Mannheim
Compact Memory

Jüdische Rundschau · 1936-02-21 · Heft 15 (21.2.1936) · page 2

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
41 (1936)
Issue
Heft 15 (21.2.1936)
Date
1936-02-21
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2651273-2653922-2653938--28291-2689767
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Seite 2 JÜDISCHE RUNDSCMA« Nr.?5, 21. IL 1936 einer so in Bewegung geratenen Zeit nicht aufzurichten, denn Menschen werden auch in ihren Anschauungen, wenn man ihnen nicht ein Brett vor den Kopf nagelt, durch Erlebnisse, Erfahrungen und Erschütterungen geformt. Wenn die solide bisherige Lebensgrundlage aufgehoben und die durch Erziehung und Vätererbe erworbene Weltanschauung ins Wanken gebracht ist, sind alle Suchende, fürs Denken und fürs Leben. Wir leiden darunter, daß wir im jüdischen Leben das Erbe einer vergangenen Epoche mitschleppen. Woran das liegt, soll hier nicht untersucht werden. Der Appell geht an den ״common sense“, an den gesunden Menschenverstand jedes Einzelnen, der sich zurechtfinden muß. Man soll nicht das jüdische Volk iti ״zwei Nationen“ teilen, die — streng getrennt — herüber und hinüber verhandein. Alles ist im Fluß und auf die dynamischen Kräfte kommt es an. Wir glauben, daß die Juden Deutschlands noch ein geistiges und moralisches Reservoir bilden, aus dem viel herauszuholen wäre. Bisher ist in den letzten drei Jahren dies nicht recht gelungen; warum, das zu ergründen müßte eigentlich das zentrale Anliegen der Selbstkritik aller hier oder dort verantwortlichen Kreise sein. Wir suchen im ganzen Umkreis vergeblich nach merkbaren Zeichen einer solchen Selbstkritik. *־ Wenn wir die Organisierung des jüdischen Lebens betrachten, so ist gewiß eine Tatsache unbestreitbar: gewisse Bestrebungen, die man vor 1()'J'3 als die Domäne einer eigenwilligen Minderheit betrachtete, wie Palästinaarbeit, jüdisches Volksbewußtsein, jüdische Erziehung, Berufsumschiehtung und Vorbereitung zur Auswandening, sind zur zentralen, immer mehr praktisch beinahe ausschließlichen Aufgaben-Sphäre der gesamten Judenheit geworden. Daher ist es eigentlich selbstverstündlich, daß diese Minderheit von gestern heute ihren PI a t z a 1 s gleich b erechtigter P a r t ־ ner verlangt• Dagegen könnte logischerweise gar nichts cingeweudet werden, am allerwenigsten vom Standpunkt derjenigen, die selbst einsehen und wünschen, daß die genannten Agenden in einem umfassenderen, allen zugute kommenden Maße behandelt werden. Die Erfahrungen, die von den Zionisten auf diesen Gebieten gesammelt wurden, können und sollen für alle fruchtbar werden. Das Wesentliche aber ist der Geist der ccht e n Z u s a m m e n a r b eit. 1 >ie Zionisten waren Jahrzehnte lang eine kämpferische Gruppe, die um jeden Zollbreit Einfluß im jüdischen Leben, den man ihnen streitig machte, ringen mußte, je mehr sie durch die Entwickluiig der Dinge in die Position gesamtjüdischer Verantwortung geführt worden sind, um so stärker ist auch ihr Wille, für das Q a n 7 e zu arbeiten. Denn den Zionisten als Anhängern des V o 1 k s gedankens liegt naturgemäß nichts so am Herzen wie das Wohl des Volkes; und es hat sich auch in der Erfahrung gezeigt, daß auf den Gebieten sozialer Hilfs- und Fürsorgearbeit und im Bereich anderer allgemein-jüdischer Interessen zionistische Mitarbeiter gewiß (milde ausgedrückt) nichtzurückstehen. Es wäre falsch, wenn man bei der künftigen Gestaltung jüdischen Lebens einen parteimäßigen Maßstab in dem Sinne anlegen wollte, daß man sich vorstellt, jeder Vertreter in irgendeinem Gremium sei nur der Verteidiger und Beschützer parteimäßiger Forderungen oder Interessen. So wird Zusammenarbeit von Zionisten gewiß nicht aufgetaßt. Vielmehr wird von allen Verantwörtlichen in gleichmäßiger Weise jede Sache nach ihrem eigenen Wert behandelt und gefördert werden müssen, und es wäre Blindheit, dabei nicht beaehteil zu wollen, daß es auch heute noch verschieden dilferen/icrie Gruppen in der deutschen Judenheit gibt und daß sie alle Anspruch auf Befriedkging ihrer jüdischen Notwendigkeiten haben, sofern diese nicht mit dem Gemeinvohl im Widerspruch stehen. Jede' Zusammenarbeit erfordert Weither/igkeit, die gewiß nicht zu verwechsein ist mit schwankender oder kompromißlerischer Gesinnung. Der Kampf der Gesinnungen und der Geister ist nicht auf Gremien beschränkt, ja gewiß auch nicht die Hauptaufgabe von Gremien, die zu praktischer Arbeit da sind. Dieser geistige Kampf wird vielmehr überall ausgetrngeri, wo lebendig empfindende Juden mitein־ ander sind, wo sie die Wirklichkeit und ihre Erfahrimgen prüfen und sich über ihr I eben und ihrer ihr (vielleicht in vielen hallen schon halbvergessenes oder nicht beachtetes) Judentum Rechenschaft geben. Der geistige Kampf vollzieht sich im Zeichen einer Umwertung der W erte, die für viele Menschen ein für belanglos gehaltenes Element ihres Lebens plötzlich zum Schicksalhaften und erlebnismäßigen Zentrum ihres Seins macht. * Die meisten Juden haben heute das Gefühl, daß dem jüdischen Volk noch mancher schwere Weg Und manche leidvolle Erfahrung bevorstellt. Verständige Juden wissen auch, daß eine Aenderu ng der jüdischen Lage nicht von h eute auf morgen erfolgen kann. Aber worauf es ankommt, ist, einem gestaltcnde n Gedanken zur Herrschaft ü her die chaotischen Tendenzen des jüdischen Lebens zu verhelfe n. Viel Kleinarbeit ist zu leisten, aber sie soll getränkt sein von einem Geist des Zu- Karpatho-russische Bilder ״Karpatho-Rußland“ (Podkarpatska Rus) hat nichts mit Rußland zu tun, sondern Ist der (vormals zu Ungarn gehörende) östliche Zipfel der Tschechoslowakischen Republik. (Red.) Notizen von einer KerenHajessod Fahrt m. g. Mukacevo, im Februar ״Luftmenschen“ Was man täglich sieht, sieht man nicht mehr. Das ist eine alte Wahrheit. ״Ich könnte tagelang auf diesem großen Platz in Mukacevo sitzen und nur schauen.״ Als ich das zu einer der eifrigsten, ffthlemisten Frauen sagte, die für die Idee des erwachenden Judentums in der Podkarpatska Rus kämpfen, sah sie mich ganz erstaunt an: ״Ja, um Himmels willen, was gibt es denn da zu sehen?“ Wer als Fremder Ln dieses Land kommt, bemerkt eben nicht zuerst das schon geborgene jüdische Bürgertum, sondem das, was um ihn herum sinnlos in Raum und Zeit lungert. Als Albert Londrcs zum ersten Male ״Luftmenschen“ sah, weinte er. Der große französische Reporter hat immer ein weiches Herz gehabt. Unser Herz wird zornig vom Mitleid, tilgt das Mitleid und ruft zur Tat. ״L u f t m e n s c h c n“ - da stehen sie an den Matiern, fahl, zerbröckelt, beschmutzt wie diese. Der Regen rinnt an ihnen herunter, und der Schnee schmilzt um die zerlumpten Füße. Ein Stückchen Seil, eine zcrsplissene Axt — damit wollen sie die Welt angelten und sich Geld verdienen. Sie stehen von morgens bis abends. In Gruppen oder einsam vor sieh hinstierend. Und warten. Sie warten auf ein richtiges Wunder: daß ein Stück Brot vom Himmel fällt. Nicht weitab, im hebräischen Gymnasium, Insel der Hoffnung zwischen einer Wunder-Orthodoxie, die ohne Segen zu einer unfruchtbaren Vision der Vergangenheit absurd erstarrt, und einer immer wieder neuen Parolen verfallenden Assimilation, die bei allem Rationalismus nicht weniger wundergläubig ist, wächst ein neuer Geist. Die Luftmenschen aber stehen da wie Warnungstafeln der Ewigkeit. Gestern nichts, heute nichts, morgen nichts. Krankheit zerfrißt sie, Elend zermürbt sie, das Wetter zerstört sie. Juden, hingestellt ins Leere. Das Haar überwächst Mund und Äugen. Bald deckt sie die Erde. Sie leben in der ganzen Welt. Nur daß man sie meistens woanders nicht im Freien stehen läßt. Die Welt will Ordnung. Luftmenschen sind nicht gefragt. Und doch produziert sie jedes Land von neuem. Palästina -Will« Es ist überraschend, wie stark In Karpathorußland der Wille, am Palästina-Aufbau mitzuhclfcn, im Grunde ist. Er hat auch die Kreise erfaßt, die nach Erziehung und Lebensart abseits stehen. Er hat sie erfaßt, weil das Menetekel bis in die mit den modernsten geistigen Schalldichtungen versehenen Milieus hineindrang. Etwas Aufgeschrecktes, Aufgejagtes liegt oft in der Bereitwilligkeit dieser großbürgerlichen Kreise. Oder vielmehr: es lag. Denn heute ist bei ihnen Judentum schon wieder Selbstverständlichkeit geworden. Die Verwandlung erfolgte von innen her. Auch ist Palästina ja kein irreales Hochziel mehr. Freunde und Verwandte sind längst dort. Die Palästina-Reise ist für die Ferien im besten Sinne ״modern“ geworden. Daneben stehen die Gardisten der schon erprobten z 1 o - nistischen Generation. Hingehend, opfernd, von kleinen und kleinsten Gehältern sich ihre Beiträge absparend. Sie können nicht die Ferienfahrt ins Gelobte Land planen. Aber sie reisen täglich in Gedanken dort hin, und jede Meldung von einem neuen Wasserturm, von einem neuen Dorf, von einer neuen Fabrik ist eine Eroberung, bei der sie mite«■ holfen haben. Freilich: es gibt auch andere. Es gibt überall jenen Herrn, der sich darüber ärgert, daß er mit irgendeiner auerulatorisehen Anfrage bei der Exekutive ohne Antwort geblieben ist, der deshalb böse ist. Es gibt jenen verschollenen Bürger, der Organisationen anhängt, an deren Programm und Ritus er sich wie ein heimlicher König ergötzt, und der nicht merkt, daß sein Spie! längst aus ist. Es gibt auch den Fatalisten, der die Achseln zuckt, weil sein Herz müde geworden ist, und den Gläubigen, der leider nichts von dem Worte weiß, daß Gott nur dem hilft, der sich selbst hilft. Und dann gibt es noch eine große Anzahl von Menschen, die sich vor der Zahlung als solcher drücken, und die sich ״als Revisionisten“ deklarieren. ״Ich bitte Sie“, lächelte mich ein kleiner, m seiner Dialektik sehr flinker Anwalt an, ״wenn ich eine so gut« Ausrede habe — da soll ich noch zahlen?“ HlUabereite und Abseitig« Uzhorod, Mukacevo, Berehovo drei Städte abseits von der Welt, aber nicht abseits vom Judentum. Prachtvolle, hilfsbereite Menschen in allen Schichten. Vom Abgeordneten, Anwalt, Großkaufmann und Gerichtsrat bis zum kleinen Krämer, der mühsam seine paar Heller im immer dunklen Oewölb zusammenkratzt. Ein Kreis vorkämpferischer Naturen, gesetzt in seine Umwelt, die ihnen und ihrem Idealismus nicht schlecht zu schaffen macht. Denn noch sind bei vielen Juden die Gedanken kurz. Noch ist das üble Erbe da, zusammen getragen aus Schicksal und Erinnerung, jenes Erbe, das in der Haltung besteht: Was kann ich für das Morgen sorgen? Hauptsache, ich lebe heute! Und mögen sie noch so breite Uhrketten tragen, und mögen in ihren Häusern die schönsten und festesten Türen aus poliertem Ebenholz sein, durch die ein Keren Hajcssod-Delegierter nicht so leicht dringt — gespenstisch wirken diese jüdisch-unjüdischen Stammtische, Luftmenschen sitzen auch an ihnen, Menschen ohne innere und vielleicht morgen schon ohne äußere Zt>- kunft. Alt« and n«a« Faha« Karpathorußland ist ein Land voll von Problemen. Siebe« Sprachen schwirren hier durcheinander. Doppelt soviel Bewogungen und Richtungen durchziehen das öffentliche Leben. Seit den Zeiten, da die Gestalten eines K. E. Franzos hier einhergingen ist manche Woge der Weltgeschichte über die Landschaft dahingebraust. Es ist eine Landschaft, voll von Träumen im Sommer, voll grimmiger Eisromantik im Winter. Auf dem Marktplatz von Mukacevo stehen barackenartig kleine einstöckige Häuserchen aus Stein. Sie beherbergen meistens Kleiderläden. Es ist am späten Nachmittag. Käufer sind nicht in der Nähe, der Platz ist wie ausgestarben, gespenstisch leer und verlassen. Nur vom Dach des einen Hauses ragt eine lange Stange in die Luft. U!1d am Ende dieser Stange baumelt melancholisch im Feber-Wind eine breit gespannte alte Hose. Sic schwankt hin und her, und die Hosenbeine schlappen umeinander. Eine triste Fahne, diese Fahne der alten Hose. Wie jammernd und bettelnd taumelt sie durch die Luft, erschlafft, sinkt in sich zusammen, am gleich wieder grotesk loszustrampeln. Wie tröstlich ist es, zu wissen, daß in einem fernen Südost von Türmen und Dächern eine andere Fahne weht, die Fahne des erwachten Judentums, die Fahne, die uns in die Zukunft voranweht. Hebräisch im Rundfunk Die Eröffnung der Makkabi-Winterspiele Die R a d i o - U e ber t r a gun g der Eröffnungsfeier der Makkabi-Wintcrspicle in ßanska Bystrica auf dem Preßburger Sender am Montag abend war, wie uns aus allen Teilen Deutschlands bestätigt wird, sehr gut zu hören. Es war für viele Juden ein eigentümlich erhebendes Gefühl, diese für das jüdische Volk ehrenvolle Feierlichkeit und vor allem eine ganze Reihe von hebräischen Reden zu hören. Hebräisch im Radio! Dies ist gewiß im heutigen Europa kein alltägliches Ereignis, und wir sind überzeugt, daß viele freunde der hebräischen Sprache diese Sendung mit großer Freude empfangen haben und viele Hebräischlernende stolz waren, wieviel von diesen Reden sie bereits verstehen konnten. Das Programm der Feier wickelte sich ankündigungsgemäß, in Ordnung und in würdiger Weise ab. Am Eingang der Uebcrtragung hörte man die tschechische und slowakische Staatshymne und darauf die H a t i k w a h (vielleicht von der tschechischen Militär-Kapelle etwas zu marschmäßig gespielt). Der Vorsitzende des Organisations- Ausschusses, Dr. Rudolf Weichert, begrüßte in slowakischer Sprache und druckte der tschechoslowakischen Regierung und den Behörden den Dank aus. Seine Vorschläge, Bcgriißungs* Telegramme an den Präsidenten der Republik Benesch, an den Altpräsidenten Massaryk und an die Regierung abzusenden, wurden mit stürmischem Beifall aufgenommen. Der Redner begrüßte dann die Delegationen der Makkabi-Snortverbände in verschiedenen Sprachen und erteilte das Wort dem Vizevorsitzenden Dr. Schwarz, der in englischer und hebräischer Sprache die betreffenden Delegationcfl willkommen hieß. Es folgte die Ansprache der Vertreter der Behörden und des Militär-Kommandanten, meist in slowakischer Sprache, die den meisten Radiohörern freilich unverstündlich gewesen sein dürfte, bis auf den einen Satz in der Rede des Vertreters des Gesundheitsministeriums: ״mens sana in corpore sano“, der auch in anderen Reden in verschiedenen Sprachen wieder auftauchte, zweimal in hebräischer Sprache. Für die Zionistische Exekutive sprach (tschechisch) Dr. Angelo Goldstein, dessen Stimme vielen Kongreßteilnehniern bekannt ist. Dann kamen die Reden der einzelnen Delegations-Führer, von denen neben dem palästinensischen auch andere hebräisch sprachen. Auch die herzlichen Worte des Vertreters des Makkabi aus Deutschland waren zu hören. Leider konnte der Schluß der F eier nicht mehr übertragen werden, da die Zeit abgclaufcn war. Tausende jüdischer Rundfunkhörer werden der Leitung des Preßburger Senders (dt übrigens schon früher öfter jüdische Sendungen übertrug) für diese Darbietung dankbar sein. Am 22. und 23. Februar wird unter der Leitung der National Conference of Jews and Christians im Gesamtgebiet der Vereinigten Staaten ein der Förderung der Verständigung zwischen Christen und Juden gewidmeter ״Verbrüderungstag“ abgehalten. sammenstehens und des redlichen Wolle 11s. Dies ist es, wie wir glauben, was der einfache Jude wünscht, der sich in den Finessen der organisatorischen Geometrie nicht auskennt. In diesem Geist, so glauben wir, wollen die zionistischen Repräsentanten der jüdisehen Gremien ihre Arbeit führen. Es hat heftige Auseinandersetzungen gegeben, weil die legitimen Forderungen derer, die für eine allgemein als Hauptteil der gegenwärtigen Aufgaben anerkannte Arbeit verantwortlieh sind, noch nicht befriedigt sind. Durch solche Auseinandersetzungen werden unsere Kräfte geschwächt und wichtige Aufgaben vernachlässigt. Man muß endlich damit Schluß machen und eine neue Periode der Arbeit beginnen. Die Zeiten sind so schwer, daß niemand im jüdischen Leben aus bloßem Machtgelüst nach Führerste!- len strebt. Denken wir an die großen Sorgen, die alle kleinen überschatten! Versuchen wir, aus einer gerechten Neuordnung heraus einen neuen GCist der Zusammenarbeit auch in den verantwortlichen jildisehen Gremien zu schaffen. Eine Neuordnung ohne Sieger und Besiegte, auf Grund der sich aus dem common sense ergebenden Anerkennung objektiver Tat- Sachen und Notwendigkeiten, aus dem Wunsche der Vermeidung innerer Kämpfe, das wäre gewiß eine ehrenvolle Tat und ein Neubeginn für die Sammlung und Steigerung aller unserer Kräfte. Wir hoffen, daß die Zeit reif hierzu ist. R. W. Hauptschriftleiter: Dr. Robert Well sch, Berlin - Charlottenburg 0 (auch verantwortlich für die Aufnahme von Bildern). Stellvertreter: Kurt L o e w e n s te i tt, Berlin W 15. Anscigenlciter u. verantwortlich für den Inhalt der Anseigen: Hermann Rinn. Berlin-Tempelhof. Gültig: Anr.eigen-Preisliste 4 vom 15. Oktober 1935. Verlag und An• zeigenverwaltung! Jüdische Rundschau, Berlin W 15. Mcinekestr. 10. D.-A. Jan. 37 455. — Druck: Siegfried Schalem, Bln. SchSneberg. Sachgemäße u. schleunige Durchführung Ihrer AUSWANDiRUN« nach Palästina und anderen Ländern Amtsgcr.-Rat a. D. Dr. Aschner Repräsentanz in TEl-AVIV: Oberreg.*Rat a. D. R. Kertipner Dr. Jur. W. Marx, 1 aI-AvIv Berlin W1S, Melnekestr. 9. } 1 Bismardk 2856 <9•/,-13 u. 16>/s-19 Uhr) 18 Schalem Aleichem Str., Edte B«n Ichuda Rosa V BR HO(■ ENS■• LIQUIDATION KN TRANSFER-PROJEKTE ♦ TAUSCH-OBJEKTE ♦ ANLAGEBER ATUNA Repräsentanz in HAIFA: Direktor Herbert Aschner Leiter der King Salomon Bank Filiale Haifa 27, Her! I str., P. O. B. 1003

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.