Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 41 (1936)
- Issue
- Heft 5 (17.1.1936)
- Date
- 1936-01-17
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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Nr 5, 17.» 1936 JODISCHE RUNDSCHAU Seite 3 1 •a J nbuig 9 eriretor: :wort!ich Dersdorf. jnd Anestr. 10. öneborg. ■ Vor den Präsidentenwahlen Der Antisemitismus in Amerika - Was jüdische Einwanderer aus Deutschland vorfinden Von unserem New-Yorker Korrespondenten New York, Anfang Januar Als die „Manhattan" im Dezember nach New York kam, brachte sie 60 Juden aus Deutschland mit — die größte Zahl von Einwanderern, die seit 1933 aus Deutschland auf einmal direkt ins Land kamen. Die „Isle de France" und die „Majestic", dizwei anderen großen transatlantischen Schiffe, die vor Weihnachten eintrafen, brachten ebenfalls Immigranten, so dal! die Zahl der jüdischen Einwanderer aus Deutschland für den Monat Dezember auf über 100 gebracht wurde. Die meisten der Neuankömmlinge haben den Vorteil, ein wenig mit der englischen Sprache vertraut zu sein. Sie alle, auch die, deren Aussprache und Wortschatz ganz gut sind, verbrachten die meiste Zeit der Seereise mit dem Studium der englischen Grammatik und mit Sprechübungen. So werden sie wohl die Sprache in USA. verstellen. Wie aber ist die Atmosphäre, die diese angehenden Amerikaner antreffen, insbesondere die Stimmung in beziig auf die Juden? In welchem Ausmaß werden sie ihre mitgebrachten Auffassungen über die politische und soziale Einordnung der Juden in USA. zu revidieren haben? Die Antwort auf diese Fragen ist weitgehend abhängig davon, ob die neuen Einwanderer sich in New York oder in einigen anderen Großstädten niederlassen, wo die jüdische Bevölkerung so groll ist, daß man auch mit wenig Kontakt zu Niehtjudcn leben kann — oder ob sie ihr neues Leben in einer kleineren Stadt begirtnen, wo die Juden eine geringe Minderheit sind, wo aber die Chancen in beruflicher und allgemein-ökonomischer Beziehung größer sind. Eine Rundfrage und ihr Ergebnis In einem Land von der Größe Amerikas, mit seiner in Beschäftigung und Temperament so verschiedenen Ikvölfccgrober Verallgemeinerung etwas über kerting zu irgendeinem Problem ausgewisse Dinge in der Luft. Die beste hat jetzt „Fortune Mag a z i n c" anerkannt wichtigste und unabdie die Entwicklungslinien des analysiert. Alle drei Monate auf den verschiedensten Geöffentlichen Meinung durch, dardes Antisemitismus. Die Umfrage rung, ist es schwer, m die Stellung der Bevöli zusagen. Aber es liegen l 'ntersuehung hierüber vorgenommen, die hängigste Monatsschrift, amerikanischen Lebens führt diese Zeitschrift bieten eine Prüfung der unter auch ü'e den Stand geschieht in der Form persönlicher Unterhaltungen mit 3000 Menschen, „die nach Alter, Geschlecht, geographischer Verteilung, Ortsgröße und ökonomischer Lage so ausgewählt sind, daß das Verhie'e.is der Befragten jeder Kategorie zur Gesamtheit der Befragten dasselbe ist wie das Verhältnis der Menschen jeder dieser Kategorien zur Gesamtbevölkerung der Vereinigten Staaten". „Fortune Magazine" stellte ihren Mitarbeitern die Aufgabe, die Antwort auf die Frage „In welchem Maße ist der Antisemitismus in Amerika verbreitet?" zu ermitteln. Die auf den beigebrachten Statistiken basierende Darstellung der Redaktion und die Statistiken selbst besagen folgendes: „Wie weit der Antisemitismus auch bereits verbreitet sein mag, — sicherlich ist Propaganda am Werk, ihn noch weiter zu verbreiten. Die erste Aufgabe ist herauszufinden, wie weit er schon vorhanden ist. Und bei der Anwendung persönlicher Unterhaltungen geschieht dies am besten auf Umwegen, weil ein Fragever -ich, bei dem die Frage direkt gestellt wurde, zeigte, daß die Leute fast hundertprozentig es ablehnten, sich zu einem ausgesprochenen Rassenhaß zu bekennen," Daher, so wird weiter berichtet, hat die Zeitschrift die Frage in indirekter Form an die von ihr Befragten, gerichtet, und sie erhielt folgendes Ergebnis: lnsgfcs, Nordost Mit«. Westen SUdont Stidwent W*»t Pa/if. Koste für Antisemitismus 14»,, 15,1% KU», 7,5% 1-1,7% 9.8% 14,3'% irgm .. 54/»% 5?,7% 55,1% 60% 52,4 % 41% 61,1% (iiwntsrhirden 31,4".'o 32,2% 28.8 °,, 32,5% 32,9% 49,2% 24,6% „< Xfcns'chflich", so faßt die Redaktion von „Fortune" das Resultat zusammen, „ist in keinem Teil des Landes der Antisemitismus im Augenblick stark genug, um politische Bedeutung zu haben. Der geringste Prozentsatz wurde im Südosten und Westen gefunden, wo es nur wenige Juden gibt. Andererseits war der antisemitische Prozentsatz im Nordosten, wo 70«o der amerikanischen jüdischen Bevölkerung konzentriert ist, nur 15,1 also tatsächlich geringer als der im Mittieren Westen. Am wichtigsten ist die Autwort .Unentschieden', denn sie kann wahrscheinlich nur verstanden werden aus einer völligen Uninteressiertheit an der ganzen Sache. Es ist bemerkenswert, daß dieses Gleichgewichtspendel der Unentschiedenheit nach der einen wie nach der anderen Seite, nirgends gerin "er ist als ein Viertel der Gesamtzahl, außer an der pazifischen Küste, und selbst dort nicht bedeutend geringer, so daß das Verhältnis der Unentschiedenen zu dem Antisemitismus im allgemeinen mehr als 2:1 beträgt, im Westen sogar 3:1. Nach Ortsgröße und Beruf waren die Unterschiede gering, außer daß die Bauern überhalb des Durchschnitts standen — 20,9 % von ihnen waren antijüdisch." Roosevelt und die «luden Die Bedeutung der Umfrage von „Fortune Magazine" wird erhöht im Hinblick auf die bevorstehenden amerikanischen Präsidentschafts-Wahlen in diesem Jahre. Eine Vertiefung der antijüdischen Gefühle in verschiedenen Kreisen wurde von den Politikern schon bemerkt. Ob diese Stimmung in der Präsidentschaftskampagne ausgenutzt werden wird, werden die nächsten sechs Monate lehren. Einige republikanische Gegner Rooscvclts — und selbst Demokraten, die seine Regierung stürzen möchten — habekritische Bemerkungen über die Zahl der Juden gemacht, die heute in den Regieruugsbüros von Washington sitzen. Die hohe Achtung, die Prof. Felix Frankfurter beim Präsidenten genießt und die Zahl seiner Schüler, die in der Bundesregierung Stellungen inne haben, wurden zum Anlaß heftiger Angriffe genommen; es wurde be'-'uptet, daß die Juden einen unverhältnismäßig großen Anfeil in Regierungskreisen hätten. Diejenigen, die diese Vorwürfe machen, lassen sich dadurch, daß die Tatsachen ihren Behauptungen nicht entsprechen, nicht entmutigen; aber die V irkung ihrer falschen A'" ' n auf Unwissende oder Nichfinformierte kann nioht übersehen werden. Um einen Veteranenverband Den Juden selbst ist diese merkbare Veränderung der Stimmung nickt verborgen geblieben. Aus ihrer Nervosität erklären sich Vorfälle wie z. B. der Vorstoß, den ein Rabbiner, namens Benjamin Friedman von Syracuse (New York), gegen die Jüdische Kriegsveteranen-Organisation unternahm. Er meinte, daß die Existenz einer separaten Organisation f:iihercr amerika i eher Soldaten jü "ischer Abstimmung dahin führt, eine unerwünschte Scheidung zwischen jüdischen und nichtjüdischen Veteranen zu schaffen. Rabbi Friedman behauptete, daß die Juten sich selbst durch solche „selbst auferlegte Absonderung" schadeten, und daß die Veteranen sicher sein könnten, in den regulären Kriegerorganisationen angemessen behandelt zu werden. In einer Antwort auf diesen Angriff, der weite Verbreitung in der amerikanisch-jüdischen Presse fand, sagte Harry 11. Schaffer, Pittsburgh, der Vizepräsident der jüdischen Kriegsveteranen in USA: „Wenn wir auch zugeben, daß die bestehenden Veteranen- Organisationen keine Beschränkung bezüglich der Uitcdiederschaft auferlegen, so behaupten wir, daß es trotzdem ein Bedürfnis für eine Organisation wie die unsere gibt. Während die Ziele und Zwecke der anderen Veteranenorganisationen sind, die Verfassung der Vereinigten Staaten hochzuhalten und für die Inferes-i der Vst *nnen zu arbeiten, haben die jüdischen Kriegsveteranen nicht nur die obigen Ziele, sondern auch den deutlichen Zweck, Antisemitismus und Irrglauben zu bekämpfen und den stolzen Namen Jude zu verteidigen, wo immer und wann er ungerecht angegriffen wird." Der Radio-Priester Die Frage, die die Juden im Zusammenhang mit der erhöhten antijüdischen Aktivität am meisten interessiert, ist die Haltung, die Pater Charles E. Cough lin (Detroit) während der kommenden Wahlen einnehmen wird. Obgleich die Macht dieses katholischen Priesters schon etwas abgenommen hat, hat er doch d'• größt e Rundfunkhörerschaft, die ein Privatmann in Amerika besitzt. Seit dem letzten Jahr, wo er einen Sturm im Lande entfachte, weil er von „jüdischem Gold" im Gegensatz zu „Christ ichem Silber" sprach, hat Pater C.ottgh'.iu keinen spezifischen Angriff auf die Juden unternommen. Er hat jedoch immer versichert, daß er bei seinen Angriffen auf Juden diese nicht als Angehörige einer Rasse, sondern als Individuen treffen wolle. Eine neue Organisation, die sich „Vereinigung Republikanischer Clubs" nennt sie bereitet offensichtlich eine Opposition gegen Roosevelt in den kommenden V. ahlen vor — hat Pater Coughlin aufgefordert, in seinen Rundfunkreden zu sagen, „daß das amerikanische Volk endlich gegenüber der Bedrohung durch Jude nt u m und Kommunismus und ihre engen Verbündeten erwacht sei " Wenn man sonst Umschau hält nach Aeußeruiigen zu dieser umstrittenen Frage, so könnte man verweisen auf eine Rede von Nicolatrs Mtirrey Butler, dem Präsidenten der Columbia-Universität, der — nebenbei gesagt — stets als einer der größten Freunde Deutschlands in Amerika betrachtet wurde und einer der Vorkämpfer für die Revision des Versailler Vertrages gewesen ist. In einem kürzlich gehaltenen Vortrag, in welchem er als Präsident der „Carnegie-Stiftung für internationalen Frieden" eine Ucbersicht über die Weltlage gab, befaßte sich Dr. Butler auch mit der Rassenfrage; er wandte sich gegen die Theorie einer Rassenüberlegenheit und auch gegen die Lehre, daß es reine Rassen gäbe. Der Gelehrte schloß sich der Meinung des britischen Historikers H. A. L. Fisher an, der gesagt hatte, daß es reine Rassen in Europa nicht gebe. Innerjüdische Auseinandersetzung Alle diese Streitfragen werden gewiß den jüdischen Einwanderer, der aus Deutschland nach Amerika kommt, interessieren. Auf der anderen Seife könnte es sich herausstellen, daß der Neuankömmling auch Illusionen über die Haltung der Juden in Amerika hat. Wenn er /.. B. meint, daß die Juden in Amerika innerjüdisch in ihren Angelegenheiten geeinigt sind, so wird er schnell eines besseren belehrt, wenn er Zeitungen liest und Reden anhört. In der letzten Zeit ist es bei mannigfachen Anlässen zu Protesten gegen Juden, die keinen jüdischen Gemeinsinn beweisen oder sieh aus gemeinschaftlichen Aktionen aussehließen, gekommen. Es ist interessant, daß m vielen jüdischen Kreisen, die früher anders DER KNECHT .Denn gut ist ihm bei dir" (5. B. M. 15,16): bei dir — beim Essen, bei dir — beim Trinken. Nicht darist du reines Brot, er aber grobes essen, du allen Wein, er Jungen trinken, du aut Wolle, er auf Stroh schlafen! b. Kiddmdiin 22 a (Üebers. v. A. I*. Glatzer) gedacht haben, heute ein Gefühl der Unsicherheit vorhanden ist. Dies zeigte sich z. B. bei der Reaktion der jüdischen Massen auf die 2 - M i 1 1 i o n e n - D o 1 1 a r - S p e n d e an die Harvard-Universität von Lucius N. Littauer, dem jüdischen Philanthropen, der als 1 laud -ce.nhl.T rikant sein Vermögen erwarb und der verschiedene Male vor vielen Jahren im Abgeordnetenhaus saß. Die Kritiker Littauers, die daran erinnerten, daß die Harvard-Universität einen heimlichen „Numerus clausus" hat, meinten, daß in dieser Zeit jüdischer Not er seine Gab' einem Zweck oder einer Institution hätte zuwenden können die mehr seinem eigenen Volke dienen. In früheren Jahren würde eine solche Spende wie die Littauers allgemein von den Juden als neuer Beweis für den jüdischen Beitrag zum Aufbau Amerika'- begrüßt worden sein. Aber heute besteht die Besorgnis darüber, ob solche großzügigen Gaben tatsächlich diejenigen, die antijüdisch sind, von der Ehrlichkeit und dem Patriotismus der Wohltäter überzeugen. Aber, daß die Sympathie iur che Juden in den dauernd wachsenden Reihen der amei ikauisehcii Liberalen noch immer stark j>t, konnte man in duscr Woche aus der jährlichen „l.hren'i-tc" ersehnt, die ,, 1 he Nation', eines der grölHen forttriirttlirlu-n W ochenblätter des | a'ule^, zusammengestellt hat. Unter den Juden, die in der Liste von 1033 enthalten sind, ist unter denen, die die Zivilisation wahrend des vergangenen Jahres grlordert haben, der Name von I I e n - rietta S z o 1 d , die fur ihr Werk in Palästina zugunsten ji'Lcher Kinder au-, I) u -c den I ausgezei hnet w.ir!c. Dies-e Anerkennung reiht sich der Reihe von Aii.szeicliiitiiigeii, die dieser Lührcrin der judi>-hen Frauen an ihrem 7>. Gehaltstag zuteil wurden, würdig an. Jeder Versuch einer Zusammenfassung der Bediist'tnigen. die si -Ii d -titschen Ju int bei ihrer I i-iwamlerung nach Amcika da biet« n, iiiii.de v. i ler .pr.ieh.svoli und paradox sein. Niemals in der amc'dkanisehen Geschichte hatte der Jude, der i .V.iigkutcn und I üngahe le-Mi/t, M>'che Betätigung*- möglichkcitcu im Öffentlichen Leben wie heute unter der Regierung Roosevelt. Aber niemals schienen (Iii" Schwierigkeiten, die sich (hau jüdischen Aiheiter in den, Inte iigen/berufen und im Vi.'t-t!tiif's:eben en gegen-t •llen, so unu icrw iudlich. Daß diese in gro.'iem Made der a i I ge m e i u c n \\ irtschait'icltcn 1;:gc entspringen, ist unleugbar. Dies ist eine der Quellen des Trostes in der amerikanischen Situation. Henry M o n t o r Die Judennot in Polen Warschau, 12. Januar. (JTA.) In der Budgetkommission des polnischen Sejm hielt der Abgeordnete M i n 7 b e r g, Vorsitzender der Lodzer Jüdischen Gemeinde, eine Rede, in der er die Verzweiflung der jüdischen Bevölkerung über die gegen sie gerichtete Agitation zum Ausdruck brachte und an den an der Sitzung teilnehmenden 1 htterstaatssekrefär im Mini 'erratspräsidinm. Cirybow ski, zur W'eiterlcitung an den Ministerpräsidenten den Appell richtete, die .allgemein u politischen Verhältnisse so zu gestalten, daß die jüdische Bevölkerung ihrer I chcnsuiöglichkwt nicht beraubt werde. Es sei unverständlich, daß gerade in einer Zeit, in der ein Mann von freiheitlicher (ie.-innung wie Kos/ialkowski an der Spitze der Regierung stellt, ununterbrochen Exzesse g e g e n die j ü d i s c h e M i n d e r Ii e i t verübt werden. Der Abgeordnete schilderte die Alt, wie in IN ' Propaganda, med zwar vie-iach unter Dtiu getrieben werde, und erklärt«', ihr Mini sehr gut, daß dieser an'.i-'eniilisclie K mipt auch gegen die Regierung selbst gcrichu betonte der Redner, daß es nicht möglich über einer Bevölkerung von i1 .. M i 1 I i o u Passenpolitik durch/üluhrcn. I * sei dale die Regierung sich ernsthaft mit der Jude sie einer Losung im Sinne der Vm la-s-mg hl dein Schlui'.w ort zu der Debatte c.n tär Grybowski auch auf die Aitsltihtu i.eten Min/berg ein. F.r musse die!).irieg:i liefen selbstverständlich zur Sednatnis min herausstellen, daß die anti-cmitlsche l'r.-pa:. behördlichen Stellen tatsächlich 1 'önlcruug wäre dies außerordentlich zu bedauern. in i jidcnfeimiliche g der Behörden i 'pr.'isideiit wisse ieher Weise fei. Zinn Schluß .ein werde, gegenn Bürgern eine notwendig, daß frage belasse und enfalii e. I iiiciMaatssekre- :een de< Abgeord- •feii des Ahgeordin Sollte «'s sich uida \o:i «m/ciiieu ertahren habe, so euer Warschau, 12. Januar. (IIA.) Das Warschauer Appella tionsgericht hat die Strafen «ler wegen der p o g r o m a r t gen A ii s s c h r e i 1 u n g e n im Wai's« Verurteilten wesentlich hei abgesetzt, wurde bekanntlich der judische Bäcker die Pcrez-Bibliothek sowie eine Rciiu wüstet. Die Strafen der Verurteilten I Kruszewski, die Delman so schwer Powonski-Viertcl 'ei di-ocsi Exzessen teliuan ermordet und e jüdischer Läden verewiuski, Majcws.ki und mir handelt hatten, daß er starb, wurden im Beriilungsverfahrcn auf drei Jahre und auf Grund der Amnestie weiter auf ein halbes Jahr Gefängnis herabgesetzt. Die Strafen fur die Aug".klagten Nowodka, Jacubiak um! SoboiUziuski, die zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt worden waren, wurden im Berufungsverfahren zwar bestätigt, jedoch infolge der Amnestie auf ein Jahr herabgesetzt. Die vier Angeklagten Wvgod, Zwoilowski, Dziewiecki und Bachmann wurden freigesprochen. Die Hauptschuldigen bleiben in Haft. In der Schlußverhandlimg wies tlcr Staatsanwalt abermals auf die absichtlich verbreiteten falschen Gerüchte über angebliche Provokationen der Juden gegen einen kirchlichen Umzug hin und stellte fest, daß "an diesen' Behauptungen, durch die die antijüdische Stimmung geschaffen wurde, kein wahres Wort war. Stehern Sie die ZuKunn ihrer Kinders,1:; Landschulheim Florenz Höhere Schule und Internat 1. Schulbildung bis zum Abiturium 2. Für Knaben und Mädchen von 6-18 Jahren 3. Unter Leitung bewährter Pädagogen 4. Studienberechtigung in fast allen Staaten 5. Werkunterricht, Landarbelt, Haushaltkunde 6. Vorbereitung für Palästina 7. Aerztlich? Ueberwachung, individuelle Förderung 8. Schönste Umgebung, gutes Klima, Sport 9. Erstklassige Verpflegung 10. Zeitgemäße Preise — keine Transferschwierigkeiten Auskünfte und Prospekte durch die Leitung: Oberreg.-Rai Dr. Werner reiser or. m. Goldstein Florenz, Villa Pazzi, Pian dei Gullari Neuaufnahmen zum 1. III. und 1. IV. 1936 /V / 1