Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 41 (1936)
- Issue
- Heft 5 (17.1.1936)
- Date
- 1936-01-17
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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S«Tte u JODISCHE RUNDSCHAU Mr. 5, 17.1.l°3o Wasserprobleme Palästinas 7.it dem in Ar. 99 der „Jüdischen Rundschau" erschienenen Aufsatz über die neue Wasserleitung Jerusalems von Dr. Fritz Kahn erhielten (vir mehrere Aeußerungen aus Fachkreisen, die in einer Reihe von Punkten Einwendungen gegen die Darstellung von Dr. Kahn erheben. Die Frage der Wasserwirtschaft in Palästina ist sicherlich eine der allerwicht igsten für die Zukunft des Landes. Wir haben einen Bericht über die Untersuchungen und praktischen Maßnahmen von Dr. Stern kürzlich veröffentlicht und in Nr. 99 auch die Meinung eines anderen Fachmanns, Dr. Werbers, der in manchen Punkten von den Ansichten Dr. Sterns abweicht. Auch in der Wiener Zeitschrift „Palästina" sind über dieses Problem wichtige Beiträge erschienen, zum Teil in der Form einer polemischen Auseinandersetzung. Gewiß spielen bei diesen Dingen nicht nur wissenschaftliche Fragen eine Rolle, sondern auch die praktischen Möglichkeiten und die, unmittelbaren Bedürfnisse des Landes. Wir stimmen mit einem der Einsender, Willi David, Haifa, überein, der uns schreibt, daß dieser Fragenkomplex aus der Sphäre der T a g e s d i s k u s s i ort herausgehoben werden und der Hebräischen Universität zur weiteren Behandlung überantwortet werden müßte. Die leitenden Instanzen der Jewish Agencv sind auch durch einen Beschluß des Luzerner Z.ionistenhongresses zu einer hydrologischen Untersuchung des Landes verpflichtet. Neben dieser allgemeinen Frage aber ist die Frage der Wasserleitung Jerusalems, die, den letzten Berichten zufolge, gerade jetzt nach vielen leidensvollen Vorbereitungen zu funktionieren begonnen hat, von besonderer Aktualität. Wir geben darum aus einer umfangreichen polemischen Darstellung, die uns Ing. Becker zu diesem Thema eingesandt hat, die wichtigsten positiven Abschnitte in gekürzter Fassung wieder, müssen aber dann die Diskussion über dieses technische Spezialthema zunächst a b s c hl i e ß e n.(Red) Die neue Wasserleitung Jerusalems Vrm Dipl.-Ing-, M. Herker (Jerusalem) Im ersten Teil seines Aufsatzes behandelt lng. Heckcr die Darlegungen Dr. Kahns über die Geschichte der Wasserversorgung Jerusalems und stellt im Gegensatz zu Dr. Kahn die Thes daß Jerusalem von jeher unter Wasser- Schwierigkeit gelitten hat. Dies wird ausführlich begründet, wolfi auf Grund der .Ausgrabungen und anderer Dokumente verschiedene historische Angaben Dr. Kahns bestritten werden. Wir beginnen unsere Veröffentlichung mit dem Abschnitt, der der Gegenwart gewidmet ist. Die Zisternen Wenn wir auf die Verhältnisse der Gegenwart übergehen, müssen wir zwei Stadien unterscheiden. Das erste liegt etwa 20 Jahre zurück. Die Wasserversorgung beruhte damals im wesentlichen auf den Zisternen. In Jahren geringen Niedersehrs * ersiegte das Wasser der Zisternen schon arn Anfang des Sommers, Besonders litt dann die bei weitem überwiegende arme Bevölkerung, der nur für viele Familien, dienende GemeiiischaftszMcriicn zur Verfügung standen. Die Mehrzahl der Zisternen war ungenügend abgedeckt. Dies hatte nicht nur zur Folge, daß das Wasser bedenklich verunreinigt wurde, sondern daß sie auch gefahrliche Brutstätten fur eine besondere Anophcles-Art (A. bifurcatus) waren, welche die M a I a r i a zu einer endemischen Krankheit in Jerusalem machten. Da schließlich das Zisternenwasser wegen seiner Weichheit oft einen etwas faden Geschmack besitzt, so ist das Lobiied auf diese Versorgungsart nicht gerade allzu gerechtfertigt, Und es ist nur zu begrüßen, daß die Zisternen aus dem Stadtbild immer mehr verschwinden. Der Tunnel Hiskiahs spendet zwar nach wie vor das Wasser der Gichonquelle, aber nicht, wie ehedem, „in das Stadtinnere'', denn dieses hat sich seit mehr als tausend Jahren von jener Stelle erheblich entfernt. Vielmehr sind jetzt Nutznießer des Schiloach die Fellachen von Siluan, die jenem nicht nur den Wassersegen ihrer Gärten, sondern auch den Namen ihres Dorfes verdanken. Verdienste der englischen Verwaltung Von jener bis zum Jahre 1917 reichenden Periode müssen wir das der Eroberung Jerusalems folgende Stadium scharf unterscheiden. Die neue englische Verwaltung ging sofort in sehr anerkennenswerter Weise an eine Verbesserung der desolaten W'asserverhaltnisse. Mit durchgreifender Energie wurde der Zustand der Zisternen verbessert, so daß in wenigen Jahren die Malaria aus Jerusalem vollständig verbannt wurde. Vor allem wurde aber die Grundlage zu einer modernen Wasserversorgung unter Ausnutzung des Quellgebiets des Wadi Arrub gelegt. Der Sammelteich und die Zuleitung von den Quellen wurden rasch wieder in Stand gesetzt und eine Pumpanlage gebaut, die das Wasser in einen mehr als KKI m holu-r gelegenen Hochbehälter drückt, von dem es durch eine eiserne Rohrleitung dem am höchsten Punkt Jerusalems bei Roineuiah gebauten Hauptrcscrvoir zugeführt wird. Senile Ol ich wurde — zum erstenmal in der C icschii hte der Wasserversorgung Jerusalems — die Anlage eines Virtt iltingsm-t/es begonnen, welches das Wasser den einzelnen Gebäuden direkt zufuhrt und sich innerhalb von 17 Jahren zu der stattlichen Lange von ca. 160 km entwickelt hat. Die Mavromatis-Konzession Fs wurde von Undank und Verkennung der Tatsachen zeugen, wollte matt diese segensreichen Leistungen herabsetzen. AuP.erdem sah die Regierung die Wasscrversorgungsanlage vom Wadi Arrub nur als ein Provisorium an, denn fur die endgültige Lösung des Problems stand sie vor einer feststehenden Tatsache. Im Jahre 1013 hafte nämlich die türkische Regierung die Konzession für die Wasserversorgimg Jerusalems von Ras el Am her (zugleich mit der Elektrifizierung der Stadt) dem Griechen Mavromatis erteiit, der nach dem Kriege seine Rechte an eine englische Firma verkaufte. Fs handelt sich also durchaus nicht um eine neue „Lösung" der Wasserfragc, wie der Verfasser meirrt, sondern die Regierung war an die Konzession und den von ihr gewählten Weg der Wassergewinnung gebunden. Der Fehler lag vielmehr in ihrer Unschlüssigkeit, die sie dazu bewog, die Konzession von Jahr zu Jahr zu verlängern, trotzdem die Inhaberin keine ernsthaften Anstalten zu ihrer Ausnutzung machte. Die Regierung griff immer wieder zu provisorischen Palliativmitteln, die weitere Wasserquellen aus der Umgebung heranzogen: im Jahre 1022 das Quellgebiet der Salomonischen Teiche, und in den Jahren 1926, 1931 und 1932 die drei östlich der Stadt liegenden Quellen. Die Mangel dieser provisorischen Pumpaiilagen liegen nicht darin, daß sie „unmodern" und „provinziell" sind, sondern daß sie jedesmal — unter dem Druck der Not — in sehr kurzer Zeit flüchtig hergestellt wurden und Maschinen und Rohrmaterial verwendeten, das gerade im Lande aufzutreiben und oft minderwertig war. Dazu kam, daß die sich weiter fortsetzende Trockenperiode durch den ständigen Rückgang aller Quellen alle Vorberechnungen über den Haufen warf. Das Ras el Ain-Projekt Erst 1932 machte der neue High Commissioner kurzen Prozeß und setzte die Aufhebung der Konzession durch. Jetzt verfiel aber die Regierung in den entgegengesetzten Fehler. Sie ließ sich keine Zeit zu einer umfassenderen Untersuchung anderer Wassergewinnungsmöglichkeiten, sondern blieb an dem einmal eingeschlagenen Weg des Ras el Ain-Projektes kleben. Abgesehen von den im einzelnen begangenen vielen Fehlern erhebt sich die Frage, ob das Projekt als Ganzes zu verdammen ist. Die Ergiebigkeit des Quellgebiets von Ras el Ain ist unverhältnismäßig größer, als der Verfasser angibt. Nach neuesten Meldungen, über die der sehr vorsichtige Hydrologe Goldschmidt in der Dezembernummer der Zeitschrift „Palästina" berichtet, betrug die Quellschüttung sogar in den letzten regenarmen Jahren noch 4 cbm per Sekunde, also 350 000 cbm täglich. Wenn hiervon auch nur ein bescheidener Prozentsatz, für die Wasserversorgung Jerusalems ausgenützt werden wird, so leuchtet ein, daß auch dieser auf sehr geraume Zeit hinaus zur Befriedigung bedeutend anwachsender Bedürfnisse ausreichen wird. Es ist zutreffend, daß die Fassungsanlage (die ja nur einen kleinen Teil des Queligebiets beansprucht) ursprünglich nicht ausreichend genug angelegt wurde. Jedoch läßt sich mit wachsendem Bedürfnis ohne weiteres die Fassungsanlage entsprechend vergrößern. Warum die Rohrweite von 45 cm (und nicht 48 cm) nicht ausreichen sollte, wenn nur die Motoren und Pumpen genügend leistungsfähig gewählt werden, ist unerfindlich. Die Größe der Reservoire in Jerusalem ist auch im Hinblick auf die zu erwartende Steigerung des Wasserbedarfs als vorläufig völlig ausreichend anzusehen. In europäischen Anlagen begnügt man sich meist mit einem eintägigen oder noch geringeren Reservevorrat. Eine Stillegung der Pumpanlagen ist nicht zu befürchten, da in allen Stationen Reserveaggregate vorhanden sind. Was die Qualität des Wassers betrifft: Das jetzige ist, eben weil es dem Kalkgebirge entstammt, von einer recht beträchtlichen Härte (im Mittel: 20 englische Härtegrade!). Seine Güte wird dadurch charakterisiert, daß das Wasser an den Salomonischen Teichen durch eine Druckfilteranlage gereinigt und außerdem an allen Entnahmestellen während des größten Teiles des Jahres mit Chlor behandelt werden muß — eine Prozedur, die das Wasser zeitweilig ungenießbar macht. Das Wasser von Ras el Ain dürfte sich in seiner Härte kaum wesentlich von dem jetzigen Jerusalemer Wasser unterscheiden, da es ja genau dem gleichen Kalkgebirge entstammt, und von einer „Enthärttuigsaniage" hat noch niemand etwas gehört. Es hat auch mit dem Wasser von Tcl-Awiw nichts zu tun, das ein Vorkommen der Küstenebene ist, wo andere geologische und hydrologische Bedingungen herrschen. Tatsächlich ist leider nicht „das Problem der palästinensischen Wasserversorgung sehr einfach", sondern eines der dunkelsten und kompliziertesten Gebiete der Technik. Die zuständigen Instanzen haben bis jetzt fast nichts zur systematischen Erforschung der Wasserverhältnisse des Landes getan. Die wenigen Fachleute, die sich mit hydrologischen Fragen befassen, tappen vielfach noch im Dunkeln. Und nur langsam mehrt sich das Tatsachenmaterial, das zuverlässige Schlüsse zu ziehen gestattet. Rabbi Kuks Nachfolger Eine Versammlung von Rabbinern und Gemeindevertretern, die in Jerusalem in Kürze gehalten werden soll, wird gemäß den gesetzlichen Vorschriften den Nachfolger des Oberrabbiners Kuk wählen. Man nimmt an, daß Wahlen innerhalb zweier Monate abgehalten werden. Die Verhandlungen über die Errichtung eines besonderen religiösen Rates unter Zusammenarbeit mit der Agudah und den Jerusalemer Trenmmgs-Orthodosen schreiten fort. Diese Gemeinde ist mit der Knesseth Israel nicht verbunden. Sie schlägt Rabbi Zvi Pessach Frank für den Posten des Oberrichters am Jerusalemer Beth Din vor. Die Kreise des Waad l.eumi sind damit unter der Bedingung einverstanden, daß er der Knesseth Israel beitritt. Die Nachricht, daß Rabbi Frank zum Oberrabbiner von Palästina gewählt worden ist (siehe ,,Jüd. Rundschau" Nr. 2), trifft nicht zu. (Palcor.) Der zur Beratung mit Dr. Weizmann in Palästina eingetroffene Prof. N a m i e r (Manchester), früher politischer Sekretär der Jewish Agencv, ist nach London zurückgekehrt In Palästina fanden Begrüßungsempfänge für ihn statt. Das arabische Schulwesen Einer amtlichen Statistik zufolge bestanden i. j. 1919/20 m Palästina 30 arabische Dorfschulen, in denen 900 Kinder unterrichtet wurden. Anfang 1936 ist die Zahl der arabischen Dorfschulen auf 309, die Zahl der Schüler auf 23 000 gestiegen. In 200 Schulen erhalten die Kinder durch eigene Instruktoren landwirtschaftlichen Unterricht. Diese Instruktoren haben die landwirtschaftliche Schule in Tulkerem absolviert. Die meisten Schulen sind in modernen Gebäuden untergebracht. ________ Die offizielle jüdische Nachrichten-Agentur „Palcor" dementiert die von einer arabischen Zeitung verbreitete und auch in der „Jüdischen Rundschau" Nr. 105 v. J. mitgeteilte Meldung, daß nach dem offiziellen Empfang der jüdischen Delegation beim High Commissioner am 20. Dezember Dr. weizmann nochmals zu neuen Verhandlungen beim High Commissioner eingeladen worden sei. Seit dem 20. Dezember haben keine wie immer gearteten Verhandlungen zwischen der Regierung und der Jewish Agency stattgefunden. Photo-Merkblatt für Palästina-Touristen Von Adolf Mandowsky, Breslau Wir glauben, daß nachstehende Richtlinien für den photth graphierenden Palästina-Touristen von großem Nutzen sein werden. (Red.) I. Nimm den Apparat nur mit, wenn du ihn „imVSchlafe* bedienen kannst, und wenn du mit ihm schon vor deiner Abreise einige Dutzend befriedigende Bilder gemacht hast, Voraussetzung für Erfolge ist ferner, daß du das zu verarbeitende Negativmaterial in seinen Eigenheiten kennst. Im übrigen liefert auch ein einfacher Apparat brauchbare Bilder, wenn er in Ordnung ist und richtig bedient wird. II. Negativtnaterial. Filme sind leichter ab Platten und jetzt mindestens ebenso zuverlässig. Orthochromatisches Material ist für Gelb und Grün besonders empfindlich, daneben natürlich auch für Blau. Sonnengebräunte Gesichter kann orthochromatisches Material nicht farbwertrichtig wiedergeben, weil es für Rot fast unempfindlich ist. Braune Haut erscheint daher fast wie schwarz. Also benutze panchromatisches Material, wenn du damit rechnest, unterwegs auch Personenaiiftiahmen zu machen. Es gibt aber zweierlei Panchrofilme. Die besonders hochempfindliche „Super"-Klasse mit gesteigerter Rotempfindlichkeit eignet sich besonders für Aufnahmen bei künstlichem Licht. Sie gibt aber Rot fast ebenso hell wieder wie Weiß, daher bleiche Gesichter und blutleere Lippen (sofern man nicht Grün- oder Gelbgrünfilter verwendet, wodurch aber ein großer Teil der höheren Empfindlichkeit wieder verlorengeht). Für Tageslicht kommen daher vorwiegend die Pan filme mit gedrückter Rot>- empfindlichkcit in Betracht. Verwende nur besonders feinkörniges Negativmaterial. Du bekommst auf deine Negative nclien dem darzustellenden Motiv meist überflüssiges oder störendes Beiwerk. Das muß rücksichtslos weggeschnitten werden. Vom Negativ bleibt daher meist nur ein kleiner Teil übrig, der dann durch Vergrößerimg zu einem Bild gemacht werden muß. Vergrößerungsfähigkeit ist aber wesentlich abhängig von Feinkörnigkeit des Negativs. Die feinkörnige Schicht darf aber nicht durch ungeeignete, insbesondere nicht durch zu warme Entwicklung mißhandelt werden. Auch Feinkornfilm wird grobkörnig, wenn er zu stark überbelichtet oder in zu hart arbeitendem Entwickler hervorgerufen wird. Die beste Entwicklerternpcratur von 18—20° C ist in Palästina in der warmen Jahreszeit nur schwer zu erhalten! III. Belichtungszeit. (Außer bei Gegenlichtxmi Nachtaufnahmen) immer auf die Schatten belichten! Sie benötigen etwa viermal längere Belichtung als die dazugehörenden sonnenbeschienenen Stellen. Diese „Lichter" vierfach überzubelichten schadet nichts, unterbelichtete Schatten ergeben aber keine Zeichnung der Einzelheiten. Allzustarke Uebcrbclichtung führt andererseits auch bei Feinkornentwicklung zu kalkigen, „zugedeckten" Lichtern ohne Zeichnung. Also ist richtige Belichtung notwendig. Sie kann mit geeigneten Belichtungstabellen errechnet oder besser noch mit optischen oder elektrischen Belichtungsmessern im Einzelfalle gemessen werden. Alle diese Hilfsmittel muß man aber gleichfalls schon vor der Abfahrt zu verwenden verstehen. Laß dich nicht durch die grelle südliche Sonne zu kurzer Belichtung verführen. Die Schatten wirken in Palästina viel dunkler als in Mitteleuropa. Sie bedingen die Belichtungszeit, die daher dort kaum kürzer ist als hier, in dunklen Bazarstraßen eher länger als in Mitteleuropa. IV. Entwicklung. Nur Feinkorn- und Ausgleichsentwicklung verlangen! Hartarbeitende, vor allem zu warme Entwickler vergrößern das Bromsilberkorn und verringern die Vergrößerungsfähigkeit. Grobkörnige Bilder wirken auch schon bei geringer Vergrößerung unscharf. V. Filter. Das moderne gute Negativmatcrial arbeitet schon ohne Gelbfilter befriedigend. In den Mittagsstunden kann aber die Anwendung eines hellen Gelbfilters zweckmäßig sein, um bei Landschaften Kontraste (weiße Wolken bei blauem Himmel) aufs Negativ zu bekommen. Zu dunkle Filter verkehren die Tonwerte. Grün- oder Gelbgrünfilter sind nur bei „Super"-Material und auch da im wesentlichen nur zur Zurückdrängung der übersteigerten Rotempfindlichkeit notwendig. Bei Verwendung von Filtern verlängern sich die Belichtungszeiten! Den Verlängerungsfaktor kann man aus den Gebiauchsanweisungen des Ncgalivmaterials oder der Filter entnehmen. Vf. Uebting macht den Meister. Lehrgeld ist bei allen Versuchen zu zahlen. Es ist am billigsten zu Hause und auf der Grundlage einiger theoretischer Vorkenntnisse, die man erwerben kann durch Durcharbeiten eines guten, deshalb aber durchaus nicht notwendigerweise langweiligen modernen Lehrbuches oder in einer Arbeitsgemeinschaft von Photoamateuren._____ Die Situation der Landwirtschaft Jerusalem (Palcor). — Der Regen hat in diesem Jahre in Palästina im ganzen Lande sehr zeitig eingesetzt. Die Ernte ist im allgemeinen nicht schlecht. Die Preise für landwirtschaftliche Produkte waren am Anfang des Jahres sehr fest, besonders für Gemüse, Milchprodukte und Geflügel. Dies bewog einen großen Teil der Landwirte dazu, Aendenmgen in ihren Wirtschaften einzuführen und die Milchproduktion sowie die Geflügelzucht auszudehnen. Insbesondere war diese Bewegung in den Siedlungen des Scharon und Judäa stark. Die Gemüse-Ernte war glinstig, und auch die , Preise waren gut. Die Ernte der Zitrusfrüchte ist im Lande dieses Jahr nicht sehr günstig, sie wird auf 61/2 Millionen Kisten Orangen und 1 Million Kisten Grapefruit geschätzt.__ Von der Bausparkasse „Zel Korati". Wir erhalten folgenden Bericht: Nach einjährigem Bestehen fand am 7. Januar 1936 die vierte Zuteilungsverhandlung zinsloser Darlehen bei der Zel Korati, der ersten Bausparkasse Erez Israels, in Tel-Awiw statt. Herr P i n k a s , der Direktor der Mizrahi Bank, die das Protektorat und die Kontrolle über die Zel Korati übernommen hat. hob die Bedeutung der Zel Korati für den Aufbau des Landes hervor. Bei dieser Gelegenheit betonten Herr Pinkas und der von der Regierung autorisierte Treuhänder, Herr L. B a w 1 a y , der die jeweiligen Zuteilungen vornimmt, die reibungslose Zusammenarbeit zwischen der Bausparkasse und ihren Kontrollorganen. Herr Pinkas schloß seine Ansprache mit dem Ausdruck der Anerkennung und des Dar.kes an die Direktoren der Zel Korati, die Herren Dr. Arthur Rosen blatt und Gottfried Münz. Ein Mitglied des Vertrauenskomitees der Sparer, Dr, W i 1 i n s k i, dankte im Namen der Sparer für die Aufbauarbeit, die die Zel Korati im Interesse der Gesamtheit ihrer Mitglieder leiste und wies darauf hin, daß bereits nach dem ersten Jahre durch die Arbeit t?er Zel Korati 28 Familien ihren Wunsch, in einem eigenen Hause in Erez. Israel zu leben, verwirklichen konnten. Linoleum für Treppen, Laden, Zimmer und Küchen Anschläge kostenlos la Reter./Gegr. 1882 Grolles Lager In Cocos-, Boucleu. VelourlAufern Fritz Stoehr Memhardstr. 18 frühere MOnzatr. 17 E1Berollna12M-67