Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 41 (1936)
- Issue
- Heft 7 (24.1.1936)
- Date
- 1936-01-24
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
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S*?te T4 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 7, 24. f. 1936 Das palästinensische Schulwesen Wissenswertes für Einwanderer Di« ans Deutsehland kommende Einwanderung ist zu einem erheblichen Teil eine Pamilieneinwmdervng. Dl» Einwanderer stehen darum nicht nur vor der Frage der ei^cntP Einordnung, sondern fast noch dringender ist für sie das Problem der Unterbringung der Kinder. Sehr häufig taucht in Deutschland auch die Frage auf: Können wir unsere Kinder nach Palästina bringen, und sie dort unter verantwortlicher Aufsicht lassen, bevor wir selbst die Möglichkeit zur Uebersiedlung haben? — Der folgende Aufsatz will dazu beitragen, den an diesen Fragen Interessierten Klarheit zu bringen, indem er einen Gesamtüberblick über den Aufbau des jüdischen Schulwerks in Palästina gibt und eine Zusammenstellung der Schulungsstälten und Jugendheime anschließt. Die große Zahl undVielfältigkeit der Institutionen und vor allem der schnelle und ständige Um- und Neubau von Instituten hindern die Vollständigkeit und unbedingte Exaktheit. Vor Entschlüssen werden sich die Interessenten mit den in Frage kommenden Anstalten selbst in Verbindung setzen müssen. Für eine Heimunierbringung der Kinder ist es außerdem empfehlenswert, das Jugendamt der Abteilung für soziale Arbeit beim Waad-Leumi in Jerusalem (Leiterin: Frau Siddp Wronsky) um seine Mitwirkung zu bitten. Von hier aus werden genaue Auskünfte über die Heime eingeholt und die nötigen Verhandlungen geführt. Sind die Kinder allein in Palästina, so kann vom Jugendamt aus eine spätere Beratung und Ueberwachung erfolgen. In besonderen Fällen wird das Amt die Möglichkeit finden, Kinder außerhalb der Heime in geeigneten Pflegefamilien unterzubringen. Fehlender Schulzwang Das palästinensische Hecht kenrrt kehlen Schulzwang. Ein entsprechendes Gesetz ist von jüdischer Seite oft gefordert worden. Seine Einführung erscheint aber noch auf lange hinaus als unwahrscheinlich, da es die Regierune vor die undurchführbare Aufgabe stellen würde, ihr in langsamem Ausbau begriffenes Schulwerk unter den Arabern plötzlich zu vervielfachen. Es steht den Eltern in Palästina also frei, ob und wie lange sie ihre Kinder in eine Schule schicken wollen. Tatsächlich sind von den im LIcmenfarschui-Alter stehenden jüdischen Kindern Palastinas nur etwa 70?o eingeschult (nach einer Berechnung von 1932, die sich kaum wesentlich verändert haben dürfte). Die übrigen 30",- bestehen zum größten Teil aus Kindern, die vorzeitig ausgeschult wurden; denn ein Drittel aller jüdischen Schulkinder verlißt die Schule mit 9-10 Jahren, und nur ein knappes Drittel beendet den achtklassi« gen S c h u 1 g a n g. Reine Analphabeten sind unter den jüdischen Jungen nur vereinzelt zu finden, unter den Madchen, besonders der orientalisch-jüdischen Gemeinden, sind sie nichts Seltenes. Das Schulgeld Mit einem Schulzwangs-Oesetz würde sich die Einführung des unentgeltlichen Elementarschulbesuchs und die Deckung der Schulkosten durch eine gerecht umgelegte Schulsteucr verbinden. In dem rein-judischen Tel-Awiw und in einigen jüdischen Dörfern konnte man schon jetzt diesen Weg gehen. Im übrigen in u 11 auch die Elementarschule b e - zahlt werden. Einige Jahre lang gingen die jüdischen Behörden heim Inkasso radikal vor; denn es galt den überkommenen Fehler der alteingesessenen Bevölkerung zu bekämpfen, sich auf Spenden vom Ausland zu verlassen. Ein Ausgleich wurde durch ein stark abgestuftes Schulgeld versucht (2—12 £ jähr!.). Aber auch das Minimal« Schulgeld erwies sich, besonders bei kinderreichen Familien, als nicht tragbar, und in Zusammenarbeit mit den sich entwickelnden sozialen Aemtern ist in den letzten Jahren in sehr vielen Fällen eine völlige Befreiung vom Schulgeld angetreten. Das öffentliche jadische Schulwerk Die fehlende staatliche Organisation des Schulwesens bei gleichzeitiger intensiver Neigung der jüdischen Bevölkerung zu einer geistigen Ausbildung und Betätigung hat andererseits zu einem äußerst verzweigten Schulnetz geführt, das die Vielfältigkeit der jüdischen Gruppen, ebenso wie die Geschieht! des Landes widerspiegelt Als die große vereinheitlichende Kraft schuf nur die Zionistische Organisation, r e s p. die Jewish Agency, ein umfassendes Scliulwer k. Zunächst von außen her getragen und geleitet, kam es mit dem Erstarken der jüdischen Gemeinschaft Palästinas immer mehr unter ihre eigene Verantwortung, bis es offiziell, jm Sommer 1932, von der Agency der K e n e c s <• t h J i s r a e 1 übergeben wurde. Der Keren Hajcssod Mich dabei mit einer erheblichen Summe, die sich in den letzten fahren ständig weiter verkleinern konnte, am Sthulwerk beteiligt. Außerdem fließt diesem der Betrag zu, den die palä-tinensische Regierung für das jüdische Schulwerk aussetzt, eine Summe, deren Ilohe viel umstritten ist Das zentrale hebräische Schulwerk der K en e s s e 1 h J i s r a c 1 umfaßt drei Schulrichtungen, die den geistigen Hauptströmungen des Zionismus entsprechen. Die ..allgemeinen •* Schulen, die Misrachi-Schulcn und die Schulen der Arbeiterschaft. Jede dieser Gruppen ist autonom in ihren pädagogischen Angelegenheiten, aber administrativ in der rrziehungsabteilung des Waad-I.cumi zusammengeschlossen. Anfang 1915 umfaßte dies Schulwerk 312 Institute mit 10SI Klassen, 1217 Lehrern und 32788 S c h ii lern. Der Schulart nach gliedern steh diese 312 Institute in 167 Kindergärten, 113 V o I k s s c h u 1 e n, 4 Lehrerseminare, S Mittelschulen, 1 Fachschule und 2 11 a n d w e r k e r s c h u I e n. Das private Schulwerk Die umfassende Art des öffentlichen Schulwerks hinderte aber nicht den Fortbestand und Ausbau unabhängiger Institute und Schulsysteme. Es sind dies z. T. Gründungen von Vereinen oder religiösen Gemeinschaften, z. T. einzelne private oder halbprivate Unternehmungen. Die zahlenmäßig größte Gruppe bilden hier auch noch heute die Chadarim, T a I m u d - T h o r a - Sc h u 1 c n und Jcschiwoth {zusammen etwa 70 Institute), die teilweise von Vereinigungen, Ez-Chajim und Agudas Jisrael, teilweise von den verschiedenen aschkenasischen und sephardischen Gemeinden getragen werden. Daneben steht als zahlenmäßig größtes das mehr als 4000 Schiller umfassende Schulwerk der AI Dance I s r a c I i t e. Nach ungefährer Berechnung sind neben den etwa 33 000 Schülern der KenessetH J i s r a c 1 - S c h u 1 e n etwa 20 000 Schüler in den übrigen Instituten vereint. Die Einordnung der Einwandererkinder Nicht nur durch seine Zahl, sondern auch durch seine Besonderheit stellt der Schülerzuwachs besondere Ansprüche an das Schulwerk. Durch Jahrzehnte waren die Lehrer die Hauptvorkämpfer für die hebräische Sprache, waren die in Kindergärten und Schulen erzogenen Kinder die Träger der Sprache und damit der neuen nationalen Einheit Ein Zuwachs von 37,1 o/o fast durchweg fremdsprachiger Einwandererkinder in 2 Jahren bedeutet die schwerste Gefährdung dieses Werks, und es spricht für die Kraft des Jischuw, daß es ihm im wesentlichen gelungen ist, die Neukommenden aufzunehmen und sich ein« zufügen. Die Erscheinung, daß Einwandererkinder noch einige Jahre nach der Einwanderung die heimische Sprache im Hause und auf der Straße vorziehen, wiegt gering gegenüber der Tatsache, daß die Schule rein hebräisch geblieben ist, und nirgends auch nur der Versuch einer anderssprachigen Schule gewagt wurde. Selbst die von früher her existierenden fremdsprachigen Schulen, die französischen Alliance-Schulen, die englische Evcline de Rothschild-Schule, sogar einige jiddische oder arabische Cheder, sind unter dem Druck der Oeffentlichkeit zu starker Einfügung, wenn nicht überragender Pflege des Hebräischen gekommen. Der Lehrstoff der hebräischen Elementarschule Das Programm der achtklassigen Volksschule zeigt eine starke Betonung des Bibelunterrichts, bei gleichzeitiger allgemein-geistiger Ausbildung, unter Einfügung von Stunden zur Schulung des Körpers und der Hand. Wo eine Möglichkeit dazu besteht, wird (meist mit Hilfe der Wizo) Gartenarbeit getrieben. Wo die junior-1 ladassah Schulküchen eingerichtet hat, arbeiten die größeren Kinder auch in der Küche. Der Werkunterricht spielt aber neben dem geistigen immer eine untergeordnete Rolle. Englisch wird in den letzten vier Schuljahren in je vier Wochen stunden unterrichtet. Arabisch fehlt, was fast allgemein als Fehler anerkannt, aber mit Budget- Schwierigkeiten. Lehrennangel und Schwierigkeiten der Stoffbewältigung erklärt wird. In den Misrachi-Volksschulen ist das Programm so abgewandelt, daß besondere Stunden für Tephillah und Taamim angesetzt sind. Außerdem wird in den letzten vier Schuljahren S—10 Stunden wöchentlich Talmud gearbeitet. Zum Ausgleich ist die Stundenzahl in fast allen übrigen Fächern herabgesetzt, vor allem ist den technischen Fächern ein geringer Platz eingeräumt. Die Misrachi-Mädchenschule nähert sich wieder mehr der allgemeinen Schule. Die Schulen der Arbeiterorganisation zeigen eme Abweichung von dem Schulplan in umgekehrter Richtung. Sie umfassen die gleichen geistigen Fächer wie die allgemeinen Schulen, legen aber einen weit größeren Wert auf den Werk-Unterricht in Werkstätten, Küche, Garten und (falls die Schulen auf dem Lande liegen) in Kleintierzucht und Landwirtschaft. Die Mehrheit der Privatschulen hat sich, ohne durch eine zentrale Schulaufsicht dazu gezwungen zu sein, dem Schulprogramm der allgemeinen Volksschule angeglichen. Schon die Notwendigkeit, den Uebergang von einer Schule in die andere zu ermöglichen, bedingt eine Gleichartigkeit des Aufbaus. Die von religiösen Kreisen getragenen Schulen nähern sich dabei dem Programm des Misrachi. Die meisten modernen Privatschulen zeigen dagegen eine Annäherung an das Programm der Arbeiterschulen, auch da, wo sie der Arbeiterschaft nicht nahe stehen. Moderne europäische Erziehiingstcndenzen gewinnen hier durch die Notwendigkeiten des Landes Leben. Der Werk-Unterricht soll die Kinder den für das Land wichtigsten Berufen zuführen und ihr Gemeinschafts- und Verantwortungsbewußtsein stärken. Grundsätzlich anders angelegt sind die Volksschulen der Alliance Israelit e. Auch sie gehen von einem Landesbedürfnis aus, aber nicht von der Idee des Aufbaus, wie ihn der neue Jischuw und vor allem die Arbeiterschaft trägt, sondern eher von den Bedürfnissen der kleinbürgerlich-städtischen Bevölkerung. Den Hauptlernstoff bilden Sprachen. Im Vordergrund steht das Französische, das früher die ausschließliche Schulsprache war, und es jetzt neben dem Hebräischen ist. Daneben wird intensives Hebräisch, Arabisch und Englisch gelernt. Ein erheblicher Prozentsatz der Allianee-SchüIer stammt aus den sephardischen und jüdisch-orientalischen Kreisen. Verwandt den Alliance-Schulen ist die Eveline de Rothschild-Schule in Jerusalem (mit etwa 400 Schülerinnen), die dem neunjährigen, wesentlich englisch-sprachigen Lehrgang zwei Jahre Handelsschule aufgebaut hat DI« Mittelschule Ueber der Volksschule hat das Land eine Reihe von „Mittelschulen", d. h. von Schulen aufgebaut, die den Uebergang zwischen der Elementarschule und der Hochschule bilden. Ihre Beendigung berechtigt zum Studium an der Jerusalemer Universität und den Hochschulen der meisten europäischen Länder. Fünf von diesen höheren Schulen sind dem Schulwerk der Kenesseth-Jisrael eingliedert, unterstehen also seiner Aufsicht und erhalten (oft geringfügige) Subventionen. Es sind das Hebräische Gymnasium in Jerusalem (mit etwa 450 Schülern), die Hebräische Realschule in Haifa (Biram-Schule, mit etwa 750 Schülern), das Gymnasium Herzliah in Tel-Awiw (mit ca. 825 Schillern), und zwei dem Misrachi unterstehende Tel-Awiwer Institute, die T ach k i m oni- Re a 1 sc h u le für Knaben (ca. 50 Schüler) Soeben erschien: Weijn Iiis Land kommt«. Ein Jugendbuch 2um 15-ScWat herausgegeben vom Keren Kajemeth Lejisracl im Hechaluz »Verlag Preis 60 Rpf. An» dem Inhalti Bedeutung des Fettet — Das Feit ha Ilten Isrtel — Dis Fest in der Goiah — Das Fest Im heutigen Erez Israel — Gedichte und Lieder zum 15. SöSwit — Banrnpflanzunget! h> Eret Israel — Aufforstung — Wie feiern vir das Fett I EinVorsAlaj Bestellen Sic bitte sofort bei Ihrem Budihündler oder direkt betan Hechaluz-Verlajr, Berlin W 15, Meinekestraße 10 gejen Voreinsendung des Betrages lurflgl. 10 Pf. Porto oder auf PostAedt» konto HeAalui, Deutscher Landesverband, Verlags-Abt, Berlin 177SIS KEREN KAJEMETH LEJISRAEL und das Midchengymnasium Talpioth (ca. 90 Schülerinnen). Bis auf das Tachkimoni-Gymnasium, das auf der Tachkimorü-Volksschule aufbaut, haben alle Mittelschulen einen auf einer vierklassigen Vorschule weiterbauenden achtjährigen Lehrgang. Im allgemeinen wird aber der spätere Uebergang aus der Volksschule unschwer möglich sein. Die Hebräische Realschule in Haifa trennt sich in den letzten vier Schuljahren in zwei Lehrgänge: den Realschul- und den humanistischen Lehrgang. Im Humanistischen wird Französisch und, nach Wahl, Deutsch oder Latein unterrichtet. Werkstättenarbeit und Zeichnen spielen im Programm eine wesentliche Rolle. Die Misrachi-Gymnasien zeigen die entsprechende Abweichung, wie sie früher für die Elementarschule charakterisiert wurde. Neben den dem Waad-Leumi unterstellten Mittelschulen bestehen folgende private Gründungen: In Tel-Awiw das Nordau-Gymnasium, die Realschule Bilu, das Balfour-Gymnasium, das Gymnasium Atid, das Gymnasium C h i n u c Ii. In Haifa das Gymnasium Grins hpoon. In Jerusalem die Hebräische Mittelschule in Beth-Hakerem, die Hebräische Mittelschule „M aal eh", das Mädchengymnasium Hannah Gold. In Pardess-Chanah, die Landwirtschaftliche Mittelschule. Alle diese Anstalten befinden sich erst rm Aufbau. Es erscheint darum als berechtigt, die Privatschulen dieser Reihe einzufügen, deren Programm so aufgebaut ist, daß ein späterer Weiterbau oder daß die direkte Ueberführung in eine Mittelschule vorgesehen wird. Hierher gehören in Tel-Awiw die Schule „S c h a 1 w a h" (W i 1 c n s k i - S c h u 1 e), und die Schule „Ben- J eh ii da h" (Lewinsohn-Schule), in Jerusalem die Schule der „Pädagogischen Vereinigung der Elternschaft" (K a 11 e n - S c h u I e), die Talpiother Schule (Nathan-Schule) und die Pel I er-Schu 1 e. Es ist unmöglich, im Rahmen dieses Artikels jede einzelne der Schulen zu charakterisieren. Es sei mir erwähnt, daß wesenund Leitungder zuletzt aufgeführten Institute dazu geführt hat daß sie eine e r h e b 1 i c h.e Zahl der Einwander er- Kinder aus Deutschland aufnahmen. Von der Wilenski-, der Nathan- und vor allem auch der Kallen-Schule gilt das oben von den modernen Privatschulen Gesagte, daß sie dem wissenschaftlichen Unterricht weitgehend einen Werkunterricht angliedern. Die Lewinsohn-Schule in Tel- Awiw ist ebenso wie die private Elementarschule „Chugim" in Haifa, eine eigentliche Vorbereitungsschule für Einwanderer aus Deutschland. Auch die Elementarschule der Agudas-Jisrael in Jerusalem, „Horeb", trägt, mit ihren mehr als 50 o/o neueingewanderten Kindern aus Deutschland, einen ansehnlichen Charakter. Die im Aufbau begriffene Mittelschule „Maaleh** versucht die Neueinführung in das Hebräische durch hebräischen Gruppenunterricht (bei sonstigem Klassenunterricht) zu erreichen; ihr besonderer Charakter liegt daneben in der starken Betonung der jüdisch-geistigen Fächer. Die ebenfalls erst im Ausbau stehende Betb-Hakeremer Mittelschule in Jerusalem ist der Universität als Musteranstalt für die pädagogische Fakultät angeschlossen; sie soll in ihren letzten vier Klassen eine weitgehende Gliederung in parallel laufende, Eignung und Berufswünsche der Kinder berücksichtigende, Lehrgänge zeigen. Die Mittelschule in Pardess-Chanah ist eine Gründung der Bauern-Vereinigung. Sie verbindet in vierjährigem Lehrgang praktisch- Fandwirtsehaftüche und zu späterem Studium berechtigend« geistige Ausbildung. Die Lehrerseminar« Die zweite Gruppe der auf der Elementarschule aufbauenden Institute sind die Lehrerseminare. Die folgenden vier Anstalten unterstehen dem Waad-Leumi: Das Seminar für Lehrer und Lehrerinnen in Jerusalem- Beth-Hakerem, das Misrachi Lehrer-, das Misrachi Lehrerinnenseminar in Jerusalem, das Seminar für Lehrerinnen und Kindergärtnerinnen in Tel-Awiw. Das Lehrerseminar in Beth-Hakerem hat einen dreijährigen Lehrgang. Die Aufnahme erfolgt nach Beendigung von sechs Mittelschulkiassen. Die Schülerzahl beträgt zur Zeit ca. 70. Dem Seminar ist eine Muster-Volksschule angeschlossen. Die Misrachi-Seminare bauen auf der Elementarschule auf und haben fünf Schulklassen. Entsprechend dem allgemeinem Schulprogramm des Misrachi ist die Stundenzahl für Talmud, Mischna, Aramäisch, Midrasch sehr groß, so daß die übrigen Fächer, und vor allem die technische Ausbildung im Vergleich zu den allgemeinen Seminaren zurücktritt. Arabisch wird nur in der obersten Klasse gelehrt. Sachgemäße u. schleunige Durchführung Ihrer A U S IRsf A N D E RU Gcneralrepräsentanz in HAIFA Amtsger.-Rat a. D. Dr. ASCt-flOr Dipl.»Kaufmann Dr. Paul Schnurmacher At,„P„. n_t _ n B X amnncr HOUSE JEWISH CHAMBER OF COMMERCE _ „ ... .f™'" ,1 „ , *7 ., ,r„ _____ Haifa, p. o. b. 266 - Telefon 197 Berlin W18, Meinekestr. 9. I 1 Bismarck 2856 <9'/3-13 u. 16'/t-19 Uhr) VERM<06INI-LI(siUlftATIONIN ♦ TRANSFER-PROJEKTS nach Palästina und anderen Ländern Eigene« Büro in TEL-AVIV mit Dr. Jur. W. Marx, Tel-Aviv 18 Schilom Aleichem Sir» Edte Ben Jchiuto Roxi ANLA6EBIRATUN6