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Jüdische Rundschau · 1936-01-17 · Heft 5 (17.1.1936) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
41 (1936)
Issue
Heft 5 (17.1.1936)
Date
1936-01-17
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Seite 2 JODISCHE RUNDSCHAU Nr. 5, 17. L 1936 Der Vier-Mächte-Pakt im Orient was — unabhängig von den organisatorischen Voraussetzungen, die für das Schulwerk als Ganzes gelten — von den Erziehern und Lehrern geleistet wird. Hierbei sind — nicht allein für das jüdische Schulwerk, sondern auch anderswo — diejenigen Institute besonders wichtig, die den jungen Menschen in allen seinen Lebensbc/ichungen erfassen können und ihn in ein pädagogisch besonders fruchtbares Milieu verset/en, nämlich die Lands chtilheime. Unter den wenigen Anstalten dieser Art, die wir Juden in Deutschland besitzen, sei in diesem Zusammenhange auf eines hingewiesen, das eine besonders eigenartige Ausprägung jüdischer Erziehung entwickelt hat. Wir meinen das Lands c h u 1 h e i m Herrlingen, das unter Führung seines Leiters Hugo R o s e n t h a I den Weg der Wiederannäherung des Jugendlichen an die jüdische Tradition und zwar wi ihrem ganzen Sinne, auch in ihrer religiösen Ausprägung beschritten hat. Wir erwähnen diesen Versuch nicht deshalb, weil es sich dabei um ein beliebiges pädagogisches Experiment handelt, oder weil wir meinen, daH der Versuch in allen seinen Teilen bereits gelungen ist, sondern weil er eine besonders eigenartige Form jüdischer Erziehung darstellt und sich um einen zentralen Punkt unserer Arbeit bemüht, an dem keine jüdische Schule vorübergehen kann. Dem Geiste des Landsehulhcimes entsprechend wird die Sclhstvcrantwortlichkeit der Kinder in Herrlingen auf allen Lebensgebieten zu entwickeln versucht. Eines dieser Lehensgebicte ist auch das der jüdischen Tradition und des religiösen Lebens. So entsteht eine Atmosphäre, in der nicht etwa durch den Zwang, den eine ältere Generation auf die jugendlichen ausüben kann, religiöse Handlungen und Stimmungen ermöglicht werden, sondern das religiöse Gut des Judentums entwickelt sich Schritt für Schritt aus dem Leben der jugendlichen selbst. Wer Gelegenheit hatte, dies in der Praxis zu beobachten, wird sich dem Lindruck einer echten erzieherischen Leistung nicht entziehen können. Vom Standpunkt des orthodoxen Judentums aus sind die bisher erreichten Erziehung>ergebnisse vielleicht unzureichend, und der (inttcstiicnst, den diese Kinder selbst gestalten, entspricht wohl auch nicht in allen Einzelheiten der o;thodox-judischen Tradition, aber darum geht es ja nicht; es gilt vielmehr, Kinder, die zumeist allem Judischen weitgehend entfremdet waren, wieder in die jüdischen Lebensbezirke hineinzuführen und in ihnen die Bindung an das Judentum wieder organisch wachsen zu lassen. Dieser Versuch aber ist -- so scheint uns — in Herrlingen zumindest m Ansatzpunkten gelungen, und wir glauben, daß dieses Beispiel über seinen engeren Bezirk hinaus Bedeutung für unser gesamtes jüdisches Schulwesen besitzt, ohne daii damit gesagt sein soll, daß es allgemein nachahmungsfähig ist. Für die Erkenntnis der Grundfragen jedoch, die unser Schnlwerk zu lösen hat, ist das I lerrlinger Beispiel wichtig. Es geht ja in dieser Zeit darum, nicht allein ein organisatorisches Gebilde auf dem Scbulgebiet aufzurichten; in dieser Hinsicht ist gewiß in Anbetracht der Plötzlichkeit der Aufgabe Großes geleistet worden, aber noch lange nicht genug. Es gilt auch nicht allein, die Grün dlagen zu klären, auf denen das Schuiwerk und überhaupt ein jüdisches Erziehungssystem beruhen muß (obwohl wir nicht verkennen, welche Bedeutung diese Grundlage, nämlich die Auffassung über Judentum und jüdisch« Zukunftshoffnungen für das Schulwesen hat!), sondern wir müssen auf die Ansatzpunkte achten, die da und dort durch das Wirken von Erzieherpersönlichkeiten geschaffen worden sind und die lebendigen Keime eines echten jüdischen Erziehungssystems sein können. Wir müssen ja immer wieder die Frage stellen, wozu wir dieses Schulwerk aufbauen, wozu wir überhaupt Wissen vom Judentum vermitteln wollen, jede Erziehung will die Werte einer vergangenen Generation der Jugend übermitteln und sie zugleich fähig machen, diese Werte zu erneuern, sie in sich m verarbeiten und mit dem Geist ihrer Zeit umzuprägen. Es ist das besondere Schicksal unserer Erzieher, daß sie nach dieser Formel allein nicht handeln können; die vorige Generation war dem Jüdischen entfremdet, sie war deutsch, war europäisch in ihrem Wissen und Fühlen, ohne daß im Zentrum ihres Lebens jüdische Werte standen. Darum ist unsere Schule eine Schule der Umkehrung der Grundlagen im Menschen und steht in ständigem Kampf mit den Kräften in uns, die in einer gewissen Beharrung einfach, das fortsetzen möchten, wa-. sie seihst gelernt haben. Nicht zuletzt sind es die Lehrer und Erzieher selbst, die diese Schwierigkeit in sich überwinden und daher sich selbst gegenüber kritisch und wach sein müssen, wenn sie ihre Aufgabe erfüllen wollen. Die Wu den iiifnhrung in jüdische Zusammenhänge, die Angliedern eines jungen (ieschlechtes an die Kette der jüdischen Vergangenheit als cm mit ihr geistig mitlebendes Glied bedeutet die Abkehr von der Tradition der jüngsten Vergangenheit und die Hinwendung zu Elementen, die unsern eigenen Vätern ferner lagen oder die wir selbst erst in uns zu entwickeln versuchen. Das ist eine schwere Aufgabe, bei der es vielleicht keinen Ruhm zu ernten gibt, die vielmehr in ernster, stiller Arbeit von den dazu Berufenen erfüllt werden muß. Sie kann nicht auf eine Zeit verschoben werden, die noch fern liegt, sondern muß jetzt, in unseren Tagen gelöst werwerden. Die organisatorischen Voraussetzungen dazu sind gewiß noch ungenügend, und die Instanzen, die sich darum bemühen, könnten vielfach eine produktivere Arbeit leisten; wir selbst erheben immer wieder unsere Stimme, um im Namen der Jugend und der Eltern diese Forderung zu stellen. Aber wir müssen zugleich erkennen, daß die äußeren Umstände nur die Möglichkeit eines Starts geben, und daß erst danach die Fülle der Fragen, die auf erzieherischein Gebiet vorhanden sind, auftauchen. Ihre Lösung, die Verwirklichung unserer Hoffnungen, die wir an die Kinder knüpfen, erfordert den ganzen Ernst, über den unsere Generation verfügt. K. L. Wie die Londoner „Times" aus Konstantinopel vom 14. d. M. meldet, ist der afghanische Außenminister in Ankara eingetroffen, um die Vorbereitungen zu dem Vicr-Mäehte-Pakt zu treffen, der von der Türkei, Afghanistan, Iran (Persien) und Irak unterschrieben werden soll. Nach einem gleichzeitig vorliegenden Bericht aus Bagdad hat der irakische Ministerpräsident Jassin Pascha Haschimi in seinem außenpolitischen Expose erklärt, daß der Nichtangriffs-Pakt bereits von den Außenministern der vier Regierungen eingeleitet wurde, aber von den Regierungen selbst noch beraten werde. Der Ministerpräsident fügte hinzu, daß die Beziehungen Iraks zu Saudi- Arabien ausgezeichnet sind und daß auch ein Vertreter lbn Sauds nach Bagdad unterwegs ist, um den Abschluß eines Vertrags zwischen den zwei Ländern zu besprechen. Die Frage der Grenze zwischen Irak und Pers i c n am Senat el Arab, welche eine der Ursachen der Reibungen zwischen den zwei Nachbarstaaten war, ist auf die Tagesordnung des Völkerbitndsratcs für seine nächste Sitzung gesetzt worden; der Punkt wurde nunmehr, wie aus Genf gemeldet wird, auf Ersuchen des Irak von der Tagesordnung zurückgezogen, da direkte Verhandlungen zwecks Beilegung der Sache schweben. * Der Abschluß des Vertrages zwischen den vier großen islamischen Staaten des Vorderen Orients, mit dem Fünften selbständigen islamischen Staat (Saudi-Arabien) im Hintergrund, ist ein Ereignis von allergrößter Bedeutung tür die Verhältnisse im Vorderen Orient. Kundgebung dänischer Theologen Gegen antisemitische Flugschriften Kopenhagen, 13. Januar. (JTA.) Fast die gesamte dänische Presse hat eine durch die offizielle dänische Nachrichten-Agentur verbreitete Kundgebung veröffentlicht, die der Bischof von Kopenhagen, Fubelsang-Damgaard, sowie die Professoren der Kopenhagener Universität, Aage Bentzon, Johannes Pcdersen, Frederik Torrn und Dozent Flemming Hvidberg gegen die in letzter Zeit verstärkte judenfeiudlichc Propaganda einer kleinen antisemitischen Gruppe und der von ihr herausgegebenen Kampfblätter erlassen haben. In der Kundgebung wird festgestellt, daß die in diesen Blättern und in den massenhaft unentgeltlich verteilten Flugschriften gegen die Juden erhobenen Beschuldigungen vollkommen falsch sind. In diesem Zusammenhang wendet sich die Kundgebung auch gegen die „Protokolle der Weisen von Zion". Weiterhin wird dagegen protestiert, daß eine derartige Propaganda, die Haß gegen einen Teil der dänischen Bevölkerung verbreitet, geduldet wird. Die Regierung wird aufgefordert, Maßnahmen zur Verhinderung der Verbreitung derartiger Veröffentlichungen zu treffen. Gleichzeitig veröffentlichen die dänischen Zerrungen ein Interview mit Prof. Torrn, der als einer der besten Kenner jüdischer Angelegenheiten in Dänemark gilt. In diesem Interview geißelt Prof. Torrn die von der antisemitischen Gruppe Dänemarks in ihrer Propaganda angewandten Methoden. * Die in vorstehender Meldung angeführten christlichen Kundgebungen werden auch in einem Kopenhagener Bericht des „Volk. Beobachters'1 vom 14. d. M. unter der Ueberschrift „Dänische Theologen werden nervös" behandelt. Es Arabische Petition aufgeschoben Revisionistische Petition abgewiesen Soeben erschien in Genf das Protokoll der 28. Session der Permanenten Mandatskommission des Völkerbundes (C. 439, M. 228, 1035), die vom 17. Oktober bis 2. November 1935 stattfand. Das Protokoll wird zugleich mit dem Bericht der Kommission dem Völkerbundsrat, der die Beschlüsse der Kommission zu bestätigen hat, zu seiner Sitzung am 20. Januar vorgelegt. Die erwähnte Sitzung der Mandatskommission hat sich nicht mit dem Berich tder Mandatarmacht über die Verwaltung Palästinas zu befassen gehabt, sondern mit einer Reihe von B.- und C.-Mandaten. Palästina ist nur insofern behandelt worden, als eine Reihe von Petitionen vorlagen, die sich auf Palästina-Fragen bezogen. So lag z. B. eine vom 2. Mai 1935 datierte Petition von Dschcmal H u s s e i n i, dem Präsidenten der „Palästinensisch-Arabischen Partei" in Jerusalem (Mufti-Partei) vor, über die das spanische Mitglied der Kommission, Prof. Palacios, referierte. Der Referent erklärte, daß die Petition die Form einer gedruckten Broschüre habe, die beinahe die Gesamtheit der Politik der Mandatarmacht behandelt; die Mandatarmacht habe darauf Punkt für Punkt geantwortet. Der Referent meint aber, daß eine ganze Reihe von Punkten in der arabischen Petition eingehender Behandlung wert ist und schlägt vor, daß die K'omnyssion die Angelegenheit bis zu ihrer nächsten Sitzung verschiebt, weil dann auch ein beglaubigter Vertreter der Mandatarmacht persönlich anwesend sein wird und sicher Aufklärungen geben kann. Die Kommission nahm diesen Antrag an. Weitere Petitionen, betreffend die Frage der jüdischen Gemeinde-Organisation (Forderung der Agudas Jisroel, als besondere Trennungsgemeinde anerkannt zu werden), sowie von Israel Amikam, betreffend die Gleichstellung der offiziellen Sprachen in Palästina (besonders im Postdienst) wurden gleichfalls zurückgestellt. Einen ausführ'ichen Bericht erstattete der Vizepräsident der Mandatskommission Orts, ein Belgier, über eine von Dr. Wein schal im Namen des Zentralkomitees der Zionisten-Revisionisten in Palästina vorgelegte Petition (S. 185—187 des Protokolls). In der revisionistischen Petition wird geltend gemacht, daß das Ziel des Mandates die Schaffung eines Juden Staates sei und daß daher eine radikale Revision der Prinzipien der Verwaltung Palästinas erforderlich sei, um eine jüdische Majorität als Voraussetzimg eines judenstaates zu schaffen. Auf diese (Das Protektorat über den in Bagdad geplanten „Pan arabischen Kongreß" soll die Irak-Regierung abgelehnt haben.* Nur Aegypten, das noch nicht Mitglied des Völkerbundes ist und infolge Vertragsbindung an England nur eine beschränkte Souveränität hat, und die Mandatsländer, die gleichfalls nicht selbständig außenpolitisch handlungsfähig sind, sind jetzt aus dem großen islamischen Block ausgeschlossen. Bekanntlich wird angenommen, daß bei der Bildung dieser politischen Gruppierung der Einfluß Sowjet-Rußlands, das ja seit Entstehen der neuen Türkei mit dieser in besonders enger Freundschaft steht, eine große Rolle gespielt hat. Die führende Stellung der Türkei in diesem neuen Block stellt aber auch eine Beziehung zu dem bereits bestehenden Balkan-Bund her, dem die Türkei auch angehört, und im weiteren Verfolg führen diese Verbindungen über den Balkan-Bund zur Kleinen Entente. Für Großbritannien kann diese neue Konstellation rm Orient sicherlich nicht gleichgültig sein. Vom Standpunkt Palästinas können diese Vorgänge gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Denn es ist nicht zu bezweifeln, daß die Führer des nationalen Arabertums in Palästina versuchen werden, diese Mächte auch für ihren politischen Kampf nutzbar zu machen. Einige der genannten Staaten, wie die Türkei und besonders der Irak, sind jetz* schon extrem antizionistisch. Es ist ein Kernproblem >ur den Zionismus; alle Kraft und die besten Köpfe sind einzusetzen, um hier eine Wendung herbeizuführen und auf lange Sicht auch Verständnis und vielleicht sogar Sympathie für den Zionismus bei den islamischen Staaten zu erwecken. handle sich, so wird im „Volk. Beobachter" mitgeteilt, um eine Stellungnahme gegen eine antisemitische Broschüre „Die christliche Kirche in nordischer Beleuchtung" von Aage Andersen. Ueber die Grund e, die zu den aufsehenerregenden theologischen Kundgebungen führten, berichtet der „Volk. Beob." folgendes: „Der '»rund zu dieser bisher gänzlich ungewöhnlichen Erscheinung liegt zweifellos in der außerordentlich starke« Verbreitung, die die Broschüren der diu,sehen Nationalsozialisien unter der dänischen Jugend gefunden haben: elienso sicher i,t, es, daß aus Studentenkreisen zahlreiche Anfragen an die Professoren gelangten, die schließlich zu der erwähnten Kundgebung geluhrt h:il>en. Die Aufklärungsarbeit der diiuw-hcn na;!• inal-JV.bli.stB.clien Organe ,Stor m e n' (Wiltr. Petersen) und .Xational-Socialisten' (Dr. Clausen) hat so im Verein mit den herausgegebenen Broschüren, besonders denen von Aage Andersen, zur Aufrollung der Judenfrage in Dänemark gefühlt. Besonders die dänische Jugend gibt sich nicht mehr mit der einfachen Behauptung: Danemark kennt keine Judenfrage, zufrieden. Sie sieht nun, daii gerade in der Hauptstadt Kopenhagen das Judentum in kultureller, politisch« und wirtschaftlicher Beziehung und in der Presse einen Faktor darstellt, der nicht mclir zu übersehen ist. Man beginnt weiterhin zu beachten, daß durch Heiraten zahlreiche Verbindungen mit dem Judentum eingegangen wurden, und sieh daher in vielen dänischen Familien jüdische Bestandteile nachweisen lassen." Preisgekrönter jüdischer Schriftsteller. Unser Beograder h-Berichterstatter sehreibt uns: Dieser Tage kamen die Literaturpreise Bosniens zur Verteilung, die aus einem Stipendium des verstorbenen Königs Alexander geschaffen wurden. Für das vergangene Jahr kamen drei Preise zur Verteilung; den ersten Preis erhielt der bekannte jüdische Erzähler Isak Samokovtija, und zwar für ein Drama. Das preisgekrönte Drama, das den Titel: „Er ist verrückt" führt, wird bald aufgeführt werden. Forderung, so führt Orts aus, hat bereits in einem Briefe vom 14. Juni 1934 die britische Regierung geantwortet und erklärt, daß diese Auffassung sich erheblich unterscheide von der auch vom Völkerbund bereits bestätigten Auffassung der Mandatarmacht über ihre Pflichten. Die Regierung Palästinas könne daher die auf einer solchen Voraussetzung1 basierenden Schlußfolgerungen nicht annehmen. Die Mandatskommission habe sich bereits in ihrer 26. Session mit dieser Angelegenheit befallt. Nunmehr hat die britische Regierung es abgelehnt, sich zu der neuen Petition von Dr. Weinschal neuerlich zu äußern. Dr. Weinscha! fordert, daß die Mandatskommission den Beschluß ihrer 26. Session, betreffend die Unzulässigkeit der revisionistischen Petition, aufhebt, die Mandatarmacht zu einer Aeußerung über die verschiedenen Beschwerdepunkte auffordert, die Geltung der revisionistischen Auffassung, betreffend Judenstaat anerkennt und die englische Regierung informiert, daß ihre weitere Tätigkeit sich nach dieser Interpretation des Mandates zu richten'habe. Der Berichterstatter, Herr Orts, weist darauf hin, dal) diese Petition, die mit nicht ungeschickt zusammengestelltem ausgiebigem Dokumenten-Material ausgestattet sei, im wesentlichen nichts anderes enthält, als eine Erweiterung der früheren Petition von 1934. Daher beschloß die Kommission, daß diese Petition nicht zugelassen wird, „weil sie Forderungen erhebt, die mit dem Palästina -Mandat unvereinbar sind." (Daß die revisionistische Petition diese Feststellung der Kommission provoziert hat, ist ein Ergebni' das als ein Beweis der Schädlichkeit der revisionistische Sonderpolitik angeschen werden kann.) Schließlich sei noch erwähnt, daß in dem einleitenden B rieht, den der Präsident der Mandatskommission, Marqiä Theodoli (Italiener) über die Behandlung der Mandats fragen in der letzten Völkerbunds-Vollversammlung vom September 1935 gab, folgender Passus enthalten ist: „Mehrere Redner wiesen mit Befriedigung auf die Resultate hin, die die J e w i s h A g e n c y in Zusammenarbeit mit der Mandatarmacht in der ökonomischen Entwicklung Palästinas erzielt hat." (Ueber die japanische Aeußerung zur Frage der „Offenen Tür" wurde in Nr. 3 bereits berichtet.) Hauptsehrifileker: Dr. Robert VV e 1 I s c h, Berlin - Charlotienhurg 9 (auch Terantwortlich für die Aufnahme von Bildern). Stellvertreter: Kurt Loewenstein. Berlin W 15. Anzeigenleiter u. verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Elise Korn, Herlin-Wilmersdorf. Gültig: Anzeigen-Preisliste 4 vom 16. Oktober 1935. Verlag und Anleigenverwaltung: Jüdische Rundschau. Berlin W 15. Meinekestr. 10, D.-A. Dez. 38 737. — Druck: Siegfried Scholcm, Bln.-Sehöneberg. Aus dem Protokoll der Mandats-Kommission Sachgemäße u. schleunige Durchführung Ihrer AUS W ÄNDERUNG nach Palästina und anderen Ländern Generalrepräsentanz ,n HAIFA Amtsger.-Rat a. D. Dr. ASChner Eigenes Boro in TEL-AVIV Dipl »Kaufmann Dr. Paul Schnurmacher r^u d n d irAMMM«. •»,.„.. , , ' housf. ikwish cHAMBtR Oh commbrce Uberreg. - Kat a. D. R. Iiempner mit Dr. jur. W. Marx, Tel-Aviv Haifa, 1>. O. Ii. 266 reirfen 197 Berlin W18, MeinekeStr. 9. J 1 Bismarck 2856 <9'/,-13 u. 16l/s —19 Uhr> H Sch.lom Aleichem Sir.. Edte Ben jthada Rom) VERNDCINS-LiaUIDATIONIN ♦ TRANS FER-PROJIKTE ANUCEBERATU NC

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