Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 41 (1936)
- Issue
- Heft 21 (13.3.1936)
- Date
- 1936-03-13
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Nr. 21, IX Hl. 1*36 JODlSCHf »UNDSCHA0 5eite 15 Ruppins Jubiläumsfeier in Deganiah*) Von unserem palästinensischen Korrespondenten Um den Legislative Council Erklärungen des Kolonialministers gl, T i b e r i a s, 9. März 36 In Palästina und in der zionistischen Bewegung häufen sich in letzter Zeit die Jubiläen. Erst vor kurzem feierten Palästina und Galuth das Jubiläum von Miß Szold mit einer so allgemeinen Anteilnahme, wie es nur selten vorkommt. Und jetzt wurde R u p p i n 60 Jahre alt. Ruppin hat eine starke Abneigung gegen Reden und besonders gegen lange Reden. Leider stellt er unter den zionistischen Prominenten mit dieser Abneigung ziemlich allein da. Er wußte also, daß es bei seinem Jubiläum Reden nur so regnen würde und beschloß, dieser drohenden Sturzflut zu entgehen. Er bestimmte für seine Jubiläumsfeier einen entlegenen Punkt des Landes, der eigentlieh schon in Transjordanien liegt, Deganiah. Die Jewish Agency lud zu diesem Tage zu einer intimen Feier nach Deganiah ein. Und der Erfolg der Flucht von Rupnin war ein ganzer Wagenpark im Wirtschaitshof der Kwuzah, denn so ziemlich alles, was in Palästina Namen hatte, war hinter ihm hergefahren, und neben den ״Kongreßgesichtern“ sah man die Vertreter der verschiedensten landwirtschaftlichen Punkte. Es gab trotz Flucht und gesiebter Einladungen eine Ansammlung von vielen Hunderten in jener stillen Ecke, wo der Jordan den Tiberiassee verläßt. Ruppins sechzig Jahre, das sind mehr als fünf undzwanzig Jahre zionistische Kolonisation im Lande, das ist eigentlich so ziemlich alles, was in den letzten Jahrzehnten in Palästina gebaut, gelitten, gelungen, experimentiert, fehlgeschlagcn und erreicht worden ist. Nicht etwa, daß das große Wachstum in den letzten Jahrzehnten auf die Rechnung dieses einen Mannes oder der zionistischen Exekutive zu setzen ist. Daneben ging die große Privatinitiative, ging das Werk von Außenseitern, gingen die Versuche vieler Gesellschaften, ging vor allem der gewaltige Druck von außen, der das Siedlungswerk vorwärts trieb. Aber in der Exekutive, im Kolonisationsdepartement, bei Ruppin fand die Arbeiterkolonisation, die neue, oft verlachte Wege ging, ihren Rückhalt, von hier kam Antrieb und Anregung auch für die Privatkolonisation, hier wurden Erfahrungen gesammelt, die weiter reichten als die Siedlungen, in denen sie gemacht wurden, von hier aus wurden die schwierigen Positionen erobert, die zuerst wie verloren aussahen und sich dann als echte wirtschaftliche Festungen erwiesen. Das Jubiläum von Deganiah, das vor kurzem gefeiert wurde, war letzten Endes auch das Jubiläum von Ruppin, denn hier begann die Kette, die von einem einsamen Punkt im Jordantai zur Be- Siedlung der Ebene Jcsreel und dann nach den neuen Punkten des Schomron, Wadi Hawarith und Scharon führte. Und Deganiah selbst mit seinen hohen Palmen und Zypressen, den weiten Pflanzungen und den reifenden Feldern ist ein lebendiges Wahrzeichen der kolonisatorischen Errungenschaffen dieser Jahrzehnte, wie es eindrucksvoller kaum gedacht werden kann. Ruppin hat von seiner letzten siidamerikanischen Reise ein« Sammlung von subtropi sclicn Samen mitgebracht, die er im Jordantai versucht haben wollte. Und Deganiah hat den sechzigsten Geburtstag von Ruppin gewählt, um an diesem Tag einen Garten zu pflanzen, der der Akklitnatisierung von tropischen und subtropischen Pflanzen dienen soll. Die Jordansenke mit ihrem feuchtheißen Klima hat vermutlich noch große gärtnerische und landwirtschaftliche Möglichkeiten, die noch nicht erprobt sind, und ein solcher Garten, der!,unter der Leitung der Versuchsstation in Rechowoth stehen soll, kann viele interessante Möglichkeiten eröffnen, die den Siedlern den Gegenwert des schweren Klimas in besonderen Fruchtarten liefern. Die Pflanzung dieses Versuchsgartens, der Beginn von etwas Neuem im Anschluß an die vielen alten Versuche der Siedlung in Deganiah w׳ar eine gelungene Idee. Er ist nicht nur in sich interessant und wichtig, er symbolisiert auch den für Ruppin so charakteristischen Zusammenhang zwischen praktischer Siedlungsarbeit und wissenschaftlicher Forschung und das immer wache Interesse der Arbeiter selbst an neuen Kulturen und. unbekannten Versuchen. An die Stelle der Tradition, die bei den Juden fehlt, tritt die Wissenschaft, das Experiment, die Initiative, und das Resultat sind neue Kulturen, neue Maschinen, neue Bauformen und schließlich — wir sind in Deganiah, der Mutter der Kwuzoth — neue Lebensformen. Auch in Deganiah ist man auch heute noch, wo viele der ersten Siedler schon grau werden, bereit, Experi mente zu machen. Aber diese Experimente scheinen sich nicht auf Feste auszudehnen. Das Fest in Deganiah sah allen anderen in der Hauptsache ähnlich. Und dabei hatte cs doch einen einzigartigen Rahmen; eine unübertreffliche Landschaft mit dem Tiberiassee und dem Jordan im Hintergründe, mit einer geradezu beängstigenden Blütenfülle; eine ausgewälilte Schar von Gästen, die sich untereinander kannten, die gern gekommen waren, weil sie gut zu Ruppin standen und gut zu Deganiah. Und doch — was dann kam, waren Reden. Zuerst einmal einige Stunden lang am Nachmittag die offiziellen Reden der Exekutive und der anderen Instanzen, und am Abend noch einmal weitere Reden. Und nicht Festreden, die humorvoll gewesen wären und wärmend, sondern ק o I i - tische Reden, Lobreden, wie man sie bei jedem Juniläum in der Zeitung druckt, und sie wurden auch nicht anders durch die echte Herzenswärme, die daraus sprach. Die einzige Stimme, die anders klang, war die von Ruppin selbst, der Reden nicht gern hat und sieh trotz allem seinen Humor nicht rauben läßt. Wer so in dem überfüllten Eßsaaf von Deganiah saß, sich mit den guten Produkten der Wirtschaft tröstete, eine Rede nach der andern an sich vorüberziehen ließ und dabei sehnsüchtig auf den See hinausstarrte, der so kühl und verlockend leuchtete, der mag sich wohl auch seine Gedanken gemacht haben, warum wir — und gerade die besten von uns — auch bei Festen immer dieselben bleiben, warum wir keine andere Form der Zusammenkunft kennen als die der Versammlung (mit oder ohne Tee) und warum wir auch in einer solchen Feststunde kein Ausspannen kennen. Es gab Müde und Schwitzende — es war natürlich heißester Ostwind, wie immer bei solchen Gelegenheiten, und eine backofenähnliche Luft —, die etwas von Redewut und Stillosigkeit murmelten. Aber sie haben dieses Mal Unrecht. Wer diese Versammlung in Deganiah betrachtete, die aus Menschen bestand, die seit Jahrzehnten mit einer wilden Verbissenheit in ihrer Arbeit stecken, der begann zu verstehen. Hier sind Fanatiker, die ihre Ziele und auch die Wege dazu bis ins letzte ernst nehmen, die keine Zeit haben zum Ausspannen, vielleicht nicht einmal wissen, wie man das macht, die alles in diese eine Sache hineingesteckt haben und nun bei allen Gelegenheiten, auch da, wo man einmal andere Töne anschlagen könnte, ihrer Politik, ihrer Wirtschaft, ihren neuen Aufgaben, den großen Nöten der Zeit nachgehen. Wo es noch keinen Stil für Arbeit gibt, noch keine Form für cen täglichen Lebensablauf, kann es auch keine Form für Feste geben. Nicht einmal im blühenden Deganiah des Frühlings am Tiberiassee. *) Siehe auch die Bilder in Nr. 20. London, 11. März. (JTA.) In der Unterhaus- Sitzung vom 11. März gab Kolonienminister J. H. Thom as in Beantwortung von Anfragen der Abgeordneten Lunn und Hall-Caine Erklärungen zur Frage des Legislative Council ab. Abg. Lunn richtete an den Minister für die Kolonien die Frage, welches die gegenwärtige Lage in bezug auf die Errichtung eines Legislative Council in Palästina sei, und ob der Minister der Einsetzung einer Kommission zustimmen wolle, die das palästinensische Verfassungsproblem zu untersuchen hätte, bevor ein solcher Schritt (Schaffung des Council) getan wird. Minister Thomas antwortete, der Inhalt der Vorschläge der Regierung sei durch den High Commissioncr den arabischen und jüdischen Führern mitgeteilt worden. In Bcantvvortung des zweiten Teils der Frage erklärte der Minister, er glaube nicht, daß die Einsetzung einer Kommission jetzt gerechtfertigt wäre. Jedenfalls könnten keine weiteren Schritte unternommen werden, bevor er nicht vom High Commissioncr einen offizieiien Bericht über die Aufnahme der Regierungsvorschläge durch die Führer in Palästina erhalten habe. Abg. T. Williams fragte, ob die Regierung ihre Antwort im Lichte der von ihr erwarteten Mitteilungen neuerlich erwägen werde. Minister Thomas: Nach Erhalt der Mitteilung muß sich die Regierung von der Meinung des High Commissioncr leiten lassen. Captain Ca za 1 et fragte, ob der Kolonienminister der Ansicht sei, daß die Einsetzung einer solchen Kommission im Widerspruch stünde zu den Versprechungen der Regierung und ob ein solcher Legislative Council die Ermächtigung hätte, Fragen des Mandats, der Einwanderung oder der An- Siedlung zu diskutieren. Minister Thomas antwortete, was den ersten Teil der Frage betreffe, so würde die Einsetzung einer Kornmission von den Arabern als in absolutem Altes und neues Haif*» Eine Bilderfolge Am ״Bourg“ Die Stadt Haifa steigt vom Meere aus an den Abhängen des Karmel empor. Jede weitere Straße liegt über der anderen, man geht auf Stufen oder auf den Verbindungs- Straßen geradeaus oder in Kurven nach oben. Dabei gibt cs einige schwierige Stellen. Jeder Haifaer hat bei den Fahrten mit dem Autobus von der Altstadt in das höher gelegene Foto; Z. I.oewi'tiheim, iiaif« jüdische Vierte! Hadar Hakarmel stets ein leichtes Grauen empfunden, wenn d<?r Weg bei dem arabischen Stadtteil B o u r g, der 70 m über der Altstadt liegt, um die Ecke bog. Aus einer nicht sehr breiten Straße kommend, muß der Wagen plötzlich um die Ecke biegen und eine durch Häuser verdeckte stark ansteigende, ebenfalls nicht breite Straße herauffahren, nachdem der Verkehrspolizist, der in der tiefer gelegenen Straße steht, ein Zeichen gegeben hat. In der Auffahrtsstraßc können auch von oben her Wagen kommen, und der Fahrer muß sich daher möglichst dicht an den Rand halten, wenn er den Berg herauf fährt. Erst wenn weiter oben die Straße sich ebnet, verliert man diese leise Angst vor dem täglichen Abenteuer. Dabei ist diese Straße, die ״Rechow Hechadasch“ (״Neue Straße“), die die Altstadt mit Hadar Hakarmel verbindet, eine ungeheure Verbesserung gegenüber dem früheren Zustand, wo es überhaupt nur schwer möglich war, Hadar Hakarmel direkt zu erreichen, so daß Droschken und Autos wegen der Sehwierigkeiten des Weges bis zu 15 Piastern für eine Fahrt verlangten. Erst 1924 baute der damalige jüdische Stadtingenicur Dr. C i f f r i n diese neue Straße, die 1926 vollendet wurde, und auf der nach ihrer Vollendung ein regelmäßiger Autobusverkehr einsetzte mit einem Fahrpreis von jetzt 7 mil für die Fahrt nach oben. Endlich nach weiteren zehn Jahren — typisch für die Langsamkeit von Aendcrungen im Orient — beginnt der Magistrat Haifa mit einer Verbesser ung der Straße. Die alten Häuser am Eingang werden abgerissen. Dadurch wird die Sicht von der Eingangsstraße zur Recliow Hechadasch ermöglicht, und später denkt man auch, die Straße durch Ausgleichung der Höhenunterschiede zu verbessern. Die alten, jetzt abgerissenen Häuser wurden schon seit Jahren, weil ihr Abbruch beschlossen war, nur notdürftig ausgebessert und boten mit ihren Holztreppen und Gerüsten und der verfallenen Fassade einen traurigen Anblick. Auch jetzt weichen — wie dies in Palästina üblich ist — die Bewohner mit Beginn des Abbruchs noch keineswegs, sie bleiben vielmehr, wie man aut dem Bilde sieht, noch in den nicht ganz abgerissenen Teilen wohnen und werden erst ausziehen, wenn die Arbeiter beginnen, die letzte von den vier Wänden einer Wohnung niederzulegen. Dr. Albert B a e r, Haifa —MAGISTER KIRSCH—, D•■* •Uta LI Ic A r Magister-Ukörfabrik, Manchen VII Widerspruch zu allen gegebenen Versprechungen stehend interpretiert w erden. Was den zweiten Teil der Frage betreffe, so werde das Mandat, was für ein Legislative Council auch immer eingesetzt werden Spllte, nicht Gegenstand der Erörterung durch diese Körperschaft sein. Fragen des Bodens und der Ein- Wanderung würden innerhalb der Jurisdiktion des High Commissioncr verbleiben. Sir Percy Harris fragte, ob der Kolonienminister mit einer endgültigen Entscheidung über dieses dornenvolle Problem warten wolle, bis eine Diskussion im Unterhaus stattgefunden habe, damit die Meinung des Hauses über dieses Problem gehört werden könne. Der Kolonienminister erwiderte, er könne Sir Percy die Versicherung geben, daß es, soweit ihm ln diesem Augenblick bekannt sei, nicht wahrscheinlich sei, daß eine endgültige Entscheidung getroffen werden wird, bevor dem Hause die Gelegenheit geboten sein werde, anläßlich der Abstimmung über aas Budget des Colonial Olfice die Angelegenheit zu dis Kotieren. Es wurde sodann eine Anfrage des Abgeordneten Hall- Caine an den Kolonienminister behandelt, die dahin ging, ob die Vorschläge zur Einsetzung eines Legislative Council in Palästina von der Regierung als vom Parlament gebilligt angesehen würden und ob beabsichtigt sei, sie in ihrer gegenwärtigen Form weiter zu verfolgen. Die Antwort des Kolonicnministers lautete: ich habe soeben in meiner Antwort an Mr. Lunn die gegenwärtige Lage dargelegt. Eine Kopie des Cominuniques des High Commissioncr, in dem der Inhalt der Vorschläge tler Regierung wiedergegeben ist, wurde in der Bibliothek des Hauses deponiert; um jedoch eine weitere Verbreitung zu ermögliehen, lasse ich es als ״Command Paper“ veröffentlichen. Es wird erhebliche Zeit dauern, bevor der Entwurf der Ver- Ordnung über die neue Verfassung dem König vorgelegt werden kann; in der Zwischenzeit wird das Haus die Möglichkcit einer Debatte bei der Abstimmung über das Budget des Colonial Office haben. En Charod und die Jugend - Alijah Aus Tel-Awiw wird uns geschrieben: Bevor die Angehörigen der ersten Gruppe der Jugend- Alijah aus Deutschland ihre zweijährige Lern- und Arbeitszeit in En Charod beendigten, fand eine festliche Ver- Sammlung statt, in der viele von den Jungen und Mädeben Rechenschaft über die Resultate dieser beiden Jahre ablcgtcn. Der ,,Dawar“ bringt Auszüge aus den Worten dieser jungen Menschen. Ein Junge erzählt, welch große innere Umwälzung für ihn die Jahre in En Charod bedeuteten. Sie brachten ihn in Kontakt mit dem palästinensischen Leben, mit dem Judentum und seiner Kultur, die ihm ganz, fremd waren. Sie haben ihm die Lebensform des Kibbuz nahegebracht. Anfangs dachte er: ״Dies und jenes muß in En Charod geändert werden“, jetzt aber fühlt er: ״Ich selbst muß mich ändern, ich selbst muß mich anpassen.“ Die Arbeit wurde in diesen zwei Jahren ein unentbehrlicher Faktor in seinem Leben. Ein Mädchen dankt En Charod die hebräische Sprache, die •ihr hier nahe und lieb wurde, una die ihr zur großen Bereicherung wurde. Ein Junge dankt En Charod die Erziehung zur Verantwortung. Hier hat er gesehen, wie jeder Einzelne sich für die ganze Wirtschaff und für das ganze Werk verantwortlich fühle, und dies werde ihm immer ein Vorbild sein. Von der Woche Der Waad Lcumi hat die Zusammensetzung des Wahl- Komitees für die kommenden Asscfath Haniwcharim- Wahlen wie folgt festgesetzt: 10 Arbeiterparteiler, 4 Revisionisten, 2 Sephardim, je ein Vertreter des Misrachi, des Poale Hainisracni, ■der Allgemeinen Zionisten, des Weltverbandes Allgemeiner Zionisten, der Jemeniten, der Juden- Staatspartei und der Frauen. Sieben illegale Einwanderer, die in der vergangenen Woche gewaltsam in die ßürorüuine der Jewish Agency eindrangen und verhaftet worden waren, sind nunmehr aus der Haft entlassen worden. Die P a 1 e s t i n e Investment Corporation, cfie von der Jewish Agency und mit Unterstützung des Arbeitslosenfonds der Histadruth geschaffen wurde, für den. bisher über £ 50 000 gesammelt worden sind, hat mit Arbeiten im Süden von Tel-Awiw begonnen, bet denen mehrere hundert Arbeiter beschäftigt werden. Jugendliche aus Deutschland werden in der Kwuzah Gewat im Etnek einen Wald pflanzen, der nach Henrietta Szold benannt werden soll. Dizengoffs 75. Geburtstag Der 75. Geburtstag M e i r Dizengoffs wurde am 9. 3. in Tel-Awiw gefeiert. Am Morgen brachten Tausende von Schulkindern und Lehrern dein Bürgermeister ihre Huldigung dar. Am Abend fand ein Empfang statt, dem Vertreter der nationalen Institutionen und der Stadtverwaltung beiwohnten. Sir Arthur Wauchope teilte der Stadtverwaltung mit, daß er zu Ehren Dizengoffs £ 5000 von den insgesamt zugesagten £ 25 000 für den Ankauf von Boden für den Gan-Meir-Park, der nach Dizengoff benannt ist, bestimmt hat unter der Voraussetzung, daß die Stadtverwaltung weitere £ 1000 hierfür beschafft. (Palcor.) Das K. J. V. in Erez Israel beabsichtigt, mit den außerhalb Deutschlands und Palästinas lebenden Bundesbrüdern in Konnex zu treten. Er bittet alle in Frage kommenden Bundesbrüder, ihre Adressen dem Präsidium des K. J. V. Erez Israel, Tel-Awiw, Hajarkonstr. 88, mitzuteilen. Warnung. In der palästinensischen Presse wird das Publikum davor gewarnt, Aktien von kleineren Eisfabriken mit denjenigen einer bekannten großen Eisfabrik zu verwechseln. Die genaue Bezeichnung der wertvollen Aktien können Interessenten aus den laufenden Bekanntmachungen der APC. entnehmen. Zu dem Artikel von Dr. Karl Schwarz «n Nr. 16 vom 25. Februar ״Zur Eröffnung des neuen Tel-Awiwer Museums“ ist ergänzend hinzuzufügen, daß Dr. Schwarz im Schlußabsatz des Artikels, der aus Raumgründen fortgeblieben ist, darauf hingewiesen hatte, daß das Museum auch das Sprachrohr der in Palästina schaffenden Künstler sein soll, und daß das Beste, was in Palästina an Kunst entstellt, ini Museum gesammelt werden wird.