Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 41 (1936)
- Issue
- Heft 3 (10.1.1936)
- Date
- 1936-01-10
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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JODISCHE RUNDSCHAU Sport - Rnndschan NR. 3, 10. JANUAR 1936 Bullau faul eine Hatte Seit einigen Jahren hat der Bar Kochb a Breslau Beinen Sportbetrieb mit Hilfe eines sehr kleinen Raumes aufrecht erhalten, den er in einem Fabrikgebäude gefunden hatte. Der Verein wuchs und wuchs, und die Sporlgelegcnheit wurde immer unzulänglicher. So gingen die Breslauer daran, sich einen Ort für ihre Betätigung zu suchen, und nun haben sie ihn gefunden. Seit drei Wochen sind sie daran, aas einem großen Saal, der bisher anderen Zwecken diente, eine Turnhalle zu bauen. Die Halle ist 25X11 m groß; es gibt dort eine Bahne, in dem 6 m hohen Kuppelraum einen besonderen Balken, es gibt eine leicht versetzbare Bestuhlung. Anfang Februar wird der Umbau vollendet sein. Dann werden sie dort Dampfheizung und Brausen haben, Umkleide- und Gesellschaftsräume, eine neue Dielung und sogar eine verdeckbare Sprunggrube. Noch ist das Werk nicht vollendet, noch arbeiten in freundschaftlicher Gemeinschaft jüdische Handwerker, die bisher arbeitslos waren, und Breslauer Bar Kochbancr, die ihre Arbeit um der Ehre willen tun, von früh bis spät an der Vollendung. Noch fehlt es auch an Geld, obwohl ein großer Teil der Mittel durch opferfreudige Spender und durch eine Unterstützung der Gemeinde, die die Halle zu Gottesdiensten wird verwenden körnten, bereits aufgebracht ist. Aber schon weiß man, daß das Werk vollendet werden wird. Wer weiß, wie groß die Schwierigkeiten in vielen Städten scheinen, die der Schaffung von Trainingsgclegenheiten entgegenstehen, wird diese beispielhafte Leistung zu würdigen verstehen. Die Breslauer Halle, die ein jüdischer Sportverein in Deutschland sich aus eigener Kraft errichtet hat, wird hoffentlich auch anderen Mut geben, den Versuch zu wagen. suiiiiiiiiiMtiiiiii<ii(t)iiJiirtiiiiis.....MMCiiTitriiiDiiirMtJ.......ciirittiiiisMiiiiiiMiittiiiiiiiiiti.....rtitriiiiiitiHtiMUiiiJiinriiiiMiriiii Rundblick auf die Sportplätze Im Rahmen der Makkablrundenspfeie fanden am letzten Sonntag Spiele in Leipzig und in Dresden statt. In Leipzig standen sich Bar Kochba Leipzig und Bar Kochba Halle gegenüber. Leipzig gewann beide Spiele. Im Fußball siegten sie mit 5:2, im Handball mit 11:3 Toren. In Dresden siegten die Dresdener im Fußball mit 3:0 gegen Chemnitz. Gesellschaftsspiele der 2. Männermannschaft im Fußball und der 1. Damenmannschaft im Handball, die bei dieser Gelegenheit ausgetragen wurden, endeten mit 1:0 bzw. 8 :1 zugunsten der Dresdener. in Berlin gab es folgende Resultate: Hagibor IV gegen Hakoah V 0:3; Haßibor V gegen BSG. A. H. 1:1; Hagilxir 171 gegen Hakoah II 1:5; Hagibor II gegen Hakoah A. II. 4:1; Hagibor II. Jugend gegen BSG. III. Jugend ausgefallen; Hagibor I. fugend gegen BSG. II. Jugend 3:1; Hagibor III. Sehl gegen Hakoah V. Schi. 0:1; Hakoah III. Sehl, gegen JSK. I. Schi. 1:1; Hakoah VI. Sehl, gegen BSG. II. Sehl. 0:15; JSK. III gegen BSG. VI 9:1; JSK. A. H. gegen BSG. V JSK. zurückgezogen; JSK. II gegen BSG. III 1:2. Handball - Entscheidung Was bringt der Sonntag? Die Makkabi-Rundenspiele werden am kommenden Sonntag mit zwei sehr wichtigen Treffen fortgeführt. Wahrend sich in Halle Bar Kochba Halle und Bar Kochba Hakoah Berlin im Handball und Fußball gegenüberstehen, treffen sich in Berlin auf dem Sportplatz am Schäfersee der Jüdische Sportklub und Bar Kochba Leipzig gleichfalls im Handball und Fußball. Die Spiele beginnen im Handball um I Uhr und Fußball um 2 Uhr. Weitere Spiele: Sportplatz am Schäfersee, Platz 1: 9 Uhr: Hagibor IV gegen BSG. VI; 10.40 Uhr: Hagibor A. H. gegen BSG. V. Platz 2: 9 Uhr: Hagibor II. Jugend gegen BSG. I. Jugend; 10.30 Uhr: Hakoah I. Jugend gegen Hakoah III. Jugend; 1.40 Uhr: Hagibor IV. Schi, gegen Hakoah VI. Schi.; 2.50 Uhr: Hagibor II. Sehl, gegen Hakoah III. Schi. Sportplatz N i e d er s c h ön h a u sen: 9 Uhr: BSG. II. Jugend gegen BSG. III. Jugend; 10.40 Uhr: JSK. III gegen BSG. A. H.; 12.20 Uhr: JSK. II gegen Hagibor III. Wieder Bar Kochba - Hakoah Bei prächtigem Wetter trafen sich in Berlin die Handballmannschaften des Bar Kochba-Hakoah und der BSG, um die Frage nach der besten jüdischen Handballmannschaft Berlins erneut zu klären. Während im Vorjahr die Makkabi-Leute den besten RjF.-Verein eindeutig 4:0 überrennen konnten, war es diesmal zweifelhaft, wer den Sieger stellen würde, da inzwischen der Bar Kochba seinen überragenden Mittelstürmer Cymbalist durch dessen Uebersicdlung nach Palästina verloren hatte. Gespannt erwarteten die zahlreich erschienenen Zuschauer den Beginn des Kampfes. Sofort nach dem Anpfiff trugen die Stürmer des Bar Kochba ihre Angriffe vor das feindliche Tor. Das Spiel ergab zunächst das Bild einer eindeutigen Ueberlegeuheit des Bar Kochba. Nach kurzer Zeit waren zwei T >rc für ihn gefallen. In den seltenen Fällen, in denen es den Stürmern der BSG. gelang, zum Schuß zu kommen, erwies sich der Bar Kochba- Torwart Kobor als unüberwindlich. Jcdot.li in der Mitte der ersten Halbzeit trat ein Umschwung ein. Die Verteidigung des Bar Kochba wurde plötzlich unsicher. Sie brachte den Ball nicht rechtzeitig wieder nach vorne und ließ die Stürmer der BSG. häufiger zum Schuß kommen. Auch die Läuferreihe des Bar Kochba war in diesem Stadium 'jcs Spieles schwach, nur der Mittelläufer Erwin Spandau arbeitete aufopfernd und zerstörte viele gefährliche Angriffe. Das Halbzeitergebnis lautete schließlich 4:3. Das Spiel war noch nicht entschieden. Nach dem Wiederanpfiff setzte jedoch plötzlich wieder die anfängliche Ueberlegenheit des Bar Kochba ein und hielt diese ganze Halbzeit über an. Auch die Außenläufer hielten jetzt die gegnerischen Fhigelstiiniier. Besonderes Lob verdient der gesamte Sturm, der immer wieder überraschend schöne Kombinationen zeigte. Der Mittelläufer Lrwin Spandau war jetzt für die Unterstützung des Sturmes frei und warf die Stürmer, unter denen sich sein Bruder W e r n c r und der ganz junge G u t in a n n besonders hervortaten, stets wieder nach vorn. Schuß auf Schuß fiel auf das Tor der BSG., und deren Torwächter Fried mann, dessen Unsicherheit das Spiel seiner Mannschaft merkbar beeinflußte, konnte von Glück sagen, daß viele Schüsse kurz daneben gingen, Sri fielen in regelmäßigen Abständen weitere drei Tore für den Bar Kochba, denen die BSG. keine mehr entgegensetzen konnte. Unter den Spielern der BSG. fiel nur M u n d s t o c k auf, der als Mittelläufer ein hervorragendes Verteidigungsspiel lieferte. Das Endergebnis von 7:3 entspricht dem Verhältnis der Spielstärke. Beide Mannschaften haben durch dieses interessante, an Kampfmomenten reiche und jederzeit faire Spiel für den jüdischen Handballsport Eiire eingelegt. Ein großer Teil des Verdienstes gebührt freilich auch dein Schiedsrichter Freund vom Bar Kochba Kassel, der das Spiel jederzeit überlegen in der Hand behielt. Weit weniger zu gefallen wußte das vorangegangene Spiel der D a m e n - M a n n s c h a f t e n der beiden Klubs. Beide Mannschaften zeigten kein großes Können. Durch das alle übrigen Mitspielerinnen überragende Spiel von Frl. ( iol etwas s e r, die von Mika Schmidt zwar sehr gut gedeckt wurde, konnte die BSG.-Elf das Spiel '.!:0 für sich entscheiden. Sport in Erez Israel Von unserem Berichterstatter Tcl-Awiw, Anfang Januar Schwimmen. Am 26. Dezember fand in Jerusalem ein Wasserballspiel zwischen Atlüd Tel-Awiw und Y. M C. A. Jerusalem statt, das 0 :0 endete. Im Frühjahr sollen in Haifa anläßlich der Kasinoeröffnung große internationale Schwimmkämpfe mit Unterstützung der Regierungsbehörden stattfinden. Boxen. Der neue Boxverband für Amateure in Erez Israel unter der Leitung von Dr. Bernhard (ehem. Makkabi Berlin) veranstaltet am 11. Januar den ersten Kampf zwischen Hapoei und Makkabi Tel-Awiw, der im Beth Hamakkabi stattfinden wird. Makkabi wird in seiner Mannschaft neben dem Oesterreicher Blau meistens im Lande geborene Kämpfer stellen, während sieh Hapoels Stärke auf die polnischen Olim Bierenbaum, Borenstein, sowie auf den österreichischen Halbschwergewichts-Exmeister Gustav Laub stützt. Ringen. Der Leitung des Hapoei Tel-Awiw ist es nunmehr gelungen, für den Meisterringer Mieki Hirschl einen Gegner zu finden. Elirschl wird anfangs Februar gegen den syrischen Meister ringen. Leichtathletik. Die Landesmeisterschaften für Frauen brachten am 28. Dezember im Tel-Awiwer Stadion sehr schönen Sport. Die Beteiligung war zwar nicht sehr stark — es starteten ungefähr 30 Damen —, aber die Kämpfe waren sehr anregend und fair. Nach Punkten siegte „Athid" mit 1841/2 Punkten vor Makkabi Tel-Awiw (I^)i3 Punkte) und Makkabi Reehoboth (3<) Punkte). Die wichtigsten Resultate waren: 60, 100 und 200 m Rachel Slonim>kv (Athid) — die Zeiten 8,8, 14,3 und 30,05 Sek. Mit) m Judith Lewinso« (Athid) 3:00,7 Min.; Hoehspnmg Marualith Sapier (Peche both) 1,27 m; Weitsprung (iira Shapira (Athid) 4,48 m; Kugelstoßen Lerner (Makk. T.-A.) S,')'i in: 4 ■ 1IH) in „Atliid" (jchudaith, Shapira, N'iniu, Slonim^ky) 'V),l Sek. The Lancashire Füsiliers (I laü'a) ■ ein schottisches Regiment — gab seine Nennung zu den offenen Stadtmeisterschaften von Tel-Awiw ab. 1 ler Bürgermeister von Tel-Awiw wird die Patronanz über die Meisterschaften übernehmen und die Preise an die Sieger verteilen. Man erwartet im allgemeinen, daß dieses Sportfest, das Linie Januar zur Austragung gelangt, das größte leichtathletische Ereignis nach der Makkabiah darstellen wird. Hockey. Am 28. Dezember fanden zwei Ligaspiele statt Athid spielte in Haifa gegen Makkabi I laifa II 1:1 unentschieden und Makkabi Haifa I siegte in Reehoboth gegen den dortigen Makkabi mit 4:1. Fußball. Die rumänische Meistermannschaft Unirca Trikolore siegte am 28. Dezember das drittemal in Erez Israel. Ihre Siegesserie lautet: Gegen Makkabi Tel-Awiw 3 :0, gegen Hapoei Haifa 3:1 und gegen Hapoei Tel-Awiw 3:2. Die Gäste werden noch zwei Spiele im Lande absolvieren. Nemes, der bekannte Fußballer der Wiener Hakoah, hat sein Amt als Trainer des Hapoei Tel-Awiw angetreten. Walter F r an kI Musterriegen wetturnert des Bar Kochba-Hakoah Berlin Mit dem Turnen hat der jüdische Sport in Deutschland vor 40 Jahren begonnen. Dann kam ein langer Niedergang. Jetzt, erst denkt der Makkabi daran, sich auch wieder um sein Turnen zu bemühen. Wie groß das Bedürfnis ist, auch im Turnen wieder Wettkämpfe aufzuziehen, beweist das Meldeergebnis, das der Berliner Bar Kochba-Hakoah für das Musterriegen-Wetturnen seiner Frauen und Mädchen erzielt hat, das am Sonntag, dem 12. Januar, um 15.30 Uhr in der Turnhalle Joachimsthaler Straße 13, stattfindet Es werden sich 35 Riegen mit 245 Wetturnerinnen zum Kampfe stellen. Frauen, Jungmädchen und Mädchen-Abteilungen turnen in drei Schwierigkeitsstufen, Ober-, Mitteltmd Unterstufe. Keine Abteilung hat sich ausgeschlossen. Die eingereichten Uebungsgruppen an Reck, Barren, Pferd, Ringen, Leitern und an kombinierten Geräten, wie Doppelpferd und Bock-Pferd versprechen einen äußerst interessanten Nachmittag. Besonders gewertet werden die gleichfalls zahlreich gemeldeten Riegen für Körperschule und Schwebebaum. Bei dem guten Material an Turnerinnen imd ihrem erfreulieben Ehrgeiz verspricht der Kampf um die ersten Plätze sehr hart zu werden. KLOSTERSspomHoteiSiluretta hrstklassiees Haus Pensioospreia ab fr*. 14.50 / Wot'tienpftusiJifilpr, mit allem Gesc-IKrhsft! «t. frs. 120.- no (lernen Komfor cl'.e Veranstll t urjfirn / Ailtf Wintersport* ßadische Tischtennis-Meisterschaften des Makkabi. Auch in Baden werden Tischtennis-Meisterschaften atNgetragcn, Am 12. Januar führt der Sportklub Haok.ih KaiNruhe in der Sporthalle Jost, Karl-Friedrich-Siralie, die Meit.ter>thaften im Herren-Einzel, Damcn-Finzcl und Herren-Doppel durch. Außerdem werden Wertkämpfe der Klasse B ausgetragen. Einen außergewöhnlichen Erfolg erzielte kürzlich der jüdische Fechter Roman Kantor anläßlich des l.änderkampfes Deutschland-Polen. Der erst 23 Jahre alte Kantor ist trotz, seiner Jugend ein ausgezeichneter Degenfeehtrr. Kr war zweifellos der beste Mann in dem polnischen 1 eam und erreichte auch die größte Anzahl Siege im Degenfechten. Seine beste Leistung war sein Sieg über Lerdon mit 3:2. Pianos Radio Kurf Urstondamm 205 / J1 Blsm. 3716 Mäntel, Kleider, Pelze Eigene Kürschnerei A. ORUNDMANK' - ESSEN/RUHR Auto-Fahrschule Mitsti. d. lad. G.m. Leop. Maler Musi. d. R. j.f Seit 1913 einzig, jadisch. Fahrlehrer. Unterrichte selbst Eritänttind« - Kurs« Voll - Kurt« Beile Ausbildung Chstrlottenburg, Bleibtreu»tr. 10-11, am UM. Saviynyniati. J 1 1037 Auto-Fahrschule j§| M.d.j.G. Rowelskl *• Mose W R. j. F. Fahrlehrer seit 18 97 Pannenkurie für untere Schüler kostenlos. Ergänzung!- u. 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