Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 41 (1936)
- Issue
- Heft 9 (31.1.1936)
- Date
- 1936-01-31
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seit« 6 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 9. 31. I. 1936 Philosophie und Physik Zum Problem des jüdischen und blutgebundenen Denkens „Gottesglaube un i Nächstenliebe11 Schalom Asch über den „Sinn de* Judentums" im die!.:,,-...iteii Grollen Saal des Wiener Konzerthause» sprach auf Einladung des Bialik-Klubs Schalom Asch über den „Sinn des Judentums". Wir entnehmen dem Bericht der Wiener ,.Neuen I reien Presse" nachstehende Wiedergabe der Gedanken V(ni Aschs Vortrag. Asch entwarf zunächst ein Geistesgcmäkie der antiken firitchisch-römischen Weltanschauung und ihrer Auffassung vom Leben. „Wenn wir Plato, Aristoteles, die Stoiker, die Meisterwerke des Periklcs, die ganzen Geistcsschat/e der Antike a:i uns vorüberziehen lassen", so führte er aus, „so w erden wir hei aller Bewundern.)!; fii di? se Herrlichkeiten dennoch erkennen, dal) ihnen eines fehlt, der Glaube an den einzigen Gott, der die Wur/elkraft und das Lebensdement dejüdischen Volkes ist. Dieser Glaube verknüpft das Leben eines Juden mit der Ewigkeit. Es handelt sich nicht etwa um logische Beweise für ein Gedankeiis,stein, sondern der (Haube, wie ihn das Judentum versteht, ist unbedingt und bedeutet eine u n I <"> s I i c Ii e Bindung z w i s c h e n ,\\ e n s e h u n d (1 <> 11. I )as Blindiiis Abrahams mit Gott, von dem das Alte Tcsiain mt erzählt, kennt keine Bedingungen Und Vorbehalte. Den Sinn des Lebens und damit den Sinn des Judentums hat Jeiiuda lla'evv in unvergängliche Worte gekleidet: „Nur Gottes Kriecht ist ein wahrhaft freier Mensch." Wer üolt als den alleinigen Herrscher der Welt ehrt und fürchtet, der ist frei von Fatalismus und Ziellosigkeit. Die Untertänigkeit unter den Willen (iottes ist das Fundament der jüdischen Lehr« und des Judentums. Ein anderer, Eindämmt der jüdischen Lehre ist das Gebot der Nächstenliebe. Dieses Gebot bezieht sich nicht nur darauf, daß der Jude jeden Angehörigen des jüdischen Volkes lieben muH, sondern er muli jedermann, er muli die Menschheit liehen, leb bin nicht dafür kompetent, — sagte Asch ..... über andere Religionen und Weltanschauungen ein t'rteil abzugeben, aber icli weil!, daß diese Liebe zu jedem Menschen «in fundamentaler Satz der jüdischen Ledire ist. Ein indischer Märtyrer zur Zeit der K r c u 7 z Ii e c legte fur diesen Kar JinaKatz ein ergci ifeudes Pekcnntcis nie „Ich mochte nient berichten, was ich gelitten habe", so Ungefähr sagte er, „denn ich will nicm a n d e m e t w a s S c Ii! e e h t e s n a c h s a g e n". Und ein anderes Opler der J'i.h n\ertoigungen einer späteren Lpoche aiillcrte sich i:n ähnlichen Sinn: „Ich will nicht beschreiben, Mas für Leiden mau mir zugefügt hat, damit ich nicht aridere Menschen beschäme, die doch alle nach (iottes Ebenbild geschaffen sind." Schalom Asch bekannte sich als Anhänger der m v 81 i - sehen S t r i'i m ii n g e n im Judentum. „Nicht der Rationalismus", sagte er, „wildern der M\slizi-ums, der Kabbalismiis, der (Jiussidismiis hat gesiegt" Der Dichter wandte sich sodann g e gen jede Art v o u M a t e r i a I i s m u s und rühmte die Kraft des Geistes, die den Adel und die Seele des Judentums bedeute. Schalem ..Wh, dessen Ausführungen auch rednerisch ungemein wirkungsvoll waren, wurde vom Publikum herzlich gefeiert. Wiener Brie! Von unserem Berichterstatter J. R., Wien, 23. Januar In der letzten Januarwoche weilte Max Brod in Wien. Der Prager Dichter hielt im Rahmen der zionistischen 1 andesorganisatioit einen vielbeachteten Vortrag über „Nationalismus und Nationallmmaiiismus", in welchem er eine scharfsinnige Analyse über die Beziehung des Individuums zur Gemeinschaft gab. Sowohl dieser Vortrag, als auch die Vorträge des Dichters im Rahmen der Jiidisclien Kulturstellc wurden von der_ gesamten ^Tagespreise ausführlich behandelt. Brod las Abschnitte aus seiner Novelle „Ein Abenteuer Napoleons*« sowie eine I r/ählung aus seinen neuen „Novellen aus Böhmen" und eine Reihe Gedichte judischen Inhalts. Längt leitet w insle dieser Abend durch den jungen Dichter Friedrich T o r b e r g, den Atitor von „Schüler Gerber hat absolviert". Sehl Schlich sprach Brod auch bei der Vorführung des Palästina-Loiifilins „Fand der VcrheilHmg", anläßlich seiner Lrstautiulirung in der Inneren Stadt. Stellung des „Staatsangehörigen" Im „V'<ik, UeobaJiter" vom id. 1. schreibt Dr. Wilhelm Suckart über: „Die Soudci Verfassung des Dritten Reiches". Fr beschäftigt sich in diesem Aufsatz am Ii mit den Nürnberger Gcset/eii und s"e;i n. a. tollendes: „Neben dem Relchsbilrgcr gibt es nach der ausdrücklichen Gesetzesbestimmung den Staatsangehörigen. Er gehört dem Schutzverband des Deutschen Reiches an und ist ihm dafür besonders verpfiffet (S 1 Relchsbürffergesctz), d. 1k er kann alle der Ocffcth "chkelt dienenden Einrichtungen im Rahmen der hierfür geltenden Bestimmungen benutzen; er darf, soweit nicht gesetzliche Einschränkungen vorl'ege:!. sich wirtschaftlich betätigen und genießt den Schutz durch die staatlichen Organe. Umgekehrt ist er verpflichte!, alle öffentlichen Lasten mitzutragen und sich notfalls auch mit allem, was er besitzt, für den Bestend des Staates einzusetzen. Staatspolltische Rechte besitzt er jedoch nicht.** Die jüdischen Schulkinder in Preußen Der Reichs- und Preußische Crzicluingsmlnistcr veröffentlicht Ergebnisse statistischer Erhebungen, die im Oktober WS i und im Mai 193$ über das öffentliche und private Volks- und Mittelschulwesen Preußens vorgenommen wordcit sind. Fs gab zu Beginn des .Schuljahren 1935 in den von der Zählung er faßten Volksschulen 14 537 Kinder jüdischen Glaubens gegenüber Ift 331 im Oktober 1<)34. Die Zahl der in privaten Schulen unterrichteten Kinder jüdischen Glaubens betrug 7276 gegenüber ■18fr> im Oktober PDF Fi Schulen wurden als Israelitisch bezeichnet, d. Ii. eine weniger als im Oktober 1934, Es gab weiterhin im Mai 1935 28 israelitische private Volksschulen gegenüber 25 vorher. Devisenbestimmungen für Auswanderer Zu der Veröffentlichung des Riuiderlas'tes Nr. 1 36 der Rcichsstellc für Devisenbewirtschaftung in Nr. 3 der „Jitö. Rundschau" ist ergänzend zu bemerken, daß auch der Transfer nach Italien weiterhin durch Ueberweisrtmg im Verrechmmgswegc möglich ist. Ei können danach nach Italien Reichsmarkbeträge bis zu 50 000 RM. bei Voriierrcn eines geeigneten Planes, der von der Aus wander er-Beratungstelle befürwortet ist, unter Abzug eines DisagiöS für die Golddiskorttbank mit Genehmigung der IMistn it. lle transferiert werden. In Ausnahmefällen kann mit Genehmigung der Reichsstelle auch ein höherer Betrag bewilligt werden. Rechtsanwalt Dr. Arthur Just, Berlin Der Umsturz in Deutschland hat auch auf philosophischem Gebiet neue Maßstäbe geschaffen. Der Anteil der Juden an der deutschen Philosophie, der bekanntlich in den letzten fünfzig Jahren nicht gering war, wird im allgemeinen negativ bewertet. Für uns Juden ist es überaus interessant, in welcher Wci*e diese Auseinandersetzung mit dem Werk der jüdischen Philosophen geschieht. In dieser Hinsicht geben zwei Vcröffctitlichingen der letzten Zeit einen gewissen Aufschluß. In der „Mitteldeutschen Nation a I - Z e i t u n g", Halle, veröffentlicht Dietmar Schmidt „Gedanken zur neuen Philosophie" unter dem Titel „Subjekt und Objekt". Darin heißt es: „Wir lu.icn viele giulie \\ orte von den F!iil».«.|ilieii vergangener Tage. D.. gU t>-!i< linaßei: »iel!n-wuir'ei>c wie plutxüch von der liildfl.iche versclc.oindcnc Jude ilui-,ei! (-oll wohl In iüVn llu-seil — A. (I. ,.!. K.") weihte 3eine n .einenden Zuhörer in die Mysterien -einer ,,\\ e«n-chmi" ein, der „reügiö.e So/.i.iu-c" Tlllicli zeigte sieh vor eie,eiii /.uniee! ath. jmii-> 1 icn Zill; nein weiöii. he'i GcwhWi Iii» be- -;c!iej;den Auditoiium uF en Cu,is kondsi her Juie.deur zwl-ehcu kritioher Philo-.'| ■ i 11 e und dldekti-eher Theologie lt.ulh 'her Pi i Kur,Kl'.irif liihiiije i'iesse sollte daliir, d.iti .-edehe Leute in der ganzen Welt l!e.i< htuno fanden." Der Verfasser spricht sich sodann mit Entschiedenheit gegen die moderne Lcbensphilosophie aus, würdigt als die Vorkämpfer der „neuen, am Nationalsozialismus ausgerichteten Philosophie" Frust Krieck und Alfred Bäumler (offenbar durch Druckfehler Kritik und Baemler genannt) und bespricht dann eine Schrift des Münchener Philosophen Alfred Grunsky „Die Freiheit des Geistes", über die er u. a. sagt: .AVer die Wirklichkeit ei kennen und darüber Au.»-agtn machen will, die Anspruch aul Ucltiing im netieii IIcut.schiand erhellen, der mußte die-e Wirküihkrit (liehen nicht .ii, kraulo-cr Schwärmer, nicht als kritikio.er Mitläufer, -on.leiti als , in ,,ul'ebei/cu^;mr; h.uidehides tüied der ili ut-i heii H 1 u I s g e m e; n s e h a f t. Oikr in (Irunkes Worten: „Man kann eine Witkliehkcit nleht erkennen, wenn man ihr nicht selber zugehört, wenn man nicht selber in ihr steht, wenn man sieh nicht — kämpfend, erkennend, handelnd — mitten in sie hinein-'i-lli." Die Denker anderer Völker, z. B. Römer, Griechen und Inder, so heißt es weiter, hätten zwar auch die Gebundenheit der Erkenntnis in der Gemeinschaft erkannt, scheiterten aber trotzdem, weil sie unter Gemeinschaft nicht die Gemeinschaft des Blutes verstanden. Hier erst finde jedes Philosophieren im luftleeren Raum seine Grenze. „Rlutgehundenes Erkennen ist ohne die aus dem schöpferischen Geist erwachsene Idee gar nicht möglich." In den „A Itonacr Nach richte n" vom 22. Januar ist der Bericht über einen Vortrag von Universitiitsprofessor Dr. W e i n h a n tl 1 (Kiel) über „P h i 1 o s o p h i e u n d In den tum" veröffentlicht. In dem Bericht der erwähnten Zeitung werden die Gedanken des Vortrages u. a. wie folgt wiedergegeben: „Die eigen!liehe Auseinandersetzung mit dem Judentum nuf dem Hoden der Philosophie beginnt mit Kant. (Spinoza wurde nicht erwähn;,) Alle deutschen Idcalis'cu seil Kant wollen eine Front errichten gegen den drohend auhleigcndeu Mairriali»mu», g^Rtm die «tomMiMic und mechanittti<rh«• Wclrnnw+ittaiHii», die durch die neue Natinfoisclmnj; nahegelegt war. Ks ist aber fabch, anzunehmen, (lall jede Natmforsehuno zum MaleriidiMiius führen paik-e. llnin't-cn wehrt sieh das deutsche Denken. Für Kant ist die Welt suiiächsl nicht eine materiiilin i« he, sondern eine praktischsittliche Wirklichkeit. Neben der Physik gib! es, von ihr nicht ru erkliiren: Freiheit. Persönlichkeit, Seele, Siltliehke if, ("hatnktcr. Der kiile^orisehe Impeinliv ist: dulJ man ein atc.!.inile;cr, d> m <innira dienender Mcim'Ii sein »nllt Krsi dann «eig! in den 1 lorittont des Menschen da* l!ewul.'t-eiu. daß das l.eln-n einen Sinn hat." Für den jüdischen Leser ist dabei befremdend, daß hier anscheinend das Judentum mit Materialismus gleichgesetzt wurde, ohne zu berücksichtigen, daß die starke Betonung des Ethischen ein besonderes Merkmal tles Judentums ist. Das antike Judentum hatte vielleicht gerade darum keine auf spekulative Erkenntnis gerichtete Philosophie, weil es den Sinn des Lebens im sittlichen Hand e In fand, wie es besonders von den Propheten mit beispielloser Rigorosität verkündigt wurde. In dem Bericht über den Vortrag Prof. Wei|ihandls heißt es dann weiter: „Der (lecctnpielcr Klints ist der Marlmigpr Neukantianismus unter seinem Führer Hermann Cohen (gest. 1018). Fr hat eine voll-taridi-'' lleno-haii in Delitz bland ,;u-lo tibi. K-, wurde kein philoviphischer S.rhrstuiil ohne die liilligung Cohen-; be-ctil,., Die Marburger Schul; veilegl die Wahrheit in die Erkenntnismc"hode, sie bescheidei si; h mit einer Metlexleiiphilosophie. Der jüdische K ii t i o n » I i >. m u s der .\. nkant ianer hat aus Knut und dem deutschen Idealismus bettelarme iifwlrak'e ISej»ri(tc eemacht! Niich der An«i'hl ilei Viirtirfgeiulrii st> ht am Linie de« jiidi-' heil i'bilosophicten» immer die Skc|ni< und der Uniahmbc! Der Jude grübelt nicht. Kr kann nicht tielsincio denken. l-Vtiilhitinaiiigf-« t'eberraieben und Hiilliercn mit pulsend Furbcn und geistreichen Eini.illeii, impressioni-1 i.ehe« Aneinanderreihen von tausend Kitirelleikn crsetlt dem Juden den fehlenden liliek in und über dai <<anie." IN ALLER KURZE Anlaßlich des Inventur-Verkaufs sind in der letzten Woche in einer großen Zahl deutscher Zeitungen, insbesondere auch in mittleren und kleineren Orten, Inserate von Firmen und Kaufhäusern erschienen, in denen darauf hingewiesen wird, daß die jetzigen Inhaber arisch sind. Oft ist in der Klammer der frühere Name der Firma, bzw. des früheren jüdischen Geschäftsinhabers angegeben. Die große Zahl solcher Inserate, die in dieser Art wohl zum ersten Male beim jetzigen Inventur-Verkauf in Erscheinung treten, zeigen mit großer Deutlichkeit die gewaltige Verschiebung in der wirtschaftlichen Position der Juden in Deutschland. Die Frankfurter Eisengroßhantllung Hirsch & Co. hat ihr Geschäft an eine ncomtgründende Gesellschaft verkauft, deren Anteile sich im Besitz, der Vereinigten Stahlwerke A.-G, Düsseldorf befinden. — Die Firma E. Weil Söhne in Saarbrücken ist von der Firma Weinhold fV Co. übernommen worden. — Die Firma I.oewcnstein in Hagen ist von der Lampe Kommandit-Gcsellschaft übernommen worden. Die Firma Gebr. Rothschild, Mannheim- Neckarau, ist in arischen Besitz übergegangen. Dis Kaufhaus S. Plaut in Uelzen ist auf die Firma Ludwig Zierath Übergegangen. Die Firma B u c h h o I z in Liegnitz ist in «rischen Besitz übergegangen. Der Rcichsausschuß für Ehcgcnelimigungen, der in Vollzug der Nürnberger Gesetze beim Reichsmlnisterium des Innern gebildet worden ist, hat nunmehr den Nsmen ..Reichsausschuß zum Schutze des deutschen Blutti" erhalten. Eine scheinbare Widerlegung dieser Ansicht bilde die Figur von Henry Bergson, der die Erkenntnis auf Intuition gründet. Aber: „Heute wird das und cut sehe Wesen auch dieser jüdischen Philosophie erkannt: sie ist ^ectaltlo«, nennt alle Mannlebltiejkeit der Welt eine VerfaUehung des Erkennenden und endet bei dem Nichts! Der Vortragende nennt sie eine östliche Mystik und deutet da» eigentliche Wesen der jiidUehen l'hilo-uphie überhaupt an der Aesthelik des lläljliehen bei Collen.*' Schließlich kommt der Redner — immer dem erwähnten Bericht zufolge — auf den Gegensatz von jüdischem und deutschem Humor zu sprechen. Darüber heißt es: „Der Jude haßt aueh im Witt. Am deutschesten habe Fichte das \\ c»e;> des Witze« erkannt: „Wenn eine Zcilepoche keine Idee mehr hat, dann wird da* Leben so arm und leer und langweilig, daß die Menschen einen Ersatz für die Wahrheit suchen: sie greifen «um Witz, um die Wahrheit an der Verkehrtheit und Totheit des Gegenteils anschaulich zu machen!" Diese Definition Fichtes könnte wohl auch auf den jfi» di sehen Witz angewandt werden; dieser ist übrigens zum großen Teil Selbstironie, der nach unserer Meinung das Element des Hasses fernliegt. Das Thema „Philosophie und Judentum" ist freilieh für uns hier keineswegs erschöpft; es bedürfte einer Ergänzung von der jüdischen Seite her. * Das Problem der Stellung der Juden in der modernen Physik wird im „Volk. Beobachter" vom 29. d. M. in einem Aufsatz von Willi Menzel „Deutsche Physik und jüdische Physik" behandelt. Der Verfasser zitiert eine Rede des Präsidenten der Physikalisch-technischen Reichsanstalt und der Deutschen Forschungsgemeinschaft, J. Stark, die dieset bei der Einweihung des Philipp Lenard-Instituts in Heidelberg am 13. Dezember 1935 gehalten hat. Darin heißt es: ..Da ist eine frroße Gruppe von Leuten, vor allem in der Physik, die glauben, zur Cewinnung von Kcsol'aü'ii, zum niindesien zu eindrueksvollen Abhandlungen oder gar .sensationellen Formulierungen gclaiiRcri zu können, wenn sie eine mathematisch prunkvoll eingekleidete Theoiic machen oder von den Formeln solcher Theorien ausgeben. Fs entspricht diese Art des Vorgehens der jüdischen Kigcnart. die eigene Meinung, den eigenen Willen und Vorteil zum Maß aller LKngc und so auch der .Naturerkenni nisse zu machen. Die jüdische Physik, die so in den letzten drei Jahrzehnten entstanden ist, und sowohl von Juden wie von ihren nieiiijüdischen Schülern und Nachahmern gemacht und propagiert wuule, hat folgerichtig auch in einem Juden ihren 1 lobenpi'icv.cr gefunden, in Einstein. Aus ihm hat jüdische Reklame den grüßten Naturforscher aller Zeiten machen wollen. Einstein* Kelativi'atsthcorien waren im Grunde nichts weiter als eine Häutung von gekünstelten Formeln auf -•■und von willkürlichen Deiinit ionen und 'Fransforina'ionen der Kaum- und Zeitkoordina'en. Auf die Sensal ion und die Reklame der Kinsteiie.i licii Relat ivitiit stheoi ie folgt«; die Mai ritzen! heuric Heisenbergs und liie sogenannte Wellenmeehaiuk Schrbdhigers, die eine 60 undurchsichtig und fonnaÜsiisch wie die andere." Im weiteren Verlauf des Aufsatzes wird der Gegensatz von jüdischem und arischem Denken in der Physik an folgendem Ausspruch Prof. Lenards aus seinem neuesten Buch dargelegt: „In der jüdischen Physik wird schon jede Vermutung, die nachher nicht ganz verfehlt sich zeigt, als Markeein £ew'ertet. Die arische An der Tätigkeit ward aber mit solcher Wertung stillgelegt, und es Ist in dieser Hinsicht schon eine sehr merkliche Auswirkung erfolgt." Lenard führt weiter aus: ,,In Wirklichkeit i»t die Wissensehaft, wie alles, was die Mensrhen hervoibringen, rassisch, b 1 u t m ä ß i g bedingt. Ein Au«:hein von Internationalität, kann entstehen, wenn aus der Allgerneingiiltigkeit der Ergebnisse der Xawrwi.--vn*e|,aft zu Unrecht auf allgemeinen Ursprung gt-chlOssen wird oder wenn übersehen wdrd, daß die Völker ver-che deuer Land-r, die \Vi--s-rrsehaft gleicher oder vetwandtet Alt gelielcit haben wie das deul <d,e Volk, dies nur deshalb und insofern konnten, weil sie ebenfalls vorwiegend nordischer Kas'-enmochung sind oder waren. Volker anderer Rasseuinischung haben eine andere Art, Wissenschaft zu treiben." In dieser Feststellung der Andersartigkeit braucht u. E. kein Werturteil zu liegen, wie denn tatsächlich in der Forschung die Dettkcrgebnisse der Gelehrten aller Völker, auch der Juden, von Lorschern aller Nationen verarbeitet und zum Ausgangspunkt neuen Denkens und neuer Untersuchungen gemacht werden. Dies gilt auch beute von der sogenannten „jüdischen" Physik, über deren Wert wir als Nichtfaclileute nicht urteilen können, die aber von Denkern und Forschern in anderen Ländern <r. B. England und Amerika) als wichtiger Beitrag zur Wissenschaft geschätzt und verwertet wird. Auf einer Vorstandssitzung des Kölner Verkehrsvereins wurde mitgeteilt, daß samtliche nichtarische Firmen aus dem Verein restlos ausgeschieden sind. Der Münchener Flandelsschutz- und Rabatts par-Verein von 1904 e. V., der größte Rabattsriarverein Deutschlands, umfaßt nur noch nichtjüdische rinnen. Wie uns mitgeteilt wird, hat das Cafe des Eden-Hotels in Dresden, mit dem auch ein Konzertsaal und ein Hotel verbunden ist, ein Schild „Juden nicht erwünscht" angebracht, In Hannover sind von gröfleien jüdischen Firmen die Ocbr. Da mm an (Bank), die Firma Jose! Prcili (Tabaktabrikatc mit neun Stadtfilialen) und das Seidenbaus Koopm a n n in arische Hände übergeleitet worden. Wie der „Stadtanzeiger" in Köln meldet, ist eine 23jährige Vertreterin, zuletzt in Mannheim wohnhaft, auf Grund eines Haftbefehls des Amtsgerichts Mannheim in Köln verhaftet worden. Sie hatte in Mannheim mit einem jüdischen Fabrikanten ein Verhältnis. Als er im September vorigen Jahres das Verhältnis löste, wurde er von dem Mädchen und dessen Mutter um 500 Mark erpreßt unter der Drohung, man würde ihm wegen Rassenschändung Unannehmlichkeiten machen. In New York starb der Schatzmeister des amerikanischen KKL, Solomon Lamport, im Alter von 65 Jahren. Der Verstorbene hatte der Hebräischen Universität einen Botanischen Garten gestiftet und war ein Mäzen der hebräischen Literatur. Die Zweigstelle des Verbandes für hebräisches Schulwesen „Tsrbut" in Ludmlr (Wolhynien) hat eine Konzession zur Errichtung einer landwirtschaftlichen Schule mit hebräischer Unterrichtssprache erhalten.