dokument der Konzession für eine große jüdische Siedlung mit weitgehenden Selbstverwaitungsrechten erteilt hätte, könne eine allmähliche ״Infiltration“ jüdischer Ein- Wanderer nach dem Muster der Chowewe Zion nicht als ernsthafte Antwort auf die Judenfrage betrachtet werden. Indem nach Herzls Tode und angesichts der offenbaren Unmöglichkeit, in kurzer Frist den Charter zu erhalten, der Gedanke des synthetischen Zionismus in der Organisation vordrang, kam es zu der entscheidenden Wandlung. Die Erkenntnis, daß die diplomatischen Beiniihungen der zionistischen Führer bei den Mächten durch den Hinweis aut bereits vollbrachte kolonisatorische Leistungen der Juden in Palästina selbst auf das wirksamste und nachhaltigste unterstützt werden könnten, führte seit 1908 zur Aufnahme der Siedlungstätigkeit in Erez Israel. Die Begründung des P a 1 ä s t i n a - A m t e s in Jaffa im Jahre 1908 unter Leitung von Dr. Arthur Ruppin bezeichnet in der Geschichte des Aufbaus eine neue Epoche. Die Arbeiter der zweiten Alijah, die bis dahin mühsam im Lande uin Arbeit und Existenz gekämpft hatten, kamen in Kincreth und Deganiah dank der Hilfe Ruppins und der Zionistischen Organisation zum ersehnten Ziele der selbständigen landwirtschaftliehen Ansiedlung. Die Mittel des Keren Kajcmeth Lejisrael, bis dahin ängstlich thesauriert, wurden flüssig gemacht und in den Dienst der Kolonisation gestellt. Ein Gefühl eigener Verantwortung, der Entwicklungsmöglichkcit eines selbständigen jüdischen nationalen Lebens erwachte, und kurz vor Ausbruch des Krieges befand sich der Jischuw unter verständnisvoller Leitung des Vertreters der Ziomstisehen Organisation auf allen Gebieten des Lebens in sichtlichem Aufschwung. Die Rolle einer Organisation wie der zionistischen beim Aufbau eines Landes ist naturgemäß schwierig. So mußte die Zionistische Organisation erst allmählich die Organe entwickeln, die imstande sind, das in der Golah erwachsene Gedankengut des Zionismus in praktische Aufbaulcistung zu verwandeln. Das Palästina-Amt von 1908 war der erste Versuch, die Gründung der Palestinc Land Deve- 10 p ment Company (P. L. D. C.) im gleichen Jahre der zweite. Die nach der Balfour-Deklarafion gewaltig gewaehsene Möglichkeit machte ganz neue Anstrengungen notwendig, sollten die Chancen nicht unausgenutzt bleiben. Die Gründung des Keren Hajessod im Jahre 1920 durch Beschluß der Zionistischen Jahreskonferenz in London war das Ergebnis der Einsicht, daß die Zionistische Organisation auch außerhalb Palästinas nunmehr mit ganze! Kraft durch Aufbringung der nötigen Mittel für den Aufbau sich cinzusctzen habe. Die Gliederung der Palästina-Exekutive nach Ressorts war ein weiterer Schritt auf diesem Wege der Ausbildung spezieller Instrumente für die sich immer mehr verzweigenden Tätigkeitsgebiete in Palästina. Alle Institutionen aber, die von der Zionistischen Organisation zur selbständigen Tätigkeit in Palästina ins Leben gerufen wurden und werden, müssen in ihrer Arbeit aufein- 1t1111i11m11H11i11i1111i1mn1m111H1nm1m1n1nn1Mmnm1i11nmi11t1n1m1m1m1wn1tn11tm1N1mM1M1nMm1mwttmi1 Aufruf des Misrachi *um Monat der Zionistischen Organisation Im Monat der Zionistischen Organisation wendet sieh der Misrachi in erster Reihe an die gesetzestreue Judenheit in Deutschland mit der Aufforderung, sich ihm und damit der Zionistischen Organisation anzuschließen. Wenn heute die alte Heimat des jüdischen Volkes wieder zur neuen Heimat für tausende unserer Brüder und Schwestern aus Deutschland geworden ist, so wissen wir, daß nur dank der jahrzehntelangen Anstrengungen der ZAonlsten aller Riehlangen in Erez Israel das Land diese Menschen aufnehmen konnte. Wir haben kein Recht, uns die Früchte dieser Arbeit zunutze zu machen, ohne gleichzeitig die Zionistische Organisation mit allen Kräften zu stärken. Das religiöse Leben in Erez Israel entspricht in vielem noch nicht unseren Wünsehen. Eine Aenderung kann jedoch herbeigeführt werden, wenn die gesamte thoratreue Judenheit an dem gemeinsamen Aufbau des Landes teilnimmt. Jeder Jude, der in Erez Israel den Schabbat entweiht, bedeutet eine Anklage gegen die thoratreue Judenheit, die nicht die Reihen derer stärkt, die sich bemühen, Erez Israel im Geiste der Thora aufzubauen. Durch unsere Arbeit und unser Lehen im Geiste der Thora müssen wir dem Lande unsere Prägung aufdrücken. Die thoratreue Judenheit muß durch ihren Eintritt in die Organisation des Misrachi zeigen, daß sie am Aufbau des Landes entscheidend mitwirhen will. Die Zionistische Welt• Organisation ist die Zusammenfassung des jüdischen Volkes. Kein thoratreuer Jude darf ihr fernbleiben. Die Landeezentral• der Unabhängigen Mierachi Landes - Organisation Deutschlands uuiüiitiiitHifitiniifmiiimiiiifiiinmmiiiimfitmfimfmttmiminniiinmtfmimiiimfiHmnmftiiOTnmmiimtHiiafmffni ander abgestimmt, nach einheitlichem Plane eingesetzt werden. Die Exekutive der Zionistischen Organisation und der Jewish Agency, gewählt vom Kongreß und Council, repräsentiert diese Autorität. Im normalen Leben Palästinas erscheint es oft so, als ob etwa KKL und Keren Hajessod Bodenkauf und Kreditgewährung für landwirtschaftliche Siedhing selbständig leiten; aber in Wahrheit sind und bleiben alle Fonds, Institutionen und Gesellschaften Instrumente der Zionistischen Organisation, deren Exekutive letztlich die Verantwortung für alles trägt, was im Lande und für die Ent- Wicklung des Nafionalhcims geschieht. Der Aufbau eines Landes Verlangt Planung und Führung. Von keiner anderen Stelle kann sie ausgehen, als von der Exekutive der Zionistischen Organisation. Zwischen kraftvoller aiitoritativer Führung des Palästina-Atifbaus und einer Vergrößerung und Festigung der Zionistischen Organisation besteht ein unmittelbarer Zusammenhang. n ,״״.ך Budapestcr Brief Von unserem Berichterstatter Budapest, 13. März Die neugewählte Repräsentanz der Pester Isr. Gemeinde hat sich in ihrer ersten Vollsitzung einen Ausschuß und den Vorstand gegeben. Zum Vorsitzenden der Gemeinde wurde der bisherige Präses, Hofrat Samuel Stern, wiedergewählt, während der Vorstand sich durch einige Persönlichkeiten ergänzte, unter ihnen Exzellenz Eugen V i d a, der Großindustrielle Leo von Goldberger de Buda, sowie Kurialrichter Bcla Gallia. Außerdem wurden 25 Männer der Wissenschaft, der Wirtschaft und des öffentlichen Lebens, die sich um das Judentum Verdienste erwarben, in die Gemeindevertretung kooptiert. Das rechtsstehende Organ ״U j Magyar säg“ wirft in seiner Nummer vom 8. März ein neues Schlagwort in die ohnehin lebhafte öffentliche Debatte über die Jugend. Das Blatt vermerkt, daß in manchen Budapestcr Mittelschulen die Anzahl der jüdischen Schüler 50 «,0 erreiche. Die jüdischen Schiiler seien im allgemeinen wohlhabender, sie hatten also mehr Gelegenheit zu sorgenloser Arbeit und könnten im Durchschnitt bessere Erfolge aufweisen. Die Eltern sind zudring- Sicher, nehmen aber auch größere Opfer und Leistungen auf sich, so daß ״die Mittelschule fast schon zum Warenhaus geworden ist, in dem die bevorzugte Gesellschaft Ihre Vorzugsz.eugnisse einkauft.“ Der Verfasser verlangt, es mögen Zionistische Arbeit in Mannheim Immer, wenn in den Ortsgruppen der ZVfü. eine Aktion vorbereitet wird, sei es zur Werbung neuer Mitglieder, sei es zur Aufbringung von Geldern für die nationalen Fonds, spricht man von der ״Z i o 11 i s t i s c b e 11 Peripherie“. Man meint damit den großen Kreis derjenigen Juden, die, ohne in der ZVfD. organisiert zu sein, im Bannkreis zionistischer Ideen stehen und die darum für die Parolen der jeweiligen Aktion besonders aufgeschlossen sind. Hierzu ge-!:Ören in erster Reihe die Mitglieder der Wizo, des Makkabi, des Hecbaluz usw., Organisationen also, die zwar von Zionisten geleitet werden und zum Zionismus hin erziehen, ohne jedoch organisatorisch Bestandteil der Zionistischen Organisation zu sein. Es liegt auf der Hand, daß eine Aktion, in deren Mittelpunkt die Werbung für die Zionistische O r - ganisation steht, in diesem Kreis eine besondere Aufgäbe hat. Will man Menschen werben, die gänzlich abseits stellen, wird die Fülle weltanschaulicher Argumente, mit denen wir Zionismus zu begründen pflegen, ins Treffen geführt werden müssen. Spricht man zu Menschen, die zwar zionistisch gesinnt sind, bisher aber nicht den Weg in die Organisation gefunden haben, dann geht es in erster Linie darum, ihnen die ideeliclie Bedeutung der Zionistischen Organisation atifzuzcigen, darzustellen, daß zionistische Gesinnung nicht denkbar ist, ohne daß sie sich ausdrückt in der Zugehörigkeit zur Zionistischen Organisation. Den Kreis dieser Menschen an die Organisation zu binden, wird oft weniger ein propagandistisches als ein organisatorisches Problem sein. Das soll am Beispiel der in den letzten Wochen von der ZOG. Mannheim getroffenen Maßnahmen erläutert werden. Die Begriffswelt von Vereinen ist auch den Juden Deutschlands geläufig. Wie wenig sie aber den Unterschied erkannt haben, der zwischen der Zionistischen Organisation, die alle Juden zusammenfassen will, 11ml all den anderen jüdischen Vereinen erkannt haben, zeigt sich unter anderem darin, daß in vielen Fällen eine ganze Familie ihr zionistisches Bekenntnis durch die Ortsgruppem/iigeliörigkeit des Familienvaters glaubt abgeben zu können. Die Frauen leisten in der Wizo praktische Arbeit für den Aufbau Palästinas und begleiten ihren Mann in die Veranstaltungen der Ortsgruppe, ohne dieser selbst anzugeliören. — Durch einen Beschluß des Ortsgruppenvorstandes, der allen Mitgliedern der Mannheimer Ortsgruppe zugestcllt worden ist, wurde im ״Monat der Zionistischen Organisation“ festgelegt, daß in Zukunft nur diejenigen als Mitglieder der Ortsgruppe geführt werden können, die gesondert ihren Beitritt erklären und gesonderten Beitrag entrichten, und daß darum eine Anmeldung der Ehefrauen aller Mitglieder erforderlich sei. In dem Schreiben, das diese Mitteilung enthielt, wurde in knappen Sätzen die gedankliche Bedeutung der Zionistischen Organisation aufgezeigt. H u n d e r t, n e u e Mitglieder sind so der Ortsgruppe gewonnen worden. Zu der eben beschriebenen Kategorie von Menschen, die durch organisatorische Maßnahmen der Ortsgruppe eingereiht werden können, tritt die große Zahl derer, die auf dem Wege über Turnen, Sport, praktische Frauenarbeit und ״Lernen“ in einen zionistischen Verband gekommen sind. Die Mitglieder des Bar Kochba, der Wizo, des Jüdischen Jugendbtindes usw. in die Ortsgruppe einzureihen, war darum eine weitere Aufgabe der ״Einghederungsaktion“. Nachdem schon vor dem Delegicrtentag die Mitglieder des Hechaluz und des Brith Chaluzim Datiim ihren Eintritt in die ZOG. erklärt hatten, ist diese Aufgabe nun innerhalb des Mannheimer Bar Kochba in Angriff genommen worden. Alle Makkabim, die bisher der Ortsgruppe nicht angehörten, haben zusammen mit der Proklamation des Deutschen Makkabi- Kreises von ihrer Vereinslcitting die Aulforderung zum Eintritt in die Zionistische Organisation erhalten, lind jeden Tag laufen hei der Ortsgruppe Neuanmeldungen aus diesen Kreisen ein. Die Aktion bei den anderen Verbänden ist noch im Gange. In zwei Wochen soll sie abgeschlossen sein. Die Mannheimer Zionistische Ortsgruppe wird dann ohne große Propagandaveranstait ungen eine große Anzahl neuer Mitglieder gewonnen haben, Menschen, die nicht nur wie bis- 11er — ״zionistisch eingestellt“ sind, sondern mm alle Rechte und Pflichten von Zionisten besitzen. Dr. Kurt Licht mehr jüdische Gymnasien errichtet werden, in den Staatliehen und städtischen Schulen aber nicht mehr als 5 Prozent jüdische Kinder aufgenommen werden. * Dt, Josef Patai, dessen Sohn als erster an der Jerusalemer Universität promoviert wurde, und der zu einem Vortrage an dieselbe ciugeladen wurde, hat den einzigen Ktilturabend dieser Saison dem Fonds zur Unterstützung der Hebräischen Universität gewidmet. Im Priitiksaal der Musikakademie begrüßte zuerst Dr. Ignatz P f e i f e r, Professor!■ der Technischen Hochschule, als Vorsitzender der Pro Palästina-Vercinignng, das zahlreiche Publikum, dann sprach Universitätsprofessor Dr. Julius Donath als Vorsitzender, der Universitätskommission dieser Vereinigung. Künstler des• ungarischen Nationaltheaters, sowie des königl. Opernhauses tragen biblische Arien, Oratorien, palästinensische Lieder und Gedichte hebräischer Dichter vor. Zum Schluß überrreichte 1>, Patai dem Ehrenmitglicde der Oper, der Kammersängerin Erzsi Sändor, ein Ehrcndiplom, laut dem die Pro Palästina- Vereinigung einen Hain irn Baifour-Wald auf ihren Namen gepflanzt hat. Dr. A. F. Im Kulturbund Danzig trat zu Purim die jüdische Tänzerin Katia Rakalinskaja an die Oeffentlichkcit. Höhepunkte des Programms waren das ״Wiegenlied“ und die mit Beifallsstürmen aufgenommene Symbolisicrung eines freien jüdischen Menschen auf palästinensischer Scholle. stehim a• aie durch Aus- Mdtngun: zuKunftihrerKinder Landschulheim Florenz Höhere Schule und Internat 1. Schulbildung bis zum Abiturlum 2. Für Knaben und Mädchen von 6—18 Jahren, Sprachenpflege 3. Leitung bewährter■ Pädagogen 4. Studienberechtigung in fast aßen Staaten 5. Werkunterricht, Landarbeit, Haushaltkunde 6. Vorbereitung für Palästina 7. Aerztllch• Ueberwraehung, individuelle Förderung 8. Schönste Umgebung, gutes Klima, Sport 9. Erstklassige Verpflegung 10. Zeitgemäße Preise — keine Transferschwierigkeiten Auskünfte und Prospekte durch die Leitung: Oberreg.-Rat Dr. Warner reit er Dr. M. fioldstein Florenz, Villa Pazzi, Pian dei Giullari Neuaufnahmen zum 1. April 1936