Mannheim
Compact Memory

Jüdische Rundschau · 1936-01-21 · Heft 6 (21.1.1936) · page 12

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
41 (1936)
Issue
Heft 6 (21.1.1936)
Date
1936-01-21
Page
– (sequence 12)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
89% known words query
IRI
…/2651273-2653922-2653929--28110-2689577
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

12 entity mentions

Seite 12 JODISCHE RUNDSCHAU Nr. 6, 21.11934 Aus dem Reich Von unseren Berichterstattern Die Organisation der polnischen Juden Zw erstes Relchskonfereax der polnischen Juden in Berlin Die bevorstehende Reichskonferenz der in Deutschland lebenden polnischen Juden, die im Februar in Berlin zusammentritt, wird die Aulgabe haben, die polnischen Juden in Deutschland aus dem Zustande der Zersplitterung herauszuführen und sie zu einer geschlossenen, lebendigen und aktiven Volksgruppe zusammenzufassen. Die in Deutschland lebenden polnischen Juden sollen die Möglichkeit haben, sich zu einer aufbauenden jüdischen Arbeit, die unter dem Gesichtspunkt eines einheitlichen und zielbewußten Willens geführt werden soll, zu organisieren. Die Konferenz wird demnach in erster Linie eine Reihe von wichtigen organisatorischen Maßnahmen zu treffen haben. Sie wird den Grundstein zu einem „Reichsverband polnischer Juden" in Deutschland legen und eine Reihe von Ausführungsorganen für die zukünftige Arbeit schaffen müssen. Daneben wird sie noch eine Reihe von außerordentlich wichtigen sozialen, konstruktiven und kulturellen Aufgaben zu lösen haben. Neben einer aufbauenden, praktischen Sofort-I lilfe muß das polnische Judentum zur Erhaltung seiner Eigenart, zur Wahrung seines jüdischen Lebens angehalten werden. Dabei soll aber auch das Rand der Zusammenarbeit mit den Juden inneihalb und außerhalb Polens enger geknüpft werden, frcunilsojiaftliche Verbindungen mit dem Mutterlande sollen aufgenommen werden, um sich gegenseitig helfen zu können. Die Konferenz wird auch die Aufgabe haben, das Verhältnis der polnischen Juden in Deutschland zu den bestehenden jüdischen Organisationen zu überprüfen, ihre Zusammenarbeit mit den vorhandenen jüdischen Korperschalten einer positiven Klärung zu unterziehen, i s heißt nicht nur, mit vereinten Kräften der sozialen Not zu steuern, gemeinsam Fürsorgearbeit zu leisten und manche Harten abzuwenden, sondern es muß auch verlangt werden, daß die jüdischen M e n s c Ii e n einander finden. Die Unterscheidung von Ost- und Wcstjudcntum muß endgültig fallengelassen werden. Die polnischen Juden haben den Anspruch, nicht nur als Nehmende, somit-rn auch als Gebende, als Gleichberechtigte im jüdischen I t heu zu gelten. Auch ihre Beziehung" zum pohlischen Staate, dessen ergebene Hurger die polnischen Juden sind, die Zusammenarbeit mit den polnischen Auslandsvertretungen, wird in die Kompetenz der Konferenz gehören. Es wird ihre Aufgabe sein, die bestellenden freundschaftlichen Beziehungen zu den Vertretern des polnischen Staates zu vertiefen, gemeinsam mit ihnen schwierige keilitsfalie zu beraten und zu klären usw. Dabei sollen die Interessen der polnischen Juden den polnischen Behörden n uonuber würdig, offen und mutig vertreten werden. 1 in Im s<nuleres Thema w ird die! rage der polnisch-jüdischen Staatenlosen, im Zusammenhang mit der vor kurzem in Polen erlassenen Amnestie bilden. Es wäre darauf hinzuarbeiten, «I.-I5 der polnische Staat sein Entgegenkommen zeigt und zumindest einem großen Teil dieser Staatenlosen die Mo-!u hkut der Wiedererlangung ihrer früheren polnischen Staatsbürgerschaft gibt. Dr. J. Meitüs Vom Landschulheim Florenz Zwischen italienischen Gartenmauern, die Ich« uliger sind als anderswo Fassaden, steigt man von der Haltestelle der roten Dreizehn aufwärts, und immer umfassender wird der Blick über das Florentiner Tal, und wer dieses Tal kennt, weiß, was das heißt! Das Ziel ist die Villa i'azzi im Vorort Arcetri, ein schloßalinliclies Gebäude, das auf einem Hügel mit überwältigender Rumi-i.ht thront und einst im Besitz der Pazzi war, der Nebenbuhler der Medici. Ich glaube nicht, daß irgendwo in der Welt Kinder in schönerer und geeigneterer Umgebung groll werden. Hier haben sie den Auslauf, den ihr Bewegumisdr.mg verlangt, und hier können sie sich sammeln zu ernster Vorbereitung au!' ihren Beruf, zur Besinnimg auf ihre besondere Situation, l'nfeii die leicht erreichbare Stadt, angefüllt mit historischer Bedeutsamkeit, mit sprechenden Zeugnissen einer großen Vergangenheit, und liier oben das lachende Land, Gartenland und Bauernland, südliches, mit Oelbailm und Weinstock, Blume und Frucht, Korn und Gemüse, Vieh und Hühnern, mit all dem, was das Wort an Naturnähe, an G.-Mimllieit, aber auch au Belehrungsmöglichkeiten, namentlich für da» Großstadtkind, in sich begreift. Das 1 amis: luilheim I Im,-uz, das seinen Zöglingen einen solchen Rahmen bietet und ihn mit Leben erfüllt, iK'steht nun schon über zwei Jahre unter der Leitung seiner beiden Gründer, des früheren Ob'-rregieruii;; rate* Werner Reiser, eines alten Kennern des Lande», ,einer Sprache, seiner Bewohner, seieer Kultur, sein. - S. iiulu eseiis und des bekannten Publizisten Dr. Moritz <« l.Mon, der auch in zionistischen Kreisen hohes AiiM-hn. ao-bt. 1'eiMTs und Gold-deins Sc!iönjiin:< M daniah. itmniui l'-ar :»tder 1 onietung des Tages heraus geboren wurden: Das hellii, sie haben;;ru:Misat/lich keinem Kinde, das von dem IVant! des Judentums oder Nil htai•icrtums in ireeiideLu r Weise, zu irgendeinem Prozentsatz betroffen wurde, ihre für verschlossen. So war dieses Stück Kindcrwtlf zunächst ein treues, Spiegelbild der Erwschscnetnvelt, mit all ihien ra—is.eIj-ri-li-:i'*Ken Abstufungen, Lösum/sver-iiehen, Halbheit,;: und selbst Km i<«itäten. Allmählich vollzog und xoü.'ielit sich immer deutlicher eine Entwickln;!;.' /iini L.evetil't und entschieden Jüdischen hin. Die „|üdi«ch<* Arbeits«i-im-in«chafr,( uispiune'ieh nur von der zionistischen Kindergruppe getragen, sammelt zu ihren Abenden mit Referat, Kot reter it und Diskussion immer mehr Teilnehmer, und längst Entfremdete und Abtut möge lassen sich immer williger belehren, fesseln und' erschüttern. Der symptomatische Wert dieser Bewegung liegt in ihrer völliger» Spontaneität, und dies war die Veranlassung für die Leitung, nun auch im Lehrplan und in der Auswahl der Internats- Lehrkräfte dem betont indischen zu vollem Durchbruch m verhelfen. Mit Hebräisch, Palästinakunde, Garteubau, Landwirtschaft. Werkarbeit, Haushaltskunde für die Mädchen usw. sucht man die Kinder für eine eventuelle Zukunft in Palästina tüchtig zu machen. Diese Ausrüstung wird ergänzt durch die Kenntnis der eifrig gepflegten modernen Sprachen (Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch). Und da im Land Italien der Genius Loci die Vernachlässigung der europäischen Bildungstradition automatisch verbietet, so ist auch dafür gesorgt, daß die Knaben und Mädchen sich in regelrechten gymnasialen Kursen für das Abitur und also für das Universitäfsstudhrm vorbereiten können. Dr. Franz Leppmann Anschluß von Mecklenburg an den Preußischen Landesverband. In Rostock fand am 12. Januar die Landesver»ammhing der Israelitischen Landesgemeinde Mecklenburg statt, die als wichtigsten Punkt über den Anschluß an den Preußen verband zu besehließen hatte. Nach einem ausführlichen Referat des zu der Tagung erschienenen Vizepräsidenten des Preußischen Landesverbandes, Rechtsanwalt Dr. Alfred Klee und ergänzenden Ausführungen des Sachbearbeiters des Verbandes, Max Birnbaum, wurde der Vertrag über den Anschluß der mecklenburgischen Landesgemeinde und ihrer Ortsgemeinden an den Preußischen Landesverband jüdi- Etacn. Am 7. Januar fand der 4. Abend der Bildungjkurs« Uber Palästina statt, Ei wurden die arabischen und jüdischen Siedlung!- futrnen von Georg Guthmann behandelt. Qlati. Die Zion. Ortsgruppe hielt am 21. Dezember eine Feier ab. bei der Dr. Willi Cohn (Breslau) über den „Geist der Makkab.icr" sprach. Die- Feier war ruglcich Abschiedsabend für den auswandernden 1. Vorsitzenden, Dr. Josef llirschberg (Ahheide). Dr. Lothar Tiehauer würdigte die Verdienste Huschbergs. Der neue Vorstand der Ortsgruppe besteht aus den Herren: Dr. Lothar Tichauer (Yortiizcndcr), Bernhard Süßkind (Kassierer), Enw May (KKL-Kommissar). Halle a. d. Saale. Am 14. Der.rmlxr veranstaltete der Kulturbund ein Konzert mit Erika Storni, Berlin. Und Alice Kricger-I»aak, Köln; die Begleitung lag in den Händen des Kapellmeisters Leo Schonbach, Halle. Hannover. Aus dem Vorstand der Synagogcngcmemde schied u. a. Ur. Sulkc aus. Neu gewählt in den Vorstand wurden Justizinspektor i. K. Loewe und Kaufmann Simon Moses, die beide der zionistischen Fraktion des Rcpräscntantcnkolicgs angeboren. Unter den fünf Mitgliedern des Gemeindevorstands sind nunmehr zwei Zionistcn. Kleve. Als Lehrer und Kantor wirkt hier seit dem 1. Januar Herr Rudolf Kaufmann (bisher Eschwcilcr bei Aachen). Ankündigungen Breslau: Am 21. Januar, 20.30 Uhr, Lessingsaal, Agnen». S, Kundgebung der ZOO. und der zionistischen Jugend gegen die Behinderung unseres Aulbauwerkes durch Einwanderungtbaschränkung und Gesetzgebenden Rat. — Atn 29. Januar. 20.30 Uhr. Garlenstr. 25, i)r. Hans Prinz: „Parteien und Strömungen der arabischen Welt". — Dresdens Arn 9. Februar, 17.30 und 20.30 Uhr, Gemeindehaus, Wir vom Bachad, Erster Bildbericht vom Schaffen des religiösen t'haluzbundcs Brith Chaluzim Datiim, Thema der Kundgebung: Schicksal und Weg der gc.setze<irciien Juden Deutschlands. Rabb. Dr. 10. Berkovits, Berlin. — Duisburg! Am 25. und 28. Januar, 20.15 t'hr. 'I heoilor-Lauicr-Ilaus, Kuhlenwall, Wir vom Bachad, Erster Bildbericht vorn Schäften des religiösen Chaluzbundes Brith Chaluzim Datiim. Thema der Kundgebung: Schicksal und Weg der gesetzrstreuen Juden Deutschlands. Rabbiner J. Broch, Berlin. — Elmshorns Am 25. Januar zionistischer Altssprache-Abend, Referent; Dr. Flcsch, Hamburg. — Frankfurt am Malm Jiid. Lehrhaus. Die Chemie -Vorlesung von Dr. Weil findet nicht um 20 Uhr, sondern um 19.15 Uhr statt. — Gclscnklrchent Am 28. Januar, 20.15 Uhr, Jugendheim, Thrrc-uenstr. 6, Wir vom Bbiehad, Erster Bildbericht vom Schaffen des religiösen Chaluzhurxles Brith Chaluzim Datiim, Thema der Kundgebung: Schicksal und Weg der gesetzestretten Juden Deutschlands. Rabbiner J. Broch. Berlin. — Karlsruh«! Am 25. Januar. 20.18 Uhr, Munzsaat, WatdstraC«, Wir vom Bachad, Erster Bildbericht vom Schäften des religiösen Chaluzbundes Brith Chaluzim Datiim, Thema der Kundgebung: Schickwil und Weg der gesetzest reuen Juden Deutschland.-.. Rabbiner Dr. Laiiphcimcr, Bad laus, Arieh L. Händler, Frankfurt am Main. - Am 22. Januar, Wizo-Narhrnittag im Stübinger, Erna Maier spricht (Iber Sied'ungsiaann in Paliistina. — jüdischer Kulturbund Mecklenburg: Am scher Gemeinden einstimmig genehmigt. Die Versammlung wählte zum Vertreter Mecklenburgs im Großen Rat des Preußenverbandes den Vorsitzenden des mecklenburgischen Oberrats, Direktor Max Samuel, Rostock. Im Anschluß daran wurde eine Reihe laufender Angelegenheiten der mecklenburgischen Landesgemeinde erledigt. — Am Nachmittag hielt Dr. Klee in der Synagoge in Anwesenheit zahlreicher Gäste aus ganz Mecklenburg, sowie aus Lübeck, Stettin und Stralsund einen Vortrag über „Gegenwart und Zukunft unserer jüdischen Gemeinden". Der Vorsitzende der Israelitischen Landesversammlung, Direktor S i e g m a n n, dankte dem Redner im Namen aller für seine Ausführungen. Jubiläums «Kundgebung aus Anlaß des 15jährigen Bestehens des Kcrcn Hajesscd Begrüßung! Justizrat Dr. Blau, Vorsitzender der Israeli» dachen Gemeinde Frankfurt-M. Vortrag: Dr. Joachim Prinz, Berlin „Juden bauen Er« Israel" Musikalische Umrahmung: Orchester des Jüdischen Kulturbünde! unter Leitung von Hans Wilhelm Steinberg FRANKFURT a. M. Sonnabend, den 25. Januar 1936, 20.30 Uhr, in der Westend-Synagoge, Frtihcrr»voni"Steln«Str. JEWISH AGENCXFOR PALESTINE Ortskomltee Frankfurt a. M. Gemeindeabend aus Anlaß des lSjlhrigen Bestehens des Keren Hajessod Ansprachen: Herr M. Markreich namens des Vorstandet der israelitischen Gemeinde Bremen Rabbiner Dr. F. Aber Herr S. Zacharias namens de* Bremer Jewish Agency »Komitees Vortrag: Dr. MicfiaelTraub-BeHin 15 Jahre Palästina «Aufbau Musikalische Darbietungen abgeführt vom Netger-Qjjartett-Hamburg BREMEN Sonnabend, d. 25. Januar, pßnktf. 20,30 Uhr, im kleinen Saale d. ,,Union"<ElngangTicfer) Der Vorstand der Israelitischen Gemeinde Bremen 28. Januar in Schwerin und am 27. Januar in Rostock Vortragt Julius H.ih, Berlin, Ober: „Judentum und Schauspielkunst". — München: Jüdisches Lehrhaus. Arbeitsgemeinschaft, Rabb. Dr. Baerwald, Jehuda Ilalevi. am 27. Januar, 3., 10., 17. Februar, 19 Uhr, ltibliothcksaal; Arbeitsgemeinschaft, Ludwig Feucht wanger: Zur Geschichte des Judentums vor der Zerstörung des 2. Tempel», am 19. und 26. Februar. 4.. 11. Mari, Sitzungssaal; Arl>eitsgemeinscliaft, Gahnmarm: Die Rückkehr zum Judentum, am 22., 29. Januar, 8., 12. Februar. 20.15 Uhr, Sitzungssaal; Der Sederabcnd, Sitzungssaal, Ilaggada, Dr. Baerwald, 10. Märt; Die Gebräuche, Dr. Fi» kölscherer, 17. Märi; Die Gesänge, Kantor Müller. 24. Märt; Gerät«, Uptl. Berlinger, 31. Marz; Bildungskurse der ZOG., Sitzungssaal: Politische Geschichte des Zionismus, Dr. Ca|>ell, 27." Januar, 3., 10. Februar, 20 Uhr; Emigration und Alij.ih, Kohn, am 3, 10, 17. and 24. Februar, 21 Uhr; Pulen, Deutschland, Amerika, Dr. Fcuchtwanger. 2.. 9., 16. Marz. Vorherige Anmeldung ui der ZOG., Schlosserst raiic 2/1. Schulungskurse für Jugcndfüluer, Silzungssaal: Bibel, Dr. Grüncwald, Mannheim. 15., IG. Februar; Midrasch, Dr. Carlebach, Altona, voraussichtlich im April. Sing- und Musikkurs, Kr. Adler, Stuttgart, voraussichtlich im Marz. — Regensburg: Am 21. Januar, 20.30 Uhr, im Rahmen der ZOG., Wir vom Bachad, Erstet Bildbericht vom Schaffen des religiösen Chaluzbundes Brith ChaluiirB Datiim, Thema der Kundgebung*. Schicksal und Weg der gesetses« treuen Juden Deutschlands. Arieh L. Händler, Frankfurt a. Main. — Recklinghausen: Am 27. Januar, 20.15 Ulir, Gemeindehaus, Wut vom üaeha.i, lasier lüldheiicht vom Schaffen des religiösen Chaluzbundis lirith Chaluzim Da1 ihn, Thema der Kundgebung: Schicksal und Weg der gesetzesueucn luden Deut-ehlands. Eröflnung Rabbiner Dr. Auerbach, Ansprache Rabbiner J. Broch, Berlin. — Stuttgart! Am 26. Januar, 20.15 Uhr, Turnhalle der Jüdischen Schule, Hospital- Bt.iSe 30, Wir vom Bachad, Erster Bildbericht vom Schaffen des religiösen Chaluzbundes lirith Chaluzim Datiim, Thema der Kundgebung: Schicksal und Weg der gesetzestrtucn Juden Deutschland». Rabbiner Dr. I.auphcimcr. Had Ems, Arieh L. Händler, Frankfurt am Main. — Zwickau (Sa.): Am 22. Januar Vortrag Dr. Rabin©- witz, Leipzig, im Gcmcindcheirn, Nordstr. 24, über: „Mendele Mocher Sforirn". _ Familien - Nachrichten Herr Simon Bengis und Frau Sara, geb. Abrahmsohn, Kalvarija (Litauen), begehen am U. Februar die silberne Hochzeit. F'rau Jettchen Goldschmidt, Unslebcn (Unterfranken), begeht am 25. Januar den 00. Geburtstag. Frau Jeanette Hanauer, YVürzbutg, Durerstr. 20, begeht ara 27. Januar den 90. Geburtstag. Herr Sally Löwenberg, Gülzow (Pommern1,. Iiegcht am 29. Jan. den 90. Geburtstag. Herr Meier Plaut, Frankenau (licziti-. K...-eli. beging am 20. Jan. den 70. Geburtstag. Herr Willy Tepp er und Frau Dom, geh. Kopenhagen, Leipzig C1, Berliner Str. 2, begehen am 24. Januar die Silberne Hochzeit. Bar Mizwah-Termine Am 15. Februar — 22. Schwai: Bernhard H c r z 1 i k o w i c f, Sohn von Isaak Ilt-rzlikowicz, Gleiwitz. dueffttoi^m-T^^ Die Briefniarken-Tauseheckc erscheint stets Anfang oder Mitte des Monats und soll den Tausch von Postwertzeichen aller Art unter den jüdischen Philatelisten in der Oaiuth und in Ercz Israel fördern. Wegen der Tausch- Ordnung vergleiche die Veröffentlichungen vom S. November und 6. Dezember 1935. Es wird nochmals besonders gebeten, alle Zuschriften usw. philatelistisch zu frankieren, d. h. Oedenk-, Wohlfätigkeitsmarken, Blocks, Randstiicke, Platten-Nummern usw. zur Freimachung zu benutzen. Auf die von Dr. Eckstein, Bodenbach a. E., zugunsten des KKL errichtete Tausch-Zentrale machen wir besonders aufmerksam und bitten alle Sammler um deren Berücksichtigung. Abkürzungen kl. s. kleiner Summier Si./St. Stück gegen Stück m. S. mittlerer Sammler Korr. Korrespondenz Kr. S. großer Sammler h. hebräisch Ku¬ Europa dt. deutsch fe. Ucbcrsee e. englisch engl. K. englische Kolonien fr. ilanzosisch K. I. l.icz Israel E. Fr.stscndung erbeten N. ü. Naher (>>tcn (Ncar Fast) (?• gebe folgende Länder Bas. Katalog-Basis ungebr. ungebraucht a. Bf. auf Brief gebr. gebraucht Gfc Ganzsachen Tausch-Adressen Dr. jur. Bruno Uohreckcr, Tel-Awiw, 67, Boulevard Keren Kajcmeth Lejisrael; ni. S. tu., X. ()., St./St., Bas. Michel; Korr. dt. — MU. Dr. Franz Eckstein, Rodenbach a. F., Tschechoslowakei, Tcplitzer Str. 23; 1 aii.ch /c r.t i.ile de-. KKL in '1er Tschechoslowakei. — Felix Glück. Schüler, Ben-,heim a. d. liergstr.; Adolf HitlerStr. 69; m. S. Has. St./St.; Ku., bes. bevorzugt Bayern, Oesterreich. — Dr. Leo Karlin, Danzig-Langfuhr, Steffensweg 7; ro. S., Uc, gebr.; Bas. Michel; Korr. dt., e., fr.; E. — Zwi Lubranschik, Ilaifa Kiriat Bialik, Daus 140 (Lcwin); in. S.; bitte auch um Adressen von Sammlern in Erez Israel. — Zwic Meyer, Haifa M. ut,; Cnrrnel, Nursing Ilomc „Moladah"; in. S., Eu., Uc, F. L; lies. Gibbons, oder St./St.; Korr. h., dt., e. — Richard Neubauer. Karlsbad 1346, Ed. Knollstr. 15, Tschechoslowakei; g. S.; V.u., besonders baltische Lander, Portugal, Nachporto-Marken aller Länder; Korr. dt., e„ fr.; K.j Philipp Kochmann, Berlin W 15, Meiuekestr. 11, m.S., Ku., Fe. (»MitririiiiDimir ii ti 11 tum.....»nitiiiiii iiiiMiniiimti mm n im iiitu im m im n ti m:i......iiiniiiiii;<r: nn mihi itiuiitiiitiMi MniniiMin Die Breslauer Tagespressc berichtet von der liebernähme der in Neustadt (Oberschlesien) befindlichen berühmten Privatbücherei des verstorbenen Kommerzienrat Pinkus durch die ProvinzialverwaltiWg der Provinz Oberschlesien, Bei der Uebernahme schilderte Archivdirektor Dr. Becker- Berlin die Bücherei als ein Juwel der schlesischcti Büchersammhtngen. Ihr unschätzbarer Wert bestehe darin, daß sie zu einer Zeit aufgebaut wurde, als in Schlesien noch niemand daran dachte, Bücher in diesen Besonderheiten zu sammeln. Hier seien Kostbarkeiten mit ungeheurem Fleiß und großer Mühe zusammengetragen worden, die jetzt für Schlesien erhalten bleiben. Der schlesische Dichter Oerhart Hauptmann sei in dieser Bücherei in einer Weise vertreten, die beispiellos bleiben werde. Landesbibliotheksdirektor Dr. Rot her schilderte den Inhalt der erworbenen Bibliothek, die rund 20 000 Bände von schlesischcti Verfassern und solchen, die über Schlesien geschrieben haben, enthalt. Die handschriftliche Abteilung enthält 100 Urkunden aus allen Zeiten, beginnend mit dem 14. Jahrhundert.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.