Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 41 (1936)
- Issue
- Heft 13 (14.2.1936)
- Date
- 1936-02-14
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Nr. 13, 4 ו. II. 1936 JOOtSCHF RUNDSCHAU Seite 15 Dr. Hiliel Joffe Wir haben in Nr. 9 der ״J.R." ein Bild des verstorbenen Hiliel Joffe gebracht und eine Charakteristik dieses ungewöhnlichen Mannes gegeben. Trotzdem veröffentlichen wir nachstehenden jetzt hier eingetroffenen Nachruf, weil er aus persönlicher Nähe zu dem Verstorbenen geschrieben ist und weil das Andenken solcher Männer, die Erez Israel vor mehr als vierzig Jahren unter ganz anderen Bedingungen zu bauen begannen, fortlehen soll zum Guten. Nur wenn man unseren Jungen immer wieder von solchen Männern und ihrer Zeit erzählt, wird der wahre Sinn der Palästina-Siedlung lebendig bleiben können. (Red.) Doktor Joffe! Vielleicht war kein anderer jüdischer Name in Palästina so bekannt wie dieser. Von Matulah bis üaza, bei Juden und Arabern. Der jüdische Arzt, il hakim il yahud, das war Doktor Joffe. Einer der letzten Helden aus dem heroischen Zeitalter des Zionismus. Er kan! vor 45 Jahren ins Land, 1891, als junger 26jähriger Arzt, in Rußland geboren, in Frankreich ausgebildet, getrieben vom reinsten Zionismus, der damals noch das Opfer des ganzen Menschen und des ganzen Lebens verlangte. Durch einen Zufall lernte ich ihn als junger Mensch 1899 in Berlin kennen: einen schönen Mann mit bedeutendem Gesicht, in voller Kraft, von tiefem Ernst und lächelndem echten Humor, einen Mann, der aus dem Sagcnland Palästina kam, ein unvergeßliches Erlebnis, Ansporn und Vorbild. Er hat es nicht leicht gehabt und es sich nicht leicht gemacht. Er war überall da, wo es Pionierarbeit zu leisten gab, Kämpfer gegen die Malaria in Galiläa und der Küstenebene, Vertreter des Odcssaer Komitees der Chowewc Zion, Arzt der El Arish-Expedition. Aber seine größte Zeit war doch die iast zwanzigjährige Arbeit als Arzt in Sichron- Jakob und Umgebung. Hier hat er, in ständigem Kampf mit seinem krankheitsbedrohten Körper, dem er doch höchste Leistung abzwang, den Kampf Chederas mit Malaria und Schwarzwasserfieber durchgekämpft. Was wissen die Heutigen noch von dieser täglichen Lebensgefahr, von Nacht- Ritten durch wegloses Gelände! Der alte Smilanski hat an seinem Grabe gesagt: ״Er saß zehn Tage an meinem Bett; er war mein Arzt, mein Wärter, meine Mutter und meine Köchin.“ So war Dr. Joffe. Dabei hat er in der aufreibenden Tätigkeit unablässig wissenschaftlich gearbeitet. Rührend war es, wie dieser alte Mann bis in die letzten Wochen seines Lebens gelernt hat, um aut der Höhe seiner Kunst zu bleiben, und sein Geist blieb beweglicher als der manches Jüngeren. Ich habe in zahllosen Sitzungen mit ihm gesessen, denn er war überall tätig. Wenn die Meinungen scharf aufeinander platzten und Joffe das Wort nahm, dann blickte er gutmütig spöttisch um sich, wischte mit einem witzigen Wort alles fort, und der Frieden war wieder da. Er war eine ganze, blutvolle Persönlichkeit, ein Kavalier der alten Schule, ein Gentleman durch und durch, getragen von dem freudigen Bewußtsein, ein im höchsten Sinne schönes und glückliches Leben hinter sich zu haben. Eine ganze Epoche des jüdischen Palästina ist mit Doktor Joffe dahingegangen. Tausende haben ihm die letzte Ehre erwiestn, Juden und Araber. Wie der tote Recke aut seinem Schilde wollte er in ״seinem“ Sichron-Jakob begraben sein. Hinter dem Sarge ging ein alter Araber, weinend und wehklagend, sein Blutsbruder Mohammed, der ihn einmal aus dem Wasser gerettet hatte. Dies war das ergreifendste Symbol des Juden und Menschen Hiliel Joffe. Dr. Elias Auerbach (Haifa) Der hebräische Druck und die Frauen Die palästinensischen literarischen und bibliographischen Zeitschriften haben in den letzten Monaten einer interessanten historischen Frage sehr viel Raum gewidmet: der Beteiligung von Frauen am hebräischen Druck. A. M. Habermann hat vor zwei Jahren in Berlin in hebräischer Sprache 1m Verlage R. Maß eine Schrift erscheinen lassen unter dem Titel; ״Jüdische Frauen als Druekermnen, Setzerinnen, Vcrlegerinnen und Förderinnen von Verfassern“, in der er ein großes Material zu dieser Frage zusammentrug. Im Anschluß an dieses Buch ist dann die Diskussion weitergeführt worden. Habermann zählte in seiner Schrift 52 jüdische und 7 Christliehe Frauen auf. In der orthodoxen Zeitschrift ״Hahed“ hat dann der New Yorker Bibliograph Jizchak Rivkind ausführlich diesen Gegenstand behandelt und auch Frauen angeführt, die als Abschreiberinnen der Heiligen Schrift bekannt waren oder in Büchern erwähnt sind. Die letzte Nummer der von der jüdischen National- und Universitäts-Bibliothek herausgegebenen hib!i ::graphischen Vierteijahresschrift ״K i r j a t h S e p h c r“ enthält zwei weitere Aufsätze zu diesem Thema, J. Riv kind gibt Eigenzungen zu seinem schon genannten .,/ , ״!iaiicd“ und Abraham Y a a r i gibt — chronologisch geordnet — eine Liste von Namen von Frauen, die als Driickerinnen bekannt geworden sind oder die dankbar erwähnt wurden in Eriiinerung daran, daß sie sich um die Drucklegung eines Werkes verdient gemacht haben. Yaari erwähnt einige inhrende Bemerkungen über Frauen, die ihre letzte Habe hergegeben haben, um die Drucklegung der Werke ihres Mannes zu ermöglichen. So heißt es im Werke Schloscha Srigim von Rabbi )osef isachar, Sohn des Rabbi Elchanan üoetz, das in Venedig im Jahre 1701 gedruckt wurde: ״Die niedere Frau, die Krone ihres Mannes, meine Taube, meine imschul־ dige, meine Frau Taube, Tochter des Herrn Simclia, sein Andenken sei gesegnet, die gerühmte, hat diesmal noch mehr getan als bei meinem ersten Werke. Damals hat sie ihre Schmuckstücke hergegeben, jetzt aber hat sie ilire Kleider verkauft, bevor wir nach dem Heiligen Land gefahren sind, damit ich dieses mein Buch beenden könne, denn die Unkosten waren sehr groß. Möge Gott, der das Verdienst belohnt, ihr Verdienst belohnen, so daß ihre Augen sehen die Kinder ihres Hauses als Gerechte und Gelehrte, als Leuchten der Lehre, und möge sie die Erlösung erleben. Amen!“ Yaari zählt eine ganze Anzahl von Werken auf, die ähnliche dankbare Erwähnungen von Frauen enthalten. Unter den in seinem Verzeichnis angeführten Druckeriuien hebräischer Werke sind eine Anzahl von Frauen genannt, die, nach dem Namen zu schließen, zweifellos Nichtjiidinnen waren, wie die Witwe Johann Friedrich Drists in Königsberg, in deren Druckerei ״der Setzer Herr Christian Wilhelm Fettermann aus Leipzig“ ein Gebetbuch nach kabbalistischem Minhag setzte, oder die Witwe Eva Diesbach in Prag, in deren Druckerei gegen Ende des 18. Jahrhunderts eine größere Zahl hebräischer Werke erschienen ist. Zu dem Bericht über ״Palästinensisches Schulwesen“ in Nr. 7 vom 24. Januar wird uns rnitgeteilt, daß ein privates Heim für Kinder bis zu 2 Jahren von Henny Winter• Schwab in Tel-Awiw, Salamehstreet, unter ärztlicher Leitung von L)r. L, Winter, geführt wird. Musik in Konzerte in Jerusalem Von Alice Jacob-Loewenson Die Inder sind dodi bessere Orientalen ... Wenn man unter dem überwältigenden Eindruck Uday Schau-Kar’s und seiner Musikgruppe steht und sich nicht freimachen kann von der ungekünstelten und doch in höchstem Maße kunstvollen Reinheit, Anmut und Adiigkeit dieses kultischen Tanzes (denn die ist hier trotz gelegentlicher moderner Stilisiertheit ja erhalten geblieben), wenn man — wie gesagt — diese Art von orientalischem Kult etwa mit dem vom hiesigen Keren Kajemeth und seinen Musi!:-Mi erheitern erfundenen Musik-Kult zu Tubi-Schwat vergleicht, der uns Musiklehrern gerade in diesem Moment ins Haus geflogen kam, so muß man sagen: ״Wir Juden sind doch in unserer gegenwärtigen Verfassung kaum wert, wieder Orientalen zu werden.“ Immerhin raste das Pub'ikum, von der unverglcichliehen Schönheit der Indier und ihrer Tänze ergriffen. Der Inhalt dieser erzählenden Musiktän/e ist Naturgeschehen. Heldenhaftigkeit und religiöse Verehrung. Das ganze Universum spiegelt sich in ihnen wider und wird durch die Gestensprache der Finger und Schultern, durch die Dynamik der Schlaginstrumente ausgedrückt. Diese drei Momente: Gestensprache der Finger und Schultern und die Schlaginstrumente als Spannungserrcgcr scheinen — soweit mau sie aus der Vielfalt der Formen, Bewegungen, Rhythmen überhaupt herauslösen kann — das Zentrum der Expressivität zu bedeuten. Jedes einzige dieser Mittel ist so!eich durchdifferc.’iziert, dabei so monumental, elementar und traditionsgesättigt, daß eine derartige Vorführung ge״ niigen sollte, das konventionelle Märchen von der Armseligkeil orientalischer Kunst — in! Vergleich zu europäischer — ein für allemal ad absurdum zu führen. Es kann sein, daß die indische Instrumental-Melodik, die meist nur aus vier bis fünf verschiedenen Tönen besteht, ärmer ist als die Melodik gewisser orientahsch-jiidischer Gesänge. Dafür ist das rhythmisch-dynamische Eiemer.t viel reicher ausgeprägt. Was liier allein durch die vielseifige Spieltechnik der Schlaginstrumente (deren es über dreihundert verschiedene Arten gibt) ausgedrückt wird, ist ganz unglaublich. Man kann diesen großen indischen Künstlern nicht dankbar genug sein dafür, daß sie den Juden Palästinas gezeigt haben, welche Höhe orientalische Musik und Mimik erreicht hat. Taube-Konzert der Musical Society Wir haben hier wiederholt darauf hingewiesen, was für einer! rapiden Entwicklungsgang das palästinensische Orchesterwesen in den letzten zwei Jahren durchgemacht hat, und welcher verdienst iche Anteil Michael Taube an dieser Entwicklung beizuniessen ist. Wesentlich verbessernd wirkt aber das Hinzutreten zum Teil vorzüglicher Bläser. Am stärksten merkt man das bei Aufführungen moderner Musik. fm ersten diesjährigen Taube-Konzert, das, mit Ausnähme dreier Bach-Arien, einen vorwiegend konzertant e n Charakter hatte, wurde eine Orchester-Suite aus E. W. Stern bergs Kinderoper ״Dr. Dolittle“ gegeben; ein anüisantes spritziges, vorzüglich instrumentiertes Werk, auch als glänzende Filmmusik verwendbar, wenn auch dafür vielleicht etwas zu selbständig in der Thematik. Taube zeigte durch seine viriüe plastisch-heitere Interpretation, daß er sich immer intensiver und überzeugender zu einem atisgezeichnetet! Darsteller moderner Kammerorchesterwerke einarbeifet. Eingerahmt wurde Sternhergs Werk durch Bachs D-dur- Suite und eine Haydn-Sinfonie, deren Finale besonders klar hcrausziscliert wurde. ' Die Bach-Arien wurde!! von Edith Boruschek stimmlich sehr anziehend, sonst etwas zu gefühlvoll — etwa im Sinne Schuberts oder Schumanns -- wiedergegeben. Prachtvoll klang die Oboen-Beglcitung (Josef Marx). Das sonst etwas ärmliche und spröde Instrument wirkte strahlend und belebend. Jerusalemer Streichquartett In dem darauffolgenden Konzert der ״Musical Society“ spielte das Jerusalemer Strciclnjuarteti je ein Quartett von Ccsar Franck und Beethoven. Die Naehromantik des Francksehen Werkes (Linie Wagner-Brahms- ׳e :er ist den Spielern nah, den Hörern fern. 111 den schnelleren Sätzen düsterfen expressionistische Vorahnungen, Trotz allem ehrlichen kämpferischen Gehalt ist diese biuinennali!ranz׳Mische Vor-Impressiouistik den pa’ästiiiensi-ehen Kon/crtbesuchern eine schwerverdauliche Nahrung. Den Spielern gelang es, gestaltungsmäliig alles Erdenkliche heraus/uholen. Dagegen hatte iiiiimHiiiHiiimiiniiMmiiiiiiimiiimiiMiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiMmiHiiiiiiiimiiiiiiiuiiiiiiiuiiniiiimniiiiiiiiiiiiiMNiiiiiiiim! Eine junge Archäologin Judith Krause, die Tochter des Direktors der Landwirtscliaftsschule in Mikweh Israel, hat drei Jahre laug Ausgrabungen geleitet, die zur Entdeckung einer alten Stadt führten und verschiedene Ergebnisse hatten, die den biblisehen Bericht über die Eroberung Palästinas durch Josua bestätigen. Das nebenstehende Bild zeigt einen aufgefundenen Tcmpelgegcnstand aus der israelitischen Periode zirka 1000 bis 1200 v. Chr. 1!״׳;•»סv<•1 ״ Palästina das Beethoven-Quartett op. 59 Nr. 1 bei aller handwerk* liehen Treue eine etwas akademisch trockene Physiognomie. Nniiirücliten Zum zweiten Male wurde in Palästina der Versuch unternommen, eine Ortsgruppe der ״Internationalen Ge- Seilschaft für neue Musik“ zu gründen. Das zweite Konzert enthielt ״vier russische Bauernlieder“ von Igor Stravinskv (Hanna Glückmann, Hanna Hirsch, Mini Steinhardt, Ruth Zweig, Schlomo Weißfisch); Stravinsky: Capriccio (Irma Schöiiberg — Eli Friedman); Stefan Wölpe: fünf Hölderlin- Fieder (Frau Hirsch — Fellhcimer). Leiter: St. Wolpe. Schüler-Konzert. Der Leiter der Erziehungs-Abteilung fin Kunst und Handwerk in Palästina, Mr. Stewart, leitete eine Schüler-Aufführung des Jerusalemer Konservatoriums mit einer Ansprache ein, in welcher er betonte, wie wichtig es sei, auch das musikalische Kind für die Schönheit der darstellenden Kunst empfänglich zu machen. Dies Problem schien durch die sinnvolle Neuerung, die Untcrriehtsklassen als Ausstellungsräume fiir bildende Kunst zu verwenden, im Jerusalemer Konservatorium glücklich gelöst. Das folgende Kinderkonzert bewies, daß der Unterricht im Konservatorium modern, anregend und fördern(! ist. Kinder bringen ihre kindliehen Gedanken und Gefühle in eigenen Kompositionen zum Ausdruck. ״Vogelsang“, ״Gebet“, .,Abendlied“ usw., so heißen die kleinen Improvisationen, und in dem Bemühen, ihre Produktion aufs schönste erklingen zu lassen, entwickelt sich zwangsläufig auch die Technik des Spiels. Bemerkenswert ein Geigenduett von zwei Knirpsen von sieben und acht Jahren. Als die Oberstimme einmal ein bißchen ins Wanken geriet, wartete die Begleitung ruhig, Ins wieder Ordnung herrschte Und setzte dann richtig von neuem ein. Das ist musikalische Erziehung! Eine vierzehnjährige Cellistin und ein dreizehnjähriger Geiger spielten mit großer Musikalität und Schönheit des Tones. Dem Direktor Emil Hauser und seinem verdienstvollen Lehrerstab sei Dank für den hübschen Abend. Lotte B a c r w a 1 d Musik in Haifa. Uns wird geschrieben: Die vor etwa Jahresfrist in Haifa begründete ״Agudath-Aclum“ (Brüder- Vereinigung) hat im Rahmen der Kuiturm lieii, die neben sozialer Hilfe und Pflege der Geselligkeit ihre Hauptaufgabe ist, in jüngster Zeit unter dem Namen ״J 11 v a 1“ sich eine Vereinigung der Musikfreunde;!!!gegliedert, deren Leitung in den Händen zweier dem Verein angeliörender Berufsmiisiker, ties Kapellmeisters Kurt Su ß in a n ״ und des < Seigers Prof. Pliilipp Sehart liegt. Die ״Juval" hat es sich zur Aufgabe gemacht, daran mitzuarheiten, das musikalische Lehen in Haifa aut eine möglichst hohe Stufe zu bringen. Dies soll geschehen durch Gründung eines Orchesters, das auch weitgellenden künstlerischen Ansprüchen genügt, und durch Bildüng eines geschulten gemischten Chors. Sie beabsichtigt, unter besonderer Berücksichtigung jüdischer Komponisten fortlautend volkstümliche Konzerte zu veranstalten lind gleichzeitig dureh musikalische Vorfrage das Interesse an Pflege guter Musik, insbesondere auch unter der Jugend, anzuregen. Die ״Juval“ hat ferner ein Empfangs- und Beratungskomitec für einwandernde jüdische Musiker ins Leben gerufen, um diese bei ihrer Eingewöhnung in die palästinensischen Y’crhältnissc in jeder Weise zu unterstützen. Auskunft schriftlich durch ״Juval“, Haifa, P. O. B. 616, oder hei ״Agticlafh- Achim“ im Bcth Maschicff, Rechow Bcth Hamischpath, Hadar- Hakarmel. Von der Woche Der W a a d L e 11 tn i protestierte in einer Erklärung gegen die in Aussicht genommenen Boden Verkaufs- Bestimmungen. Er hat die Regierung dringend, ihren Pian nochmals zu erwägen. Ferner beschäftigt sich die Erklärmiß mit den Einwamlening.sbcsehräiiknngcn und ruft den Jischuw auf, i!1 diesen Fragen eine geeinte Front zu bilden. Das Datum der Abreise Dr. Wei zm an ns nach London (ursprünglich für 18. d. M. geplant) ist noch nicht endgültig festgesetzt. Die Palästina-Regierung hat da« offizielle Organ der fstaklal-Partei, ״El Dschamea c! Islamia", das vor einigen Tagen wegen der Veröffentlichung aufreizender Artikel gegen die Mandatsherrscliaft in Syrien und Palästina verwarnt worden war, für 11 Tage verboten, nachdem das Blatt trotz dieser Verwarnung die /Angriffe fortgesetzt hatte. Im Jerusalemer Stadirat wurde beantrag!, das Budget der Stadtverwaltung auf L 92 155 zu bemessen, wovon £ 25 000 von der Regierung beigesteuert werden sollen. Die Vorbereitungen zur Schaffung (!er I a!1 d w i r t ־ s c!1 a f 11 1 c h e n Kreditbank zwecks Beschäftigung jüdiseher Arbeiter in der Lamlwirtsciiafl sind beendet. Die Anglo Pnlestine Bank steuert zum Kapital C 25 060 bei, die Jewish Agcm-v C 5<'1>0, der Re-t soll durch die jüdisehe Landwirtschaft aufgebracht werden. 1 fern Direkt()- ritiin der Bank gehören an: Dr. Ruppiu, Mieser Kaplan, Dr. Rorfenstreieb, lloofien, Aronowitz und zwei Vertreter der Landwirte. Direktor Hoofien \0!1 der Anglo-Palestinc-Bank hat sieh kurze Zeit in Kairo .•tuigchalh'n, wo er mit führenden Persönlichkeiten der ägvptiwlien Finanz und Wirtschaft eingeht nde Besprechungen mit dem Ziele der I lerstellung engerer Wirtschaft ich er und liinvi/ieller Beziehungen zwischen Acgypten und Palästina abgehalten hat. Nach einer Schätzung des Statistischen Departments der Jewish Agency zählte der jischuw am 1. Januar 375 00t) Perso nen, das sind fast 30 Prozent der gesamten seßhaften Bevölkerung. Im Jahre 1935 hat sich der Jischuw um 75 000 Scckti vergrößert. Die P a 1 e s t i n e Electric Corporation gibt demnächst neue einfache Aktien im Betrage von LP 200 000 aus, die innerhalb des Rahmens der früheren Kapitale! höhungen liegen. Den alten Aktionären wird ein Bezugsrccht im Vorhäitnis 8:1 gewährt; eine neue Aktie kostet 45 Shilling. Der Gesamtbetrag der bisher ausgegebenen einfachen Aktien der Gesellschaft beträgt £P 1 600(100. Es wurde eine Dreitages• Kampagne fiir den Henrictta-S/old-Fonds durchgeführt, mit dessen Hilfe eine Wohlfahrtseinrichtung auf ihren Namen gegründet werden soll. Am 15. Schewat wurden in den Städten und Kolonien Kinderfeste abgehalten. Alle Schulen nahmen daran teil; man veranstaltete Umzüge und die Kinder pflanzten Bäume. *Ur Treppen, Laden, ■uMOIdflVYI Zimmer und Küchen Anschläge kos.enios Großes Lager tn Cocos-, 1a Refer.! Gegr. 1892 Bouclöu. Velourläutern Friti Stoehr idemhardstr. 18 frühere MUnistr. 17 El Berolina 1966*67