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Jüdische Rundschau · 1936-03-10 · Heft 20 (10.3.1936) · page 5

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
41 (1936)
Issue
Heft 20 (10.3.1936)
Date
1936-03-10
Page
– (sequence 5)
Language
German
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I Nr. 20, 10. Bl. 1936 JÜDISCHE RUNDSCHAU Seite 5 IN ALLER KURZE Vor der Großen Strafkammer des Landgerichts Ravensbürg stand ein 28]:il!riger jüdischer Kaufmann aus Altenstädt im Bezirksamt lllertissen unter der Anklage des Vergehens der Rassenschande. Das Gericht sprach den Angeklaglen unter Uebernahme der Kosten auf die Staatskasse frei, weil ein ausreichender Beweis für seine Verfehlung nicht erbracht sei. In den Räumen der Firma Gehr. Meirowsky, Görlitz, wird ein Bckleidungshaus unter der Firma Gustav Bahr Söhne eröffnet. Der Kaufmann Otto N a s k e aus Königsberg hat das Konfektions- und Manufaktulwarcngeschäft Elias Fron! m in Deutsch- Eylau erworben. Wie die B armer Ersatz kasse in ihrem Mitteilung!*- blatt vom März bekanntgibt, werden in den ״Barmer Verein“, der für die nichtverslclicrungspfliclitigen Mijgiieder bestimmt ist, Juden nicht aufgenommen. Der Hauptrat der Advokaten Polens befaßte sich in einer in Warschau abgehaltenen Plenarsitzung mit dem von dem Verband der polnischen Advokaten in Gdingen erlassenen Aufruf, die jüdischen Kollegen gesellschaftlich ZU boykottieren und außerhalb des Gerichts keinerlei Be- Ziehungen zu ihnen zu unterhalten. Nach einer eingehenden Aussprache wurde beschlossen, den Advokaten von Gdingen wegen ihres Vorgehens einen Verweis zu erteilen, ln einer Resolution wc1\,en alle Advokatenkammern des Landes aufgefordert, sich genau an die Bestimmungen über kollegiale Beziehungen zu halten. Jede Kundgebung gegen Kollegen aus Gründen der Rasse oder der Religion sei verboten. Am 5. März 1936 empfing der Präsident der tschecboslowakischen Republik, Dr. Eduard Ben esc 11, das Präsidiuin des Obersten Rates der jüdischen Kultusgemeinde- Verbände der historischen Länder und wies darauf hin, daß er schon ajs Minister des Aeußeren immer dafür Sorge trug, daß die religiösen und nationalen Rechte der Juden, von deren Ergebenheit zur Republik er überzeugt ist, respektiert werden. Diese Grundsätze werden auch weiterhin aufrecht erhalten bleibe״. Im Alter von 61 Jahren ist in New York der Leiter des Erzieliimgswesens der Hebrcw Sheltering and Immigrant Aid Society of Amerika (WAS), Rabbi Isaac L. Bril, gestorben. Rabbi Bril, ein gebürtiger Mainzer, war auch in der zionistischen Bewegung Amerikas sehr aktiv. Er war der Sohn Jcchiel Bril«, der 1863 in Palästina die erste hebräische Zeitung ״Hulewauon" gegründet hatte. Im 68. Lebensjahr ist in Wien der hervorragende Internlst und Neurologe Professor Friedrich Pineies gestorben. Der JRogaezower Gaon und frühere Rabbiner von Dwinsk, Rabbi Chaim Joseph Rosen, ist am 5. März im Sanatorium Auersperg in Wien gestorben. In Arad (Rumänien) findet im Frühjahr 1937 eine jüdische Presse- und B ü c h e r a u s s t e 11 u n g statt. Die jüdischen Zeitungen aller Länder werden gebeten, einige Exemplare an die Adresse von Joan Benedek, Jüdische Presse- und ßiicheraussteilung, Arad (Rumänien), Str. Episc. Radu 7, für die Ausstellung zu senden. Der Nervenarzt Dr. Gustav Oppenheim in Frankturt a. M. hielt kürzlich in der Studicngcsellschaft für parapsychologische Untersuchungen in Amsterdam einen Vortrag über ״Elektrische Felder am menschlichen Körper und ihre Bedeutung für die parapsychologisehcn Erscheinungen“. Auf der Suche nach Lebensraum Die Aufführung von ״Weg der Verheißung“ Der Dichter Franz Werfel, der mehrere Wochen in Amerika zugchracht hat, um die Aufführung seines Bibelspiels ״Der Weg der V e r 1! e Lß 11 n g“, das unter der Regie von Max Reinhardt hemiiskommcii soll, vorzubereiten, ist nach Wien zurtickgefchrt. Gegenüber Pressetneldungen, die von einer Verschiebung des Term I n s der Erstaufführung oder sogar von einem Scheitern des Projektes aus finanziellen Gründen wissen wollten, erklärte Werfel, die Uraufführung werde bestimmt im frühen Herbst 1936 im Manhattan Opera I louse in New York stattfinden. Der Dichter erklärte: ״Ich möchte nochmals versichern, daß alle Nachrichten über ein Scheitern der Inizenierung unrichtig sind. Einzig und allein das uralte, unpraktikable Bühnenhaus, die Manhattan Opera, die eine Menge Umbauten und Ziibauten erforderlich machte, ist schuld an der Verzögerung. Da aber im Augenblick ein großes Tbcaterbediirfuis in Amerika bestellt und alle Aufführungen allabendlich überfüllt sind, gibt es in New York zu wenig Bühnen, und so blieb Reinhardt schon vor einem Jahr nichts übrig, als sich für die Manhattan Opera zu entscheiden. Ich sehe mit Zuversicht dem 1 lerbst entgegen, werde mich aber nicht mehr an den Vorbereitungen für dieses Spie! persönlich beteiligen, da neue Arbeit mich In Anspruch nimmt.“_ Presseschau Der Nihilismus Tucholskys fn der ״Deutschen Zukunft“ vom 8. März nimmt Paul F e c 111 c r zu dem bekamitgewordenen Brief Tuchoisky* in einem Aufsatz mit dem Titel: ״Europäischer oder privater Nihilismus“ Stellung. Er bemerkt zu dem Brief, ״er sei seiner ganzen Haltung nach mindestens zu einer posthumen Veröffentlichung geschrieben“. Tucholsky wende sich noch einmal ״gegen die Rasse, zu der er gehörte und von der er zu seiner inneren Wut nicht freikam... Er hat Zeit seines Lehens dem Judentum schwer geschadet: das Schicksal erlaubt ihm, das nach seinem Tode noch einmal ZU versuchen“. Es werden dann die wesentlichen Sätze des Briefes zitiert und weiter gesagt: ״Es ist *ehr leicht, al» schriftsteüernder Nomade ... über die offene Grenze zu gehen und hinterher diejenigen, die hier blieben, mangelnden Heroismus' zu zeihen. Vor allein wird hier... der Quellpunkt des Nihilismus sichtbar, der seit Turgenjew die europäische Welt durchzieht — und der offenbar einen ganz anderen Ausgangspunkt hat, als man gemeinhin annimmt.“ Fechter legt dann dar, daß Tucholskys Nihilismus erwachsen sei ״aus einem, von pseudowissenschaftlichen Popularisationen angeblicher Wissenschaft unterstützten Willen zum bequemeren, zum fauleren Leben abseits der seelischen Schichten, in denen die wirkliche Welt erst anfängt ... Tucholsky hekennt, daß er aus dem Judentum ausgetreten sei, weil er einen ,unauslöschlichen Ahseheu vor dem gesalbten Rabbiner hatte‘. Das ist eine bloße Vordergrundsmotivierang! den wirklichen Grund spürt man überall in dem Negativen seiner Art, das sich gegen alle überpersönlichen Bindungen richtet: er empfindet sic als Forderungen, die Ihm unbequem und lästig sind. Es ist leichter, sich von einer Welt abzutrennen, als sie wirklich zu leben: da liegt der Kern des Phänomens,“ Ein Vortrag von Dr. Michael Traub Am 4. März sprach in Berlin Dr. Michael Traub im Rahmen des ״Monats der Zionistischen Organisation“ ln einer überfüllten Kundgebung im Hackeschen Hof. ״Auf der Suche nach Lebensraum“ ist ein Thema, das über die gesamte Geschichte des jüdischen Volkes, seit es zu Beginn unserer Zeitrechnung seinen eigenen Staat verloren hat, gesetzt werden könnte. E* ist wichtig, gerade heute, wo an der Judenheit in Deutschland da* alte wanderseliicksal unseres Volkes sich erfüllt, die Erinnerung an das Leben der osteuroplüschen Judenheit vor dem Kriege, wieder zu wecken. Das zaristische Rußland, das österreichische Ga'i/ien, das in seiner staatlichen Selbständigkeit noch ganz junge Rumänien hoherberglen 7—8 Millionen Juden, deren Welt trotz der Prosperität mancher Vorkriegsjahre zu eng geworden war und die krampfhaft nach Lebensraum suchten. Dje Richtung, die jene Läuder vor dem Weltkriege auf die Entwicklung eines modernen Wirtschaftslebens nahmen, führte schon damals zu einer starkeil Gefährdung der überkommenen iü!is.' ien Lebens- und Wirtschaftsformen. So setzte schon Ende des vorigen Jahrhimdcrts die große Wanderung der Juiieuheit Osteuropas ein. Millionen von Juden waren während jener Jahre gezwungen, ihre armseligen Wlrfseliaftsposidoijen zu räumen. Dauernd suchten sie nach neuen, gingen vom Hamid zur Produktion, vom Vermittlertum zur manuellen Arbeit ii'.'e , schlugen bereits vor Jahrzehnten den Weg beruflicher Umschichtung ein, den Juden in Deutschland erst 1933 entdeckt zu haben glaubten. Bereits vor dem Kriege mußte aber der Jude in Osteuropa erkennen, daß berufliche Umschichtung kein soziales Allheilmittel ist, daß *He stets uml überall durch den Arbeits- und Absatzmarkt bedingt ist und jeden Sinn verliert, wenn dieser Markt vor diesem b.-ruflld! Unigtschichfeten ganz oder teilweise verschlossen bleibt, 111 ungeheuren Scharen mußten sich daher die Juden Ostenropas nicht nur von der bisherigen Form ihres Erwerbslebens, sondern auch von Ihren Wohnsitzen losem: es begann die riesenhafte transatlantische Wanderung, (Ile in wenigen Jahrzehnten mehr als :3 Millionen Juden in die Vereinigten Staaten von Nordamerika führte, wo sie glaubten 1mgestört arbeiten und einmal in Freiheit und Siclierlielt leben zu können. Wir wissen heute, daß auch In den Vereinigten Staaten die Judenfrage nicht gelöst ist. Ungeachtet der Tatsache, daß 660 000 gewerblich vorgebikiele jüdische Arbeiter während der letzten 3 Jahrzehnte nach den Vereinigten Staaten eingcwandert sind, die da» amerikanische Wirtschn'tsleben durch ihre Arbeit bereichert haben, ist der Jude auch in Amerika weder wirtschaftlich nocli kulturell verwurzelt. Größe und Reichtum des jüdischen Jiscliuw in USA dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, daß auch im Lande liberaler politischer Traditionen das Judesein besondere Komplikationen des Leben* mit »ich bringt. So erkannte man schon vor dem Kriege, daß Einwanderung und selbst darauffolgende Schaffung einer neue״ Existenz nicht genügt, daß die Lösung der Judenfrage, die Gesundung des ktiiturellen Eigenlebens und die Normalisierung der sozialen Strnkfür letzten Endes die Schaffung einer eigenen autonomen Gemeinpciiaft voraussetzt. Da Palästina unter türkischer Oberhoheit nicht erschlossen werden konnte, suchte man nach anderen Siedlungsgebieten. Neben der zionistischen Bewegung fanden die zahlreichen territorialistischen Projekte, die immer «Jeder und wieder lanciert wurden, Zustimmung und gutgläubige Gefolgschaft, Nicht minder aufschlußreich als diese historischen Remfniszenzen ist die Konfrontierung mit der gegenwärtigen Lage der Juden 11 eit Osteuropas. Die Juden Deutschlands sind leicht geneigt, über ihrer eigenen Not die furchtbare Bedrängnis zu übersehen, in der sich andere Teile des jüdischen Volkes heute befinden. Das wertvolle Interesse, das das anglo-amerikanifiche Judentum an unserem Schicksal nimmt, darf uns aber nicht, so führte Dr. Traub in eindrucksvollen Worten aus, dazu verführen, uns selber als die einzig lnlfsbedürftigen Kinder unseres Volkes anzusehen. Die Lage der Juden in Polen verschlimmert sich von Tag zu Tag. Der Referent schilderte anschließend die gegenwärtige Lage des polnischen Judentums, die Anomalität seiner sozialen Struktur, und die Maßnahmen, die seine Lage noch ungüiistiger gestalten. Die Folge war der Ruin eines bedeutenden Tciles der jüdischen Bevölkerung Polens. So finden wir unter den regelmäßigen Besuchern der Stippvnkiichen und Wohlfahrt*- kassen der jüdischen Gemeinden nunmehr Menschen, die durch die Einführung der Textilindustrie In Lodz, der Galanterie- Produktion in Warschau, der Konfektionsindustrie in Brzezin, der Lederindustrie in Radom unvergängliche Pionierdienste beim Ausbau dieser Berufs/weige geleistet haben. Ebenso wie vor dem Kriege ist die Judenheit Polens auch jetzt tmablHsdg bemüht, ihr Berufsleben zu produ kti vier en. Der Debergang zum Handwerk und zur Fabrikarbeit gestaltet sieh aber infolge der zunehmenden Konkurrenz, nicht zumindest nm-li infolge des Mangels an beruf- Heben Ausbildungsmöglichkeiten immer schwieriger. Lieber 40(XX1 jüdische Kinder haben in Polen 1935 ihr dreizehntes Lehensjahr erreich‘, Zehntausendc sollten zwecks Normalisierung ihrer sozialen Struktur einer bcritfli׳dien Ausbildung zugeführt, werden, statt dessen zählte man noch vor kurzem in aller) jüdisehen Fachschulen Polens nur 3177, in den staatlichen lind komimma'cn Fachschulen nur 529 jü lischt Kinder. Angesichts dieser ungeheuren Verelendung muß das jüdi*ehc Volk begreifen, daß es nur durch klare Erkenntnis *einer Lage uml durch entschloss e n e 11 s a m m e 11 f a s - Rll 11g aller seiner Kräfte sein Schicksal zu _ändern vermag. Die Solidarität edler Teile der jüdischen Gemein- Schaft muß sich gerade im Falle der polnischen Judenfrage bewähren־, und die Judenheit in Detits'hlaml, der diese Soliilarität in »o starkem Matte zugide gekommen ist und noch dauernd ziigiite kommt, sollte e; als ihre FI1renpf!icl1t betrachteil, die Bedrängnis der!־»olnlschen Judenheit über den schweren Sorgen des eigenen Lebens nicht zu vergessen! Die zionistische Bewegung erhebt den Ai-oruch, mif die Judenfrage grundsätzlich eine Antwort zu erteilen, und nicht nur auf die Juden Frage eines einzigen Landes. Mag der Umfang der jüdischen Not in Polen auch so groß sein, daß Palästina in absehbarer Zeit je leuhili* mehl mehr als einen Teil zu linden) imstande ist, so ist doch darum die Vermitwortunfg nicht geringer, die vir fur sie cmnfmtlen. 80 viel wir auch vor! einer Produktiv'eriin׳״ der Juden in Polen erhoffen mögen, niemand nimmt dem jmlis-heu Wla■ die Vermitwortu!1g dafür ab, daß es aus eigenen Kräften die Bedingungen sei- 11er Existenz gnmdle״c1ul verändern 111111׳!, wenn es seine Zukunft a's Volk behaupten will. Palästina ist i'1 «einer Aufnabmefäliißkeit 110:1! lauge nh 116 cm’h׳"m!t; die Em-rgie des jüdischen Vo'kes hat sie schon ieUt größer gestaltet, als sie früher oftmals geschätzt wurde. Wir haben bewiesen, daß wir das Land größer machen können durch Anwendung moderner wissenschaftlicher Methoden der Lnndbebammg, durch Anfhringung finanzieller Mittel, durch den Ontermut der Chalu/im, die weite Flächen der menschlichen Besiedlung erschlossen haben, die früher als unkultivicrbar galten. _ Die Judenheit muß sieb in der Z i o n i s t i s r 11 e n O rganisation zimammc'sch'ieße'i, um <'׳e:c׳- Werk zu führen und mächtiger zu entwickeln. Sie muß 10וץי1ו־׳ aus den I:׳׳fahrungen früherer Jahrzehnte: nicht lei 'htfcru g neuen territorialistischen Projekten uachiagen, sondern den großen Schatz von Erfahrungen und Kenntnissen, d׳c der Zionismus bei seiner Kolonisationsarbeit gesammelt I1a+, nutzbar zu mache״. f>le Not ist groß; nicht nur in Deutschland, auch in Polen und in allen anderen [..ändern des europäischen Ostens. Wir werden aber nur dann vor dem Urteil der Geschichte bestellen, wen!! wir alle unsere Energien zusammen fassen, um zu leisten, was Mensche״ leiste״ könnet. Die Versammlung, siehtli׳'h von diesen Ausführungen Dr. Traub* beeindruckt, dankte dem Redner durch wiederholten stürmischen Beifall. Zionismus in der Schweiz Aus Basel wird uns geschrieben: Am 23. Februar fand in Basel die auf dem 38. oh!entliehen Delegicrtenta״ des Schweiz. Zionistenverbandes in Biel beschlotsene L a!1 d e s c o m i t 6 - S 11111 n g statt, an der das C. C. und Vertreter der zionistischen Ortsgruppen teilnahmcn. Die Tagung war gut beschickt und bedeutet eine weitere wichtige Etappe im Schweiz, Zionismus. Dr, M. Cohn, Präsident des Schweiz, Z.ionlstctiverbandes, berichtete über die am gleichen Tage abgebahene Palästina-Amt-Sitzungf, und über die allgemeine Lage. Eine Resolution zu Händen der Jewish Agency zur Wciterleitung an die Mandatarniacht protestierte gegen den Legislative Council, gegen die Einwanderungsscliedule und den neuesten Bodengesetz-Entwurf, Dr. Scheps analysierte In einem grundlegenden Referat über Organisatlons-” und Propagandafragen den Zionismus in der Schweiz und skizzierte cm Programm für die nächste Zukunft. Seinem Antrag gemäß ist die Durchführung eines Wcrbungs- Drive, wenn möglich zusammen mit der Schekel-Aktion, beschlossen worden. Bei der Schckei-Aktion soll als Ziel die im Kongreßjahr aufgebrachte Schckalimzahl vorscliwebcn. JUMft V•-׳ V II K | « 1 - \ . Ü Hl 1 1 v. u V ׳- רunni״ * des weist folgende Zusammensetzung auf: Pr: Cohn: Vi/e-Pr.äUdcnfen: Dr. J. Zucker. Zürich. Das Central-Comiti־ des Schwei/. Zimtitdenverban- ־ Dr. M. Dr. S, S hcps; Sekretär: Dr. M. Newiaskv: Kassierer: Dr. A. Wyler: N.ibonnlfomls-Komini-Wir; Hanns I )i islieim S lick- '-,'es ortj l>. Bartlstein, Dr. M. Newiaskv; Hae’1»c!nrah: Dr. J. Enedmaiin, B. Bornstein; To/crcth•Haare/: Arch. M, link; < irgamsation und Propaganda: Dr. S. Sehens, Dr, Towbi'!. Pr. Seifieiiberg; Kultur-Ressort: cntid. mod. 7. (iri'mberg, Dr. o. Scheps, Dr. M. Ncwiasky; Presse; Dr, Her/fehl. r y י * y v * יי י w V •T* * V Schriftleitung, A r. zeigen - Vertu a 11 ring and Vertriebs- Abteilung bitten hiermit, Zuschriften — wenn auch in gleichem Briefumschlag — möglichst für jede Stelle getrennt auf besonderem Bogen zu sendet 1. Vor allem ist Name und vollständige Anschrift deutlich zu vermerken. Nur dann kann prompte Erledigung und Beantviortung tugeeichert werden Er appellierte an die führenden Zionisten, *ich paktisch in den Dienst des Natioualfonds zu *teilen. Zum Schluß streifte er die Bedeutung des unter der Leitung von Dr. Newiasky stehenden Palästina-Amtes, das sich zu einer vorbildlichen Institution auch auf dem Gebiet der Auskunfterteilung, Beratung und Hilfe ausgebiidet hat. Dr. H e r z f e I d legte ein Arbeitsprogramm des Presse-Ressorts vor, während über die Hachseliarah in der Schweiz Dr. Freidmann berichtete, der die Gründung von Patronage-ComiKs zur Betreuung einzelner Chaluzim vorschlug. •Arch. Hack referierte über die Tozereth-Haarez-Bcwegung, und Herr Dimenstein, Zürich, sprach über die Entstehung und den gegenwärtigen Stand der Hechaluz-Bewegung in der Schweiz. Die Diskussion stand auf einem hohen Niveau- Römischer Brief Von unserem Berichterstatter, Kr. Rom, 20. Februar. Das offizielle Organ des Vatikans, der ״Osservatore Romano“, veröffentlicht in rcgelin.iikgeii^ Abständen eine ״Lottere di Terra santa" (Briefe :um dem 1!eiligen 1 and) überschriebene Rubrik, in der jeweils iiber die neuesten Frcignisse in Palästina berichtet und /11 ihnen vom vatikanischen Standpunkt aus Stellung genommen wird. Diese Berichte sind in ihrer Grundhaltung keineswegs zionistenfreundlich. Der ״Osservatore Romano“ berichtet jetzt über die feierliche Zeremonie der ersten Doktoratsverleihung an der Universität Jerusalem und zitiert vor allem einen Aus- Spruch von Dr. M a g n e *, der in «einer bei diesem Anlaß gehaltenen Rede den Studenten ,,den Geist der Toleranz gegenüber den Ideen anderer empfahl•“ * Im Vatikan werden gegenwärtig große Vorbereitungen für eine umfassende Weltausstellung der k a t h o - lischen Presse getroffen, die am 12. Mai vom Pa put eingeweiht werden wird. Die Ausstellung, an der schon *eit Monaten gearbeitet wird, erfolgt anläßlich des_ 75-jährigen Bestehens des ״Osservatore Romano■‘; sie wird eine Fläche von 7000 qm hedecken und einen vollständigen Ueberbllck über den gegenwärtigen Stand und die Entwicklang der katholischen Presse in der gnn/en Welt geben. Man wird hier, wie sich der Organisator der Ausstellung Graf T> a 11 a Torre dieser Tage vor einer großen Zahl ausländischer Pressevertreter äußerte, zum ersten Mal ein Bild bekommen von der Bedeutung der konfessionellen Presse, deren sich der Katholizismus bedient• Die Alt-Herrenverbände der zionistlirhen Verbindungen ln Wien konnten im Februar die Eröffnung eines eigenen Klubheims in der Rotentunnstr. 24 begehen. Der Präses Dr, Eugen Felix begrüßte die erschienenen Gäste, unter denen sich u. a. der Präsident des zionistischen Landeskom־ mitees Dr. Oskar Grün bäum und der Stadtrai Dr. Jakob Ehrlich .befanden• Dr. Otto Lifci* hielt die Festrede. AUSLANDSAMMELVERKEHRE Lift*, Möbeltranap or«, Lagorang, Spedition, Umzüge GEPÄCKFAHRT BISMARCK BARBAROSSA _ - - - - STEINPLATZ Bsrlln W 15, KurfOrstandamm 211 oberbaum 8888

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