Mannheim
Compact Memory

Jüdische Rundschau · 1936-03-17 · Heft 22 (17.3.1936) · page 2

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
41 (1936)
Issue
Heft 22 (17.3.1936)
Date
1936-03-17
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
97% known words query
IRI
…/2651273-2653922-2653945--28448-2689931
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

5 entity mentions

Seite 2 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 22, 17. III. 1936 Arbeitsauftakt des Council Ein Appell an die «luden Englands — Das neue Aktionsprogramm Sektion des Council fertig, deren Kern von den drei Männern der ״Delegation“ (Samuel, Beafsted, Marks) gebildet wird, und die eine erweiterte Fortsetzung jenes Komitees ist, das früher den ״Central British Fund for German Jewry“ administriert hat. Dieses britische Komitee, das heute in der eindrucksvollen Kundgebung seinen ״Appeal“ (Geldsammel-Aktion) eröffnet hat, wird, falls es nicht zum Eintritt der Amerikaner kommt, mit den amerikanischen Komitees (״Joint Distribution Committee“ und ״United Palestine Appeal“) bei der Planung und bei der Verwendung der Gelder ״kooperieren“. Vom Standpunkt der ״Objekte“ dieses Hilfswerkes, nämlich der Juden in Deutschland, sind vor allem zwei Fragen wichtig: Wird das Geld zusammenkommen und wie wird es verwendet wer* den? Man spricht von drei Millionen Pfund in vier Jahren, aber das ist noch keine Realität, sondern eine Ziel- Setzung. Und zugleich zeigen die inzwischen aufgestellten Berechnungen, daß der erste Rohentwurf des Komitees, der wohl mehr eine Propaganda-Plattform als ein Arbeits-Schema darstellte, viele Posten zu niedrig eingeschätzt hatte. Auswanderungshilfe, die nicht Nomaden erzeugen will, sondern feste Ansiedlung zum Ziel hat, kostet pro Kopf mehr als ursprünglich angenommen. Auf diesen Punkt hat die Jewish Agency, die auf ausreichende Erfahrungen ztirückbHckt, ständig hingew iesen. Die Darlegungen von Sachverständigen wie Georg Landauer, Senator, Adler-Rudel, sowie das vom Zentralnusschuli der Juden Deutschlands gelieferte Material, ermöglichen eine exaktere Beurteilung der wirkliehen Erfordernsise. Der Council wird jetzt die Aufgabe haben, definitive Pläne zu bearbeiten. Das Bureau ist zusammengesetzt aus Norman B e n t w i c h, Sir Wyndham Deedes und S. Ad ler-Rudel. Die beiden Erstgenannten waren Minister Sir Herbert Samuels während seiner Amtsführung als High Commissioner in Palästina. Bemerkenswert ist, daß zum erstenmal ein Nichtjude führend in die jüdische Hilfsarbeit eintritt. Es ist schwer ein besserer denkbar als Deedes, ein Mann von echter religiöser Gesinnung und christlicher Betätigung, der nach seinem Rücktritt aus dem Staatsdienst jahrelang in den Elendsvierteln Ost-I ondons soziale Arbeit geleistet hat. Deedes ist ein aufrichtiger Freund der Juden, kennt Palästina gut und hat ein Verständnis für die Judenfrage, das man manchem Juden wünschen möchte. Norman B e n t w i c h braucht der jüdischen Oeffentliehkeit nicht vorgestellt zu werden. Er war Justiz- Sekretär Palästinas und in den letzten zwei Jahren irn Amt des Emigrantenkommissars Macdonald tätig. Und schließlich werden die beiden Herren den Vorteil der Mitarbeit eines der erfahrensten und bewährtesten jüdisehen Sozialarbeiters aus Deutschland haben. Sir Herbert erklärte, die erste Liste der Zeichnungen für die Zwecke des Council werde veröffentlicht werden, sobald der Wolkenhiminel der internationalen Politik sich etwas gelichtet hat, so daß die Gewähr für eine ungestörte Durchführung der Aktion gegeben ist. Drei Familiengruppcri, deren Vertreter auf der Estrade saßen, haben, so sagte er, bereits eine ״fürstliche“ Summe gezeichnet. Wenn man bedenkt, welcher Reichtum an diesem Tisch vertreten war, wo neben Samuel und Weizmann Mitglieder der Familien Rothschild, Bears t c d, Lord R e a d i n g, M e 1 c h e 11, Marks saßen, so kann inan dem Redner glauben, daß ein gewisser Anfang mit den Sammlungen gemacht ist. Die Juden Deutschlands müssen diese Aktion der englischen Juden dankbar armehmen, aber auch sic ihrerseits müssen alles tun, um eine planmäßige Liquidierung der Probleme zu fördern. Es bleibt für säe die Hauptsaciie zu tun. Andere können helfen, aber die Sorge für das Ganze und für richtiges planmäßiges Handeln liegt auf u n s. Man kann in England auch Stimmen hören, die fragen, warum die Juden Deutschlands selbst, die ja auch um den Transfer ihres Vermögens bemüht sind, die jüdischen Aufgaben i n n e r h a 1 b Deutschlands nicht aus eigenen Kräften bestreiten können, so daß die Beiträge der ausländischen Juden ausschließlich für die Zwecke neuer Existen/gnmdungen in den Einwanderungsländern (vor allem Palästina) verwendet werden könnten. Dies ist wohl keine gründlich durchdachte Haitung, aber wir in Deutschland müssen auch mit derartigen Stimmungen rechnen. Das würdevolle Bemühen der Juden Deutschlands um die Neuordnung ihres Le* b e n s unter so schwierigen Verhältnissen findet gewiß überall Respekt. Wir müssen hoffen, daß sich aus der jetzt begonnenen Aktion eine Zusammenarbeit entwickelt, die nicht nur einer jüdischen Gruppe ihren Weg aus einer Notlage eröffnet, sondern für das Volk als Ganzes produktive Ergebnisse hat. Stellung der amerikanischen Zionisten Dr. Stephen W i s e gab, wie Pa kor soeben aus New York meldet, im Namen des United Palestine Appeal eine Erklärung ab, in der er die Beziehungen des U. P. A. zum Council for German Jewry klarstellte. Er erklärte, daß man in Amerika keine neue Kamnagne ins Werk setzen werde, daß jedoch, falls für den U. P. A. volle 3gj Millionen [Dollar aufgebracht werden körtnen, Gelder zur Durchführung der Pläne für die Ansiedlung deutscher Juden in Palästina zur Verfügung stehen werden. Die U. P. A. ist bereit, an jedem konstruktiven Programm, das den Juden den Weg nach Palästina erleichtert, mitzuarbeiten und der Jewish Agency Gelder für diesen Zweck zur Verfügung zu stellen. Dr. Wise wies darauf hin, daß der Council keine Geldsammlungs-Aufgaben habe. Wenn U. P. A. und J.D. C. auf gemeinsamer Basis arbeiten, dann werde der Council die erforderlichen Gelder haben. London, 13. März. Die Pläne de* Council for German Jewry werden in einem Aufruf dargelegt, den Sir Herbert Samuel, Lord Bearsted und Simon Marks soeben an die Judenheit Englands erlassen haben. Der Aufruf beginnt mit einem Hinweis auf die Lage der Juden in Deutsch- Land. Von der Feststellung ausgehend, daß die jüngere jüdisehe Generation zu der Ueberzeugung von der Aussichtslosigkeit einer Zukunft für sie innerhalb Deutschlands gelangt sei, heben die Verfasser des Aufrufs sodann die Notwendigkeit einer auf mehrere Jahre berechneten umfassenden Aktion hervor, durch die eine endgültige Lösung des Problems in seinem ganzen Umfang oder wenigstens für einen großen Teil der Betroffenen herbeigeführt werden soll. Diese ernste Angelegenheit — so heißt es in dem Aufruf — muß bei alle« jüdischen Menschen Sympathie und Sorge erwecken, denen ein besseres Geschick beschieden ist. Sie werden erkennen, daß es sich hier nicht mehr bloß um Wohltätigkeit an einzelnen Auswanderern handelt, die sich in zeitweiliger Notlage befinden. Gewiß wurde schon bisher viel konstruktive Hilfe geleistet. Doch sind diejenigen, die an der Spitze der in jedem der drei letzten Jahre in England zugunsten der Auswanderer aus Deutsch• land unternommenen Aktionen standen, überzeugt, daß es an der Zeit ist, Maßnahmen grundlegenderen Charakters in dieser Sache zu treffen. Vollständige Uebereinstimmung mit da! Führern aller Teile der Judenheit Amerikas wurde angestrebt und erzielt. Unter ihrer Mitwirkung wurden die folgenden Vor• schlage ausgearbeitet, die nunmehr der Oeffentliehkeit unterbreitet werden. 1. Zfe! der Aktion fst die Ermöglichung der Auswan• derung von Juden aus Deutschland in so großer Zahl wie es durchführbar Ist. Die gegenwärtig in Aussicht genommene Zahl beträgt 20 000 bis 25 000 jährlich während der nächsten vier oder fünf Jahre. Es wird sich bei diesen hauptsächlich um junge Leute und Kinder handeln, doch wird vorausgesetzt, daß viele ältere Männer und Frauen später nachfolgen werden. 2. Es wird erkannt, daß die Auswanderer ln der Hauptsache solche Berufe und Eignungen haben sollen, durch die sie sich für die Bestimmungsländer als nützlich erweisen können. 3. Ein großer Teil der künftigen Auswanderer und viele der bereits Ausgewanderten werden eine besondere Schulung oder Umschulung in Handwerk oder Landwirtschaft durchmachen müssen, wozu Gelegenheit geboten werden soll. 4. Ueber 30 000 Ausgewanderte aus Deutschland haben sich bereits in Palästina niedergelassen, und man hofft, daß es einem großen Teil der Auswanderer der nächsten Jahre ebenfalls möglich *ein wird, nach Palästina zu gehen. Zu diesem Zweck wird je* notwendig *ein, die besondere Ausbildung junger Menschen für das landwirtschaftliche und industrielle Leben in Palästina auszubilden sowie Pläne für die weitere Entwicklung des Landes zu fördern, durch die neue Arbeitsplätze geschaffen werden. 5. Die zeitweilige Unterstützung, die gegenwärtlg jener Minderheit der Ausgewanderten gewährt wird, denen es noch nicht möglich war, einen Erwerb zu Anden, und die in Not sind, kann nicht eingestellt werden. Viele Einzelpersonen und Familien sind in verschiedenen Ländern gestrandet und ln verzweifelter Lage. Ihnen muß man helfen, ein ständiges Heim zu finden und muß sie Inzwischen vor Elend bewahren. 6. Der Council for German Jewry ist jetzt zur Erfüllung dieser Aufgaben geschaffen worden. Die amerika* nische Judenheit wird in Ihm voll vertreten sein. Er wird gewisse Funktionen bei der Auswandererhilfe zu übernehmen haben, die früher dem vom Völkerbund eingesetzten Oberkommissar zu gew iesen waren, denn die Tätigkeit des neu ernannten Oberkommissars ist in stärkerem Maße auf die politischen und rechtlichen Seiten des Problems eingeschränkt. Der Council wird die bisher von dem Central British Fund for German Jewry geleistete Arbeit weiterführen und sich dabei seines Apparates bedienen. Es ist nicht beabsichtigt, eine neue große Organisation zu schaffen. Die Körperschäften, die seit langer Zeit auf verschiedenen Teilen dieses Arbeitsgebietes tätig sind, behalten ihre Autonomie und setzen ihre Arbeit fort. 7. Es ist klar, daß weit größere Summen als bisher benötigt werden■ Eine gewisse Zahl von Auswanderera wird vielleicht in der Lage sein, eigene Mitte) mitzubringen oder bei Angehörigen und Freunden, die bereits in anderen Ländern ansässig geworden sind, vorübergehend Gastfreundschaft und Hilfe zu finden. Unter Berücksichtigung dieses Umstandes wird die für die Durchführung In dem beabsichtigten Umfang erforderliche Summe auf mindestens drei Millionen Pfund geschätzt. Die Führer der amerikanischen Judenheit schließen sich dieser Schätzung an und sind bereit, die Verantwortung für die Aufbringung von zwei Dritteln des Betrages zu übernehmen, wobei ein Teil davon bereits In vorhandenen Fonds zur Verfügung steht. Von dem Betrag von einer Million Pfund, der in Großbritannien und im Britischen Reich sowie in anderen europäischen Ländern aufgebracht werden soll, ist ungefähr die Hälfte schon in Sicht. Darin Inbegriffen sind die erhebliehen Summen, die bereits von gewissen Stiftungen zur Unterstützung von Juden aus Deutschland bereitgestellt wurden. Die noch übrigblclbende Aufgabe aber ist außerordentlich groß. Die noch aufzubringende halbe Million entspricht der Gesamtsumme des Ertrages sämtlicher drei Ak» tionen, die von dem Central British Fund for German Jewry durchgeführt wurden, einschließlich der Zeichnungen der größten Spender. Daraus ist zu ersehen, daß eine außerordentliche Anstrengung notwendig Ist, wenn das angestrebte Ziel erreicht werden soll. Der Keren Hajessod (Palestine Foundation Fund of Great Britain) wird, wie ln den drei letzten Jahren, von seinen üblichen Sammlungen Abstand nehmen und schließt sich dem jetzt erlassenen gemeinsamen Aufruf an. Seine normalen Einkünfte aus England, von denen ein großer Teil für Zwecke in Palästina verwendet wird, die direkt oder indirekt den sich dort ntedcrlassenden Juden aus Deutschland zugute kommen, werden ihm aus den Erträgnisseo dieser Aktion garantiert. Die Eröffnungs-Kundgebung London, 15. März. (JTA.) Mit einer Veranstaltung im Dorchcster-Hotel in London wurde am 15. März die Sammlung des Council for German Jewry eröffnet. Zu der Konferenz waren etwa tausend repräsentative Persönlichkeiten der englischen Judenheit erschienen. Den Vorsitz führte Anthony de Rothschild. Als Redner traten der Vorsitzende des Council Sir Herbert Samuel, der Präsident der Jewish Agency for Palestine Dr. Chaiin Weizmann, Viscount Bearsted und Simon Marks auf. Lord R e a d i n g dankte den Rednern im Namen der Erschienenen, und Nathan Laski schloß sich diesem Dank an. Anthony de Rothschild wies in seiner Eröffnungsansprache auf die gegenwärtige internationale Lage und die möglichen Auswirkungen auf das jüdische Problem hin. In einer Zeit unerhörter Schwierigkeiten, so führte er aus, treten wir heute hier zusammen. Wir müssen mit der Organisierung der uns bevorstehenden Arbeit intensiv forttahren, damit wir wirksame Maßnahmen treffen können, sobald die politischen Verhältnisse dies erlauben. Unser Plan erstrebt den geordneten Auszug einer großen Zahl von Juden aus Deutschland nach Palästina und anderen Ländern, die bereit sind, sie aufzunehmen. Viel Geld wird benötigt, um durch Um״ Schulung der Einwanderer sicherzustellen, daß sie wertvolle Bürger ihrer künftigen Heimat werden. Ein leitendes Prinzip wird es sein, das Geld so auszugeben, daß einer möglichst roßen Zahl von Menschen Auswanderungsmöglichkeit geoten wird. Die Rede Sir Herbert Samuels Auch Sir Herbert Samuel ging von den gegenwärtigen internationalen politischen Verhältnissen aus. Die Juden in Deutschland seien überzeugt, daß sie ihre Zukunft in Ländem suchen müssen, in denen ihnen die Möglichkeit für die Entfaltung ihrer Fähigkeiten gegeben wird. Wohin können sie sich wenden? Während der letzten drei Jahre, fuhr Sir Herbert fort, haben über 30 000 Juden aus Deutschland in Palästina Zuflucht gefunden. Die. Aufnahmefähigkeit Palästinas ist aber nicht ein feststehender Faktor. Sie unterscheidet sich heute davon, was sie 1920 war und wird 1940 abermals eine andere sein. Unsere Aufgabe ist es, diese Autnahmefähi g k e i t zu entwickeln und zu erhöhen, damit Palästina hunderttausenden Auswanderern aus Europa zur Heimstätte werden kann. Ich hoffe, sagte Sir Herbert, daß in vier Jahren 50 000 Juden aus Deutschland nach Palästina kommen und daß.: die übrigen in anderen Teilen der Welt eine Heimstätte finden werden. Sir Herbert Samuel gab bekannt, daß die Judenheit Deutschlands es übernommen habe, die Aufgaben der Um- Schulung, der Beförderung, der Sicherung günstiger Zulassungsbcdinguiig und der Gewährung von Darlehen in gewissen Fällen zu erfüllen. Die amerikanische Judenheit habe die Aufbringung der restlichen zwei Millionen Pfund auf sich genommen. In diesem Zusammenhang verlas der Redner ein Telegramm Felix M. Warbtirgs, in dem die Mitwirkung der Juden Amerikas versprochen wird. Die Arbeit werde ohne Schaffung neuer Organisationen und ohne Heran- Ziehung eines neuen Apparates durchgeführt werden. Der Council werde die Rolle einer koordinierenden Körperschaft spielen. Dr. Weizmann über die Rolle Palästinas Dr. Chaim Weizmann setzte auseinander, daß Pall* stina imstande sei, jährlich 12 000 bis 15000 Ju* den aus Deutschland aufzunehmen. Während andere Länder Auswanderer nur in kleiner Zahl und nur allmählieh würden aufnehmen können, brauche Palästina Einwanderer in großer Zahl und sofort. Noch ein zweiter großer Unter• schied bestehe zwischen der Einwanderung nach Palästina und der nach anderen Ländern; denn Palästina sei das einzige Land, in das die Juden kraft rechtlichen Anspruchs und nicht auf Grund v!on Duldung, kommen. Im weiteren Verlauf seiner Ansprache zollte Dr. Weizmann den aus Deutschland stammenden jüdischen Siedlern in Palästina Anerkennung für ihre Leistungen. Sie hätten Disziplin, Ordnung und Schulung mitgebracht. Diese Eigenschaften hätten sich bereits durch bedeutende Fortschritte in Landwirtschaft und Industrie ausgewirkt. Weitere Ansprachen Der nächste Redner, Simon Marks, hob die überragende Ralle Palästinas als Einwanderungsland hervor und erklärte, der Council werde die Auswanderung von Juden aus Deutschland nach allen Ländern fördern, in denen die Aussicht auf wirtschaftliche Existenz vorhanden sei. Lord Bearsted richtete an die Versammlung den Appell, eine Million Pfund für die Arbeit der nächsten vier Jahre aufzubringen. Dies sei keine unmögliche Aufgabe. Etwa die Hälfte dieses Betrages sei bereits gesichert. Die beiden ersten Spenden habe man von zwei nichtjüdischen Engländern erhalten. Unsere glückliche Lage in England, schloß Lord Bearsted, darf uns für das Geschick unserer jüdischen Brüder in anderen Ländern nicht blind machen. Schließlich sprachen noch Lord R e a d i n g und Nathan Laski (Manchester). Hauptschriftkiter: Dr. Robert W e 11 s c h, Berlin - Charlottenbtug 8 (auch verantwortlich für die Aufnahme von Bildern). Stellvertreter: Kurt Eoewenstein. Berlin W15. Anzcigenlciter und verantwortlieh für den Inhalt der Anreigen: Hermann F i n n, Berlin VV 15. Gültig Anzcigen-Preisliste 4 vom 15. Oktober 1935. Verlag und Anzeigen Verwaltung: Jfldiache Rundschau. Berlin W 15. MrinrkestT. 10. D.-A. Februar 38 E37. — Druck.: Siegfried Scholem, Bln.-Schöneberg. KLEINE UND CROSSE UMZÖGE Lifts, Lagerung, Obara••• und Auslandsvar. katir• GEPÄCKFAHRT Btrlln W IS, KurfOrstandanun 211 BAVARIA BARBAROSSA STEIN PLATZ OBERBAUM 8888

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.