Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 41 (1936)
- Issue
- Heft 3 (10.1.1936)
- Date
- 1936-01-10
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/2651273-2653922-2653926--28045-2689509- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Seife 12 JÜDISCHE RUNDSCHAU ✓ Nr. 3, 10. I. 1936 Die Verteilung der Biallk-Stfftung Die Anfänge von Degania p Auslandspez. Palästina -Transporte -i Die von der Exekutive der Jewisfi Agency aus Mitteln des Keren Hajessod errichtete Bialik-Stiftung hat am 10. Teweth, dem Geburtstag Chaim Nachman Bialiks, die erste Verteilung von Preisen für literarische und wissenschaftliche Werke in hebräischer Sprache vorgenommen. Die preisgekrönten Werke sind in den Jahren 1933 bis 1035 veröffentlicht worden. Der erste Preis für ein Werk der schönen Literatur in Höhe von 200 Pfund wurde Salman Schneur für einen Band Dichtungen „Pirke-Jaar" zuerkannt, der zweite Preis im Betrage von 100 Pfund wurde zwischen Awigdor H a m c i r i, von dem ein Band Lieder, und Jacob Burla, von dem ein Band Novellen preisgekrönt wurden, aufgeteilt. Den Preis für die beste Uebersetzung aus der Weltliteratur erhielt Saul Tschernichowski für die Uebersetzung der Odyssee. Auf dem Gebiet der wissenschaftlichen Literatur wurde der erste Preis von 200 Pfund Prof. Israel Davidson vom Jcwish Theological Scrninary in New York für seine wissenschaftliche Ausgabe der hebräischen Poesie des Mittelalters verliehen. Der zweite Preis von 100 Pfund wurde zwischen Michael Assaf und Bar Drora geteilt. Preisgekrönt wurde von dem ersten Verfasser die (von der „Jüd. Rundschau" kürzlich besprochene) Geschichte der Araber in Palästina, von dem zweiten eine geographisch-topographische Studie „Hanegew". Der 75 Pfund betragende Preis für die beste Uebersetzung aus wissenschaftlicher Literatur wurde aufgeteilt zwischen Herrn Schorr für dessen Uebersetzung von Herodot und Tacitus und dem Absolventen der Hebräischen Universität, Josef O r, für die Uebersetzung philosophischer Essays von Locke und Hume. Auf dem Gebiet der hebräischen Jugendliteratur wurde der erste Preis nicht vergeben. Der zweite Preis in der Höhe von 50 Pfund wurde geteilt zwischen Andar P i n k e r f e 1 d und dieser Smoll y. Insgesamt wurden S00 Pfund aus dem vorläufig 4000 Pfund betragenden Fonds verteilt. Dem Preisrichterkollcgium gehörten u. a. Prof. Dr. Josef Klausner, Prof. Nahum Sioush, Prof. Leon Roth, der Kritiker Schlomo Zemach und J. Wilkanski an. Zum erstenmal in der Geschichte der zionistischen Bewegung vereinigten sich zionistische Führer mit den führenden Persönlichkeiten der hebräischen Literatur zu einer gemeinsamen Aktion im Rahmen der ßiaük-Foundation. Bei der Preisverteilung hielt Ji/chak Grün bäum die Eröffnungsrede; außerdem sprach Ben Gurion. Das 25jährige Jubiläum der Kwuzah Degania fand einen lebhaften Nachhall in der palästinensischen Presse, der auch jetzt — einige Wochen nach dem Fest — noch anhält. Ueberall erscheinen Erinnerungen an die frühen Jahre der Kwuzah, an die Zeit, da sie weder in ihrem wirtschaftlichen noch in ihrem gesellschaftlichen Bestände gefestigt war. Zugleich lassen sich immer wieder Stimmen vernehmen, die die Schaffung und Durchführung einer neuen Form des gesellschaftlichen Lebens, dessen Pioniere die Menschen von Degania waren, preisen und für die Prinzipien dieses Lebens Einsicht und Gefolgschaft fordern. In der Frauenzeitschrift „Dwar h apo eI eth" erzählt Mirjam Baraz von den Anfängen der Kwuzah und von den Schwierigkeiten, unter denen sich die neuen Lebensformen in der Kwuzah selbst durchsetzten: „In Chedera diente das eine unserer beiden Zimmer als Raum für mich, für die Gäste und im Bedarfsfall auch als Krankenzimmer. Das zweite größere Zimmer war Küche und Eßzimmer, tind^ort stand auch das „Bett", einige Bretter, die über Petroleum-Gefäße gelegt waren. Das war das Bett Josef Bussels (des frühverstorbenen Gründers von Degania), des einzigen unter uns, der im Pardeß arbeitete und zu Hause schlief. Die anderen arbeiteten als Fuhrknechte und schliefen bei den Bauern, da sie ganz früh am Morgen die Pferde tränken mußten. Ich war die Hausfrau; alles Geld, das die Chawerim bei den Bauern verdienten, lieferten sie mir ab, und ich sorgte nicht nur für Essen, sondern auch für Hut, Bluse und Hose für den Schabbat. Ein vollkommenes gegenseitiges Vertrauen herrschte unter uns, und wir machten den Eindruck einer großen patriarchalischen Familie... Als wir an unseren jetzigen Siedlungsort gekommen waren, feierten wir zugleich mit der Einweihung des ersten Hauses die Hochzeit des ersten Paares. Es kamen Männer aus allen Teilen des Landes, auch Juden aus Tiberias und den nahen Kolonien. Wir feierten an diesem Tage noch zwei Ereignisse, den Abschluß der Ernte und den Kauf einer Dreschmaschine, und die Freude war sehr groß. Man begann mit dem Dreschen, und Hunderte von Säcken voll Getreide füllten die Speicher. Die Freude des Schaffens beherrschte alles... Die erste Familie aß wegen Reibereien eine Zeit gesondert und kehrte erst nach der Geburt des ersten Kindes zur gemeinsamen Küche zurück ... Das erste Kind blieb zwei Jahre lang das einzige in der Kwuzah und wurde von allen verwöhnt. Um seine Pflege stand es schlecht, denn die Mutter arbeitete im Kuhstall. Eine Frau, die selber ein Kind erln Sammelladung und Lifts per Bahn und Rhein F»chmänni»cht Verpackung / Lagerung / Vtrilchsrung Rheinverkehr G. m. b. H. »Iltinlgar QattlltchaHar: ALBERT HERZ Frankfurt a. Main, Malnzerlandstraßa 65 wartete, sollte schließlich die Sorge für das Kind übernehmen, aber diese Vereinbarung bewährte sich nicht, und als schließlich vier Kinder in der Kwuzah waren, sorgten ihre drei Mütter jede für ihr Kind. Das Leben drohte wieder ganz „Privatleben" zu werden, und erst als die Kinder an Keuchhusten erkrankten, gelang es, eine gemeinsame Beaufsichtigung durchzusetzen. Das war im Kriege. Die deutsche Besatzung wohnte im Hause, und für die Kinder wurde ein besonderes Zelt aufgeschlagen. Es hat noch viele Jahre gedauert, bis die gemeinschaftliche Pflege und Erziehung der Kinder eine Selbstverständlichkeit wurde." In der literarischen Zeitschrift „Mosnajim" schreibt J. Fichman über Degania: „... Als ich nach dem Kriege nach Palästina kam, besuchte mich Brenner und fragte mich: „Was geben die (politischen) Umwälzungen den Menschen?" Ich antwortete: „Alles hat sich gewandelt und geändert — hätte sich nur auch der Mensch geändert!" Darauf sagte er: „Das habe ich immer gefürchtet!... Ohne die Umwälzung irn Menschen bleibt alles, wie es war!" Degania war ein erster Versuch zu dieser „Umwälzung im Menschen". Man wollte dort nicht einen höheren Menschentypus schaffen, aber man wollte unser Blut, unsere Seele gesunden lassen, einen befreiten Mann schaffen, fähig zur Liebe zum Nächsten und zum Verständnis für den Nächsten---- Man wollte den Menschen schöner, freigebiger und offener machen... Jetzt nach 25 Jahren können wir sagen, daß der Versuch geglückt ist. Er ist nicht ohne schwere Opfer geglückt, weil er einen Hinweis für kommende Geschlechter gegeben hat. Nicht jeder wird die Fähigkeit zu dieser freiwilligen Unterwerfung haben, die die Erlösung in sich birgt, aber jeder wird diesen Weg suchen, der eine Reform des menschlichen Lebens erstrebt, und der glaubt, daß diese Reform nur durch eine starke, dauerhafte Beziehung von Mensch zu Mensch verwirklicht werden kann." Vorbereitungen zur Levante-Messe T e 1 - A w i w, 6. Januar. (JTA.) In Anbetracht der hohen Bedeutung der Levante-Mcsse in Tel-Awiw für die Gesamtwirtschaft des Landes ist beschlossen worden, eine Reihe führender Persönlichkeiten als Vertreter der wichtigsten öffentlichen Körperschaften und Verbände Palästinas in die Messeleitung zu kooptieren. Zum Eintritt in die erweiterte Messeleitung wurden eingeladen: Georg H alpern, Dr. F. Rottenstreich, Dr. Werner Senator (Jewish Agency), Ben Zwi (Waad Leumi), Dow Hos, Remez (Histadruth), Ad. J. Acht mann (Industriellenverband), R. Gott lieb (Pica), S. Pappaport (Kupath Am), J. Schapiro und M. Urisohn. Bei der letzten Plenarsitzung der Leitung des Industriellenverbandes, die unter dem Vorsitz von A. Shenkar stattfand, wurde nach einem Referat von A. Jewzerow ein Komitee zur Behandlung jener Fragen gewählt, die sich auf die Beteiligung der Palästina-Industrie an der bevorstehenden Messe bezichen. Eine in der Zentrale der Levante-Messe abgehaltene Konferenz hat ein Komitee eingesetzt, das den Tonfilmwcttbewerb für den Nahen Osten, der im Rahmen der Messe abgehalten werden soll, organisieren wird. Dem Komitee gehören Vertreter der Gesellschaften Fox-Film und Lund- Film an. _ Die Vizebürgermeister von Tel-Awiw T e I - Ä w i w, 6. Januar. (JTA.) In der letzten Sitzung des Stadtrats von Tel-Awiw wurde die Wahl von zwei Vizebürgermeistern vorgenommen. Zu diesem Amt wurden der frühere Vi/ebürgermeister und Vertreter des rechten Flügels im Stadtrat Ing. Rokeach, und der Vertreter der Histadruth, Dov Hos, berufen. Beide Vizebiirgcrnieisier werden in der Führung der städtischen Verwaltung gleich berechtigt sein. Das Neueste in Kürze Arabische Zeitungen bringen eine Reise nach Aegypten, die das Mitglied der Exekutive, Mosche S c h e r t o k, unternommen hat, mit dem Projekt für den Legislative Council in Verbindung. Das Mufti-Organ „El Liwaa" behauptet, Shertok wolle in Aegypten jüdische Protestkundgebungen gegen den Legislative Council organisieren. Auch habe Shertok eine Besprechung mit dem Oberrabbiner von Kairo, Chaim Nachum Effendi, der eine der angesehensten Persönlichkeiten des ägyptischen Judentums ist und großen Einfluß in offiziellen Kreisen besitzt, über. den Legislative Council abgehalten. Der Exkedive Abbas Hilmi Pascha traf in Palästina ein, um seinen Winteraufenthalt in Jericho zu nehmen. Bei einer Feier in der letzten Dezemberwoche anläßlich des fünfzehnjährigen Bestehens der Histadruth, bei der Sprinzak eine .große Rede über die Entstehung und Entwicklung dieser "Organisation hielt, nahm auch Bronislaw Hub er mann teil, d.er einige Musikstücke zum Vortrag brachte und über seine Pläne eines jüdischen Symphonie- Orchesters in Palästina sprach. Die Exekutive der jewish Agency hat den früheren Leiter des Hechaluz, Eliahu Dobkin, zum stellvertretenden Mitglied der Exekutive neben Reverend Perlzweig und Mosche Schapiro ernannt. Die Herren Dobkin (Hechaluz) und Schapiro (Hapoel Hamisrachi) sind im Etnwanderungs-Department tätig. Eine Abordnung der jüdischen Industriellen hat mit der Exekutive der Jewish Agency die gegenwärtige Lage der Palästina-Industrie erörtert und auf die Notwendigkeit von Industrie-Krediten zur Sicherung des Bestandes und des Aushaus der palästinensischen Unternehmungen hingewiesen. Der Direktor der Barclay's Bank in Palästina, Mr. Clark, erklärte in einer Ansprache im Ausschuß zur Organisierung der britischen Sektion der Levante-Messe, britische rinanziiistitutionen haben bis jetzt in Palästina rund 20 Millionen investiert, und wenn diese Institutionen der Stabilität der Palästina-Lage vertrauen konnten, so dürfen es andere Kapitalisten getrost auch tun. Mit Rücksicht auf den Ausbau der Handelsbeziehungen der Tschechoslowakei zu Palästina ist das bisherige Vizckonsulat in Tel-Awiw zum Konsulat erhoben worden. Konsul ist Dr. Victor Grünbaum. Die Fraktion des Hapoel Tl a m'i s r a c7i i hat beim Kreisgericht in Jaffa die Waiden zum Tel Awiwer Stadtrat angefochten, weil die Partei bei der Verteilung der Sitze ohne Mandat geblieben ist. Dieser Tage begann die erste Bierbrauerei Palästinas ihre Produktion in Rischon Lezion. Der Gründer dieser Brauerei Ist der Inhaber der Bank Dreyfus in Paris. Man erwartet eine Produktion von 450 000 Gallonen jährlich. Die ersten Flaschen sollen in der zweiten Januarhälfte auf den Markt kommen. Die Eröffnung der palästinensischen Rundfunkstation ist auf Mitte Februar verschoben worden. Die Interpretation der Inschriften bei den Ausgrabungen von L a c h i s c h , über die wir bereits vor einiger Zeit berichtet haben, hat nunmehr zu einer Kontroverse zwischen den palästinensischen Archäologen geführt. Der amerikanische Archäologe Albright und der Orientalist _ Dr. Louis Ginsberg aus Montreal stimmen mit der bisherigen Deutung durch Dr. Torczyner nicht überein. Es wird jetzt angenommen, daß die Tontafeln etwas später datieren, als man zuerst meinte, so daß der in den Inschriften erwähnte Prophet Jeremia selbst wäre. (Palcor.) Tel-Awiwer Kunstleben T e 1 - A w i w, Ende Dezember 1935 Das Musikleben Tel-Awiws war in der Chanukkahzeit beherrscht durch die Anwesenheit Hubcrmanns. Hubermann in Tel-Awiw, Jerusalem, Haifa. Hubennann vor Tausenden von Arbeitern. Hubennann in den Kolonien. Hubcrmann in Solokon/erten und Streichorchestern. Zehntausende haben ihn während kaum mehr ais zweiwöchiger Anwesenheit in Palästina gehört und bejubelt. Jede Minute freie Zeit widmete er der Idee der Ausgestaltung des palästinensischen Symphonie-Orchesters, empfing Künstler, ließ sich vorspielen, erteilte Rat und gab Anregungen.' Die Tel- Awiwer Stadtverwaltung lud einen kleinen Kreis zu einem Tee, bei dem Hubermann nach einleitenden kurzen Reden vom Bürgermeister Dizengoff und Dr. S. Hildesheimer das Wort ergriff. Das Orchester selbst hörte man vor kurzer Zeit imter Michael Taube mit einem besonders gelungenen Programm, dessen Interpretation eine bisher selten erreichte Höhe aufwies. Besonderen Charakter gewann der Abend durch die Mitwirkung der hervorragenden Cellistin Thelma Yeti in in Boccherinis Cello-Konzert, im übrigen hörte man Bachs D-dur-Suite und Mozarts Jupiter-Symphonie. Dirigent und Orchester konnten einen starken Erfolg buchen. Die Tänzerin Tilc R ö ß I e r stellte sich erneut im Hapoel-Saal dem Tel-Awiwer Publikum vor. Das Programm war teilweise schon bekannt und bestätigte von neuem den bereits früher gewonnenen Eindruck eines ruhigen Temperaments, aber einer sehr feinen, durchgearbeiteten und gepflegten Technik. Einen besonderen Erfolg konnte sie mit einem sehr geschmackvoll ausgeführten Adagio von Beethoven, einem slavischen Tanz von' Dvorak, sowie mit zwei jüdischen Tänzen von Nardi verbuchen. Fast gleichzeitig mit den europäischen Hauptstädten brachte Tel-Awiw Reinhardts „S o m m e r n a c h t s t r a u m"- Film zur palästinensischen Uraufführung. M. Geis Indisches Tanz-Gastspiel Unser C. Z. K.-Mitarbeiter schreibt uns aus Bombay: Ein besonderer Kunstgenuß wird dem palästinensischen Publikum Ende Januar durch das Gastspiel des berühmten indischen Tänzers Uday Shankar zuteil werden, der mit seiner Truppe als erstes Land seiner diesjährigen Welt- Tournee Erez Israel besucht. Die Tanzkunst Uday Shankars und seiner Mitarbeiter schöpft direkt aus den Quellen des altindischen Tempelkults. Sic ist etwas grundsätzlich Anderes als jede tänzerische Gestaltung europäischer Art. Sic offenbart mehr von dem Wesen und der Seele des Ostens, als hundert Bücher zu vermitteln vermöchten, und gerade das wird ihr in Palästina ein großes und dankbares Publikum sichern. Darüber hinaus aber sind die Darbietungen Shankars, seiner Hauptpartnerin Simkhie und der übrigen Mitglieder seiner Truppe in der Schönheit und Exaktheit ihrer Bewegungen, insbesondere des ausdrucksvollen, im europäischen Tanz ganz unbekannten Händespiels, ein außerordentlicher Kunstgenuß. Schon das Bühnenbild bildet durch die Farbenpracht der alten indischen Gewänder aus kostbaren Stoffen eine besondere Augenweide. Musikfreund? werden zudem zum erstenmal Gelegenheit haben, indische Musik in Palästina zu hören. Wie die Tänze selbst, so entstammt auch die musikalische Begleitung altindischer kultischer Uebcrliefcrung, und ein großer Teil des Gepäcks der Truppe besteht aus zahllosen indischen Instrumenten, die von Meistern ihres Faches gespielt werden. — Die Truppe spielt außer in Jerusalem, Tel-Awiw und Haifa auch in einigen größeren Kolonien. Sie fährt von Palästina über Aegypten nach London, wo ihr Auftreten einen der Höhepunkte der diesjährigen Saison bilden wird. Transjordanien. Die Presse berichtete vor einiger Zeit, daß zwischen Interessenten in Transiordanien und einem Geldgeber aus Haifa Verhandlungen über die Gründung einer Aktiengesellschaft zur Eröffnung eines Petroleumhandels schweben. Weiter wurde gemeldet, daß die „Holmes'' Company in der Nähe von Amilian auf Pe tr oleum - quellen gestoßen sei, deren Ausbeutung sie Anfang 1936 aufnehmen wolle. Eine Gesellschaft soll in Albalk in Transjordanien große Asphaltlagcr entdeckt haben. Die Gesellschaft verhandelt angeblich mit der Regierung über die Konzessionserteihing, doch soll der englische Vertreter in Amman sich gegen die Verleihung der Konzession ausgesprochen haben. In Kerak in Transjordanien soll man Kupfer- und Silberminen gefunden haben. Hiervon einem ägyptischen Geologen gegründete transjordanische Phosphatgesellschaft hofft, jährlich 2 Millionen Tonnen Phosphor fördern zu können. Die ersten Versuche, die Marmorsteinbrüche in Transjordanien auszubeuten, die von einer eigens hierzu gegründeten Gesellschaft unternommen wurden, sind gescheitert. Es fehlt an den erforderlichen modernen Geräten. (Schluß des Palästina-Teils) Zum Direktor des in Haifa dieser Tage eröffneten Theaters „Ora" (s. „J. R," Nr. 2) ist Richard Rosenheim ernannt worden, der lange Jahre Theaterdirektor in Königsberg war. Einwanderungsbeschränkung Gesetzgebender Rat Unsere Antwort: Mehr nationaler Boden Mehr Raum für eine große Alijah KEREN KAJEMETH LEJISRAEL Berlin W15, Meinekestraße 10 / Postsdieek-Konto Berlin 28247 Schmuck-Uhren Gold Silber Ä c/Är Uelmcntm ™aJL°Ms&& \