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Jüdische Rundschau · 1936-01-10 · Heft 3 (10.1.1936) · page 11

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
41 (1936)
Issue
Heft 3 (10.1.1936)
Date
1936-01-10
Page
– (sequence 11)
Language
German
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JÜDISCHE RUNDSCHAU PALÄSTINA-BLATT NR. 3, 10. JANUAR 1936 Die Lage im Zitrushandel Mrich IC6ine A111 WO ff der Äfclber Vnn llnccrnm nnljictirlniisicrhnn k'r.rrpcnntiflpnf en ■ %^ ■ ■ ■ m ■ ■ ■ M^** ■ WW %# I W WkM \0 ■ I %A ■ Von unserem palästinensischen Korrespondenten gl. T e I - A w i w, Ende Dezember 1933 Die Orangenernte, die um die Weihnacht' 'ciertage und Neujahr herum jedes Jahr auf eine kurze Zeit unterbrochen .wird, weil sich der ausländische Markt vor den Festen eindeckt und dann für einige Wochen gesättigt ist, wird jetzt wieder in vollem Umfang einsetzen und bis zum Frühjahr den Rest der diesjährigen Ernte zur Verschiffung bringen. Man hat nach der Erfahrung der ersten Wintermonate bereits eine ungefähre Ucbersicht über die Marktverhältnisse, und die Preise und die verschiedenen Fragen, die im Zusammenhang mit dem Zitrushandel aufgetaucht sind, haben eine besondere Aktualität erlangt. Sowohl in den Kreisen der Pflanzer wie in den Gewerben, die mit den Plantagen verbunden sind, wird der Ablauf des Exports mit großem Interesse verfolgt. Die Schwierigkeiten, unter denen die Zitrusindtistric zu kämpfen hat und die Mannahnten zu ihrer Behebung werden überall lebhaft diskutiert. Sowohl „Bustanai", das Organ der Pflanzer, als auch die allgemeine Presse beschäftigen sich ausführlich mit der Marktlage und mit den Erleichterungen des Absatzes. Die. Ernte. Die Befürchtungen, die Anfang vorigen Sommers wegen der diesjährigen Orangenernte auftauchten, haben sich in einem viel geringeren Maße als berechtigt erwiesen, als man zuerst annehmen konnte. Als die schwere Hitzewelle des vorigen Frühjahrs über das Land kam, schienen sich die Aussichten der Orangenernte katastrophal zu verschlechtern. Man sprach von einer Vernichtung von 50 und mehr Prozent der Frucht. In der Tat ist der Ertrag nicht so groß gewesen wie in normalen Jahren, aber der Ausfall erreichte nicht die geschätzte Hohe. Ueberdies gelang es, für Orangen Preise zu erzielen, die noch eine gewisse Verdienstgrenze für den Pflanzer übrig ließen, und so ist die Saison bisher, was Orangen anbetrifft, nicht unbefriedigend. Schwerer liegen die Dinge für Grapefruit. Diese hatten weniger als die Orangen von der Hitze gelitten, aber die Preise, die auf den Auslandsmärkten, insbesondere in England, der wichtigsten Absatzstelle, erzielt wurden, waren zu niedrig, um einen entsprechenden Verdienst zu sichern. Die Verkleinerung der Rentabilität ist zum Teil auf die Vergrößerung der Produktion zurückzuführen. Palästina bringt Jahr pro Jahr mehr Zitrusfrüchte und darunter auch mehr Grapefruit zur Ausfuhr und die Erschließung neuer Märkte hält bisher nicht mit der Vermehrung der Frucht Schritt. Zweitens bedeutet der spezielle Zoll a u t Grapefruit in England ein weiteres Hindernis. Während also die Ernte als solche im Verhältnis zu den Vorhersagen sowohl für Orangen wie auch für Grapefruit nicht schlecht ausgefallen ist und die Orangenpreise noch als tragbar erscheinen, ist der Preis für Grapefruit zu gering, um die Bedürfnisse der Pflanzer zu befriedigen. Absatz und Zoll. Es erheben sich in diesem Zusammenhang zwei Probleme, die im Interesse der Rentabilität der palästinensischen Orangenwirtschaft dringend einer Lösung bedürfen: die Frage der Erweiterung der Absatzmärkte und die Ermäßigung des Zolls. Es war schon bei fjeginn der yerstärkten Pflanzmigstätigkcit in Palästina klar, d^ß die bisherige Rentabilität der Plantagen nur dann gehalten werden könnte, wenn im Verhältnis zur Vergrößerung der bepflanzten Fläche weitere Verkaufsmöglichkeiten gefunden wurden. Es gelang auch in der Tat, den' bisherigen Markt auszuweiten (z. B. Kanada). Jedoch hielten diese Erfolge nicht Schritt mit der sprunghaften Steigerung der palästinensischen Ernte, die durch die fieberhafte Pflanzungstätigkcit von Juden und Arabern verursacht wurde. Erschwert wurde die Lage noch durch das in England gegenüber Palästina angewandte Zollsystem. Seit Jahren ist versucht worden, für Palästina denselben Status zu erhalten, wie er für andere Teile des britischen Imperiums besteht und für die palästinensischen Ausfuhrprodukte dieselbe Behandlung unter der ..Imperial Preference" zu erreichen, wie für Waren aus anderen Teilen des englischen Imperiums. Alle diese Verhandlungen sind bekanntlich immer wieder daran gescheitert, dab Palästina als „Mandatsland" an die Klausel der „offenen Tür" gebunden und damit in dem heutigen Zeitalter der Schutzzölle und Exportprämien hilflos der Konkurrenz anderer Länder ausgesetzt ist. Haben wir es hier mit einem Hindernis zu tun, das mit dein besonderen internationalen Status von Palästina zusammenhängt und daher in der Tat schwer zu überwinden ist, so treffen wir bei der Grapefruit noch auf eine besondere Schwierigkeit, die die englische Regierung hei einigem guten Willen aus dem Wege schaffen könnte. Palästinensische Grapefruit haben noch einen Spezialzoli in England zu entrichten, der 2>4 Schilling pro Kiste beträgt, gegen in. Schilling mehr als der Orangenzolt. Diesen abzuschaffen, hindert die englische Regierung keinerlei internationale Verpflichtung. In jetler Saison wandern große Summen aus Palästina als Zoll in den englischen Staatsschatz. Und während diese Summen für England wahrlich nicht sehr viel bedeuten, beschneidet ihre Abgabe die Rcntabilitätsgrcnze der Grapefruit in sehr empfindlicher Weise. Es ist eine der Zentral aufgaben unserer politischen Institutionen, hier eine Aenderung durchzusetzen. Die Qualität der hiesigen Grapefruit ist anerkanntermaßen ausgezeichnet und sie könnte sich ohne die künstlichen Hindernisse gut halfen und auch neue Absatzschichten erobern. Neue Märkte, Kontrolle, Einigung der Produzenten. Die Vergrößerung der palästinensischen Exportquantitäten hat in nennenswertem Umfange erst jetzt begonnen und sie wird immer größere Maße annehmen, je mehr von den jungen Plantagen Frucht zu geben beginnen. Die Frage der Erschließung neuer Absatzmärkte wird also immer aktueller und dürfte sich in den nächsten Jahren noch mehr zuspitzen. Vielleicht bestehen mit der langsamen Ueberwindung der Weltkrise, die sich in gewissen Ländern ankündigt, Aussichten auf größeren Absatz. Jedoch kann man bei den gegenwärtigen Verkaufsmethoden und der scharfen Konkurrenz der produzierenden Länder nicht darauf hoffen, daß sich Märkte von selbst, einfach durch die Vergrößerung der Nachfrage, eröffnen. Es dürfte auch nicht genügen, daß die Vertreter der palästinensischen Zitruskreise versuchen, neue Absatzmöglichkeiten zu finden. Es soll nicht geleugnet werden, daß die palästinensische Absatzorganisation, die Zitrus-Exchange und die Versandkooperativen, in dieser Hinsicht bereits Erfolge zu verzeichnen haben. Aber auf die Dauer werden sich weitreichende Aenderungen nur mit Hilfe der Regierung herbeiführen lassen, wie überall heute der Export unter dem Schutz der Regierungen steht. Das spezifische Gewicht der Zitrusindtistric in der palästinensischen Wirtschaft ist bereits so groß, der von ihr gebildete Eine Tagung der führenden Persönlichkeiten der fünf arabischen Parteien, die, wie bereits mitgeteilt, am 7. Januar in Jerusalem stattfand, beschloß, eine Reihe von Forderungert für die Abänderung der Verordnung über den Legislative Council zu formulieren. Die Versammlung wurde auf den 9. Januar vertagt mit dem Ziele, den Text eines Memorandums zu formulieren, das der Mandatsregierung überreicht werden soll. Nashashibi stellte den Antrag, die Konferenz möge als Bedingung für die Annahme der Vorschläge des High Commissioner eine Vermehrung der arabischen Vertreter im Legislative Council um weitere drei zu ernennende oder zu wählende Mitglieder sowie einige aridere kleinere Abänderungen des Plans fordern. (Palcor.) Jerusalem, 6. Januar. (JTA.) Die Partei des Großmufti und der Kongreß der arabischen Jugend Palästinas haben beschlossen, den geplanten Legislative Council abzulehnen und an seiner Stelle eine arabische Nationalregierung und ein Parlament mit vollen gesetzgeberiichen Befugnissen zu verlangen. High Commissioner Sir Arthur Wauchope hat sich nach Nablus begeben; es wird behauptet, daß er die Reise unternommen hat, um die dortigen arabischen Führer zu bewegen, der Einsetzung des Legislative Council zuzustimmen. Beratung der Jüdischen Körperschaften Jerusalem, 7. Januar. (Palcor.) In Jerusalem fand eine Beratung von etwa 100 führenden jüdischen Persönlichkeiten des Landes statt, die auf Einladung der Exekutive der Jewish Agency zusammengetreten waren. An der Tagung nahmen die in Palästina anwesenden Mitglieder des Aktions-Comit<5s und des Administrative Committee der Jewish Agency teil, ferner die Mitglieder des W a a d Leumi, der Stadtverwaltung von T e I - A w i w, der Kolonien und jüdischen Gemeinden und Vertreter der A g u d a h. Sämtliche Mitglieder der Exekutive waren anwesend. Die Tagung wurde von Ben Gurion geleitet. Mosche S h e r - t o k berichtete im einzelnen über die Entwicklung des Problems des Legislative Council und vertrat den Standpunkt der Agency-Exekutive. Hieran schloß sich eine Diskussion, an der Rabbi Meir Berlin, Mereminsky, Rabbi Uziel, A. Vissar, Dr. Jakob Thon, Meyuchas und Schalom Cohen teilnahmen. Die Beratung bestätigte die ablehnende Haltung der Juden gegenüber dem Plan eines Legislative Council. Die arabischen Demonstrationen Die für den 5. Januar angekündigten arabischen Demonstrationen anläßlich des 40. Tages nach dem Tode des bei Djenin erschossenen Scheichs fanden in Form von Kundgebungen in Haifa statt. Wie die deutsche Presse meldet, nahmen an diesen Kundgebungen mehrere tausend Araber feil. Von ägyptischen, syrischen und transjordanischen Araberführern waren ßcgrüßungstelegramme eingegangen. Die Redner betonten, daß man dem Scheich Kassani, der nur ein erstes Opfer gebracht habe, nacheifern müsse, und daß der Haß und Kampf gegen England wichtiger sei als der Kampf gegen die Juden, die nur an zweiter Stelle kämen. Wie Palcor meldet, wandten sich Sprecher auf zwei arabischen Jugendkundgebungen in Haifa gegen den Plan eines Legislative Council und forderten dessen völligen Boykott durch die Araber. Das neue Einwanderungsgesetz Jerusalem, Anfang Januar. Die am 1. Januar veröffentlichte neue Immigration (Amendment) Ord i n a n c e sieht vor, daß die Entscheidung darüber, ob jemand für die Zulassung nach Palästina ungeeignet ist, statt wie bisher dem High Commissioner, dem Direktor des Einwanderungsdepartments überlassen sein soll. Ein Verzeichnis aller Personen, die nach Palästina kommen, mit Ausnahme der Besatzung von Schiffen und Aeroplanen oder sonstiger Verkehrsmittel, ist dem Eiiiwandertmgsdepartment vorzulegen. Der High Commissioner kann im Einvernehmen mit seinem Beirat Einwanderungsgebühren festsetzen. Das neue Gesetz bestimmt, dab Ausländern, die unter der Beschuldigung, illegal nach Palästina eingewandert zu sein oder die ihnen durch Touristen- oder Transitvisa gesetzte Frist überschritten zu haben, gerichtlich verfolgt werden, die Last des Beweises ihres rechtmäßigen Aufenthaltes zufällt. In einer weiteren Bestimmung heißt es: „Jedermann, der einer Person bei irgendeiner Uebertretung dieses Gesetzes oder einer auf ihm beruhenden Verordnung oder Regelung hilft oder Vorschub leistet oder der eine Person beherbergt, von der er weiß, daß sie gegen das Gesetz gehandelt hat, oder von der er mit gutem Grund annehmen kann, daß dies der Fall ist, verfällt einer Geldstrafe bis zu 200 Pfund oder einer Gefängnisstrafe bis zu einem Jahr oder beidem. Jedermann, der mehr als einer Person hilft, Vorschub leistet oder sie beherbergt, macht sich der Uebertretung in bezug auf jede einzelne Person schuldig, der er hilft, Vorschub leistet oder die er beherbergt." Schiffe und Boote bis zu 250 Tonnen werden von der Palästina-Regierung beschlagnahmt, wenn sie: a) von t dem Eigentümer, Agenten oder Führer wissentlich benutzt werden, um Personen bei der Uebertretung dieses Gesetzes oder der daraut bezüglichen Verordnungen und Vorschriften Hilfe oder Vorschub leisten oder Personen aufnehmen, die das (leset/ verletzt haben; b) bis zu einer Entfernung von drei Seemeilen von der Ku-dc ankern und nach Aufforderung durch den Direktor des Finwandcrungsdcpartnients oder eines Einwanderungsbeamten nicht weiterfahren. Ebenso verfallen der Beschlagnahme unter denselben Voraussetzungen alle sonstigen Verkehrsmittel, deren Wert 1000 Pfund nicht übersteigt. Eigentümer von Schiffen über 250 Tonnen und von sonstigen Verkehrsmitteln, die einen Wert von über 1000 Pfund repräsentieren, haben bei Verletzung der obigen Bestimmungen Geldstrafen bis zu 1000 Pfund zu bezahlen; bis zur Hinterlegung der Straf gebühr oder einer Sicherstellung für ihre Zahlung wird das betreffende Schiff oder Verkehrsmittel als Pfand zurückbehalten. Wer sich einer Verletzung anderer Bestimmungen des Gesetzes als der oben angeführten schuldig macht, wird mit einer Geldstrafe bis zu 100 Pfund oder Gefängnis bis zu sechs Monaten oder beidem bestraft. Die Strafbarkeit einer Tat auf Grund dieses Gesetzes schließt ihre Bestrafung auf Grund von Bestimmungen des Strafgesetzes oder sonstiger Gesetze und Verordnungen nicht aus; es soll jedoch niemand für dasselbe Vergehen doppelt bestraft werden. * Das neue Einwanderungsgesetz stellt zunächst nur einen Entwurf dar, der gernäß der palästinensischen Prozedur einen Monat vor seiner Gesetzgebung im Amtsblatt veröffentlicht werden muß. Im Laufe dieses Monats besteht die Möglichkeit, Abänderungsvorschläge einzubringen. Sektor so bedeutend, daß seine Stützung durch die Regierung nicht nur gerechtfertigt, sondern geradezu als eine Selbstverständlichkeit erscheint. Ein besonderes Problem bildet die Erhaltung der Qualität der Frucht. Es besteht eine gewisse Kontrolle der Regierung bei den zum Versand kommenden Kisten, die für die Aussonderung minderwertiger Früchte sorgt. In den letzten Jahren, wo viele neue Pflanzungen zu tragen begonnen haben, ist jedoch der Anteil der „neuen" Frucht am Versand stark in die Höhe gegangen. Nun ist neue Frucht bekanntlich in der Qualität immer geringer als die von alten eingewachsenen Plantagen. Sowohl Orangen als Grapefruit werden im ersten Jahr sehr groß, sind aber nicht so fein im Aroma und nicht so saftig. Wenn nun ein wachsender Teil des Versands aus solcher jungen Frucht besteht, so könnte die Reputation der palästinensischen Marken als solche in den Exportländern leiden. Der Käufer, der diese großen, gut aussehenden, aber in der Qualität enttäuschenden Früchte ein- oder zweimal bekommt, wird sich einer anderen Marke zuwenden und die Beschwerden, die nur hei der ersten Frucht berechtigt sind, auf alle palästinensischen Früchte übertragen. Es ist einleuchtend, daß die Erhaltung der Reputation der palästinensischen Marken für den Export eine Lebensfrage ist, und es wäre wichtig, wenn entsprechende Schritte in dieser Richtung getan würden. Mit der Vermehrung der Probleme, die mit dem Orangenexport zusammenhängen, ergibt sich die Notwendigkeit einer gemeinsamen Interessenvertretung der Pflanzer. Es ist auch den Juden in der Tat gelungen, große Exportgesellschaften und Versandkooperativen, in denen sich die Pflanzer bestimmter Rayons zusammenschließen, zu bilden. Was jedoch völlig fehlt, ist eine Organisierung des Gesamt exports, die auch eine Kontrolle der arabischen Orangenproduzenten garantiert. Diese halten heute gegen die Hälfte der bestehenden Plantagen, spielen also im Export eine große Rolle und jede Aktion, sowohl auf den ausländischen Märkten wie bei der Regierung in London und Jerusalem wäre erleichtert, wenn hier eine Kooperation erreicht weiden könnte. Bei der Identität der Interessen der jüdischen und arabischen Produzenten scheint eine derartige Ausweitung der Marktregulierung im Bereich des Möglichen zu liegen. Die Stützung und Regelung des Orangenexports ist heute nicht mehr eine Frage der Pflanzer und der Exporteure, sondern der gesamten Palästina Wirtschaft, deren Gedeihen zu einem wichtigen Teil mit der Situation der Zitruswirtschaft verknüpft ist. In den letzten Jahren konzentrierte sich das öffentliche Interesse insbesondere auf die Neupflanzungen. Hier war ein großes I cid für neue lnw-*titionen, die für Taufende und Jausende neue ArbcitMiioglichkeiten schufen. Heute ist das Interesse an Neupflanziu-.gen in den Hintergrund getreten, nachdem für den Moment ••- niemand weiß ja, wie sich die Dinge naeii einigen Jahren gestalten werden — ein gewis.-cr Sättigungspunkt erreicht ist; Heute stehen die Fragen des Absatzes, der Sicherung neuer Märkte, der genügenden Kontrolle, der Zollerleichtciirrigen, an erster Stelle. Und so wie vor kurzem der Fortschritt der Neupflanzungen nicht allein die Pflanzer und die investierenden Kapitalisten betraf, sondern die Gesamtwirtschaft des Landes, so werden heute die genannten Probleme zu einer Angelegenheit aller Kreise, die am Fortschritt der Wirtschaft im Lande interessiert sind. Die Zulassung zur ärztlichen Praxis Jerusalem, 6. Januar. (JTA.) Für die nächsten Tage wird die Veröffentlichung einer Regierungsverordnung erwartet, durch die die Zahl der zur Ausübung der Praxis in Palästina i. J. 1<>3(> zuzulassenden Aerzte festgesetzt werden soll. Es verlautet, daß 36 neue Aerzte in diesem Jahre die Praxiserlaubnis bekommen sollen. (Nach einer Palcor-Meldung aus Jerusalem soll diese Zahl 50 betragen. Red.) Amtlich wird mitgeteilt, daß im Monat November 56 jüdische und 2 nichtjüdische Aerzte zur Ausübung der Praxis in Palästina neu zugelassen wurden. Ferner wurden in diesem Monat vier jüdischen Pharmazeuten und fünf jüdischen Dentisten sowie einer jüdischen und einer nichtjüdischen Hebamme Lizenzen erteilt. Die Jahresversammlung des Verbandes der jüdischen A e r z t e P a 1 ä s t i n a s hat Dr. Saul Tscher nichowski zum Ehrenmitglied des Verbandes ernannt. Die Versammlung befaßte sich mit der Frage, Möglichkeiten für die Niederlassung weiterer Aerzte im Laude zu schaffen. In bezug auf die Gründung einer medizinischen Fakultät an der Hebräischen Universität Jerusalem wurde gefordert, daß die Vorbereitungen hierzu gemeinsam mit dem Verband der jüdischen Aerzte Palästinas durchgeführt werden. KAUPHAUS AM S AVI GN VPLATZ Der beste Einkauf 33«

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