Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 41 (1936)
- Issue
- Heft 19 (6.3.1936)
- Date
- 1936-03-06
- Page
- – (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 4 KINDER-RUNDSCHAU Seite 3 tern, schwanke hin und her, denn er redet mit dem ganzen langen Lulatsch-Körper, und wie er mit dieser ganzen komisehen Figur und. in solch einer Situation an die Worte kommt: ״Ich bin ein armes Mädchen/' und alles vor Lachen brüllt, da gibt auch Rauhbein einen tollen, prustenden Laut von sich, als wenn das Lachen aus ihm heraus explodierte. Im Nu sind wir alle totenstill, und Babusch sagt feierlich und immer noch in seinem erhabenen Deklamierton: ״Herr Rauhbein, bitte hundert Mark für unsere Büchse!״ Aber da kamen wir schön an. ״Warum?״ sagt Rauhbein, ״habe ich etwa gelacht? Geniest habe ich, und Niesen kostet nichts. Ihr könnt ruhig weiterspielen, vielleicht weine ich dann ein bißchen.״ Das hat uns gar nicht gepaßt, und keiner von uns hatte noch Lust zum Spielen. Wir wären wahrscheinlich ärgerlich weitergegangen, wenn nicht Babusch angefangen hätte: ״Natürlich spielen wir weiter, Herr Rauhbein, und es Ist auch wirklich nicht zum Lachen, wenn ich in meiner Zerstreutheit als Pferd plötzlich die Königin spiele, aber zum Weiterspielen brauchen wir noch einen Mann, und das sind Sie, Herr Rauhbein. Machen Sie mit?״ ״Wenn es nichts kostet —״ ״Gut, dann nehmen Sie dort bitte von dem Schrank, der den Palast des Großsiegelbewahrers von Persien und Medien darstellt, die Schere, schneiden Sie sich damit die Schnürsenkel Ihrer Schuhe durch, und sobald ich pfeife, sind die Schnürsenkel wieder ganz.״ Was, glaubt ihr, tut Rauhbein? Er nimmt wirklich die Schere und schneidet sich die Schnürsenkel durch and sagt: ״So, nun pfeifen Sie!“ ״Ich denke nicht daran/‘ lacht Babusch ihn aus, greift in die Tasche, holt einen Sechser heraus, gibt ihn Rauhbein und sagt: ״Da, kaufen Sie sich neue Schnürsenkel! Und jetzt, Jungens, wollen wir Purim feiern. Sie sind feierlich eiligeladen, Herr Rauhbein!״ Nun greifen wir alle lachend in die Er steckte uns einen Hunderter in die Buchse Taschen, holen heraus, was man uns an Süßigkeiten zugesteckt hat und feiern. Rauhbein futterte fröhlich mit, und als wir endlich loszogen, steckte er uns tatsächlich einen Hunderter in die Büchse, und unsere Wette hatten wir auch noch gewonnen. Was sagt ihr dazu? Bilder zur Purim -Geschichte c Zeichnungen von Hans Less Berlin (12 Jahre) Mordechai bäckt sich nicht vor Hanum Mordechai erinnert Esther an das Judentum w /׳ ,jmk JmmL rv<> 1/ ך t r 1 ז r 1,1׳ tsrA.T~1r1r£j "^ך ץ s j _ 11' 1. 1_LI.I 1 1 1.yjwR Iiaman zieht das Los 13״, AdarH JJaman bittet Ahasveros um Gnade